Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!

SEXWORKER - Forum für professionelle Sexarbeit Foren-Übersicht SexarbeiterInnen ForumPortal
Forum  •  Portal  •  FAQ-SW  •  Sicher  •  Tour  •  SuchG  •  SuchF  •  Registrieren  •  Login  Chat ( )
Die Registrierung im und die Nutzung des SexarbeiterInnen Forums ist selbstvertändlich kostenlos
SEXWORKER - Forum für professionelle Sexarbeit Foren-Übersicht -> Lexikon Aktuelles Datum und Uhrzeit: 2017-11-18, 02:07
EROTIK - SEXWORKER LEXIKON
Online Lexikon von und für SexarbeiterInnen
Hilf mit die Texte zu verbessern und zu vermehren indem Du hier mitschreibst: -> Sexworker Lexikon Diskussion
 1  2  6  -  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  -  alle
  
HAART 
HAART

(Hochaktive antiretrovirale Therapie): Medikamentöse Therapie seit 1996, die zur Bekämpfung von HIV eingesetzt wird und meist aus drei verschiedenen Präparaten besteht. Aus heutiger Sicht kann diese Therapie zwar keine Heilung vom Virus bringen, jedoch eine Verbesserung der Lebenssituation und auch eine Lebensverlängerung. Die Medikamente müssen jedoch aus heutiger Sicht ein Leben lang eingenommen werden.
Halbjungfrau 
Ein Mädchen, das als unberührt gilt, weil es den Koitus bisher abgelehnt hat, das aber alle übrigen sexuellen Verhaltensweisen wie Necking, Petting usw. praktiziert.
Hand-Fuss-Kopfgeld 
Hand-Fuss-Kopfgeld

Im klassischen Laufhaus ist das Begriff von den Prostituierten, das sie grad 3 Freiern gehabt haben, was die Tagesmiete und Blockkosten erwirtschaft hat.

Ab den 4. Freier war dann für sie den Gewinn.

Ergänzung von Marc of Frankfurt_

Kostenfalle Sexwork im Bordell/Laufhaus

www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=88560#88560

Möglicherweise ist es genau das, was Kauffrauen/-männer/-leute als "Deckungsbeitragsrechnung" bezeichnen (Deckung hier anders gebraucht als beim Wort Deckhengst;-) wo der "Break-Even-Point / Gewinnschwelle" ermittelt wird:
Handentspannung 
Handmassage 
Die Handmassage bzw. Handentspannung ist das preisgünstigste Angebot der käuflichen Liebe. Vor allem Massage Salons haben die Handmassage mit der russischen Ölmassage zur Perfektion gebracht. Handmassage bedeutet entweder sich selbst mit der Hand zu befriedigen oder befriedigt zu werden.
Hanky-Code 
Der Begriff leitet sich aus dem Englischen ab: hanky = Taschentuch. Es handelt sich um ein von SadomasochistInnen angewandtes Erkennungszeichen, um die unterschiedlichen Vorlieben und Neigungen zu signalisieren. Generell gilt: Aktive haben das Hanky in der linken Hosentaschen und passive in der Rechten Die Farben deuten dann genauer auf die einzelnen Vorlieben hin.

Die geläufigsten Farben:
Orange, alles geht
Hellblau, Oralverkehr
Rot, Fisting
Oliv, Militärspiele
Anthrazit, Gummifetish
Senffarben, Foodfetisch
Gelb, Natursekt
Braun, Spiele mit Kot
Weiss, Anfänger
Schwarz, harter SM
Grau, Bondage
Rose, Spanking
Violet, Piercing
Dunkelblau, Analsex
Hardcore 
Hardcore bedeutet wörtlich übersetzt „harter Kern“. Bei Pornofilmen wird zwischen Softcore und Hardcore unterschieden. Softcore-Filme zeigen Szenen, in denen Menschen miteinander Sex haben, allerdings keine Geschlechtsteile. Bei den Hardcore-Filmen ist es manchmal umgekehrt. Hier sieht man vorwiegend Geschlechtsteile, oft auch in Großaufnahme. Stimmungen, Gefühle oder die Gesamtpersönlichkeit der handelnden Personen treten in den Hintergrund oder kommen erst gar nicht vor.
Harems-Komplex 
Häufig eher bei Männern vorkommende Fantasie, die sich auf den orientalischen Harem bezieht. Ein Harem war im Orient das Heer der Frauen und Gespielinnen von Scheichs und Fürsten. Diese durften als einzige mit den Frauen den Geschlechtsverkehr vollziehen.

Menschen mit einem Harems-Komplex entwickeln den Wunsch eine große Anzahl von Geschlechtspartnern zu „besitzen“ und über sie verfügen zu können. Wenn aus diesem Wunschdenken jedoch eine Zwangsvorstellung wird, kann dies sogar dazu führen, dass solche Menschen nicht in der Lage sind, eine Zweierbeziehung aufzubauen.
Harnorgasmus 
Bezeichnung für die Verschiebung sexueller Empfindungen auf den Vorgang des Wasserlassens, bei dem orgasmusähnliche Gefühle erlebt werden.
Harnröhrenentzündung 
Harnröhrenentzündung

Harnröhrenentzündungen werden in der Regel durch eine Infektion der ableitenden Harnwege mit Krankheitserregern hervorgerufen. Zu den häufigsten bakteriellen Erregern einer Harnwegsinfektion gehört Escherichia coli, der sich bei über 50 % der Patienten mit Harnwegsinfektionen nachweisen läßt. Darüber hinaus sind zunehmend Infektionen mit Chlamydia trachomatis zu beobachten. Dabei handelt es sich um einen Zellparasiten, der ausschließlich durch Geschlechtsverkehr oder über den Geburtskanal übertragen wird. Bei Männern führt die Infektion mit Chlamydia trachomatis typischerweise zur Harnröhrenentzündung. Bei Frauen dagegen verlaufen die Infektionen häufig symptomlos oder sind durch eine so genannte Dysurie (=erschwertes Harnlassen) gekennzeichnet, die von den Patientinnen eher als Unpässlichkeit denn als richtige Krankheit beschrieben wird. Allerdings kann die Infektion mit Chlamydia trachomatis auch zu akuten Entzündungen des Gebärmutterhalses (=Zervizitis), der Eileiter und Eierstöcke (=Adnexitis) und des Bauchfellüberzugs der Leber (=Perihepatitis) führen.

Chronisch verlaufende Infektionen mit Chlamydia trachomatis bleiben in vielen Fällen unbemerkt und können Verwachsungen der Eileiter zur Folge haben. Solche Verwachsungen führen mitunter zur Unfruchtbarkeit und bergen darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für eine Bauchhöhlenschwangerschaft.

Chlamydia trachomatis kann während einer Geburt auf das Kind übertragen werden. Mögliche Folgen sind Bindehaut- oder Lungenentzündung des Neugeborenen. Die Behandlung von Chlamydieninfektionen erfolgt mit Antibiotika.
Harry-Benjamin-Skala 
Harry Benjamin war ein deutsch-amerikanischer Psychologe mit dem Forschungsschwerpunkt Transsexualität. Er teilte die Transsexuellen in eine drei- später sechsstufige Skala ein, beginnend beim fetischistischen Damenwäscheträger bis zum unbedingt operationsbedürftigen Transsexuellen.
die Skala gilt heute als veraltet, ein link zu Wikipedia ist nicht mehr möglich weil der entsprechende Artikel offenbar in den letzten 14 Tagen herausgenommen wurde.
Als erste Orientierung habe ich sie trotzdem immer für hilfreich gehalten, wenngleich einigen Phänomenen z.B. dem Ladyboy nicht Rechnung getragen wurde
Hanna/24.4.08
HE, HV 
HE, HV ..... Handentspannung bzw. -verkehr (Wixen)
Hefepilzinfektion 
Hefepilzinfektion Candida albicans

Der Erreger der Scheidenpilzinfektion gehört zu den Hefepilzen. Er unterscheidet sich aber deutlich von den kultivierten Hefen, die man zum Beispiel bei der Herstellung von Bier, Wein oder Backwaren einsetzt. Die hauptsächlich für Vaginalmykosen verantwortlichen Hefepilze gehören zur "wilden" Gattung "Candida", wobei "Candida albicans" der häufigste Vertreter ist.

Der Grund warum Candida albicans sich so gerne auf menschlichen Schleimhäuten ansiedelt, ist unsere für diesen Pilz sehr angenehme Körpertemperatur von 37 Grad. Auch bei völlig Gesunden findet man häufig einzelne Pilzsprossen im Mund-Rachenraum, im Darm oder in der Scheide.

