SEXWORKER - Forum für professionelle Sexarbeit

Ausstieg - Umstieg - sexworker.at/exit = Aus- Umstieg, Huren-Karriere Management

Marc of Frankfurt - 2007-08-02, 15:31
Titel: sexworker.at/exit = Aus- Umstieg, Huren-Karriere Management
Kurz-Adresse dieser Seiten:
sexworker.at/exit




Austiegsberatung = Umstiegsberatung


Ich arbeite gerade an einem Selbsthilfeleitfaden "von Prostituierten für Prostituierte" zu diesem Thema des Karrierewechsels aber möchte jetzt schon mal einen älteren Text hier einstellen.

Es ist ein wichtiges Thema, welches sicher nicht jedeR ohne fremde Hilfe lösen kann und über lange Zeit viel Kopfzerbrechen bedeutet.

Hier bei SEXWORKER.AT Denkansätze und Lösungshinweise zu bekommen ist sicher für viele Prostituierte eine große Hilfe die mehr Berufsfreiheit und damit Lebensqualität bedeutet.





Siehe auch das Thema:
Bundesweite Modellprojekte zum Ausstieg gefördert vom deutschen Bundesfamilienministerium:

http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4063





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Zwerg - 2007-08-02, 22:54
Titel:
Respekt Marc!!!
Harald - 2007-08-03, 06:59
Titel:
Hallo Marc!
Darf ich das PDF weiterverwenden (z.B. ins netz stellen)?

lg Harald
Marc of Frankfurt - 2007-08-03, 18:05
Titel:
Reicht nicht ein Link

Ausstieg, Umstieg & Huren-Karriere-Management:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1667

(sonst können wir ja mal mailen)
Harald - 2007-08-04, 10:26
Titel:
Link reicht.

(War sehr interessant zu lesen)

lg
Harald
Defstar54 - 2007-08-22, 21:05
Titel:
Moin Marc,

leidr konnte ich deine Datei nicht dl. Könntest du sie mir per mail zu kommen lassen?
Wenn Aspekte, die ich noch nicht beleuchtet habe, würde ich sie gerne in meine Diplomarbeit einpflegen.

Danke im voraus

Alex
Zwerg - 2007-08-22, 21:25
Titel:
Hi Defstar54

Beim Posting von Marc http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1667 findest Du unten das PDF als Download angeheftet - sollte eigentlich funktionieren :-)

LG

Christian
Defstar54 - 2007-08-23, 15:35
Titel: Wunderbar
Vielen Dank, jetzt lief es gut.

Lag evtl. am falschen Rechner....
(Ja, ich weiss, meistens sitzt der Fehler vor dem Rechner)
Marc of Frankfurt - 2007-12-02, 07:01
Titel: SW-Zweitkarriere
Ergänzungen zu Ausstieg/Umstieg


Zur Begrifflichkeit:
Besser: "Berufliche Neuorientierung für SW" oder "SW-Zweitkarriere" statt "Ausstieg". (Aus einem Verbrecherkomplott steigt man aus oder aus einer Suchtkarriere, aber aus stark nachgefragter und nach meiner Wertschätzung gesellschaftlich sehr notwendigen Sexarbeit?)

Erster Infotext von Madonna e.V., Bochum in Kooperation mit Kober, Dortmund in dem NRW gefördertem KoopKoMa.de Projekt:
http://www.koopkoma.de/index.php?op....t&task=view&id=92
Gratulation :o)

Bisher unbeantwortete kleine Anfrage der Abgeordneten Barbara Steffens (Grüne) an die Landesregierung in NRW:
"Welche Umstiegsmöglichkeiten haben Prostituierte in NRW?"
http://www.gruene.landtag.nrw.de/cm....lichkeiten_haben_pros.pdf





Film über aufsuchende und begleitende SW-Beratung zu Professionalisierung und beruflicher Neuorientierung:
in unserem Forum (member only):
http://sexworker.at/phpBB2/viewforum.php?f=88

"Ich war eine Hure - aus dem Bordell in die Altenpflege"

Der Film beschreibt die Arbeit von Giesela Zohren der Dortmunder Mitternachtsmission.





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Marc of Frankfurt - 2007-12-02, 08:00
Titel: Marc's Filmkritik
Anmerkungen zum oben zitierten Film von Walter Krieg:

"Ich war eine Hure - aus dem Bordell in die Altenpflege"


Doku über die Arbeit von Giesela, Mitternachtsmission der Diakonie in Dortmund und Renate, Madonna e.V. in Bochum
über die Kooperation im Ausstiegsprojekt
www.profrida.de
(gefördert mit 1 Mio Euro vom EU Sozialfond für die Projekte Madonna e.V. in Bochum und Mitternachtsmission der ev.Diakonie in Dortmund)





Viele insgeheim diskriminierende Aussagen im Film:

"92 % wollen aussteigen."
Aber, 'happy hooker' klopfen nicht bei einer Beratungsstelle an. 92 % wovon? von 400.000 oder 200.000 SW in D (=184.000)?

Dem gegenüber nennt der Film die Erfolgsstatistik des NRW-Modellprojekts:
6 Frauen im 1. Jahr.





Unreflektierter O-Ton von Domina Sandra:
"Eine Domina benutzt den Kunden, eine Hure wird vom Kunden benutzt".
Was für eine simple Weltsicht als Selbstschutz. Das Psychospiel einer Domina kann der Seele viel näher gehen, als der geschlechtliche Umgang einer SW, der durch eine mu-meter-dünne Kondomschicht abgegrenzt wird.

Eine m.E. wirkliche und gesellschaftlich verursachte Burn-out Ursache der Sexarbeit jedoch nennt Melanie:
"Mann muß es immer verheimlichen im eigenen Bekanntenkreis".
Auf die Wirkung des Prostitutions-Stigmas weisen die Darsteller und Filmemacher jedoch nicht hin.





Welches Bild wird von unseren Kunden/Gästen im Film gezeichnet?:
"Gedemütigt von Freiern sind viele ihrer Begabungen zwangsläufig verkümmert".

Warum lassen sich SW von Freiern demütigen?
Antwort: Weil ihnen keiner den professionellen Umgang im heiklen Feld der intimen Dienstleistungen lehrt!
Und nur wenige machen es intuitiv richtig und viele sind verdammt zum Lernen auf die harte Tour durch eigene Fehler.

Und weil SW gesellschaftlich nicht anerkannt ist, lassen sich manche Männer verleiten zu inhumanen Verhaltensweisen bis hin zu Mordtaten. Derartige auf der Hand liegende Zusammenhänge scheinen weder den Interviewten noch den Filmautoren bekannt oder mitteilenswert zu sein.





"Auf Wünsche eingehen, Gedult haben [das qualifizierte sie bereits als Sexworker]. ... Wenn sie alte Leute betreut, blüht sie auf.
Ein großes Stück Selbstbewustsein wird ihr hier [in der Altenpflege] gegeben."
Hier wird Altenpflege als Rettung und Erlösung dargestellt gegenüber der ach so schädigenden Sexarbeit.
Andere jedoch bewerten die chronisch unterbezahlte Alten- oder Krankenpflege als ausbeuterisch und ursächlich für die vielen Heimskandale mit Klientenvernachlässigungen.

