Forum:	Sexarbeit Lokal
Téma:	Lokalnachrichten: BONN
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Lina:
Durch Zufall habe ich im Internet beim recherchieren diesen für mich erschütternden Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 6. Sept. 2007 gefunden.
http://www.ksta.de/html/artikel/1187344900717.shtml
Während hier im Forum sich überwiegend SexarbeiterInnen bewegen und sich informieren, sich austauschen, wird mir immer mehr klar, dass z.B. über den im Zeitungs-Bericht geschriebenen Prsonenkreis kaum Zugang zu solchen Einrichtungen wie dieses Forum haben und sich vielfach auf sich ganz allein gestellt sind.
Hier wird für mich die Diskrepanz der verschiedenen Gruppen, die sich in der Sexarbeit aufhalten und von Sexarbeit leben, sehr deutlich.
Auf der einen Seite wirkt dieser Zeitungsbericht wie ein Hilferuf an die Gesellschaft, zum anderen ist mir auch klar, dass durch solche Berichte diejenigen bestärkt werden und ihnen Argumentation gegeben wird, sich gegen Prostitution auszusprechen und diese anzuprangern und zu stigmatisieren und wie schwer es Hilfseinrichtungen und Anlaufstellen für den im Zeitungsbericht erwähnten Personenkreis haben.
Gleichzeitig ist es ein Bericht wie viele andere, von denen heute in unserer Ellbogengesellschaft kaum noch jemand Kenntnis nimmt und nach überfliegen der Überschrift schnell zu anderen Themen wechselt.
Hier ist der Zeitungsbericht:
Bonn - Wohl kaum ein Freier, der auf dem Bonner Straßenstrich „Am Probsthof“ und der „Gerhard-Domagk-Straße“ die Dienstleistungen einer Prostituierten sucht, schert sich um die Lebenswirklichkeit der Frauen, die ja wesentlich durch ihren „Beruf“ bestimmt wird. Da wäre es hilfreich, sich die jüngsten Aussagen der „Mobilen Anlaufstelle Straßenstrich“ in Bonn anzuhören, die seit dem Jahre 2000 regelmäßig die medizinische, psychische und teilweise soziale Betreuung der auf den Straßen arbeitenden Prostituierten leistet.
Nüchterne Bilanz
In ihrem jüngsten Bericht an den Sozialausschuss des Bonner Rates zieht die Anlaufstelle eine ernüchternde Bilanz: Das Kontingent der in Bonn arbeitenden Huren wird immer unübersichtlicher, viele Prostituierte haben nicht einmal Zugang zu medizinischen Standardleistungen, und die Gewalt gegen die auf dem Strich tätigen Frauen ist „als kontinuierlich hoch einzustufen.“ Zudem weist die „MAS“ darauf hin, dass das Projekt der mobilen Anlaufstelle für den Straßenstrich bis heute nicht in eine Selbsthilfemaßnahme umzuwandeln war - die Gründung eines örtlichen „Hurenverbandes“ sei „nicht realisierbar“ gewesen. Den einstigen „Hausfrauenstrich“, der aus einem kleinen festen Stamm von Frauen bestand, gibt es nicht mehr.
Dass sich die Prostituierten in Bonn nicht zusammen finden, um ihre Interessen zu vertreten und zu verteidigen, liegt wohl auch an der steigenden Fluktuation in dem Gewerbe. Viele der Frauen, die ihr Geld auf der Straße verdienen, sind nicht sesshaft, das heißt, das sie nach Beobachtungen der Mitarbeiterinnen der Anlaufstelle sowohl die Städte oder auch den Arbeitsplatz in Bonn wechseln. Die Lebenssituation der Huren beschreibt die MAS als „sehr vielfältig“, womit gemeint ist, dass die Frauen nicht nur in Mietwohnungen, sondern ebenso im Hotel oder sonstigen Unterkünften untergekommen sind. Manch eine Prostituierte verfügt über gar keinen festen Wohnsitz.
Pflegeheime
Auch sei, wie die MAS konstatiert, der Anteil der „Frauen mit Migrationshintergrund“ angestiegen. Statistische Angaben dazu gibt es allerdings nicht.
Als weitere Auffälligkeit im Leben der Frauen des so genannten horizontalen Gewerbes erkennen die Mitarbeiterinnen vom MAS, dass jene Prostituierten, die gleichzeitig Mütter sind, ihren Kindern kaum ein ordentliches Zuhause bieten können. Oft lebt der Nachwuchs in Pflegeheimen oder wird vom Kindsvater oder den Eltern der Frau aufgezogen. Was die Motive der Prostitution angeht, so tun es die Frauen, um hinzu zu verdienen, um Schulden abzutragen, um sich Luxusartikel leisten zu können oder ihre Drogen zu finanzieren. Oft hat sie auch die schlimme Armut ihrer Heimatländer an die Bonner Sexfront getrieben. Außerdem vermerkt der MAS-Bericht: „Vielen Frauen ist gemein, dass sie einer glücklichen und gesunden Kindheit durch emotionale Deprivation, Missbrauch, Misshandlung und anderem beraubt wurden.“
Um sich dann in einem Arbeitsmilieu wiederzufinden, in dem Gewalt ein ständiger Begleiter ist: Schikaniert und tätlich angegriffen von einer gestörten männlichen Kundschaft, drangsaliert und gequält dort, wo sich die Zuhälter ihr Geld verschaffen wollen. „Ein Großteil der Frauen ist Opfer einer Gewalttat geworden, meist mehrfach. Viele Frauen sind nicht krankenversichert“, heißt es in dem Bericht.
Drogensüchtig
Freier, die den Straßenstrich frequentieren, müssen sich darüber im Klaren sein, dass der überwiegende Teil der hier tätigen Huren Drogen konsumiert, wozu die MAS-Verantwortlichen freilich auch Nikotin zählen. „Die Opiat abhängigen Frauen“, so berichten sie, „definieren sich in erster Linie nicht als Prostituierte. Sie werden von den professionellen Prostituierten geächtet (zum Beispiel wegen des Preisverfalls) und stehen nach den Migrantinnen auf der untersten Stufe der Hierarchie des Milieus.“ Das Wohnmobil der mobilen Anlaufstelle Straßenstrich steht jeweils einmal in der Woche am Donnerstag am Straßenstrich. Dort kümmern sich von 20 bis 24 Uhr zwei Mitarbeiterinnen um die bedürftigen Prostituierten. Neben der vielfältigen Beratung leisten sie auch „Schlichtung in Streitfragen.“

annainga:
Lina hat folgendes geschrieben:Während hier im Forum sich überwiegend SexarbeiterInnen bewegen und sich informieren, sich austauschen, wird mir immer mehr klar, dass z.B. über den im Zeitungs-Bericht geschriebenen Prsonenkreis kaum Zugang zu solchen Einrichtungen wie dieses Forum haben und sich vielfach auf sich ganz allein gestellt sind.
Hier wird für mich die Diskrepanz der verschiedenen Gruppen, die sich in der Sexarbeit aufhalten und von Sexarbeit leben, sehr deutlich.
hallo @lina
du hast ein problem erkannt, wenn man über prostitution spricht: es ist so unterschiedlich, dass man in vielen punkten einfach nicht von &quot;der prostitution&quot; sprechen kann. deswegen habe ich selbst den begriff &quot;sexarbeit&quot; übernommen, um mich und meine dienstleistung abzugrenzen. 
ich habe hier mal einen auszug aus dem &quot;Abschlussbericht im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes“ eingefügt:
&quot;Prostitution ist ein sehr heterogenes Feld, das in seiner Gesamtheit weder durch Gesetze reformierbar noch durch eine Untersuchung zu erfassen ist. Charakteristisch ist, dass dieser Bereich lange Zeit an den Grenzen der Gesellschaft und trotzdem in ihrer Mitte existierte und dass in der Praxis viel geduldet wurde, was rechtlich nicht gestattet war. So entstand ein „Milieu“, das nach eigenen Regeln funktionierte und eigene Traditionen und Gewohnheiten ausbildete. Dieses „Milieu“ deckt aber nicht das gesamte Untersuchungsfeld ab und ist in sich heterogen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Untersuchungsfeld Prostitution zu strukturieren. Hier wird zunächst nach den Kriterien Motivation und Selbstbild differenziert:
-Freiwillige Prostitution: Frauen und Männer, die reflektiert und aus eigener Motivation in diesem Bereich arbeiten
-Beschaffungsprostitution: Frauen und Männer, die in der Prostitution arbeiten, um sich das Geld für ihren Drogengebrauch zu verdienen
-Zwangsprostitution: Frauen (und Männer), die gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen oder unter ungewollten Bedingungen in der Prostitution festgehalten werden
Professionelle Prostituierte bzw. die in der Hurenbewegung organisierten „Sexarbeiter/innen“ sind neben anderen in der ersten Gruppe zu finden. Die zweite Gruppe, die überwiegend auf der Straße arbeitet, sieht die Prostitution ausschließlich als Mittel zum Gelderwerb und versteht sich selbst in der Regel nicht als Prostituierte. Die dritte Gruppe wird gezwungen und ausgebeutet und würde sich gegen diese Tätigkeit bzw. gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen entscheiden, wenn sie könnte. Der Begriff „Zwangsprostitution“ ist umstritten. „Zwangsprostitution gibt es nicht. Prostitution ist eine freiwillig erbrachte sexuelle Dienstleistung, die einen einvernehmlichen Vertrag zwischen erwachsenen Geschäftspartner/innen voraussetzt. Ohne dieses Einvernehmen handelt es sich nicht um Prostitution, sondern um erzwungene Sexualität und damit um sexualisierte Gewalt.“ 
liebe grüße von annainga

kaktus:
Annainga Du sprichst genau das Richtige aus!
&quot;Zwangsprostitution gibt es nicht. Prostitution ist eine freiwillig erbrachte sexuelle Dienstleistung, die einen einvernehmlichen Vertrag zwischen erwachsenen Geschäftspartner/innen voraussetzt. Ohne dieses Einvernehmen handelt es sich nicht um Prostitution, sondern um erzwungene Sexualität und damit um sexualisierte Gewalt.&quot; 
Da werden zwei grundsätzlich verschiedene Sachen vermischt.
Prostitution ist eine freiwillig erbrachte sexuelle Dienstleistung wie oben geschrieben aber alles Andere ist ein Verbrechen!Da ja Menschen..Frauen,Kinder,Männer.. zu sexuellen Handlungen gezwungen werden die sie nicht freiwillig machen.
Warum wird aber nur bei sexuellen Handlungen Alles in einen Topf geworfen?
Vor einiger Zeit kam es an die Öffentlichkeit, das ein großes österreichisches Unternehmen, Bauarbeiter aus Asien unter Sklavenartigen Bedingungen----Massenunterkunft, 1Euro Stundenlohn, keinerlei Anmeldung oder Versicherung-- beschäftig hatte und das ist kein Einzelfall.
Jetzt kann ich doch nicht das Baugewerbe verantwortlich machen! 
---Alle die am Bau arbeiten werden unterdrückt!, sie arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen!, Sie werden in Massenunterkünften zusammengepfercht., Wenn sie nicht ihre Arbeitsleistung erbringen werden sie geschlagen. Sie müssen auch ihren Arbeitslohn von 1 Euro/Stunde abliefern um die Reisekosten aus Asien zu bezahlen.-----
ALSO--Das Baugewerbe ist Sittewidrigund unterstützt kriminelle Handlungen wie Menschenhandel und Ausbeutung.--
 :017
LG Kaktus

Hansi:
Hallo
Mich hat auch der Bonner Straßenstrich dazu gebracht, das erste mal über das Gewerbe nachzudenken. 
Und zwar verlief mein Weg zur Arbeit mehrere Jahre da lang. Hauptsächlich habe ich mich da über die Freier geärgert, auf die man als Fahrradfahrer immer extra achten musste, da sie nicht nur ungewöhnlich (für Autos) langsam fahren, sondern auch unmotiviert anhalten und entweder selber von links oder durch die Dame von rechts den Radweg blockieren. :013 
Vor allem im Winter oder bei Regen ist mir dann aber auch aufgefallen, was das für ein bescheidener Job sein muß, da an der Straße zu stehen. (Als Radfahrer hat man ja auch seine Erfahrungen mit dem Wetter. :012 )
(Von den drogenabhängigen(?) Frauen, die z.T. auch bei gutem Wetter eher mittleiderregend als sexy aussahen, ganz zu schweigen.)
Ansonsten muß ich Lina Recht geben. Diese Frauen sind und werden hier im Forum nicht vertreten sein. 
@annainga: 
In welche Kategorie würdest Du denn SW packen, die das Geld brauchen und keine andere Möglichkeit haben das benötigte Geld zu verdienen?
Gruß, Andreas

kaktus:
Hallo Andreas,
Du hast zwar Annainga die Frage gestellt:&quot;In welche Kategorie würdest Du denn SW packen, die das Geld brauchen und keine andere Möglichkeit haben das benötigte Geld zu verdienen?&quot;
darf ich meine Meinung dazu sagen?
Wenn es diese Frauen aus eigenen Willen machen und alle Arten von sozialer Hilfestellung ablehnen, würde ich sie auch unter SW einreihen und unterstützen.
Sie werden ja von niemanden, außer ihren wirtschaftlichen Verhältnissen, dazu gezwungen sexuelle Handlungen gegen Geld anzubieten.
Sie könnten auch soziale Dienste , Kirchliche Angebote (na ja???) annehmen oder auch betteln gehen.
Es ist eine freie Entscheidung darum würde ich sie als SW einstufen.
LG Kaktus

Hansi:
@kaktus:
Na klar bin ich auch an Deiner Meinung interessiert!
Und natürlich an der aller anderen.
Gruß, Andreas

annainga:
Hansi hat folgendes geschrieben: In welche Kategorie würdest Du denn SW packen, die das Geld brauchen und keine andere Möglichkeit haben das benötigte Geld zu verdienen?
in die erste kategorie. einen anderen beweggrund in die sexarbeit einzusteigen als geld habe ich in vernachlässigbar geringem ausmaß kennengelernt. 
von den fast 100 sexarbeiterinnen, mit denen ich persönlich zusammengearbeitet habe, gab es 2, die die sexarbeit ergriffen haben, weil sie sich darin selbst verwirklichen können und sexarbeiterin als ihren traumberuf bezeichnen.
die restlichen frauen waren verschuldet, deren partner waren verschuldet, sie hatten keine ausbildung oder nur eine, in einem beruf, der zum leben nicht genug einnahmen bringt. einige würde ich als zu bequem und motivationslos bezeichnen, um sich einen anderen beruf zu suchen.
liebe grüße von annainga

Hansi:
@annainga:
Danke für die klare Antwort. :023 
Gruß, Andreas

Marc of Frankfurt:
Campus
&quot;Skandal im Sperrbezirk&quot;
Eine sofortige &quot;Verlegung des Straßenstrichs&quot; in ein anderes Stadtgebiet fordern die Uni Bonn sowie weitere Anrainer der Gerhard-Domagk-Straße und Umgebung. Die Stadtverwaltung sieht jedoch &quot;keine Möglichkeit für eine Verlagerung&quot;.
Bonn. (HD) In Deutschland ist Prostitution grundsätzlich erlaubt; lediglich zum Schutz der Jugend oder des öffentlichen Anstandes dürfen die Behörden die Ausübung der Prostitution in bestimmten Gebieten durch Rechtsverordnung verbieten, d. h. einen Sperrbezirk festlegen.
Die Sperrbezirksverordnung für Bonn vom August 2006 weißt zwar die Ennemoserstraße, die ehemalige Spessartstraße und von 6 bis 20 Uhr auch das Straßenstück Am Propsthof bis Auf dem Hügel als prostitutionsfreie Zone aus, schließt jedoch doch die Gerhard-Domagk-Straße und die Straße Am Dickobskreuz nicht mit ein.
Nachdem sich im Umfeld der Endenicher Uni-Institute Fälle von Belästigung von Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufen, wurde der Wunsch nach einer Erweiterung des Sperrbezirks an die Stadt herangetragen. Bis zu 2.500 Universitätsangehörige halten sich täglich auf dem Campus Endenich auf; auf dem Weg zu den Instituten begegnet man zwangsläufig den Prostituierten, ihren Kunden und Zuhältern. In erster Linie sind es die Freier, die sich unangemessen verhalten, gegen die aber rechtlich gesehen am schwierigsten vorzugehen ist.
Die Verwaltung hat daraufhin das gesamte Stadtgebiet nach vorgegebenen Kriterien untersucht und in einem Brief an die Ratsfraktionen sieht die Stadtverwaltung &quot;nach Wertung der Gesamtumstände letztendlich keine Möglichkeit für eine Verlagerung der Straßenprostitution&quot;. Der Strich soll nach Meinung der Stadtverwaltung dort bleiben, wo er derzeit angesiedelt ist. Auch die Tauglichkeit von so genannten Verrichtungsgeländen und &quot;Verrichtungsboxen&quot; hat die Verwaltung geprüft. Hier steht zum einen kein unbebautes städtisches Grundstück zur Verfügung und zum anderen lassen sich diese Einrichtungen derzeit aus dem städtischen Haushalt nicht finanzieren.
In einem Brief an die Fraktionen weist Stadtdirektor Dr. Volker Kregel als Ordnungsdezernent auf die engmaschigen Kontrollen durch den Stadtordnungsdienst hin. Die Zahl der Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Sperrbezirksverletzungen habe dadurch erheblich zugenommen. Gemeinsam mit der Polizei werde der Überprüfungsdruck auch noch einmal
erhöht.
Die Universität hat angesichts der verschärften Lage die Parkplätze der Chemischen Institute mit Schranken versehen, die abends und am Wochenende geschlossen werden.
(09.06.2008)
bonnaparte.de/story.php3?articleid=10074

Marc of Frankfurt:
Prostituierte belästigt Studenten
ERSTELLT 04.07.08, 18:08h
Die nächste Runde ist eingeläutet: Die Beschwerden gegen den Strich an der Gerhard-Domagk-Straße haben neues Futter bekommen. Eine Prostituierte hat Studenten belästigt. Die Geschäftsleute gehen auf die Barikaden.

Bonn - Der Ärger um den Straßenstrich geht weiter. Während Betroffene neue unschöne Vorfälle an der Gerhard-Domagk-Straße schildern, richten Geschäftsleute und Anlieger schwere Vorwürfe an die Stadt Bonn. Vor einer Woche habe eine Prostituierte in der Cafeteria des chemischen Instituts Studenten belästigt, ihnen in die Haare gefasst und randaliert, berichtete eine Vertreterin gestern. Immer wieder würden Instituts-Toiletten von den „Damen“ benutzt, teilweise blieben nach deren Drogenkonsum Blutflecken zurück. Der Uni-Wachdienst ertappte dieser Tage einen Exhibitionisten hinter dem Instituts-Parkplatz.

Situation ist eine andere
Weil die Situation in keiner Weise mehr mit der vor zehn Jahren zu vergleichen sei, gehen die Geschäftsleute auf die Barrikaden und werfen der Stadt vor, die Öffentlichkeit bewusst unwahr zu informieren, zu verharmlosen und gegen Beschwerdeführer Stimmung zu machen. Die Anlieger verlangen ultimativ eine sofortige Richtigstellung der Aussagen, wonach relativ wenige Menschen durch den Straßenstrich betroffen seien, ansonsten würden sie die Kommunalaufsicht einschalten. Im Gegensatz zu den städtischen Angaben sei die Wahrheit: Durch das Uni-Institut, die T-Systems und 8000 Quadratmeter Gewerbeflächen mit zahlreichen Kunden seien rund 6500 Menschen immer stärker von den Auswüchsen der Prostitution betroffen. Seit Änderung des Sperrbezirks vor zwei Jahren sei der Straßenstrich tagsüber von früher 1,5 Kilometern Länge nun auf 300 Meter vor dem Chemie-Institut konzentriert worden. Gleichzeitig stünden bei gutem Wetter bis zu 30 Prostituierte auf diesem kurzen Teilstück, früher seien es insgesamt gerade mal fünf Frauen des horizontalen Gewerbes gewesen.
„Beide Faktoren zusammen führen zur Explosion“, sagte ein Anlieger. „Wir wehren uns einfach dagegen, dass die Stadt eine Parallele zwischen damaligen und heutigen Verhältnissen zieht.“
Dabei sei es eine Frechheit zu behaupten „das war schon immer so“. Hinzu komme das Argument des Jugendschutzes, laut Stadt das Knock-out-Kriterium für den Straßenstrich. Betrachte man die nahe gelegene Eichendorff-Schule, die im Uni-Institut arbeitenden unter 18-Jährigen und den THW-Jugendtreff am Dickobskreuz, seien auch viele Minderjährige betroffen - und sei es auf ihrem täglichen Weg zur Stadtbahn-Haltestelle. Der Anwalt der Anlieger stellt sogar die Frage, ob die Stadt sich mit der Duldung der jugendgefährdenden Prostitution nicht strafbar mache. Dies umso mehr, seit der Uni-Wachdienst den Instituts-Parkplatz kontrolliert, so dass Huren und ihre Freier häufiger in das „Wäldchen“ neben der Eichendorff-Schule ausweichen. Die Betroffenen bestätigen, dass es verstärkte Kontrollen gebe.
Dass Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann aber eine Studentin, die zu ihrer Bürgersprechstunde wollte, nicht empfing, sorgt für einhellige Empörung. Die junge Frau wollte der OB die Situation schildern. Nachdem sie einen Tag vor dem Termin die Absage erhalten hatte, fühlt sie sich regelrecht &quot;abgewimmelt&quot;. 
(red)
http://www.ksta.de/html/artikel/1214566265439.shtml

Hanna:
Wir lernen auch hier wieder: die Konzentration der Prostitution führt zu unangenehmen Begleiterscheinungen und schadet dem Image der Sexarbeit!
danke fürs Einstellen dieses &quot;Lehrstücks&quot;, Marc!

Marc of Frankfurt:
Studentinnen und solide Bürger demonstrieren wie beim CSD in Dräg und Hurenchic
gegen den Straßenstrich in Uninähe.