Für das Auge sichtbar wird der Pilz erst, wenn er sich übermäßig vermehrt hat. Man erkennt ihn dann an den weißlichen Belägen, denen er auch seinen Namen zu verdanken hat (lat. candidus - glänzend weiß, lat. albicare - weiß sein).
Zusammenhang mit anderen Pilzerkrankungen

Candida albicans verursacht nicht nur Vaginalmykosen. Im Mund-Rachen-Raum kann er Soor auslösen und auch für die Windeldermatitis des Säuglings ist dieser Pilz oft mit verantwortlich. Da Candida albicans nicht nur Wärme, sondern auch eine gewisse Feuchtigkeit braucht, befällt er vor allem Schleimhäute. Erkrankungen wie Fuß- und Nagelpilz werden dagegen durch andere Pilzarten verursacht, ebenso wie die meisten Pilzerkrankungen der Haut.
Wie kommt der Pilz in die Scheide?

Bleibt die Frage, wie man sich den lästigen Pilz einfängt - und die lässt sich oft gar nicht beantworten, weil der Pilz in geringen Mengen schon lange vor der Infektion zur normalen Schleimhautbesiedlung gehören kann. Auf der anderen Seite kann der Pilz natürlich auch mal von außen kommen. Ansteckungsmöglichkeiten sind überall da, wo es warm und feucht ist, also zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, über feuchte Handtücher oder in einer ungepflegten Sauna.
Heiermannloddel 
Der Heiermannloddel

Heiermann = 5 Markstück
Loddel = Zuhälter

Im Rheinland war dies im Milieu der Ausdruck für ein billig Zuhälter.
Dieses Typus Zuhälter war ein Mann, er sich an Frauen bereichen wollte, die eh wenig verdienten.
Hepatitis A 
Hepatitis A
(Leberentzündung durch Hepatitis A-Virus)

Hepatitis ist eine Leberentzündung. Sie kann unter anderem durch eine Infektion mit Hepatitis-Viren verursacht werden. Es gibt verschiedene Hepatitis-Viren. Die wichtigsten werden mit A, B oder C bezeichnet. Es gibt auch Hepatitis D und E Viren.

Hepatitis A wird durch das Hepatitis A-Virus (HAV) verursacht, das vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen vorkommt ("Reise-Hepatitis").

Weitere Formen der Leberentzündungen sind Hepatitis B und Hepatitis C, welche allerdings nicht durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Wasser übertragen werden, sondern nur über Blut und Blutprodukte oder über sexuellen Kontakt (Hepatitis B).



Was sind die Hauptansteckungswege der Hepatitis A?

Das Hepatitis A-Virus wird über den Stuhl infizierter Personen verbreitet. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion - meist über das Berühren von verschmutzten Gegenständen wie Toilettenspülungen, Türgriffen, Wasserhähnen, Handtüchern, Besteck, Gläsern sowie durch Handgriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln und ähnliches. Manchmal infiziert man sich auch in durch Fäkalien verseuchtem (Meer-)Wasser.
Ungenügend gegarte Fische und Meeresfrüchte sind ebenso eine Infektionsquelle wie Eiswürfel, Speiseeis, ungeschältes Obst und Gemüse oder nicht abgekochtes Wasser.

Die Übertragungsgefahr ist in der ersten Krankheitsphase, etwa zwei Wochen bevor der Infizierte die sichtbare Gelbsucht bekommt, am größten. Danach nimmt die Ansteckungsgefahr rasch ab, und nach einer Woche überträgt der Betroffene die Krankheit nicht mehr.
Hepatitis A tritt vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen auf.



Was sind die Symptome?

Es vergehen 15 bis 45 Tage zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Krankheitszeichen (Inkubationszeit).

Die ersten Beschwerden sind Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber.

In der zweiten Krankheitsphase färben sich Haut, Schleimhäute und Augen gelb (Gelbsucht/Ikterus), der Stuhl entfärbt sich und der Urin wird dunkel.

Danach tritt in den meisten Fällen eine Besserung ein.

Die Krankheit dauert meist zwei bis drei Wochen. Mitunter kann sie sich aber auf ein bis zwei Monate erstrecken.

Kleinkinder haben normalerweise einen recht milden Krankheitsverlauf ohne dass die Gelbsucht wirklich hervortritt. Die Krankheit verläuft bei Kindern oft wie eine Virusgrippe.



Wie kann Hepatitis A vermieden werden?

Die wichtigste und effektivste Maßnahme zum Schutz vor Hepatitis A ist die aktive Schutzimpfung, welche bereits seit einigen Jahren erhältlich ist. Diese sollte unbedingt vor Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A Risiko durchgeführt werden (Afrika, Asien, Südamerika). Die Impfung ist je nach Präparat zwei- oder dreiteilig, wobei bereits nach der ersten Teilimpfung zumeist ein guter Impfschutz vorliegt. Der Impfschutz nach allen drei Teilimpfungen hält zumindest 10 Jahre an.

Sollte keine aktive Schutzimpfung durchgeführt werden, so kann das Hepatitis A Risiko auch durch andere Maßnahmen reduziert werden.

Hygiene reduziert das Risiko einer Ansteckung.

Kochen oder schälen Sie Früchte und Gemüse während eines Urlaubs in Ländern, in denen die hygienischen Verhältnisse unzureichend sind.

Vermeiden Sie rohe oder ungenügend gegarte Meerestiere.

Falls ein Haushaltsmitglied an Hepatitis A erkrankt ist, sind folgende Ratschläge zu beachten:

Lassen Sie sich so schnell wie möglich gegen Hepatitis A schutzimpfen.

Waschen Sie nach jedem Toilettenbesuch Ihre Hände.

Achten Sie auf Sauberkeit bei der Speisenzubereitung und bei Getränken.

Jedes Familienmitglied sollte ein eigenes Handtuch benützen.

Verwenden Sie Wegwerfhandschuhe, falls der Erkrankte Hilfe bei der Körperhygiene benötigt.

Mit Stuhl oder Urin verunreinigte Wäsche sollte umgehend bei 95°C gewaschen werden. Falls dies nicht möglich ist, bewahren Sie sie bis zum Zeitpunkt des Waschens in einer verschlossenen Plastiktüte auf.

Weiters kann der Arzt den gesunden Mitgliedern des Haushalts eine passive Schutzimpfung mit Gammaglobulin verabreichen, wobei diese passive Impfung seit Einführung der aktiven Schutzimpfung nur mehr sehr selten durchgeführt wird und das Gammaglobulin teilweise in Österreich nicht erhältlich ist.



Was Sie selber tun können, falls Sie Hepatitis A haben:

Gönnen Sie sich Ruhe, solange die Blutproben auf eine aktive Leberentzündung hinweisen.

Trinken Sie keinen Alkohol.

Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Vermeiden Sie Medikamente, die die Leber belasten - fragen Sie hierzu Ihren Arzt!



Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Bei einer Diagnose der Hepatitis A sind im Blut nachweislich die Antikörper gegen das Hepatitis A-Virus enthalten. Leberwerte geben Aufschluss darüber, wie aktiv die Krankheit ist.



Mögliche Folgen und Komplikationen

Die meisten Patienten sind nach vier bis acht Wochen wieder vollkommen gesund. Im Gegensatz zu Hepatitis B und C kommt es niemals zur Ausbildung einer chronischen Hepatitis mit dauerhafter Leberschädigung.

Nachdem die Erkrankung zurückgegangen ist, besteht eine lebenslange Immunität gegenüber Hepatitis A.

Selten kommt es zu einem Leberversagen, was im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen kann. Besonders schwer kann die Infektion bei Personen verlaufen, die bereits an einer anderen chronischen Hepatitis (Hepatitis B oder Hepatitis C) oder an einer anderen chronische Lebererkrankung leiden. Solche Personen sollten sich unabhängig von Auslandsreisen oder Erkrankungsfällen in ihrer Umgebung aktiv gegen Hepatitis A impfen lassen.