Auch ist Altenpflege nicht weniger seelisch fordernd. Gibt es doch viele und auch sexuelle Übergriffigkeiten in Heimen seitens der Heimbewohner. Vorteil oder Unterschied zur Sexarbeit ist: man hat einen professionellen, institutionellen Rahmen in dem man arbeitet. Da sind z.B. Teambesprechungen und Supervision ritualisiert. Wenn auch nicht monetär, so wird einem moralisch der Rücken gestärkt.





Es wird von "Rückfallquote" palavert.
Wiedermal eine versteckte Anpielung auf Denkfiguren wie "SW = Sucht" oder "SW = Nymphomanin".

Wenn ein Akademiker, obwohl ihm der Job im Personalmanagement nicht gefällt, wo er Beschäftigte auf die Straße entlassen muß, wozu er von der Führungsspitze und den Shareholdern benutzt wird, sich erneut um einen vergleichbaren Job bewirbt, um sein Einkommen zu verdienen, wird keiner von Rückfallquote sprechen - oder?

Die hohen möglichen Umsätze und warum manche sie nicht nachhaltig erzielen können, wird nicht thematisiert. Lediglich gezeigt wird dass Melanie nach ihrem Verlassen der Sexarbeit als Prekärbeschäftigte auf mehrere Patchwork-Arbeitsverhältnisse angewiesen ist.

Fazit:
Die Gesellschaft und ihre Institutionen läßt die Mädchen der Sexarbeit erst ausbluten bis hin zum seelischen Burn-out, um sich dann führsorglich zeigen zu können, wenn sie ihnen seelsorgerisch gegenüber tritt.

So weit reicht der lange Arm der Doppelmoral.
Und das macht den Ausstieg kaum leichter.





Alles in allem eine Dokumentation gegen Sexarbeit. Schade, daß sich die Ex-Sexarbeiter und die Mitarbeiter der Hurenberatungsstellen dafür hergegeben haben bzw. haben verleiten lassen.





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Marc of Frankfurt - 2007-12-10, 15:48
Titel: Nachgehende Ausstiegshilfen
Weitere Annäherung an das Thema:

Ausstieg, besser: Umstieg und berufliche Neuorientierung für Sexarbeiter



Der obige Film würdigt die Arbeit der Dortmunder Mitternachtsmission nur unzureichend.
In folgendem Jahresberichtsausschnitt sind Details der Beratung und Hilfsmöglichkeiten der Dortmunder Mitternachtsmission der evangelischen Diakonie ausführlicher beschrieben.

Es wird deutlich, wie komplex und lebensfeindlich bis existenzbedrohend sich eine berufliche Neuorientierung und ein Lebensabschnittswechsel raus aus der Prostitution und zurück in die bürgerliche Welt gestalten kann. Dies bezeichne ich als die Falle Prostitution, die aufgrund von Tabuisierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung der Sexarbeit entstehen konnte.


Image



Der sog. Falle Prostitution [i.e. strukturelle Zwangsprostitution] kann am besten vorgebeugt werden durch:
Marc of Frankfurt - 2007-12-24, 02:47
Titel: Wo gehts lang? Haupsache raus!!
Workshop „Unterstützung des Ausstiegs aus der Prostitution“

Am 03. Dezember 2007 fand der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend veranstaltete Workshop „Unterstützung des Ausstiegs aus der Prostitution“ statt, an
dem der KOK e.V. teilnahm. Der Workshop diente dazu, mit Hilfe von Expertinnen aus den
Unterstützungseinrichtungen, aus der Wirtschaft, aus unterschiedlichen Bundesländern und
Bundesministerien sowie aus der Bundesagentur für Arbeit Rahmenbedingungen für die
eventuelle Schaffung eines Bundesmodells für den Ausstieg aus der Prostitution bzw. den
Umstieg in den regulären Arbeitsmarkt zu erhalten. Als Diskussionsgrundlage diente das
Modellprojekt profrida: www.profrida.de





Hier eine Arbeitsprobe ;-)
http://www.profrida.de/WYS/Profrida....ortschritt%20Ludmilla.pdf
(Lernfortschritte von Ludmilla, PDF 8 Seiten) oder
http://www.profrida.de/servlet/WYSP...._wys62de.nsf&dt=&
(Downloadpage)

Ist es das, was so dringend gebraucht wird und Hilfe verspricht, um den strukturellen Zwang zur Prostitution zu überwinden?





EU geförderte Berufsneuorientierungsberatung für undokumentierte MigrantInnen:
www.equal-saga.info





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g66_schrek - 2007-12-25, 12:22
Titel: download
hi marc,
leider kannich deinen download nicht starten, ich finde es persönlich sehr interresant wenn jemand einen ausstieg aus seinem beruf vornimmt, wobei es in dieser sparte sicher am schwersten ist.
es kommen nämlich noch die faktoren von akzeptanz, vergangenheistbewusstsein und die innere stärke mit um der geselschaft entgegen zutretten.
wie wir leider alle wissen ist es noch immer ein grenzgang und von vielen nicht akzeptiert, wobei ich es persönlich nicht verstehen kann den der beruf einer prostituierten ist sicher 1000 mal ehrlicher als der unserer politiker,oder der rechtsanwälte die im strafrecht damit betraut sind schwerverbrecher oder wirtschaftsdelikte für großkonzerne zu lösen und freisprüche zu erwirken.
wenn es dir möglich ist würde ich gerne einsicht in dein pdf nehmen und dir vileicht eine oder ander idee beisteuern.
ich personlich bin vor 7 jahren aus meinem beruf im IT-Bereich ausgestiegen und arbiete jetzt in einer ganz anderen sparte, wo bei das sicher ein kinderspiel war im gegensatz zu einem austieg aus diesem beruf
Marc of Frankfurt - 2008-01-08, 10:16
Titel: Ausstieg vom Topmanagement oder als Lebensentwurf?
Humor
zum Thema Ausstieg besser: berufliche Neuorientierung

Bill Gates letzter Arbeitstag



Link




aber er hat ja noch seine Stiftung als Tätigkeitsfeld.




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Ausstieg als Konsumverzicht und gesellschaftskritischer Gegenentwurf:

Die Story von Anne Donath


Image

http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=29339#29339





Nachtrag:

Hier ein Bericht über einen Film über einen anderen Aussteiger : Christopher McCandless | Wikipedia

In dem Wort und Etikett "Ausstieg" steckt auch immer eine mißbilligende Beurteilung der Gesellschaft über die Verweigerungshaltung. Eine solche wird immer auch in der Sexarbeit vermutet und somit ist selbst das Wort "Austiegshilfe" als Etikett ein Teil des Mechanismus Prostitutionsstigma.





