Forum:	Arbeitsplatz der SexarbeiterInnen
Téma:	Modell &quot;Laufhaus&quot;
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annainga:
anlässlich der 15-jahrfeier von Madonna e.V. hatte ich gelegenheit bei einer führung durch das neu errichtete laufhaus bochum teilzunehmen. das neue gebäude, das im rotlichtviertel nahe der innenstadt von bochum liegt, ist so groß, dass es auf 2 stockwerken verteilt fast 50 zimmer gibt.
die zimmer sind ansprechend eingerichtet und verfügen über ein eigenes badezimmer und kleinen vorraum.
der vorraum ist verglast und verfügt nicht nur über eine eingangstür, sondern auch über ein fenster, durch das kontakt zu einem potentiellen kunden aufgenommen werden kann.
vorteil dieser fenster ist die räumliche abgrenzung zu den anderen damen und den männern, so dass man nicht bereits im vorfeld angefasst werden kann.
die männer müssen nicht wie in manch anderen laufhäusern eintritt bezahlen und können das haus rund um die uhr betreten. alkoholisierte oder agressive männer dürfen den eingang nicht passieren. 
die arbeitszeiten legen die damen selbst fest, ich denke sie ergeben sich durch die kundenfrequenz. der service ist auch nicht festgelegt, allerdings gilt &quot;safer sex&quot; als ungeschriebenes gesetz genau wie die preise, die nicht unter 30 € liegen, obere grenze offen.
vorgeschrieben ist allerdings vor jedem kundenkontakt das bettlaken/handtuch im beisein des kunden zu wechseln, um den ruf des &quot;sauberen hauses&quot; zu sichern. dafür muss die dame jeweils 1 € bettengeld bezahlen. die mietpreise für das zimmer liegen pro tag bei 100 - 150 €, für langfristige buchungen für 4 wochen gibt es eine ermäßigung auf 80 € (preise ohne gewähr, bei interesse unter der tel.-nr. 0178 9 61 94 23 nachfragen).

Im Winkel in Bochum bildet zusammen mit der Gußstahlstraße das Rotlichtviertel Bochums. Die ortsübliche Bezeichnung für die Straße lautet „Gurke“, „Eierberg“ oder auch sehr derbe „Riemenwalzwerk“.
Die dortige Ansammlung von Bordellen ist im Stile eines Kontakthofes und mit Schaufenstern angelegt. Hier arbeiten je nach Tageszeit 50 bis 100 Prostituierte, die ihre Dienstleistungen ab 30 Euro aufwärts (Stand März 2007) anbieten. Im März 2007 wurde darüber hinaus ein Laufhaus eröffnet.
Die Sperrbezirksverordnung der Stadt Bochum vom 21. Januar 2003 begrenzt die Ausübung der Prostitution auf die Straße &quot;Im Winkel&quot;. Am 31. Mai 2006 kritisierte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einer Entscheidung, dass einige Formulierungen die Grenzen des Sperrbezirks nicht exakt genug beschreiben.
In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Westpark Bochum und die Jahrhunderthalle auf dem Gelände des traditionsreichen Unternehmens Bochumer Verein. Der angrenzende Ortsteil heißt Stahlhausen.
Als Besonderheit kann die organische bauliche Struktur der Örtlichkeit bezeichnet werden, da durch mehrere Gassen und Plätze eine fast dörfliche Atmosphäre gegeben ist.
(wikipedia) 
sehr offen hat der investor/betreiber uns sein etablissement gezeigt, auf das er stolz sein kann.
aber für mich warf sich auch die frage auf, ob durch die kaufhausatmoshäre die bewertung &quot;dienstleistung&quot; oder &quot;ware frau&quot; entstehen kann.
wie sind eure meinungen dazu?



Marc of Frankfurt:
 Translate this page into English (have fun with google)

In Frankfurt/M haben wir zwei Rotlichtviertel (Bahnhofsviertel und Breitegasse neben einzelnen Clubs und Bordellen etc.) mit ca. 10 Laufhäusern d.h. ca. 2000 Zimmer/Arbeitsplätze (teilw. Doppelschicht möglich). Juristisch sind das Zimmervermietungen, wo ein Betreiber (Pächter) einen Hotelbetrieb führt und mit den Paragraphen für Prostitution/Zuhälterei nicht zu schaffen hat. Betreiber können auch schon mal Ausländer sein. Die Immobilienbesitzer jedoch sind fast nur Deutsche. Aber die Sexarbeiter sind zu über 80 % nicht Deutsche (Rassismus in der Prostitution). Partner der Sexarbeiter/Zuhälter werden nicht zugelassen, wenn sie beobachtet werden. Sonst gilt: Frauen und Minderjährige haben keinen Zutritt. Alle Flure sind videoüberwacht. Die Zimmer haben Alarmknöpfe an Tür und Bett. Fehlalarme auslösen kostet Strafgeld.

F-Bahnhofsviertel bei nacht und bei tag
In den Freierforen kann man sich die Zimmerpläne und Qualitätsschwerpunkte der Häuser anschauen. Das sind 5 bis 6 stöckige umgebaute Altbauten aus der Jahrhundertwende, wo die Wohnungen verbunden sind und die Zimmer einzeln vermietet werden für 100 bis 145 Euro/Tag. Erste Miete Vorkasse, dann wird immer Nachts bezahlt. Rechnungsbeleg gibt es nicht überall. Die Mädels (Häuser mit Jungs gibts nicht - House of Boys nur in clandestinen und registrierten Wohnungen) stehen an den Zimmertüren und kobern die Kunden ab/min. 25 Euro/Nummer von 15 Minuten. Stundenpreis ca. 150 Euro kann/muß jedeR selbst aushandeln. Zimmertüren sind aus Stahl (Feuerschutzverordnung) und nur von innen zu öffnen. Alle Zimmer mit Wasseranschluß, nachdem die Stadt den Häusern Bestandsgarantie gegeben hat und die Inhaber in Renovierung und Ausstattung und Fassade investiert haben. Für Bettwäsche sind die Frauen selbst zuständig, obwohl manche Häuser Wäscheservice anbieten und so reicht die Investition in Verbrauchsmaterial seitens der Serviceanbieterinnen manchmal nur für ein Stück Zewa-Papier unter dem Popo und ein Gummi auf dem Penis.
Manche Häuser verlangen neben der Tagesmiete eine Kaution von 300 Euro und haben eine 7tägige Kündigungsfrist. Die Kaution kann angespart werden. Meine australische Kollegin, die hier einen Tag testweise gearbeitet hat, berichtete, daß solche &quot;bonds&quot; in ihrem Land verboten sind. Manche Wirtschafter verlangen eine Endreinigungspauschale von 50 Euro. Manche verlangen Kantinenbenutzung und verbieten Essen von Selbstmitgebrachtem im Zimmer etc.
Ca. 10.000 Männer strichen täglich durch die Häuser und Frauen brauchen keine eigene Werbung zu schalten. Ihre Werbung besteht darin den ganzen Tag im Türrahmen ihres Zimmers zu stehen und Männer zu kobern. Doch auch hier gibt es Frauen, die ganz unterschiedliche Geschäftsmodelle fahren (Dominas, TS, Wandersexarbeiter, manche sind 40 Jahre einem Haus treu, hauptberuflich, nebenberuflich, jung, reifer...).
Erste Recherche im Internet und dann einfach vorbeikommen durch die Häuser gehen und mit den Wirtschaftern sprechen und innerhalb einer Stunde ist ein Arbeitsplatz gefunden (immer zu zweit als Zeuge sein beim mündlichen Vertragsabschluß). Personalausweis wird kopiert. EU-Einwohner dürfen als Selbstständige in der Prostitution arbeiten und müssen sich selbst beim Finanzamt anmelden (Beratungs-Broschüre zum Düsseldorfer Verfahren). Polizei und Sozialarbeiter besuchen regelmäßig/unregelmäßig die Prostituierten und nicht gerade selten gibt es eine Groß-Razzia.


Querverweise:
Frankfurter Modell?
Eine genaue Verdienstkalkulation findet sich hier:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=39273#39273 (SW-only) 
und hier:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=35622#35622
Pläne der Häuser und Arbeitszimmer:
http://www.ffm-forum.com (Freierforum)
Tanjas Bericht (Mai 2010):
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=81220#81220


Sicherheitstipps Laufhaus :006 
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=81955#81955


.

Tanja_Regensburg:
Ich bewerte Laufhäuser neutral, schließe es aber für mich vollkommen aus dort jemals zu arbeiten.
Meine Gründe dafür sind... ich möchte nicht als &quot;Henne in einer Legebatterie(Männerabfertigung) arbeiten. Kolleginnen, die mir berichtet haben wie es dort unter den Frauen zugeht haben meinen Eindruck verstärkt!
In Laufhäusern gibt es 50 - 60 Frauen unterschiedlichster Nationen und Herkunft, die auf engem Raum um Kundschaft &quot;buhlen&quot;. Da kommt es oft zu Streitigkeiten und Stutenbissigkeiten.
Das ist nicht meine Welt.... so kann und will ich persönlich nicht arbeiten!
Aber es gibt sicherlich auch Frauen, die sich dort wohlfühlen und gutes Geld verdienen......
Jeder sollte sich seinen Arbeitsplatz aussuchen können....
Liebe Grüße
die Zicke

Zwerg:
Für mich war der Besuch des Bochhumer Laufhauses ein besonderes Erlebnis (Danke den Damen von Madonna für die spontane Idee und die Vorstellung!) - Ich habe zum ersten Mal in meinem bisherigen Leben ein &quot;Laufhaus&quot; betreten. Für mich absolut überraschend: Die Helligkeit und auch die Sauberkeit, die aber nichts mit &quot;klinisch sauber&quot; zu tun hatte. Einfach ein Ort, zum Wohlfühlen. Zumindest in diesem Haus wird auch auf das Wohl der anwesenden Frauen geachtet, gewann ich den Eindruck. Friseur, Massage usw. sind angedacht bzw. schon eingeführt. Auch die Zimmer (wir durften mehrere besichtigen) sind absolut weit über dem Durchschnitt: Sowohl von Größe als auch von Einrichtung her durchaus herzeigbar. Die sanitären Einrichtungen &quot;nicht billig&quot;.
Das natürlich die Arbeit in einem Laufhaus die von Tanja angesprochenen Probleme mit sich bringen können, halte ich für durchaus möglich. Eigentlich sogar durchaus wahrscheinlich. Wie aber auch am Straßenstrich in manchen Gegenden. Ein &quot;zu Nahe&quot;, bedingt durch Sperrbezirke, bringt sicherlich zusätzlichen Druck - welcher weder zum Vorteil der Mädchen, aber sicherlich auch nicht der Freier, gereicht.
Ob ich als Kunde? Nun ja, seit geraumer Zeit hat sich ja das Thema Kunde für mich erledigt, also kann ich nur von meiner Vergangenheit schließen. Ich habe auch &quot;normale Bordelle&quot; bzw. Studios immer abgelehnt. Wenn es zwischen mir und Sexarbeiterinnen zu Kontakten gekommen ist, dann immer auf dem Wege des &quot;Hausbesuchs&quot;. Von dieser Warte her ist hier das &quot;Laufhaus&quot; noch eine Verschärfung der, für mich, störenden Nebengeräusche. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich diese Einrichtungen ablehne - sie kommen für mich nur nicht in Frage.
LG
Christian

annainga:
Tanja_Regensburg hat folgendes geschrieben: Da kommt es oft zu Streitigkeiten und Stutenbissigkeiten.

diese unschönen dinge können auch in privatwohnungen auftreten, wenn sich 4 - 6 damen einen kleinen aufenthaltsraum teilen müssen, oder in clubs und bars.....
überall dort, wo konkurrenzdenken soweit geht, dass mobbingsituationen auftreten.
was ich damit sagen will, es ist keine ausschließlich in laufhäusern auftretende problematik. 
die räumlichen gegebenheiten in dem laufhaus, das ich besichtigen durfte, dürften es zumindest nicht begünstigen.
liebe grüße von annainga

JennyHN:
Es ist schon einige Zeit her, da habe ich das mal ausprobieren wollen. Ich hatte noch nie auf Miete gearbeitet und schon garnicht in so einem Haus. 
Es war ein ziemlich altes, herunter gekommenes Gebäude mit ebensolchen Frauen. Damals schob man im Laufhaus noch Falle - nur das &quot;Wie&quot; wollte mir keiner zeigen... Auch alles Andere behielt jede Frau für sich; keine Tips; keine Hilfe; kein nettes Wort; keine Freundlichkeit.
Ich hob mich dort ab; war außergewöhnlich in dem Haus, weil ich es eben NICHT konnte; weil ich freundlich war; weil ich die Gäste Gäste nannte - und nicht Freier; weil ich sie vor dem Sex zum Waschen bat; weil ich die Zeit einhielt; weil ich Appartment-Service gewohnt war....
Es hatte sich schnell herumgesprochen, daß ich zuverlässig war; auch im Haus. Ich zahlte pünktlich Miete und hielt mich an Anwesenheitsvorgaben. 
Nach einer Woche wollten mich die Frauen wahlweise rausprügeln - oder ich sollte freiwillig ganz schnell verduften.
Ganz klar - die Gepflogenheiten im Laufhaus sind nichts für mich. Die Gäste dort erwarten auch garnicht, eine Frau wie mich anzutreffen.
Ich denke, jede Arbeits-Weise hat ihre Frauen und ihre Gäste. Jeder sollte herausfinden, wo sein dem Charakter angemessener Platz ist - dann bekommt man auch, was man sucht.
ICH werde ein solches Haus nicht mehr betreten....
Liebe Grüße, Jenny

kaktus:
Mein erster Besuch in einem Laufhaus war wirklich lustig oder traurig.
Ich war früher öfters dienstlich in München.
(ich habe gerade nachgerechnet :010 es sind schon wirklich 30 Jahre, seit diesen Besuch, vergangen).
Ich bin am Abend in der Nähe des Frankfurter Ring spazieren gegangen und zu einer aufgelassenen Industrieanlage gekommen. Da stand ein altes Bürohaus wo in einigen Fenstern rote Lampen leuchteten. Kein Schild, kein Hinweis, nichts außer rotes Licht. Die Tür stand einladend offen und ich wurde wie eine Motte vom Licht angezogen. Ein langer Gang, viele Türen- alle zu, leer! 1. Stock- langer Gang, viele Türen, alle zu! 2.Stock (Etage) -langer Gang, viele Türen und am Ende eine OFFEN. Ein bezauberndes Mädchen sagte &quot;Gö, mi host gsuacht&quot;
---Es wurde eine schöne Stunde----
Ein Laufhaus mit drei Ebenen und ein Mädchen.
Ich mußte ca. 2 - 3 mal im Jahr nach München und habe sie immer besucht(ich brachte Ihr immer gelbe Rosen mit roten Rand mit- die liebte sie). Als ich einmal wieder gekommen bin war das Ganze dem Erdboden gleich gemacht. Abgebrochen, niedergewalzt, aus und vorbei.---Ich habe die gelben Rosen mit roten Rand auf einen Erdhügel gelegt.

