Forum:	Arbeitsplatz der SexarbeiterInnen
Téma:	GÜTESIEGEL - Entwicklung eines Standards
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Zwerg:
Marc of Frankfurt hat folgendes geschrieben:Gibt es schon einen Design-entwurf oder wird es einen Wettbewerb für die Gütesiegelgestaltung geben? Muß ja schon was her machen, damit es Betreiber sichtbar aufhängen, so wie die ADAC-Hotelempfehlungen oder Koch-Sterne. Wo wird die Diskussion geführt wie es geplant wird?
Ich nehme das Zitat von Marc zum Anlass, um hier in diesem Thread das Thema wieder aufzugreifen. Es hat ja in der Vergangenheit schon mehrfach Diskussionen gegeben, wie ein Club aussehen soll, wie ein Escort nach unseren Vorstellungen zu sein hätte usw......
Diese Diskussionen haben sich immer wieder verrannt und deshalb schlage ich folgende Vorgehensweise vor, bzw. stelle ich Diese zur Diskussion: Wir versuchen im sexworker only Bereich die Wünsche der SexarbeiterInnen bzw. deren Forderungen zu formulieren. Was möchten die aktiven Frauen in diesem Beruf haben, was ist notwendig, damit ein Club bzw. ein Escortbetrieb oder auch ein Laufhaus empfohlen werden kann (empfohlen für eine SexworkerIn). Wenn wir diesen Schritt bewältigt haben, suche ich bzw. suchen wir die Betreiber auf und versuchen hier eine grundsätzliche Diskussion bzw. einen grundsätzlichen Kompromiss anzudiskutieren. Es wäre auch bei der Diskussion um das Musterbordell sinnvoll, wenn wir einen Standard bereits durchdiskutiert hätten. Einen Standard von und für SexarbeiterInnen - nicht falsch verstehen - ich meine nicht gegeneinand - Betreiber und Sexworker müssen auf einen runden Tisch - aber wir sollten doch eine Linie finden, die es ermöglicht bei der Diskussion &quot;bei der Stange&quot; zu bleiben!
Ich habe das Gefühl, das alle bisherigen Bemühungen an der Uneinigkeit untereinander gescheitert sind. Mitten in den unterschiedlichsten Threads wurden auf einmal Randthemen wichtiger als der Thread selbst. Wenn wir aber bereits ein Grundschema erarbeitet haben (welches durchaus nicht starr sein muss) fällt dieses Problem einmal weg.
Ich weiß nicht, ob der Gedanke für Euch spielbar ist und bin deshalb auf Eure Ideen zu diesem Thema mehr als neugierig....
Liebe Grüße
Christian

Tanja_Regensburg:
Ich denke mal, dass nicht alle Wünsche und Standarts in jeder Sparte unseres Jobs machbar sind...
Was für Clubs gilt , ist in Wohnungen und beim Escort eventuell anders, da andere Zielsetzungen zu Grunde liegen.
Aber wenn jede Sexworkerin mal zusammenfasst, was ihr persönlich wichtig ist, könnte man vielleicht gewisse Grund und Basisforderungen aus allen Posts herauslesen und zusammenfassen....
Denn ich persönlich kann nur für Escort und Wohnung sprechen.... da ich mich nicht in Clubs oder Bars bzw Laufhäusern aufhalten werde.
Meine Prioritäten sind
Faires Management, faire Abrechnung 
Sauberes ordentliches Ambiente, genügend Handtücher und Auflagen
keine Abzockmentalität, ehrliches Verhalten den Gästen gegenüber
Freie Wahl dessen, was ich anbieten möchte
Mitspracherecht bei Werbung, Bild und Textauswahl
Info über die am Arbeitsplatz geltenden Regeln und das achten darauf, dass sie von allen eingehalten werden, nicht nur von einzelnen
Das sind meine Auswahlkriterien und ich bin bisher immer gut damit zurechtgekommen.
Tanja

Tanja_Regensburg:
Es wäre für mich auch interessant zu erfahren, welche Anforderungen und Wünsche Betreiber haben.
Wenn man auch hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Dinge aus den Posts machen würde und denen der SW gegenüberstellt, hätte man sicher eine Grundlage für weitere Diskussionen und Kriterien, die dann gemeinsam erarberitet werden können..
Ist nur so ein Gedanke....
Tanja

kaktus:
Ich finde in Wien gibt es viele &quot;Gassenlokale&quot; wo auf 4x4 Meter alles angeboten wird.
Wo soll da Platz für einen privaten Rückzug sein?
(ich gebe gerne die Adressen der Lokale bekannt!)
Kaktus

Tanja_Regensburg:
Das ist mir klar Kaktus, 
Mit der privaten Rückzugsmöglichkeit meinte ich auch Wohnungen mit mehreren Damen, in der ein Terminmädchen arbeitet und schläft....
24 Std ohne Möglichkeit sich zurückzuziehen, außer in derzeit nicht benützte Arbeitsräume, ist hart und nicht jede hält das so einfach aus.
War auch für mich sehr hart mich daran zu gewöhnen.... mittlerweile kann ich abschalten, egal ob ich in der Küche bin oder im Mädchenzimmer....
Wer eine normale Arbeitsschicht hat, der kann in der freien Zeit zuhause sich entspannen......
Busserl Tanja

StauneBaer:
Bin hin und wieder mal in auswärtigen Büros der Firma zu Gast. Könnte mir überhaupt nicht vorstellen, dort auch noch zu übernachten. Finde die Möglichkeit, außerhalb der (dann meist eh etwas längeren) Arbeitszeiten, sich zurückziehen zu können und Zeit nur für sich zu haben, ziemlich wichtig. 24 Stunden Kollegen um mich rum wär mir zu hart, auch wenn ich diese Kollegen sehr schätze.
Gruß SB

kaktus:
@TanjaZitat:Wer eine normale Arbeitsschicht hat, der kann in der freien Zeit zuhause sich entspannen...... 
diese Lokale sind auch das zu Hause! Wohn-Schlaf und Arbeitsraum! Manchmal mit 2 SW bewohnt (Hauptsächlich Thailänderinen) Wenn an der Türe geklingelt wird ist es der Arbeitsraum von 0 bis 24 Uhr.
Ich glaube es gibt noch sehr viel in diesen Bereich zu ändern.
LG Kaktus
und ein dickes :008 an Tanja

Marc of Frankfurt:
Qualitätslabel und Anreiz-/Belohnungssysteme für gute Sexarbeit und fairen Paysex werden benötigt, 
so wie es Preise für Kämpfer gegen Mißbrauchsformen gibt:


Beier-Preis der rheinischen Kirche für Kämpferin gegen Frauenhandel
Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Peter-Beier-Preis der Evangelischen Kirche im Rheinland geht in diesem Jahr an Elena Mereacre für ihren Kampf gegen Prostitution und Frauenhandel in Moldawien. Eine von ihr mitgegründete Nicht-Regierungs-Organisation nahe der moldawischen Hauptstadt Chisinau kümmere sich ebenso um vernachlässigte Kinder und alte Menschen, teilte das Landeskirchenamt am Freitag in Düsseldorf mit. Die Menschenrechtsaktivistin erhalte als Ehrung 5.000 Euro.
Der Preis ist nach dem früheren Präses der rheinischen Kirche, Peter Beier, benannt. Die Evangelische Kirche im Rheinland ist die zweitgrößte evangelische Landeskirche. Sie reicht vom Niederrhein bis zur Saar und hat fast drei Millionen Gläubige.
13.07.2007 dpa


Beispeile:

Kür der Miss-Venus, Berlin
www.venus-berlin.com
Erotic Award, London
www.erotic-awards.co.uk


Neues erweitertes Posting hier

KonTom:
Ich habe das Thema jetzt mehrfach gelesen, und stelle mir die Frage wer
1. Die Einhaltung der Güterichtlinien kontrollieren könnte, und
2. wer befähigt wäre dieses Siegel zu verleihen?
Was meint ihr dazu?
mfg
Tom

Marc of Frankfurt:
Verleihen:
www.sexworker.at
Kontrollieren:
Die User von www.sexworker.at

KonTom:
@Marc
Das wird wohl so, nur sehr schwer durchführbar sein.
Wie willst du kontrollieren, das die SW die Rchitlinien einhalten?