Express Bonn - Mit Video!
Chemie-Studis sauer auf Huren
Von JAN GERULL
Greller Protest in der City: Leicht bekleidete Studentinnen demonstrieren gegen den Bonner Straßenstrich. Sie werfen der Stadt vor, nichts gegen das Treiben an der Gerhard-Domagk-Straße zu tun. Ihre Wut ist verständlich: Einige von ihnen wurden schon von Freiern angesprochen, „ob sie nicht Lust hätten.“ 
[Als wenn das so schlimm wäre. Da sagt man laut und standfest &quot;Nein&quot; und geht weiter seinem Studium nach. Oder? Anstatt eines Prostitutionsverbotes könnten Uni und Stadt hier Selbstschutzkurse und Selbstverteidigungskurse für Frauen anbieten. Oder? Anm.]
Bei schönem Wetter im Sommer sei es am schlimmsten. Dann herrsche auf dem 300 Meter langen Straßenstrich Hochkonjunktur, erzählten die genervten Studenten. Bis zu 30 Damen bieten dann den Freiern ihre Liebesdienste an.
Den Anwohner ist das älteste Gewerbe der Welt direkt vor ihrer Tür ein Dorn im Auge. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Besucher des Chemischen Instituts dar.
Was genau vor den Toren der Uni-Einrichtung abläuft, darauf machten am Mittwoch 20 grell geschminkte Studentinnen im „Huren-Outfit“ aufmerksam.
[Anti-Prostiutions-Demos können leicht zur Drag-Show ausarten ;-)) Anm.]
„Jacqueline“ (25), die sich an der Demo am Markt beteiligte: „Prostituierte pöbeln uns an, weil sie glauben, wir würden ihnen ihr Revier streitig machen. Ich überlege morgens genau, was ich anziehe, damit ich nicht von Freiern angesprochen werde.“ Überdies patroulliere ein Wachdienst auf dem Gelände.
[Zickenstreit ist evt. noch unangenehmer als pöbelnde Freier. Oder? 
Aber evt. liegt das ganze Problem darin, daß die Bürgerlichen nicht ständig mit der Idee der StudenInnensexarbeiterInnen konfrontiert werden wollen. Gibt ja darüber inzwischen schon genug Literatur, muß ja nicht noch vor der Haustür sein? Anm.]
Dass die Studentin dem EXPRESS nicht ihren richtigen Namen sagen will und sich „Jacqueline“ nennt, zeigt, wie groß die Angst vor Racheakten aus dem Milieu ist.
[Da ist man mal eben für ne Demo in die Uniform der Sexarbeit geschlüpft und schon hat man/frau die ganze Prostitutionsproblematik und die berufsspezifischen Selbstschutztrix erlernt. Anm.]
Das Chemische Institut zählt zu den besten in ganz Deutschland. Um so peinlicher, dass vor der Haustür der Elite-Forscher teilweise in aller Öffentlichkeit Geschlechtsverkehr ausgeübt wird – und Huren auf den Toiletten des Uni-Gebäudes Heroin drücken.
[Dagegen helfen blaue Neonröhren. Anm.]
Jacqueline: „Wir haben den Chemie-Nobelpreisträger Gerhard Ertl eingeladen. Ihn wollten wir wegen der Zustände aber nicht ins Institut kommen lassen. Er musste in ein Gebäude der Physik ausweichen.“
[Als wenn ein Nobelpreisträger, der ja so vieles verstanden hat, nicht auch die Sexarbeit verstehen würde. Scheinheilige Doppelmoral. Anm.]
Scharf kritisieren die Chemikerinnen die Stadt, die nichts unternommen habe. Stadtsprecherin Elke Palm erwidert: „Wir haben 16 Alternativ-Plätze untersucht. Es gibt keinen anderen Ort, an dem die Probleme nicht auftreten würden.“
Die Verwaltung prüfe, ob sich die Aktivitäten tagsüber verbieten lassen. Diesem Vorhaben müsste allerdings die Bezirksregierung zustimmen.
Schaut euch HIER auch das Video vom Studi-Protest an! 
Original mit Video-Clip:
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1217934489219.html


.

Marc of Frankfurt:
Bonner Straßenstrich
Offen 20.00-06.00 Uhr
ERSTELLT 08.08.08, 11:12h
Die Oberbürgermeisterin möchte bei der Bezirksregierung durchsetzten, den Straßenstrich tagsüber verbieten zu lassen. Die Sperrbezirksverordnung soll geändert werden und Prostitution erst ab 20 Uhr erlaubt sein.
[Bild]
Preisverhandlungen am Straßenstrich. BILD: ARCHIV
Bonner Straßenstrich REPRO: KROBATH

Bonn - Vorgestern noch hatten Studenten der Fachschaft Chemie vor dem Dienstsitz der Oberbürgermeisterin, dem Alten Rathaus, als Prostituierte verkleidet demonstriert. Der Straßenstrich müsse weg aus dem Gebiet der Gerhard-Domagk-Straße, wo das Institut für Anorganische Chemie seinen Sitz hat.
Gestern dann kündigte Bärbel Dieckmann an, den Straßenstrich in der Domagk-Straße tagsüber durch die Kölner Bezirksregierung verbieten lassen zu wollen. „Angesichts der Entwicklung und der anhaltenden Debatte erwartet Frau Dieckmann von Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, dass die Bezirksregierung ihre bisherige ablehnende Haltung dazu aufgibt“, stellte es gestern das städtische Presseamt dar. Würde die Bezirksregierung mitspielen - sie hat nämlich das entscheidende Wort - , „könnte die Sperrbezirksverordnung geändert und Prostitution an der heutigen Stelle erst ab 20 Uhr erlaubt werden“, so das Presseamt weiter. „Damit könnte die Lage für Studierende und Beschäftigte der Universitätsinstitute und Unternehmen an der Domagk-Straße deutlich entspannt werden“, zitierte das Presseamt die OB.
[Sperrbezirksverordnung (Straftatbestand (§ 184d StGB) der verbotenen Prostitution, also der Zuwiderhandlung gegen eine auf Grundlage von Art. 297 EGStGB erlassene Sperrbezirksverordnung) ist immer eine räumlich-und-zeitliche Einschränkung. Die Prostitution fällt heute wie jede andere auf Dauer angelegte Tätigkeit zur
Schaffung und Erhaltung einer Lebensgrundlage unter die Garantie des Art. 12 Abs. 1 des Grundgesetzes&quot; (BMFSFJ 2007:9). Anm.]
Die Studenten hatten aber vorgestern noch erklärt, für sie käme nur eine komplette Verlagerung des Straßenstrichs infrage. Die Stadt erklärte, bisher habe die Bezirksregierung stets erklärt, sie würde neuen Sperrbezirksgrenzen nur dann zustimmen, wenn Straßenprostitution in Bonn auch tagsüber zugelassen würde, verdeutlichte Stadtsprecher Friedel Frechen den Dissens zwischen Stadt und Bezirksregierung. „Uns als Stadt würde es reichen, wenn wir tagsüber die Straßenprostitution verbieten könnten.“

Diskussion
Das aber reicht auch den anderen Anliegern, vor allem den Betrieben und der T-Systems, wie diese in den vergangenen Wochen immer wieder betont hatten. Gleichzeitig wiederholte die OB gestern ihre Aufforderung an „alle in Politik und Bürgerschaft an der Diskussion Beteiligten, geeignete andere Standorte zu benennen“. Diese Bitte habe sie bereits vor einem Vierteljahr geäußert, aber niemand habe sich in der Lage gesehen, andere Flächen zu benennen. Die Stadtverwaltung habe dagegen 16 Standorte nach einem klaren Kriterienkatalog untersucht. Alle schieden aber als Alternativen aus. Wer nun eine andere Straße wolle, solle diese benennen und sich dazu auch öffentlich bekennen, so Dieckmann weiter. Man mache es sich zu einfach, wenn man sich aufs Neinsagen beschränke und der Verwaltung vorhalte, keine Alternativen zu benennen. Niemand könne die Augen davor verschließen, dass Straßenprostitution ein Dauerproblem der Gesellschaft sei. Dieses Problem löse sich nicht durch noch so phantasievolle Proteste, spielte die OB auf die Demonstration der Studentinnen an. (val)
http://www.ksta.de/html/artikel/1217410448521.shtml


.

Marc of Frankfurt:
Tagsüber keine Prostitution
Erstellt 15.08.08, 12:02h
Alle sind sich einig: Prostitution im Bonner Westen ist ab dem 1. September offiziel verboten. Mit dieser Übergangslösung reagierten die Politiker auf die Beschwerden von Anwohner, Studentinnenn und ansässigen Firmen.

Bonner Straßenstrich 
REPRO: KROBATH

Bonn - Ab 1. September ist die Straßenprostitution in einem Gewerbegebiet im Bonner Westen tagsüber verboten. Darauf haben sich Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei und des Kölner Regierungspräsidiums geeignet. Damit reagiere man kurzfristig auf die Beschwerden der Anlieger, Firmen und Institutionen, teilte die Stadt mit. Ordnungsamt und Polizei werden die Einhaltung der neuen Sperrgebietsverordnung überwachen. Seit Monaten beklagen sich vor allem weibliche Besucher und Beschäftigte der Universitätsinstitute und Unternehmen entlang des Straßenstrichs über Belästigungen durch Freier. Auch tagsüber nutzten viele Prostituierte die Firmenparkplätze, um ihrem Gewerbe nachzugehen. Dagegen hatten Anfang des Monats als Prostituierte verkleidete Studentinnen vor dem Bonner Rathaus demonstriert.
&quot;Die neue Regelung kann nur eine Übergangslösung sein. Wir sind uns einig, dass auf längere Sicht nur ein anderer Standort in Frage kommen kann&quot;, sagte der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar. An seinem bisherigen Standort ist der Straßenstrich seit 40 Jahren zu Hause. Bis auf weiteres dürfen dort die Frauen ihre Dienste erst ab 20.00 Uhr anbieten. Die Bonner Stadtverwaltung hat inzwischen 16 alternative Standorte für den Bonner Straßenstrich untersucht und keinen als geeignet befunden. Die anhaltende öffentliche Debatte habe bereits zu einer &quot;neuen Form des Straßenstrich-Tourismus&quot; geführt, beklagte Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD). Inzwischen würden private &quot;Besichtigungsfahrten&quot; durch die einschlägigen Straßen veranstaltet. (ddp) 
http://www.ksta.de/html/artikel/1218751273392.shtml


.

Marc of Frankfurt:
Straßenstrich
Verrichtungsboxen sollen's richten
Erstellt 16.08.08, 09:06h
Die Verwaltung muss nun auf die Suche ach einem geeigneten Standort suchen. Der Bürgerbund schlug die Immenburgstraße vor dem Eros-Center vor - inklusive einer stationären Sozialbetreuung der Prostituierten.
In Köln wurden so genannte Verrichtungsboxen aufgestellt, um den Straßenstrich zu verlagern. BILD: ARCHIV

Bonn - Vom 1. September an wird die Gerhard-Domagk-Straße tagsüber zum Sperrbezirk erklärt. Und nicht nur das: Der seit 1968 in dem dortigen Gebiet bestehende Straßenstrich soll ganz verlegt werden. Das teilten die Stadt Bonn und die Bezirksregierung Köln in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Damit reagieren die Behörden auf die jahrelangen Beschwerden der dortigen Anlieger, Firmen und Institute der Universität.
Vor allem in den vergangenen Monaten hatten die Anlieger massiv gegen die ihrer Meinung nach unhaltbaren Zustände auf dem Straßenstrich protestiert und dessen völlige Verlagerung gefordert. Mit ihrer Forderung scheinen sie nun Erfolg zu haben. Stadt und Polizei werden die Einhaltung der neuen Regelung überwachen, hieß es nach einem gemeinsamen Gespräch von Bezirksregierung Köln, Stadt Bonn und der Bonner Polizei.
In den vergangenen Monaten hatte die Verwaltung zwölf alternative Standorte im Stadtgebiet gesucht, keiner aber hatte sich aus ihrer Sicht als geeignet erwiesen. Am Donnerstagmorgen noch hatte SPD-Fraktionschef Wilfried Klein erklärt, dass er einer Verlagerung des Straßenstrichs keine Chancen einräumt: „Andere Standorte sind geprüft und kommen nicht in Frage. Das sollte nun endlich akzeptiert werden“, hatte Klein betont - bis dann am späten Nachmittag überraschenderweise in der städtischen Pressemitteilung zu lesen war: „Die Gesprächspartner waren sich aber einig, dass es zu einer Verlagerung des Bonner Straßenstrichs aus dem jetzigen Bereich an einen geeigneten Standort kommen muss.“ Alle bisher diskutierten Standorte seien aus Sicht der Stadt jedoch nicht optimal, weshalb die Suche fortgesetzt werde.
Und Regierungspräsident Hans Peter Lindlar fügte hinzu: „Die neue Regelung für die Domagk-Straße kann nur eine Übergangsregelung sein. Wir sind uns einig, dass auf längere Sicht nur ein anderer Standort in Frage kommen kann. Köln hat in der Vergangenheit eine ähnliche Situation sehr gut gelöst. Ich bin mir sicher, dass dies auch in Bonn gelingen kann.“
Mit dieser Lösung spielt Lindlar auf die so genannten Verrichtungsboxen an, wie sie auch schon die Bonner Grünen, die FDP, der Bonner Bürger Bund (BBB) und Barbara Ingenkamp, ehemals SPD, gefordert hatten - bislang ohne Erfolg, da CDU und SPD nicht für den Antrag im Rat gestimmt hatten.
Die Verwaltung muss nun wieder auf die Suche nach einem neuen Standort gehen. Offiziell wollte die Stadt nur so viel sagen: „Ab 1. September ist die Straßenprostitution nur noch von 20 bis 6 Uhr erlaubt“, so Elke Palm vom Presseamt. Und zwar Am Propsthof von der Straße Auf dem Hügel bis zum Kreisel an der Siemensstraße und in der Domagk-Straße vom Propsthof bis zur Autobahn. Laut Palm wird die Suche nach einem neuen Standort Monate dauern. Wie die Lösung aussehen wird, entscheidet die Politik.
Am kommenden Donnerstag ist der Sozialausschuss das erste Gremium, das sich mit der neuen Situation befasst. „Dass die Oberbürgermeisterin jetzt reagiert hat“, verbuchte CDU-Sozialpolitikerin Ingeborg Cziudaj als Erfolg der protestierenden Anlieger und ihrer eigenen Fraktion. Diese hatte Anfang Juni per Antrag für den Sozialausschuss gefordert: „Die Verwaltung wird aufgefordert, für die Straßenprostitution eine neuen Ort zu suchen.“ Wie die Lösung genau aussehen soll, darüber sagt die CDU nichts. Nur: „Die OB ist nach wie vor gefordert, dem Sozialausschuss einen geeigneten Standort vorzuschlagen.“
Der BBB schlug als Standort für die Verrichtungsboxen die Immenburgstraße vor dem Eros-Center vor - inklusive einer stationären Sozialbetreuung der Prostituierten, was auch den Grünen ein wichtiges Anliegen ist, wie Sprecherin Doro Paß-Weingartz sagte. Achim Kansy, FDP: „Der neue Standort soll ein Minimum an Beeinträchtigungen für die Bürger mit einem Maximum an Sicherheit für die dort tätigen Frauen verbinden.“ 
(val)
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660376504.shtml


Mythos und Wahrheit über sog. Verrichtungsboxen 
besser: Safer-Love-Spaces:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=10162#10162


.

nina777:
Tagsüber keine Prostitution mehr in der Gerhard-Domagk-
Ab heute ist die Gerhard-Domagk-Straße auch tagsüber zum Sperrbezirk erklärt worden. Mit dieser Maßnahme reagiert die Bezirksregierung Köln kurzfristig auf die Beschwerden der dortigen Anlieger, Firmen und Institutionen. Stadt und Polizei kündigten an, die Einhaltung der neuen Regelung zu überwachen.
 

Die Einrichtung des Sperrbezirks ist das Ergebnis eines gemeinsamen Gespräches der Bonner Stadtverwaltung und Polizei mit der Bezirksregierung Köln vom 14. August. Als Übergangslösung schlug Oberbürgermeisterin Dieckmann diese Maßnahme vor. Die Gesprächspartner sind sich nach eigenen Angaben einig, dass es in Zukunft zu einer Verlagerung des Bonner Straßenstrichs aus dem jetzigen Bereich an einen geeigneten Standort kommen muss. Alle bisher diskutierten alternativen Standorte sind aus Sicht der Stadt jedoch nicht optimal. Die Suche nach einer für alle Betroffenen akzeptablen Örtlichkeit werde deshalb fortgesetzt.
Regierungspräsident Hans Peter Lindlar vertrat nach dem Gespräch die Ansicht, dass die neue Regelung für die Gerhard-Domagk-Straße nur eine Übergangsregelung sein kann. Stadt, Polizei und Bezirksregierung seien sich einig, dass auf längere Sicht nur ein anderer Standort in Frage kommen kann. &quot;Die Stadt Köln hat in der Vergangenheit eine ähnliche Situation sehr gut gelöst. Ich bin mir sicher, dass dies auch in Bonn gelingen kann&quot;, so Lindlar.
http://www.citygator.de/bonn/leben_....chten/meldung.php?id=3791

nina777:
Wieder Klagen über den Straßenstrich
Nicht alle Frauen halten sich an die Nachtzeiten
Endenich. (val) Die Straßenprostitution ist in Bonn seit dem 1. September tagsüber verboten - doch nicht alle Frauen und Freier scheinen sich in dem Gebiet Gerhard-Domagk-Straße/Am Propsthof daran zu halten: &quot;Unser Wachdienst hat am Sonntag zwischen 13 und 16.15 Uhr festgestellt, dass Prostituierte ihre Dienste anbieten&quot;, beklagte sich ein Vertreter der Chemischen Institute der Uni Bonn in der Domagk-Straße.
Der Wachdienst beobachtete Frauen nicht nur dort, sondern auch am Dickobskreuz und am Tierheim. Informationen des GA, wonach der Parkplatz an der ehemaligen Biskuithalle von Freiern und Prostituierten als Verrichtungsgelände genutzt wird, konnte der Vertreter der Uni ebenfalls bestätigen.
Das Ordnungsamt hat angekündigt, &quot;auch weitergehende Kontrollen an den Wochenenden einzuplanen&quot;. Nach Angaben des Amts halten sich die Frauen &quot;überwiegend an die Regelung&quot;.
Wie berichtet, hatte die Stadt nach massiven Anwohnerbeschwerden die Prostitution tagsüber verboten. Die Stadt muss aber auf Anordnung der Bezirksregierung bis
April ein Gelände anbieten, auf dem auch tagsüber Straßenprostitution möglich ist.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=508806

moritz:
Als Bonner möchte ich mich dann auch hier mal äußern. Seit geraumer Zeit beobachten wir die Medien zum oben genannten Thema. Leider zeigt sich auch in diesem Fall, dass Bonner Sozialpolitik häufig eine Politik der Verdrängung ist (Eine selbstverliebte Stadt putzt sich heraus, der Rest fliegt raus).
Es gibt durchaus konstruktive Beispiele, wie die Geestemünder in Köln und es gab auch die passenden Angebote der VFG. Leider hat die Stadt aber auch hier nichts außer Illegalisierung und Verdrängung provozieren können, ähnlich wie bei der Sauferei im Bonner Loch- Frei nach dem Motto: Was mir nicht passt gehört verboten.

nina777:
Sicherheit ist Prostituierten wichtiger als Duschen
Stadt sucht Gespräch mit Frauen und Lösung für Standort, an dem Straßenstrich auch tagsüber möglich ist
Von Frank Vallender
Bonn. Gut gemeinte Beschlüsse der Sozialpolitik müssen nicht immer im Sinne der Zielgruppe, in diesem Falle der Prostituierten sein: Weil nach Ansicht der Politiker die hygienischen Zustände auf dem Straßenstrich an der Gerhard-Domagk-Straße/Am Propsthof unhaltbar sind, beauftragten sie im August die Verwaltung zu prüfen, ob sich die Situation mit einem Container mit Toiletten und Dusche verbessern lasse.
&quot;Doch die Prostituierten wollen das gar nicht&quot;, sagte Sozialdezernentin Angelika Maria Wahrheit im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Die Frauen hätten seit September, als die Prostitution auf die Nachtzeiten beschränkt wurde, ganz andere Probleme: beispielsweise Einnahmeverluste wegen des fehlenden Tagesgeschäfts oder aber auch Schwierigkeiten, eine Betreuung für ihre Kinder zu finden. Deshalb hat die Stadt nun lediglich eine Toilette in der Domagk-Straße aufgestellt, denn Anlieger hatten sich gerade darüber beschwert, dass die Prostituierten ihre Notdurft in den Vorgärten verrichteten.
Auch einem anderen Vorschlag der Politik stehen die Frauen - darunter einheimische, nicht selten drogenabhängige und osteuropäische Frauen - eher unentschieden gegenüber: den so genannten Verrichtungsboxen, wie es die Fraktionen von FDP, Grünen, Bürger Bund und die Ex-Sozialdemokratin Barbara Ingenkamp wünschen. &quot;Wichtig ist den Frauen vor allem, dass sie ihre Dienste an einem sicheren Ort anbieten können&quot;, wie der letztlich aussieht, sei laut Wahrheit noch völlig offen. Wert legten die Frauen zweitens auf die gute Erreichbarkeit des Straßenstrichs, am besten mit Bus und Bahn.
Ein Anliegen ist der Politik und der Dezernentin auch die Sozialberatung, die nicht zuletzt den Ausstieg der Frauen aus dem Milieu zum Ziel hat. &quot;Wir prüfen, ob wir die bisherige Beratung, die einmal die Woche abends stattfindet, eventuell zwei Mal anbieten.&quot;
Da die Stadt auf Aufforderung des Regierungspräsidenten bis spätestens April nächsten Jahres einen neuen Standort gefunden haben muss, an dem Prostitution auch tagsüber möglich ist, schaut sich Wahrheit um, wie andere Städte mit dem Phänomen Straßenprostitution umgehen.
Die Dortmunder Lösung gehe unter anderem wegen der zu hohen Kosten nicht, Oberhausen hingegen habe eine &quot;kostenlose&quot; Variante: &quot;Diese Stadt hat offiziell gar keinen Straßenstrich&quot;, sagte Wahrheit.
Dennoch aber gebe es dort eine Szene, die unkontrolliert agiere und eine höhere Gewaltgefahr für die Frauen darstelle als bei einer von Stadt und Polizei kontrollierten Straßenprostitution. Sei der Ort des Straßenstrichs hingegen bekannt, böten sich die Frauen auch untereinander Schutz.
Wie weit die Suche nach Alternativstandorten zur Domagk-Straße/Am Propsthof gediehen sei, dazu mochte Wahrheit nichts sagen: &quot;Ich will keine öffentliche Diskussion über die Standorte.&quot;
Die Prüfung laufe. Auf der Suche nach Ort und Art des Strichs steht sie auch im Kontakt mit der Polizei. &quot;Ich bin in beiderlei Hinsicht noch nicht festgelegt&quot;, sagte Wahrheit, die sich weiter in anderen Städten und nach deren Lösungen umschauen will.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=510676

nina777:
12.12.2008
Bonn - Verunsicherte Kunden
Straßenstrich auf dem Kundenparkplatz
Von MARION STEEGER 
Er hat ein Elektro-Fachgeschäft an der Siemensstraße. Plus Kundenparkplatz. Und auf dem tummeln sich neuerdings Prostituierte. Breidenbach: „Mit Einbruch der Dämmerung ist unser Parkplatz mittlerweile der neue Standort. Unsere Kunden sind verunsichert, wir ärgern uns.“
Hintergrund: Vorher waren Freier und Huren vor 20 Uhr auf den Parkplatz an der Biskuithalle ausgewichen. Bis die Besitzer dort die Nase voll hatten und den Platz mit einer Kette sperrten. So kam es zum „Umzug“.
Bei der Stadt weiß man von den Problemen außerhalb des offiziellen Sperrbezirks. Aber: „Prostitution ist dort nicht illegal“, erklärt Elke Palm vom Presseamt. „Für die Anbahnungsgeschäfte gibt es kein Verbot. Die Siemensstraße ist durch den Sperrbezirk nicht geschützt.“
Für Geschäftsmann Breidenbach gebe es nur eine Möglichkeit: selbst die Prostituierten von seinem Parkplatz fernzuhalten.
Wie es auch schon die Uni Bonn aufwändig betrieben hat: Mit Sicherheitsdienst hält sie die Damen vom Straßenstrich von ihrem Parkplatz am chemischen Institut auf Distanz.
Die Stadt beobachte die Verlagerung des Straßenstrichs, erklärt Elke Palm. „Wir können aber erst etwas tun, wenn zum Beispiel der Jugenschutz gefährdet ist.“
Problem Bonner Straßenstrich. Die Bezirksregierung Köln hat der Stadt eine Frist bis April 2009 gesetzt. Dann soll ein neuer Platz für die Huren angeboten werden. Die Stadt hat in den letzten Monaten 16 Alternativ-Standorte zum Bonner Norden geprüft – doch keiner konnte die nötigen Kriterien erfüllen
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1225960008877.html