Die Behandlung

Es gibt keine spezifische medikamentöse Behandlung gegen die Krankheitsursache. Die Behandlung besteht in unterstützenden Maßnahmen (Absenken des Fiebers, Medikamente gegen die Übelkeit).
Autor: Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic
Hepatitis B 
Hepatitis B

Die Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis B-Virus (HBV) hervorgerufene entzündliche Erkrankung der Leber, die in ihrem Verlauf jedoch eine generalisierte Symptomatik hervorruft und deshalb als systemische Erkrankung aufzufassen ist.
Die Krankheit verläuft in den meisen Fällen akut und heilt nach mehreren Monaten aus, wobei allerdings nicht selten organische Dauerschäden verbleiben. Sie kann aber auch einen chronischen Verlauf nehmen, der sich über mehrere Jahre erstreckt und nicht selten mit der völligen Zerstörung der Leber endet. In diesem Fall besteht die einzige Möglichkeit, das Leben des Patienten zu retten, in der Lebertransplantation. Aufgrund der komplexen Immunantwort, die den Verlauf der Erkrankung weitgehend bestimmt, sind die grundlegenden Mechanismen dieser Infektionserkrankung erst relativ spät im Detail bekannt geworden. Deren Verständnis setzt immunologisches Grundwissen voraus, weshalb ich hier auf die Darstellung pathologischer Einzelheiten verzichte und mich auf die Beschreibung der Infektionswege, der Diagnostik, des klinischen Bildes (Symptomatik), der Therapiemöglichkeiten, der Prophylaxe (Impfung) und Epidemiologie beschränken muss.


Grundlegendes zu HBV :

Das Virus besteht aus einer Hülle, einer darunter liegenden Kapsel (oder Kern) und dem darin befindlichen genetischen Material des Virus (DNA).
Einzelne Bestandteile dieser Strukturen sind sowohl für die Immunantwort als auch für Diagnose und Schutzimpfung von entscheidender Bedeutung, weshalb sie kurz erläutert werden sollen :
Die Hülle enthält ein Oberflächenmolekül, das eine Immunantwort auslöst. Moleküle, die eine Immunantwort hervorrufen können (d.h. die Produktion von Antikörpern), nennt man Antigene. Man spricht deshalb vom sog. HBs-Antigen (s = surface, Oberfläche).
Der unter der Hülle liegende Kern trägt ein weiteres Antigen, das HBc-Antigen (c = core, Kern). Im Serum ist ausserdem das HBe-Antigen, ein Hüllprotein (e = envelope, Hülle), nachweisbar. Die Vermehrung des Virus erfolgt ausschliesslich in der Leber.

Infektion und Krankheitsbild

Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit HBV-kontaminiertem Blut und Blutprodukten und anderen infektiösen Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Harn und Genitalsekreten. Betroffen sind vorwiegend nicht geimpfte Personen im Gesundheitsdienst (z.B. durch akzidentelle Verletzung bei der Blutabnahme oder bei der Versorgung blutender Wunden), Drogenabhängige (needle sharing), Prostituierte, Sextouristen und Personen mit hoher Promiskuität (überdurchschnittlich hoher Wechsel von Sexpartnern). Die Übertragung einer für die Infektion ausreichenden Virusmenge kann auch durch intensives Küssen erfolgen, was bei sog. Ausscheidern (Personen mit hohem Virustiter) sehr leicht möglich ist.
Die Inkubation liegt bei 4 bis 12 Wochen. Darauf folgt die akute Phase der Infektion mit oder ohne Gelbsucht (Ikterus) und sehr unterschiedlicher Dauer (2 bis 12 Wochen). Die als Folge der HBV-Infektion auftretende Leberzellschädigung beruht nicht auf Direktwirkung des Virus, sondern auf der durch HBV hervorgerufenen zellulären Immunantwort gegen die Antigene HBs und HBc, die nach dem Eindringen des Virus in die Leberzellen an der Zellmembran in Erscheinung treten.
Bei ca. 1 % der Erkrankten kommt es zu einer fulminanten, oft tödlich verlaufenden Hepatitis, bei 80 bis 90 % verläuft die Infektion gutartig mit vollständiger Heilung und Elimination des Virus aus dem Körper, und bei 5 bis 10 % entwickelt sich eine chronische Infektion, bei der wiederum drei Verlaufsformen unterschieden werden :
Der "gesunde" HBV-Träger (oft Ausscheider), der keine klinischen Symptome und nur minimale Leberveränderungen zeigt, die chronisch-persistierende Hepatitis (CPH), ohne Virusvermehrung und ebenfalls geringen Leberveränderungen und schliesslich die chronisch-aggressive Hepatitis (CAH), mit massiver Virusvermehrung, mit dem Endstadium der schweren Leberzirrhose.

Erst Ende der 70er Jahre wurde ein weiterer Virustyp entdeckt, das Hepatitis D-Virus (HDV), das vor allem in afrikanischen und südasiatischen Ländern als Begleiterreger bei HBV-Infizierten auftrat. Es zeigte sich, dass bei Anwesenheit von HDV die Infektion mit HBV wesentlich schwerere Verlaufsformen annahm und sich in höherem Prozentsatz eine chronisch-aggressive Hepatitis entwickelte. In Zentralafrika ist der Großteil der HBV-Träger auch mit HDV infiziert, weshalb eine Ansteckung dort ein besonders hohes Risiko birgt, an chronischer Hepatitis zu erkranken.
In afrikanischen Ländern entwickelt sich auf dem Boden einer chronischen Hepatitis sehr häufig ein Leberzellkarzinom.
Symptome der akuten Hepatitis :
Gegen Ende der Inkubation, noch vor dem Stadium der Gelbsucht,
stellt sich ein uncharakteristisches Krankheitsgefühl ein. Abneigung gegen manche Speisen, Schwindel, Erbrechen, Leibschmerzen. Bei ca. 20 % kommt es in diesem Stadium auch zu folgenden Leitsymptomen, die den erfahrenen Arzt i.d.R. rasch an eine Hepatitis denken lassen : Fieber, Ausschlag und rheumaartige Gelenks- und Muskelschmerzen.
Zwei bis 14 Tage später entwickelt sich eine ausgeprägte Gelbsucht, die Leber ist prall vergrößert, die Patienten fühlen sich jedoch subjektiv besser. Bei langdauernder Gelbsucht entsteht mitunter heftiger Juckreiz (Anreicherung von Gallensäuren in der Haut). Die Gelbsucht ist Ausdruck des erhöhten Spiegels an gelbem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut. Sie tritt zuerst in den Skleren der Augen in Erscheinung und wird zu Beginn meist nicht vom Patienten selbst, sondern vom sozialen Umfeld wahrgenommen. Die Rekonvaleszenz kann Wochen dauern, und oft werden bestimmte Speisen Monate bis Jahre später nicht toleriert, bzw. bestehen mehr oder weniger ausgeprägte Verdauungsprobleme. Insbesondere fette und cholesterinreiche Speisen (Eier, Innereien) werden nicht vertragen. Je jünger Patienten sind, desto leichter ist der Verlauf.
Differentialdiagnostisch ist zu beachten, dass, abgesehen von den übrigen Virushepatitiden (A,D,C,E), auch andere Infektionskrankheiten mit Gelbsucht einher gehen können, man spricht hier von einer Begleithepatitis : Bei Syphilis (Lues III), Infektionen mit Viren der Herpesgruppe und Malaria können schwere Hepatitiden den Verlauf verkomplizieren. Vor allem nach Tropenreisen ist bei unklarer Oberbauchsymptomatik und Fieber immer an eine Hepatitis B zu denken und bei Gelbsucht gegen das eventuelle Vorliegen einer Malaria sorgfältig abzugrenzen.
Schliesslich gibt es noch die sog. Autoimmun-Hepatitis (Antikörper werden gegen eigene Leberzellen produziert). Eine Gelbsucht kann ausserdem bei Gallenwegserkrankungen (Gallenblasenentzündung, Gallensteinen), Tumoren der Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und des Zwölffingerdarms, sowie bei manchen Stoffwechselstörungen auftreten (Morbus Weil, idiopathische Hyperbilirubinämie..).

Diagnose

Die Hepatitis B wird an Hand der klinischen Symptome und vor allem durch den Nachweis der verschiedenen HBV-Antigene, bzw. der gegen sie gerichteten Antikörper diagnostiziert. Beide, Antigene wie Antikörper, lassen sich im Blut des Patienten mittels immunologischer Tests nachweisen. Die einzelnen Komponenten treten dabei nach gewissen Gesetzmässigkeiten auf :
Zuerst findet man das HBs- und das HBe-Antigen, wobei letzteres ein Indikator für aktive Virusvermehrung ist. Etwa zeitgleich mit dem Auftreten klinischer Symptome erscheinen auch Anti-HBc-Antikörper. Als Screening-Test, vor allem zum Ausschluß einer Hepatitis B, eignet sich deshalb die Bestimmung der Anti-HBc-Antikörper (Ak-Klassen IgG und IgM). Die gegen Ende der akuten Phase erscheinenden Anti-HBe-Ak bleiben nur wenige Monate nachweisbar und sind deshalb ein Indikator für eine noch nicht lange zurückliegende Infektion. Die zuletzt auftretenden Anti-HBs-Ak werden als Zeichen der Rekonvaleszenz (Genesung) und der sich ausbildenden Immunität gegen HBV gewertet und bleiben jahrelang nachweisbar.
Die Entwicklung zu einer chronischen Hepatitis B-Infektion kann an einem veränderten Ag-Ak-Profil abgelesen werden : Die beiden Antigene HBs und HBe verbleiben noch ca. 10 Wochen nach Krankheitsbeginn, und das Auftreten der Anti-HBe- und Anti-HBs-Ak unterbleibt. Falls sich später doch noch eine Verschiebung von HBe-Ag zu Anti-HBe-Ak einstellt, zeigt dies die Beendigung der aktiven Virusvermehrung und einen prognostisch günstigen Verlauf ohne schwere chronische Lebererkrankung an.
Die Interpretation des serologischen Befundes gibt Aufschluß über die Stadien der Erkrankung, Infektiosität, Ausscheidertum und Genesung und erlaubt darüber hinaus prognostische Angaben zum individuellen Krankheitsverlauf. Zeichen für Infektiosität des Blutes sind HBe-Ag, HBs-Ag und natürlich HBV selbst.