Zwerg:
Irgendwie verstehe ich es nicht.....
Von welchen Richtlinien für SexarbeiterInnen sprichst Du? Die legt wahrscheinlich der Arbeitgeber fest - da es sonst keine Anstellung geben wird (bzw. Beschäftigung)
Es kann nicht Aufgabe von sexworker.at sein, hier einzugreifen. Wir können aber sehr wohl darauf achten, dass es Gespäche mit Betreibern gibt, wo man gewisse Punkte (zum Beispiel Preistransparenz (keine versteckten Kosten) Mitsprache bei Fotos usw) hervorstreicht und dann sagen &quot;Dieser Club bzw. Escort handelt (auch) im Sinne der SexarbeiterInnen&quot; - wir empfehlen diesen Club bzw. Escort - Laufhaus oder was auch immer.
Es kann als Grundlage für die Vergabe des &quot;Siegels&quot; nur so sein, dass aktive verifizierte SexarbeiterInnen bei der Erteilung Stellung beziehen dürfen. Oder aber, sollte ich oder Jemand anders damit beauftragt werden, dass wir die Fragen die den SW`s wichtig erscheinen (und nur Diese!), gemeinsam erarbeiten und dann entsprechend diesen Punkten agieren. 
Die laufende Überprüfung wird durch das Feedback zu erreichen sein. Es wird sicherlich nicht leicht sein, hier Maßstäbe anzulegen, aber ich traue unseren Frauen /und Männern aus der Sexarbeit durchaus zu, dies in Griff zu bekommen.
Oder hast Du einen anderen Vorschlag?
Christian

Lovara:
grundsätzlich sollte man es in zwei kategorien teilen,
1.) ein mindeststandard der räumlichkeiten.
2.) die arbeitsbedingungen.
bezieht sich jetzt einmal nur auf studios, clubs und soweiter.
ich denke punkt eins kann nur als ratschlag an betreiber und natürlich an SW's weitergegeben werden.
aber vorallem an die zuständigen behörden die ja eigentlich für die einhaltung und durchsetzung gewisser auflagen zuständig sind.
im moment sieht ja so aus das diese auflagen nur halbherzig überprüft werden.
www.sexworker.at kann nicht auf die einhaltung dieser auflagen pochen, geht ned. wir können wirklich nur mit allen betroffenen eine art katalog ausarbeiten, der dann als standard angenommen wird. dazu ist es aber erforderlich das wir mit den verantwortlich bei den verschiedenen behörden sprechen.
alles andere wäre wieder vergebene liebesmühe.
also ich glaube ausarbeiten ja, duchführen und kontrollieren nur bedingt. 
vielleicht ergibt sich, in zusammenarbeit mit den richtigen stellen, die möglichkeit mit verantwortlichen mitzugehen und zb. neu zu eröffnende clubs, bars oder studios, vorab zu besichtigen und etwaige abweichungen von den standards aufzuzeigen.
zu punkt zwei: ich denke das dieser am schwierigsten zu kontrollieren ist.
man kann viel erzählen, nur ob es dann im täglichen geschäft auch wirklich so ist bleibt meistens eine andere geschichte.
bei diesem punkt sind wir, wie jetzt auch schon, von den SW's abhängig, daß wir misstände erfahren. das wird sich glaube ich auch mit einem noch so schönen katalog nicht verhindern lassen.
vorallem gibt es zur zeit nicht einmal eine wirkliche behörde die dafür zuständig ist. ohne eine solche sind sämtlich rahmenbedingungen oder arbeitsverträge, oder wie immer man es nennen möchte, auf ihre einhaltung nicht kontrollierbar.
meine persönliche meinung.

kaktus:
Ich finde ein Grundlagenkatalog würde sehr wichtig sein.
In jeden Beruf gibt es Richtlinien.
Das ganze Sexgewerbe befindet sich aber in einer Art Grauzone. Man sieht es ja in Deutschland wo der Beruf zwar anerkannt wird aber die Steuerbehörde völlig überfordert ist.
Es müssen Einkommen geschätzt werden und Pauschalen werden eingehoben da es keinerlei Aufzeichnungen gibt.
Über den Kondomeinkauf kann es auch nicht berechnet werden denn wer kann schon nachweisen ob der nicht zu 50% privat verbraucht wird? Eine Zeiterfassung in Clubs u.s.w. bringt auch nichts denn da ist ja Anwesenheitszeit ja nicht Verdienstzeit!
Ich könnte mir da nur eine elektronische Erfassung vorstellen die das Betreten und Verlassen des Arbeitsraum registriert.
Bei Begleitagenturen könnte auch (der übliche) Meldeanruf dazu dienen.
Man muß sich viele Gedanken machen um eine Basis für diesen Beruf zu finden.
LG
Kaktus

Moon Dog:
Vielleicht wäre ein zugang zum &quot;Gütesiegel&quot;, wenn die hier mitschreibenden Betreiber gemeinsam mit den SW-Vertretern eine &quot;Mustervereinbarung&quot; für Clubs/Studios bzw. für Agenturen entwickeln würden.
Ich denke da an Punkte wie Veröffentlichungs- und Urheberrechte für Fotos, Kautionen, Anwesenheits- und Erreichbarkeitszeiten, Rechte und Pflichten beider Vertragsteile und Konsequenzen bei Verletzung derselben etc.
Jene Betreiber, die diese &quot;Mustervereinbarung&quot; anwenden, ergalten dann eine Art &quot;Gütesiegel&quot;. Weiters könnte man noch vereinbaren, dass sich die Betreiber einer Art Schlichtungsstelle bei Meinungsverschiedenheiten unterwerfen, ähnlich geregelt wie beim e-commerce-Gütezeichen eurolabel (www.guetezeichen.at). Dort habe ich von online-shop-Betreibern gehört, dass das Eurolabel und die Streitschlichtung sehr positiv gesehen wird und gute Erfahrungen vorherrschen.
off-topic:
In Traummaennleins Kundenforum haben wir eine Kriterienliste für &quot;gute Agenturen&quot; aus Kundensicht entwickelt, mit der in Zukunft ein Instrument geschaffen werden soll, gute und schlechte Agenturen aus Kundensicht zu erkennen. Interessierten Betreibern schicke ich die Kriterienliste gerne zu.
Moon Dog

6T:
Moon Dog hat folgendes geschrieben:Interessierten Betreibern schicke ich die Kriterienliste gerne zu.