JayR:
Das gibt so’ne und solche Laufhäuser. Dreckig, heruntergekommen, aber bitte bewertet die Frauen nicht so. Auch eine Frau aus Afrika oder Haiti hat ein Recht darauf ordentlich behandelt zu werden. Zumindest von den Kunden. Kann sein, dass sie von weniger angenehmen Typen abhängig ist.
Dann gibt es Laufhäuser, bei äusserlich in Ordnung sind. Aber wenn man den Frauen in die Augen schaut, sieht man, dass irgendwas nicht stimmt.
Dann wieder gibt es Laufhäuser, die äusserlich genauso in Ordnung sind und die Atmosphäre auch angenehm ist weil sie gut geführt werden. Ob dann Routinesex ausgeübt wird oder man wirklich eine engagierte Frau trifft, findet man erst raus, wenn man’s ausprobiert. 
Für mich sind Laufhäuser gut für eine spontane halbe Stunde. Und ich mag das Spiel durch das Laufhaus zu gehen, angemacht zu werden oder eben nicht… dann bei einer Frau stehenzubleiben… dann das Spiel um die Preise… hier ist es gut die örtlichen Gepflogenheiten zu kennen oder man fällt auf die Nase bis man’s lernt… und wenn man Glück hat wird’s richtig gut.
Der grösste Nachteil ist, dass man hinterher keine Möglichkeit hat, sich zu bedanken per Mail, SMS oder Gästebuch.

annainga:
leider muss ich meine ansichten über das laufhaus bochum revidieren. ich habe dort für einige tage gearbeitet. ich wollte ursprünglich eine woche bleiben, um mir ein bild machen zu können, allerdings sind die arbeitsumstände dort so schlecht, dass ich bereits vorher abreiste. 
ich werde einen erfahrungsbericht schreiben, wollte aber vorher schnell diesen beitrag schreiben, um sexarbeiter davon abzuhalten dort zu arbeiten.
ich bin sehr enttäuscht.
liebe grüße von annainga

Morpheus:
annainga hat folgendes geschrieben:l
ich werde einen erfahrungsbericht schreiben, wollte aber vorher schnell diesen beitrag schreiben, um sexarbeiter davon abzuhalten dort zu arbeiten.
Hallo Annainga!
Ich bin schon sehr gespannt auf deinen Erfahrungsbericht über das Laufhaus. 
LG
Morpheus

StauneBaer:
Für mich ist seit einem Besuch in der Mannheimer Luppinenstraße (Laufstrasse) das Thema Laufhaus durch. Mal abgesehen von den dort fehlenden Duschmöglichkeiten ist vor allem die schnelle Kontaktanbahnung nichts für mich. 
Gruß SB

annainga:
mein erlebnisbericht ist sehr lange ausgefallen und sehr emotional gefärbt, deswegen will ich ihn erst noch ein wenig objektiver umschreiben.
ich freue mich über euer interesse!
liebe grüße von annainga

Zwerg:
Wir werden uns in Geduld üben...... ich bin schon gespannt, was Du uns berichten wirst
Liebe Grüße
Christian

annainga:
Um ca. 18 Uhr komme ich in beim Laufhaus Bochum an. Betreiber A. ist anwesend und nimmt meine Personalien auf. Vor 2 Wochen war ich bereits einmal hier, im Rahmen der 15-Jahr-Feier von Madonna (www.madonna-ev.de). Weiter oben habe ich euch bereits von meinem 1. Eindruck erzählt.
Betreiber A. vom Laufhaus Bochum fragt mich: &quot;Bist du privat hier oder von Madonna?&quot; &quot;Nein, ich bin nicht von Madonna, ich will hier arbeiten, ich bin zum Geldverdienen hier und will einen Bericht ins Sexworker-Forum stellen,&quot; antworte ich. &quot;Aha&quot; sagt er desinteressiert. Meine positiven Eindrücke bei der Führung vom Laufhaus Bochum will ich gerne bestätigt sehen. Es wäre mir lieber gewesen als diesen Erfahrungsbericht zu schreiben, in dem ich meine ursprüngliche Meinung revidiere.
Betreiber A. vom Laufhaus Bochum fordert zuerst 300,-€ Kaution. Das wusste ich bereits im Vorfeld. Er erzählt mir, während er meinen Ausweis kopiert und den Vertrag ausfüllt, 
dass er bei seinen Landsmänninnen schon mal eine Ausnahme macht, die dürften die Kaution bei ihm abarbeiten. 
Nachdem ich die Kaution bezahlt habe, will Betreiber A. vom Laufhaus Bochum die Miete für den ersten Tag. Ich frage, ob ich vollständig zahlen muss, schließlich ist es schon 18 Uhr, und die 99,- € sind der Preis für 24 Stunden. Ja, ich muss und dann bitte noch die 10,- € für das Frühstück.
Das Frühstück und alles andere Essen muss direkt neben dem Eingang eingenommen werden. Dort stehen 3 kleine Tische mit Stühlen. 
Jeder Kunde, der das Haus betritt, kommt hier vorbei. 
Das heißt, keine Intimsphäre während des Essens. Es ist verboten, anderswo im Haus zu essen. Genauso ist es verboten, den Zimmerschlüssel außer Haus zu nehmen, obwohl die Schränke nicht absperrbar sind und kein Tresor zur Aufbewahrung von Wertgegenständen oder Geld vorhanden ist.
Ich frage nach, wie denn der Lauf sei, und Betreiber A. vom Laufhaus Bochum erklärt mir hochzufrieden und stolz, wie unglaublich gut seine Zahlen seien, die Belegung des Hauses sei sehr gut, weit mehr als er erwartet habe. Hört sich gut an, ich hoffe, nicht nur die Zimmerbelegung ist gut, sondern auch der Kundenlauf!
Betreiber A. vom Laufhaus Bochum zeigt mir mein Zimmer und die Raumpflegerin gibt mir Handtücher und Laken. Laken ist sehr nobel ausgedrückt für die 1x2 m- Tücher aus 100 %-igem Polyester. Wie fühlt sich das denn für meinen frischgeduschten Gast an? 
Später erfahre ich, dass Duschen des Gastes wegen des hohen Handtuch- und Wasserverbrauches nicht erwünscht sei. 
Handtücher bekomme ich nicht nach Bedarf, sondern abgezählt. Auf meine Nachfrage, wenn ich denn mehr bräuchte, Achselzucken der Raumpflegerin, und die Aussage, Handtücher gäbe es nur donnerstags.
Betreiber A. vom Laufhaus Bochum zeigt mir mein Zimmer und fragt, ob ich den Fernseher brauche, das wären dann noch mal 3,- € pro Tag. Verwundert sage ich nein, ich schaue eh kein TV. Auf dem Weg nach draußen deutet er auf die Lampe im Vorzimmer: &quot;Und das Licht kostet 1,- € pro Tag. Willst du die haben? Sonst nehme ich sie ab.&quot; Die Lampe ist nur mit Clip-Halterungen angebracht und kann mit einem Handgriff entfernt werden &quot;Wie bitte? Licht kostet auch extra?&quot; 
Langsam reichts mir. &quot;Ja, ok, die Lampe will ich bitte schon.&quot; Zur objektiven Darstellung will ich anmerken, dass es im Vorzimmer, in dem man sich präsentiert sehr wohl Halogendeckenlampen gibt, die für eine ausreichend Beleuchtung sorgen. Als ich das feststelle, lasse ich das andere kostenpflichtige Licht entfernen.
Gestylt setze ich mich in den &quot;Wintergarten&quot;, naja, in die &quot;Auslage&quot; und warte ab.
Nach kurzer Zeit habe ich den 1.Kunden. Meine Laune hebt sich und wir einigen unsauf 80,- € (Im Laufhaus fangen die Preise bei 30 € an, gearbeitet wird mit Schutz). Er macht mir einige sehr nette Komplimente und die Welt ist für mich wieder in Ordnung. Während er duscht, nehme ich ein &quot;Bettlaken&quot; und stelle fest, dass es unangenehm riecht. Mein Gast fragt nach einem frischen Handtuch und ich antworte, nimm dir irgendeines, sind alle frisch, du bist der Erste hier. Er ruft zurück, die wären alle schmutzig. Das darf doch nicht wahr sein, denke ich als ich die Handtücher inspiziere. 
Alle verfleckt, benutzt und wieder zusammengefaltet.
Ich biete meinem Gast meinen eigenen Bademantel an, den benutzen wir auch als Unterlage für meinen Liebesdienst. Danach gehe ich mit der Wäsche zu der Raumpflegerin und verlange frische Wäsche. Die Raumpflegerin verweigert es. Eine andere Dame, die hinter der Theke arbeitet, bekommt das mit und bringt mir später frische Wäsche.
Ich setze mich wieder auf den Barhocker in mein Schaufenster. Ein bisschen Urlaubsstimmung kommt in mir hoch. Die mediterrane, gepflegte Ausstattung, der überdachte Innenhof mit Sand und Liegestühlen, die Bar mit der Musik, braungebrannte, sehr junge, sehr hübsche, sehr nette Mädchen in Bikinis, Palmen, überwiegend ausländische Mitbürger ….. ich komme mir vor wie im Urlaub in der Türkei.
Es ist sehr viel Betrieb im Laufhaus Bochum. Ich schätze, dass an diesem Abend bis 2 Uhr ca. 200 bis 300 Männer an mir vorbei gehen. Es bleibt bei einem Kunden in der Zeit von 19 Uhr bis 2 Uhr. Bei den anderen Damen sieht es nicht besser aus. Meine Urlaubsstimmung ist völlig verflogen, denn je später es wird, umso unverschämter werden die Gäste.
Ein Mann steht stundenlang ein paar Meter vor meinem Fenster und starrt mich ununterbrochen an. Es kommen junge ausländische Mitbürger (18 - 22 Jahre alt) in Gruppen von 5 bis 10 Personen, lachen lauthals, ziehen ihre Runden, mehrere Male laufen sie an allen Mädchen vorbei.
Asiatische Geschäftsmänner in Anzug und Krawatte, mit Handy am Ohr und Aktentasche grinsen mich strahlend an, in jeder der vielen Runden, die sie drehen.
Dann gibt es noch die Sorte Kunden: Trainingsanzug, Schlappen, Plastiktüte in einer Hand. Ob da wohl das Feierabendbier drin ist?
Die Männer erscheinen mir wie oberflächliche Jugendliche, unentschlossene Sextouristen, notgeile Sexvoyeure, gelangweilte Arbeitslose, Abwechslung suchende Obdachlose, Schaulustige, überwiegend anderer Nation angehörend. Sie drehen ihre Runden so oft, dass ich mich frage, ob denen nicht schwindelig wird? Für mich ist das eine groteske, ungewohnte Situation.
Ich gehe zum Betreiber A. vom Laufhaus Bochum und frage nach, ob das immer so sei. Männer ohne Ende, aber keine Kunden. Ich sage, dass ich sicher keine Woche bliebe, wenn ich jeden Tag nur Kosten hätte. 
Ich habe einen Mietzettel für eine Woche unterschrieben. Erst als ich laut werde, ist Betreiber A. vom Laufhaus Bochum bereit, mich eher gehen zu lassen. 
Gereizt gibt mir Betreiber A. vom Laufhaus Bochum zu verstehen, alle Frauen seien zufrieden außer mir.
Ein einziges Mal vor langer Zeit habe sich ein Mädchen beschwert, dass sie nichts verdiene. Er habe sich daraufhin die aufgezeichneten Videos der kontrollierten Gänge angesehen und festgestellt, dass Kunden bei dem Mädchen geblieben wären. Bei der Abfalleimer-Kontrolle habe er benutzte Kondome bei dem Mädchen gefunden. 
Mich konnte das nicht beruhigen, da ich gehört habe, dass Mädchen bei ihm Schulden hätten. 
Ich spreche ihn darauf an.
Der Betreiber leugnet, dass die Mädchen Schulden bei ihm hätten. &quot;Siehst du eine einzige Zettel mit Schulden?&quot; Er setzt noch dazu: &quot;Mit keine Mädchen habe ich Problem, nur mit dir habe ich welche.&quot;
Etwas betroffen gehe ich, aber als ich diese Aussage am Abend vor den Anderen wiederhole, ein Auflachen von einigen Damen (wir sitzen zu 5 Frauen am &quot;Esstisch&quot; in der Eingangshalle).
Im Laufe des Gesprächs kommen von zwei Mädchen Aussagen, die ich so verstehe, dass sie Schulden bei Betreiber A. hätten. 
Sie könnten folgendermaßen zustande kommen:
Könnte ein Mädchen die Kaution nicht zahlen, dürfte sie die Kaution abarbeiten. Da pro Tag außerdem noch zwischen 109 – 149 € Zimmermiete und Nebenkosten anfielen, könnten sich sehr schnell hohe Schulden auftürmen, wenn nichts los wäre. Hätte sich ein Mädchen beispielsweise vertraglich für 4 Wochen verpflichtet und wäre eine zeitlang krank, hätte sie keine Möglichkeit aus der Schuldenfalle herauszukommen.
Möglicherweise wäre das Gesetz auf der Seite des Vermieters, aber ganz bewusst könnte man die Wissenslücken und Sprachschwierigkeiten der Mädchen ausnutzen.
Das Ganze wäre nicht so schlimm, wäre genug Kundschaft vorhanden und man hätte die Möglichkeit, Geld zu verdienen. Da wäre Betreiber A. vom Laufhaus Bochum gefragt! Er müsste sich soweit um Werbung bemühen, dass die dort arbeitenden Damen genug Kunden haben. Die schaulustigen Männer könnte man mit einem kleinen Eintrittsgeld reduzieren. In einigen anderen Laufhäusern wird so das Problem der sogenannten &quot;Hummelsäcke&quot; gelöst. Möglicherweise fehlt Betreiber A. die Erfahrung, denn er verdient an der Zimmermiete. Ob Männer kommen oder gehen ist bei ihm finanziell gesehen neutral. 
Auf lange Sicht gesehen, ist es allerdings wichtig, dass die Frauen gute Kundschaft haben und gut verdienen, damit sie sich wieder im Laufhaus Bochum einmieten und dieses Geschäftsmodell ein Erfolg werden kann.
Meines Wissens wird für das Laufhaus Bochum keine Werbung geschaltet.
Der nächste Tag ist genauso zäh. Unzählbare Männermassen strömen an unseren Schaukästen vorbei, vereinzelt gehen Männer mit aufs Zimmer. Die Stimmung unter den Frauen ist gereizt. Und dann kommt so eine neugierige Person wie ich. Ich bleibe bei vielen Damen stehen und frage freundlich nach verschiedenen Dingen, schließlich ist das Laufhaus Bochum das erste Etablissement dieser Art in dem ich arbeite. Ich gehe davon aus, dass eine neue Frau skeptisch aufgenommen wird und bin deswegen überrascht, wie freundlich und nett viele Mädchen auf meine Fragen antworten. 
Ich bekomme viele Probleme mit, einige Episoden, die mich zum Nachdenken bringen und für mich die Frage aufwerfen, ob das Laufhaus zuhälter-und drogenfrei ist.
Um 2 Uhr mache ich Schluss. Ich habe Rückenschmerzen vom vielen Sitzen auf dem Barhocker, meine Gesichtsmuskeln sind vom falschen Grinsen verspannt, ich denke zuviel über die Probleme der Frauen hier nach.
Ich setze mich nach unten an den &quot;Essplatz&quot; und Treffpunkt. Dort unterhalte ich mich mit mehreren Mädchen über die Situation im Laufhaus Bochum. Ich halte mit meinem Ärger über die Zustände nicht zurück, auch die anderen Mädchen erzählen über Missstände. Ein Mädchen erzählt, sie habe sich mit einem Kunden auf 30 € geeinigt. Der Kunde und das Mädchen wären ausgekleidet und er habe sie bereits angefasst. Der Kunde möchte sein Geld zurück, weil er meinte, dass es in dem Zimmer nach Hund röche. Dass das Mädchen einen Hund mit im Zimmer habe, hätte der Kunde gewusst. Trotzdem wolle er vom Vertrag zurücktreten und fordere sein Geld zurück. Dazu wäre das Mädchen nicht bereit (laut Prostitutions-Gesetzes korrekt). Betreiber A. vom Laufhaus Bochum wolle keinen Ärger mit dem Kunden, der mit der Polizei drohe und verlange, dass das Mädchen dem Kunden seinen Lohn zurückgäbe.
Dies verweigerte sie und daraufhin gäbe Betreiber A. dem Kunden 30 € zurück. Zu dem Mädchen sagte er, dass er das Geld bei der Auszahlung der Kaution verrechnen wolle. Dazu hätte er kein Recht, das wären &quot;Zuhälter-Manieren&quot;, keineswegs stünde ihm dieses Verhalten als Vermieter zu.
Unser Gespräch nimmt ein Ende als Sexarbeiterin L. dazu kommt. Sie ist so wie ich um die 40 Jahre alt (&quot;mit 18 Jahren habe ich angefangen mit Prostitution, eigentlich, um den Führerschein zu machen, naja, den habe ich bis heute nicht&quot;). Das Rotlichtmilieu &quot;Eierberg&quot; verteidigt sie mit Vehemenz und Leidenschaft.
Es kommt zu einem Gespräch über unsere unterschiedlichen Arbeitsweisen. In unserem Gespräch meint sie im Laufhaus Bochum arbeiteten die Frauen mehr mit ihrem Körper als Frauen wie ich, die Hausbesuche machten und eher auch einen persönlichen Kontakt zuließen.
Wir reden inzwischen allein weiter, die jungen Mädchen um uns herum sagen nichts mehr. Anscheinend ist L. aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrung tonangebend.
Ich höre heraus, dass ihr einiges an dem Geschäftsverhalten des Betreibers A. vom Laufhaus Bochum, den sie schon jahrelang kennt, nicht gefällt. Sein größtes Problem sähe sie darin, dass er nicht bereit sei, Erfahrungen und Kritik anzunehmen. Er lasse sich nichts sagen, ginge einfach seinen Weg ohne nach rechts und links zu sehen.
Sie zählt hier zu den wenigen Frauen, die erfahren sind. Überwiegend arbeiten hier junge, unerfahrene Mädchen, der Betreiber vom Laufhaus Bochum ist milieuunerfahren. Diese Punkte können zu einem fehlenden Zusammenhalt führen und das Modell Laufhaus Bochum in Frage stellen.
Die Runde löst sich auf, weil einige Damen noch arbeiten wollen, um wenigstens die Zimmermiete einzunehmen.
Am nächsten Morgen reise ich ab.
In meinem Beisein wird mein Zimmer hochpeinlich gründlich untersucht. Während R. das Zimmer inspiziert, leert die Raumpflegerin meinen Wäschekorb. Die Handtücher, die ihr sauber erscheinen, nimmt sie heraus, an einigen Handtüchern riecht sie und faltet sie dann zusammen. Ich mag mir nicht vorstellen, dass die Handtücher dann wieder als frische ausgegeben werden, aber für eine andere Interpretation gibt es keinen Spielraum.
Ich hatte nicht die berechtigte Angst, dass mich jemand falsch, unkorrekt oder gewalttätig behandeln könnte. Ich hatte keinen konkreten Anlass, mich in dem Laufhaus Bochum nicht in Sicherheit zu fühlen, wenngleich es nicht die üblichen Alarmknöpfe auf dem Zimmer gibt. Zudem war die Telefonanlage stellenweise ausgefallen.
Das Laufhaus Bochum ist als Räumlichkeit herausragend schön, man fühlt sich gleich wohl, wenn man es betritt. Es wäre grandios, könnte es auch eine Möglichkeit werden, dass Sexarbeiterinnen dort entspannt und erfolgreich arbeiten.
liebe Grüße von annainga