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Marc of Frankfurt - 2008-01-24, 13:40
Titel: Anderes 'Ausstiegs'-Konzept einer Sexwork-Autorin
Kollegin Anna will sich ihre berufliche Neuorientierung nach der Sexarbeitskarriere mit 1,5 Millionen finanzieren lassen


- Sie wurde Autorin eines Buch über ihre Karriere im Berliner Luxus-Puff [besser: Arbeitsstätte für Sexdienstleistungen im hochhpreisigen Niveau].

- Sie bietet ihr Geheimwissen an Kundennamen und Kundenidentitäten zum Verkauf für 1,5 Millionen Euro an.

(So wie es andere als Versicherung benutzen:
Siehe Fall von Jane Palfrey - The Washington Madam

oder möglicherweise daran umgekommen sind:
Siehe Fall von Rosemarie Nitribitt - Frankfurter Skandal im Wirtschaftswunder)

Quelle:
http://www.bild.t-online.de/BILD/be....ackt-aus,geo=3553482.html

Ihre Wirkungsstätte:
www.belami-berlin.de

Mehr Presse zum Belami:
http://zeitung.sexworker.at/?p=187

Vergleiche auch Babylon in Wien:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=30989#30989

Adressverkauf in U.S.A.:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=51917#51917





Bild-Zeitung: Luxus-Hure

Ich hatte Sex mit 170 Promis


[img]Ihr BILD in neuem Fenster anzeigen[/img]

15 Jahre lang arbeitete Anna W. in einem Berliner Luxus-Bordell. Jetzt packt sie aus

Von MICHAEL SAUERBIER



Diskretion ist Gesetz im "Bel Ami". Wer das Luxus-Bordell am Olympiastadion betritt, will anonym bleiben. Das brachte Ex-Hure Anna W. (46) auf eine Geschäftsidee: Für die Namen ihrer prominenten Freier aus dem Sex-Etablissement will sie 1,5 Millionen Euro.

Keine leere Drohung. Gerade hat Anna W. ein Enthüllungsbuch herausgebracht. Auf 83 Seiten beschreibt sie das fröhliche Puff-Leben zwischen Pool, Champagner und Wasserbett. Doch das frühere Callgirl listet darin auch 170 Promi-Kunden auf.
Luxus-Hure
Anna W. 1986. Bis 1998 arbeitete sie als Luxus-Callgirl
2/3

Kostprobe:

"Der international bekannte Action-Schauspieler aus Hollywood: Er ließ uns Mädchen in sein Hotelzimmer kommen, wo er gekokst und getrunken hat. Er stand auf Rücken-Massagen."

"Der Eigentümer eines Möbelkonzerns. Einer der ganz Großen in Berlin. Er liebte es, zu trinken und zu koksen, hatte ein cholerisches Temperament."

"Der Minister aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Sex war nicht so aufregend. Aber zum Abschluss lud er mich auf seine Jacht bei Nizza ein. Zum Abschied schenkte er mir eine goldene Rolex."

"Der internationale Fußballspieler. Nachdem wir uns an der Bar nähergekommen waren, gingen wir in ein Whirlpool-Zimmer, wo er auf Oralsex, natürlich ohne Kondom, stand."

Und so geht es immer weiter: Formel-1-Rennfahrer, Dressur-Olympiasieger, Davis-Cup-Tennisspieler und Ex-Boxweltmeister nennt Anna W. Dazu viele Unternehmer, Manager, Ärzte, Anwälte und Politiker.

Der Haken daran: Im Buch haben sie alle denselben Namen: "Andi, Dr. med. Andi, Graf von Andi, Prinz Andi".

"Für 1,5 Millionen gibt‘s die Liste mit Klarnamen", sagt Anna W., "ich verkaufe sie nur einmal."

Ist das nicht Erpressung? "Nein", glaubt die Ex-Hure, "ich drohe ja nicht mit der Veröffentlichung." Aber was wird wohl der Käufer, falls er sich findet, mit den Namen tun? Anna W.: "Das interessiert mich nicht."





Siehe auch: Freier als (Outing-)Opfer
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1187





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Hanna - 2008-01-24, 14:05
Titel:
hallo Marc,

sehr amüsant

Zitat:
Der Haken daran: Im Buch haben sie alle denselben Namen: "Andi, Dr. med. Andi, Graf von Andi, Prinz Andi".

"Für 1,5 Millionen gibt‘s die Liste mit Klarnamen", sagt Anna W., "ich verkaufe sie nur einmal."


1. was hat die Gute gegen den Vornamen Andi?
2. sie soll aufpassen daß sie nicht das Schicksal der Nitribitt erleidet.
3. Sollte sie die Namen notariell deponiert haben hilft das nur als Drohung, solange sie sie nicht herausgibt.


aber ist das ganze nicht ein wenig geschäftsschädigend für die Kolleginnen?

das sind so Gedanken die mir durch den Kopf schießen

beste Grüße, Hanna
Marc of Frankfurt - 2008-02-01, 16:26
Titel: Gefährlicher Traum vom Traumprinzen und Pretty-Women-Syndrom
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Studie offenbart wichtigen Aspekt der sogenannten Falle Prostitution

oder warum eine berufliche Neuorientierung Sexarbeiterinnen so schwer gelingt



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Siehe meinen Kommentar zur Zeitungsnachricht zur Studie von
Fabienne Rossler und Claire Rodesch
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=30882#30882


Sexarbeiter sind wie alle Frauen und Männer von den herrschenden Rollenbildern geprägt. Sie sind sozialisiert unbezahlte Reproduktionsarbeit zu leisten und sich an die starke Schulter eines Mannes anzulehnen, um am Familienmodell der Versorgungsehe partizipieren zu können.

Der Film "Pretty Women" zeigt dieses Schema der Partnersuche im Bereich der Prostitution. Doch leider ist der Film ein modernes Märchen, welches jedoch um so stärker im Unterbewustsein unserer kollektiven Bilder wirkmächtig ist. Somit verleitet das Pretty-Women-Syndrom in die sogenannte "Falle Prostitution". Damit gemeint sind, die mangifaltigen und bisher viel zu wenig analysierten Gründe, die die strukturelle Zwangsprostitution fördern und bedingen.

Weil die Gesellschaft keine Sexarbeiterkompetenzen anerkennt, weil die Gesellschaft Sexarbeiter ausgrenzt, weil keiner Sexarbeitern alternative Berufstätigkeiten anbietet, weil Schulung von Kompetenzen um Sexarbeit würdevoll und nachhaltig ausüben zu können verwehrt wird, weil Sexarbeiter auf Sexdienstleitung reduziert, festgelegt und bisweilen sogar registriert bis kaserniert werden...

Alles geschieht unter dem Vorwand, um so die vermeintlich gesellschaftszerstörenden Auswirkungen eines promisken Sexualtriebes und der Geldverdiennotwendigkeit der ansonsten Chancen- oder Mittellosen in kontrollierte Bahnen lenken zu können.