bitte an office@6teufelchen.at 
danke
ich wäre jederzeit bereit eine mustervereinbarung zu erarbeiten. als ersten schritt, sollte diese idee anklang finden, könnte ich mir vorstellen unsere derzeitige vermittlungsvereinbarung an chris zu übermitteln. natürlich ohne veröffentlichungsrecht, lediglich zur prüfung und evtl. entwicklung oder aufgriff einiger punkte darin um diese zu diskutieren oder in eine mustervereinbarung zu integrieren.
sollten andere agenturen einverstanden sein, könnten sie ihre vereinbarungen ebenso übermitteln um, unter einhaltung der nötigen diskretion, und dazu ist chris in seiner person am geeignetsten, ein mittel zu finden mit dem jeder betreiber zurecht kommt......
weiters stelle ich gerne meine grafischen fähigkeiten zur verfügung um ein geeignetes label und layout zu erstellen...... 
gruß tom

Zwerg:
Natürlich bin ich (sind wir) an einer Absprache bezüglich Verträgen interessiert!
Es gibt nur ein paar wenige (lösbare) Gründe, die mich davon abhalten, die Sache &quot;schnell&quot; angehen zu lassen: 
1. möchte ich hier die Vorgehensweise im Einklang mit den NGO`s der Fachtagung besprechen - hier könnte ein Schlüssel für den Erfolg bzw. Nichterfolg einer derartigen Zusammenarbeit liegen.
2. Ist zur Zeit ein Projekt in Planung (bzw. in Umplanung), welches unsere ganze Konzentration erfordert - in den nächsten Tagen ist hierbei eine richtungsweisende Entscheidung zu erwarten. Es wird voraussichtlich eine leichte Verschiebung unseres Auftritts nach außen geben - eine leichte Kurskorrektur, die aber doch für einige UserInnen Änderungen bzgl. des Umganges mit sexworker.at bringen könnte. Ich denke, dass ich wahrscheinlich am Sonntag eine diesbezügliche Erklärung abgeben werde.
Ein weiterer Punkt ist die bevorstehende (zumindest zu erwartende) Gesetzesänderung in Österreich in Bezug auf Sexarbeit. Ich gehe davon aus, dass Diese erst nach der EM - wahrscheinlich erst nach der &quot;Sommerpause des Parlamentes&quot; über die Bühne gehen wird. Man scheut sich von Seiten der Politiker das Thema anzugreifen, wenn die &quot;Augen der Welt&quot; auf Grund von Fußball und Nebengeräuschen auf uns gerichtet sind. Die Frage die sich stellt ist, ob man überhaupt jetzt einen Mustervertrag machen kann, der in wenigen Monaten keinerlei rechtlichen Bestand mehr haben wird (voraussichtich).
Grundsätzlich kann man jedoch über eine Präambel - eine gemeinsame Grundsatzerklärung - nachdenken. Welche Punkte bringen SexarbeiterInnen, BetreiberInnen und vielleicht auch Kunden, als kleinsten gemeinsamen Nenner zusammen?
Hier wäre es sogar möglich deutsche und österreichische Gedanken zu dem Thema zu bündeln (bei einem Mustervertrag ist dies auf Grund der unterschiedlichen rechtlichen Situation unmöglich)
Ich denke hier aber eher über einen runden Tisch (mit allen Beteiligten und Betroffenen) nach, lasse mich aber von Euren Ideen zu der Durchführung des Projektes gerne überzeugen. Es müsste möglich sein alle, die mit Sexarbeit zu tun haben zu einer offenen Diskussionsrunde zusammen zu bringen um unsere Standpunkte zu erklären, zu erläutern und vielleicht gemeinsam gehbare Lösungen zu finden.
Christian

ETMC:
vorschlag Gütesiegel

6T:
... schlimmer gehts nimma.... ( im grafischen sinne )
abgesehen davon sind wir noch lange nicht soweit......

Zwerg:
Hi!
Gefällt mir so weit ganz gut :-)
Wenn wir die Geschichte so aufziehen würden finde ich es (ohne zuerst mit unseren mitentscheidenden Mods bzw. dem 2. Admin gesprochen zu haben) machbar.
Noch &quot;lustiger&quot; wäre es natürlich, wenn sich eine Gruppe bilden könnte, welche noch mehr Kompetenz hätte (aus Sicht der SexarbeiterInnen - Kunden - und BetreiberInnen) - das wir es wirklich schaffen könnten &quot;über die Grenzen des Unmöglichen&quot; hinauszugehen und da einen gemeinsamen &quot;Nenner&quot; zu finden. 
Ist schon klar: Jetzt wird sich mancher denken &quot;daran sind bisher alle gescheitert&quot; - aber ich habe das Gefühl, dass es machbar ist. 
Auf der einen Seite (ich spreche es einmal aus:) das Traummännlein Forum - ich denke, dass von Kundenseite hier keine Bedenken kommen würden, ob hier Kompetenz gegeben ist. Eine Zusammenarbeit mit diversen gängigen &quot;Freierforen&quot; schließe ich aus. Das oben Genannte erscheint mir Jedoch (da ich ja einige User auch kenne (bin aber logischer Weise dort nicht registriert)), als Partner geeignet.
Auf der 2. Seite die Fachtagung - oder aber auch (leichter umsetzbar) sexworker.at (in Rücksprache und im &quot;Einklang&quot; mit den vorhandenen NGO`s)
Und auf der dritten Ecke (des runden Tisches :-)) eine entsprechende Vertretung von BetreiberInnen (und zwar ohne Rücksichtnahme auf vorhandene oder gewesene Konflikte bzw. Meinungsverschiedenheiten. 
Jede Gruppe arbeitet einen für sie selbst gültigen Standard aus. 
So weit ich weiß, ist dies von &quot;Kundenseite&quot; schon geschehen.
Auch wir sind uns so ziemlich über einige Punkte einig geworden.
Und dann noch von BetreiberInnen Seite die Kriterien &quot;was darf sein, oder auch &quot;was darf nicht sein&quot;
Bisher scheint es mir eher so, dass wir sehr schnell eine &quot;Liste&quot; beisammen hätten, wer NICHT empfehlenswert ist - und die Geschichte sollte eher einen positiven Aspekt bekommen.
Was meint Ihr dazu? Ist es möglich von allen Seiten eine &quot;Empfehlung&quot; auszugeben - oder sind unsere Standpunkte aus der Branche heraus unvereinbar?
Wo könnten die Nenner sein? Gesundheit - Transparenz (Angebot und Arbeitsweise betreffend - vielleicht auch Preisgestaltung?) - Sexuelle Selbstbestimmung (kann glaube ich auch, aus Sicht der BetreiberInnen oder Kunden nicht wirklich ein Thema sein) - ein grundsätzliches Bekenntnis zur gesetzeskonformen Arbeitsweise - Ehrlichkeit (von allen Seiten) - eine grundsätzliche Erklärung jegliches branchenschädigende Verhalten zu unterlassen???
Sind nur Gedanken - sicherlich nicht ausgereift, aber vielleicht auch Anregungen zum Thema
Christian