Tanja_Regensburg:
liebe annainga, es tut mir leid, dass deine Erfahrungen in Bochum nicht positiver verlaufen sind!
Die von dir beschriebene Arbeitsweise dort ist inakzeptabel und ich hoffe dass du Madonna darüber informiert hast!
Es kann nicht sein, dass man dort quasi zum Schulden machen gezwungen wird, weil wenn man nichts verdient eine vorzeitige Abreise nicht möglich erscheint! Für mich grenzt das hart an Zwang!
Tanja, die froh ist, dass du so taff warst abzureisen!

Walker:
danke für deinen bericht...
vielleicht hilft er frauen diese erfahrung nicht machen zu müssen.

Zwerg:
Der Bericht ist beeindruckend und weicht doch sehr stark vom ersten Eindruck, den wir anlässlich unseres Besuches bekommen haben ab. Ich hoffe, dass auch der Betreiber des Laufhauses sich dazu Gedanken macht. Ich denke, dass es eigentlich schade ist, wenn das Haus nicht &quot;funktioniert&quot; - Da ist sehr viel Geld und Arbeit investiert worden und die Voraussetzungen sind vorhanden. Die Dinge die von annainga kritisiert worden sind, sind eigentlich relativ leicht verbesserbar. 
@annainga - denkst Du, dass man sich mit dem Betreiber zusammen setzen könnte, um Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten? Ist natürlich ein kühnes Projekt, aber ich denke das dies richtungsweisend sein könnte. Wir sehen uns etwas (durchaus kritisch) an - und helfen dem Betreiber die Situation der Sexarbeit ein wenig besser zu verstehen. Im Gegenzug helfen wir mit ein wenig &quot;Werbung&quot; und unserer Empfehlung....
Christian

Harald:
@zwerg diesen lösungsansatz finde ich sehr interessant! Es würde mich interessieren, ob er auch erfolgreich ist.
harald

Zwerg:
@harald - ich versuche gerade telefonisch ein wenig nachzufragen... - auf alle Fälle würde ich hier auch gerne Madonna einbeziehen (die Frauen von Madonna e.V.) arbeiten vor Ort. Vielleicht gelingt hier eine Zusammenarbeit... 
Unsere Stärke sind (unter Anderem) die Suchbegriffe, unter welchen wir im Internet gefunden werden: 
Beispiel: http://www.google.at/search?hl=de&a....nG=Google-Suche&amp;meta=
Bei 38000 Ergebnissen an 3.Stelle....
Da kommt Niemand dran vorbei - ein Argument, welches sicherlich auch dem Betreiber des Laufhauses Bochum nicht verborgen bleiben wird.
Ich bin ja dieses Wochenende in Deutschland und werde auch annainga treffen - mal schaun....
Liebe Grüße
Christian

StauneBaer:
Ich musste den Bericht von annainga 2x lesen. Ist schon interessant, unter welchen Bedingungen manchmal so gearbeitet werden muß. Darüber macht man sich als Kunde eher wenig Gedanken. 
Aber gut sowas mal zu lesen. 
Gruß SB

Marc of Frankfurt:
Clever - Alle Achtung.
Wünsche erfolgreiche Gespräche.

annainga:
@tanja
ja, madonna ist involviert, sie sind direkt vor ort und haben nicht nur kontakt zu diesem laufhaus, sondern auch zu den anderen etablissements am eierberg
@walker
das ist der grund, wieso ich mir die mühe mache
@zwerg
ich halte deine idee für sehr konstruktiv, nicht bemängeln, sondern versuchen, veränderungen zum positiven zu bewirken. auch wenn ich nicht allzu idealistisch sein will, danke für diese idee
@harald
wir werden im forum natürlich euch alle auf dem laufenden halten
@staunebaer
danke für dein interesse. ich würde mich freuen, viel von dir zu lesen, denn die kundensicht ist hier im forum meiner meinung nach untervertreten
@marc
ja, hoffentlich kommt ein gespräch zustande, wäre schön
liebe grüße von annainga

kaktus:
Zitat:die kundensicht ist hier im forum meiner meinung nach untervertreten 
@annainga
stimmt schon. Aber &quot;Das Forum für Profis&quot;?
Gibt es Profis unter den Kunden? :003 
Ich glaube auch das es Profis unter den Kunden gibt, aber es bedarf einer gewissen Überwindung sich zu offenbaren.
Vielleicht ist die Zeitung ein Portal woKunden über Service z.B. Laufhaus ihre Meinung abgeben können. 
LG Kaktus

annainga:
du @kaktus hast doch schon recht oft, recht nett über deine erlebnisse geschrieben! darüber freue ich mich sehr, wenn ich die kundensicht lese. denn obwohl ich sexarbeiterin bin, liest sich´s doch nochmal anders als wenn ich meine eigenen kunden befrage und gerade für die öffentlichkeit finde ich´s ganz toll, wenn sich sexarbeiterInnen und kundInnen outen.
liebe grüße von annainga

kaktus:
Zitat:gerade für die öffentlichkeit finde ich´s ganz toll, wenn sich sexarbeiterInnen und kundInnen outen.
Du sprichst genau das aus was ich meine!
Wenn im eigenen Heim, Alles O.K. ist und kein Bedarf an Sexworker ist , ist das ja in Ordnung,
wenn aber ein Bedarf da ist????
Ich glaube nicht das sichda Kunden outen.
LG Kaktus

annainga:
eine freundin (keine Sexarbeiterin) von mir sagte einmal, also wenn mein mann so was will (sie meinte eine bestimmte sm-technik), dann soll er in den puff gehen, aber mich damit in ruhe lassen ..... soweit ginge ihre toleranz, aber ob er sich auch outen dürfte?
allerdings sind ja nicht alle kunden verheiratet, die könnten doch vorpreschen?
naja, so richtig weiß ich auch keine lösung. ich find´s schon für mich als sexworkerin reichlich schwer dazu zu stehen.
schließlich habe ich kinder, sind beide schon erwachsen, aber sie findens gar nicht lustig, wenn ich öffentlich darüber rede.
ich kanns verstehen, aber damit müssen sie leben .....
ich habe lang genug ein doppelleben geführt, um sie zu schützen.
liebe grüße von annainga

kaktus:
Zitat:ich habe lang genug ein doppelleben geführt, um sie zu schützen
wovor? Um Sie zu schützen das Du eine SW bist?
Sie zu schützen das, Du wenn Du Andere glücklich machst, Geld verdienst? 
Entschuldige ich schreibe leicht.
LG Kaktus

annainga:
soll es jeder so halten wie er will. ich bin der meinung, dass ich in meinem kleinen dorf am besten damit gefahren bin, dass ich ein doppelleben führte. ich wollte nicht, dass meine kinder sich mit den gehässigkeiten anderer ärgern müssen. 
eigentlich hatte ich eher angst, dass meine kinder mich verteidigen würden. womöglich nicht nur mit worten.
es gibt sicher andere wege, aber für mich war das der, den ich gewählt habe.
liebe grüße, annainga

kaktus:
@annainga
leider ist es so. Wenn Du Schneiderin bist oder Buchhalterin ist es OK keiner kümmert sich darum. Aber SW??
Ein Masseur bearbeitet ja auch den nackten Körper einer fremden Person um Geld zu verdienen und der wird anerkannt.
Traurige Welt.
LG Kaktus

KonTom:
*Moderation aus*
Und was glaubt ihr wieviele LF es gibt wo dies nicht so gehandhabt wird?
Bei den einen ist`s die Wäsche, bei den anderen die Werbung, beim dritten das Licht, und bei manchen alles zusammen.
Meine ganz persönliche Meinung dazu:
Alles ist ok wenn`s V O R H E R gesagt wird!
*Moderation ein*

Zwerg:
@kontom
mag schon so sein - nur trotzdem kann es doch nur im Sinne von uns Allen sein, wenn man es schafft, sich zusammen auf einen Tisch zu setzen und Verbesserungsvorschläge ausarbeitet.
Und in dem konkreten Fall - Laufhaus Bochum - wurden einige Dinge doch ein wenig anders dargestellt, als sie dann tatsächlich waren. Zum Beispiel: Wäsche - Bei unserem Besuch im Laufhaus Bochum wurde uns ausdrücklich gesagt, dass ein Mehrbedarf an Handtüchern bzw. Bettwäsche absolut kein Problem wäre. Nach Annaingas Bericht ist dem aber doch so-usw.
Ich glaube einfach das verschiedene Probleme ihren Auslöser darin haben, dass man die gegenseitigen Bedürfnisse einfach nicht kennt. Und hier kann ein &quot;runder Tisch&quot; doch keines Falls schaden. Ich bin froh, dass annainga den Anfang gemacht hat und einmal ihre Eindrücke postete! Ich wäre froh, wenn es mehr Frauen gäbe, die so handeln würden!
Christian

kaktus:
Als Kunde ist so ziemlich Alles im Laufhaus eine heile Welt.
Wenn es nicht wirkliche Probleme mit schmutziger Wäsche oder schmuddeligen Duschen gibt.
Man(n) hat ja doch nur Augen für die (meistens hübsche) Auswahl.
Man(n) hat genug zu tun um alle Eindrücke in seien Gehirn zu sammeln um eine Auswahl zu treffen--wirkliche Arbeit!!--
Kunden haben da wenig Einblick wie es hinter den Kulissen zu geht.
LG Kaktus

KonTom:
Zwerg hat folgendes geschrieben:Und in dem konkreten Fall - Laufhaus Bochum - wurden einige Dinge doch ein wenig anders dargestellt, als sie dann tatsächlich waren.
genau aus diesem Grund schrieb ich:
Alles ist ok wenn`s V O R H E R gesagt wird! 