Alles sehr tragisch. Wenn deutlich wird, daß man (die männerdominierte Gesellschaft) so viele Frauen opfert und in die Falle laufen läßt.

Es zeigt welche imensen Anstrengungen notwendig sein werden, um diesen jahrhundetealten und kulturell eingefahrenen Trend umzukehren.





Psychologie im Froschkönig-Märchen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=77830#77830





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Hanna - 2008-02-04, 20:52
Titel:
Hallo Marc,

zwei Nachfragen.

1. was verstehst Du unter "struktureller Zwangsprostitution"?

2.
Zitat:
Weil die Gesellschaft keine Sexarbeiterkompetenzen anerkennt, weil die Gesellschaft Sexarbeiter ausgrenzt, weil keiner Sexarbeitern alternative Berufstätigkeiten anbietet, weil Schulung von Kompetenzen um Sexarbeit würdevoll und nachhaltig ausüben zu können verwehrt wird, weil Sexarbeiter auf Sexdienstleitung reduziert, festgelegt und bisweilen sogar registriert bis kaserniert werden...


hier zeigt sich m.E. ein Grundproblem der Demokratie.
der fehlende Minderheitenschutz wenn diese sich nicht artikulieren kann oder will. Denn wenn du rechnest, daß < 1% der Frauen SWs sind und < 50% der Männer zu SWs gehen, hast du immer ein Problem, weil du eine Minderheit bist, die sich wg. gesellschaftl. Stigmatisierung nicht artikulieren will!
Aus genau demselben Grund ist das Problem des Prekariates seit Jahrzehnten vernachlässigt, weil das max. 15-20% der Bevölkerung sind, die sich nicht artikulieren.
siehst Du das genauso?

lg, Hanna
Marc of Frankfurt - 2008-02-05, 05:24
Titel: Das sog. Prostitutionsproblem ist ein Fundamentales
Ein erster Versuch:

Strukturelle Zwangsprostitution

Beispiel:

Z.B. wenn eine Frau als Schlampe gebranntmarkt ist und ihr in/von der Gemeinschaft dann anerkannte bekannte Jobs verwehrt werden und ihr deshalb die sexuelle Prostitution als verbleibende wertvollere Alternative erscheinen muß unter den verringerten Auswahlmöglichkeiten, um sich und ihr(e) Kind(er) zu ernähren und durchzubringen.

Andere Beispiele sind:
Fehlende Arbeitserlaubnis, fehlende Aufenthaltserlaubnis, fehlende Papiere, fehlende Sprachkenntnisse, fehlendes Wissen, Bildung, formale Qualifikationsnachweise, Verschuldung, Obdachlosigkeit ...

bei gleichzeitig vorherrschender Massenarbeitslosigkeit, Ausbildungsplätzemangel, Studiengebühren oder restriktiven -zugangsbeschränkungen, exorbitanten Lebenshaltungskosten, Wohnungsknappheit, Inflation, Rezession ...

Definition:
Die soziale Organisation der Lebensvollzüge, die zur Folge hat, daß Menschen systematisch ihrer Chancen beschnitten werden und ihnen somit nur abgewertete oder verachtete und als Prostitution bewerteten Tätigkeiten übrig bleiben.

(Also alles Mechanismen einer sozial bedingten Abwärtsspirale, aber unter den besonderen Gesichtspunkten der Geschlechterwirtschaft i.e. sexuellen Prostitution im Kontext der sog. kapitalistisch-sexistisch-patriachalen Matrix.)

Die Mechanismen, die ein Herauskommen aus der sexuellen Prostitution behindern, würde ich subsumieren unter dem Begriff:
Falle Prostitution

Strukturell sind alle Mechanismen, die keinen personalen Einzeltäter oder ein überschaubares kriminelles Netz von Individuen verlangen (Triebtäter, Ausbeuter, mehr oder weniger organisierter Krimineller), sondern schlicht dem Kollektiv einer egoistisch, ökonomisch handelnden Mehrheit geschuldet sind.

Einer Gemeinschaft, die Integration, Inklusion, Transparenz, Chancengerechtigkeit ... und Partizipation ökonomisch und demokratisch-politisch vernachlässigt.

Richtig: Demokratie baut auf Wohlstand und Wohlstandsverteilungsgerechtigkeit auf oder andersherum betrachtet: ein höheres ökonomisches Entwicklungsstadium der Menschheit oder einzelner Staaten ermöglicht den Zustand Demokratie.





Hier beschreibt eine Jura-Professorin, wie die ungeregelte (weil gesellschaftlich ungewünschte) Sexdienstleistungsbranche es zur Folge hat, dass SexarbeiterInnen systematisch verarmt werden:
http://sexworker.at/phpBB2/rlink/rl....ewtopic.php?p=35480#35480

Siehe auch hier zur Analyse der Huren-/Sexarbeiterbewegungen:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=37588#37588

Brandmal als materielles Huren-Stigma früher in Großbritannien?:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=43739#43739

Grundlagen und Theorie "Etablierte und Außenseiter":
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=45561#45561





Nachtrag:
Der Machismo als "Falle Prostitution"

Siehe wie der französiche Verein "Ni putes ni soumises" darüber aufklärt:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=37768#37768

Bordellwesen z.B. in der Türkei basiert auf dem Konzept "gefallene Frau":
"Die Frauen, die entweder von Nachbarinnen überredet oder von Freunden angelogen oder von Stiefvaetern vergewaltigt wurden, werden von der Gesellschaft wegen dieser ‘Sünde’ nicht mehr akzeptiert und haben als einzige Möglichkeit zu überleben, sich als Prostituierte in diese Gasse bis ans Ende ihres Lebens einzusperren..." Quelle

D.h. die strukturelle Zwangsprostitution ist bereits in den sozialen Werten einer archaischen Moral eingebaut.

Eine hysterische Tätersuche in sog. Zuhälter- und Menschenhändlernetzwerken soll möglicherweise von einer vernachlässigten Wertediskussion ablenken.





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Marc of Frankfurt - 2008-02-07, 19:29
Titel: Literaturhinweis (jetzt auch als ePaper.pdf)
Fachpublikation:


"Wenn SEX ARBEIT war ..."


http://v000702.vhost-vweb-02.sil.at....t-war-fachpublikation.pdf


von:
www.SOPHIE.or.at
Wien




_________________





Englische Austiegs-Beratungs-Broschüre

Good Practice Guidance
Working with Sex Workers: Exiting


http://www.uknswp.org/resources%5CGPG5.pdf
(pdf 44 Seiten)


www.UKnswp.org





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Mandy - 2008-02-19, 15:21
Titel:
Find ich super Marc!
Marc of Frankfurt - 2008-04-02, 02:03
Titel: Geschäftsplan für UnternehmerInnen
Ausstieg oder besser

Perspektiven nach der Sexarbeit



Es gibt verschiedene Perspektiven bzw. unterschiedlich attraktive Wege. Z.B.:
  1. Wohlfahrt/Sozialhilfe/Harz IV (wenn nichts anderes mehr geht)

    "Bei nüchterner Betrachtung führt Prostitution als Vollerwerb ziemlich geradewegs in die Altersarmut..."
    [Berufsratgeber f. Huren (s.u.), S. 16, 81]
    (Professionalisierungsdilemma Prostitution)

  2. Angestelltenverhältnis oder prekärbeschäftigt z.B. nach Umschulung (unter Verlust aller SW-Freiheiten).
    Z.B. schlecht bezahlte und psychisch-physisch (über-)fordernde Altenpflege

  3. Berufseintritt nach abgeschlossenem Studium
    (Privileg von Studentensexworkern).

  4. Selbstständig nach Gründung/Übernahme einer eigenen Firma.

  5. Weggeheiratet werden/eine gute Partie machen.

  6. Privatier mit mindestens 800.000 Euro auf der hohen Kante.
    Kalkulation und Risikoabschätzung im Berufsratgeber f. Huren [S. 94 ff.]