6T:
erscheint mir vernünftig und machbar. die gruppe der betreiberInnen wird wohl die größere anzahl an personen werden. wobei ich mir wünschen würde dass aus jeder sparte ( agenturen, clubs, massagen usw. ) nicht nur ein vertreter an der ausarbeitung des standards arbeitet.
für meine sparte (escortagenturen) würde ich es begrüßen wenn wir betreiberInnen uns vorab zusammensetzen um einen standardkatalog auszuarbeiten der am runden tisch dann vorgebracht werden kann.
die standards des gütesiegels sollten auch juristisch geprüft werden. mein wunsch wäre es, aus diesen kritärien in weiterer folge auch konforme arbeits/vermittlungsverträge zu entwickeln.
vielleicht wäre es sinnvoll bereits einen termin für die &quot;head-round&quot; zu fixieren damit wir alle eine deadline haben auf die wir hinarbeiten können.......
für den runden tisch der escortler stelle ich mich gerne als organisator zur verfügung. kollegen die mitarbeiten wollen bitte pn oder mail an office@6teufelchen.at
gruß tom

Zwerg:
6T hat folgendes geschrieben:die standards des gütesiegels sollten auch juristisch geprüft werden. mein wunsch wäre es, aus diesen kritärien in weiterer folge auch konforme arbeits/vermittlungsverträge zu entwickeln.
Da ist ein Problem zu erwarten: Die Gesetzesänderungen welche im Anmarsch sind, werden wahrscheinlich Alles über den Haufen werfen.
Auf der anderen Seite: Was die Gruppen dann im Einzelnen erarbeiten, ist ja nicht auf ein einmaliges Ereignis fixiert. Man (alle Gruppen) erarbeiten einen Standard bzgl. grundsätzlicher Gemeinsamkeiten und über den &quot;raufen wir uns zusammen&quot;. Den Katalog dann auszuweiten sollte kein wirkliches Problem darstellen.
Das die Gruppe der BetreiberInnen groß ist, halte ich für durchaus wahrscheinlich - jedoch: Wenn es ein Gütesiegel für Betriebe (also für BetreiberInnen) sein soll, dann halte ich es für Aussagekräftiger, wenn die diesbezüglichen Entscheidungen nicht mehr oder weniger &quot;alleine&quot; in den Händen der Unternehmen liegt. Die Gruppe der SexarbeiterInnen und Kunden ist zahlenmäßig größer - und die Empfehlung geht ja auch in diese Richtung. Hätte ja keinen Sinn, wenn ein Betreiber dem anderen Qualität zuspricht. Trotzdem sollten sie unbedingt &quot;dabei sein&quot; - um von vornherein zu garantieren, dass die nötige Kompetenz vorhandenund somit die Qualität des &quot;Siegels&quot; vorhanden ist.
Genauso verhält es sich prinzipiell mit den Kunden.... - vielleicht also doch der Weg über 3 Gremien (wenn sie vereinbar sind) - Jede Gruppe prüft für sich - &quot;schlägt vor (begründet) - und eine Kommission entscheidet ob eine eventuelle negative Begründung nachvollziehbar ist - oder ob eine positive Begründung auf eine &quot;Gruppenbildung&quot; beruht. 
Wäre interessant hier von Seiten des Kundenforums ein Statement zu erhalten.
Was wieder dagegen spricht:
Ich selbst überlege seit geraumer Zeit, ob ich eine Liste der Betriebe, die ich (persönlich - auf Grund meiner Einblicke (und der erhaltenen Beschwerden)) nicht für empfehlenswert halte, in den Raum stellen soll. Einige Gründe halten mich bisher davon ab, dies im Rahmen einer &quot;halböffentlichen&quot; Runde zu diskutieren: Wenn ich eine diesbezügliche Entscheidung argumentieren müsste, wäre ich auch gezwungen den Anlassfall offen zu legen. Geht aber nicht wirklich, da ich sonst vielleicht eine SexarbeiterIn in Gefahr bringen könnte. Soll heißen: Ich kann meine Entscheidung manchmal nur innerhalb unserer Gemeinde erklären und darf keine Infos nach außen geben (obwohl es auch unser Bestreben ist &quot;die Leute zusammen zu bringen&quot;, geht es manchmal (leider sehr oft) nicht.
Ein weiterer Einwand, der mir gerade telefonisch mitgeteilt wurde: Wenn &quot;der&quot; (wer auch immer) dabei ist, kannst Du das vergessen. Wir müssen darauf achten, dass die (ich nenne es einmal) Reizpersonen der Branche nicht &quot;federführend&quot; aktiv sind. Hier ist es sicherlich besser &quot;Vertrauenspersonen&quot; heranzuziehen, die für die jeweilige Gruppe das Wort ergreifen.
Christian

Mandy:
Ich wäre dafür das SW in ihrem nicht öffentlichen bereich von dir eine Liste bekommen, welche lokalitäten eher FLOP und welche TOP sind. Vorallem würde es sicher helfen denn wir würden manchen so einiges ersparen. Du musst ja auch nicht unbedingt dazu schreiben warum der Club etc. nicht so empfehlens wert ist wenn du jemanden gefährden würdest, denn das wollen wir ja sicherlich alle nicht, ganz im gegenteil.
Mandy

Zwerg:
Wahrscheinlich wird die Geschichte (auf unser Forum bezogen) so aussehen: Wenn ein Fall eintritt, der mich dazu bewegt ein Unternehmen als &quot;nicht empfehlenswert&quot; einzustufen, dann kontaktiere ich unser &quot;Gremium&quot; - wenn ein eindeutiges Votum in Richtung &quot;nachvollziehbar&quot; kommt, werde ich im öffentlichen Raum darauf hinweisen - und im gesperrten Bereich eine Schilderung (so weit wie möglich) posten. Damit werde ich zwar nicht zum &quot;Wiener des Jahres&quot; werden - und manche Dartscheibe wird ein neues Gesicht erhalten, aber das Risiko gehe ich gerne ein, wenn damit einer SW Ungemach erspart bleibt. Die doppelte Ausführung (öffentlich und gesperrt) deshalb, damit auch die Kontrolle der aktiven SexarbeiterInnen gegeben ist - somit wird ausgeschlossen, dass etwas nicht Nachvollziehbares passiert.
Weiters ist es ja jetzt schon so, dass ich bei persönlichen Treffen den einen oder anderen Tipp gebe (und auch diesen so weit wie möglich begründe) - Ich muss nur unbedingt darauf achten, dass die Dinge einer Überprüfung stand halten. Mit ein Grund für die Auswahl unserer Moderator2 - durch die unterschiedlichsten Werdegänge Dieser ist eine mehr oder weniger unabhängige Wertung möglich.
Auch im positiven Sinn ist eine Wertung in diese Richtung denkbar - mir gefällt der Gedanke, dass im SW-Only Bereich die aktiven SexarbeiterInnen selbst &quot;Mitsprache&quot; halten können.
Christian

Mandy:
Danke für die Erklärung
Für uns bist du der Wiener der Jahres im positiven Sinne :-)