Therapie

Die Virustatika Famciclovir und Lamivudin zeigen oft, aber leider nicht immer den gewünschten Erfolg. Bewährt hat sich der Einsatz von Interferonen, insbesondere Interferon-alpha2.
Um im Fall einer Lebertransplantation das transplantierte Organ vor
Neubefall im Körper zu schützen, kommen hochdosiert Immunglobuline zum Einsatz (Antikörper), die als "Virusfänger" dienen. Darüber hinaus gibt es keine kausal wirksame Therapie.
Die Symptome der Hepatitis werden je nach Stadium und Bedarf behandelt. Teils kommen Steroide (Cortison) zur Eindämmung der Entzündungsreaktion und des Aszites (Ausschwitzen der Leber von Wasser in die freie Bauchhöhle bei Zirrhose) zur Anwendung.

Prophylaxe und Schutzimpfung

Die wichtigste Massnahme zur Verhinderung der Übertragung ist die Überprüfung aller Blutspender auf HBs-Antigen. Auch auf peinlich genaue Sterilisation aller ärztlichen Instrumente ist zu achten.
Insbesondere sollte die Übertragung durch Blutreste an Kanülen etc. durch entsprechende Vorsichtsmassnahmen verhindert werden. Bei Verletzung mit Kontakt von HBV-haltigem Blut muss sofort aktiv und passiv geimpft werden, und zwar innerhalb von 6 bis 12 Stunden.
Die Ansichten der Fachwelt hinsichtlich gleichzeitigen aktiven und passiven Immunisierens sind geteilt. Manche Infektiologen lehnen es aus impfstrategischen Gründen ab, weil die Immunglobuline der passiven Impfung z.T. die in der aktiven Vakzine enthaltenen Antigene neutralisieren und deren Wirkung somit abschwächen.
In Wien gibt man überwiegend der kombinierten Prophylaxe den Vorzug.
Schutzimpfung : Seit einigen Jahren ist die aktive Immunisierung mit einem Totimpfstoff möglich, der sich durch weit geringere Nebenwirkungsrate gegenüber dem bisher gebräuchlichen Lebendimpfstoff auszeichnet. Das Impfantigen besteht aus gentechnisch hergestelltem HBs-Antigen. Drei Dosen erzeugen einen fast 100%igen Schutz. Der Impferfolg sollte kontrolliert werden, da Menschen unterschiedlich stark auf den Impfstoff ansprechen. Wie bei allen anderen Impfungen auch, unterscheidet man gute von schlechten Respondern. Bei niedrigem Anti-HBs (kleiner 10 U) ist eine baldige Auffrischung angezeigt.
Wichtig : Nach der Geburt eines Kindes, dessen Mutter HBs-Ag-positiv ist, muss innerhalb von 12 Stunden passiv geimpft werden, ausserdem ist ehestens eine aktive Immunisierung vonnöten.
Die Untersuchung schwangerer Frauen auf HBs-Ag gehört daher zur Mutterschaftsvorsorge (Mutter-Kind-Paß).

Epidemiologie

Die Durchseuchung ist in Griechenland, Asien und Afrika sehr hoch.
In Afrika und Asien liegt die Zahl der Infizierten bei 300 Mio. !!!
In diesen Ländern wird die Erkrankung in erster Linie durch sexuellen Kontakt übertragen. Bei uns beschränkt sich die erhöhte Inzidenz auf Drogenabhängige und Prostituierte. Hepatitis B ist die epidemiologisch bedeutsamste Infektionserkrankung der Gegenwart. Die Zahl der weltweit auf diese Erkrankung zurückzuführenden Todesfälle ist mehr als doppelt so groß wie die auf alle anderen Infektionskrankheiten zusammen. Angesichts dieser Tatsache wundert es ein wenig, dass im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Krankheiten AIDS nach wie vor einen dermaßen überhöhten Stellenwert im Bewusstsein der Öffentlichkeit einnimmt.
Im Vergleich zu Hepatitis B ist AIDS aus epidemiologischer Sicht eine Bagatelle. Seit dem ersten Auftreten von AIDS in Österreich vor rund 20 Jahren sind ca. 1600 Personen dieser Krankheit zum Opfer gefallen. An den Folgen der Hepatitis B sterben jährlich fast doppelt soviele. Daher :
Bitte lasst Euch unbedingt impfen !!!
Hepatitis C 
Hepatitis C

Nachdem die Hepatitis A- und B entdeckt waren, blieben immer noch viele sog. NonA/NonB-Hepatitisfälle zurück. 1989 wurde dann das HCV entdeckt. Es ist der Erreger einer leicht verlaufenden Hepatitis, die aber oft einen chronischen Verlauf nimmt.
Wie das HBV besteht es aus einer Hülle und einem Kapsid (Kern), in dem sich der genetische Code befindet (in diesem Fall jedoch RNA).

Klinik

Die Symptomatik der akuten Hepatitis C ist prinzipiell gleich der Hepatitis B, der Verlauf jedoch meist leichter, allerdings tritt die Akutform nur in etwa 5% der Fälle in Erscheinung. Der überwiegende Teil der Infektionen (60 bis 80%) nimmt einen chronischen, zumeist milden Verlauf, in dessen Folge bei 20% nach langjähriger schleichender Krankheit eine Leberzirrhose entsteht.
Der Rest der Infektionen verläuft inapparent, d.h. ohne klinische Symptomatik. Der Befund wird in solchen Fällen meist zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen (Labor) augenfällig.

Ursprünglich wurde angenommen, HCV würde ausschliesslich via Blut- und Knochenmarkspenden, sowie im Rahmen der Dialyse übertragen, da sich das Patientenkollektiv zunächst aus diesen Gruppen zusammensetzte.
Später wurden auch Fälle aus dem Drogenmilieu und aus Haftanstalten bekannt und mittlerweile weist vieles darauf hin, dass die Übertragungswege identisch mit jenen von HBV sind. Vor allem bei AIDS-Patienten tritt HCV gehäuft auf. Höchstwahrscheinlich wird HCV auch durch Intimkontakt und kleine Hautverletzungen übertragen, zumal das Virus auch im Sperma und in anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden konnte.
Eine Übertragung von der Mutter auf den Säugling ist möglich, desgleichen wurden bemerkenswerter Weise Familieninfektionen festgestellt, wo sämtliche Angehörige symptomfreie Virusträger waren. Ebenso auffällig ist die Beobachtung, dass Hepatitis A- Erkrankungen bei HCV-Trägern einen sehr schweren Verlauf nehmen, was bei HBV-Trägern in dieser Form nicht bekannt wurde.

Die therapeutischen Maßnahmen sind gleich denen bei der Hepatitis B. Die Labordiagnose beruht auf Antikörpernachweis (IgG).
Ein Impfschutz ist z.Z. in Entwicklung. Das sporadische Auftreten lässt einstweilen noch keine eindeutigen Risikogruppen erkennen, aber den bisherigen Erfahrungen zufolge bilden Blutspender aus sozial niedrigen Schichten, Homosexuelle und Drogenabhängige die Hauptinfektionsquelle.

Die Epidemiologie ähnelt der des HBV in vieler Hinsicht.
HCV-Träger sind weit verbreitet : In Deutschland sind etwa 0,6% seropositiv, Zahlen aus Österreich liegen mir z.Z. nicht vor.
Etwa 10% unserer Dialysepatienten sind HCV-infiziert. In Deutschland werden pro Jahr etwa 20.000 bis 50.000 frische HCV-Infektionen beobachtet. Davon rückschliessend dürften es in Österreich um die 5000 Neuinfektionen jährlich sein.