nina777:
13.3.2009
Bonn: Zwischenbericht zur Straßenprostitution im Ausschuss für Soziales
(Bonner Wirtschaftsblog) Bonn - Die derzeitige Sperrbezirksverordnung (tagsüber Verbote im Bereich Propsthof und Gerhard-Domagk-Straße) soll bis Ende des Jahres verlängert werden. Dafür will sich die Stadtverwaltung Bonn bei der Bezirksregierung Köln einsetzen. Außerdem hat die Stadt die Situation am jetzigen Straßenstrich verbessert.
Die bei der Stadtverwaltung eingesetzte Arbeitsgruppe hat Alternativen zur derzeitigen Situation der Straßenprostitution in Bonn geprüft. Mit dem Ergebnis, dass es im gesamten Stadtgebiet Bonn keinen Straßenzug gibt, an dem die Straßenprostitution auch tagsüber möglich ist. Alle denkbaren alternativen Straßenzüge liegen entweder in hochwertigen Gewerbegebieten, in Naherholungsgebieten oder in der Nähe von Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe. Auch die bereits im Dezember 2007 untersuchten 16 Standorte wurden noch einmal mit etwas gelockerten Bewertungskriterien unter die Lupe genommen, mussten aber wieder als nicht geeignet bewertet werden.
Die Verwaltung informiert den Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 17. März. Er tagt im Ratssaal des Stadthauses.
Anbahnungs- und VerrichtungsgeländeDie Verwaltung hat den Entwurf für ein Anbahnungs- und Verrichtungsgelände mit einer erforderlichen Gesamtfläche von etwa 2800 Quadratmetern erarbeitet. Nötig wären mindestens sechs einfach gestaltete Verrichtungsboxen, für die soziale Betreuung ein Bürocontainer sowie ein zweiter Container mit Sanitäreinrichtungen. Die Investitionskosten für dieses Gelände betragen nach grober Schätzung je nach Ausbauvariante 185.000 bis 305.000 Euro. Darin enthalten ist alles, was zur Fertigstellung des Geländes benötigt wird, inklusive blickdichtem Zaun, Büro- und Sanitärcontainer, Fahrbahnbelag und Lampen. Die jährlichen Folgekosten belaufen sich für Pacht, Bewirtschaftung, zusätzliches Personal für soziale Betreuung und Wachdienst auf 250.000 bis 300.000 Euro. Haushaltsmittel stehen dafür nicht zur Verfügung.
Auch hierfür ist es in Bonn sehr schwierig, ein geeignetes Gelände zu finden. Mögliche Standorte werden noch geprüft.
Situation im Bereich des derzeitigen Straßenstrichs verbessertAm Probsthof wurden zwei Toiletten zur Verbesserung der sanitären Situation aufgestellt. Gleichzeitig wurde neben jedem Toilettenhäuschen ein Abfallbehälter aufgestellt, in dem Abfall jeglicher Art entsorgt werden kann.
Seit Anfang 2009 gibt es in einer Testphase von drei Monaten einen zweiten Betreuungstag. An den Abenden sind ab spätestens 20 Uhr bis mindestens 24 Uhr jeweils zwei Mitarbeiterinnen der am MAS-Projekt (Mobile Anlaufstelle Straßenstrich) beteiligten Institutionen vor Ort und übernehmen die soziale und gesundheitliche Betreuung der Prostituierten.
http://bonner-wirtschaftsgespraeche....m-ausschuss-fur-soziales/

nina777:
17.3.2009
Bonn - Anwohner sauer
Der Straßenstrich muss endlich weg!
Von REBEKKA RÜLCKER
Unendliche Geschichte Straßenstrich. In 14 Tagen sollte eigentlich das letzte Kapitel für den Standort im Bonner Norden geschrieben werden: Am 1. April läuft die Frist ab, die der RP der Stadt gestellt hat. Doch daraus wird nichts: Die Stadt hat keinen neuen Standort für die „Freiluft-Huren“ parat! 
Die Vertröstungs-Taktik der Stadt bringt die Anlieger rund um den Probsthof und die Gerhard-Domagk-Straße auf die Palme. „Wir haben damit gerechnet, dass die Stadt bis zum 1. April endlich eine Lösung präsentiert“, schimpft der zuständige Verwaltungsmitarbeiter der Uni. Ein Sicherheitsservice sorgt zur Zeit dafür, dass die leichten Mädels nicht auch aufs Uni-Gelände ihrem Geschäft nachgehen. „Der momentane Zustand ist inakzeptabel. Die Stadt muss endlich Fakten schaffen.“
Auch die betroffenen Geschäftsleute fühlen sich verschaukelt: „So wie es ist, kann es nicht bleiben – und eine Lösung kann nicht bis zum Sanktnimmerleinstag hinausgezögert werden“, kritisiert eine Geschäftsinhaberin. „Das werden wir nicht tolerieren.“ Genannt werden möchte sie nicht. „Aus Angst“, wie sie sagt. „Hier sind schon Leute übel bedroht worden.“
Die Wut der Betroffenen ist verständlich – schließlich hatte die Stadt schon seit August 2008 Zeit, um einen alternativen Standort zu finden. Doch die Suche war erfolglos, bestätigt Elke Palm vom Presseamt: „Wir haben unterschiedliche Orte geprüft – aber es gibt in ganz Bonn keine Fläche, die für einen Straßenstrich in Frage kommt. Jetzt hoffen wir, dass der RP die Frist bis zum Ende des Jahres verlängert.“
Parallel bringt die Stadt sogenannte Verrichtungsboxen ins Gespräch. Wo sie aufgestellt werden sollen, ist noch offen. EXPRESS erfuhr: Unter anderem ist ein Schrottplatz in der Immenburgstraße (gegenüber vom Eros-Center) im Rennen.
Eine wirklich ernst zu nehmende Lösung, die den genervten Anwohnern im Bonner Norden hilft? Wohl kaum: Sechs solcher Liebes-Lauben wären nötig. Kostenpunkt: bis zu 305 000 Euro. Geld, das die Stadt nicht übrig hat…
„Warum macht man nicht die ganze Stadt zum Sperrbezirk?“, ärgert sich eine Bonner Geschäftsfrau. Können wir nicht, so Bonner Experten. Nur der Kölner RP kann die jetzige Regelung ändern. 
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1235811388809.html

Marc of Frankfurt:
Die Stadt spielt beim Strich auf Zeit
Für Straßenprostitution ist kein Alternativ-Standort in Sicht - &quot;Verrichtungsgelände&quot; kostet bis zu 300 000 Euro

Von Frank Vallender
Seit vergangenem Jahr - wenn auch nur vorübergehend - verboten: Straßenprostitution am helllichten Tag in Bonn.
Die Stadtverwaltung tut sich in Sachen Straßenprostitution schwer, die Auflagen des Regierungspräsidenten (RP) zu erfüllen. Dieser hatte die Stadt aufgefordert, auf Dauer die Straßenprostitution wieder rund um die Uhr und nicht wie seit September nur nachts zuzulassen.
Doch &quot;es gibt im gesamten Stadtgebiet keinen Straßenzug, an dem die Straßenprostitution auch tagsüber möglich ist&quot;, teilt die Verwaltung dem am Dienstag tagenden Sozialausschuss mit (18 Uhr im Ratssaal des Stadthauses).
Deshalb will die Verwaltung, dass die derzeitige Sperrbezirksverordnung (Prostitution nur von 20 bis 6 Uhr Am Propsthof und in der Gerhard-Domagk-Straße erlaubt) bis Ende dieses Jahres verlängert wird. In der Zeit will man weiter nach einem Standort für ein so genanntes Anbahnungs- und Verrichtungsgelände suchen.
&quot;Mögliche Standorte werden untersucht, doch auch für ein Verrichtungsgelände ist es in Bonn schwierig, ein geeignetes Grundstück zu finden&quot;, sagte Elke Palm vom städtischen Presseamt. In der Vorlage für den Sozialausschuss ist von zwei privaten Grundstücken die Rede, &quot;die von der Lage her geeignet sind&quot;.
Bei beiden müssen aber noch Gespräche mit den Eigentümern geführt werden. Nach Informationen des GA liegt eines dieser Grundstücke an der Immenburgstraße in der Nähe des Eros-Centers und könnte aus polizeilicher Sicht die Anforderungen in puncto Sicherheit erfüllen.
Doch selbst wenn die Politik diese Lage als geeignet bewerten sollte, könnten die Bebauungskosten eine kontroverse Diskussion entfachen: für die Errichtung von &quot;mindestens sechs einfach gestalteten Verrichtungsboxen&quot;, eines Bürocontainers für die soziale Betreuung der Prostituierten sowie eines zweiten Containers mit Sanitäreinrichtungen würden 185 000 bis 305 000 Euro fällig. Plus jährliche Folgekosten von 250 000 bis 300 000 Euro.
Zugleich weist die Verwaltung darauf hin, dass sich die Situation Am Propsthof gebessert habe, nachdem man zwei Toiletten sowie Abfalleimer aufgestellt habe. &quot;Seit Anfang des Jahres gibt es in einer Testphase von drei Monaten einen zweiten Betreuungstag für die Prostituierten&quot;, sagte Palm.
Viele Frauen auf dem Bonner Straßenstrich sind laut Sozialverwaltung drogenabhängig. Die Anlieger der Gegend - darunter die Universität, T-Systems und Gewerbetreibende - kündigten am Montag weitere Beschwerden für den Fall an, sollten die Auflagen des RP nicht erfüllt werden.
Der Sozialausschuss befasst sich am Dienstagabend unter anderem auch mit dem Thema Methadonsubstitution in Bonn.
Artikel vom 17.03.2009
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=569208


.

nina777:
21.3.2009
Regelung für Prostitution
Viel Zeit für den Straßenstrich
Nach den Auflagen des Regierungspräsidenten muss die Stadt Bonn die Straßenprostitution auch tagsüber ermöglichen. Die Suche nach einem geeigneten Ort für das Anbahnungs- und Verrichtungsgelände gestaltet sich jedoch schwierig.
Bonn - Die Stadtverwaltung tut sich in Sachen Straßenprostitution weiterhin schwer, die Auflagen des Regierungspräsidenten (RP) zu erfüllen. Dieser hatte die Stadt wie berichtet aufgefordert, Straßenprostitution rund um die Uhr und nicht nur wie zurzeit nachts zu ermöglichen. Doch „es gibt im gesamten Stadtgebiet keinen Straßenzug, an dem die Straßenprostitution auch tagsüber möglich ist“, teilt die Verwaltung dem am Dienstag, 17. März, tagenden Sozialausschuss mit (18 Uhr im Ratssaal des Stadthauses). Deshalb will die Verwaltung, dass die derzeitige Sperrbezirksverordnung (Prostitution nur von 20 bis 6 Uhr Am Propsthof und in der Gerhard-Domagk-Straße erlaubt) bis Ende dieses Jahres verlängert wird.
In dieser Zeit will man weiter nach einem Standort für ein so genanntes Anbahnungs- und Verrichtungsgelände suchen. Erfolgsversprechend scheint das nicht: „Mögliche Standorte werden untersucht, doch auch für ein Verrichtungsgelände ist es in Bonn schwierig, ein geeignetes Gelände zu finden“, sagte Elke Palm vom städtischen Presseamt. Zudem dürfte es der Politik sauer aufstoßen, wenn sie die von der Verwaltung ermittelten Kosten eines solchen Geländes liest: für die Errichtung von „mindestens sechs einfach gestalteten Verrichtungsboxen“, eines Bürocontainers für die soziale Betreuung der Prostituierten sowie eines zweiten Containers würden 185 000 bis 305 000 Euro fällig. Plus jährliche Folgekosten von 250 000 bis 300 000 Euro. Zugleich weist die Verwaltung darauf hin, dass sich die Situation Am Propsthof gebessert habe, nachdem man zwei Toiletten sowie Abfalleimer aufgestellt habe. „Seit Anfang des Jahres gibt es in einer Testphase von drei Monaten einen zweiten Betreuungstag für die Prostituierten“, sagte Palm. Viele Frauen auf dem Bonner Straßenstrich sind laut Sozialverwaltung drogenabhängig und prostituieren sich für Geld, um damit ihre Sucht finanzieren zu können. Die Anlieger der Gegend - darunter die Universität, T-Systems und Gewerbetreibende - kündigten gestern weitere Beschwerden für den Fall an, sollten die Auflagen des RP nicht erfüllt werden. 
http://www.ksta.de/html/artikel/1233584142842.shtml

nina777:
31.03.2009
In Sachen Straßenstrich lassen die Anlieger nicht locker
Mit einem Brief an Regierungspräsident Lindlar machen sie Druck auf die Stadt
Bonn. Der Protestbrief an Regierungspräsident (RP) Hans Peter Lindlar geht am Dienstag raus: &quot;Der RP soll die Frist, die er der Stadt bis 1. April gewährt hat, nicht verlängern&quot;, erläuterte ein Rechtsbeistand der Anlieger der Gerhard-Domagk-Straße, die sich seit Jahren über die Auswüchse auf dem Bonner Straßenstrich in dem Gebiet beklagen.
Vielmehr solle Lindlar darauf dringen, dass die Stadt kurzfristig eine Lösung für die Verlagerung der Straßenprostitution an eine andere Stelle präsentiert.
Wie berichtet, hatte der RP der Stadt eine Frist bis zum 1. April gesetzt. Ab dann sollte die Straßenprostitution in Bonn wieder rund um die Uhr möglich sein und nicht wie zurzeit nur von 20 bis 6 Uhr - an der Gerhard-Domagk-Straße und Am Propsthof.
Die Stadt jedoch hatte jetzt dem RP mitgeteilt, trotz erneuter Prüfung keine geeignete Stelle gefunden zu haben und um eine Verlängerung der Frist bis Ende des Jahres gebeten. Städte ab einer Einwohnerzahl von 50 000 müssen generell Möglichkeiten für Straßenprostitution bieten.
Doch den Anliegern - darunter Gewerbetreibende, die Chemischen Institute der Universität und das Technische Hilfswerk - reicht es schon lange: &quot;Wer Prostitution in der Nähe einer Schule oder einer anderen Einrichtung für Jugendliche duldet, macht sich strafbar&quot;, zitierte der Anwalt der Anlieger Paragraf 184 b Strafgesetzbuch.
Diese weisen erneut darauf hin, dass beispielsweise an den Chemischen Instituten an der Domagk-Straße auch nach 20 Uhr Schülerstudenten unterrichtet werden. Auch ein Medienunternehmen an der gleichen Straße beschäftigt - zum Teil als Aushilfen - Minderjährige, die nach 20 Uhr nur noch begleitet zu den Bus- und Bahnhaltestellen gehen könnten. &quot;Unsere Mitarbeiterinnen haben Angst, auch zum Teil die männlichen&quot;, schilderte am Montag die Chefin des Unternehmens. Immer wieder würden sie und ihre Mitarbeiter aggressiv von den Prostituierten und Freiern angegangen.
Die Stadt jedenfalls hat noch keine Antwort von RP Lindlar auf ihre Bitte hin, die Frist für die Suche nach einem neuen Standort für den Straßenstrich bis Ende des Jahres zu verlängern, sagte am Montag auf Anfrage des GA eine Mitarbeiterin des städtischen Presseamtes.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=574659

nina777:
28.4.2009
Prostituierte fordern zügige Lösung in Sachen Straßenstrich
&quot;Wir waren zuerst da&quot; - Frauen wollen wieder tagsüber arbeiten können
Bonn. (val) In der Diskussion um einen geeigneten Standort für den Straßenstrich melden sich jetzt betroffene Frauen zu Wort. Eine Sprecherin beklagt unter anderem, dass die derzeitige Regelung, nämlich die Prostitution nur von 20 bis 6 Uhr zu dulden, &quot;zu einem erheblichen Verdienstausfall führt&quot;.
Deshalb fordern sie und ihre Mitstreiterinnen - Hausfrauen, alleinstehende Mütter und Frauen, die nicht von Hartz-IV leben wollen oder die &quot;an der Nadel hängen&quot; - eine kostengünstige und vor allem schnelle Lösung.
 Die Frauen verweisen darauf, dass - allen Protesten der Anlieger zum Trotz - &quot;wir eigentlich zuerst dort (Am Propsthof, Anm.d.Red.) waren&quot;. Auch wenn man für die Diskussion um eine Standortverlagerung Verständnis aufbringen könne, dürften die &quot;zum Teil übertriebenen und unnötigen Maßnahmen&quot;, die die Politik derzeit überlege, sich nicht zum Nachteil für die Frauen auswirken.
So lehnen sie beispielsweise ein &quot;Verrichtungsgelände&quot; ab: &quot;Es ging bisher auch problemlos ohne. Auch wenn es schön wäre, hemmen erhebliche Kosten eine zügige Lösung.&quot;
Die Frauen werfen &quot;der Politik&quot; vor, sich einer solchen Lösung, die auch die Prostitution tagsüber ermöglicht, zu verweigern. Generell würden die betroffenen Frauen bei der Diskussion nicht angehört. Schnelle Maßnahmen seien auch im Interesse der öffentlichen Sicherheit dringend geboten. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=585599

Marc of Frankfurt:
Das ist ja eine bemerkenswerte Premiere:
Sexarbeiter formulieren gemeinsam ihre Forderungen an die Politik
Und die Presse druckt ihre Postition auch ab.
 :eusa_clap


Auf der kommenden 40. Fachtagung Prostitution in Dortmund im kommenden Monat wird es einen Arbeitskreis und Tagesworkshop &quot;Standards im Bereich Straßenprostitution&quot; geben. 
Hoffentlich engagieren sich dort auch Sexworker und werden integriert, so daß nicht nur wie so oft über sie gesprochen wird ...


.

nina777:
4.6.2009
Bonn - Zoff um Straßenstrich
Wo sollen denn unsere Huren hin?
 Er ist und bleibt ein Unruheherd: der Straßenstrich. Die Anwohner im Bereich Probsthof /Gerhard-Domagk-Straße wollen ihn weghaben, die Stadt findet aber kein passendes Gelände. Und die Bezirksregierung Köln macht munter Dampf.
Bis zum 1. Oktober gibt es eine Schonfrist für die Stadt. Dann aber könnte es richtig Knatsch zwischen Bonn und Köln geben.
Aktuell haben beide Seiten eine Art Burgfrieden geschlossen. Die Prostituierten können abends im Bonner Norden ihrem Gewerbe nachgehen. Die Stadt kontrolliert fleißig – und die Bezirksregierung wird über alles informiert.
Aber wehe, wenn die Stadt ihre Hausaufgaben nicht macht und sich zum Beispiel nicht um „die Pläne über die Einrichtung eines Verrichtungsgeländes“ kümmert. In dem Fall droht RP Hans Peter Lindlar, den Sperrbezirk auszuweiten und die Sperrstunden auf die Nachtstunden auszuweiten.
Heißt übersetzt: Zwar würde es dann keine Straßenprostitution mehr am Probsthof geben – aber die Huren könnten sich einen anderen Standort suchen. Bei dieser Vorstellung grummelt es heftig im Stadthaus – und EXPRESS erfuhr, dass die städtischen Juristen dann ihre Messer gegen die Bezirksregierung wetzen wollen.
Und die Verrichtungsboxen auf dem Gelände eines Schrotthändlers? Völlig utopisch bei 300.000 Euro Kosten, wissen Insider. Bei einem drohenden Haushaltssicherungskonzept würde pikanterweise der RP niemals das Geld für diese freiwillige Aufgabe freigeben.
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1242632375565.html

nina777:
14.7.2009
Bonn - Gegen den Strich
Hausfrauen jagen Huren und Freier
Es reicht! Sex-Spiele im Auto vorm Wohnzimmerfenster. Leichtbekleidete Huren, die direkt neben dem gepflegten Vorgarten Freiern offen ihre Dienste anbieten.
Die Anwohner am Bonner Straßenstrich wehren sich: mit Taschenlampen, Kameras und Hunden.
Im Internet klagt Straßenstrich-Besucher „Puffveteran“ sein Leid: Es hätte sich in Bonn eine Art „Miliz“ gegründet, die regelrecht Jagd auf Freier und Huren mache.
CDU-Ratsherr Markus Schuck, der sich seit Jahren um die Probleme am Straßenstrich kümmert, bestätigt: „Anwohner haben mir erzählt, dass sie mit Taschenlampen sowohl in die Fahrzeuge leuchten, als auch die Nummernschilder anstrahlen, um sie zu notieren. So wollen sie die Freier vor ihren Wohnhäusern vertreiben.“
Ein Anwohner, der aus Angst nicht genannt werden will, berichtet von einer Nachbarin, die nur noch mit Taschenlampe unterwegs ist: „Wenn sie beim Gassigehen mit ihrem Hund ein einschlägig bekanntes Auto sieht, sagt sie laut: »Da ist ja wieder der Herr aus XY«. Die Freier sollen wissen, dass wir sie kennen.“
Bezahl-Sex im Freien: Sogar auf dem Parkplatz des Kindergartens findet er statt, tagsüber im Auto oder hinterm Kleidercontainer am Max-Planck-Institut.
Besonders schlimm ist der „Verkehr“ im Wohngebiet, seit der große Parkplatz der ehemaligen Biskuithalle gesperrt ist. „Jetzt suchen die sich ihre Lücken“, so ein Anwohner. „Aber wir wollen die nicht hier!“
Der Kampf mit Taschenlampen gegen Prostitution vor der Haustür. „Uns ist bekannt, dass es solche Fälle gegeben hat“, so eine Mitarbeiterin des Presseamtes. Zwar hat das Ordnungsamt die Kontrollen verstärkt. „Aber das reicht den Anwohnern nicht“, weiß Schuck. 
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1246563075045.html

Marc of Frankfurt:
Mikrostruktur eines Wirtschaftsraumes:
Sexservicedienstleister per Freierforum kartiert

Marc of Frankfurt:
Filmclip über die Lage der Frauen 
über die Freiheit der selbstständigen professionellen Prostitution auf dem Bonner Straßenstrich
über die Erschwernisse seitens der Stadt und des Ordnungsamtes.
Politikerin Ingeborg Cziudaj, CDU, stellv. FV, bestätigt, daß Sexworker nicht zum Runden Tisch Prostitution geladen wurden.
Die Frauen wünschen sich Verrichtungsplätze.