6T:
Zwerg hat folgendes geschrieben:
Da ist ein Problem zu erwarten: Die Gesetzesänderungen welche im Anmarsch sind, werden wahrscheinlich Alles über den Haufen werfen.
gewisse grundstandards müssen juristisch einwandfreien hintergrund aufweisen um die durchsetzbarkeit zu gewärleisten. natürlich wird es darüber hinaus jede menge freiwilliger standards geben die als bewertungskriterium gelten.
Zwerg hat folgendes geschrieben:
vielleicht also doch der Weg über 3 Gremien 

ich denke es hat wenig sinn die einzelnen sparten zusammenzurufen und 3 vertreter jeder sparte zu vereinen. kunden, sw´s und betreiber jeder sparte ( sparte escort, sparte club, sparte massagen usw. ) haben unterschiedliche interessen wo der kleinste gemeinsame nenner wirklich sehr klein sein müsste.
für mich macht es wenig sinn mit vertretern der clubbetreiber, deren sw´s und deren kunden beisammen zu sitzen und über standards zu verhandeln. hier klaffen die betätigungsfelder und interessen weit auseinander.
mein vorschlag wäre, und das gilt nun nur für &quot;meine&quot; sparte, die escortbranche, agenturbetreiber, escort sw´s ( independent sw´s oder agenturmitglieder. sw´s die auch betreiber sind zählen meines erachtens zu den betreibern ) und escortkunden an einen tisch zu bringen um unsere eigenen standards zu entwickeln. 
das gleiche dann für clubbetreiber, massagen usw.
jeweils die &quot;offiziellen&quot; vertreter von sexworker.at mit als interessensvertreter und organ zur politischen ebene...... 
natürlich würde dann spartenübergreifend der kleinste gemeinsame nenner möglicherweise als grundstandard übergreifend geltend gemacht werden können, aber jede sparte hätte dann seine individuellen, nach außen vertretbaren standards, und sexworker.at mit der gesamten branche ein spartenindividuelles werkzeug um zu beurteilen......
gruß tom

ETMC:
Ich muss sagen 6T hat absolt Recht!!
(hab ich das jetzt wirklich geschrieben????)
JA - stimme dem zu 100% zu 
gleich wie in den diversen Sparten der WKO wäre auch hier branchenspezifisches Handeln gefragt, ebenso wie ein gemeinsamer kleinster Nenner der Übergeordneten Sparte Sexwork.....

Zwerg:
Könntet Ihr Euch vorstellen, die Leute aus Eurem Branchenbereich auf einen Tisch zu bringen? - Wobei natürlich wichtig wäre, dass eine gewisse Bandbreite gegeben ist. Und dann eine weitere Frage: Sehr Ihr das Argument: Es sollte als Vertreter der Sparte eine Vertrauensperson gewählt (bzw. ernannt) werden? Also nicht unbedingt der &quot;Größte&quot;, sondern der oder die Jenige den Alle akzeptieren, ähnlich wie ich?
Christian

6T:
für meine sparte würde ich hier kein problem sehen. wenn ich davon ausgehe dass 5 personen eine respektable anzahl an vertretern der untergruppen darstellt, glaube ich dass wir keinen jeweiligen einzelnen vertreter brauchen. eine &quot;vertrauensperson&quot; innerhalb meiner branche, ausgenommen meine engsten mitarbeiter, gibt es nicht. 
also 5 escortbetreiber, 5 escortkunden, 5 escorts, und sexworker.at. ( +/- 2,3 )das wäre ein machbarer runder tisch. in erster linie mit personen die auch auf sexworker.at vertreten sind ?
ich bin persönlich daran interessiert in dieser sache etwas weiter zu bringen, deshalb pusche ich und engagiere ich mich. sollte jemand ein problem mit meiner person haben, dann bitte ich ihn/sie geradewegs um eine aussprache, evtl hier im forum im geeigneten unterforum, persönlich telefonisch, oder über christian.
gruß tom

Zwerg:
Also die 5 EscortbetreiberInnen sehe ich - die Beteiligung von sexworker.at ebenso... wenn wir die Kunden auch gleich hinzuziehen, hätten wir also mehrere runde Tische (wenn ich es richtig verstehe) - also die Clubs machen eine Runde - die Leute vom Straßenstrich....?
Die Frage ist, ob wir die Termine koordinieren können. Wäre es nicht besser, wenn jede Sparte einmal für sich ausarbeitet &quot;das ist uns wichtig&quot; - und dann wird mit sexworker.at durchdiskutiert, im Beisein von SexarbeiterInnen (da sehe ich ein kleines Problem - weil Frau bzw. Mann dann mit dem eigenen Chef diskutiert) die Sache ausfeilt. Wenn dann alle &quot;Kleingruppen&quot; ein Ergebnis haben, kommt der große Tisch (da müssen ja nur die Vertreter &quot;Specher&quot; der Gruppen hin) und wir konstruieren die Gesamtvorlage.
Wir dürfen aber nicht vergessen: Wir diskutieren hier über ein Gütesiegel! Es müsste also meines Erachtens vermieden werden, dass zum Beispiel die Übereinkunft über Verträge ein Kriterium ist! Ebenso eine bindende Preisabsprache sollte nicht für das Gütesiegel entscheidend sein. Die grundsätzliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit hingegen schon.
Seht Ihr das Anders?
Christian

Walker:
ich sehe hier eine chance nicht nur ein gütesiegel zu entwickeln... sondern eine art soziale norm... was meines erachtens ein großer schritt weiter wäre.
was ist eine soziale norm:
Soziale Normen (Gesellschaftliche Normen, Soziale Skripte) sind konkrete Vorschriften, die das Verhalten betreffen. Sie definieren mögliche Handlungsformen in einer sozialen Situation. Sie sind gesellschaftlich und kulturell bedingt und daher von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden, unterliegen aber immer dem sozialen Wandel. Normen sind (äußerliche) Vorschriften der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen in unterschiedlicher Verbindlichkeit. Sie sind zu unterscheiden von (innerer) vernunftgemäßer Gewissensprüfung von Handlungen (siehe Moral, Ethik, kategorischer Imperativ).
und klingen würde auch nicht schlecht:
&quot;zertifiziert nach SW-Norm 1.0&quot;
nur so als anregung.
ich persönlich freue mich über die gesprächsbereitschaft die hier signalisiert wird. ich bin wirklich gespannt wie das weiter geht
lg
walker

Zwerg:
@Walker
Gesprächsbereitschaft besteht seit längerem (unter Anderem mit sexworker.at) von mehreren BetreiberInnen der unterschiedlichsten Sparten (auch dann, wenn es hier im Forum nicht gepostet wurde) - das bisherige Problem war eher die Gesprächsbereitschaft untereinander - ich glaube aber auch (bin sogar überzeugt) das diese Hürde überwunden werden kann.
Christian

6T:
Zwerg hat folgendes geschrieben: hätten wir also mehrere runde Tische (wenn ich es richtig verstehe) - also die Clubs machen eine Runde - die Leute vom Straßenstrich....?
genau, so würde ich das auch sehen.
Zwerg hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist, ob wir die Termine koordinieren können. Wäre es nicht besser, wenn jede Sparte einmal für sich ausarbeitet &quot;das ist uns wichtig&quot; 
korrekt, so meinte ich das....
Zwerg hat folgendes geschrieben:
weil Frau bzw. Mann dann mit dem eigenen Chef diskutiert) die Sache ausfeilt.
genau das wäre ja das ziel. eine gesprächsbereite basis zu finden.
mein vorschlag:
die einzelnen &quot;sektionen&quot; ( clubs, bars, straßenstrich, escortler ) organisieren sich selbst, setzten sich mit den &quot;mitgliedern&quot; ( jeweils eine respektable zahl an kunden, mitarbeiterinnen, sw´s, betreibern ) in deinem (christian ) beisein, als vertreter von sexworker.at, und als zentraler häuptling der die sektionen koordiniert, zusammen und erarbeiten sektionsrichtlinien.
dann brauchen wir eigentlich vorerst keinen großen tisch. wenn der bedarf besteht kann immernoch ein sektionsvertreter gewählt werden.....
Zwerg hat folgendes geschrieben:
Es müsste also meines Erachtens vermieden werden, dass zum Beispiel die Übereinkunft über Verträge ein Kriterium ist!
hier stimme ich walker zu....
Walker hat folgendes geschrieben:ich sehe hier eine chance nicht nur ein gütesiegel zu entwickeln... sondern eine art soziale norm... was meines erachtens ein großer schritt weiter wäre.
Zwerg hat folgendes geschrieben:
 Ebenso eine bindende Preisabsprache sollte nicht für das Gütesiegel entscheidend sein. Die grundsätzliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit hingegen schon.
sehe ich genauso......

irgendwie vermisse ich meinungen weiterer betreiber, kunden, sw´s.......