Zum Punkt 'selbst aufgebaute Selbstständigkeit' hier ein schöner Link:

Businessplan

(Ist normalerweise ein formales Papier, um abhängig machenden Bankkredit zu erhalten.)
Ist aber auch eine schöne Check-/To Do-Liste zur eigenen Organisation der Existenzgründung.

Insbesondere dieses Muster-Formular von der Trainerin Sabine Asgodom aus München:
http://www.asgodom-selbststaendig.d....nessplan-Asgodom-live.pdf
(PDF - 12 Seiten)

Erfahrungsberichte von selbstständigen Frauen, die sie beraten hat und in ihrem Buch vorstellt:
http://www.asgodom-selbststaendig.de/fs-portaits.html

www.asgodom-selbststaendig.de

Mehr Tipps auf Gewerkschaftsseiten für Selbstständige:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=11928#11928





Aber Achtung:

Falle(n) Prostitution


  1. Das notwendige zurückgelegte Geld zur Existenzgründung wurde nicht ordnungsgemäß versteuert
    (Privatinsolvenz geht nicht für Steuerschulden).

  2. Das anfangs reichlich erarbeitete Geld ist inzwischen verbraucht, nachdem aufgrund von Marktflaute/Rezession, altersbedingter Nachfragerückgang und/oder burn-out weniger Umsatz erwirtschaftet wurden.

  3. Ausbildung als solide Zukunftsinvestition wurde versäumt, weil den Marktbedürfnissen/-erfordernissen folgend zu früh in die Sexarbeit eingestiegen wurde.

  4. Es wurde gar nicht geplant (Perspektivlosigkeit/Dauerparty/nicht therapierte Opferhaltung) oder sich verkalkuliert
    (typisch für viele prekären Freiberufler/Freelancer und für eine Subkulturbranche mit Schwarzarbeitstradition. Fehlendes Wissen über Ausgebendisziplin, Vermögensbildung, Finanzkalkulation und Steuergestaltung).

  5. Prostitutionsstigma be-/verhindert Paarbildung mit bürgerlichem Partner.
    Gefahr durch einen milieunahen Partner (Zuhälter) getäuscht worden zu sein.

  6. Zusätzlich: Armutsfalle Kinder


(Sorry, wenn diese Liste die Fast-Unmöglichkeit von Erfolg suggeriert)





Ist dieses Posting hilfreich für jemanden?

Wer hat noch bessere Tipps und Links?






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Hanna - 2008-04-02, 11:53
Titel:
hallo Marc,

dieses Posting kommt vermutlich der Wahrheit zeimlich nahe und ist außerdem gut formuliert.

Es gibt vielleicht noch drei zusätzliche Varianten, die du berücksichtigen mußt:
1. MigrantInnen, die weniger soziale Probleme haben, da sie fern von der Heimat agieren und mit dem hier verdienten Geld sich in ihrer Heimat vielleicht wirklich eine Existenz aufbauen können. (diese entwicklung ist noch zu jung als daß man Langfristprognosen anstellen könnte)
2. Teilzeit- und Altersprostituierte, die im Prinzip saniert sind (oder Rentenempfängerinnen) und sich damit ein Zubrot verdienen
3. Hartz IV Betrügerinnen

die Summe von 800000 Euro für einen Privatier ist zu hoch gegriffen, bzw. hängt vom Alter ab, in dem man aussteigt. Wie ich Micha Ebner kenne unterstellt er vermutlich ein Ausstiegsalter von 30 Jahren und dann brauchst du natürlich einen so hohen Kapitalstock.
Was ferner übersehen wird, daß man sich ja auch mit 400 Euro jobs ohne sich damit zu überlasten sein Erspartes aufbessern kann.
und die Hartz IV Betrügerei ist in D ubiquitär so daß diese Rechnungen etwas abstrakt sind. Wie ist das in Ö?

Als Fazit sollte man daher wirklich beherzigen: vor dem Einstieg in die Sexarbeit ist eine ordentliche berufliche Ausbildung und ein paar Jahre Berufspraxis erstrebenswert. Kommt man als (zu) junges Mädel in die Sexarbeit ist die Gefahr sehr groß, daß einem das Geld zwischen den Fingern zerrinnt

lg, Hanna
Zwerg - 2008-04-02, 13:26
Titel: Tagelöhnerprinzip
Ich denke das Problem ist hauptsächlich das Taglöhnerprinzip. Ich selbst habe über viele Jahre hinweg auf Provisionsbasis (mit täglicher Abrechnung) gearbeitet und kenne das Problem nur zu gut. Wenn man täglich 200 Euro verdient, hat man fast immer 200 Euro in der Tasche - es wird aber selten wirklich viel mehr daraus. Auch die vermeintliche Aussicht auf den nächsten "guten Job" - der aber vielleicht nicht, oder zu spät kommt, verleitet einem unwillkürlich zum "blauäugig sein".

Was ich nicht so stehen lassen möchte ist die Aussage, dass MigrantInnen weniger soziale Probleme hätten. Ich selbst beobachte es immer häufiger, dass diese Frauen (und Männer) einfach ein anderes Verhältnis zum Geld haben. Sie leben wesentlich sparsamer (zumindest mir bietet sich dieses Bild). Bzgl. Steuer und Sozialversicherung erkenne ich nahezu keinen Unterschied zu hiesigen StaatsbürgerInnen - bei beiden Gruppen herrscht hier "Kopf in den Sand"-Einstellung.

Christian
Marc of Frankfurt - 2008-04-02, 21:06
Titel: Studie der Prostitutionsverhältnisse und diese zu überwinden
Ergebnisbericht

Die prekären Lebenssituationen mancher Frauen in der Sexarbeit und
wie versucht wird ihnen zu helfen.



Vom Land NRW, EU-Sozialfond und Diakonie gefördertes Modellprojekt
geleitet von der Diakonie/evangelischen Kirche

www.proFrida.de - für Frauen in den Arbeitsmarkt
1.2006-8.2007

zur beruflichen Qualifizierung von SexarbeiterInnen (26 Frauen)
und von Gewalt betroffenen Frauen (27).