Morpheus:
Herzlichen Dank für diesen umfassenden Bericht und den kurzen Blick hinter die Kulissen.
Meine Erfahrungen mit Laufhäusern sind sehr bescheiden und auch nicht wirklich positiv, weil ich nicht der Typ für den &quot;fast release&quot; bin und genau dies wird vorrangig in solchen Etablissements angeboten.
In Wien gibt's erst seit kurzer Zeit Laufhäuser und beide sind doch eher einfach und im Gegensatz zu Dtl. (kenne nur einen riesen Bunker in Köln und eins in FFM) auch nicht besonders preiswert, weil schon mal Honorare genannt werden, um die ich auch ein Escort bemühen kann. 
Wild umherziehenden Touristen und&quot;Neo-Staatsbürger&quot;, die häufig nur zum Ärgern bzw. blöd Anmachen in Gruppen solche Häuser &quot;durchlaufen&quot; sind keine Seltenheit und für mich fast systemimmanent. Viele der Damen sind ob dieser Personenströmeleider auch zu interessierten Kunden dann nicht mehr so nett, weil sie schon etwas entnervt sind. Ein Grund mehr, mein Glück nicht dort zu suchen.
Grundsätzlich geht es den Betreibern ja nur um die Vollbelegung ihres Hauses. Der Rest ist den meisten ziemlich egal. Die Qualitätskontrolle Richtung Kunden überhaupt und wie man an deinem Beispiel sieht, auch Richtung Mieterinnen scheint vollkommen nebensächlich.

Lady Katarina:
Grüß Euch,
danke Anainga für Deinen schonungslosen Tatsachenberich. Liest und hört man nicht oft. Nicht viele Frauen trauen sich sowas.
Warum sollten Männer das mitbekommen. Gute Sexworkerinnen werden das (auch wenn sie dort - auch was für Gründen auch immer arbeiten) sehr gut verbergen.
Schließlich geht man(n) ja dorthin um zu entspannen und sich nicht mit Problemen anderer zu beladen.
Ob sich Kunden outen würden? Wo und vor wem und für was. Das habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz mitbekommen. Oder nur schlecht gelesen, ich weiß nicht.
Aber ich kann Euch sicher auch Einblicke und Gedanken in Kundenwünsche/Erfahrunge &amp; Erlebtem erzählen.
Sowas ist auf jeden Fall sehr traurig. Und wie man sieht, es arbeiten Frauen dort. Wahrscheinlich wären andre Orte für sie noch schlimmer.
Die Frage ist halt, ob ein Betreiber das aus Geldgier tut oder aus Unwissenheit/Dummheit. Bei Letzterem kann man vielleicht mit ihm reden. 
Es gibt sowieso nur zwei Möglichkeiten. Entweder wird ein Betreiber der so mit seinen Frauen umspringt bald dicht machen oder aber es wird immer Frauen geben, für die das noch immer die bessere Alternative ist. Oder sie kennen gar nichts andres und das ist normal für sie.
Aber diese Methoden von besagtem Haus machen mich schon ein wenig traurig. Sind doch fast schon Zuhältermethoden.
Lieben Gruß,
Katarina

kaktus:
Gibt es eigentlich noch Orte mit &quot;Laufstrassen&quot;? nicht Laufhäuser.
Ich kann mich an das alte (ca. 30 Jahre her) Nürnberg erinnern.
Dort war innerhalb der damals noch vollständig erhaltenen Stadtmauer ein Bereich wo die Damen in großen Fenstern saßen (etwas dekoriert und intim beleuchtet). Sie waren mit lesen, Fernsehen oder stricken beschäftigt und wenn ein Gast anklopfte wurde er freundlich empfangen.
Heute ist der Bereich abgerissen und es stehen dort Garagen.
Es war so schön!! Etwas schmuddelig, romantisch, ruhig.
Vielleich war es nur aus meiner Sicht so und die Damen haben es anders gesehen.
LG Kaktus

StauneBaer:
kaktus hat folgendes geschrieben:Gibt es eigentlich noch Orte mit &quot;Laufstrassen&quot;? 
Ja, gibt es. In Mannheim ist die Lupienenstrasse eine Laufstrasse mit Sichtschutz und den Mädels in den Fenstern.
kaktus hat folgendes geschrieben:Bereich wo die Damen in großen Fenstern saßen (etwas dekoriert und intim beleuchtet). Sie waren mit lesen, Fernsehen oder stricken beschäftigt und wenn ein Gast anklopfte wurde er freundlich empfangen.
Etwa so. Nur ergreifen heute die Damen verbal die Initiative.
Gruß SB

Zwerg:
Lady Katarina hat folgendes geschrieben:Die Frage ist halt, ob ein Betreiber das aus Geldgier tut oder aus Unwissenheit/Dummheit. Bei Letzterem kann man vielleicht mit ihm reden. 
Ich habe den Betreiber des Laufhauses Bochum anlässlich einer Führung durch das Haus kurz kennen gelernt. Ich hatte den Eindruck dass er sich ganz scharf vom Typus &quot;Zuhälter&quot; abgrenzen möchte. Mit ein Grund warum ich eigentlich gute Chancen sehe, dass man mit einem Gespräch etwas erreichen könnte. Für mich wäre das der Sinn dieses Threads - nicht nur etwas anprangern (obwohl dies gerade in diesem Fall besonders wichtig ist), sondern auch versuchen Lösungsvorschläge zu machen, bzw. gemeinsam (!) einen für beide Seiten spielbaren Kompromiss zu finden.
Für Montag ist eine Kontaktaufnahme geplant und ich denke, dass ich in 2 Wochen in Bochum zu einem persönlichen Gespräch sein werde.
Liebe Grüße
Christian

annainga:
ich bin mir sicher, dass viele frauen, die im laufhaus arbeiten nichts anderes kennen. ich habe dort sehr viele, sehr junge mädchen gesehen.....
als ich über meine erfahrungen mit haus- und hotelbesuchen und den verdienstmöglichkeiten im sauerland erzählte, wurde es nicht interessiert zur kenntnis genommen, sondern mir wurde gesagt &quot;dann geh doch zurück in dein sauerland&quot;.
ich selbst habe auch einige zeit benötigt und habe mehrere etablissements ausprobiert, bevor ich mich dafür entschieden habe, weil es zu mir passt, weil ich mich wohl fühle so zu arbeiten.
es gibt sicher frauen, die das &quot;modell laufhaus&quot; bevorzugen, es hat ja auch einige vorteile, aber ich befürchte, die mehrzahl sieht keine anderen möglichkeiten.
schön wäre es, die verhältnisse im laufhaus bochum zu verbessern, das kann auch dem betreiber nutzen und nicht nur den dort arbeitenden frauen.
ich bin gespannt.
liebe grüße von annainga

Marc of Frankfurt:
Habe oben im posting für Frankfurt einen Link nachgetragen
Kalkulation der Verdienstspannen im Laufhaus:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=17179#17179

Micha Ebner:
Marc of Frankfurt hat folgendes geschrieben:und kobern die Kunden ab/min. 25 Euro/Nummer von 15 Minuten. Stundenpreis ca. 150 Euro kann/muß jedeR selbst aushandeln. 
In der Taunusstraße 32 wird bereits für 20,- Euro ein kompletter Service angeboten. Valentina hat sich neulich mal beklagt, dass ihr nach Abzug der Miete/Nebenkosten 10,- Euro geblieben sind, und das für einen Arbeitstag von irgendwas vormittags bis 5:00 Uhr nachts.

Marc of Frankfurt:
Das ist erschreckend mager.


Das Risiko des Kundenlaufs tragen die weiblichen migrantischen SexarbeiterInnen mit maximalster Mobilität.
Das Risiko der Vermietungsauslastung tragen die i.A. männlichen und teilw. migrantischen Wirtschafter und Betreiber, die sich auf Jahre verpflichtet haben.
Das Risiko der Bordellbetriebserlaubnis tragen die deutschen i.A. männliche Immobilieneigner, die das Monopol erarbeitet haben und weitervererben.


Soweit die Seite der Risikoteilung, der die Seite der Profitteilung gegenübergestellt werden kann... Aber in welcher Branche geschieht das wirklich transparent? Wirtschaft ist nicht Demokratie. Und Demokratie ist immer vom wirtschaftlichen Wohlergehen abhängig...


.

Moonlight:
habe den Bericht eben erst gelesen und muß sagen unter alles Sau... sorry für meine Sprachauswahl, aber das ist in meinen Augen unterste Schublade... 
habe auch schon kurzzeitig in einem Laufhaus gearbeitet, war vielleicht nicht so Nobel wie das von dem hier die Rede ist, aber sowas ist mir nie untergekommen...
Tut mir leid das du solche Erfahrung gemacht hast...

Hanna:
@moonlight
nur zur klartellung: ich nehme an, du meinst den Bericht von Annainga
@Marc
Marc of Frankfurt hat folgendes geschrieben:
Das Risiko des Kundenlaufs tragen die weiblichen migrantischen SexarbeiterInnen mit maximalster Mobilität. Das Risiko der Vermietungsauslastung tragen die i.A. männlichen und teilw. migrantischen Wirtschafter und Betreiber, die sich auf Jahre verpflichtet haben.

m.e. hat das Sexarbeiterangebot jetzt so allmählich seinen Höhepunkt erreicht. (die konjunktur geht jetzt gleich krachen - Meine Empfehlung: bitte Investitionen verschieben soweit möglich! ) da sich bei den Betroffenen die Erfahrung häufen dürfte, daß das Geld in der Sexarbeit auch nicht mehr auf der Straße liegt, erwarte ich in naher Zukunft einen leichten Rückgang der Migrantinnen zumindest in diesem überteuerten Ambiente. Es wird sich in die Privatwohnungen/ Escortservice/ H+Hverlagern, wo die Unkosten/Risiken für die Dienstleistenden geringer sind. Mein Eindruck ist sowieso man hat in der Branche zuviel in Immobilen investiert. 

Marc of Frankfurt hat folgendes geschrieben:
Soweit die Seite der Risikoteilung, der die Seite der Profitteilung gegenübergestellt werden kann... Aber in welcher Branche geschieht das wirklich transparent? Wirtschaft ist nicht Demokratie. Und Demokratie ist immer vom wirtschaftlichen Wohlergehen abhängig...
wie wahr lieber Marc! ich hoffe du ziehst aus den letzten beiden Sätzen auch die richtige Schlußfolgerung: Tut die Wirtschaft nicht überregulieren, denn sonst fallt ihr im Wettbewerb zurück, die Leute verlieren ihre Arbeitsplätze und beginnen NPD Plakate zu kleben...
Hanna


.[/quote]

Moonlight:
ja Hanna:002

Miriam85:
hallo,
ich habe jetzt schon öfteres sätze wie :,,peinlich und abwärtend für kunde und frau...&quot; oder das ,,frauen aus dem laufhaus einen niveaulosen umgangs ton haben ... &quot; gelesen.
Ich habe mir als nächtes Objekt ein Laufhaus ausgesucht und bin jetzt dadurch etwas angespannt .
Ein paar Erfahrungensberichte habe ich schon gelesen trotzdem würde ich es toll finden wenn ihr nochmal ein paar Pro und Contras aufzählen würdet.
es würde mir wirklich sehr weiter helfen
danke schonmal im voraus

Aoife:
Nachdem sich hier anscheinend niemand zuständig fühlt ...:002 
Hallo Miriam,
ich habe keine Laufhauserfahrung, soviel vorab.
Allerdings wohne und arbeite ich an einer &quot;einschlägig bekannten Adresse&quot;, so dass auch immer wieder Laufkundschaft vorbeischaut.
Nicht wirklich viele, so 2 bis 10 am Tag meistens.
Aber ich denke schon, daraus ein *Laufhausproblem* hochrechnen zu können: Zumindest ich finde es schon nervig,
wenn die potentiellen Gäste erst mal schauen und sich dann doch meistens entschließen, weiterzugehen,
ob sie nicht noch eine ihrem Geschmack oder ihrem Geldbeutel eher entsprechende finden.
Da ist es mir doch viel lieber, im Vorfeld via Telefon oder e-mail zu selektieren - und selektiert zu werden.
Im richtigen Laufhausbetrieb mit vielleicht 80 oder 100 &quot;Ablehnungen&quot; am Tag umzugehen, ist sicher für manche belastend.
Andererseits hoffe ich, dass es dir hilft, wenn du dir im Voraus darüber klar werden kannst und dich vielleicht mental
schon einmal darauf einstellst, das nicht persönlich zu nehmen.
Und wenn sich herausstellen sollte, dass hier niemand wirklich über Laufhauserfahrung berichten kann,
dann wäre es nett, wenn du das später übernehmen würdest.
Liebe Grüße, Aoife

jess9000:
hallöle!
Ich arbeite schon seit ewigkeiten im laufhaus.
schreib doch mal,was du genau wissen willst,kann dir auf jedenfall weiterhelfen... lg,jessi

Joy:
Hallo Miriam85,
da ich letztes Jahr insgesamt 10 solcher Etablissements besucht habe, kenne ich mich mittlerweile aus was das Thema Laufhaus betrifft.
Also wenn du Fragen dies bezüglich hast, kannst du dichan mich wenden. Ich helfe dir gerne weiter.
Lg Jasmin

Marc of Frankfurt:
Die schöne Seite www.sexarbeiterinnen.com von einem der auch bei uns User ist, bestand leider nur von 2005 - 2008.

Da gab es gute Verzeichnisse der Häuser:
http://web.archive.org/web/20080520....n/haeuser/haeuser001.html

(habe mir erlaubt die Themen Laufhaus zusammenzuführen)

Joy:
Vielleicht ist es möglich, hier im Forum Listen zu erstellen der Häuser.
Diese in Pro und Contra oder Kategorien einzuteilen z.B.:
Adresse, Zimmer, Arbeitsklima, Preise.... usw. 
Somit könnte die Suche nach einem Arbeitsplatz vielleicht ein wenig erleichtert werden, da es sehr anstrengend und nerven raubend sein kann ständig das Haus bzw. den Arbeitsplatz zu wechseln.
Ich spreche aus eigener Erfahrung.
Also was haltet ihr davon?