Hepatitis G

Während die Hepatitis E, ähnlich wie die Hepatitis A, fäkal-oral und über Trinkwasser übertragen wird, handelt es sich bei der erst jüngst beschriebenen Hepatitis G ebenfalls um eine über Blutkontakt (Transfusionen) und auch sexuell übertragbare Erkrankung.
Das Virus, das einer ganz anderen Gruppe von Viren angehört, wurde, ausser im Blut von Dialysepatienten und Drogenabhängigen,
auch im Sperma von Individuen nachgewiesen, die keiner der genannten Risikogruppen angehören. Das Virus wird häufig zusammen mit HCV, seltener auch mit HIV übertragen. Selbstständig ruft HGV allem Anschein nach keine Erkrankung hervor, allerdings dürfte es als Co-Faktor bei der Entstehung anderer Infektionserkrankungen (v.a. Hepatitiden) eine Rolle spielen und deren Verlauf erschweren.

http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=61
Hepatitis E 
Hepatitis E
(Leberentzündung durch Hepatitis E-Virus)


Die Hepatitis E ist eine akute Leberentzündung, welche wird durch das Hepatitis E-Virus (HEV) verursacht wird, das vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen vorkommt (Asien, Afrika, Indien). Besonders gehäuft tritt dort die Hepatitis E in der Regenzeit auf.


Was sind die Hauptansteckungswege der Hepatitis E?

Das Hepatitis E-Virus wird, sehr ähnlich der Hepatitis A, über den Stuhl infizierter Personen verbreitet. Die Übertragung erfolgt vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser, kann aber auch durch Schmierinfektion - meist durch Berühren von verschmutzten Gegenständen wie Toilettenspülungen, Türgriffen, Wasserhähnen, Handtüchern, Besteck, Gläsern sowie durch Handgriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln und ähnliches übertragen werden. Eiswürfel, Speiseeis, ungeschältes Obst und Gemüse stellen ebenfalls eine Infektionsquelle dar.

Hepatitis E tritt besonders gehäuft in Ländern mit schlechten hygienischen Verhältnissen auf, dort vor allem zur Regenzeit. In Europa, Amerika und den entwickelten Ländern Asiens wurden bisher nur vereinzelte Fälle von Hepatitis E bekannt.


Was sind die Symptome?

Es vergehen ungefähr sechs Wochen (mindestens zwei, höchstens neun) zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Krankheitszeichen (Inkubationszeit). Die Symptome der akuten Hepatitis E sind sehr ähnlich den Symptomen der Hepatitis A.

Die ersten Beschwerden sind Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber.
In der zweiten Krankheitsphase färben sich Haut, Schleimhäute und Augen gelb (Gelbsucht/Ikterus), der Stuhl entfärbt sich und der Urin wird dunkel.
Danach tritt in den meisten Fällen eine Besserung ein.
Die Krankheit dauert meist zwei bis drei Wochen. Besonders schwer verläuft die Hepatitis E bei schwangeren Frauen am Ende der Schwangerschaft (3. Trimenon). Bei dieser Gruppe kommt es sogar zum Auftreten von Todesfällen (bis zu 20 Prozent).



Wie kann die Hepatitis E vermieden werden?

Gegen die Hepatitis E gibt es keine aktive Schutzimpfung und keine passive Prophylaxe mit einem entsprechenden Immunglobulin.

Hygiene reduziert jedoch das Risiko einer Ansteckung.
Kochen oder schälen Sie Früchte und Gemüse während eines Urlaubs in Ländern, in denen die hygienischen Bedingungen unzureichend sind.
Kochen Sie das Wasser vor der Einnahme ab oder verwenden Sie Mineralwasser.


Falls ein Haushaltsmitglied an Hepatitis E erkrankt ist, sind folgende Ratschläge zu beachten

Waschen Sie nach jedem Toilettenbesuch Ihre Hände.
Achten Sie auf Sauberkeit bei der Speisenzubereitung und bei Getränken.
Jedes Familienmitglied sollte ein eigenes Handtuch benützen.
Verwenden Sie Wegwerfhandschuhe, falls der Erkrankte Hilfe bei der Körperhygiene benötigt.
Mit Stuhl oder Urin verunreinigte Wäsche sollte umgehend bei 95°C gewaschen werden. Falls dies nicht möglich ist, bewahren Sie sie bis zum Zeitpunkt des Waschens in einer verschlossenen Plastiktüte auf.


Was Sie selber tun können, falls Sie Hepatitis E haben

Gönnen Sie sich Ruhe, solange die Blutproben auf eine aktive Leberentzündung hinweisen.
Trinken Sie keinen Alkohol.
Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
Vermeiden Sie Medikamente, die die Leber belasten - fragen Sie hierzu Ihren Arzt!


Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Bei einer Diagnose der Hepatitis E sind im Blut nachweislich die Antikörper gegen das Hepatitis E-Virus enthalten. Leberwerte geben Aufschluss darüber, wie aktiv die Krankheit ist.



Wie wird eine Hepatitis E behandelt?

Es gibt keine spezifische medikamentöse Behandlung gegen die Krankheit. Die Behandlung besteht in unterstützenden Maßnahmen (Absenken des Fiebers, Medikamente gegen die Übelkeit.



Welche Folgen oder Komplikationen können auftreten?

Die meisten Patienten sind nach wenigen Wochen wieder vollkommen gesund.
Es kommt niemals zur Ausbildung einer chronischen Hepatitis mit dauerhafter Leberschädigung.
Selten kommt es zu einem Leberversagen, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.
Besonders häufig sind Todesfälle bei schwangeren Frauen kurz vor der Geburt des Kindes (bis zu 20 Prozent).


Autor: Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic
Hermaphrodit 
Hermaphroditos, Sohn des Hermes und der Aphrodite, der die Geschlechter beider Eltern erbte ( Zwitter). An den Statuen des Hermaphroditos finden wir stets einen Penis, nie eine Vagina. Dies sagt sehr viel über den griechischen Wunschtraum der Bisexualität aus.
Im medizinsichen Sinne ist ein Hermaphrodit ein Mensch mit den körperlichen Geschlechtmerkmalen von Mann und Frau. Heute wird dieser Zustand in Richtung auf geschlechtliche Eindeutigkeit durch eine entsprechende OP herbeigeführt. Dabei kam es in der Vergangenheit zu gelegentlichen tragischen Fehleinschätzungen des Zielgeschlechtes. Deshalb sollte vor einer entsprechenden OP ausführlich die Psyche des Betroffenen erkundet werden um das richtige Zielgeschlecht zu bestimmen.
Hermaphroditen oder Zwitter sind sehr selten. Bei ihnen liegt im Gegensatz zum Transsexuellen keine körperliche Eindeutigkeit des Geschlechtes vor.
bearbeitet von: Hanna/20.4.08
Herpes 
Herpes wird durch einen Virus verursacht, der die Schleimhäute und die Haut befällt. Es gibt zwei Typen: Herpes Simplex Virus I (HSV I), der z. B. Fieberbläschen auf Lippen, Mund und im Gesicht verursacht. Und Herpes Simplex Virus II (HSVII) - als Herpes Genitales bekannt.

http://www.sexworker.at/phpBB2/view....&highlight=herpes
http://www.sexworker.at/phpBB2/view....&highlight=herpes
http://www.sexworker.at/phpBB2/view....&highlight=herpes
http://www.sexworker.at/phpBB2/view....&highlight=herpes
Herpes simplex 
Herpes simplex" class="crosslink" alt="" title="">Herpes simplex

Es werden die Virustypen 1 und 2 unterschieden.
Der Typ 1 des Herpesvirus wird als "Oraltyp" bezeichnet, weil die Primärinfektion vorwiegend über die Mundhöhle erfolgt. Bis zum 6. bis 10. Lebensjahr werden fast alle Kinder mit Typ 1 infiziert.
Der Typ 2 wird als "Genitaltyp" bezeichnet. Er ist seltener und verursacht hauptsächlich bei Jugendlichen und Erwachsenen herpetische Erkrankungen am Genitale.
Die Infektion mit HSV1 verläuft in etwa 90 bis 95% der Fälle inapparent (symptomlos) und bleibt das ganze Leben über als latente Infektion bestehen. Aus dieser Situation entwickeln sich wiederholt kurzdauernde Exazerbationen (Krankheitsschübe, Ausbrüche), meistens in Form von Fieberblasen : Rezidivierender Herpes.
In Einzelfällen aber verursacht das Herpes-simplex-Virus lebensbedrohliche Krankheiten, wie Enzephalitis (Gehirnentzündung), Herpes neonatorum (Neugeborenenherpes), sei es als direkte Folge der Primärinfektion oder als Rezidiv.