WDR Lokalzeit Bonn von Monika Steinhaus
Freitag 8. Mai 09
6 min
http://www.wdr.de/mediathek/html/re....EF9093C8BD3C55.mediathek3


.

nina777:
24.7.2009
Streit um Straßenstrich hält weiter an
Parteien werfen einander vor, die Suche nach Alternativen zu verzögern - Verwaltung weist Kritik zurück
Bonn. (ly) Mit Unverständnis haben CDU und Grüne auf die Äußerung der SPD-Stadtverordneten Christine Schröder-Diedrich reagiert, die beklagt hatte, es sei nicht hinnehmbar, dass sich der Straßenstrich in Endenich mittlerweile auch in die Wohngebiete ausdehne.
CDU-Ratsherr Markus Schuck erklärte, seine Partei habe sich &quot;schon immer für einen alternativen Standort ausgesprochen, doch die SPD-geführte Stadtverwaltung hat in Bonn keinen geeigneten alternativen Standort finden können&quot;. Für ihn und seine Fraktionskollegin Ingeborg Cziudaj ist die Verlagerung des Straßenstrichs im Anwohnerbereich &quot;nicht zu akzeptieren&quot;.
Und sollte Schröder-Diederich einen geeigneten Standort kennen, sollte sie ihn &quot;unverzüglich benennen&quot;. Kritik an Bärbel Dieckmann (SPD) übte auch Dorothea Paß-Weingartz (Die Grünen). Die OB, aber auch die CDU hätten &quot;alles daran gesetzt, dass die Auflage der Bezirksregierung, die Stadt solle ein Gelände für den Straßenstrich nennen, nicht umgesetzt wird&quot;.
Im übrigen zeigten Beispiele aus anderen Städten, dass es Möglichkeiten gebe, für mehr Sicherheit und weniger Belästigungen zu sorgen - so mit &quot;Verrichtungsboxen&quot;. Dorothea Paß-Weingartz: &quot;Wir werden alles daran setzen, für die Anwohner, aber auch für die Prostituierten bessere Bedingungen zu schaffen. Dazu gehört die Schaffung eines endgültigen Standortes für den Straßenstrich und bessere gesundheitliche Verhältnisse für die Prostituierten.&quot;
Stadtsprecher Friedel Frechen wies die Kritik als unberechtigt zurück. So habe die Verwaltung 16 alternative Standorte untersucht - vor allem unter den Aspekten Jugendschutz und Nähe zu Wohngebieten. Zudem sei der Rat darüber informiert worden, dass für ein &quot;Verrichtungsgelände&quot; Investitionskosten von 300 000 Euro und jährliche Folgekosten von 250 000 Euro erforderlich seien. Frechen bedauert, dass sich Schuck nicht in Begleitung des Stadtordnungsdienstes die 16 Standorte angeschaut habe und keine &quot;eigenen, konstruktive und akzeptable Vorschläge gemacht hat&quot;. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=618466

nina777:
2.10.2009
Bonn - Ultimatum abgelaufen
Straßenstrich: Kippt RP die 20-Uhr-Regel?
Jetzt beginnt die ganz heiße Phase, jetzt entscheidet sich das Schicksal des Bonner Straßenstrichs. 
Wird er verlegt, in Verrichtungsboxen gepackt – oder vielleicht gestrichen? Die Bezirksregierung Köln hat von der Stadt Vorschläge gefordert. Am 1. Oktober lief das Ultimatum ab.
Jetzt muss Stadtdirektor Dr. Volker Kregel am Montag in der Domstadt anrücken und eine Lösung aus dem Hut zaubern.
Bislang kam man in Sachen „Freiluft-Huren“ auf keinen grünen Zweig.
• Alternative Standorte für den Straßenstrich: Fehlanzeige. Laut Stadt liegen alle denkbaren Straßen in hochwertigen Gewerbegebieten, in Naherholungsgebieten oder in der Nähe von Schulen.
• Das Aufstellen von Verichtungsboxen nach Kölner Vorbild: Fehlanzeige. 16 Standorte wurden untersucht und keiner als geeignet bewertet.
• Außerdem sind die Boxen teuer. 500.000 Euro in der Anschaffung, 300.000 Euro pro Jahr im Unterhalt – auf Steuerzahlerkosten.
Wie EXPRESS von Insidern erfuhr, zittert man im Bonner Stadthaus, dass es wieder wird wie früher. Denn die Bezirksregierung soll der Ansicht sein, dass man in Bonn Prostitution auch tagsüber anbieten muss! Zurzeit dürfen die Huren erst ab 20 Uhr draußen stehen. Außerdem könnte die Gerhard-Domagk-Straße (liegt seit 1. September 2008 im Sperrbezirk) bald wieder zum Straßenstrich gehören.
Offiziell will die Bezirksregierung zum Thema Bonner Strich bis Montag noch nichts sagen. Sprecher Oliver Königsfeld: „Wir können dem Gespräch nicht vorgreifen.“
Für die Anwohner rund um Probsthof und Gerhard-Domagk-Straße wäre es ein herber Rückschlag. Sie wollen die „Freiluft-Huren“ am liebsten ganz vor ihren Häusern weghaben. Eine Miliz machte sogar schon Jagd auf die Frauen und ihre Freier – mit Taschenlampen.
Der Ärger um den Bonner Straßenstrich: Er scheint weiterzugehen. Denn laut Gesetz (Artikel 297 EGStGB) kann Prostitution in Städten ab 50.000 Einwohnern nicht verboten, nur durch Sperrbezirke eingeschränkt werden. 
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1253811609667.html

nina777:
5.10.2009
Bonn - Stadt weiter ratlos
Straßenstrich bleibt ungelöstes Problem
Dauerthema Straßenstrich. Am Montag lenkte der Regierungspräsident ein – und lässt jetzt die Stadt selbst entscheiden! 
Bis Jahresende muss sie den Bonnern schmackhaft machen, was mit den „Freiluft-Huren“ passiert. Schon heißt es hinter vorgehaltener Hand: Am besten bleibt es so, wie es ist.
Monatelang machte RP Hans Peter Lindlar bei der Stadt Druck, forderte Vorschläge für den Straßenstrich und setzte Ultimaten.
Anwohner im Bereich Am Probsthof/Gerhard-Domagk-Straße hatten sich über Sex vor ihren Fenstern beschwert, über benutzte Kondome in ihren Vorgärten. Studentinnen weinten, weil sie von Freiern anzügliche Angebote bekamen. Geschäftsleute bangten um ihre Kundschaft.
Daraufhin wurde schon mal festgelegt: Die Huren dürfen erst ab 20 Uhr (bis 6 Uhr) draußen stehen. Doch die endgültige Lösung liegt nicht auf der Straße. Bei einem gestrigen Gespräch beim RP in Köln machten der Bonner Stadtdirektor Dr. Volker Kregel und Polizeipräsident Wolfgang Albers klar: Es gibt einfach keine erkennbare Lösung in Bonn, die allen Interessen gerecht wird.
In den letzten Monaten hatte die Stadt bereits 16 Alternativ-Standorte für den Strich sowie das Aufstellen von Verrichtungsboxen nach Kölner Vorbild geprüft. Ergebnis: nicht machbar (EXPRESS berichtete ›).
Jetzt erwartet RP Lindlar, dass der neugewählte Rat sich entscheidet, wie er mit dem Straßenstrich im Bonner Stadtgebiet zukünftig umgehen wird. Doch wohin sollen die „Freiluft-Huren“, wenn sie keiner vor der Tür haben will? Nach EXPRESS-Informationen könnte die Situation so bleiben, wie sie ist. „Das ist bislang die verträglichste und einzigste Lösung“, so ein Insider.“
Sperrbezirk bleibt die Innenstadt bis Probsthof, die Huren dürfen erst ab 20 Uhr an der Straße – bis Ende 2009 bleibt es auf jeden Fall so. Darauf einigte man sich in Köln. Stadtdirektor Dr. Kregel lud prompt die Vertreter der Fraktionen im Rat zu einem Gespräch nach den Herbstferien. Dann kommt das Thema Straßenstrich mal wieder auf den Tisch. 
http://www.express.de/nachrichten/r....rtikel_1253811622805.html

nina777:
7.10.2009
&quot;Beim Straßenstrich getrickst&quot;
Grüne kritisieren Stadt und Bezirksregierung
Bonn. (val) Als &quot;abgesprochener Verschiebetrick&quot; zu Lasten der Prostituierten und der Anwohner kritisieren die Grünen das Ergebnis des Gesprächs zwischen Stadt und Bezirksregierung zum Straßenstrich Am Propsthof/Gerhard-Domagk-Straße
&quot;Statt auf einer überfälligen Lösung nach dem 1. Oktober zu beharren, hat sich die Bezirksregierung wieder einmal von der Stadt einlullen lassen&quot;, sagte die Stadtverordnete Dorothee Paß-Weingartz.
Die Arbeitsbedingungen für die Frauen seien so schlecht wie nie. So müssten sie wegen eines fehlenden sicheren Verrichtungsgeländes mit ihren Freiern in Wohngebiete ausweichen. Dabei habe der Stadtrat ein Gelände am Schlachthof vorgeschlagen.
Dass die Frauen die Zustände selbst als unerträglich empfänden, belege ein Bürgerantrag, mit dem sie bessere Arbeitsbedingungen fordern. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=648460

nina777:
30.10.2009
Anlieger des Straßenstrichs drohen mit Anzeigen gegen die Freier
Uni und Geschäftsleute werfen der Stadtverwaltung Verschleppung des Problems vor
Bonn. Schweres Geschütz fahren die vom Straßenstrich geplagten Anlieger jetzt auf: Weil die Stadt die Auswüchse der öffentlichen Prostitution Am Propsthof und in der Gerhard-Domagk-Straße nach Ansicht der Anlieger nicht in den Griff kriegt, drohen diese nun den Freiern und Frauen mit Anzeigen wegen Hausfriedensbruch.
In einem Brief an den Regierungspräsidenten schreibt ein Vertreter der Universität Bonn, die in der Domagk-Straße unter anderem die Chemischen Institute unterhält, wörtlich: &quot;Die Universität trifft derzeit Vorbereitungen, Hausrechtsverletzungen auf ihren Grundstücken künftig zur Anzeige zu bringen.&quot;
Rechtsverstöße auf dem Gelände der Uni würden dann zum Beispiel durch nächtliche Infrarotaufnahmen &quot;beweissicher dokumentiert&quot;. Soll konkret heißen: Wenn Freier sich in ihren Autos mit den Prostituierten auf Privatgelände der Uni und anderer Anlieger - zum Beispiel Geschäftsleute - zurückziehen, wird ein privater Sicherheitsdienst Fotos machen und damit die Anzeigen unterfüttern.
Und nicht nur das: &quot;Der Sicherheitsdienst hat von Ende Mai bis Mitte September 220 Verstöße gegen geltendes Recht dokumentiert&quot;, sagten Geschäftsleute, die wie der Uni-Vertreter aus Angst vor der Zuhälterszene ungenannt bleiben wollen. &quot;Damit sind 180 Autokennzeichen aufgenommen worden.&quot;
Immer wieder habe man beobachtet, dass Freier und Frauen Sex in aller Öffentlichkeit praktizieren würden. In der Regel zwar innerhalb der erlaubten Zeiten zwischen 20 und 6 Uhr, &quot;aber in den frühen Abendstunden im Sommer immer wieder vor den Augen von Passanten und gerade vor Minderjährigen&quot;. Wenn die Stadt weiter solche Rechtsverstöße dulde, werde man auch rückwirkend Anzeigen erstatten.
Das Fass zum Überlaufen gebracht hat bei den Anliegern das jüngste Gespräch zwischen Stadtdirektor Volker Kregel, Polizeipräsident Wolfgang Albers und Regierungspräsident (RP) Hans Peter Lindlar. Wie berichtet, hatte dieser der Stadt für Ende September eine Frist gesetzt, eine für die Anlieger befriedigende Lösung zu finden. Doch in dem Gespräch Anfang Oktober ging man mit der &quot;Erwartung&quot; Lindlars auseinander, &quot;dass der neu gewählte Stadtrat sich bis zum Jahresende entscheidet, wie er mit dem Straßenstrich umgehen wird&quot;.
Für die Anlieger ist das eine weitere Verschleppung der Probleme, die sie nicht nur dem RP, sondern auch den Ratsfraktionen, Kregel, Albers und dem neuen Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch in Briefen schildern. Vor allem empört die Anlieger die Äußerung einer Prostituierten, wonach diese von einem Gespräch mit einem städtischen Mitarbeiter erfahren habe, dass in dem Gebiet alles so bleibe. Kernproblem ist laut Anlieger das fehlende &quot;Verrichtungsgelände&quot;.
Deshalb seien Freier wie Frauen geradezu gezwungen, der Prostitution illegal nachzugehen: Die Verstöße seien oft genug innerhalb des Sperrbezirks festgestellt worden oder aber in Wohngebieten und in der Nähe von Schule und Kindergarten. Deshalb fordern die Anlieger Verwaltung und Fraktionen auf, &quot;legale Bedingungen für die Prostituierten zu schaffen&quot; und den Strich Am Propsthof und in der Domagk-Straße zu verbieten. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=657582

nina777:
26.11.209
Weiter Streit um den Bonner Straßenstrich
CDU hält Gelände an der Kölnstraße für ungeeignet
Bonn. (dab) In der Diskussion um die Verlegung des Straßenstrichs vom Propsthof/Gerhard-Domagk-Straße hält die CDU das Areal an der Ecke Köln-/Schlesienstraße für ungeeignet. &quot;Wir werden unseren Einfluss dahingehend gelten machen, dass der Straßenstrich nicht an diesen Ort verlegt wird&quot;, erklärten die Stadtverordneten für Auerberg und Buschdorf, Wolfgang Maiwaldt und Pierre Becker.
Ihre Haltung habe nichts mit einem Sankt-Florians-Prinzip zu tun, sondern basiere auf guten Argumenten. Die Stadt muss nach einer Vorgabe der Bezirksregierung bis Ende des Jahres ein neues Gelände für den Straßenstrich ausweisen. Die Verwaltung hat bisher keine Lösung für die Probleme gefunden.
In der Ratssitzung im Dezember sollen nun Varianten vorgestellt werden; unter anderem die an der Köln-/Schlesienstraße. Die CDU-Stadtverordneten halten dieses Gelände nach eigenen Angaben aus mehreren Gründen für ungeeignet. Unter anderem, weil dort in unmittelbarer Umgebung in zwei Jahren eine Einfamilienhaussiedlung entstehen soll.
Der Straßenstrich sollte laut Maiwaldt und Becker durch Angebote der Sozialen Arbeit sowie durch Polizei und Ordnungsamt begleitet werden. &quot;Ob deshalb eine Trennung von Straßenstrich und den Eros-Centern über mehrere Kilometer richtig wäre, stellen wir ebenfalls infrage&quot;, so die Politiker. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=668444

nina777:
10.12.2009
Straßenstrich soll ans Eros-Center
Nach dem Druck der Bezirksregierung und der Anlieger sind nun auch SPD und CDU für ein &quot;Verrichtungsgelände&quot;
Bonn. Wohin mit dem Straßenstrich? Das Thema beschäftigt am kommenden Mittwoch wieder einmal den Stadtrat. Nach jahrelangem Bürgerprotest und Ermahnungen des Regierungspräsidenten (RP), eine für Anwohner und Prostituierte befriedigende Lösung zu schaffen, zeichnet sich jetzt eine solche ab.
Nachdem die Stadtverwaltung eine achtseitige Vorlage mit fünf &quot;Optionen&quot; für den Straßenstrich vorgelegt hat, haben sich jetzt auch CDU und SPD - wie zuvor schon Grüne und FDP - für ein &quot;Verrichtungsgelände&quot; ausgesprochen. Bislang ziehen sich Frauen und Freier in Wohngebiete und auf Grundstücke von Gewerbetreibenden und der Uni in der Gerhard-Domagk-Straße zurück.
Konkret sieht die von der Ratsmehrheit favorisierte &quot;Option 5&quot; vor, dass die &quot;Anbahnungszone&quot; aber weiterhin in der Gerhard-Domagk-Straße und Am Propsthof bleiben soll. Für die &quot;Verrichtung&quot; will die Stadt ein Grundstück quasi um die Ecke von den Stadtwerken pachten: an der Immenburgstraße.
Doch auch diese Option ist nicht ohne Haken, warnt die Verwaltung: Da sei zum einen die Nähe zum Unternehmen Moeller, das diesen Standort schon kritisiert habe mit dem Hinweis, dass möglicherweise 100 Arbeitsplätze doch nicht nach Bonn verlagert würden.
Zudem biete ein &quot;Verrichtungsgelände&quot;, wie es beispielsweise seit Jahren in Köln existiert, keine Gewähr dafür, dass sich die Straßenprostitution auch dorthin zurückziehe. Um die Ausweitung des Sperrbezirks auf alle anderen Stadtgebiete wird die Verwaltung daher wohl kaum herumkommen.
Und dann ist da noch - neben zu erwartender weiter anhaltender Proteste der Anlieger in der alten und neuen &quot;Anbahnungszone&quot; - die ungeklärte Finanzierung. Minimum 100 000 Euro würde die einfache Herrichtung mit sogenannten Boxen für die Autos der Freier und die Umzäunung des Geländes kosten. 
Hinzu kämen jährliche Kosten von bis zu 260 000 Euro für Sozialarbeit, privaten Wachdienst und Unterhaltung des Geländes. CDU-Sozialpolitikerin Ingeborg Cziudaj sagte dem GA, für die CDU käme nur eine finanzielle Minimallösung infrage. Mit Rücksicht auf die Anlieger der &quot;Anbahnungszone&quot; sollen die Zeiten von 20 bis 6 Uhr beibehalten werden, meint die SPD.
Klare Absagen erteilen CDU, SPD und Grüne der Option 4: &quot;Verlagerung des Strichs an die Ecke Köln-/Schlesienstraße&quot; - vor allem wegen der Nähe zu Buschdorf. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=674238

nina777:
12.12.2009
Studenten protestieren gegen Bonner Straßenstrich
Wie andere Anlieger fordern sie Verwaltung auf, Prostitution im Umfeld der Uni-Institute ganz zu verbieten
Bonn. &quot;Kein Strich vor der Uni&quot;, forderten Freitag mehr als 200 Demonstranten in der Gerhard-Domagk-Straße. Die Studenten der dortigen Uni-Institute lehnen damit einen aus ihrer Sicht faulen Kompromiss ab, den die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage zum Straßenstrich für Mittwoch dem Rat vorlegt:
Die Verwaltung schlägt als eine auch von CDU, SPD und Grünen favorisierte Option vor, wonach die &quot;Anbahnungszone&quot; des Strichs weiterhin in der Gerhard-Domagk-Straße und Am Propsthof bleiben und lediglich die &quot;Verrichtung&quot; sexueller Dienstleistungen auf einem eigenen Gelände stattfinden soll. Dieses könnte an der Immenburgstraße entstehen.
&quot;Wir wollen aber alles hier weghaben&quot;, fordern die Studenten, die sich von den Prostituierten und Freiern seit langem massiv belästigt fühlen. Akzeptieren könnten sie eine Lösung, die auch die Anbahnung in der Immenburgstraße vorsieht.
Der Anwalt anderer Anlieger in der Domagk-Straße sagte, man habe wie angekündigt mittlerweile 40 Freier angezeigt, die mit Frauen Sex auf privatem Gelände von Firmen gehabt hätten.
Die Uni bereite weitere 100 Anzeigen vor. Angesichts massiver Rechtsverstöße unter anderem gegen den Jugendschutz kündigte der Anwalt &quot;bei weiterer Passivität&quot; der Behörden rechtliche Schritte an. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=675037

nina777:
18.12.2009
Straßenstrich wird verlagert
Stadtrat beschließt die Schaffung eines Verrichtungsgeländes - Irritation um Pachtzins
Bonn. Nach jahrelangem Hickhack, zahlreichen Anliegerprotesten und Ermahnungen der Bezirksregierung hat sich der Stadtrat mit Mehrheit in seiner Sitzung am Mittwochabend auf eine Änderung der Situation des Bonner Straßenstrichs in der Weststadt geeinigt.
Die sogenannte Anbahnungszone wird verlagert und deutlich verringert, außerdem soll ein zusätzliches &quot;Verrichtungsgelände&quot; geschaffen werden. Bislang haben sich Frauen und Freier in die umliegenden Wohngebiete in Endenich, unter anderem auch entlang des Propsthofs, und der Weststadt sowie auf Grundstücke von Gewerbetreibenden und der Uni in der Gerhard-Domagk-Straße zurückgezogen.
Für die &quot;Verrichtung&quot; wollen die Stadtwerke der Stadt nun ein privates Grundstück an der Immenburgstraße unterverpachten. Eine Option, so hatte die Verwaltung gewarnt, die neuen Protest hervorrufen könnte: Zum einen liegt das Gelände in der Nähe zum Unternehmen Moeller, außerdem biete es keine Garantie dafür, dass sich die Straßenprostitution auch dorthin zurückziehe - es sei denn, das ganze Stadtgebiet würde zum Sperrbezirk erklärt.
Hinzu kommen die Kosten für die Herrichtung des Geländes, die laut Verwaltung je nach Ausführung bei bis zu 135 000 Euro liegen können, sowie die Kosten für die soziale Betreuung, Reinigung und den Wachdienst. Der Pachtzins soll nach Informationen des GA bei drei Euro liegen. Bisher sollen die SWB lediglich ein Drittel davon an den Eigentümer gezahlt haben.
Für viele aus den Reihen der CDU war der Kostenfaktor ein Grund, sich bei der Abstimmung über das Verrichtungsgelände zu enthalten oder mit Nein zu stimmen. Auf die Frage von Ingeborg Cziudaj (CDU), wo Kosten gespart werden könnten, erklärte Stadtdirektor Volker Kregel: &quot;Die Zahlen werden nicht geschönt, um etwas gefälliger durchzuwinken.&quot;
Das Rektorat der Bonner Universität begrüßte gestern &quot;mit Begeisterung&quot; die Entscheidung des Stadtrates, den Straßenstrich zu verlegen. Immer wieder sei es in der bisherigen Anbahnungszone in der Domagk-Straße, wo die Chemischen Institute liegen, zu Belästigungen und Bedrohungen der Studenten gekommen. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=677384

Lupus:
Was für ein hässliches Wort: &quot;Verrichtungsgelände&quot;.

nina777:
24.12.2009
SPD kritisiert Verlegung des Straßenstrichs
CDU: Kosten für Verrichtungsgelände unangebracht
Bonn. (lis) Mit &quot;großer Sorge&quot; bewertet die SPD im Nachhinein die Entscheidung des Stadtrates, die Anbahnungszone für den Straßenstrich auf einen Teilabschnitt der Immenburgstraße zu reduzieren. Mit dieser Änderung soll den Klagen der Anwohner und Beschäftigten im Wohn- und Büroumfeld des bisherigen Strichs rund um den Propsthof Rechnung getragen werden.
&quot;Die Reduzierung auf diesen Straßenabschnitt führt zu einer unkontrollierten Verlagerung der Anbahnung in andere schutzwürdigere Gebiete oder in die Illegalität?, befürchtet dagegen Uschi Salzburger (SPD). Ihre Fraktion habe sich deshalb gegen diesen Änderungsantrag der schwarz-grünen Koalition im Rat ausgesprochen.
Aus Sicht ihres Fraktionskollegen Bernhard von Grünberg sind bei der Entscheidung auch die Bedenken der Polizei nicht ausreichend bedacht worden. Dabei gehe es unter anderem um die Konkurrenzsituation zwischen Straßenstrich und dem Eros-Center an der Immenburgstraße.
Die CDU hat ihr kritisches Augenmerk mehr auf das ebenfalls vom Rat beschlossene &quot;Verrichtungsgelände&quot; auf dem ehemaligen Güterbahnhofs-Areal gerichtet. Die Stadt will es für bis zu 180 000 Euro instand setzen und einen Sicherheitsdienst engagieren.
Nach Meinung von CDU-Fraktionschef Benedikt Hauser sind das aber Ausgaben, die die Stadt sich nicht leisten könne. Seine Fraktionskollegin und Sozialexpertin Ingeborg Cziudaj hält zudem diese Maßnahmen für unangebracht. Ob der Ratsbeschluss überhaupt so umgesetzt werden kann, entscheidet der Kölner Regierungspräsident. 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=679677

nina777:
5.2.2010
Straßenstrich
Neuer Ärger für die Freiluft-Huren
Es ist eine unendliche Geschichte. Da hatte der Bonner Stadtrat geglaubt, mit dem neuen Standort des Straßenstrichs an der Immenburg wären alle Probleme erst mal vom Tisch. Jetzt gibt es jetzt neuen Ärger: Die Firmen, die sich in der Weststadt angesiedelt haben, laufen Sturm.
Bei der Bezirksregierung sind zahlreiche böse Briefe wegen des geplanten „Verrichtungsgeländes“ in der Nähe des Eros-Centers eingegangen, bestätigt Sprecher Oliver Königsfeld: „Uns liegen Beschwerden von Firmen und Gewerbetreibenden vor, die jetzt sehr genau bearbeitet werden.“ Ende Februar wird dann der RP der Stadt Bonn mitteilen, ob er die Pläne für das neue Anbahnungsgelände genehmigt.
Doch so weit wollen es die Firmen der Weststadt, wenn möglich, gar nicht kommen lassen. Am Mittwoch war bei „Eaton Moeller“ große Krisensitzung aller Beteiligten. Moeller-Sprecher Dirk Bolz: „Für uns ist die geplante Verlegung des Straßenstrichs absolut inakzeptabel. Im Jahr besuchen uns 3000 bis 4000 Geschäftspartner und Kunden. Da wäre der Straßenstrich vor der Haustür absolut schädlich fürs Image. Und auch im internationalen Wettbewerb wäre das alles andere als ein Standortvorteil.“
Denkt man bei Moeller etwa über einen Wegzug aus Bonn nach? „Dazu will ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen“, so Bolz sibyllinisch.
Schon lange seine Siebensachen gepackt hätte Johannes Papaioannou (hat einen Handel für Naturstein), aber: „Ich kann nicht wegziehen. Wem sollte ich mein Gelände hier verkaufen?“ Seit mehr als 15 Jahren geht Papaioannou schon gegen den jetzigen Standort des Straßenstrichs vor. Vom neuen wäre er auch wieder direkt vor seiner Haustür betroffen: „Bei der Versammlung bei Moeller haben wir beschlossen, dass wir Unterschriften unserer Kunden sammeln und auch die bei der Bezirksregierung einreichen.“
Um die Sicherheit der vielen weiblichen Kunden und ihrer Kinder sorgt sich Michael Niemeyer, Mit-Geschäftsführer der Knau-ber-Holding: „Wir machen uns große Sorgen. Gerade weil viele unserer Kunden Kinder mitbringen, muss das vernünftig reglementiert werden.“ Für die kommende Woche plant Knauber ein Gespräch mit OB Jürgen Nimptsch. „Das Thema Straßenstrich muss endlich geklärt werden. Wir haben ja Verständnis, dass der irgendwo hin muss, aber niemand ist froh, wenn er ihn direkt vor der Haustür hat. Die Frage ist für uns, ob das so nah an der Stadt sein muss.“
Wie EXPRESS erfuhr, hat die Stadt außerdem noch ein anderes Problem: Das Gelände des ehemaligen Schlachthofs will man eigentlich teuer vermarkten. Doch wenn der Straßenstrich hier angesiedelt wird, purzeln mit Sicherheit die Grundstückspreise.
http://www.express.de/regional/bonn....2860/1178400/-/index.html

