Lat. fellare = saugen. Das Saugen am männlichen Glied ist eine lustvolle Variante des Liebesspiels. Früher wurde Fellation häufig als Perversion angesehen, weil sie nicht der Fortpflanzung diente.
RELEVANTE
STD-RISIKEN
Gonorrhö,
Hepatitis B,
Herpes,
Syphilis
Beim Stimulieren des
Penis mit Mund und Zunge besteht das Risiko, sich durch
Aufnahme von infektiösem Sekret aus der Harnröhre mit
Chlamydien (
Chlamydien-Infektion) oder Gonorrhö zu infizieren (»Rachentripper«). Der Lusttropfen kann Hepatitis-B-Viren in übertragungsrelevanter Menge enthalten. Bezüglich
HIV ist
Fellatio ohne
Ejakulation »Safer Sex«, das Risiko ist also vernachlässigbar gering (auch bei
Aufnahme des »Lusttropfens«). Bei der
Aufnahme von
Sperma dagegen steigt das Risiko für eine
HIV-Infektion an, bleibt aber deutlich unter dem Risiko von ungeschütztem Vaginal- oder
Analverkehr. Durch direkten Kontakt mit Herpesbläschen/-geschwüren, Hautschuppen oder dem Geschwür einer
Syphilis können zudem
Herpes,
HPV-Infektionen und
Syphilis übertragen werden (
Herpes und
Syphilis auch vom aufnehmenden auf den eindringenden Partner, wenn der aufnehmende Partner Geschwüre am oder im Mund hat). Bei heftigem, tief eindringendem
Oralverkehr (»Rachenfick«) kommt der
Penis mit der empfindlichen Schleimhaut der Tonsillen (»Mandeln«) in Kontakt, die empfänglicher für
Chlamydien-Infektionen, Gonorrhö und wahrscheinlich auch für HIVInfektionen
ist.
Eine Stunde vor oder direkt nach dem
Oralverkehr nicht die Zähne putzen, weil dabei kleine Verletzungen im Zahnfleisch entstehen, die Eintrittspforten für Krankheitserreger darstellen.
Falls
Sperma in den Mund aufgenommen wurde:
Sperma ausspucken und den Mund mit Wasser spülen, anschließend, falls vorhanden, mit alkoholhaltigem Getränk (möglichst 40% ig) nachspülen.
Gegen
Hepatitis A und B schützt eine Impfung.
Bei der Sexarbeit sind Kondome bei der
Fellatio Standard. Sie schützen vor
HIV und senken das Risiko einer Ansteckung mit einer
STD erheblich.