Krankheitsbild

Meist an der Haut-Schleimhaut-Grenze (dort, wo üblicherweise den Lippen mittels Konturenstift etwas mehr Volumen gegeben wird), treten juckende, zuweilen schmerzhafte Papeln auf, die sich rasch zu prallen Bläschen entwickeln. Die Bläschen sind 1-3 mm groß und haben einen klaren Inhalt (die in frisch aufgetretenen Bläschen enthaltene Flüssigkeit ist stark virushaltig und hochkontagiös). Unter Krustenbildung heilen die Bläschen binnen weniger Tage ab.
Die Manifestation des HSV2 erfolgt dementsprechend an der Haut-Schleimhaut-Grenze des Genitale, für gewöhnlich an den großen Schamlippen bzw. um den Peniskranz (beim Mann i.d.R. schmerzhafter als bei der Frau. Von Frauen werden die Läsionen oft nicht einmal wahrgenommen, - große individuelle Empfindlichkeitsunterschiede). Häufig treten beim Rezidiv Fieber, Kopfschmerzen und lokale Lymphknotenschwellungen auf, selten sog. Meningismen, Zeichen entzündlicher Irritation der Gehirnhaut, sowie migräneartige Beschwerden : Schwindel, Tinnitus, Gesichtsfeldausfälle, neuralgische Schmerzen, Nackensteife.
Sehr schwer verlaufen Rezidive bei AIDS-Patienten. Genitale Infektionen rezidivieren bei ihnen häufiger als orale.
Gefürchtete Komplikationen sind die Herpes-Meningitis (vor allem durch HSV2 hervorgerufene Entzündung der Gehirnhaut) und die HSV-bedingte Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns.
Selbst unter Aufbietung aller therapeutischen Maßnahmen bleiben in vielen Fällen mehr oder weniger gravierende Spätfolgen zurück.

Auslösende Ursachen für Rezidive sind : Fieberhafte Infekte, Sonnenbrand, Röntgenbestrahlung, Menstruation, lokale Manipulation und Gewalteinwirkung (Bartzupfen, Stechen eines Permanent Makeup, zahnärztliche Behandlungen, Schläge), aber auch intensives Küssen, sowie akute körperliche Beschwerden (Anfälle, Schmerzattacken), Streß und ungewohnte körperliche Belastungen, Kummer, schockierende Erlebnisse ("Schreckblase"). Völlig falsch ist die häufige Annahme, die Fieberblasen entstünden durch Trinken von unsauberen Gläsern und dergleichen. Die Erreger sind sehr empfindlich (v. a. auch gegen UV-Strahlung) und überleben ausserhalb des menschlichen Körpers nur sehr kurze Zeit.

Die Läsionen der herpetischen Vulvovaginitis (Entzündung der Vagina und des äusseren Genitale, einschliesslich des Gebärmutterhalses) erinnern mit ihren weißen, scharf abgegrenzten Herden stark an Aphten der Mundschleimhaut. Auch am Penis gibt es Bläschenbildungen, die, speziell an der Eichel, differentialdiagnostisch vom Befall mit Sproßpilzen (Candida) abzugrenzen sind. Liegt bereits eine orale HSV1-Infektion vor, so verläuft eine genitale Primärinfektion im allgemeinen etwas leichter. Nur etwa 20% der genitalen HSV-Infektionen äußern sich symptomatisch, der Rest verläuft inapparent.
Eine weitere Manifestation der HSV-Infektion ist die sog. HSV-Keratokonjunktivitis , eine Infektion der Horn- und Bindehaut des Auges, die früher mangels geeigneter Therapie in vielen Fällen mit der Erblindung des Betroffenen endete. Heute schafft die Möglichkeit der Hornhauttransplantation in solchen Fällen Abhilfe.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt zumeist anhand der klinischen Symptome, im Übrigen durch serologische Tests (Antikörpernachweis). Nur deutliche Titeranstiege können im Sinne einer Neuinfektion gedeutet werden. Genitale HSV2-Infektionen sollen durch erhöhte IgA-Ak-Spiegel erkennbar sein (unsicher).
Bei Herpesenzephalitis (Gehirnentzündung) gelingt der Virusnachweis im Liquor (durch Punktion des Rückenmarkkanals zu gewinnende Gehirnflüssigkeit) mittels PCR. Die PCR (Polymerase Chain Reaction) ist eine molekularbiologische Methode zur Identifizierung des genetischen Codes (DNA). Mit der Behandlung ist bereits bei Verdacht auf eine HSV-Infektion zu beginnen.

Therapie

Herpetische Fieberblasen werden mit Aciclovir-Salben behandelt (möglichst frühzeitig auf die juckenden Stellen aufzutragen, im Idealfall bereits vor dem Auftreten der Bläschen). Sobald die Blasen einzutrocknen beginnen (in diesem Stadium ist kaum noch Virusmaterial nachweisbar), empfiehlt sich zumindest im Gesichtsbereich das Auftragen Zinksulfat-haltiger Salben (Labisan med) oder einer scharfen Zahnpasta (z.B. Colgate, aber kein Zahngel !). Der dadurch bedingte Flüssigkeitsentzug begünstigt die kapillare Blutversorgung und somit die raschere Reorganisierung des lokalen Gewebeschadens.
In schweren Fällen, z.B. bei HSV-Enzephalitis/Meningitis und im Fall der üblicherweise heftigen Exazerbationen bei AIDS-Patienten oder Immunsupprimierten muss Aciclovir hochdosiert per infusionem verabreicht werden. Auch die verwandten Virustatika Valaciclovir oder Famciclovir kommen unterstützend zur Anwendung.