Zwerg:
Prostituierte sah im Freier blutenden Vampir
Ein Jahr lang lebte die 31-jährige Prostituierte schon bei einem ihrer Freier. Das Paar hatte sich 2008 auf dem Bonner Straßenstrich kennen gelernt, und der 46-Jährige nahm sie...
BONN. Ein Jahr lang lebte die 31-jährige Prostituierte schon bei einem ihrer Freier. Das Paar hatte sich 2008 auf dem Bonner Straßenstrich kennen gelernt, und der 46-Jährige nahm sie schließlich in seiner Endenicher Wohnung auf. Aber das Verhältnis zwischen den beiden soll sich zunehmend verschlechtert haben. Dennoch hatte der Mann nicht mit dem Angriff gerechnet, den er am 12. März 2009 nur knapp überlebte.
Nach Angaben der Bonner Staatsanwaltschaft soll die Prostituierte nach einem Streit in die Küche gegangen sein, ein 20 Zentimeter langes Messer geholt und es dem Freier mit voller Wucht in die Brust gestoßen haben. Die Klinge drang so tief ein, dass sie sogar seine Lunge verletzte. In Todespanik war der 46-Jährige aus der Wohnung geflüchtet. Die Angreiferin jedoch soll ihm mit dem Messer hinterhergelaufen und weiter auf ihn eingestochen haben.
Der Mann rettete sich schließlich zu Nachbarn in ein Mehrfamilienhaus. Er hatte weitere Verletzungen am Hinterkopf, an Ohr und Oberarm erlitten, aber die Lebensbedrohung ging vom ersten Stich aus. Er überlebte.
Die Prostituierte wurde später vor dem Haus in verwirrtem Zustand angetroffen. Die 31-Jährige erzählte, dass sie einen blutenden Vampir gesehen und sich gewehrt habe. Eine Gutachterin diagnostizierte bei ihr eine paranoide Schizophrenie. Wegen der Gefahr, die von der 31-Jährigen ausgehe, wurde sie von der Untersuchungshaft in eine geschlossene Klinik gebracht.
Die Staatsanwaltschaft hat die 31-Jährige jetzt wegen versuchten Mordes und Körperverletzung im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit angeklagt. Demnächst muss sie sich vor dem Schwurgericht verantworten. (ucs)
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1266504503591.shtml
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Und wie immer, wenn ich so was lese, frage ich mich: Wäre die bedauernswerte Frau SchuhverkäuferIn gewesen, wäre dann im Bericht auch etliche Male die Wörter &quot;SchuhverkäuferIn&quot; oder &quot;Schuhgeschäft&quot; gestanden - was hat Sexarbeit mit dem Geschehen zu tun? Warum schreibt man es hinein? Geht es um die Sensation in der Sensation???

nina777:
7.4.2010
Protest gegen Bonner Straßenstrich
Bonn. Auch am neuen Standort in der Immenburgstraße wird der Straßenstrich nicht gerne gesehen. Gegen die Verlegung dorthin protestierten jetzt Firmenvertreter und eine Handvoll Bürger aus dem Viertel zwischen Jonas-Cahn-Straße und Viktoriabrücke.
&quot;Ich sehe auch hier den Schutz unserer Jugendlichen nicht berücksichtigt&quot;, sagte Axel Müller-Storp, Chef des Technischen Hilfswerks, bei einem von der SPD organisierten Ortstermin. &quot;Das ist ein unhaltbarer Zustand.&quot;
 Für Knauber-Geschäftsführer Michael Niemeyer steht fest: &quot;Dieser neue Standort ist für unsere Kunden unzumutbar, das Viertel wird zum Hinterhof von Bonn.&quot; Man werde sich auf Dauer überlegen müssen, ob man hier bleiben könne. Toni Mandt, Prokurist von Eaton (Ex-Klöckner-Moeller), ist um seine Mitarbeiter besorgt, denn die Prostituierten stünden künftig direkt vor dem Firmensitz, und das &quot;Verrichtungsgelände&quot; liegt gegenüber des Unternehmensparkplatzes.
&quot;Unsere Mitarbeiterinnen werden jetzt schon auf der Straße angesprochen&quot;, erzählte er. Gar nicht schön finden auch Bewohner des Viertels die Aussicht auf mehr Autoverkehr. Antworten, wo ein besserer Standort sein könnte, hat auch die SPD nicht. Laut Parteichef Ernesto Harder mache eine Verlegung aber nur dann Sinn, &quot;wenn man sich mit dem neuen Standort verbessert. Das aber sehen wir im Moment nicht.&quot;
Rund eineinhalb Jahre ist es her, dass die Proteste von der nur einen Steinwurf entfernten Gerhard-Domagk-Straße kamen und Studentinnen des Uni-Instituts als Prostituierte verkleidet die Verlegung forderten. Kein Wunder, dass Grünen-Sozialsprecher Detmar Jobst und Ratsfrau Brigitta Poppe den neuen Standort für geeigneter halten. Dort sei weder ein Schulweg noch unmittelbar ein Wohngebiet. Die Verlegung schaffe &quot;endlich&quot; die Entlastungen für die Anwohner des alten Standortes, für Studenten und Telekom-Beschäftigte.
Deshalb sei die Ratsentscheidung sachgerecht und sozial verantwortlich. Jobst und Poppe erinnern, dass die Stadt die Straßenprostitution nicht im ganzen Stadtgebiet verbieten kann. Dass die SPD den Protest organisiert, sorgt bei den Grünen für Kopfschütteln.
Das werde weder Prostituierten noch Anliegern weiter helfen. &quot;Ein Alternativstandort in Bonn wurde von der SPD bisher nie ernsthaft genannt&quot;, so die Grünen, die deshalb meinen: &quot;Hier wird die Bevölkerung gegeneinander ausgespielt.&quot; 
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=721334

nina777:
18.6.2010
Zeitverzug in Sachen Bonner Straßenstrich
Bonn. (kf) Am neuen Standort des Bonner Straßenstrichs bahnt sich weiterer Ärger an. Die Stadt hat jetzt mitgeteilt, dass zum geplanten Zeitpunkt der Verlegung des Anbahnungsgeländes von der Gerhard-Domagk-Straße an die Immenburgstraße - das wäre zum 1. August - das so genannte &quot;Verrichtungsgelände&quot; am ehemaligen Güterbahnhof wohl nicht fertig sein wird.
Dort sollen auf der Freifläche für die Prostituierten und ihre Freier Boxen mit Warneinrichtungen und ein Sichtschutz errichtet werden. Kosten: rund 135 000 Euro. Außerdem soll dort ein Wachdienst präsent sein und eine soziale Betreuung stattfinden. Die Ausschreibungen können erst nach Freigabe der Haushaltsmittel erfolgen.
&quot;Mit den Bauarbeiten kann sechs bis acht Wochen danach begonnen werden&quot;, heißt es. Die reine Bauzeit betrage etwa vier Wochen. Eine Alternative könnte sein, dass die Bezirksregierung die neue Sperrbezirksverordnung nicht zum 1. August in Kraft setzt, sondern erst, wenn das &quot;Verrichtungsgelände&quot; tatsächlich fertig ist.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=750286

annainga:
Bonn berät über Kölner Modell der Sexsteuer
Sechs Euro pro Tag und Prostituierte beziehungsweise vier Euro pro angefangene zehn Quadratmeter des Etablissements - die Ratsmehrheit im Bonner Stadtrat will eine Sexsteuer nach Kölner Vorbild. Heute beraten die Mitglieder des Finanzausschusses abschließend über das Thema, bevor die Satzung am 8. Juli im Rat beschlossen werden soll. Rund 300 000 Euro erwarten die Politiker durch die Vergnügungsabgabe.
Neben Köln haben noch drei andere Städte in NRW die Sexsteuer eingeführt. Die Einnahmen liegen zwischen 45 000 (Dorsten) und 800 000 Euro (Köln).
http://www.welt.de/die-welt/regiona....Modell-der-Sexsteuer.html

nina777:
6.10.2010
Bonner Straßenstrich wird erneut zum Streitpunkt
Bonn. Kommt es in Sachen Straßenstrich am Donnerstagabend ab 18 Uhr zur Machtprobe zwischen Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und der schwarz-grünen Ratsmehrheit?
Letztere will auf alle Fälle an ihrem Beschluss vom Dezember 2009 festhalten und den Strich zum 1. November aus dem Gebiet Am Propsthof/Gerhard-Domagk-Straße an die Immenburgstraße verlagern. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) will sich per Mitteilungsvorlage über diesen Beschluss hinwegsetzen - mit der Begründung, eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln abzuwarten.
Dort hat ein nahe dem künftigen Straßenstrich gelegenes Unternehmen Rechtsschutz beantragt und gegen die Bezirksregierung geklagt, weil diese per Sperrbezirksverordnung die Straßenprostitution an die Immenburgstraße verlagert.
Dass der OB nun die Entscheidung des Gerichts abwarten will, um &quot;das Risiko einer finanziellen Fehlinvestition für die Stadt auszuschließen&quot;, halten die Grünen für inakzeptabel: Zu klagen sei das gute Recht eines jeden Bürgers, sagte Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt am Dienstag. Wenn der Rat aber auf jede Klage Rücksicht nähme, käme er keinen Schritt weiter.
Die Grünen jedenfalls sehen keine neuen Gründe, den Beschluss zu kippen, und wollen daher mit der CDU den OB &quot;anweisen&quot;, mit dem Bau des Verrichtungsgeländes zu beginnen, damit der Strich fristgerecht verlagert werden kann. Die Ratsmehrheit habe sich im vorigen Jahr in Kenntnis der Kritik der Anlieger der Immenburgstraße für die Verlagerung entschieden, so Schmidt. &quot;Natürlich war das eine Abwägungsentscheidung.&quot;
Die Bezirksregierung wollte sich am Dienstag nicht näher zu dem Streit zwischen OB und Ratsmehrheit äußern. Auf die Frage, ob ein Oberbürgermeister Ratsbeschlüssen widersprechen könne, sagte Pressesprecher August Gemünd in Anspielung auf die Gemeindeordnung : &quot;Ein OB hat dazu Mittel.&quot;
(§ 54 Gemeindeordnung
Der Bürgermeister kann laut Paragraph 54 Gemeindeordnung einem Beschluss des Rates spätestens am dritten Tag nach der Beschlussfassung unter schriftlicher Begründung widersprechen, wenn er der Auffassung ist, dass der Beschluss das Wohl der Gemeinde gefährdet. Der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung.)
Zum Antrag des Unternehmens auf Rechtsschutz wollte sich die Bezirksregierung ebenfalls nicht äußern. Die Klage gegen die Bezirksregierung hingegen sehe man als unbegründet an, weil der Jugendschutz in dem künftigen Gebiet an der Immenburgstraße nicht tangiert sei: &quot;Wir denken, dass die neue Sperrbezirksverordnung rechtens ist&quot;, so Gemünd.
Sollte das Gericht dennoch der Klage stattgeben, könnte es sein, dass die Stadt die Suche nach einem Standort fortsetzen muss. Das gilt jedoch als unwahrscheinlich. Wann das Gericht seine Entscheidungen fällt, ist völlig offen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=795094

nina777:
08.10.2010
Jetzt doch grünes Licht für neuen Strich
Bonn. (lis) Im Streit um den Straßenstrich pocht die schwarz-grüne Ratsmehrheit nach wie vor auf den den Ratsbeschluss von Dezember 2009, nach dem die sogenannte Anbahnungszone aus dem Gebiet Am Propsthof/Gerhard-Domagk-Straße in die Immenburgstraße verlagert werden soll.
Das machte die Koalition am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtrates noch einmal in einer Protokollnotiz deutlich. CDU und Grüne warfen Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) vor, den Ratsbeschluss von einst durch die Hintertür kippen zu wollen.
Zum Hintergrund: Neben der Verlagerung des Strichs soll an der Immenburgstraße außerdem auf dem ehemaligen Güterbahnhof-Areal ein sogenanntes Verrichtungsgelände entstehen, wo für die Prostituierten und ihre Freier Boxen mit Warneinrichtungen und ein Sichtschutz errichtet werden. Die Kosten dafür werden zurzeit auf bis zu 200 000 Euro veranschlagt und sollen von der Stadt übernommen werden.
Weil aber, wie berichtet, ein ansässiges Unternehmen beim Verwaltungsgericht Köln gegen die Verlagerung der Anbahnungszone geklagt hat, wollte Nimptsch mit dem Bau des Verrichtungsgelände warten, bis über die Klage entschieden ist.
So hat das Unternehmen eine Feststellungsklage gegen die Bezirksregierung eingelegt, weil sie für die ab 1. November geltende Sperrbezirksverordnung zuständig ist. Nimptsch will jetzt den Beschluss doch umsetzen, er gab aber am Donnerstagabend im Stadtrat ebenfalls zu Protokoll, dass dafür der Rat und nicht die Verwaltung die Verantwortung trage.
Zudem haben sich zwei weitere Firmen an Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD) gewandt, um ebenfalls die Verlagerung des Strichs und das Verrichtungsgelände zu verhindern. Nach der neuen Sperrbezirksverordnung muss die Stadt einen endgültigen Standort festlegen. Der bisherige soll aufgrund jahrelanger Beschwerden von Anwohnern und Universität aufgegeben werden.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=795956

nina777:
4.11.2010
STRASSENPROSTITUTION
Bagger auf dem Verrichtungsgelände
Die Stadt Bonn hat mit dem Bau des Verrichtungsgeländes an der Immenburgstraße begonnen. Bis Ende des Jahres sollen sechs Boxen fertiggestellt sein. Dazu kommen zwei Containerbauten für Wachdienst und soziale Betreuung der Prostituierten.
BONN - Das sogeannte Verrichtungsgelande besteht aus sechs einfachen Boxen, in die man mit dem Auto hineinfahren kann. Eine Anbahnnugszone wie in Köln gibt es allerdings auf dem Gelände nicht. Dies soll an der Immenburgstraße stattfinden - in der direkten Nähes des Eroscenters. Die Damen, die dort arbeiten, sind über diese Entwicklung allerdings nicht gerade begeistert.
Soziale Betreuung
Für die soziale Betreuung ist ein Bürocontainer vorgesehen, sowie ein zweiter Container mit Sanitäreinrichtungen. Die Investitionskosten für dieses Gelände betragen nach grober Schätzung je nach Ausbauvariante 185.000 bis 305.000 Euro. Darin enthalten ist alles, was zur Fertigstellung des Geländes benötigt wird, inklusive blickdichtem Zaun, Büro- und Sanitärcontainer, Fahrbahnbelag und Lampen. Die jährlichen Folgekosten belaufen sich für Pacht, Bewirtschaftung, zusätzliches Personal für soziale Betreuung und Wachdienst auf 250.000 bis 300.000 Euro.
Suche nach einem Standort
Eine zuvor bei der Stadtverwaltung eingesetzte Arbeitsgruppe hatte Alternativen zur derzeitigen Situation der Straßenprostitution in Bonn geprüft. Mit dem Ergebnis, dass es im gesamten Stadtgebiet Bonn keinen Straßenzug gibt, an dem die Straßenprostitution auch tagsüber möglich ist. Alle denkbaren alternativen Straßenzüge liegen entweder in hochwertigen Gewerbegebieten, in Naherholungsgebieten oder in der Nähe von Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe. Auch die bereits im Dezember 2007 untersuchten 16 Standorte wurden noch einmal mit etwas gelockerten Bewertungskriterien unter die Lupe genommen, mussten aber wieder als nicht geeignet bewertet werden.
http://www.ksta.de/html/artikel/1288741325250.shtml

nina777:
16.12.2010
Straßenstrich: Verrichtungsboxen bis Weihnachten fertig
Bonn. (kf) Nach langen Diskussionen um die Verlegung des Straßenstrichs an die Immenburgstraße werden jetzt auch sichtbare Fakten geschaffen: Seit dieser Woche bauen Arbeiter auf dem Verrichtungsgelände die Holzboxen auf, in denen der bezahlte Sex im Auto künftig vonstatten gehen soll.
Zwei graue Container stehen schon dort: In einem soll der Sicherheitsdienst sitzen, um die Prostituierten zu beschützen, im anderen sind Toiletten und Waschbecken. Auch der Zufahrtsweg von der Immenburgstraße ist fertig, ein grüner Maschendrahtzaun wurde als Abtrennung zu dem übrigen Grundstück des ehemaligen Güterbahnhofs installiert.
Von den sechs Verrichtungsboxen, die in einer Reihe stehen und jeweils drei Meter breit sein werden, ist noch nicht viel mehr zu sehen als einige Pfosten. Wenn sie alle stehen, werden die Mitarbeiter einer Zaunfirma aus Wipperfürth die Holzwände ziehen. Danach müssen noch Leitungen verlegt und angeschlossen werden, damit die Notfall-Knöpfe funktionieren.
Die Stadt lässt sich den Bau des Verrichtungsgeländes, das eine relativ überschaubare Größe hat und von der Straße aus nicht zu sehen ist, 135 000 Euro kosten. Hinzu kommen die jährliche Pacht für das Gelände (44 000 Euro) und die Bewachungskosten. Laut der Verwaltung sollen die Bauarbeiten auf dem Grundstück noch vor Weihnachten beendet sein.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Sperrbezirks-Verordnung ab 1. Januar findet dann die &quot;Anbahnung&quot; auf der Immenburgstraße statt, und das Verrichtungsgelände geht in Betrieb, teilte eine Sprecherin des Presseamtes mit
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=825399

nina777:
03.01.11
STRASSENSTRICH
Weniger Platz für Anbahnung
Ein Unternehmen hatte gegen die Länge der Anbahnungszone für den Straßenstrich geklagt. Das Gericht hat nun einen Kompromissvorschlag erarbeitet. Die Stadtverwaltung änderte jetzt den entsprechenden Beschluss.
BONN - Der Ärger um den neuen Platz für den Strassenstrich geht jetzt wohl langsam dem Ende zu. Die Anbahnungszone für die Straßenprostitution soll nun kürzer werden. Aufgrund eines laufenden Gerichtsverfahrens soll die in die Immenburgstraße verlegte Anbahnungszone nicht mehr von der Gerhard-Domagk-Straße, sondern von Am Dickobskreuz bis zur Karlstraße eingerichtet werden. Die Dringlichkeitsentscheidung zur Änderung des Ratsbeschluss vom 16. Dezember 2009 haben Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Stadtverordneter Georg Fenninger jetzt unterschrieben.
Klage gegen die Sperrbezirksverordnung
Ein ortsansässiges Unternehmen hatte gegen die neue Sperrbezirksverordnung geklagt und die Richter haben die &quot;schutzbedürftigen Belange der Klägerin&quot; bejaht. Deren Kompromissvorschlag sieht eine Verkürzung der Anbahnungszone auf das Teilstück der Immenburgstraße von der Karlstraße bis zum Tor 5 der Müllverbrennungsanlage vor. Dieses Stück wird jedoch von der Bezirksregierung Köln als zu kurz angesehen. Sie beabsichtigt deshalb, die Immenburgstraße von der Karlstraße bis zur Straße Am Dickobskreuz zur Anbahnung freizugeben. Diese Lösung wurde bereits im Rahmen der Standortuntersuchung von der Verwaltung aus dem Jahr 2004 als geeignet und wird daher nach wie vor als akzeptabel angesehen. Die Einrichtung der Anbahnungszone nur in diesem Teil der Immenburgstraße würde die Belange des Schutzes der Jugend und des öffentlichen Anstandes sowie die Interessen der angrenzenden Anwohnerschaft, insbesondere aber auch der des Hauses Immenburgstraße 31 berücksichtigen.
http://www.ksta.de/html/artikel/1293783960674.shtml

Marc of Frankfurt:
6 Drive-in-Love-Boxen mit Notfallknopf

© GA-Bonn.de

Eine 120.000 Euro teure kommunale Investition in eine sog. &quot;Verrichtungszone&quot;.
Auf dem Gelände, das nur über einen 60 Meter langen Stichweg zu erreichen ist, stehen noch 2 Container - einer zum Aufenthalt für den Wachmann, einer mit Sanitäranlagen für die Frauen. (Und derzeit noch zwei Dixi-Klos, bis auch der Wasseranschluss fertig ist.)
Die zugehörige sog. &quot;Anbahnungszone&quot; ist die Immenburgstraße zwischen Karlstraße und Dickobskreuz (320 Meter) wurde auf 200 Meter verkürzt, nachem der Imbißbudenbetreiber vom &quot;Fressnapf&quot; Ralf Over erfolgreich vor dem Oberverwaltungsgericht geklagt hatte, daß Sexworker und Kunden vor seinem Geschäft Geschäfte machen
...
Dass sich die Prostituierten und das Eros-Center Immenburg Straße 17-21 www.eroscenter-bonn.de in die Quere kommen, glaubt Beigeordneter der Stadt Bonn Wolfgang Fuchs nicht, weil das keine Konkurrenz sei. 
Der Straßenstrich sei das &quot;niederschwelligste Angebot&quot;. Und Luxus ist auf dem Verrichtungsgelände nicht zu erwarten. &quot;Es soll auch nur ein Minimum an Aufenthaltsqualität bieten&quot;, sagte Bauexperte Peter Esch.
...
Die Stadt stellt den Frauen/Freiern das Areal kostenlos zur Verfügung. 
Allerdings wird seit 1. Januar die Sexsteuer fällig, das sind 6 Euro pro Tag.
Die Stadt erhofft sich dadurch Einnahmen von 300.000 Euro im Jahr [137 x 6 Euro pro Tag stadtweit].