Moon Dog:
Setzt euch nicht zu hohe Ziele. Die Schaffung einer &quot;sozialen Norm&quot; ist schon viel zu weit gegriffen.
Ich bin schon froh, wenn wir Mini-Mindestkriterien finden, um zu sagen, dieses studio / diese Agentur / dieses etc. ist grundsätzlich ok.
Ein Punkt wäre sicher Gesprächsbereitschaft, ein weiterer (vielleicht auf höherer Stufe) wäre, dass sich die Gütesiegel-Träger einer &quot;überparteilichen Streitschlichtungsstelle&quot; unterwerfen, in der objektiv unter Beiziehung jeder Seite Meinungsverschiedenheiten zwischen Kunden und Betreibern und vielleicht auch SWs und Betreibern gelöst werden, wie zB im Internet-Geschäft bei www.eurolabel.at (Ich glaube, das habe ich schon erwähnt):
(Zitat Anfang)
Alle österreichischen Unternehmen mit Gütezeichen haben sich verpflichtet, unsere Streitschlichtungsstelle, den Internet Ombudsmann, anzuerkennen. Wir können Ihnen daher rasch und unbürokratisch helfen.
(Zitat Ende)
Zur Frage von Kundenmeinungen: Ich glaube, dass nur eine winzigkleine Minderheit der Kunden überhaupt an dieser Sache im Vorfeld interessiert sind. Wiewohl ich mir aber vorstellen kann, dass dieses Label bei der Buchungseintscheidung dann eine Rolle spielen kann, insbesondere wenn es promotet wird.

StauneBaer:
Moon Dog hat folgendes geschrieben:Wiewohl ich mir aber vorstellen kann, dass dieses Label bei der Buchungseintscheidung dann eine Rolle spielen kann
Würde auf mich z.b. zutreffen.

Hedera:
Ich finde die Idee, ein Gütesiegel zu verleihen wirklich gut. Ebenso find ich eure bisherigen Pläne dazu super. 
 
Allerdings frag ich mich, ob er organisatorische Aufwand schaffbar ist, da hier im Großen und Ganzen drei großen Gruppen mit z.T. unterschiedlichen Interessen zusammentreffen (SW, KundInnen, BetreiberInnen). Ich glaube, dass hier zu viele Akteure zusammentreffen, um wirklich produktiv arbeiten zu können. 
Wäre es nicht auch möglich, die verschiedenen Einrichtungen (Clubs, Bars, Laufhäuser, Escort, usw...) auf euch zugehen zu lassen, dass sie sich quasi um das Siegel bewerben und der Bewerber wird individuell beurteilt von SexarbeiterInnen? Hier ist natürlich die Gefahr der Willkür gegeben, also ausgreift ist meine Idee sicher nicht.
Natürlich sind hier auch Standards nötig, aber es wäre möglich auf die Gegebenheiten von jedem Bewerber einzeln einzugehen.
LG Jasmin

Hedera:
Hoppla, ich seh grad, ich schließ an eine Diskussion von 2008 an - ich hoff, es existiert dazu noch kein aktuellerer Thread...

annainga:
Kommt jetzt das Gütesiegel für Bordelle?
Berlin – Gibt es bald ein Gütesiegel für „faire“ Puffs?
Im Familienausschuss des Bundestages schlugen Experten am Montag zur Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution ein „Qualitätssiegel“ für Bordelle vor.
Es solle garantieren, dass Prostituierte nicht unter „menschenhandels-ähnlichen Bedingungen arbeiten“, forderte die Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung (agisra).
Der Strafrechts-Professor Joachim Renzikowski (Uni Halle-Wittenberg) forderte eine Strafbarkeit der Freier von Zwangsprostituierten, weil sie die Menschenwürde der Frauen verletzten. (hoe)
http://www.bild.de/news/inland/bord....rdelle-23229688.bild.html
etwas wenig informationen. werde mal im netz suchen, ob ich noch mehr dazu finde .....

annainga:
hier sind die stellungnahmen zum thema zu lesen:
http://www.bundestag.de/bundestag/a....stellungnahmen/index.html

Marc of Frankfurt:
Auf den ersten Blick glaube ich, es geht da nicht um Gütesiegel wie wir es hier in diesem Thema diskutieren, auch wenn die Bildzeitung dieses Wort benutzt, weil es gut für die Auflage ist und Unterhaltungswert hat.
Ich postes es daher nochmal hier 
www.sexworker.at/prostg &gt;&gt; www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=112481#112481


Und hier die Meinung der Augsburger &quot;Sittenpolizei&quot; zur Lebensqualität von Sexarbeiterinnen mit einer klaren Ablehnung von &quot;Qualitätsstandards&quot;:

Link

Amguid:
Es hat zwar im eigentlichen Sinne nichts mit einem &quot;Gütesiegel&quot; zu tun, aber für den Escort-Bereich gibt es einen Vorschlag eines &quot;Mustervertrages&quot;, welcher faire Bedingungen für Agenturdamen reflektieren soll.
http://www.mc-escort.de/forum/showp....?p=285933&amp;postcount=1

Amguid:
Mal dumm gefragt, gibt es zu diesem &quot;Mustervertrag&quot; (siehe mein Vorpost) keinerlei Kommentare in irgendeiner Richtung? Oder wird sowas als für die Praxis irrelevant angesehen?

sheila:
Hallo Amguid, eine Frage.
7) Kündigung, Profil- und Werbungslöschung
7.1.) Diese Vereinbarung kann zu jedem Zeitpunkt von beiden Seiten ohne weitergehende Konsequenzen durch ein Kündigungsschreiben, versandt per einfacher Post oder Einwurfeinschreiben (paralleler Versand eines Scans des Kündigungsschreibens ist erwünscht, nicht jedoch Bedingung), aufgelöst werden.&quot;
M.E. genügt 1 Woche um das Profil von der HP zu entfernen. Und ein Kündigungsschreiben müsste per Mail auch akzeptabel sein. Bewerbungen der Escort-Damen erfolgen auch per Mail.
Danke für deine Mühe und Genauigkeit!