Epidemiologie und Prophylaxe

Die Durchseuchung mit HSV1 beträgt fast 100%. Die Inzidenz von HSV2 ist geringer und beginnt mit Erreichen des sexuell aktiven Alters, aber nur etwa 20% der Infektionen sind von typischen Symptomen begleitet. Je höher die Promiskuität (Häufigkeit des Partnerwechsels), umso höher das Risiko. Bei HSV2 bietet das Kondom in der Regel einen guten Infektionsschutz.
Die Übertragung erfolgt durch Kuss, Geschlechtsverkehr, durch Verletzungen am Finger, beim Geburtsvorgang. Die Viren befinden sich im Speichel, im Genitalsekret und in den Bläschen.
Die bisher angebotenen Impfstoffe sind im Sinne einer Immunisierung wirkungslos, sie kommen allenfalls als Placebo bei AIDS-Patienten zum Einsatz, wo der suggestive Effekt erstaunlicherweise in vielen Fällen klinisch verifizierbar ist.
Prophylaktisch kommt der Einsatz von Virustatika-haltigen Cremes in Frage. Um mögliche Resistenzbildung gegen den Hauptwirkstoff Aciclovir zu vermeiden, verwende man hierzu andere Virustatika (z.B. Penciclovir-Creme). Screening von Schwangeren vor der Geburt auf HSV im Genitale zur Verhinderung des Herpes neonatorum (Neugeborenen-Herpes). Die Prophylaxe erfolgt hier durch orale oder systemische Gabe von Aciclovir.
Beschreibung der Geschlechtskrankheiten und anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen (STD) Herpes simplex Es werden die Virustypen 1 und 2 unterschieden. Der Typ 1 des Herpesvirus wird als "Oraltyp" bezeichnet, weil die Primärinfektion vorwiegend über die Mundhöhle erfolgt. Bis zum 6. bis 10. Lebensjahr werden fast alle Kinder mit Typ 1 infiziert. Der Typ 2 wird als "Genitaltyp" bezeichnet. Er ist seltener und verursacht hauptsächlich bei Jugendlichen und Erwachsenen herpetische Erkrankungen am Genitale. Die Infektion mit HSV1 verläuft in etwa 90 bis 95% der Fälle inapparent (symptomlos) und bleibt das ganze Leben über als latente Infektion bestehen. Aus dieser Situation entwickeln sich wiederholt kurzdauernde Exazerbationen (Krankheitsschübe, Ausbrüche), meistens in Form von Fieberblasen : Rezidivierender Herpes. In Einzelfällen aber verursacht das Herpes-simplex-Virus lebensbedrohliche Krankheiten, wie Enzephalitis (Gehirnentzündung), Herpes neonatorum (Neugeborenenherpes), sei es als direkte Folge der Primärinfektion oder als Rezidiv. Krankheitsbild Meist an der Haut-Schleimhaut-Grenze (dort, wo üblicherweise den Lippen mittels Konturenstift etwas mehr Volumen gegeben wird), treten juckende, zuweilen schmerzhafte Papeln auf, die sich rasch zu prallen Bläschen entwickeln. Die Bläschen sind 1-3 mm groß und haben einen klaren Inhalt (die in frisch aufgetretenen Bläschen enthaltene Flüssigkeit ist stark virushaltig und hochkontagiös). Unter Krustenbildung heilen die Bläschen binnen weniger Tage ab. Die Manifestation des HSV2 erfolgt dementsprechend an der Haut-Schleimhaut-Grenze des Genitale, für gewöhnlich an den großen Schamlippen bzw. um den Peniskranz (beim Mann i.d.R. schmerzhafter als bei der Frau. Von Frauen werden die Läsionen oft nicht einmal wahrgenommen, - große individuelle Empfindlichkeitsunterschiede). Häufig treten beim Rezidiv Fieber, Kopfschmerzen und lokale Lymphknotenschwellungen auf, selten sog. Meningismen, Zeichen entzündlicher Irritation der Gehirnhaut, sowie migräneartige Beschwerden : Schwindel, Tinnitus, Gesichtsfeldausfälle, neuralgische Schmerzen, Nackensteife. Sehr schwer verlaufen Rezidive bei AIDS-Patienten. Genitale Infektionen rezidivieren bei ihnen häufiger als orale. Gefürchtete Komplikationen sind die Herpes-Meningitis (vor allem durch HSV2 hervorgerufene Entzündung der Gehirnhaut) und die HSV-bedingte Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns. Selbst unter Aufbietung aller therapeutischen Maßnahmen bleiben in vielen Fällen mehr oder weniger gravierende Spätfolgen zurück. Auslösende Ursachen für Rezidive sind : Fieberhafte Infekte, Sonnenbrand, Röntgenbestrahlung, Menstruation, lokale Manipulation und Gewalteinwirkung (Bartzupfen, Stechen eines Permanent Makeup, zahnärztliche Behandlungen, Schläge), aber auch intensives Küssen, sowie akute körperliche Beschwerden (Anfälle, Schmerzattacken), Streß und ungewohnte körperliche Belastungen, Kummer, schockierende Erlebnisse ("Schreckblase"). Völlig falsch ist die häufige Annahme, die Fieberblasen entstünden durch Trinken von unsauberen Gläsern und dergleichen. Die Erreger sind sehr empfindlich (v. a. auch gegen UV-Strahlung) und überleben ausserhalb des menschlichen Körpers nur sehr kurze Zeit. Die Läsionen der herpetischen Vulvovaginitis (Entzündung der Vagina und des äusseren Genitale, einschliesslich des Gebärmutterhalses) erinnern mit ihren weißen, scharf abgegrenzten Herden stark an Aphten der Mundschleimhaut. Auch am Penis gibt es Bläschenbildungen, die, speziell an der Eichel, differentialdiagnostisch vom Befall mit Sproßpilzen (Candida) abzugrenzen sind. Liegt bereits eine orale HSV1-Infektion vor, so verläuft eine genitale Primärinfektion im allgemeinen etwas leichter. Nur etwa 20% der genitalen HSV-Infektionen äußern sich symptomatisch, der Rest verläuft inapparent. Eine weitere Manifestation der HSV-Infektion ist die sog. HSV-Keratokonjunktivitis , eine Infektion der Horn- und Bindehaut des Auges, die früher mangels geeigneter Therapie in vielen Fällen mit der Erblindung des Betroffenen endete. Heute schafft die Möglichkeit der Hornhauttransplantation in solchen Fällen Abhilfe. Diagnose Die Diagnosestellung erfolgt zumeist anhand der klinischen Symptome, im Übrigen durch serologische Tests (Antikörpernachweis). Nur deutliche Titeranstiege können im Sinne einer Neuinfektion gedeutet werden. Genitale HSV2-Infektionen sollen durch erhöhte IgA-Ak-Spiegel erkennbar sein (unsicher). Bei Herpesenzephalitis (Gehirnentzündung) gelingt der Virusnachweis im Liquor (durch Punktion des Rückenmarkkanals zu gewinnende Gehirnflüssigkeit) mittels PCR. Die PCR (Polymerase Chain Reaction) ist eine molekularbiologische Methode zur Identifizierung des genetischen Codes (DNA). Mit der Behandlung ist bereits bei Verdacht auf eine HSV-Infektion zu beginnen. Therapie Herpetische Fieberblasen werden mit Aciclovir-Salben behandelt (möglichst frühzeitig auf die juckenden Stellen aufzutragen, im Idealfall bereits vor dem Auftreten der Bläschen). Sobald die Blasen einzutrocknen beginnen (in diesem Stadium ist kaum noch Virusmaterial nachweisbar), empfiehlt sich zumindest im Gesichtsbereich das Auftragen Zinksulfat-haltiger Salben (Labisan med) oder einer scharfen Zahnpasta (z.B. Colgate, aber kein Zahngel !). Der dadurch bedingte Flüssigkeitsentzug begünstigt die kapillare Blutversorgung und somit die raschere Reorganisierung des lokalen Gewebeschadens. In schweren Fällen, z.B. bei HSV-Enzephalitis/Meningitis und im Fall der üblicherweise heftigen Exazerbationen bei AIDS-Patienten oder Immunsupprimierten muss Aciclovir hochdosiert per infusionem verabreicht werden. Auch die verwandten Virustatika Valaciclovir oder Famciclovir kommen unterstützend zur Anwendung. Epidemiologie und Prophylaxe Die Durchseuchung mit HSV1 beträgt fast 100%. Die Inzidenz von HSV2 ist geringer und beginnt mit Erreichen des sexuell aktiven Alters, aber nur etwa 20% der Infektionen sind von typischen Symptomen begleitet. Je höher die Promiskuität (Häufigkeit des Partnerwechsels), umso höher das Risiko. Bei HSV2 bietet das Kondom in der Regel einen guten Infektionsschutz. Die Übertragung erfolgt durch Kuss, Geschlechtsverkehr, durch Verletzungen am Finger, beim Geburtsvorgang. Die Viren befinden sich im Speichel, im Genitalsekret und in den Bläschen. Die bisher angebotenen Impfstoffe sind im Sinne einer Immunisierung wirkungslos, sie kommen allenfalls als Placebo bei AIDS-Patienten zum Einsatz, wo der suggestive Effekt erstaunlicherweise in vielen Fällen klinisch verifizierbar ist. Prophylaktisch kommt der Einsatz von Virustatika-haltigen Cremes in Frage. Um mögliche Resistenzbildung gegen den Hauptwirkstoff Aciclovir zu vermeiden, verwende man hierzu andere Virustatika (z.B. Penciclovir-Creme). Screening von Schwangeren vor der Geburt auf HSV im Genitale zur Verhinderung des Herpes neonatorum (Neugeborenen-Herpes). Die Prophylaxe erfolgt hier durch orale oder systemische Gabe von Aciclovir.Beschreibung der Geschlechtskrankheiten und anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen (STD) Herpes simplex Es werden die Virustypen 1 und 2 unterschieden. Der Typ 1 des Herpesvirus wird als "Oraltyp" bezeichnet, weil die Primärinfektion vorwiegend über die Mundhöhle erfolgt. Bis zum 6. bis 10. Lebensjahr werden fast alle Kinder mit Typ 1 infiziert. Der Typ 2 wird als "Genitaltyp" bezeichnet. Er ist seltener und verursacht hauptsächlich bei Jugendlichen und Erwachsenen herpetische Erkrankungen am Genitale. Die Infektion mit HSV1 verläuft in etwa 90 bis 95% der Fälle inapparent (symptomlos) und bleibt das ganze Leben über als latente Infektion bestehen. Aus dieser Situation entwickeln sich wiederholt kurzdauernde Exazerbationen (Krankheitsschübe, Ausbrüche), meistens in Form von Fieberblasen : Rezidivierender Herpes. In Einzelfällen aber verursacht das Herpes-simplex-Virus lebensbedrohliche Krankheiten, wie Enzephalitis (Gehirnentzündung), Herpes neonatorum (Neugeborenenherpes), sei es als direkte Folge der Primärinfektion oder als Rezidiv. Krankheitsbild Meist an der Haut-Schleimhaut-Grenze (dort, wo üblicherweise den Lippen mittels Konturenstift etwas mehr Volumen gegeben wird), treten juckende, zuweilen schmerzhafte Papeln auf, die sich rasch zu prallen Bläschen entwickeln. Die Bläschen sind 1-3 mm groß und haben einen klaren Inhalt (die in frisch aufgetretenen Bläschen enthaltene Flüssigkeit ist stark virushaltig und hochkontagiös). Unter Krustenbildung heilen die Bläschen binnen weniger Tage ab. Die Manifestation des HSV2 erfolgt dementsprechend an der Haut-Schleimhaut-Grenze des Genitale, für gewöhnlich an den großen Schamlippen bzw. um den Peniskranz (beim Mann i.d.R. schmerzhafter als bei der Frau. Von Frauen werden die Läsionen oft nicht einmal wahrgenommen, - große individuelle Empfindlichkeitsunterschiede). Häufig treten beim Rezidiv Fieber, Kopfschmerzen und lokale Lymphknotenschwellungen auf, selten sog. Meningismen, Zeichen entzündlicher Irritation der Gehirnhaut, sowie migräneartige Beschwerden : Schwindel, Tinnitus, Gesichtsfeldausfälle, neuralgische Schmerzen, Nackensteife. Sehr schwer verlaufen Rezidive bei AIDS-Patienten. Genitale Infektionen rezidivieren bei ihnen häufiger als orale. Gefürchtete Komplikationen sind die Herpes-Meningitis (vor allem durch HSV2 hervorgerufene Entzündung der Gehirnhaut) und die HSV-bedingte Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns. Selbst unter Aufbietung aller therapeutischen Maßnahmen bleiben in vielen Fällen mehr oder weniger gravierende Spätfolgen zurück. Auslösende Ursachen für Rezidive sind : Fieberhafte Infekte, Sonnenbrand, Röntgenbestrahlung, Menstruation, lokale Manipulation und Gewalteinwirkung (Bartzupfen, Stechen eines Permanent Makeup, zahnärztliche Behandlungen, Schläge), aber auch intensives Küssen, sowie akute körperliche Beschwerden (Anfälle, Schmerzattacken), Streß und ungewohnte körperliche Belastungen, Kummer, schockierende Erlebnisse ("Schreckblase"). Völlig falsch ist die häufige Annahme, die Fieberblasen entstünden durch Trinken von unsauberen Gläsern und dergleichen. Die Erreger sind sehr empfindlich (v. a. auch gegen UV-Strahlung) und überleben ausserhalb des menschlichen Körpers nur sehr kurze Zeit. Die Läsionen der herpetischen Vulvovaginitis (Entzündung der Vagina und des äusseren Genitale, einschliesslich des Gebärmutterhalses) erinnern mit ihren weißen, scharf abgegrenzten Herden stark an Aphten der Mundschleimhaut. Auch am Penis gibt es Bläschenbildungen, die, speziell an der Eichel, differentialdiagnostisch vom Befall mit Sproßpilzen (Candida) abzugrenzen sind. Liegt bereits eine orale HSV1-Infektion vor, so verläuft eine genitale Primärinfektion im allgemeinen etwas leichter. Nur etwa 20% der genitalen HSV-Infektionen äußern sich symptomatisch, der Rest verläuft inapparent. Eine weitere Manifestation der HSV-Infektion ist die sog. HSV-Keratokonjunktivitis , eine Infektion der Horn- und Bindehaut des Auges, die früher mangels geeigneter Therapie in vielen Fällen mit der Erblindung des Betroffenen endete. Heute schafft die Möglichkeit der Hornhauttransplantation in solchen Fällen Abhilfe. Diagnose Die Diagnosestellung erfolgt zumeist anhand der klinischen Symptome, im Übrigen durch serologische Tests (Antikörpernachweis). Nur deutliche Titeranstiege können im Sinne einer Neuinfektion gedeutet werden. Genitale HSV2-Infektionen sollen durch erhöhte IgA-Ak-Spiegel erkennbar sein (unsicher). Bei Herpesenzephalitis (Gehirnentzündung) gelingt der Virusnachweis im Liquor (durch Punktion des Rückenmarkkanals zu gewinnende Gehirnflüssigkeit) mittels PCR. Die PCR (Polymerase Chain Reaction) ist eine molekularbiologische Methode zur Identifizierung des genetischen Codes (DNA). Mit der Behandlung ist bereits bei Verdacht auf eine HSV-Infektion zu beginnen. Therapie Herpetische Fieberblasen werden mit Aciclovir-Salben behandelt (möglichst frühzeitig auf die juckenden Stellen aufzutragen, im Idealfall bereits vor dem Auftreten der Bläschen). Sobald die Blasen einzutrocknen beginnen (in diesem Stadium ist kaum noch Virusmaterial nachweisbar), empfiehlt sich zumindest im Gesichtsbereich das Auftragen Zinksulfat-haltiger Salben (Labisan med) oder einer scharfen Zahnpasta (z.B. Colgate, aber kein Zahngel !). Der dadurch bedingte Flüssigkeitsentzug begünstigt die kapillare Blutversorgung und somit die raschere Reorganisierung des lokalen Gewebeschadens. In schweren Fällen, z.B. bei HSV-Enzephalitis/Meningitis und im Fall der üblicherweise heftigen Exazerbationen bei AIDS-Patienten oder Immunsupprimierten muss Aciclovir hochdosiert per infusionem verabreicht werden. Auch die verwandten Virustatika Valaciclovir oder Famciclovir kommen unterstützend zur Anwendung. Epidemiologie und Prophylaxe Die Durchseuchung mit HSV1 beträgt fast 100%. Die Inzidenz von HSV2 ist geringer und beginnt mit Erreichen des sexuell aktiven Alters, aber nur etwa 20% der Infektionen sind von typischen Symptomen begleitet. Je höher die Promiskuität (Häufigkeit des Partnerwechsels), umso höher das Risiko. Bei HSV2 bietet das Kondom in der Regel einen guten Infektionsschutz. Die Übertragung erfolgt durch Kuss, Geschlechtsverkehr, durch Verletzungen am Finger, beim Geburtsvorgang. Die Viren befinden sich im Speichel, im Genitalsekret und in den Bläschen. Die bisher angebotenen Impfstoffe sind im Sinne einer Immunisierung wirkungslos, sie kommen allenfalls als Placebo bei AIDS-Patienten zum Einsatz, wo der suggestive Effekt erstaunlicherweise in vielen Fällen klinisch verifizierbar ist. Prophylaktisch kommt der Einsatz von Virustatika-haltigen Cremes in Frage. Um mögliche Resistenzbildung gegen den Hauptwirkstoff Aciclovir zu vermeiden, verwende man hierzu andere Virustatika (z.B. Penciclovir-Creme). Screening von Schwangeren vor der Geburt auf HSV im Genitale zur Verhinderung des Herpes neonatorum (Neugeborenen-Herpes). Die Prophylaxe erfolgt hier durch orale oder systemische Gabe von Aciclovir.