Marc of Frankfurt:
das ist gut dass du das ansprichst. 
im sw-only läuft schon eine diskussion. wäre gut wenn wir da weiter machen könnten. Deine/Eure hilfe wird allerdings benötigt. wir sollten einfach mal anfangen ...
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4323 (sw-only)
AG:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewforum.php?f=109 (ag members only)

jess9000:
Hallöchen erstmal!!!
An so einer Liste wäre ich auch interessiert.
 :026

Aoife:
Hallo Joy,
das wäre super von dir:003 
Allerdings möchte ich dich bitten, das .pdf nicht hier im öffentlichen Bereich einzustellen,
sondern wie von Marc vorgeschlagen hier: http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4323
oder du machst im SW-only einen neuen thread dafür auf ...
Liebe Grüße, Aoife

Joy:
Hier 
http://www.sexworker.at/phpBB2/view....ostorder=asc&amp;start=20
wurde auch schon ein Entwurf gemacht.
Vielleicht könnte ich dann den Anfang im sw-only Bereich machen?

Aoife:
@Joy:
Ja - genau diesen thread meinte ich.
Es gibt allerdings noch einen anderen (geschlossene Veranstaltung:002 ), dein Einvertändnis vorausgesetzt,
sollten wir vielleicht die Admins bitten, dich auch dafür freizuschalten. Falls du Lust hast, an einem &quot;Gütesiegel&quot; mitzuarbeiten.
Liebe Grüße, Aoife

Joy:
Sehr gerne. Ich finde es wichtig Erfahrungen mit Etablissements weiter zu geben(durch einen Bewertungsbogen). Gerade wenn es negative sind und man dadurch &quot;vorbeugen&quot; kann.
Ich hoffe du weißt was ich meine.
Lg
Jasmin

Aoife:
ist in die Wege geleitet:001 
Liebe Grüße, Aoife

Joy:
Das ist lieb von dir.
Vielen Dank

KonTom:
Warum sollte man so eine Liste nicht im offenen Bereich posten?
Das wäre sicher auch für Damen interessant die hier aus bestimmten Gründen nur lesen können.
Wenn ein Haus für Sexarbeiterinnen nicht entspricht so kann man das auch im offenen Bereich sagen.
lg
Tom

Tanja_Regensburg:


Laufhaus - Eindrücke aus dem Bahnhofsviertel in Frankfurt/Main

Bei einigen meiner Buchungen in Frankfurt, bei denen ich wunderschöne Hotels wie die &quot;Villa Kennedy&quot;, das &quot;SAS Radisson&quot; und das InnSide &quot;Eurotheum&quot; kennen lernen durfte, habe ich, auch auf Grund meiner Anwesenheit in verschiedenen Foren, und den daraus resultierenden Kontakten, immer wieder kleine Streifzüge durch das &quot;berüchtigte Bahnhofsviertel&quot; die Rotlichtmeile gemacht.
Anfangs eher ängstlich mit &quot;Scout&quot;, aber mit jedem Aufenthalt etwas sicherer, kenne ich mittlerweile dort fast jedes Hotel von innen, da ich dort bei vielen weiteren Besuchen ein Zimmer hatte.
Ich war fasziniert und erstaunt, was sich dort so abspielt. 
Alles was man darüber hört ist sowohl wahr, wie auch übertrieben...
Wenn man am Bahnhof aus dem Zug aussteigt und durch den Haupteingang raus geht, begegnet einem wirklich ein Gegensatz der größer nicht sein könnte.
Man sieht die glänzenden Hochhäuser des Bankenviertels, edle Glasfronten, die sich in der Sonne spiegeln und davor, fast schäbig, das Bahnhofsviertel mit einem multikulturellen Angebot an kleinen Läden, Rotlichtmillieu, Pennern, Bettlern....
Banker eilen in ihren Markenanzügen meist durch die Taunus- bzw. Kaiserstr. zu ihrem Arbeitsplatz, in den Straßen pulsiert, gerade bei schönem Wetter das &quot;pralle Leben&quot;. 
Man sieht Menschen durch die Straßen hasten, andere, die mit gesenktem Kopf aus &quot;Häusern&quot; kommen oder reingehen, Mädels, die um den Block laufen, einigen kann man direkt ansehen, dass sie dringend ihre Sucht nach Drogen befriedigen müssen, andere bedienen wohl eher Klischees...
Es gibt viele Geschäfte, die schon fast einen orientalischen Bazar beinhalten....
Sowohl IN-Läden, kleine Cafe´s, Nobelfriseure, wie orientalische Barbiere, Juweliere, Billigläden,Hotels, Sexshops und natürlich die Laufhäuser wechseln sich ab.
Ein buntes Treiben....spannend, faszinierend, teils dreckig, teils saubere Oasen, alles was man sich vorstellen kann auf kleinstem Raum.
Ohne Guides und neugierig-interessierte Allein-Spaziergänge hätte ich wohl niediese faszinierende Welt kennen gelernt, weil ich wie Viele, am Anfang wohl eher abgestoßen war.....
Da ich bei meinem ersten Besuch direkt Zeuge einer &quot;Razzia&quot; wurde, Razzia im BHV und Hintergrundinfos Razzia im My Way, war mein Interesse an den Laufhäusern geweckt. 
Da ich als Frau dort normal keinen Zutritt habe, reifte in mir der Entschluss dort als Dienstleisterin einzuchecken. 
Mir ist schon klar, dass meine Eindrücke nicht als stellvertretend zu sehen, sind, da ich nur einen Tag dort war.
Aber als Mensch, der sich gerne umfassend informiert, vorurteilsfrei jeden Bereich unseres Jobs kennen lernen möchte, habe ich für mich das &quot;Abenteuer Laufhaus&quot; gewagt.
Bedanken möchte ich mich schon im Vorfeld bei my2cents und Dreckshesse, sowie bei vielen anderen BHV-Insidern, die mir Tipps und Informationen gegeben haben, an die man nur rankommt, wenn man als Mann dort unterwegs ist.
Meine Recherche im Vorfeld bezog sich auf Korrektes Verhalten einer DL im Laufhaus(Anfrage im LSH, wo ich leider gesperrt wurde, weil ich für die neue Forenleitung als Sexworkeraktivistin zu unbequem war)

Preise, Service und Ablauf eines Arbeitstages
Normalerweise kann man dort nicht nur für einen Tag ein Zimmer mieten, sondern mietet für längere Zeiträume. Aber durch die Hilfe von RealHardWare bekam ich die Chance ein &quot;Tageszimmer&quot; im Laufhaus Amor zu mieten.
Davor habe ich mich aber genau aufklären lassen über die üblichen Preise und Angebote durch &quot;LH-Spezialisten&quot;.. Danke nochmal für eure Hilfe und Geduld mit mir ;-)

Zusammenfassung meiner Info´s im Vorfeld, erstellt mit Hilfe von aktiven LH-Spezialisten...
Die Standardnummer liegt i.d.R. bei 20, 25 oder 30 Euro und umfasst das gute alte BFAP, also Blasen (gummiert), Ficken (gummiert), Anfassen und Positionswechsel für eine Dauer von 20 Minuten.

Extras sind dabei dann FO, FT, ZK, TF, NS, alles, was nicht zur Standardnummer gehört. 
Für die Extras werden dann je nach Mädel zwischen 5 und 10 Euro pro Extra aufgerufen. Kumulativpreise wie z.B. 30 oder 40 Euro für eine Standardnummer mit FO &amp; ZK sind aber auch gängig.
AV und AO werden größtenteils erst ab der Halbstundennummer angeboten, sind dann aber meistens schon im Preis inkludiert. Unter anderem im AO-Haus (Taunusstr. 32) wird AO von den praktizierenden Mädels aber auch schon im Rahmen der Standardnummer für insgesamt 30-40 Euro angeboten. 
Die halbe Stunde wird praktisch überall mit 50 Euro taxiert. Meistens sind die Extras FO und ZK schon enthalten, können aber je nach SDL auch hier noch aufpreispflichtig sein, was aber eher selten ist. In der halben Stunde ist i.d.R. einmal entspannen mit drin.
Eine ganze Stunde kostet praktisch überall 100 Euro. Extras sind hier i.d.R. komplett enthalten. Bei der Stunde ist normalerweise mehrmalige Entspannung inkludiert.

Und jetzt wird es kompliziert: Es gibt fast alle Preis-Variationen für das Faible FO &amp; ZKs: 
Von 20 Euro angefangen bis hinauf zu 70 Euro. Es gibt in letzter Zeit erstaunlich viele Angebote, wo die beiden Extras zum Standardpreis von 25 oder 30 Euro zu haben sind; 
die Wirtschaftskrise scheint sich hier für den Gast positiv auszuwirken. Es gibt aber auch immer wieder Ausreißer, wo die beiden Extras nur im Halbstundenpaket für 50 Euro zu haben sind. Kommt scheinbar ganz darauf an, wie gut die jeweilige SDL zu tun hat.

Aktuelles Update:
 
Die Geschäfte im BHV scheinen bei einigen SDLs mehr schlecht als recht zu laufen und es kommt nicht selten kaum die Zimmermiete rein. FO und ZK sind inzwischen bei einigen Kolleginnen im Rahmen der Standardnummer ab 20 Euro zu haben. Eine Kollegin beklagte sich darüber, dass in 10 Stunden erst der 3. Gast da war, und viele einfach nur reden, oder den Preis drücken, bzw. Extras bis hin zu AV im Rahmen der Standardnummer wollen. 
Die Wirtschaftskrise hat also auch in den Laufhäusern Einzug gehalten.

Mir wurde von Insidern empfohlen:
&quot;An Deiner Stelle würde ich ZKs und FO nur als Extra zur Standardnummer oder erst ab dem Halbstundenprogramm aufwärts anbieten - das dürfte Dir als Schmusekatze auch entgegenkommen und so erlebst Du sehr wahrscheinlich auch mal die 08/15-Laufhausnummer mit den Jungs, die einfach nur kurz mit Deinen beiden Argumenten pielen wollen.
Bring Dir am besten einen Reisewecker mit gut ablesbarem Display mit, damit Du die Zeit einigermaßen im Auge behalten kannst.&quot;

Location
Die am stärksten frequentierten Häuser dürften die T34 (Rotes Haus), T32 (AO-Haus), T36, T39, T32 sein. Dahinter folgen dann die E43, E44, E45-47, E53 (Leierkasten), E55, T27, M42 und M36.
Alles ziemlich genau in der Reihenfolge
Die Jungs mit [arabischem] Migrationshintergrund verkehren überwiegend in den T*-Häusern (mit Ausnahme T27 [Asiatinnen], k.A. wieso) sowie in E43 und E44. Sind auch E55 und M42 anzutreffen. In der M36 wieder weniger (Ähnlich wie T27). Weiß der Geier, womit das zusammenhängt.
Interessanterweise sind diese Jungs in der T32, T34 und T36 und T39 besonders aktiv. 
In T26, E43 und E55 hats teils eigene Badezimmer. 
Duschen in den Zimmern hats teilweise in der T27 (dort in den Eckzimmern, also 1,2, 5 und evtl. 8 ).
In der M42 gibts Zimmer mit Bidet ( die ersten beiden Zimmer auf jedem Flur).
Ansonsten (T32, M36) gibts nur mehr oder minder große Waschbecken auf den Zimmern und evtl. ein Gemeinschaftsbad auf dem Flur.
T34 nur, um Appetit für weitere Buchungen zu holen. Da sind die ganzen &quot;Optikschüsse&quot;.
Relativ gut gemischt ist es in der E44, E43, M42 und M36.
In der M36 sind vorwiegend Latinas und etwas Ostblock.
In der E43 sind Latinas und Ostblock.
In der M42 das gleiche; AFAIK arbeitet da auch noch eine Thai. 
In der E44 das gleiche Spiel: Latinas, Ostblock, Thais.
Die E55 hat Schwerpunkt Thai und Latinas sowie etwas Ostblock.
Die Altersstufen sind in den 5 Häusern relativ gut gemischt. Von Anfang 20 bis Mitte/Ende 40 findet man fast alles..
Die T27 enthält vorwiegend Thais in allen Altersstufen und einige Latinas, vorwiegend im Bereich um die 40.
Die T26 enthält aktuell vorwiegend Ostblock und dann Latinas. Ein oder zwei Thais sowie zwei der berühmt berüchtigten deutschen Kolleginnen, die nicht immer eine ehrliche Dienstleistung erbringen,runden das Bild ab... Die Altersstufen liegen hier vorwiegend im Bereich 20-35 mit wenigen Ausnahmen.
Die beiden ersten Häuser in der Elbestraße sind noch stärker frequentiert aber auch mit höherem Migrationshintergrund. 
Die etwas schwächere Besucherfrequenz von M36, M42 und E55 hat auch damit zu tun, dass diese 3 Häuser eher am Rand des Rotlichtviertels liegen.
Größtenteils wirklich unangenehmes und nerviges Publikum T34, T32 und E45-47, E53.
T36 und T39 fallen in die gleiche Kategorie.

Meine Entscheidung fiel auf das Eroscenter AMOR
www.eroscenter-amor.com
(beim Sudfaß, Mainufer, Frankfurt-Ostend)
Am Tag vor meinem Einsatz musste ich einkaufen, da das mit dem Zimmer mieten ja relativ zügig, aber unerwartet geklappt hatte...... 
Zewa, Seife, und Handtücher, sowie Bettwäsche, da ich das dort selbst mitbringen muss, standen auf der Liste. 
Sah fast aus, als ob ich da einziehen wollte...
Aufgeregt und mit leichtem Kribbeln im Bauch stand ich vollgepackt vor dem Amor, und bin in den dritten Stock hoch zu meinem Zimmer, neugierig beobachtet von den anwesenden Damen...
Ja, in Laufhäusern arbeitet man sich nicht hoch, sondern Stock für Stock runter. 
Neue Mädchen beginnen in den obersten Stockwerken, etablierte und gutbesuchte haben meist die Zimmer in den unteren Stockwerken.
Im Obersten Stock des Hauses ist das Büro des Wirtschafters, in dem die Formalitäten erledigt werden... Kopie des Ausweises abgeben, Bezahlen des Zimmers, Hausregeln und Preise....
Daneben ein Gemeinschaftsraum für die Damen, mit einer kleinen Küche und gekühlten Getränken....
Hab 90€+ Gebühren, also 100€ bezahlt, und bin dann zurück, zu dem mir zugewiesenen Zimmer.
Ein großer Raum mit eigener Dusche. Etwas kahl(die Mädels dekorieren meist ihre Zimmer selbst), aber mit einem phantastischen Ausblick auf den Main. Balkon mit Geranien.... richtig gemütlich ;-)
Zunächst habe ich mich eingerichtet, das Bett berzogen, Handtücher bereitgelegt, und die üblichen Uttensilien... ZEWA nicht vergessen!!!! dann die Atmosphäre des Zimmer mit Kerzen verbessert, mich geduscht und umgezogen.