Wieso diese Gruppen zusammenfassen?
Ist das ein kirchlich-politisches Statement über Sexarbeit?
[s.u. vgl. auch Leopold S. 87 ]





Projekte-Netzwerk:

zwei Frauenhäuser und die zwei Sexwork-Beratungstellen Madonna e.V. Bochum und Mitternachts-Mission e.V. Dortmund,
Verein zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit im Revier e. V. (VFFR e. V.) und Bildungsinstitut Münster e. V. (BIMS e. V.), Gesllschaft für innovative Beschäftigungsförderung (GIB) u.a.
unter Leitung des Diakonischen Werkes Westfalen, der evangelischen Kirche, Münster.

9 Teilprojekte

73 Frauen konnten teilnehmen von 50 geplanten Plätzen. Davon 41 Deutsche, 44 Sexworker.

20 Monate Projektlaufzeit.





Projekt-Elemente:






Projekt-Kosten:

unbekannt/geheim/Diskretionsbedarf?/Wettbewerb der 9 Projekte?
Politischer Hebeleffekt: Staat bezahlt und Kirche leitet?
[Sexarbeit ist da oft entwaffnend ehrlich, was das Verhältnis von Geld zu Dienstleistung betrifft.]

Z.B. zwei 400-Euro-Stellen und Honorarkräfte zur aufsuchenden Akquise bei der Mitternachtsmission.
Für Profiling/Coaching wurde 1/2 Stelle und für die Basisqualifizierung 1,5 Stellen finanziert bei Madonna.

(Oben steht irgendwas von 1 Mio Euro ESF-Mittel was 10 akademischen/leitenden Vollzeit-Jahresstellen entspräche bzw. 5 bezogen auf die Projektlaufzeit also max. 1/2-1 je Projekt.)





Projekt-Ergebnisse:

"Insgesamt gesehen hat das Projekt allen teilnehmenden Frauen als Orientierungshilfe gedient und ihr
Selbstbewusstsein gestärkt."

"alle 73 Frauen gestärkt sind und die
Arbeitsfähigkeit (wieder)hergestellt ist.
17 Frauen ... haben ... eine Arbeit aufgenommen" [23 % also weniger als 1/4 haben das 'Klassenziel' erreicht.]

Darunter mehrere 1,-Euro-/400,-Euro-Jobs.
Eine Teilnehmerin wurde von einem kirchlichen Träger nur zum Putzen eingestellt [S. 44].
[Ziel war reguläre Erwerbstätigkeit d.h. Zugang zum 1. Arbeitsmarkt.]

Existenzgründungen war keine gelungen [Dabei wissen wir heutzutage schon von Schulen, wo in Arbeitsgemeinschaften Firmen zu Ausbildungszwecken gegründet werden].

[Unbeantwortet ist für mich ferner die Frage ob Sexarbeiter sich grundsätzlich mehr für abhängige oder selbstständige Beschäftigungsverhältnisse nach ihrer aktiven Sexarbeit eignen.]

Nur 3 Abbrecherinnen, weil das Netzwerk intensive persönliche Betreuung für die Projektlaufzeit sicherstellen konnte.
Eine, weil sie ausgewiesen wurde [S. 68].

6 Frauen sind aus der Sexarbeit ausgestiegen. 6 Frauen waren es schon vorher [16 % der 44-6=38 aktiven Sexworker].

Prostituierte sind i.a. nicht im SGBII-Bezug (HarzVI) und werden über die Instrumente der Arbeitsagenturen meist nicht erreicht.
Der "Zwang zur Arbeitslosigkeit" um überhaupt gefördert oder gar qualifiziert werden zu können, gehört z.B. für SexarbeiterInnen abgeschafft (Da sollten sich mal die Abolutionisten drum kümmern:-).
Zu Prüfen ist ob ein Unterhaltsgeld gezahlt werden kann, um den existenziellen Geldverdiendruck zugunsten des Lernens abzubauen.

Eindeutige Erfolge sind zumindest:
- Das Projekt konnte überhaupt finanziert und durchgeführt werden.
- Das Projekt hat die Vernetzung der Projekte und Ämter gefördert.
- Das Projekt hat ein großes Medienecho hervorgerufen.
- Das Projekt hat Problembewustsein auch bei den Veranstaltern und Finanziers geschaffen, die hoffentlich in die Politik und Wirtschaft hineindiffundieren werden.
- Es konnten viele Erfahrungen gesammelt und dokumentiert werden.

Zur Frage der Vertreterin des Ministeriums "ob spezielle Maßnahmen mehr helfen oder mehr stigmatisieren" [S. 78]:

Es wird kontinuierliche Begleitung benötigt, wenn isolierte weil stigmatisierte Sexarbeiter sich in die Mainstreamgesellschaft und den Arbeitsmarkt integrieren können sollen.

[Coming-out Gruppen für SexarbeiterInnen werden landesweit und flächendeckend benötigt (Legalisierungsworkshops). Es ist viel Beziehungsarbeit zu leisten, um die zerstörerische Wirkung des Prostitutionsstigmas und der polizeilichen Kontrolle/Verfolgung zu 'konterkarieren'.]

Weitere Betreuung ist erforderlich, um den Erfolg zu sichern. Aber es gibt derzeit keine anschließende und erstrecht keine dauerhafte Finanzierung.

Daher sollten/müssen neue effiziente Lösungen des Coachings und der Fortbildung für Sexworker gefunden werden, die bei gegebenen knappen Stellen- und Finanzierungsmöglichkeiten allen nachfragenden SexarbeiterInnen angeboten werden können.

Mehr Dolmetscher erforderlich (hohe Zahl Migrantinnen).

Selbstbehauptungstraining wäre gut gewesen.
[Biographiearbeit, Stigmamanagement und Stigmadekonstruktion als Voraussetzung, um überhaupt Lernfähigkeit möglich zu machen.]
Die Veranstalter haben es übersehen/zu leichtfertig genommen beim Projekt-unter-titel "... für von Gewalt betroffene Frauen und Prostituierte", daß die Klientinnen nicht unter einem solchen Label erkannt und schon gar nicht verwechselt werden wollen. Sic!

Manche/viele TeilnehmerInnen sind sich über ihre Kompetenzen in der Sexarbeit/in der Sexarbeit gewonnenen Kompetenzen erstmals deutlich bewußt geworden.
[vgl. auch diese mittelprächtige Zusammenfassung von Sexarbeiterkompetenzen von Leopold S. 89]

Es bedarf (Gründungs-)Beratung in einem geschützten nichtverurteilendem, lebensweisenakzeptierenden Rahmen (z.B. Schutz durch und Akzeptanz von Arbeitsnamen für Sexworker).

Fühlen Sexworker sich angesprochen und integriert, wird deutlich über welche vielfältigen Schlüsselqualifikationen und Motivation sie verfügen. [D.h. umgekehrt das Prostitutionsstigma bestätigt sich als eine wirksame Methode der Exklusion nichtnormkonformer Frauen.]