Amguid:
Hi Sheila,
M.E. genügt auch eine Woche, das kann dann ja individuell abweichend vereinbart werden. Das Argument für eine längere Frist war, dass manche Agenturen das nur über Webmaster machen können und die mitunter nicht schnell greifbar sind bzw. nicht immer äh &quot;reaktionsschnell&quot;.
Mit einer Kündigung nur per Mail kann natürlich auch gearbeitet werden, nur werden dann in der Praxis wohl beide Seiten mehr Aufwand haben. Denn eine Fake-Email mit falschem Absender kann jede Person mit minimalen Kenntnissen verfassen. Zumindest eine telefonische Rücksprache zwecks Bestätigung wird dann auch erforderlich werden. 
Wenn Du schreibst &quot;Bewerbungen&quot; der Damen erfolgen auch per Mail, dann muss man auch darauf hinweisen, dass eine Agenturdame immer im Besitz eines Vertragsexemplars mit Originalunterschrift der Agentur sein sollte (gilt umgekehrt natürlich auch). Vertragsschluss per &quot;on-line-click&quot; ist mehr als problematisch.

alfder:
          Amguid hat folgendes geschrieben:Mal dumm gefragt, gibt es zu diesem &quot;Mustervertrag&quot; (siehe mein Vorpost) keinerlei Kommentare in irgendeiner Richtung? Oder wird sowas als für die Praxis irrelevant angesehen?
Dieser Vertragsentwurf wurde auf Grundlage des Vertrags von Escort-Begleitung und Wellness-Escort und unter Mitwirkung einiger Agenturdamen (Federführend Jakob) hierWeb Page Name diskutiert und weiter entwickelt. Er ist durchaus praxistauglich. Er wird von Wellness-Escort 1:1 übernommen.
http://wellness-escort.com/mitarbeit.php
Weitere Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Marc of Frankfurt:
Ein Mustervertrag in einer teilweise kriminalisierten Branche ist eine brisante Sache. Die Form der existierenden Verträge sagen möglicherweise mehr über die ungleich in der Branche verteilten wirtschaftlichen Machtverhältnisse zwischen Sexarbeiter_innen und Betreiber_innen aus, als dass sie prozessbewährte Vertragssicherheit darstellen. Sexwork Arbeitsverträge zu verbessern braucht viel juristisch-gewerkschaftlichen Sachverstand und in Regionen mit Sittenwidrigkeitsverdikt ist ihr Wirkungsbereich generell eingeschränkt...
___

Wie unterschiedlich Servicequalität doch sein kann
Straßen-Zahnarzt in Indien für die Armen:
&quot;Wenn die Leute nicht zu frieden sind, nehme ich kein Geld&quot;
&quot;Wir machen dasselbe wie die teuren Arzte nur ohne all den Schnickschnack&quot;
&quot;Wir sind viel schneller...&quot;
-Achtung - extreme Bilder-
Link

Der Zahnarzt als geübter Handwerker... 
ausgebildet/studierter/lizensierter Facharbeiter...
oder fliegender Händler mit Reisegewerbekarte...
oder Quacksalber...
macht in den Augen vieler Menschen eine unappetitliche Dienstleistung in einer menschlichen Körperöffnung...
Dienstleistungsniveau angepaßt an die Nachfrage...
an real existierende Wohlstandsunterschiede...
Globalisierung trägt die extremen Qualitätsunterschiede in jede Region auch bis zu uns. Insbesondere betroffen sind ausgegrenzte bzw. nichtgeschützte Märkte wie z.B. die Sexarbeit...

fraences:
          Zitat:&quot;Wenn die Leute nicht zu frieden sind, nehme ich kein Geld&quot;

Halte ich für in der Sexbiz für sehr bedenklich.
Es galt einstmal den Satz: &quot;Es gibt kein Geld zurück, war bestimmt in Einzelfall nicht immer richtig. 
Auch ich habe, wenn es beim Date überhaupt nicht passte, anteilig Geld zurück gegeben, um fair zu sein oder mir den Nervenstress zu ersparen.
Aber wenn ich irgendwo hingefahren bin(also Fahrtkosten entstanden sind, Zeitaufwand, andere Termine dafür nicht wahrnehmen konnte;also Verdienstausfall hatte) habe ich mir das honorieren lassen.
Um Servicequalität durch &quot;Geld zurück Garantie&quot; zieht oftmals (so meine Erfahrung) &quot;abgezockte Freier&quot; an. Manche Kunden machen sich ein &quot;kostenloses&quot; Hobby daraus, solche Angebote in Anspruch zunehmen.
Grade unsere Branche(kenne keine anderen Geschäftszweig) hat es massiv mit Fakes zu tun, da muss man es nicht noch mehr durch solche Standardsformulierungen oder Werbetexte fördern.
Für Sexbiz gilt halt nicht alle Werbemaßnahmen , wie in anderen Berufszweige anbieten kann, da gilt schon Besonderheiten unsere Branche zu beachten.
Liebe Grüsse, Fraences

Jupiter:
@Fraences, die &quot;Geld zurück Garantie&quot; hat in Zusammenhang mit Internet-Bestellungen auch schon seltsame Auswüchse bekommen.
Kürzlich bei einem Treffen, erfuhren wir von Bekannten, dass diese sich immer wieder Spielsachen für die kleine 2-jährige schicken lassen; gefällt dies dem Kind nicht sofort, wird es einfach zurückgeschickt entsprechend dem 14-tägigen Rückgaberecht.
Gruß Jupiter

fraences:
Zumal ich hier diese &quot;Geldzurückgarantie&quot; oft eine Werbung von Betreiber ist,zulasten der dort arbeitenden Frauen und
auf mich den Eindruck macht, ich bin mir über die Qualität und den Wert meiner Service nicht sicher. 
Häufig bei Adressen zu beobachten, die lange bestehen und einen schlechten Ruf haben und mit solchen Marketingsstrategien sich neu auf den Markt etablieren wollen.
In der Zeit, wo sich so viele SW über fallende Preise beschweren, kann doch so eine Werbung nur kontraproduktiv sein.
Sorry, ich rege mich da drüber auf.Und weiß von vielen SW, die nurdabei den Kürzeren ziehen.
Wohl gemerkt den &quot;Gentlemankunden&quot; jetzt außenvor gelassen. Aber der nimmt so ein Satz gar nicht wahr, denn er weiß wer er die SW respektvoll behandelt und honoriert, das er ein guten fairen Service bekommt.
Liebe Grüsse, Fraences

Jupiter:
          fraences hat folgendes geschrieben:
Sorry, ich rege mich da drüber auf.Und weiß von vielen SW, die nurdabei den Kürzeren ziehen.