Vertraut und neu gleichermaßen.....
Ich saß anfangs auf dem Bett um mich etwas zu orientieren, das Ganze auf mich wirken zu lassen und zugegebenermaßen auch, weil ich mir komisch vorkam mich auf den Stuhl an der Türe zu setzen...
Eigentlich kam mir innerhalb des Zimmers vieles vertraut vor, ähnelt es doch Apartements, die ich in verschiedenen Städten schon gemietet hatte.... Unterschied nur, die Türe ist offen und es gibt keine Klingel.... wohl aber eine Kamera vor jeder Türe. 
Zur Sicherheit, aber ich fühlte mich beobachtet, das ist gewöhnungsbedüftig!
Der Blick in den Gang ist fast, wie in eine andere Welt schauen.. da ist Rotlicht, es ist dunkel, anders als in meinem, nicht nur durch Kerzen, erleuchteten Zimmer.....Über der Türe eine Schwarzlichtröhre, Männer laufen vorbei, werfen einen Blick in das Zimmer, manche wortlos, andere wollen plaudern.... einige handeln trotz der niedrigen Preise.....
welch Wunder dass sie nicht gefragt haben, was sie bezahlt bekommen, wenn sie es mir mal so richtig besorgen.... 
mit das Hauptargument, warum ich weniger verlangen sollte bei ihnen.. ich bekäme geilen, ausdauernden Sex. 
Ja klar, danke fürs Gespräch, hab ich sonst ja nie..... grummel
Mit der Zeit wurde ich etwas sicherer, ist ja gar ned so schwer, wobei ich schon etwas exotisch war dort.... außer mir nur junge, schlanke Latina´s und zwei sehr dunkelhäutige Mädels....
Mit der Kollegin im Nebenzimmer hab ich mich etwas unterhalten, da sie neugierig war, was ich da mache.... war ihr irgendwie komisch, ich als ältere deutsche DL dort ;-)
Sie ging aktiv auf die Jungs zu, hat sie angesprochen, angefasst(ähnlich wie ich es später bei meinem FKK-Club Ausflug beobachten konnte), mir fiel nur auf, dass die durchschnittliche Verweildauer selten über den Quicky oder die halbe Stunde hinausging.....
Hoffentlich kann ich das alles noch in 15-20 min, ging mir durch den Kopf, als ein Mann mittleren Alters in mein Zimmer kam....
Na du... gar nicht auf Kundenfang???
Öhm... nö, fangen musst ich die bisher noch nicht, die kamen alle freiwillig.....
Ganz schön frech meinte er.....und fing von sich aus an, meine &quot;Preise&quot; abzufragen....
Hast du gar keine Aufpreise????
Hm, na ja, ich weiß nicht, bisher noch nicht.. was schlägst du vor???
Diese Verhandlung war igendwie sehr unsicher von meine Seite aus....aber er blieb.
Nach 20 Min meinte ich.... hm Zeit is um, du musst gehen.... 
Nö, was kostet ein Upgrade?
Er blieb eine Stunde, und nach etwas AST(AfterSexTalk) am Ende der Zeit, ging er dann wieder.
Weitere Jungs kamen und gingen...
Bei denen, die mir nicht geheuer waren hab ich einfach kurzerhand die Preise erhöht, da ich meine Tagesmiete ja schon &quot;erarbeitet&quot;, und nicht den Druck hatte, Geld verdienen zu müssen.
Ich war gerade beim Surfen an meinem Lappi, lag bäuchlinks auf dem Bett, Po zu Türe hörte ich wie jemand sagte.... &quot;Tanja_Regensburg, genauso hab ich mir das vorgestellt!&quot; ????
Fast hätte ich mein &quot;Date&quot;, das ich über ein Forum vorher verabredet hatte, vergessen :red:
Einer meiner &quot;Informanten&quot;, die virtuell meinen Wissensdurst gestillt hatten stand leibhaftig vor mir!
Verabredet war eine Stunde aber irgendwie wurden drei Stunden daraus. 
Kuscheln, schmusen, und mehrmals Sex in fast allen Stellungen des Kamasutra... *fg*, das braucht Zeit...
Als er gegangen war kam meine Nachbarin und meinte... was du machen mit Mann, weil so lange bleiben?
Hm, ich hab ihn im Bett festgetackert und gespielt.... da muste sie auch lachen....na nix Besonderes, hat ihm halt gefallen.....
Am Abend war es dann sichtlich ruhiger im Haus, da Fußball im Fernsehen übertragen wurde.
Ich war nicht wirklich bös drüber, aber den Kolleginnen hätte ich mehr Kunden gegönnt, ist nicht so einfach in einem Laufhaus sich zu behaupten, vor allem, wenn das Haus selbst noch keinen etablierten guten Ruf unter den Laufhausgängern hat.
Kurz nachdem ich beschlossen hatte langsam meine Sachen zu packen, gerade dabei war, kam ein weiterer Kunde in mein Zimmer.
Diesmal waren die Verhandlungen um einiges härter und wir haben richtig gefeilscht.
DH (ein erfahrener, überzeugter Laufhauskunde)stand vor mir, entschlossen mir maximal 30€ für den &quot;Standardfick&quot; zu bezahlen. Mit Augenaufschlag und allen Tricks einer Frau hab ich ihm aber dann doch 40€ entlockt für diesen Besuch bei mir... dafür waren auch ZK inklusive ;-)
Hatte also an diesem Tag wirklich gut verdient, wenn man von den dort üblichen Preisen und der Tatsache meines Ü40 Alters und molliger Figur ausgeht....
Das ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Alltag meiner Kolleginnen, die dort täglich arbeiten. Wenn ich mir vorstelle, was da so durch die Gänge lief.. da schauderts mich teilweise wirklich. 
Absolut no way für mich...lieber gar nicht, aber das kann man sich wenn man dort arbeitet wohl kaum leisten....
Der Zimmerpreis beginnt bei ca. 80€ steigert sich aber mit &quot;Nebenkosten&quot; in vielen Häusern bis zu 150€. Das ist ganz schön happig und muss mit 20€ bis 30€ Standartpreisen und einem massiven Angebot an &quot;Konkurrentinnen&quot; erst erarbeitet sein. Wenn man davon ausgeht, das weitere Unkosten durch den Kauf von Essen und Hygieneartikeln dazu kommen... braucht man an dieser Lokation mindestens 6-7 Kunden um die Unkosten zu haben, und dann mit jedem weiteren Gast erst zu verdienen.
Harter Job, der wirklich Respekt verdient!
Hab hier im Anschluss noch einen relativ aktuellen Plan für die Laufhäuser, der sich bei meinen Recherchen, durch die Informationen von Insidern, ergeben hat.


http://maps.google.com/maps/ms?msa=....432.00045c71d2d62d823bb3e
http://jako.dapnet.de/main-f.htm

Sperrbezirksverordnung 1986/93


Laufhäuser im Bahnhofsviertel Frankfurt
Zur Einführung ins Thema
Ich habe versucht, die wichtigsten Infos zu den einzelnen Häusern zu bekommen.
Einzelen Häuser werden von bestimmten Nationalitäten geprägt. Da findet man Latinas, Thais und Kolleginnen anderer Nationen, vor allem aus dem Ostblock.
Deutsche Kolleginnen sind eher die Ausnahme.
Wenn man den Entschluß gefasst hat und zum ersten Mal die Laufhäuser in Frankfurt zu besuchen, dann sollte man sich vor allem Zeit nehmen und sich in Ruhe umsehen.

Die Laufhäuser findet man in der Moselstraße (M), der Elbestraße(E) und in der Taunusstraße(T).

Moselstrasse 36:
Das Haus wurde im Treppenhaus und den Fluren frisch renoviert, und wirkt nicht mehr so schmuddelig. Einige der Zimmer könnten aber ebenfalls eine Renovierung vertragen. 
Besetzung:
fast ausschließlich Latinas in der Altersgruppe ab Anfang/Mitte 30 aufwärts. 
Überwiegend guter Service. 
Der Standardpreis liegt bei 25,00 €.

Moselstrasse 42:
Man gelangt dorthin über die Taunusstrasse 
Optisch gesehen ist das Haus definitiv kein Highlight, die Blechplatten im Treppenhaus geben dem ganzen einen eher kalten Charakter. Eine Renovierung wäre angebracht. 
 
Besetzung
fast ausschließlich Latinas in der Altergruppe ab Anfang/Mitte 30 aufwärts zu finden. 
Überwiegend guter Service. 
Der Standardpreis liegt bei 25,00 €.

Taunusstrasse 39:
Die T39 wurde modernisiert. Treppenhaus und Flure sind in weitgehend ordentlichem Zustand. 
Besetzung
vorwiegend jüngere bis mittelalte Latinas und einige Ostblockmädels. 
Die Preise liegen bei 25,00 €.

Taunusstrasse 27:
www.taunus27.com
Das komplette Treppenhaus und die Etagen ab dem 2. OG aufwärts wurden vor ca. 3 Jahren komplett renoviert. Aktuell wird das 1. OG erneuert. 
Besetzung
vorwiegend Thais und ein paar Latinas. 
Servicemäßig im guten bis sehr guten Bereich angesiedelt auch wenn man bei einigen Mädels aufpassen muss. 
Preise ab 25 €.

Taunusstrasse 36:
Über die Strasse ist die Nr. 36. Das Treppenhaus ist dunkel und an den Kurven sehr eng. Nicht unbedingt was für Leute mit Platzangst... 
Besetzung
Hier findet ihr primär Ostblock-Kolleginnen. 
Der Standardpreis geht bei 25-30 € los.

Taunusstrasse 34 Rotes Haus:
www.rotesHaus.com
www.pure-platinum-frankfurt.de
2003 komplett saniert aber inzwischen schon wieder entsprechend heruntergekommen. Im Treppenhaus wurde scheinbar das falsche Material verwendet: So abgelaufene Treppenstufen findet man nirgendwo sonst im BHV. 
Besetzung
hier dominieren Damen aus dem Ostblock neben vereinzelten Latinas und einigen wenigen Deutschen. 
Die SDLs sind echte Optikhappen aber Achtung: Servicewüste und Abzockschuppen! 
Berichte über gute Nummern haben leider fast schon Seltenheitswert. 
Preise ab 30€.

Taunusstrasse 26:
Die Nr. 26 besteht aus Vorder- und Hinterhaus. Beide befinden sich in einigermaßen ordentlichem Zustand. 
Besetzung
Im Vorderhaus sind vorwiegendOstblockdamen sowie einzelne Thais und Latinas anzutreffen. 
Im Hinterhaus sind primär Latinas und vereinzelt Ostblock und ein oder 2 Deutsche anzutreffen. 
Service ist Standard mit positiven wie auch extrem negativen Ausreissern. 
Preise ab 25 €. 

Ebenfalls Taunusstrasse 26 ehem. Anabella:
www.myway-frankfurt.de
Im EG befindet sich die Animier-Bar My Way, für die im 5. OG 2 Zimmer abgetrennt wurden. Hier dürfen die Gäste mit den Mädels im Aufzug hoch zum Zimmer fahren. Anzutreffen sind hier primär Mädels aus dem Ostblock. 
Preise ab 50 € für die halbe Stunde.

Taunusstraße 32 - AO-Haus
Auch bekannt alsAO-Haus auf der Ecke Taunusstraße/Elbestraße, die T 32, ja und das obwohl der Eingang in der Elbestrasse ist. 
Das Treppenhaus und die Flure befinden sich in einem guten Zustand. 
Das Haus heisst AO-Haus, hier gibts den Alles-Ohne-Service, nicht von allen aber wers mag, der wird hier fündig. Die früher vorwiegend aus Thais bestehende Besetzung ist inzwischen der Ostblockfraktion gewichen. Ansonsten sind noch einzelne Thais und Latinas anzutreffen. 
Preise ab 25 €

Elbestraße 44
Die E44 ist in recht gutem Zustand, Treppenhaus und Flure machen einen guten Eindruck. 
Besetzung
Vorwiegend Latinas und Ostblock. 
Weitgehend ordentlicher Service auch wenn speziell bei den Ostblockdamen aufpassen angesagt ist. Preise ab 25 €.

Elbestrasse 43:
Die E43 wurde anscheinend vor &gt;5-6 Jahren mal renoviert, leider nicht unbedingt zum Guten., Bei dem extrem engen und steilen Treppenhaus wären rutschfeste Stufen angebracht gewesen. So muss man extrem aufpassen, dass man beim runter gehen nicht den Abflug macht, wenn Gegenverkehr herrscht. Samstag nachts kommt es hier schon mal zu Staus und Stockungen. 
Besetzung
Hier findet ihr meistens Latinas, 
Preis ab 25,00 €.

Elbestrasse 47:
Die E47 besteht aus Vorder- und 2 Hinterhäusern. Eigentlich müsste es E45/47 heißen, da hier 2 Häuser zusammengelegt sind. Bei den Hinterhäusern spricht man auch von E45HH und E47HH, wobei E45HH das linke und E47HH das rechte Haus sind wenn man davor steht. 
Im Vorderhaus sind meist nur die ersten 2-3 Stockwerke belegt und das eher dürftig. Die Treppen sind alle hinreichend breit, jedoch mutet die Treppe in E47HH wie eine alte Holztreppe an, auf die Blechplatten geschraubt wurden.
Die beiden Hinterhäuser sind vorwiegend mit Latinas mittleren und höheren Alters besetzt. Liebhaber von großen Titten und molligen Frauen werden hier fündig.
Preise ab 25 €.

Elbestrasse 53 - Leierkasten:
www.crazy-sexy-frankfurt.de
der berühmt-berüchtigte Leierkasten. Er ist leicht zu erkennen an der gelben &quot;KOMM&quot;-Leuchtreklame über dem Eingang. 
Dieser Laden besteht aus Vorderhaus und Hinterhaus. Wenn man hineinkommt liegen direkt geradeaus die Zugänge zu den Treppenhäusern vom Hinterhaus. 
Um ins Vorderhaus zu gelangen, muss man nach dem Eingang nach links oder rechts umdrehen. Das Haus ist sowohl im Vorder- wie auch Hinterhaus recht verwinkelt und verfügt jeweils über 3 Treppenhäuser, so dass man recht schnell die Orientierung verlieren kann.
Besetzung
Im Hinterhaus findet man vorwiegend Katoeys, also die thailändische Variante von Mann-zu-Frau Transgendern. Als Frau geborene Thais sollen im Leierkasten die Nadel im Heuhaufen darstellen. Auch wenn man sich sicher ist, eine Frau vor sich zu haben: Je besser sie/es aussieht desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Mann mit seiner Einschätzung gründlich daneben liegt...
Im Vorderhaus finden sich Latinas, Ostblock und deutsche Frauen. 
Das 4.OG stellt diejenigen zufrieden, die auf &quot;Damen&quot; mit teils ansehnlichem Anhängsel zwischen den Beinen stehen. ;) 
Im 3.OG werden SM-Liebhaber fündig.
Der hier gebotene Service weicht erheblich vom normalen Standard der übrigen Laufhäuser ab. Es gibt viele Berichte über Abzocke, 
das Preisniveau fängt bei 30 bis 50 € für eine Standardnummer an. 
Wer sich hier nicht wirklich sehr gut auskennt, der sollte sehr sehr vorsichtig sein!!!