Problem zur Adaption an einen bürgerlichen Tageszeitplan. Kurse und Behördengänge wurden daher nicht auf Vormittage gelegt und flexibel organisiert.

Lösungen für Krankheitssituationen und Kinderbetreuung müßen gefunden werden bzw. bereitstehen, um überhaupt mit Hilfe und Lernen etc. anfangen zu können.

Sehr früh verheiratete Frauen und sehr früh in die Sexarbeit eingestiegene Frauen haben teilweise analoge Problemlagen[, was den Konnex der Sozialinstitutionen Ehe und Prostitution im Patriachat bestätigt. Dies ist m.E. die zugrundeliegende Verbindung und nicht die unterschwellig transportierte abolutionistische Botschaft "Prostitution = Gewalt gegen Frauen" !!! ]

[Kernproblem ist es Wege zu finden und anderen aufzuzeigen, wie Frauen/Menschen finanzielle Unabhängigkeit und Autonomie für sich sicherstellen können. Das kann in der Ehe genauso wie in der Sexarbeit funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Teilhabegerechtigkeit herrschen. Doch Autonomie der Menschen war nicht immer vorrangiges staatliches und kirchliches Interesse.]

www.proFrida.de
[Server heute leider down, daher statt Link der Projektbericht unten zum download]





Sexarbeiter-Forderungen:

Sexarbeiter sollen bereits zur Projektierungsphase beteiligt werden, wenn für und über die Köpfe der meisten Sexarbeiter hinweg Wohltätigkeiten geplant werden und diesen kein Hautgout von Alibifunktion anhaften soll.

Sexarbeiter und Sexarbeiter-Lehrer und Sexarbeiter-Sozialarbeiter sollen gemeinsam Projekte konzipieren und ihre Finanzierung organisieren, andernfalls werden die Sexarbeiter ihre Interessen nur sekundär oder indirekt berücksichtigt sehen.

"Nothing about us, without us."






SEXWORKER.AT Angebote und Konzept 'Sexarbeiter-Akademie':

www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=817

www.sexworker.at/phpBB2/index.php?c=41





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Marc of Frankfurt - 2008-04-03, 15:25
Titel: A bayerische Gaudi
Der Filmclip

zum Vortrag von oben

(Prof. Dr. Gabriele Michalitsch, Wien/Budapest: Qualifiziert - segregiert - integriert: Arbeitsmarktpartizipation von Frauen)

www.Schluss-mit-dem-Unsinn.de





Lieben Gruß an Hanna,
Marc
Hanna - 2008-04-03, 19:43
Titel:
005.gif 003.gif 005.gif 003.gif 005.gif

man soll nicht sagen daß unter Beckstein sich nichts geändert hat!
Gibt es Untersuchungen für unserem Job? glaube da ticken die Uhren etwas anders.

008.gif für Marc
Hanna
straightsix1970 - 2008-04-06, 17:20
Titel:
Gratuliere Marc of Frankfurt zu dem meiner Meinung nach absolut treffenden Artikel vom 02.04.08

Meiner Erfahrung nach realistisch und ungeschoent und somit hilfreich.

Respekt!

Juergen
Marc of Frankfurt - 2008-04-29, 02:07
Titel: Abstiegs-Spirale einer Nicht-mehr-dazu-gehörigen
Valerie

Ein Spielfilm von Birgit Möller

Völlig pleite und ohne Aufträge strandet das luxusverwöhnte Foto-Model Valerie (29) am Weihnachtsabend im noblen Hotel Hyatt in Berlin.


Unfähig sich ihrer neuen Situation zu stellen, schläft sie fortan in ihrem Wagen in der Tiefgarage des Hotels und beginnt ein Doppelleben, aus dem sie sich erst (aber nur zeitweise) durch die Freundschaft mit dem Tiefgaragenwärter André (32) befreien kann.

Image



Perspektivlos - Obdachlos

Kurz vor Weihnachten ist das einst erfolgreiche Foto-Model Valerie (29) in ihrer Heimatstadt Berlin gestrandet. Zwar hat sie noch ein Zimmer im exklusiven Hyatt aber eigentlich ist sie völlig pleite und ohne Perspektive. Valerie ist unfähig sich auf die neue Situation einzustellen. Ihrer befreundeten Kollegin Isa lügt sie eitel Sonnenschein vor und weder der Chefin ihrer Agentur noch ihrem reichen Gönner Isenberg offenbart sie die Dringlichkeit ihrer Lage.

Als Valerie ihr Hotelzimmer verlassen muss, hat sie nicht mal mehr das Geld um die Gebühren der Tiefgarage zu zahlen. So verbringt sie die Nächte fortan in ihrem Wagen und lebt wie ein blinder Passagier in der Welt der Schönen und Wohlhabenden. Verzweifelt sucht sie die Nähe zu dem angesagten Fotografen Jaro (38), der ihr zwar noch einmal umsonst Fotos macht, aber darüber hinaus nicht bereit ist, sich um sie zu kümmern. Zwar hatten Valerie und er eine Affäre, aber Jaro hat nun eine neue, fast zehn Jahre jüngere Geliebte.



Gestrandet in einer Bar

Valerie strandet am Weihnachtsabend in einer einfachen Bar, wo sie die etwas heruntergekommene Charlotte (40) kennen lernt. Mit ihr flirtet sie ein paar Männer an und lässt sich zu Drinks einladen, denn sie hat mittlerweile keinen Cent mehr im Portemonnaie. Völlig betrunken findet sie ihren Wagen in der Tiefgarage nicht mehr. Der junge Tiefgaragenwärter André (32) hilft ihr ...



Gelegenheit/Notwendigkeit zur Prostitution

Von einer Bekanntschaft aus der Hotelbar, läßt sie sich mit in seine Suite nehmen, weil sie nichts zu essen und zu schlafen hat. Der vermutet später in ihr eine Prostituierte und sie einigen sich auf die von ihm vorgeschlagenen 300. Aber sie bekommt einen Lachanfall, während sie zögerlich-umständlich seine Hose öffnen will, er schlägt sie und der Job ist futsch. Sie schlägt zurück, haut ab, aber vergißt ihre Handtasche, die er auch nicht mehr herausrückt. Am nächsten morgen findet sie ihre Handtasche von der Gattin in den Müll geworfen.

Nach mehreren weiteren Nächten in ihrem Auto, welches sie mangels Geld nicht aus der Tiefgarage auslösen kann, bekommt sie eine Anzeige wegen illegaler Prostitution und Kontaktanbahnung in der Hotelbar. Würde der Fotograph ihr nicht mit einer Wohnsitzadresse aushelfen, säße sie zum Filmende in einer Arrestzelle...