Quelle im Original:
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=831844

Somit wird aus dem Wachmann wohl auch noch ein Steuereintreiber.
Ob erst die Einführung der umstrittenen Sexsteuer die Realisierung dieser überfälligen Baumaßnahme politisch möglich gemacht hat???

nina777:
13.01.2011
Verrichtungsgelände für Strich
Versteckt, aber sicher - Boxen für Straßenstrich und Einführung der Sexsteuer
Bonn (BB).- Für die Gegner der Straßenprostitution ist es immer nur ein Kompromiss, in jedem Fall aber eine Verbesserung zur bisherigen Situation: Der Bonner Straßenstrich hat nun ein eigenes Verrichtungsgelände. 
Auf eigene Kosten hat die Stadt an der Immenburgstraße ein Gelände so umgebaut, dass die Damen des horizontalen Gewerbes sich mit ihren Kunden aus dem allgemeinen Straßenverkehr zurückziehen können. Die sechs Stellplätze für Autos sind mit Sichtschutzwänden voneinander getrennt und liegen uneinsehbar etwa einhundert Meter abseits von der Straße. Um dennoch die Sicherheit der Prostituierten zu gewährleisten, wird während der Öffnungszeiten von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. unmittelbar neben den Stellplätzen ein Wachmann seinen Dienst in einem eigenen Wachcontainer versehen. Fühlt sich eine der Damen bedroht, kann sie unmittelbar neben der Beifahrerseite der parkenden Autos auf einen Notfallknopf drücken und so den Wachmann informieren. 
In einem weiteren Container gibt es Toiletten, Waschbecken und Sitzplätze, auf denen zweimal pro Woche Mitarbeiter caritativer Einrichtungen und des Gesundheitsamts über Hilfsangebote für Frauen in Not informieren und Ansprechpartner vermitteln werden. &quot;Anbahnen&quot; dürfen die Damen ihre Geschäfte ausschließlich auf einem etwa 400 Meter langen Abschnitt der Immenburgstraße. &quot;Das ganze restliche Stadtgebiet ist Sperrbezirk&quot;, stellte der städtische Beigeordnete Wolfgang Fuchs klar. Dies werde die Stadtverwaltung auch mit Kontrollen sicherstellen. Die Eröffnung der Verrichtungsgeländes zu Jahresbeginn habe jedoch bereits gezeigt, dass das Gelände von den Prostituierten - nach Schätzungen der Stadt gehen etwa 100 Frauen dieser Arbeit nach in Bonn - angenommen werde. 
Anlieger der umliegenden Straßen hatten sich über die Straßenprostitution beschwert, was angesichts der Umstrukturierung des Umfelds verständlich sei, so Fuchs: Wo früher Schrottplätze das Bild prägten, sind heute Universitätsinstitute, IT-Firmen, Elektronik-Händler und Lebensmittelmärkte ansässig. Kosten lässt sich die Stadt die Miete des Geländes jährlich 65000 Euro, mit 54000 Euro für den Wachdienst. Doch es wird auch Einnahmen geben: Seit Neujahr gibt es eine neue Vergnügungssteuer, zu zahlen von denen, die dem Sex-Gewerbe nachgehen. Etwa 300 000 Euro &quot;Sexsteuer&quot; will die Stadt damit jährlich einnehmen, so die erste Schätzung. 
http://www.schaufenster-bonn.de/rag-rsg-sf/docs/323882/bonn

nina777:
25.1.2011
Straßenstrich folgt neuen Regeln
Bonn. Eine im Großen und Ganzen positive Bilanz zieht die Stadt dreieinhalb Wochen, nachdem die neue Sperrbezirksverordnung in Kraft getreten ist. &quot;Die Verrichtungsboxen an der Immenburgstraße werden nach den bisherigen Beobachtungen des Stadtordnungsdienstes von Freiern und Prostituierten gut angenommen&quot;, sagte Monika Frömbgen vom Presseamt.
Aus anderen Gebieten lägen der Stadt derzeit keine Beschwerden oder sonstige Erkenntnisse über mögliche Verrichtungen vor.
Der neuen Verordnung zufolge müssen sich Freier und Frauen fürs sexuelle Geschäft auf ein Gelände an der Immenburgstraße, das sogenannte Verrichtungsgelände zurückziehen. Die Anbahnung, der eigentliche &quot;Strich&quot;, darf jetzt zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nur noch auf einem bestimmten Abschnitt der Immenburgstraße stattfinden.
In allen anderen Straßen und Gebieten der beiden Stadtbezirke Bonn und Hardtberg ist die Straßenprostitution damit verboten.
Damit sich möglichst alle Frauen und Feier an die neue Verordnung halten, kontrolliert die Stadt nach eigenen Angaben das bis Ende 2010 geltende Gebiet des Straßenstrichs (das Gebiet Am Propsthof) ebenso wie das neue Gebiet mehrfach täglich mit Mitarbeitern des Stadtordnungsdienstes.
&quot;Die Mitarbeiter sind ab 17.30 Uhr bis 22.30 Uhr ständig in dem Bereich und halten sich an diversen Punkten auf&quot;, sagte Frömbgen. Ferner werde das Gebiet von Mitarbeitern der Wache GABI und an mehreren Tagen in der Woche auch von weiteren Mitarbeitern des Stadtordnungsdienstes nach 24 Uhr kontrolliert. &quot;So konnten wir die Ausübung der Straßenprostitution im Bereich der Siemensstraße im Großen und Ganzen verhindern&quot;, sagte Frömbgen.
Speziell auf dem Parkplatz der ehemaligen Biskuithalle komme es vereinzelt zu Verstößen gegen die Sperrbezirksverordnung, weshalb &quot;der Stadtordnungsdienst dort weiter intensiv kontrollieren und bei Bedarf Maßnahmen treffen wird&quot;, so Frömbgen. Ein Verstoß gegen die Verordnung wird mit einer Geldbuße geahndet.
Für die Installation der Verrichtungsboxen hat die Stadt 120 000 Euro ausgegeben; die jährliche Pacht für das Gelände beläuft sich auf 65 000 Euro. Hinzu kommen 54 000 Euro für einen von der Stadt beauftragten privaten Wachdienst, der vor allem für die Sicherheit der Frauen sorgen soll.
Die Stadt stellt ihnen und ihren Freiern das Areal kostenlos zur Verfügung. Allerdings wird seit 1. Januar die Sexsteuer fällig, das sind sechs Euro pro Tag. Die Stadt erhofft sich dadurch Einnahmen von 300 000 Euro im Jahr. Mit einem Faltblatt hat die Stadt die rund 100 in Bonn registrierten Prostituierten entsprechend informiert. Demnach müssen die Frauen regelmäßig eine Steuererklärung beim Kassenamt der Stadt einreichen und entsprechend die Steuer überweisen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=840475

nina777:
28.01.2011
Straßenstrich: Stadt prüft Radler-Box
Bonn. (kf) Langsam wird's skurril um den Straßenstrich. Nachdem die Stadt an der Immenburgstraße ein Verrichtungsgelände mit sechs Holzboxen in Betrieb genommen hat, prüft sie jetzt auch eine Verrichtungsbox für Fahrradfahrer zu installieren. &quot;Ja, aber das ist alles noch sehr vage&quot;, so eine Sprecherin des Presseamtes.
Hintergrund ist, dass es offenbar Freier gibt, die zu Fuß oder mit dem Rad Prostituierte &quot;besuchen&quot;. Damit sich solche &quot;Pärchen&quot; nicht in Ecken oder hinter Büschen ihrem Treiben hingeben, könnte die Stadt diesem Personenkreis ein Angebot machen. In Köln gibt es bereits eine solche Box auf dem Verrichtungsgelände. Es soll sich um einen kahlen, kleinen Raum handeln, in dem nur ein Stuhl stehe.
Weiter anhängig ist die Klage von &quot;Fressnapf&quot;-Inhaber Ralf Over gegen die Anbahnungszone. Diese wurde zwar von 400 auf 320 Meter verkürzt, aber Over reicht das nicht aus. Er fordert eine Distanz von 78 Metern zwischen &quot;Fressnapf&quot; und Strich. Nur so könne er Mitarbeitern und Kunden ein Mindestmaß an Sicherheit geben, dass sie nicht von Freiern angesprochen werden. Overs Geschäft schließt um 20 Uhr. Erst ab dieser Uhrzeit dürfen die Prostituierten ihre Tätigkeit aufnehmen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=841925

nina777:
25.2.2011
Freier im Wohngebiet Verdistraße
Bonn. Der Straßenstrich ist offenbar im Wohngebiet der Verdistraße angekommen. Hier finden Anwohner seit kurzem Kondome, benutzte Taschentücher und Kondomverpackungen auf Wegen zu Häusern und einer seitlichen Eingangsnische der Garage.
&quot;Es ist sooo ekelhaft&quot;, beschreibt eine Anwohnerin. &quot;Unsere kleine Tochter kann mit drei Jahren nicht wissen, dass man benutzte herumliegende Kondome nicht einfach anfassen darf.&quot; In der Tat belegte sie ihre Aussagen mit Fotos, die nicht angenehm anzusehen sind.
Die Verdistraße verbindet die Endenicher Straße und die Immenburgstraße hinter dem Knauber-Parkplatz. Jetzt scheint die Verlegung der Anbahnungszone auf die Immenburgstraße und die Inbetriebnahme des &quot;Verrichtungsgeländes&quot; Freier und Prostituierte auch in diese Wohnstraße zu führen. Dabei war mit der Neuregelung auf dem Straßenstrich genau das Gegenteil bezweckt worden. Denn das &quot;Verrichtungsgelände&quot; sollte gerade verhindern, dass sich &quot;Pärchen&quot; in Wohngebieten, in Ecken oder hinter Büschen ihrem Treiben hingeben.
Das Presseamt der Stadt versicherte auf GA-Anfrage: Man werde die Verdistraße in die Kontrollen durch den Ordnungsdienst einbeziehen. Ob dort eine &quot;illegale Verrichtung&quot; stattfand oder die Kondome aus dem Autofenster geworfen wurden, ist für die Stadt unklar. Die Anwohnerin jedoch ist sicher: Die Mülltonnen seien so verschoben gewesen, dass alles auf ein illegales Treiben in dem Wohngebiet hindeute.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=854291

fraences:
Prostitution erst ab 20.15 Uhr19.04.11 | 15:54 Uhr
 
Im monatelangen Streit um die Straßenprostitution im Bonner Norden zeichnet sich eine Lösung ab. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, soll der sogenannte Anbahnungsbereich für die Prostituierten verkleinert werden, zudem dürfen die Frauen ihr Gewerbe erst ab 20.15 Uhr ausüben.
 
 
 Prostitution erst ab 20.15 Uhr Bonn (dapd-nrw). Im Gegenzug wollen Anlieger ihre Klagen gegen die seit Dezember vergangenen Jahres geltende neue Sperrgebietsverordnung zurück ziehen.
Damals hatte die Stadt den Sperrbezirk ausgedehnt und in einem Gewerbegebiet sogenannte Verrichtungsboxen für die Prostituierten und ihre Freier zur Verfügung gestellt.
Anliegern und benachbarten Geschäftsleuten ging diese Lösung nicht weit genug. Sie beklagten, dass Mitarbeiterinnen und weibliche Kunden von potenziellen Freiern belästigt und für Prostituierte gehalten würden. Aus diesem Grund hatten sie gegen die Sperrgebietsverordnung geklagt.
Die jetzt gefundene Kompromiss ist das Resultat eines Mediationsgespräches, das auf Anregung des Oberverwaltungsgerichts Münster stattgefunden hat. Durch die Verlagerung des Rotlicht-Gewerbes auf die Zeit nach 20.15 Uhr soll ein Zusammentreffen von Kunden und Mitarbeiterinnen der ortsansässigen Unternehmen mit der einschlägigen Szene vermieden werden. Die Bonner Ratsgremien und die zuständige Bezirksregierung müssen der Lösung noch zustimmen.
Die derzeitige Lage am Straßenstrich bezeichnete eine Sprecherin der Stadt als ruhig. Die Verrichtungsboxen würden gut angenommen. Zudem sorge das Ordnungsamt mit intensiven Kontrollen dafür, dass die Prostituierten der Sperrbezirk einhielten.
http://news.google.de/news/story?nc....2813&amp;hl=de&amp;geo=de

fraences:
Bonn 19.04.2011 - 16:50 UhrVerkürzung
Bonner Straßenstrich kriegt nen Straßen-Strich
Von IRIS KLINGELHÖFER 
Schon jetzt herrscht auf den Straßenstrich jede Menge Verkehr.
Bonn – 
Bald stolpern Huren und Freier übereinander: Der Straßenstrich auf der Immenburgstraße soll von 320 auf 260 Meter verkürzt werden. Damit es für alle gut sichtbar ist, wird er auch deutlich markiert - mit einem Strich am Anfang und am Ende auf der Straße. Wie passend. 
Strich eingedampft, dazu sollen die Huren dort erst ab 20.15 statt 20 Uhr stehen dürfen. Das ist das Ergebnis eines Mediationsgespräches, das auf Anregung des Oberverwaltungsgerichtes Münster stattfand. An dem Gericht läuft noch die Klage einer am Strich ansässigen Firma. 
Sie und andere waren auf die Barrikaden gegangen, weil ihre Kunden und Mitarbeiterinnen häufiger schlüpfrige Angebote von Freiern bekamen. Durch den späteren „Arbeitsbeginn“ auf dem Strich soll das jetzt vermieden werden. 
Für eine Verkürzung der Sex-Meile kämpft besonders Ralf Over, Inhaber des „Freßnapf“-Marktes. Er fordert, dass der Straßenstrich erst ab Tor 4 der Müllverbrennungsanlage beginnt. Was dem Ergebnis des Mediationsgesprächs mit Vertretern von Stadt, Bezirksregierung und den betroffenen Firmen entspricht. Das muss am 26. Mai vom Rat abgenickt werden.

fraences:
Polizisten verletzt
Randale in der „Immenburg“
Bonn – 
Kein friedliches Wochenende in der &quot;Immenburg&quot;:
In der Nacht zum Samstag randalierte ein 24-Jähriger wild im Eros-Center.
Die Polizei musste kommen. Da sich der Mann nicht ausweisen konnte, wollten ihn die Beamten mit zur Wache nehmen. Dabei widersetzte sich der Randalierer so heftig, dass die Polizisten leichte Verletzungen erlitten.
Er wurde in Polizeigewahrsam genommen, bei einer Durchsuchung wurden auch noch Drogen bei ihm gefunden.
http://www.express.de/regional/bonn....2860/8450388/-/index.html

fraences:
Straßenstrich wird noch einmal verkürzt
 Der Bonner Straßenstrich, der im Januar von der Gerhard-Domagk-Straße an die Immenburgstraße umgezogen ist, wird noch einmal verkürzt. Und zwar um weitere 60 Meter, so dass die Prostituierten nunmehr nur noch zwischen Tor 4 der Müllverbrennungsanlage und der Karlstraße stehen dürfen.
 
Außerdem wird die Prostitution erst ab 20.15 Uhr erlaubt (bisher ab 20 Uhr). Mit diesen beiden Entscheidungen, die der Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit und bei nur wenigen Gegenstimmen beschloss, wurde der Kompromiss besiegelt, den das ansässige Unternehmen &quot;Fressnapf&quot; angestrengt hatte.
Dessen Inhaber Ralf Over hatte gegen die Anbahnungszone direkt vor seiner Ladentür geklagt, um Mitarbeitern und Kunden ein Mindestmaß an Sicherheit zu geben, dass sie nicht von Freiern angesprochen werden. Aus demselben Grund wird der zeitliche Beginn um 15 Minuten nach hinten verschoben.
 
Bei einem Mediationsgespräch auf Anregung des Oberverwaltungsgerichts Münster hatten sich alle Seiten vor einem Monat auf die jetzt genehmigte Lösung verständigt. Einige Ratsmitglieder zeigten sich damit jedoch nicht einverstanden. &quot;Das Ergebnis ist völlig inakzeptabel&quot;, meinte Rolf Beu (Grüne). &quot;Das ist ein Einknicken vor der Position des klagenden Hundefutterhändlers.&quot;
 
Dieser habe sich mit seiner Klage durchgesetzt, von einem Kompromiss könne also nicht die Rede sein. Beu: &quot;Die Stadt ist eingeknickt. Und was passiert, wenn der Händler mal bis 22 Uhr öffnen will?&quot; Seit dem Umzug des Straßenstrichs habe sich die Situation deutlich entspannt, sagte der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Fuchs. Auch in den Wohnvierteln, in denen früher illegal die &quot;Verrichtung&quot; betrieben wurde, sei es inzwischen ruhig. &quot;Der neue Standort hat sich etabliert und wird gut angenommen&quot;, konstatierte Fuchs.
http://www.general-anzeiger-bonn.de....10490&amp;detailid=893454

Marc of Frankfurt:
Geschäfte mit Prostitution und Nicht-Prostitution scheinen erschwert inkompatibel zu sein.
Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Prostitutionsgegner die wirtschaftliche Konkurrenz ist.

Auch in Korea waren es laut Presseberichten die ortsansässigen Kaufhäuser, die sich für Sexworker-Vertreibung und Bordellschließungen eingesetzt hatten:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=98819#98819


Wir Sexworker-Interessenvertreter könnten mal Gedanken entwickeln wie so ein Antagonismus, so eine Feindschaft überwunden werden kann (Kooperationsmodell) und daraus eine Checkliste mit Empfehlungen entwickeln:
- Runder Tisch vor Ort inkl. Sexworkern
- Mediationsverfahren mit Vertretern aller Parteie (Anwohner, Gewerbetreibende, Sexworker, Kunden)
- Planungszelle, Deliberation
- Sexworker-Delegierte als Aufklärer vor Ort (Öffentlichkeit sowie Sexworker-Kollegen)
- Sexworker-Delegierte als Ansprechpartner für lokale Unternehmen und Anwohner
- Organisation der Sexworker um gemeinsame Absprachen zu erarbeiten
- Organisationshilfe für den Aufbau einer Sexworker-Selbstorganisation (Treffpunkt, Kommunikation, Infrastruktur)
- Self-Regulatory Boards wie in Indien
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=38203#38203
- Sozialarbeiter als Ansprechpartner (vgl. Aktion mit orangen Taschen von SOPHIE auf dem Straßenstrich in Wien)
- Straßenmöblierung siehe TU Wien
- Straßenbeschilderung, Straßenbelag, -bemalung
- Sichtschutz
- Safer-Sex drive-in Love-Boxen
- Polizei als Kontrolleure, Streifen
- Zivilstreifen
- Polizei als Scheinfreier wie in U.S.A.
- Polizei als Schein-Sexworker
- Steuerfahndung
- Ordnungsgelder und Briefe nach Hause oder Arbeitgeber
- John-School
- Überwachungskameras wie in CZ
- Sperrgebietsregelung und Verbotsgesetze (Zonierung)
- traumatisierende Razzien, 
- Festnahmen, Strafen und die Einleitung von kriminellen Karrieren
- Deportation/Ausbringung/Abschiebung
- Gewinnabschöpfung, Beschlagnahmung, Hausdurchsuchung
- Kondome als Beweismittel für verbotene Prostitution
- Verweis auf Jugendschutz
- ...

fraences:
Sexsteuer
Stadt will Automaten aufstellen
Weil sich die Einnahmen aus der Sexsteuer nicht so entwickeln wie erwartet, will die Stadt Bonn nun einen Sexsteuerautomaten an der Immenburgstraße aufstellen. Aus diesem sollen sich die Prostituierten für jeden „Arbeitstag“ ein jeweils sechs Euro teures Steuerticket ziehen.
Zukünftig sollen die Prostituierten ein 6 Euro teures Steuerticket pro Arbeitstag aus einem Automaten ziehen. (Symbolbild: dpa)
BONN - Weil sich die Einnahmen aus der zu Jahresbeginn eingeführten Sexsteuer nicht so entwickeln wie erwartet, will die Stadt Bonn nun einen Sexsteuerautomaten im „Verrichtungsgelände“ an der Immenburgstraße aufstellen. Aus diesem sollen sich die Prostituierten des Straßenstrichs für jeden „Arbeitstag“ ein jeweils sechs Euro teures Steuerticket ziehen. Über diese Maßnahme, die der Stadtrat noch absegnen muss, will die Stadt rund 200 000 Euro jährlich einnehmen. Grundlage dieser Berechnung ist die Annahme, dass die Frauen ihrem Gewerbe an 25 Tagen im Monat nachgehen.
Bußgeld von 100 Euro im Wiederholungsfall
Von den rund 200 Prostituierten im Stadtgebiet arbeite etwa die Hälfte im Bordell, der Rest schaffe auf der Straße an - es sei schwierig, eine genaue Zahl zu ermitteln, weil die Prostituierten nirgendwo registriert seien und es keine Meldepflicht gebe, sagte Monika Frömbgen vom städtischen Presseamt der Rundschau. Über Internetrecherchen und Kontrollen vor Ort habe die Stadt aber eine ungefähre Zahl.
Die seit Januar geltende Sexsteuerpflicht, so Frömbgen weiter, sei schwer umzusetzen, obwohl die Frauen verpflichtet seien, monatlich eine Steuererklärung abzugeben. Kontrollen der Stadt hätten aber ergeben, dass die Steuerpflichtigen des Straßenstrichs kaum jemals eine solche Erklärung abgäben, während die Prostituierten der Bordelle - weil auch leichter zu kontrollieren - ihrer Pflicht im Großen und Ganzen nachkämen.
Aus Gründen der „Steuergerechtigkeit“ und um die Überprüfungen zu erleichtern, so Frömbgen, solle nun der Automat her. Derzeit laufe eine Ausschreibung, die Verwaltung habe Automatenhersteller zu einem Angebot aufgefordert und hofft, das Gerät ab August in Betrieb nehmen zu können. Ein Mitarbeiter des Kassen- und Steueramtes könne dann die Frauen vor Ort kontrollieren. Sollten sie kein Steuerticket dabeihaben, müssten sie im Wiederholungsfall mit einem Bußgeld von 100 Euro rechnen.
Für die Kontrollen seien in dem Amt zwei Planstellen vorgesehen, so Frömbgen, allerdings keine neu eingerichteten, sondern sie seien verwaltungsintern umgeschichtet worden. Eine dieser - eher ungeliebten - Stellen sei besetzt, für die zweite werde noch jemand gesucht.
Das „Verrichtungsgelände“ an der Immenburgstraße hatte sich die Stadt inklusive Boxen, Miete und Bewachung 240 000 Euro kosten lassen. Die Einnahmen aus der Sexsteuer, die auch Betreiber einschlägiger Etablissements entrichten müssen, waren ursprünglich auf 300 000 Euro pro Jahr prognostiziert worden. (kri http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1304633446144.shtml

fraences:
Sex-Steuer
Im August müssen Huren Ticket ziehen
Im August geht’s los: Dann müssen die Huren vom Bonner Straßenstrich auf dem Gelände mit den Verrichtungsboxen an einen umgerüsteten Parkschein-Automaten ihre Sex-Steuer bezahlen.
Bonn –
Es war schon ein ganz besonderer Kracher, den sich die Bonner Verwaltung zum Thema Sex-Steuer vor Wochen ausgedacht hatte:

Die Huren vom Straßenstrich sollen auch zahlen – aber wie? Stellen wir doch einen Steuer-Automaten auf dem Verrichtungsgelände auf!

Jetzt erfuhr EXPRESS: Im August wird der Automat an der Immenburgstraße platziert. Und den werden die Freier, die mit dem Auto aufs Gelände fahren, sicher schnell wieder- erkennen: Es wird ein umgerüsteter Parkschein-Automat!

„Er ist noch nicht fertig, es gibt noch kein Modell des Sex-Steuer-Automaten“, erklärt das Bonner Presseamt.

Doch wenn der Kasten im August kommt, wird Stadtkämmerer Professor Dr. Ludger Sander seine Freude haben: Die Huren vom Straßenstrich, die in Sachen Sex-Steuer bislang nicht richtig kontrolliert werden konnten, müssen ein Ticket ziehen.

6 Euro kostet das pro Tag. Und regelmäßig kommt ein freundlicher Herr des Steueramtes vorbei, kontrolliert, ob die Damen auch brav ihre Münzen in den Automaten geworfen haben.

Wehe, wenn nicht! Wird eine Freiluft-Hure mehrmals beim Nichtzahlen erwischt, werden bis zu 100 Euro Bußgeld fällig. Insgesamt rechnet die Stadt mit 200.000 Euro Einnahmen durch die neue Abgabe für die insgesamt 200 steuerpflichtigen Prostituierten in Bordellen, Bars und auf dem Strich.