http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=76
Heterosexualität 
Gr. heteros = der andere von beiden. Es bedeutet nichts anderes als die Sexualität zwischen Mann und Frau. In den meisten Kulturen gehört die Heterosexualität zu den als selbstverständlich geltenden Normen
Heterosexuell 
Das Wort leitet sich aus dem griechischen "heteros" ab und steht für "anders", "verschieden" und "fremd". Menschen, die sich selbst als heterosexuell empfinden, fühlen sich ausschließlich vom jeweils anderen Geschlecht angezogen.
HH 
HH ..... A) Hobbyhure (so etwas wie Nessie: niemand weiß, ob es wirklich existiert) B) Haus- und Hotelbesuch
Hierophilie 
Hierophil veranlagte Menschen fühlen sich durch Gegenstände stimuliert, die in irgendeiner Form religiös oder kirchlich geprägt sind. So masturbieren sie heimlich auf einer Kirchenbank oder benutzen ein Kruzifix zur Selbstbefriedigung. Manchmal kann sie auch nur der pure Gedanke daran erregen. In Extremfällen kann es aber auch soweit kommen, dass nachts sogar in Kirchen eingebrochen wird, um sich dort ganz seinen Sexlüsten hinzugeben.
Momentan existieren 45 Stichwörter mit dem Buchstaben H im Lexikon.
Seite 1 von 2 Gehe zu Seite 1, 2  Weiter 

Sitemap - der Überblick über unsere Foren


Impressum www.sexworker.at



Sexworker Forum - das Forum von Profis für Profis aus der Sexarbeit
Die Registrierung und Nutzung des Sexworker Forums ist kostenlos!
Diskussion Tipps und Information
Ein- bzw. Um- und Ausstiegsberatung
Hilfe für Prostituierte

Wir sehen nicht jede SexarbeiterIn automatisch als Opfer an!
Aber wenn es notwendig ist, versuchen wir zu helfen!
---------
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Pagerank: PAGERANK-SERVICE
:: BDSM Profis :: BDSM Ratgeber :: Erotikportal von und für SexarbeiterInnen :: kostenlos inserieren :: Tantra Escort

[ Zeit: 4.3551s ][ Queries: 23 (0.0289s) ]