Ja, auch ich finde diese Dinge und die Mentalität, welche dahinter steht für fürchterlich.
Deshalb auch mein Beispiel aus dem Nicht-P6-Bereich.
Im P6, wo es um intimes Zusammensein von zwei Menschen geht, absolut untragbar.
Gruß Jupiter

fraences:
Danke, Jupiter.
 Freut mich das es doch Menschen gibt, die das auch so einschätzen. Vor allen Dingen verstehen, was sich hinter solche Marketingmethoden steckt. Besonders in Pay6.
Genauso wie unser Damen haben alle einen Gesundheitsattest.Bei uns kommt der Gesundheitsarzt wöchentlich)
(Hing mal in Pascha in Köln an jeder Tür und würde im Internet mit Foto gezeigt.)
Das hatte die gegenteilige Wirkung als beabsichtigt, da haben die Gäste immer mehr nach AO gefragt. 
Liebe Grüsse, Fraences

annainga:
im escort-bereich sehe ich das genauso @Fraences. ich käme nicht auf die idee, geld zurück zu geben. es gibt bessere lösungen.
am telefon fragen manchmal männer dannach, was wäre, wenn sie nicht zufrieden sind. 
ich antworte &quot;du, das ist kein problem, sag mir bescheid, sobald was anders läuft als du es willst. du kannst dir sicher sein, ich werde mir große mühe geben, dich zufrieden zu stellen, ich will ja, dass du nach unserem treffen denkst, &quot;wow, die anna ist so super, die will ich regelmäßig buchen&quot;.
lieben gruß, annainga

Femina:
          annainga hat folgendes geschrieben:...am telefon fragen manchmal männer dannach, was wäre, wenn sie nicht zufrieden sind. 
Die Frage ist eigentlich eine Frechheit! Hab ich noch nie erlebt.
Aber ich würde nur sagen, sie sollten dieses überschaubare Risiko ruhig mal eingehen. Sie kauften ja kein Flugzeug.
Wenn sie nicht zufrieden sind, sollen sie einfach meine Nummer löschen. Fertig! Abgehakt! 
 :002

annainga:
du solltest dir solche anrufer nicht selbstbewusst und frech vorstellen, denn dann stellen sie solche fragen nicht. stell dir eher vor, eine dünne, unsichere stimme, ein mann, der ängstlich ist, soviel geld in den sand zu setzen. dann kann man eher nachvollziehen, dass ich gewillt bin, so nett zu antworten.
lieben gruß, annainga

Femina:
Ach so.:003 
Ja klar, gibt's ja auch.

Moonlight:
bei mir gibt es nur Geld zurück wenn ich merke das es in Streß ausarten könnte weil sich der Gast sonstwas erhofft hat...
In Puffs, Clubs etc die mit &quot;Geld zurück&quot; arbeiten, würde ich nie und nimmer im Leben anfangen...

Femina:
Sachen gibt's!?
Geld zurückverlangen! Wie weit ist die Branche gekommen?
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Heute hatte ich einen Beschnupperungstermin mit einem Neukunden.
Als ich roch, daß er rauchte, sagte ich ihm, er dürfe bei mir nicht rauchen. Ich hab den Gestank zwei Tage im Haus. 
War für ihn in Ordung. Er wollte trotzdem mit.
Wenn dann noch einer Geld zurückhaben wollte, würde ich ihn fragen, ob er sie noch alle hat.
Sachen gibt's!! Ich komme nicht mehr mit.:005

RitaD:
Die Frage nach Geld zurück, gab es schon in meiner Zeit.
Zwei mal habe ich es gemacht, aber erst als die Situation zu eskalieren drohte.

Moonlight:
          RitaD hat folgendes geschrieben:Die Frage nach Geld zurück, gab es schon in meiner Zeit.

bei uns nur wenn der Gast wirklich unzufrieden war, und es kurz vorm großen Knall war...
Wenn der Gast mich im vorraus Fragen würde ob er sein Geld wieder bekommt bei Unzufriedenheit etc, na, dem würd ich aber was erzählen *grins*

RitaD:
Die andere Variante Geld zurück, hat mich genau so geärgert und da gab ich nichts zurück.
Er kommt ins Zimmer und bezahlt, wartet bis ich ausgezogen bin, begutachtet mich von allen seiten...wie eine Kuh auf dem Markt..um zu sagen, du gefällst mir nicht ich will mein Geld zurück.:014 :013

Femina:
Das ist ja wirklich ungeheuerlich!
Fehlte noch, daß er die Zahnstellung überprüft.
Das sind alles so Erlebnisse, die mit den Jahren das Zusammenleben mit einem Mann 
- oder den Wunsch danach - in den Hintergrund stellen. 
So als Summe der Erfahrungen, meine ich.
Dann legt man mit Sex verdientes Geld lieber für Dinge zurück, die man in der Freizeit schöner empfindet.
Kurze Wochenendreisen. Toll essen gehen. Ausgedehnte Wanderungen mit Freunden mit anschl. Picknick usw.
Fazit:
Man entwickelt mit der Zeit ein eigenes Gütesiegel, welches für den privaten Freizeit-Standard wichtig ist.
Ich weiß nicht, wie es den anderen SW so geht. Vielleicht ähnlich wie mir. 
 :002

Marc of Frankfurt:
Fortsetzungsstory:
Qualitätslabels

Hier die neuste Initiative, von gutmeinenden Aktivisten, die von der Prostitution keine Ahnung haben wie sie selbst eingestehen, aber glauben die Sexindustrie ordnen zu können mit einem neu erfundenem Qualitätslabel und einer mal eben neu aufgesetzten Internetseite:


www.fairTradeSex.org
Lausanne, Schweiz

Hier versuchen Männer, Computer-Nerds oder Paysexkunden(?) Regeln für die mehrheitlich weiblichen Sexworker aufzustellen und einen Qualitätsbildungs-Prozess von außen in die Sexwork Community und Prostitutionsbranche hineinzutragen (hegemonial, patriarchaler Paternalismus in der Verkleidung des Sozialunternehmer-Aktivisten).

Gutgläubig versuchen sie Qualitätsanforderungen zu definieren in dem naiven Glauben das würde 
- den Sexarbeiter_innen zu mehr Selbstbewußtsein verhelfen, 
- Arbeitsbedingungen verbessern
- organisierte Kriminalität verringern
- STD Ausbreitung verhindern.

Wer sich mit der komplexen sozio-politischen Materie der Prostitution und Prostitutionskontrolle nur etwas auskennt, wird erkennen, dass jede Form der Regulierung und Qualitäts-Lizensierung zur Falle werden kann insbesondere für sozial schwache Teilgruppen der Sexworker und zwar solange Sex, Partnerwechsel und Sex gegen Geld stigmatisiert sind und es so etwas wie den Sündenbockmechanismus gibt.

Daher empfehlen die international organisierten Sexworker und Menschenrechts-Advokaten die Entkriminalisierung nach dem Vorbild von New South Wales 1995 und Neuseeland 2003. Alle anderen Prostitutions-Regimente erzeugen immer auch eine nichtlegalisierte/kriminalisierte Subkultur z.B. von Drogengebrauchern, Geheimprostituierten oder Migranten...

Das Stigma kann nur aufgelöst werden, wenn die Initiative selbst von den Sexworkern in einem entkriminalisierten Setting ausgeht und Sexworker ermächtigt werden sich selbst zu organisieren und ihre Arbeit selbst sicher zu organisieren. 

Peer Education ist dabei eine wichtige Kernkomponente um Kolleg_innen für den Beruf und die Interessen-Selbstvertretung fit zu machen.

Nothing about us, without us.
Sex work is not a problem - we sex workers are part of the solution.


.

Marc of Frankfurt:
Anstelle von fragwürdigen von externen Fremden aufgesetzten Regeln im folgenden ein Beispiel was die Sexworker sich selbst erarbeitet haben:


&quot;Guide to Best Practice&quot;
(has been recently reviewed and updated)
PDF: www.scarletAlliance.org.au/library/bestpractise


Arbeitssicherheit / Occupational Health and Safety (OHS)
www.scarletalliance.org.au/issues/occ-health-safety/