Übrigens: Der Sex-Steuer-Automat ist eine rein bönnsche Erfindung! „Wir wüssten nicht, dass es so etwas in einer anderen Kommune gibt“, so das Presseamt.

http://www.express.de/regional/bonn....2860/8637458/-/index.html

Marc of Frankfurt:

Mehr zu diesem POT - point of taxation:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=101433#101433


Seit 2013 auch in Zürich

vergrößern

fraences:
Straßenstrich
Freier beraubt und mit Flasche verletzt?
Auch Freier leben gefährlich. Diese bittere Erfahrung musste Franz Rüdiger R. (Name geändert) machen, als er im August 2010 auf dem Straßenstrich nach einer schnellen Nummer suchte.
BONN - Auch Freier leben gefährlich. Diese bittere Erfahrung musste Franz Rüdiger R. (Name geändert) machen, als er im August 2010 auf dem Straßenstrich nach einer schnellen Nummer suchte. Statt eines knappen Liebesstündchens in einem Stundenhotel wurde er seiner ganzen Barschaft beraubt und soll, als er es bemerkte, von der Liebesdame auch noch eine Bierflasche über den Kopf gezogen bekommen haben. Der Mann blieb verwundet zurück.
Wegen schweren räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung muss sich demnächst eine 37 Jahre alte Prostituierte vor dem Bonner Landgericht verantworten. Laut Anklage hatte sie mit Franz Rüdiger R. einen Quickie über 30 Euro vereinbart. Im Stundenhotel jedoch soll sie noch vor Erfüllung des mündlichen Vertrags dem 47-Jährigen das Portemonnaie aus der Hose gezogen und daraus 155 Euro entwendet haben. Als der Freier das bemerkte, sprach er die Dame an. Die aber soll ihn mit der Flasche niedergestreckt haben und geflüchtet sein. Das Geld soll sie teils im Körper versteckt haben.
Zwei Prostituierte, die in benachbarten Hotelzimmern den Schrei von Franz Rüdiger R. hörten, sollen der Kollegin gefolgt und sie auf der Straße festgehalten haben, bis die Polizei eintraf, die der Betreiber des Stundenhotels alarmiert hatte. Da die Prostituierte laut Anklage nicht vollständig untersucht wurde, fanden die Ermittler womöglich nur einen Teil der Beute. Der Freier, der im Krankenhaus versorgt werden musste, vermisse 350 Euro.
Die Angeklagte ist seit ihrem 15. Lebensjahr drogensüchtig und zahlreich, auch einschlägig vorbestraft. Neben dem so genannten „Beischlaf-Diebstahl&quot; muss sie sich wegen eines weiteren räuberischen Diebstahls verantworten. In der Bonner Fußgängerzone soll sie aus den Auslagen einer Apotheke Kosmetika im Wert von 234,70 Euro in die Kleidung und eine Plastiktüte gesteckt haben. Als sie erwischt und festgehalten wurde, soll sie sich laut Anklage heftig gewehrt und einer Zeugin mit einem vier Zentimeter hohen Absatz in den Bauch getreten haben. Seit dem Vorfall im März 2011 sitzt die Prostituierte in Untersuchungshaft.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1312797688289.shtml

fraences:
BÖNNSCHES UNIKAT
Sexsteuer-Automat: Experten basteln noch am Detail

Die Huren vom Bonner Straßenstrich sollen auf dem Gelände mit den Verrichtungsboxen an einen umgerüsteten Parkschein-Automaten ihre Sex-Steuer bezahlen. 
Foto: Paul; Montage: EXPRESS
BONN –
Seit Anfang August sollte er am Straßenstrich stehen, fleißig Geld in die Stadtkasse spülen: Der Sexsteuer-Automat – doch von dem fehlt bislang jede Spur. Die bönnsche Einzelanfertigung wurde nicht mal ausgeliefert.
Seit Wochen liegt der Auftrag bei einer großen deutschen Firma. Die soll einen normalen Parkscheinautomaten so umrüsten, dass der kein Parkticket mehr auswirft – sondern einen Sexsteuer-Beleg!
Scheint nicht so einfach zu sein: Der Sexsteuer-Automat bringt die Fachleute zum Schwitzen! Schließlich gibt es dafür kein Vorbild. „Der Automat ist noch nicht geliefert, ein Aufstelltermin steht noch nicht fest“, so Elke Palm vom Presseamt.
Fakt ist: Der Stadt geht nun Geld flöten. Denn für jeden Arbeitstag am Strich müssten die Prostituierte ein Sechs-Euro-Ticket ziehen. Macht bei circa 18 Huren, die sich dort anbieten, 108 Euro täglich.
http://www.express.de/regional/bonn....2860/9543020/-/index.html

fraences:
HURE VOR GERICHT
Freier beraubt und geschlagen

BONN –
Hat die Prostituierte Serap F. (37) ihren 46-jährigen Freier ausgenommen und die Beute im Intimbereich versteckt? Seit Dienstag muss sich die hübsche Frau vor dem Landgericht wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung verantworten.
Rot lackierte Fingernägel und roter Pulli mit tiefem Rückenausschnitt: So trat Serap F. am Dienstag aus den Katakomben in den Gerichtssaal. Seit März sitzt sie im Frauenknast. Das könnte dort ein längerer Aufenthalt werden.
Denn: Die Staatsanwaltschaft wirft der bereits 20 Mal vorbestraften Deutsch-Türkin räuberischen Diebstahl und gefährliche Körperverletzung vor. 
Vor einem Jahr soll sie mit einem Freier vom Straßenstrich in ein Bornheimer Billighotel gefahren sein.
Doch statt des vereinbarten Oralsex soll die Frau nur einen heftigen Diebstahl geboten haben. Als der Freier die Hose ausgezogen hatte, soll sie ihm 155 Euro daraus geklaut haben.
Um flüchten zu können, zog sie ihm eine Flasche Bier über den Kopf. Mit einem Passanten konnte der Freier die Liebesdame an einem Supermarkt in der Nähe stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Das Geld hatte sie in ihrem Körper versteckt.
Serap bestreitet alles. Der Freier habe mehr als die vereinbarten Leistungen verlangt, was sie abgelehnt habe. Dann habe er das Geld zurückverlangt, was sie ebenfalls verweigerte. So sei es zum Streit gekommen. Die 37-Jährige gestern: „Die Hose hatte er die ganze Zeit an. Ich habe seinen Penis nicht gesehen.“ Am Mittwoch soll der Freier im Zeugenstand von dem Vorfall berichten.
Serap F. ist außerdem angeklagt, in einer Apotheke am Friedensplatz hochwertige Kosmetika geklaut und einer Zeugin in den Bauch getreten zu haben.
http://www.express.de/regional/bonn....2860/9542998/-/index.html

fraences:

Prostituierte bestreitet Raub auf Freier
BONN - „Woher soll denn der Penner so viel Geld haben, Mann, und das am Ende des Monats?&quot;, wehrte sich gestern eine Bonner Prostituierte vor dem Landgericht gegen den Vorwurf, dass sie einen Freier ausgeraubt haben soll. 350 Euro will der 47-Jährige bei sich getragen haben, als er am 21. August 2010 am Bonner Straßenstrich eine Dienstleistung für 30 Euro ausgehandelt hatte. 20 Euro hatte er noch drauf gelegt, weil er, der von Sozialhilfe leben soll, den Service in einem Stundenhotel entgegennehmen wollte.
Was sich an dem Tag in dem Zimmer abgespielt hat, wird sehr unterschiedlich dargestellt: Laut Anklage soll die Prostituierte dem Freier 155 Euro aus dem Portemonnaie gezogen haben. Als er den Diebstahl bemerkt und die 37-Jährige darauf angesprochen habe, soll sie ihm eine leere Flasche Bier über den Kopf geschlagen und die Flucht ergriffen haben.
Die Prostituierte war empört über die Vorwürfe: Zunächst habe er sie „die Arbeit nicht machen lassen, die ich schnell erledigen wollte.&quot; Er habe da gelegen und habe nur reden wollen. Dann habe er plötzlich mehr von ihr gewollt, als vereinbart. Plötzlich habe er sie angesprungen, und wollte seine 50 Euro zurück. Da habe sie gesagt, das komme gar nicht in Frage, immerhin sei sie mit ihm bis zum Hotel gefahren. „Dann saß er auf mir und hat mich gewürgt. Da habe ich es mit der Angst bekommen, die leere Bierflasche genommen und zugeschlagen.“ Das sei Notwehr gewesen, betonte die 37-Jährige gestern. Der verletzte Freier hatte 2, 8 Promille Alkohol intus, und die Prostituierte zwar weniger Alkohol, aber dafür Drogen.
Als die Polizei die Flüchtige festhielt, fanden sie 155 Euro bei ihr. Aber auch dafür hat die Frau eine klare Antwort. „An diesem Tag bin ich auf Meile gegangen, weil ich kein Geld für Drogen hatte.&quot; Bevor sie mit dem 47-Jährigen ins Hotel gefahren sei, habe sie mit zwei Freiern bereits 115 Euro verdient, die sie im Körper versteckt hatte. „Was glauben Sie, Mann&quot;, klärte die Angeklagte das Gericht über das harte Geschäft auf, „wie viel Stress ich auf dem Strich schon gehabt habe, wenn ich das Geld nicht verstecke? Das ist der allersicherste Ort.&quot;
Ein Leben voller Abstürze
Seit ihrem 14. Lebensjahr führt die Angeklagte ein Leben zwischen Bordellen, Strich, Platte, Drogen, Gericht und Gefängnis. Insgesamt 25 Vorstrafen weist laut Richter ihr Strafregister aus, meistens wegen Diebstahls und Drogenbesitzes, aber auch wegen räuberischer Erpressungen und Betrügereien. Mit 16 Jahren erhielt sie die erste dicke Jugendstrafe. Zwischendurch gelangen der Frau, die zwei Kinder hat, die bei Pflegeeltern leben, vier Jahre, in denen sie clean blieb und eine Ausbildung zur Kauffrau machte. Dann folgten wieder Abstürze. Zuletzt wurde sie im Oktober 2010 vom Amtsgericht Bonn zu anderthalb Jahren Haft verurteilt.
Im März 2011 wurde sie beim Diebstahl in einer Apotheke erwischt. Seitdem sitzt sie in Strafhaft. Um ihr Leben finanzieren zu können, räumte die 37-Jährige ein, sei sie auf Diebestour gegangen. Es sei ihr nichts anderes mehr übrig geblieben, weil ihr Freund, „als der aus dem Knast war&quot;, ihr unter Androhung von Schlägen die Prostitution verboten habe. So habe sie sich und ihre zwei Kätzchen mit dem Klauen über Wasser gehalten. Der Freier soll am nächsten Verhandlungstag gehört werden.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1313489088271.shtml

Adultus-IT:
Von den Verrichtungsboxen hat man ja nun schon gehört aber das HIER, gibt es das schon länger? Ich zumindest... habe es gerade erst gelesen.
Gruss Adultus - IT Micha

fraences:
Städte zeigen Interesse
Alle scharf auf Bonner Sex-Automaten
Sexy aussehen tut der schlichte graue Kasten ja nicht, trotzdem sind alle scharf auf ihn: der Sexsteuer-Automat am Bonner Straßenstrich.

Seitdem er letztes Wochenende in Betrieb genommen wurde, liebäugeln bereits andere Kommunen mit dem auf „Sex“ getrimmten Parkscheinautomaten.
Er ist der bislang einzige seiner Art. Noch. „Sollte das funktionieren und erfolgreich sein, wird das sicherlich auch andere Städte interessieren“, erklärt Uwe Zimmermann vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Zumal die Umrüstung des Bonner Prototyps gerade mal schlappe 8.000 Euro kostete. Inklusive Montage.
Bonns Straßenhuren in der Erprobungsphase. Seit vier Tagen müssen sie vor Dienstbeginn erst mal ein Sexsteuer-Ticket ziehen. Für sechs Euro pro Arbeitsnacht (20.15 bis 6 Uhr) – und dafür sollten sie passendes Kleingeld bereithalten! Der Automat schluckt weder Scheine, noch rückt er Wechselgeld raus. 

http://www.express.de/regional/bonn....2860/9928206/-/index.html

fraences:
Die Sexsteuerautomaten haben es in der New York Times geschafft:
In Germany, Sex Workers Feed a Meter
 The city of Bonn has begun collecting taxes from prostitutes with an automated pay station similar to a parking meter, proving again that German efficiency knows few if any bounds. 
A ticket machine prints receipts for those who work the streets. 
Bonn is not the only city in Germany to charge such a tax, but it is the first to hit upon the idea of a ticket machine that prints out receipts for the nightly flat fee of 6 euros (currently about $8.65) for the privilege of streetwalking. The meter went into service over the weekend, and by Monday morning had collected $382 for the city’s coffers. 
Prostitution is legal in Germany; the Reeperbahn in Hamburg is one of the largest red-light districts in Europe. Attempts are often made to regulate the industry, unionize the workers and tax the proceeds, but they are not always effective, given both the discretion and the unpredictability that are inherent in the business. 
Street prostitution as practiced in Bonn, once the capital of West Germany and a town better known for sleepiness than sexiness, would be unfamiliar to many people outside Germany for its unusual degree of organization and institutionalization. 
The women wait for customers on a stretch of the Immenburgstrasse in a largely industrial part of the city. In addition to the Siemens-built meter machine, which cost $11,575 including installation, the city has built special wooden garages nearby where customers can park their cars and have sex. 
“They are called, in fairest and finest administrative High German, ‘performance areas,’ but I believe the Italian prime minister would say ‘bunga bunga,’ ” said Monika Frömbgen, a spokeswoman for the city. Still, she said, the serious issue that the meter was intended to address boils down to tax fairness. 
“The women in the bordellos and the sauna clubs also pay the tax, and so should those working on the streets,” Ms. Frömbgen said. 
The city estimates that it has 200 sex workers, of whom about 20 ply their trade on the street. The Bonn government spends $116,000 a year for a private security company to guard the area and to provide security for the sex workers. 
Under the new meter system, street prostitutes must purchase the tickets to work between the hours of 8:15 p.m. and 6 a.m. Leaflets explaining the system, translated into several languages, are handed out to the prostitutes. After one warning, a sex worker caught working without a ticket would be fined up to $145. 
Opinion was divided Wednesday on Bonn’s blocklong strip where the women cruise for customers. 
“The other night I worked all night but didn’t get any work, but I still had to pay it,” said a young woman from Hungary who gave her name only as Monica and said she thought the new system “stinks.” 
Vero, a middle-age woman who spoke Italian but no German, said the tax was “proper.” 
“It’s like rent, food or all the other things everybody has to pay for,” said the woman, who declined to give her last name. 
Franz-Reinhard Habbel, a spokesman for the German Association of Cities and Municipalities, said he expected other cities “to follow Bonn’s example.” The country’s 11,000 municipalities are struggling under a combined $11 billion in debt and are searching for new, “relatively simple” sources of income, he said. 
Advocates for sex workers say the tax is unfair because prostitutes in Germany already pay income taxes. But the meter itself is not an issue, said Mechthild Eickel, a spokeswoman for Germany’s Alliance of Counseling Centers for Sex Workers. “An automat is no worse than a person,” she said. 

http://www.nytimes.com/2011/09/01/w....urope/01germany.html?_r=2
Frage: Das es eine staatliche Sicherheitsfirma zum Schutze von Prostituierten auf dem Bonnerstrassenstrich geben soll, ist mir völlig neu.

Lupus:
fraences hat folgendes geschrieben:Frage: Das es eine staatliche Sicherheitsfirma zum Schutze von Prostituierten auf dem Bonnerstrassenstrich geben soll, ist mir völlig neu.
Die arbeiten alle undercover!

Ariane:
Gestern fand ich folgenden Clip zum Bonner Ticket-Automaten bei Spiegel Online. Junita Henning von Dona Carmen gibt dazu ebenfalls eine Einschätzung ab. 

http://www.spiegel.de/video/video-1146611.html

Ariane:
Dank PerChabas Nachfrage im Nachbar-Thread fiel mir gerade ein, dass ein Text von mir, der für eine anderweitige Veröffentlichung vorgesehen war und noch nicht das Licht der Welt erblicken konnte, an dieser Stelle fehlt. :019 Aber es ist ja noch nicht zu spät. :003 
***
Seit Wochen geistert er durch alle Gazetten: die sog. &quot;Sexsteuer&quot; am Bonner Strassenstrich hat es zu internationaler Berühmtheit gebracht und wurde auch in der New York Times gewürdigt. 
Ein umgemodelter Parkscheinautomat, der gegen ein Entgelt von 6€ ein Steuerticket ausspuckt, dass von jeder Bonner Sexarbeiterin am Strassenstrich zu Beginn der Nacht-Schicht zwischen 20.15 - 6.00 Uhr gezogen und bezahlt werden muss, ganz gleich, ob sie in dieser Nacht Einkünfte aus der Sexarbeit erzielt oder nicht.
Nun könnte man auf den ersten Blick denken, welch unbürokratische Lösung und Vereinfachung, die Steuergerechtigkeit auch am Strassenstrich durchzusetzen; schliesslich bedeutet die Entrichtung von Steuern immer auch ein Stück Normalisierung in der Praxis, um Sexarbeit als seit 2002 anerkannte Berufstätigkeit durchzusetzen. Dies wäre zu schön, um wahr zu sein. Ist es das?
Die Stadt Bonn bezeichnet das zu entrichtende Entgelt von 6€ je Sexarbeiterin und Arbeitstag als örtliche Aufwandsteuer im Sinne des Art. 105 Abs. 2 a Grundgesetz. Auf Nachfrage, ob diese kommunale Steuer bei der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden kann, wird darauf verwiesen, dass jede Anbieterin dies mit ihrem zuständigen Finanzamt abzuklären hätte. Aha. 
Das bedeutet, dass die hier erhobene Abgabesteuer als &quot;Sondersteuer&quot; zu bewerten ist und wie alle in Deutschland unterschiedlich geregelten kommunalen und regionalen Sonder- und/oder Vergnügungssteuern, die das Rotlicht durchziehen, ob FKK-Club,Bordell, Laufhaus, Escort, Strassenstrich immer auch ein Stück &quot;Rechtsunsicherheit&quot; bedeuten. 
Den allermeisten Sexarbeiterinnen bleibt im Regelfall verborgen, wer und was genau die BetreiberInnen ermächtigt, von ihnen Steuern einzutreiben bzw. wo welches Modell in welchen Bundesländern und Städten praktiziert wird. Dies ist insofern von Interesse, da viele Sexarbeiterinnen von Stadt zu Stadt reisen, um dort zu arbeiten.
Für Sexarbeiterinnen in &quot;Prostitutionsbetrieben&quot; wurden bislang recht willkürlich Sonder- und Vergnügungssteuern zwischen Berlin, Dortmund und Düsseldorf zwischen 6€ und 30€ je Arbeitstag erhoben, wobei hier die Bordell- und Club-Betreiber vom Fiskus ermächtigt sind bzw. verpflichtet werden, Steuern einzutreiben und jeder AnbieterinQuittungen auszustellen. 
Wer diese Quittungen bei der Steuererklärung geltend machen will, sofern sie bereits eine eigene Steuernummer angemeldet hat, istletztlich verpflichtet, die bürgerliche Identität auch gegenüber dem Betreiber, ob Bordell oder Escort-Service preiszugeben. Wer dies umgehen möchte und nur unter Künstler-Namen aktiv sein will, der Betreiber jedoch keine ordnungsgemässe Quittungen ausstellt oder der Betreiber die eingetriebene Steuer nicht ordnungsgemäss ans Finanzamt abführt, bleibt dem Finanzamt bei einer Steuer-Razzia Rede und Antwort schuldig und muss, sofern AnbieterInnen keine Quittungen über die Pauschal-Steuer vorlegen können, mit einer nachträglichen Steuerschätzung rechnen, auch wenn tägliche Pauschalsteuern unter Künstlernamen längst an den Betreiber abgetreten wurden.
Gleichwohl ist unklar, ob für selbständig gemeldete Sexarbeiter mit der geleisteten Pauschalsteuer auch die allgemeine Steuerschuld getilgt ist oder nicht.
Auf Rückfragen erhielten wir die Auskunft, dass das Steuerticket sich auf die kommunale Steuer bezieht.Kontrolliert wird sporadisch vom Ordnungsamt oder Steueramt der Stadt Bonn.
Die Erhebung von kommunalen bzw. in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich geregelten regionalen Sondersteuern, bei dem selbst viele Steuerexperten kaum durchblicken, wird im allgemeinen mit&quot;Steuergerechtigkeit&quot; begründet, die sich aus der Steuerpflicht für alle erwerbstätigen Bürger ergibt, während Vollzug und Regelungspraxis kommunaler und länderspezifischer Regulierungen der Prostitution genau diese unterläuft. Es herrscht bislang eben keine Gleichbehandlung und damit Steuergerechtigkeit von Sexarbeitern in bezug auf andere Berufsgruppen, weshalb von Steuergerechtigkeit auch kaum gesprochen werden kann. Hinzu kommen Beschränkungen, die allen Sexarbeiterinnen auferlegt werden, um diese Berufstätigkeit wie jeden anderen Beruf frei und damit wirklich selbstbestimmt auszuüben.
Schon der Bundesgerichtshof empfahl 2003 die Abstimmung der verschiedenen Vorschriften, die die Prostitutionsausübung regeln oder berühren, um zu einer verbesserten Besteuerung beizutragen.
Daher weise ich an dieser Stelle noch einmal auf die Stellungnahme der BUFAS zur Sondersteuer hin:Der &quot;Weg zu mehr Steuergerechtigkeit wurde und wird nicht eingeschlagen. Außersteuerliche Erwägungen werden weder eruiert noch entkräftet. Es mangelt an Aufklärung und Unterstützung für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, die ihrer Steuerpflicht nachkommen wollen. Es mangelt an Willen und Bereitschaft Sexarbeit in das öffentliche Wirtschaftsleben zu integrieren und einen Regelungsrahmen anzubieten, der Wege in die Normalisierung öffnet.&quot; 
(siehe dazu 
http://bufas.net/DOKUMENTE/Stellungnahme_Sondersteuer.pdf

PerChabas:
ICh bin ein wenig verwirrt... Ich kann doch nur eine Steuer zahlen auf einnahmen die ich gemacht habe, eine Einnahmen, keine Steuer..
In welcher Welt leben wir denn wenn ich Geld bezahlen muß um arbeiten zu dürfen, selbst wenn ich dann keine Einnahmen habe...
Also rein Theoretisch ist es eine interessante Idee, mit dem Automaten, aber nur, wenn ich diese Zettel dann in der Einkommenssteuererklärung auch geltend machen kann, damit ich zuviel gezahlte Steuer, etwa weil in der Nacht kein Einkommen erziehlt wurde, ach wieder zurückbekomme...
Und da behaupten manche die Frauen würden ausgebeutet vopn anderen Leuten, nein sie werden in erster Linie ausgebeutet von den KOmunen die sich so was einfallen lassen. Das hat doch nichts mit Steurgerechtigkeit zu tun

fraences:
Freilufthuren ziehen Tickets
Sex-Automat bringt Bonn 14.000 €
 
Huren müssen jetzt pro Arbeitsnacht ein Ticket ziehen.
Bonn – 
Erfinderisch muss man eben sein! Ende August hat die Stadt am „Verrichtungsgelände“ der Freilufthuren in der Immenburgstraße einen Automaten aufgestellt, um auch bei diesen Damen die Anfang 2011 eingeführte Sex-Steuer kassieren zu können. Und der Kasten brummt, spült überraschend viel Geld in die Stadtkasse. 
Jeden Abend, pünktlich ab 20.15 Uhr, beginnt hier die Schicht der Prostituierten. 15 bis 20 Huren bieten seit dem 1. Januar 2011 auf der 260 Meter langen Sex-Meile ihre Dienste an. Autos halten an. Die Freier nehmen die Damen mit in die Verrichtungsboxen. 
 