Elbestrasse 55:
Recht guter Zustand, breites Treppenhaus, saubere, wenn auch zu dunkle Flure. 
Besetzung
Praktisch nur Latinas und Thais, vereinzelt andere Nationalitäten. 
Preise ab 25 €.
Wenn Interesse besteht, kann ich diesen Beitrag auch noch mit Hotelempfehlungen und Tipps zu kulinarischen Genüssen im BHV ergänzen.
Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das würde viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu lange grins
Busserl Tanja
[Ergänzt auch von Marc]

Marc of Frankfurt:
Hallo Tanja,

danke für deinen Bericht und die vielen Infos. Habe mir erlaubt deinen Link hier im Forum zur Razzia noch einzufügen (Link-Code funktioniert hier nur ohne &quot;&quot;). Damals hatte die Polizei behauptet eine angeblich Minderjährige aus dem Puff My Way rausgeholt zu haben, aber in der Zeitung konnte man dann lesen, dass die afrikanische Sexarbeitsmigrantin lediglich einen fremden Pass vorgelegt hatte, wie sie das häufiger machen. Aber die Polizei hatte erstmal ein kriminalisierende Gerücht gestreut... [Hegemoniale Rufmordkampagne gegen Prostitution]
Eigentlich ein Hammer, wie du als Sexworker Aktivistinnen im Lustscout Forum rausgemobbed wurdest. Da sollten mehrere Sexworker gemeinsam reagieren.



Blick entlang May Way (T26) aufs Rote Haus (T34)
Oben mein Bericht über das Geschäftsmodell Arbeit im Laufhaus Frankfurt.

Blick von Innenstadt (Maintower) Richtung Osten zum HBF:
Häuserblock mit 4 Straßen des Rotlichtviertels in der Bildmitte
Straßen in Richtung Bahnhof:
Links Taunusstraße rechts davon in der Bildmitte Niddastraße.
Senkrecht dazu und horizontal in der Bildmitte die Elbestraße und dahinter die Moselstraße. Wer es kennt, blickt quasi auf T27, Rotes Haus, Dona Carmen, E43, E45, Leierkasten und E55 wo kürzlich geschossen wurde.
(Direkt darunter der flache Gebäudekomplex mit den 6 Innenhöfen und dem Gewächshausdach gehört zur Deutsche Bundesbank, wo erstmals Mark und Euro ausgegeben wurden. Links und rechts rücken dem Rotlicht die privaten Großbanken auf die Pelle... sehr viel Geld und sehr viel Sex liegen in FFM sehr nah beieinander;-)
Alles im Bahnhofsviertel (BHV) außerhalb dieser 4 Straßen der sog. Toleranzzone ist absolutes Sperrgebiet. Sonst in der Stadt ist i.a. Mischgebiet.

Direkt neben dem Rotem Haus liegt Doña Carmen e.V., Verein für die sozialen und politischen Rechte von SexarbeiterInnen:
www.donaCarmen.de (Elbestraße 41, Nr. 6 im Plan. Habe nachträglich einen verbesserten Plan in Dein Posting eingefügt).
Die haben auch die Skandale von Behördenschikanen gegen Sexworker immer wieder aufgedeckt.
Und dafür gestritten, daß die Frankfurter Betreiber geschlossen gegen das Düsseldorfer Verfahren vorm hessischen Staatsgerichtshof prozessieren (Beratungsbroschüre für SW). D.h. es wird im BHV keine täglich vorauszubezahlende Pauschalsteuer von Sexworkern durch Vermieter einkassiert.
Das BHV ist da wie eine Insel der Seeligen in Deutschland ;-)
So kalkulieren die migrantischen Sexarbeiterinnen im BHV ihren Verdienst:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=39273#39273 (SW-only)

Im Thema Lokalnachrichten Frankfurt auch ein allg. Lageplan zur Nacht der offenen Türen im BHV.

Laufhaus Liste
14 Laufhäuser mit 920 Sexarbeitsstätten.
(Achtung: Das ganze BHV ist Sperrbezirk (=Verbotszone) bis auf die vier Straßen der Laufhäuser.
Dennoch ist dort auch der illegale Drogen-Straßen-Strich.)
Freier-Foren über das BHV Frankfurt mit Häuser-Zimmer-Plänen:
www.ffm-forum.com von Boom und Ladies.de Forum von der großen 6Biz-Werbeagentur RTO (Recreation Tour Office GmbH), die ja im Frankfurter Osten ansässig ist.
Wie wär es, wenn wir noch Homepages der Laufhäuser nachtragen bei dir im Posting?

LG,
Marc

Lucy:
hallo tanja,
vielen dank für den äußerst umfangreichen bericht, da hast du dir wirklich viel arbeit gemacht. ich fands sehr interessant und informativ. ich arbeite und lebe in frankfurt, aber das bhv ist eine für mich unbekannte welt.
lieber gruss
lucy

Tanja_Regensburg:
Danke Mark,
Die Links zu den HP´s der Laufhäuser können wir gerne einfügen, sofern ich die alle finde.
Das mit dem LSH kann ich verschmerzen ;-)
Dort hat die Forenleitung gewechselt, es wird von neuen Betreibern eingesetzt, um gezielt zu lenken.
Außer mir sind dort sehr viele gesperrt worden, gerade auch Jungs, die sehr viel Insiderwissen über verschiedene Locations haben, da sie dort regelmäßig als Kunden anzutreffen sind.
@lucy
na da können wir ja nächstes Mal, wenn ich wieder in Frankfurt bin gemeinsam eine kleine Erkundungstour machen, wenn du möchtest.
Freu mich doch immer dich zu sehen.
Busserl Tanja

Marc of Frankfurt:
Stadtteilinformation BHV



Quelle:
http://bahnhofsviertel-blog.tumblr.com

Aoife:
          Tanja_Regensburg hat folgendes geschrieben:Location
...
Die T26 enthält aktuell vorwiegend Ostblock und dann Latinas. Ein oder zwei Thais sowie zwei der berühmt berüchtigten deutschen AFZs (ist ernst gemeint) runden das Bild ab... Die Altersstufen liegen hier vorwiegend im Bereich 20-35 mit wenigen Ausnahmen.
Hallo Tanja,
wahrscheinlich oute ich mich jetzt als totales Dummchen ...
Aber was meinst du mit &quot;AFZs&quot;? - die beiden mir geläufigen Bedeutungen Acronym Free Zone und Air Force of Zimbabwe
passen hier irgendwie überhaupt nicht:017 
Liebe Grüße, Aoife

Angie_Escort:
:003darf ich?
&quot;AZF&quot; ist eine unter Freiern/Gästen/Kunden gebräuchlich Abkürzung für &quot;AbZockFotze&quot;. 
Es beschreibt eine SW die vereinbartes nicht einhält, ständig nachkobert, etc - kurzum die Kunden abzockt. 
Tanja, danke für den Bericht, liest sich sehr abenteuerlich... Respekt, ich hätt mich das nicht getraut! 
Angie

Lycisca:
          Angie_Escort hat folgendes geschrieben::003darf ich?
&quot;AZF&quot; ist eine unter Freiern/Gästen/Kunden gebräuchlich Abkürzung für &quot;AbZockFotze&quot;. 
Es beschreibt eine SW die vereinbartes nicht einhält, ständig nachkobert, etc - kurzum die Kunden abzockt. 
@Tanja: Könntest du bitte erläutern, ob du mit AFZ wirklich AZF im obigen Sinn gemeint hast? Ehrlich geasgt, ich kann es mir kaum vorstellen, derart menschenverachtend über Kolleginnen zu sprechen, auch wenn wir nicht mit ihren Geschäftspraktiken einverstanden sind.

DanaBahama:
Danke auch von mir @Annainga u. @Tanja für eure Berichte und Hut ab für den Mut (dort zu arbeiten u. das Erlebte dann hier noch so zu berichten)! Ich selbst könnte mir nicht vorstellen in solchen Häusern zu arbeiten, ich würde dort wahrscheinlich gnadenlos untergehen!

Tanja_Regensburg:
@ Lycisca, 
AZF ist die Abkürzung für &quot;Abzockfotze&quot;, wobei ich eher von &quot;Abzocktante&quot; speche.....
De Begriff hat sich so eingebürgert und jeder weiß was damit gemeint ist.
Ich persönlich weigere mich diese Damen Kollegin zu nennen, denn das was da passiert ist, ist für mich das Letzte....
Ich kämpfe soweit ich kann vehement für Rechte von Sexarbeiterinnen und versuche durch Vieles das negative Bild, das in der Öffenlichkeit zum Teil herrscht zu verändern.
Ich gebe sehr viel von mir Preis.....
Schreibe Geschichten aus meinem Arbeitsalltag....
Beantworte Fagen, auch vermehrt von Partnerinnen, die mich anschreiben ode anrufen....
Trotzdem bin ich der Meinung, wer Rechte fordert, hat auch Pflichten.
Wenn ich einen Deal mache..... sexuell motivierte Zeit gegen Geld, dann muss man den auch einhalten, oder aber ablehnen, bzw abbrechen und wenn berechtigt.....anteilig Geld zurück.
Der Grund für AZF war eine von mehreren Geschichten, die ich zugegebenermaßen erzählt bekommen und nicht selbst erlebt habe...
Aber ich kenne denjenigen, der das live miterlebt hat sehr gut und er war geschockt.... aber machtlos.
Es gibt Frauen in unserem Job, die aus Frust und Hass Männern gegenüber, Dinge tun, die ich auf Schärfste verurteile. In diesem Fall, wäre es gerade für die Frauen, besser einen anderen Job zu machen.
Wenn du, so wie ich hättest zuhören können, wie solche Frauen über ihre Kunden spechen......
Ich habe es mehrmals in einer Wohnung mit mehreren Kolleginnen erlebt und sogar mir blieb der Mund offen, mit was sie sich gebrüstet , und wie sie die Männer &quot;abgezogen&quot;haben......
Ich habe den Begriff nicht erfunden....gebe aber zu ihn zu nutzen, wenn mir etwas mehr als gegen den Strich geht.

Der eine Tag, den ich im Laufhaus verbracht habe ist natürlich nicht repräsentativ, aber er hat mir gezeigt wie es sein kann,dort tagtäglich zu arbeiten.
Für mich persönlich wäre es keine Option.
Da ich ungern über Bereiche meines Jobs rede, die ich nicht kenne und auch feststellen musste, dass ich selbst manchmal zu Vorurteilen neige, zwingt mich mein Interesse und meine Neugier dazu, mir Locations selbst anzuschauen und zu erleben.
Das war beim Pussyclub so, und ich habe dort erfahren, dass Einiges stimmt,was erzählt wird, aber sehr Vieles konstruiert war und es Vorurteile gibt, die so nicht stimmen.
Sowohl dem Arbeitsplatz gegenüber, wie auch den Kunden dort.
Um das Bild abzurunden war ich auch im FKK - Club und hab mir das arbeiten dort angesehen.....
Mein Bild, das ich von diesen Bereichen meines Jobs hatte hat sich vollkommen verändert, aber nur weil ich dem Ganzen offen und neutral gegenüber stand und meine Vorurteile an der Türe beim einchecken abgegeben habe.
Auch über diese Erfahrungen hab ich einen Bericht geschrieben..
Tanja im Pussyclub und Let´s go Sakura
Vieles kann ich jetzt besser verstehen, sowohl die Mädels, die sich diesen Arbeitsplatz wählen, wie auch die Kunden die sich dort ihre Wünsche erfüllen.
Und.... ich freue mich immer wieder, wenn ich in Gesprächen andere zum Nachdenken anregen, und auch ihre Vorurteile etwas zerstreuenkann, da ich aus eigener Erfahrung spreche.
Gerade die Vielfalt macht den Reiz im Paysex aus, und dass man für jeden Wunsch einen Bereich hat, in dem man sich den erfüllen lassen kann.
Mal Club, mal Escort, mal Laufhaus oder ne gemütliche Zeit in einer Wohnung oder einem Privathaus..
Bestimmt hat hat auch die Straße ihren Reiz, sowohl für Kunden, wie für Anbieterinnen, aber da kann ich nur bedingt mitreden, da ich da noch nicht war......bis auf zwei zufällige Erlebnisse im BHV ... schmunzel
Ich würde mir wünschen, dass alles gleichberechtigt nebeneinander stehen kann, ohne gewertet zu werden....
Das würde wirklich von Niveau und High Class zeugen!
Es gibt sehr nette, gebildete, intelligente, wundevolle, warmherzige und ehrliche Kolleginnen, genauso wie dumme, ignorante, neidische, missgünstige Kolleginnen und Abzocktanten in allen Bereichen dieses Jobs.
Genauso wie es respektvolle, zärtliche, wilde, geile Männer gibt und eben welche die in der Frau nur ein Stück Fleisch sehen, und sie im Grunde verachten.
Das hat nichts mit der Location, der Buchungsdauer oder dem Preis für das Date zu tun.
Der respektlosesten Mann, den ich je getroffen habe, war kein Pussyclubkunde....