Der neue Sexsteuer-Automat spült kräftig Geld in die Stadtkasse.
Und so wie das jetzt abläuft, soll auch in der Zukunft weiter laufen. „Sowohl von den Anwohnern, als auch von den Geschäftsleuten aus der Umgebung erhalten wir mittlerweile kaum Beschwerden“, sagt Elke Palm vom Presseamt. Auch der Wachdienst an den Verrichtungsboxen habe bislang keine Zwischenfälle gemeldet. 
Bei der Stadt ist man noch aus einem anderen Grund zufrieden. Seit Ende August letzten Jahres müssen die Huren vor ihrem Arbeitsbeginn erst mal ein Ticket am Automaten ziehen. So gehen sechs Euro für jede Arbeitsnacht an die Stadt. Seit der Einführung dieses Sexsteuertickets wanderten rund 14.000 Euro in den Stadtsäckel.
Dazu kommen noch rund 200.000 Euro, die die Sex-Steuer für all die Huren bringen soll, die zum Beispiel in Clubs oder Erotikcentern ihre Dienste anbieten. Rechnet man die 120.000 Euro ab, die das Verrichtungsgelände die Stadt jährlich kostet, bleibt immer noch eine nette Summe beim Kämmerer hängen.
Zwar hat die Stadt nach Beschwerden von Anliegern den Straßenstrich deutlich verkürzt und den Arbeitsbeginn der Prosituierten nach hinten verschoben. Doch: „Der Straßenstrich ist für uns aber immer noch ein schwieriges Thema“, sagt Michael Niemeyer, Geschäftsführer von „Knauber Holding“, die in der Nähe ihren Sitz hat. 
„Besonders Frauen aus unserer Firma fühlen sich hier richtig unwohl. Sie versuchen möglichst rechtzeitig aus dem Büro raus-zu- kommen, um nicht von Freiern auf der Straße belästigt zu werden“. 

http://www.express.de/bonn/freiluft....-000--,2860,11440482.html

fraences:
250 000 Euro durch Prostitution
Sexsteuer saniert den Bonner Haushalt

Montag, 23.01.2012, 18:19 
 
Panthermedia Die Sexsteuer läuft auch in Bonn gut an – Köln treibt damit bereits seit Jahren Geld einBonn gilt ja immer als ein wenig langweilig, zumindest für eine ehemalige Hauptsstadt. Aber die Prostitution in Bonn ist offensichtlich ein florierendes Gewerbe, eine Sexsteuer hat der Stadt einen Geldregen beschert.
Die sogenannte Sexsteuer gilt für Besuche bei Huren, die etwa in Saunaclubs oder Erotikcentern arbeiten. Die Stadt Bonn erhebt sie seit August des vergangenen Jahres, bisher kamen so 150 000 Euro zusammen. 
Für Prostituierte auf dem Straßenstrich wurden Automaten aufgestellt, um die Sexsteuer einzutreiben. Allein dadurch nahm Bonn rund 14 000 Euro ein, Aus dem Sexautomaten müssen Straßenhuren für sechs Euro ein Ticket für die Nacht ziehen, bevor sie ihrem Geschäft auf einem besonderen Gelände nachgehen. Bonn war mit dem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Vorreiter, der bundesweit und international für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Ziel der Stadt war es, auch bei den sonst nur schwer zu erfassenden Straßendirnen abzukassieren. 
Die geforderten sechs Euro gelten pro „Arbeitstag“ von 20.15 bis 6 Uhr.

Prostituierte sind dagegen
Prostituierten-Vereinigungen lehnen eine Sexsteuer und das Bonner Sexticket ab. 

Bundesweit gibt es uneinheitliche Regelungen zum Straßenstrich und zu Sexsteuern.

www.focus.de/politik/deutschland/25....-haushalt_aid_706078.html

fraences:
STEUERAUTOMAT FALSCH VERSTANDEN
Freier: Ich hätte gern für 6 Euro Sex

So könnte es sich abgespielt haben: Der Freier hält im Auto, zeigt der Liebesdame sein Ticket und will für 6 Euro Sex. 
BONN –
Sechs Euro für eine schnelle Nummer? Ein faires Angebot! Das muss sich zumindest ein Freier gedacht haben, der jetzt einen Beschwerdebrief an die Stadt Bonn schickte. Der Mann hatte die Funktion der Sexsteuer-Automaten völlig verkannt, wollte zum Schnäppchenbetrag von sechs Euro Sex!
Im August 2011 startete die Stadt Bonn mit den ersten Steuerautomaten für Prostituierte. Diese müssen seitdem an jedem Arbeitstag auf dem Gelände an der Immenburgstraße für sechs Euro eine Steuermarke ziehen. Dieses Abrechnungssystem hat ein Freier offenbar falsch verstanden.
So ein Ticket müssen die Huren ziehen – ein Freier wollte damit den Sex bezahlen.
Aus gut unterrichteter Quelle aus dem Bonner Stadthaus erfuhr EXPRESS diese höchst kuriose Geschichte: Hermann R. (Name geändert) hatte versucht, mit Tickets aus dem Steuerautomaten ein Schäferstündchen mit Prostituierten zu begleichen. „Er zog sich ein Ticket, präsentierte es einer Liebesdame am Straßenstrich und hoffte auf flotten Sex“, so der Informant.
Verständlicherweise kam das bei der Hure nicht so gut an. Als R. mit dem Ticket ankam, schickte ihn die Liebesdame weg. Kurzerhand löste R. ein weiteres Ticket, versuchte es bei einer anderen Prostituierte noch einmal. Mit drastischeren Folgen: Statt heißer Liebe gab es einen Satz heißer Ohren.
Der Sex-Steuer-Automat für Bonner Huren
 
Das wollte Hermann R. sich nicht bieten lassen, schließlich hatte er mehrere Tickets gezogen, dafür aber keine Gegenleistung erhalten. „Also schrieb der Mann einen zweiseitigen Beschwerdebrief an die Stadt Bonn und forderte das gezahlte Geld zurück“, so der EXPRESS-Informant.
Elke Palm vom Presseamt der Stadt Bonn bestätigt: „Uns liegt ein Beschwerdeschreiben vor, das diesen Vorfall so schildert. Wir überlegen derzeit, wie wir damit umgehen.“
http://www.express.de/bonn/steuerau....ro-sex,2860,11590216.html

fraences:
EINE HURE KLAGT AN
So brutal ist der Bonner Strich

Seit gut vier Woche ist eine Verrichtungsbox auf dem Bonner Straßenstrich beschädigt und gesperrt.
BONN –
Hure ist alles andere als ein Traumjob. Besonders dann nicht, wenn die Prostituierte auf der Straße auf Freier wartet. Im EXPRESS schildert die Hure Nicole, wie brutal es auf dem Bonner Straßenstrich zugeht: Prügel, Quetschungen, Rippenbrüche.
Seit gut sieben Jahren geht Nicole anschaffen. Tagsüber steht sie auf der Geestemünder Straße in Köln. Abends fährt sie nach Bonn, um auf dem Straßenstrich an der Immenburgstraße ihr Geld zu verdienen.
Hier gibt es Verrichtungsboxen und einen Sexsteuer-Automaten, alles scheint geregelt. Doch das ist nur Fassade im Geschäft mit der käuflichen Liebe.
„Jeder kann diese Szenen hier beobachten“, sagt die 32-Jährige. „Bulgarische Zuhälter halten sich immer in der Nähe auf, um auf ihre Mädchen aufzupassen. Sie zwingen sie, bei diesen Minusgraden in Pumps am Straßenrand zu stehen. Die Mädchen frieren ohne Ende.“
Und unter den Prostituierten herrscht Krieg. Oft hat Nicole Schlägereien zwischen den Huren beobachtet. Die Frauen setzten Pfefferspray gegen die Konkurrentinnen ein. Viele hatten danach blaue Augen und Rippenbrüche.
„Neue Frauen haben hier keine Chance“, sagt Nicole. „Neulich kamen zwei Kolleginnen aus Köln nach Bonn. Sie wurden sofort mit Pfefferspray angegriffen.“
Nicole beschwert sich auch über die Stadt: „Man nimmt zwar unser Geld, kümmert sich aber nicht um unsere Probleme. Die Boxen sind in schlechtem Zustand und nicht sauber. Seit vier Wochen ist eine von ihnen kaputt, weil ein Freier gegen die Wand gefahren ist, doch sie wird nicht repariert.“ „
Bei der Stadt kennt man das Problem. „Wir wissen, dass eine Box beschädigt ist“, sagt Stadtsprecherin Elke Palm, „Der Auftrag zur Reparatur ist erteilt.“
Das es auch anders geht, zeigt das Beispiel des Straßenstrichs in Köln. „Dort hört das Ordnungsamt zu, wenn es bei uns Probleme gibt. Für die Frauen ist eigens eine Polizistin da“, sagt Nicole.
http://www.express.de/bonn/eine-hur....strich,2860,11621754.html

fraences:
SIE KOMMEN NACHTS
Spanner-Alarm am Bonner Straßenstrich

BONN –
Alarm auf dem Verrichtungsgelände an der Immenburgstraße. Hier am Straßenstrich sind seit einiger Zeit fiese Spanner unterwegs.
Sie kommen nachts und haben Kameras im Gepäck. Und bereits eine kleine zehn Zentimeter schmale Öffnung unter dem Zahn genügt, um ihre Lust zu befriedigen.

„Schon mehrmals berichteten uns die Prostituierten, dass – während sie sich mit dem Freiern in den Verrichtungsboxen befanden – aus der Öffnung unterhalb des Zauns eine Hand mit Kamera auftauchte“, erzählt Angelika Zepp von der Untersuchungs- und Beratungsstelle HIV/AIDS des Gesundheitsamtes. Sie betreut regelmäßig die Frauen, die auf dem Straßenstrich arbeiten.
Spanner-Alarm an der Immenburgstraße: Ob mehrere oder nur einer hier ihr Unwesen treiben, kann noch keiner genau sagen. Denn die unerwünschten Mitgucker wurden noch nicht auf frischer Tat ertappt. Fakt ist: Sie konnten vom angrenzenden Gelände der Stadtwerke unerkannt an die Verrichtungsboxen heran- kommen.
Aus diesem Grund entschloss man sich jetzt bei der Stadt zu handeln. „Wir haben schon den Auftrag erteilt“, so Günter Dick von den Bürgerdiensten der Stadt Bonn. „In den kommenden Tagen werden diese Öffnungen unter dem Zaun verschlossen.“
Übrigens: Auch für Radfahrer und Fußgänger, die die Freilufthuren an der Immenburgstraße besuchen, ist bestens gesorgt. Neben den Plätzen für die Autofahrer gibt es für sie eine eigene, extra verwinkelte Verrichtungsbox.
Bis auf einige wenige Zwischenfälle zeigt man sich bei der Stadt mit dem ersten Jahr seit Verlegung des Straßenstrichs zufrieden. „Die Prostituierten fühlen sich hier sicher. Auch Kriminalität und Verschmutzung nahmen seit der Errichtung des neuen Geländes an der Immenburgstraße ab“, weiß Angelika Zepp.
http://www.express.de/bonn/sie-komm....strich,2860,11738914.html

fraences:
JAHRESBILANZ
Sexsteuer-Automat spült 35.000 Euro in Stadtkasse
Die Stadt freut sich über hohe die Steuereinnahmen
BONN –
Sexsteuer-Boom in Bonn: Nachdem bereits die Auswertung der ersten sechs Monate 2012 erahnen ließen, dass die Sexsteuer-Automaten ein Riesenerfolg sind, bestätigen neue Zahlen jetzt diesen Trend.
Innerhalb eines Jahres wurden rund 35.000 Euro zusätzlich in die städtische Kasse gespült. Insgesamt seien durch die Anfang 2011 bereits in Bordellen und Saunaclubs eingeführte Sexsteuer bis jetzt 470.000 Euro eingenommen worden, sagte eine Stadtsprecherin am Freitag.
Der Sexsteuer-Automat (eine umgebaute Parkuhr) war im August vergangenen Jahres aufgestellt worden. Dort müssen Straßenprostituierte für sechs Euro ein Ticket für die Nacht ziehen, bevor sie ihrem Gewerbe auf einem Gelände mit Verrichtungsboxen nachgehen.

Bonn war mit dem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Vorreiter, der bundesweit und international für Aufmerksamkeit sorgte. Ziel der Stadt war es, auch bei den sonst nur schwer zu erfassenden Straßendirnen abzukassieren. Die geforderten sechs Euro gelten pro „Arbeitstag“ von 20.15 Uhr bis 6.00 Uhr.
Kontrolleure machen auf dem Straßenstrich die Runde und lassen sich von den Prostituierten die Steuertickets vorzeigen. Seit dem vergangenen August wurden sieben Bußgelder und 20 Verwarngelder verhängt.
Das „Sex-Ticket“ kostet sechs Euro.
http://www.express.de/bonn/jahresbi....tkasse,2860,16962812.html

Zahlen bitte! Der Sex-Automat steht auf dem Bonner Straßenstrich.


Da der Quittungsbeleg vom Kassen/Steueramt Bonn ausgestellt wird, handelt es sich um die Vergnügungssteuer!!

Femina:
Ja klasse! 
Wenn das auch in Wien gemacht würde, hätten dort alle was davon.:001

fraences:
@Femina
Ich geh da von aus Du meinst das jetzt ironisch.
Das ist ein ungerechtfertigte Steuererhebung nur für unsere Branche und der Spielautomatenbranche Vergnügungssteuer.
Sie gehört abgeschafft!
Liebe Grüsse Fraences

Femina:
Ach sooo! Ohjee, das wußte ich nicht!
Ich dachte, wenn es sowas gibt, dann können die Mädchen doch wieder was tun. Nach der Art, &quot;Eine Hand wäscht die Andere&quot;.
Sorry, dann ist das natürlich nicht gut.
Oups, wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber nix sagen.

fraences:
Sexsteuerautomat beschert Bonn 35.200 Euro
Seit einem Jahr müssen Straßenhuren ein Ticket ziehen - Interessenvertretung kritisiert Abgabe
Bonn. Kuriose Geldquelle im Sperrbezirk: Der Sexsteuerautomat für Prostituierte auf dem Bonner Straßenstrich hat der Stadt im ersten Jahr rund 35.200 Euro in die Kasse gespült. Das sagte eine Stadtsprecherin der Nachrichtenagentur dapd. Seit August 2011 müssen die Straßenhuren in Bonn für sechs Euro pro Nacht an einem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Ticket ziehen. In den ersten zwölf Monaten druckte das Gerät rund 5.870 Steuerbons.
Kritik kommt von der Prostituierten-Interessenvertretung Bufas. Sie warnt vor einer Überbelastung für Straßenhuren. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) spricht von einer &quot;richtigen Entscheidung&quot;.
Die Automaten-Idee gilt als Innovation und hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. &quot;Die Stadt Bonn ist weiterhin die erste und einzige Stadt mit einem Sexsteuerautomaten&quot;, bestätigte der Stellvertretende DStGB-Hauptgeschäftsführer, Uwe Zimmermann. Zwar erhebt die frühere Bundeshauptstadt bereits seit Anfang 2011 eine Sexsteuer. Doch war es bislang schwierig, die Prostituierten auf dem Straßenstrich zu belangen. In Bordells und Saunaclubs wird die Abgabe automatisch eingezogen.
Der Automat war am 29. August 2011 in Betrieb gegangen. Seitdem machen auf dem Straßenstrich Kontrolleure die Runde, Prostituierte müssen ein Ticket vorzeigen, das pro Nacht von 20.15 Uhr bis 06.00 Uhr gilt. Abos gibt es nicht. Für das &quot;Geschäft&quot; fahren die Straßenhuren mit ihren Freiern auf ein anliegendes &quot;Verrichtungsgelände&quot;. &quot;Das Angebot Verrichtungsboxen wird angenommen, aus den umliegenden Wohngebieten kommen keine Beschwerden mehr&quot;, sagte Stadtsprecherin Elke Palm.
Einige der Straßenhuren wurden ohne Ticket erwischt. Im ersten Jahr seien sieben Bußgelder und rund 20 Verwarngelder festgesetzt worden, sagte Palm. &quot;Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern des Stadtordnungsdienstes sowie des Kassen- und Steueramtes gab es nicht.&quot; Im Durchschnitt würden sich jede Nacht rund 15 Prostituierte auf dem Straßenstrich anbieten.
Das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (Bufas) lehnt den umgemodelten Ticketautomaten strikt ab. &quot;Es ist ein Vergnügen für Kunden. Warum werfen die kein Geld ein?&quot;, sagte Bufas-Vorstand Mechthild Eickel. Prostituierte würden genügend Abgaben, darunter die übliche Einkommenssteuer, zahlen. Die Sexsteuer würde die Betroffenen zusätzlich belasten. &quot;Der Automat ist lediglich ein technisches Mittel, um die Sexsteuer einzukassieren&quot;, kritisierte Eickel. &quot;Niemand weiß, was mit dem Geld passiert.&quot;
Der Stellvertretende DStGB-Hauptgeschäftsführer Zimmermann sagte: &quot;Der Automat ist für die Stadt Bonn die richtige Entscheidung.&quot; Die Prostituierten würden mit ihrem Geschäft Geld verdienen und wären deshalb auch die richtigen, die belangt werden müssten. Im Gegenzug habe die Stadt einiges für die Hygiene und Sicherheit der Frauen getan.
Insgesamt brachte die Bonner Sexsteuer - also mit den Einnahmen aus Bordells, Saunaclubs und Erotikcentern - der Stadt bis Ende Juni rund 470.000 Euro ein. Die Steuereinnahmen sind nicht zweckgebunden und fließen in den allgemeinen Haushalt.
http://www.welt.de/newsticker/news3....ert-Bonn-35-200-Euro.html

annainga:
Femina hat folgendes geschrieben:
Oups, wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber nix sagen.
bitte nicht.
ich halte es für deine stärke,
dass du unzensiert deine meinung äußerst.
weil du mit dem &quot;rotlichtmilieu&quot; nichts zu tun hast,
schreibst du ganz unbefangen wie etwas auf dich wirkt.
ich finde das gut, denn deine sichtweise ist geradlinig und unverstellt.
manchmal ist es doch geradzu grotesk, wieviel wissen und um-die-ecke-denken nötig ist,
um benachteiligungen zu erkennen :-&gt;

Femina:
Danka Annainga.:001 
Um jetzt noch mal auf mein Posting zurückzukommen:
Ich habe noch die Wien-Diskussion im Kopf. Und den Film, wo die Mädchen bei jedem Polizeiauto Angst bekamen.
Wenn da jetzt so ein Ticket-Automat steht, aus dem ich mir für schlappe 6,00 Euro die Erlaubnis ziehen kann, Geschäfte zu machen, dann ist das doch eine stressfreie Angelegenheit, meine ich.
Wenn ich jetzt auf der Straße wäre, täte ich mein Zahlticket schön in eine kl. Klarsichtfolie und würde jedem Kunden, der mit mir zusammenkommen möchte, das Zettelchen vorzeigen, er soll die 6,00 Euro auf die 50 Euro Honorar legen. - Ich weiß jetzt nicht, wie der Kurs aktuell ist auf der Straße.
Wenn ich z.B. von 10 Kunden in der Nacht 6,00 EUR Steuergebühr kassiert habe, dann habe ich am Ende noch einen Gewinn von 54,00 EUR. Das meine ich.
Ich mache das nicht anders. Das Klimagerät habe ich z.B. vorfinanziert und mehrfach (aufgeschlagen) eingenommen. Oder TÜV-Gebühren. Oder Gutachtergebühren für irgendwas.
Man muß aber den Beleg vorzeigen. Das hat was buchhalterisch-ordentliches.
Und wenn sich alle Kolleginnen in der Sache einig wären, dann würde man aus dem Stein, der einem behördlicherseits in den Weg gelegt wird, noch etwas Schönes bauen.:001 
Ich mache aus 6,00 EUR Mietkosten für die Nacht 54,00 EUR Verdienst.
Weil ich so gerechnet hatte, war ich eben von dem städtischen Erlaubnisautomaten so angetan.

fraences:
Es bleibt nicht bei den 6 Euro, hier handelt es sich um eine Sonderbesteuerung (kommunale). Die zusätzlich erhoben wird.
Es bleibt trotzdem die Besteuerung: Einkommensteuer-Umsatzsteuer-Gewerbesteuer.
In sofern geht @Femina deine Rechnung nicht auf.
Liebe Grüsse, Fraences

annainga:
wenn die einnahmen aus dem automat für den straßenstrich ausgegeben wird, finde ich es gut.
lieber arbeitete ich am straßenstrich mit boxen, laternen und umzäunung und zahlte dafür am automat 6 €.
an eine sexarbeiterin am straßenstrich, die gewerbesteuer zahlt, glaube ich nicht.
man müsste mal die frauen am straßenstrich fragen, was sie davon halten, die betroffenen.
lieben gruß, annainga

fraences:
Gewerbesteuer kommt auf die Höhe des Gewinns an, und den Prozentsatzes des Kommunen an.
@annainga
Denke das die meisten SW auf der Straßenstrich nicht über dieser Gewinn kommen, das sie Gewerbesteuerpflichtig sind.
Da auf dem Straßenstrich kein Betreiber ist, den die Stadt als Handlanger einsetzen können um die Steuer einzuziehen (wobei in Dortmund Ravensburgerstrase, hat man ja den Ticket über ien naheliegende Bordell verkauft)ist man auf die absurde Idee gekommen.
Ob für den Strassenstrich oder andere Arbeitsplätze von SW, stelle ich die Vergnügungssteuer infrage.
Liebe Grüsse, Fraences

fraences:
BIG Partei Pressemitteilung vom 16.11.2012
CDU/GRÜNE Koalition und FDP bezeichnen Ausstiegshilfen 
für Prostituierte als Luxus
Seit Anfang 2011 erhebt Bonn die Prostitutionssteuer. Im vergangenen Jahr betrugen die Einnahmen aus dem Prostitutionsgeschäft knapp 250.000 Euro. Aus Sicht der BIG sollten diese Steuereinnahmen nicht lediglich der Schuldentilgung dienen, sondern viel mehr als Möglichkeit verstanden und genutzt werden, um den besonderen psychischen Belastungen der Steuerpflichtigen gerecht zu werden und um vor allem auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, die eine Ausweitung des Prostitutionsgeschäfts durch Aufklärungs- und Ausstiegsprogramme verhindern.
In einem interfraktionellen Antrag von BIG, SPD und LINKE werden konkrete Defizite mit der Vorgabe an die Verwaltung aufgeführt, zur weiteren Beratung den möglichen finanziellen Aufwand zu ermitteln. Der Sozialausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung die beantragte Kostenaufstellung mehrheitlich mit Stimmen von CDU, Grünen und FDP abgelehnt. Ein Stadtverordneter der CDU bezeichnete den Antrag als „unverschämt&quot; mit dem Hinweis, dass sich CDU und Grüne seit vielen Jahren schon intensiv mit der Thematik befassen würden. Dennoch ist festzustellen, dass sich außer den infrastrukturellen Maßnahmen im Rahmen der Errichtung des „Verrichtungsgeländes&quot; seit 2000 nichts an dem psychosozialen Betreuungsangebot verbessert hat. Und auch für die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion sei keine Veränderung notwendig, da es sich bei den Forderungen lediglich um „Luxus&quot; handele.
Der nach Gesprächen mit Verwaltung und freien Trägern sowie der Besichtigung des „Verrichtungsgeländes&quot; ermittelte Handlungsbedarf (zum Antrag) umfasst unter anderem die Nutzung des Dolmetscherpools der Verwaltung für Übersetzungen, eine Überdachung der „Fußgängerbox&quot; zum Schutz der Prostituierten vor Niederschlag, an die Arbeitszeiten angepasste Öffnungszeiten des Aufenthaltsraumes und den Aufbau eines Aussteigerprogramms. „Hier geht es nicht um Luxus. Wenn sich die Stadt schon an dem Prostitutionsgeschäft beteiligt, dann müssen wir als Politik auch eine würdige Unterstützung für einen würdigen Ausstieg bieten.&quot; sagte Yamen Al-Khalaf, Mitglied des Sozialausschusses. „Nicht einmal die paar Bretter für eine Überdachung sind für die Ratsmehrheit erforderlich. Auf der einen Seite werden Millionen von Euro für externe Berater ausgegeben, und auf der anderen Seite fehlen ein paar Euro für Holzlatten und Schrauben. Es ist schon traurig zu sehen, wie diese hilfsbedürftigen Frauen von Teilen der Politik im Regen stehen gelassen werden.&quot;
http://bignrw.de/pressemitteilungen....uer-prostituierte-in-bonn