Busserl Tanja

Lycisca:
          Tanja_Regensburg hat folgendes geschrieben:AZF ist die Abkürzung für &quot;Abzockfotze&quot;, wobei ich eher von &quot;Abzocktante&quot; speche.....
De Begriff hat sich so eingebürgert und jeder weiß was damit gemeint ist.
Ich persönlich weigere mich diese Damen Kollegin zu nennen, denn das was da passiert ist, ist für mich das Letzte....
Wenn du auch selbst vorziehst, von &quot;Abzocktante&quot; zu sprechen, warum verwendest du nicht diesen Begriff auch in deinem Bericht, eventuell auch über nachträgliches Edit? Wobei aus deinem Bericht nicht hervorgeht, ob du dir ein persönliches Bild von diesen so kritisierten Frauen gemacht hast - oder nur Kundengerüchte weitergibst.
Zum Begriff selbst: Es gibt in jedem Beruf schwarze Schafe, ich denke etwa in A an Anwälte, die treuhändig verwaltete Kundengelder unterschlagen, an Gerichtsbeamte, die gegen Gewinnbeteiligung Testamente fälschen, usw. In keinem dieser Fälle käme jedoch ein seriöser Anwalt oder ein anständiger Beamte auf die Idee, diese schwarzen Schafe in der Öffentlichkeit mit Begriffen zu bezeichnen, die ihnen die Menschenwürde absprechen ... eine solche Ausdrucksweise wäre sogar standeswidrig. 
Wenn solche Begriffe von seiten der Freier über Sexworker verwendet werden, so ist das ein Alarmzeichen, dass Frauen im Sexwork generell die Menschenwürde abgesprochen wird: Letztlich sind für jemanden, der diesen Begriff verwendet, alle Frauen &quot;F-en&quot; von &quot;AZF&quot;, nur gibt es eben die &quot;guten F-en&quot; und die &quot;bösen AZF-en&quot;. 
Als Sexworker sollten wir also vermeiden, solche üblen Begriffe weiterzuverwenden und sie damit zu legitimieren. Aus meiner Sicht wäre &quot;AZF&quot; ein Unwort.

Tanja_Regensburg:
Ok, wenn du dich gestört fühlst, editiere ich das, weil ich deinen Wunsch respektiere....
LG Tanja

certik:
Ich kann Lycisca nur voll und ganz beipflichten, einzig
          Lycisca hat folgendes geschrieben: 
Aus meiner Sicht wäre &quot;AZF&quot; ein Unwort.
würde ich umformulieren in:
&quot;AZF&quot; ist eindeutig ein beleidigendes Unwort.
- meines Erachtens sogar deutlich übler als N**te, wobei sich auch dieser Begriff in manchen Freierforen leider eingebürgert hat...
LG certik

Zwerg:
Auch ich begrüße ein entsprechendes EDIT - gerade wir, als Mods des Sexworker Forums sollten immer, also auch bei Postings in anderen Foren, darauf achten, dass unsere Wortwahl umsichtig gestaltet ist. Wie wollen wir sonst die Klischees rund um die Sexarbeit revidieren?
Liebe Grüße und Danke für Hinweis und Einsicht!
christian

Lycisca:
          Tanja_Regensburg hat folgendes geschrieben:Ok, wenn du dich gestört fühlst, editiere ich das
Danke!

Tanja_Regensburg:
Ok, ich habe eure Meinung respektiert und halte mich daran, aber ich teile sie nicht.
Nicht nachdem ich solche Damen persönlich kennengelernt habe.
LG Tanja

Zwerg:
@Tanja
Niemand verlangt, dass Du verabscheuungswürdiges Verhalten nicht als Solches ansiehst - es geht rein um den Gebrauch einesr Wortstellung bzw. einer entsprechenden Abkürzung, die wir ablehnen. Wie weiter oben schon steht: Eine Frau oder auch eine SW als F***e zu bezeichnen ist absolut unwürdig - und die Abkürzung bzw. das Wortgespann beinhaltet genau dies.
liebe Grüße
christian

Lycisca:
Tanja_Regensburg hat folgendes geschrieben:Ok, ich habe eure Meinung respektiert[...] aber ich teile sie nicht. Nicht nachdem ich solche Damen persönlich kennengelernt habe.
Niemand verlangt von dir, unseriöse Praktiken gut zu heißen. Solange Sexwork nicht gesellschaftlich akzeptiert ist, wird es aber immer unseriöse SDL geben, ebenso wie die Gegenstücke dazu auf Kundenseite, weil ja beide aus unterschiedlichen Motiven auf die &quot;regulären Streitlösungsmechanismen&quot; verzichten (müssen). Zum Vergleich, wenn jeder annimmt, Anwälte sind Gauner und deren Ansehen so gering ist, dass Gerichte Geschädigte auslachen, weil sie das nicht beachtet haben, werden wirklich bald viel mehr Gauner unter den Anwälten sein, als jetzt. 
Wir sollten auch beachten: Wenn heute jemand berichtet, unter der Adresse X seien die meisten Anwälte Abzocker, dann wird er mit Sicherheit in kürzester Zeit mit Klagen der betroffenen Anwälte eingedeckt sein. Wenn über Sexworker ähnliches berichtet wird, so wird es deshalb keine erfolgreichen Klagen geben, weil eben dieses von uns bekämpfte Vorurteil diejenigen schützt, die üble Gerüchte verbreiten.
Wenn wir also die Situation im Sexwork verbessern wollen, dann müssen wir bei uns anfangen, indem wir z.B. nicht ungeprüft Vorurteile (z.B. über Abzocke) weitergeben. Das soll nicht heissen, dass wir unseriöse Praktiken totschweigen. Wir sollten aber für unsere Berichte dieselben Standards der Überprüfung der Fakten anwenden, wie anderswo.

Tanja_Regensburg:
Danke für die bildliche Erklärung, ich hatte das schon verstanden.
Nochmal.... ich akzeptiere und respektiere diesen Wunsch und werde versuchen mich daran zu halten.
Werde künftig den Begriff auschreiben und &quot;unseriös arbeitende SDL&quot; verwenden.
Ich kämpfe für sowohl für unsere Rechte, als auch für meine Rechte, und dazu gehört , dass ich in manchen Dingen anderer Meinung sein kann/darf.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn wegen dieser drei Buchstaben werde ich mich ganz sicher nicht streiten.
LG Tanja

Aoife:
Hallo,
zunächst einmal &quot;Danke!&quot; für die Klarstellung, dass AFZs tatsächlich AZFs heißen sollte.
Und dann:
          Tanja_Regensburg hat folgendes geschrieben:Es gibt Frauen in unserem Job, die aus Frust und Hass Männern gegenüber, Dinge tun, die ich auf Schärfste verurteile. In diesem Fall, wäre es gerade für die Frauen, besser einen anderen Job zu machen.
Wenn du, so wie ich hättest zuhören können, wie solche Frauen über ihre Kunden spechen......
Ich habe es mehrmals in einer Wohnung mit mehreren Kolleginnen erlebt und sogar mir blieb der Mund offen, mit was sie sich gebrüstet , und wie sie die Männer &quot;abgezogen&quot;haben......
... sehe ich differenzierter - vielleicht zu differenziert?:017 
Jedenfalls weigere ich mich, jemandem sinn- und zweckfreie &quot;Boshaftigkeit&quot; zu unterstellen.
Natürlich könnten wir es uns leicht machen und kurzerhand eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2) diagnostizieren.
Wie es viele bezahlte &quot;Fachleute&quot; ja auch machen, wenn sie mit einem Verhalten nicht zurechtkommen.
Ich denke aber, dass solche Äußerungen die empfundene Diskrepanz zwischen Engagement und
Belohnung zum Ausdruck bringen, und somit direkt von den Wurzeln des Burnoutsyndrom's handeln.
In einem *soliden* Beruf würde man sich mit solchen Emfindungen an einen Supervisor wenden.
Und viel Geld dafür bezahlen, dass man dort einmal offen über derartige Gefühle der Kundschaft gegenüber
reden darf. Als SW sucht man solche Gesprächsmöglichkeiten dann eben in der sozialen Gruppe, zu der man
Kontakt und (noch am meisten) Vertrauen hat - bei den Kolleginnen. Was IMHO auch oft erfolgreich
gehen kann, viele SW sind nun einmal die geborenen Psychtherapeutinnen, und mit zunehmender Lebenserfahrung
auch Supervisoren. Natürlich kann frau dabei auch Pech haben und zufällig auf jemanden treffen, der mit der
Problematik nicht umgehen kann und zum Selbstschutz die &quot;Kollegenschaft&quot; aufkündigt. Was einem aber in einem
soliden Job mit einem soliden Supervisor genauso passieren kann, und dann wohl noch verletzender wäre.
Liebe Grüße, Aoife

Lycisca:
Die Idee von @Aoife, dass &quot;abzocken&quot; etwas mit Burn Out zu tun hat, ist mir bei folgenden früheren Erfahrungsberichten in diesem Thread gekommen: Wo derart schlechte Arbeitsbedingungen herschen, wird die Freude an der Arbeit bald verfliegen. Im Hinblick auf manche Geschäftspraktiken der Betreiber ist dann &quot;Abzocke&quot; vielleicht auch ein verzweifelter Versuch, wenigstens ohne finanziellen Verlust zu arbeiten.
JennyHN hat folgendes geschrieben:Damals schob man im Laufhaus noch Falle - nur das &quot;Wie&quot; wollte mir keiner zeigen [...] Ich hob mich dort ab; war außergewöhnlich in dem Haus, weil ich es eben NICHT konnte [...] Nach einer Woche wollten mich die Frauen wahlweise rausprügeln - oder ich sollte freiwillig ganz schnell verduften.
annainga hat folgendes geschrieben: Während er duscht, nehme ich ein &quot;Bettlaken&quot; und stelle fest, dass es unangenehm riecht. Mein Gast fragt nach einem frischen Handtuch und ich antworte, nimm dir irgendeines, sind alle frisch, du bist der Erste hier. Er ruft zurück, die wären alle schmutzig. Das darf doch nicht wahr sein, denke ich als ich die Handtücher inspiziere. [...] Ich biete meinem Gast meinen eigenen Bademantel an, den benutzen wir auch als Unterlage für meinen Liebesdienst. Danach gehe ich mit der Wäsche zu der Raumpflegerin und verlange frische Wäsche. Die Raumpflegerin verweigert es. Eine andere Dame, die hinter der Theke arbeitet, bekommt das mit und bringt mir später frische Wäsche. [...] Das Laufhaus Bochum ist als Räumlichkeit herausragend schön, man fühlt sich gleich wohl, wenn man es betritt. Es wäre grandios, könnte es auch eine Möglichkeit werden, dass Sexarbeiterinnen dort entspannt und erfolgreich arbeiten.

Aoife:
          Lycisca hat folgendes geschrieben:Die Idee von @Aoife, dass &quot;abzocken&quot; etwas mit Burn Out zu tun hat, ist mir bei folgenden früheren Erfahrungsberichten in diesem Thread gekommen: Wo derart schlechte Arbeitsbedingungen herschen, wird die Freude an der Arbeit bald verfliegen. Im Hinblick auf manche Geschäftspraktiken der Betreiber ist dann &quot;Abzocke&quot; vielleicht auch ein verzweifelter Versuch, wenigstens ohne finanziellen Verlust zu arbeiten.
Auch das ist sicher ein beachtenswerter Mechanismus.
Und keineswegs auf's &quot;Milieu&quot; beschränkt, nicht umsonst wird burn out auch &quot;Managerkrankheit&quot; genannt.
Mir ging es im konkreten Fall jedoch nicht nur um die Tatsache des reinen Abzocken's, sondern auch darum,
warum jemand sich den Kolleginnen gegenüber damit brüstet.
Zur Erklärung: Burn out entsteht, wenn bei einer empfundenen Diskrepanz zwischen Engagement
und Belohnung versucht wird, das Problem durch eine Steigerung des Engagement's zu lösen.
Wobei auf der Seite des Engagements ja keineswegs &quot;nur&quot; der Aufwand direkt am Kunden steht, auch
beispielsweise die Belastung durch soziales Stigma bzw. die Notwendigkeit ein Doppelleben zu führen
schlagen hier zu Buche.
Welche auf Seiten der gespürten Belohnung gleichzeitig zu Minuspunkten führen, zusätzlich zu berechenbaren
Faktoren, wie ihrerseits abzockende Betreiber, Unkosten, Steuern und Abgaben ...
Ich halte es für absolut nachvollzehbar, dass es unter solchen Umständen überlebenswichtig sein kann, diese
Diskrepanz zu mindern, und zwar nicht nur durch die höhere materielle Belohnung mittels &quot;Abzocken&quot;,
sondern vor allem auch durch die Steigerung des Gefühls der Selbstbestimmtheit, indem frau den Kolleginnen
dann eben erzählt, wie erfolgreich sie die Situation (angeblich) im Griff hat. Und in unserer Gesellschaft ist nun einmal
der monetäre Gewinn DER Beweis für Erfolg.
Ich möchte hier niemandem nahelegen, solche Abzockgeschichten gut zu finden, oder sie sich auch nur anzuhören.
Ich möchte nur zu bedenken geben, dass da oft wohl mehr dahintersteckt als reine Geldgier.
Und dass solche Geschichten ihren Zweck haben, völlig unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt.
Liebe Grüße, Aoife

Lycisca:
Aoife hat folgendes geschrieben: möchte nur zu bedenken geben, dass da oft wohl mehr dahintersteckt [...] Und dass solche Geschichten ihren Zweck haben, völlig unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt.
Das gilt übrigens auch für die Geschichten, die Freier erzählen, die angeblich abgezockt wurden: Mitleid heischen, sich in Freierforen in Szene setzen, nach einem Streit eine SDL durch Gerüchte fertig machen, ... es gibt eine Unzahl denkbarer Motive. (Auch wenn die Geschichte stimmt, wäre zu fragen, warum erzählt er sie eigentlich?)

Marc of Frankfurt:
Gerüchte über Laufhäuser? Fehlinfo oft sehr beständig!:
&quot;Nächste Nummer im so genannten AO Haus [im Frankfurter BHV], allerdings ging da gar nichts AO nicht mal FO wie sich erst später herausstellte, dennoch war die Nummer OK.&quot;
Quelle:
bw7.com/forum/showpost.php?p=277305&amp;postcount=14

Sind also die sich hartnäckig in Freier-Foren haltenden Häusernamen möglicherweise längst nicht mehr der Realität und Praxis im Pay6&amp;SW angemessen?! Schade dass sie dennoch weitergetragen werden (auch hier).

Lupus:
Lycisca hat folgendes geschrieben:Solange Sexwork nicht gesellschaftlich akzeptiert ist, wird es aber immer unseriöse SDL geben, 
Was hat das damit zu tun? Gibts keine unseriösen Dachdecker, Anwälte, Autohändler, Metzger, Fabrikanten...?

Lycisca:
Bei einer gesellschaftlich nicht akzeptierten Tätigkeit fällt die Konsequenz weg, dass der &quot;gute Ruf&quot; verloren geht - er ist ja schon von vorne herein nicht da. Die Aussage wäre daher genauer zu formulieren: Wenn man weniger unseriöse SDL will, muss man serösen SDL durch gesellschaftliche Akzeptanz einen Anreiz geben.

Schwedin:
Finde es toll das Annainga über die Zustände des Bochumer Laufhauses geschrieben hat. Damit ist man gleich vorgewarnt. :025