Im Jahr 2006 realisiert Birgit Möller mit ihrem dffb-Abschlussfilm "Valerie" ihr Kinoregiedebüt. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen - den Federico Fellini Award beim 6. Tiburon International Film Festival, den Preis für Beste Regie & Film New European Film Festival in Vitoria-Gasteiz (Spanien), den Preis für Best Feature beim 12. Berlin & Beyond Film Festival sowie den Golden Starfish Award beim 15. Hamptons International Film Festival.

Seit April 2008 ist Birgit Möller für drei Monate als Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles, Zeit genug neue Projekte vorzubereiten, vielleicht sogar in den USA.

daskleinefernsehspiel.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,7185355,00.html?dr=1


Diskrepanz zwischen Schein und Sein. Ein Interview mit Birgit Möller.
http://daskleinefernsehspiel.zdf.de....19/0,1872,7185363,00.html





Eine Gescheiterte/Fallengelassene wird zur Ausgestoßenen/Gefallenen. Zwar findet sie viele kreative Lösungen zum kurzfristigen Überleben in der alltäglichen Welt des schönen Scheines, muß aber scheibchenweise scheitern, weil sie nicht mehr den Zutritt auf der ihr vertrauten sozialen Stufe bekommt.

Eine eskalierende Diskrepanz zwischen Sein und Schein ihrer nunmehr prekarisierten Identität macht ihr die Gesellschaft zusätzlich zum Vorwurf.


Nur die Schönheit der Schauspielerin macht dieses Thema erträglich und den Film sehenswert.





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Marc of Frankfurt - 2008-04-30, 00:42
Titel: Forschung für Sexworker
Wie man einE Ex-SexarbeiterIn wird.
Den Wechsel heraus aus einer anrüchigen Karriere gestalten.



Becoming an Ex–Sex Worker
Making Transitions Out of a Deviant Career


Teela Sanders
University of Leeds, United Kingdom

Feminist Criminology, Vol. 2, No. 1, 74-95 (2007)


This article has four core aims:

First, to identify the processes of change women undertake to leave sex work through a typology of transitions. The typology suggests four dominant ways out of sex work as


Image


Second, the article argues against the low self-control theory by asserting that sex workers engage in specific deviant "careers" rather than stable deviant roles and, therefore, exit to "complete conformist" once sex work is ceased.

Third, it rejects Mansson and Hedin’s claim that the "emotional commitment" of individual women is the key factor to leaving but instead argues that structural, political, cultural, and legal factors as well as cognitive transformations and agency are key determinants in trapping women in the industry.

Fourth, the article challenges the U.K. policy context that reinforces "exiting" through compulsory rehabilitation and the criminalization of sex work.

Key Words: sex work • transitions • deviant career • exiting • desistance

Käufliche Information:
http://fcx.sagepub.com/cgi/content/abstract/2/1/74

Wer mehr wissen will, einfach mich anschreiben.





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Marc of Frankfurt - 2008-05-22, 11:46
Titel: Vanessa in der BILD-Serie Nebenjob Prostitution
Eine Berufstransformation von Sexarbeit zur bürgerlichen Selbsständigkeit.

Eine Karriere vom privaten Escortservice zur geschäftlichen Existenzgründung
Mithilfe medialer Unterstützung durch ein provokatives Outing (Gonzo Marketing).

Unsere Userin Vanessa:



BILD:
Nebenjob Prostitution! In BILD sagen Frauen, warum sie anschaffen

Daniela (28) verrät: Ich bin Hobby-Hure



Von VERENA MÜLLER-ROHDE

Nürnberg/Bayreuth – Perfekt gestyltes langes Haar, elegantes Kostüm, teure rahmenlose Brille. Wer Daniela Kerling (28, Friseurin) auf der Straße trifft, sieht eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Und ahnt dabei nicht, welches Geschäft sie betreibt, wenn sie nach Feierabend ihr Kosmetik-Lifestyle-Studio verlässt...

Daniela (28) alias „Vanessa Eden“

Wunderschöne Brüste, lange blonde Haare, makellose Haut. Daniela (28) alias „Vanessa Eden“ verführt mit ihrem Traumkörper nach Feierabend reiche Männer

Unter dem Künstlernamen „Vanessa Eden“ arbeitet die schöne Blonde als Hure!

Daniela/Vanessa verrät: „Ich werde vorwiegend von Geschäftsmännern aus dem Ausland, zum Beispiel aus Norwegen, Schweden oder der Schweiz gebucht, die beruflich in Deutschland sind.“

Daniela (28) alias „Vanessa Eden“

Ein Luxus-Callgirl. Das in vier Stunden 950 Euro verdient.

Seit 2004 begleitet und verwöhnt Daniela betuchte Herren. Warum verkauft sie ihren perfekten Körper?

„Eigentlich komme ich aus der Gastronomie“, sagt sie. „Da hab‘ ich nicht schlecht verdient, 2.000 Euro pro Monat. Allerdings hat mir das nicht gereicht. Ich wollte mehr – und vor allem wollte ich mein eigener Chef sein.“

Das Geld, das sie als Escort-Lady verdient, hat sie jetzt in einen großen hellen Laden investiert. Ihr eigenes Lifestyle-Studio Egoistin, das sie unter ihrem bürgerlichen Namen führt. Sie schwärmt: „Ein eigenes Geschäft war immer mein Traum und durch die Arbeit als Escort-Lady konnte ich ihn verwirklichen.“

Daniela alias Vanessa steht mutig zu ihrem Doppelleben. Auch tagsüber.

So bietet sie ihren Kundinnen nicht nur Make-Up-Beratung, sondern auch sexy Partys, bei denen sie die Frauen in die Geheimnisse der Lust einweiht.


Daniela alias Vanessa Eden mit Kundin in ihrem Beautystudio
Brav mit Brille: Daniela schminkt eine Kundin in ihrem Lifestyle-Studio
Foto: Daniel Löb


Ob sie sich dafür schämt?

Nein. Daniela ist überzeugt: „Ehrlich währt am längsten. Auch wenn mir die eine oder andere Kundin abspringt, weil sie Probleme damit hat, dass ich noch einen anderen Job mache. Aber die Frauen sollten das als Vorteil sehen, sie profitieren doch von meiner Erfahrung!“

Wenn das Studio genug abwirft, will sich Vanessa aus dem Huren-Job zurückziehen. Ihr größter Wunsch ist der nach Normalität: „Wenn ich eine Beziehung habe, wenn es beruflich gut läuft – dann werde ich vielleicht ein ganz bürgerliches Leben haben...“

Original natürlich nicht ohne BILD:
http://www.bild.de/BILD/entertainme....obbyhure,geo=4574338.html





Mehr zu dieser BILD-Serie bei:
Bücher zu Studentinnen-SexarbeiterInnen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2371

Mehr zu Vanessa:
Luxus-Escort-Lady bei Pelzig unterhält sich, ARD/BR3:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2813
Deutschland unsere Escort-Girls, RTL2:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2488
Homepage:
http://www.vanessa-eden.de

Mehr Ökonomiestudien Sexarbeit:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=29962

Mehr Medienkompetenz Sexwork:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=943





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Marc of Frankfurt - 2008-05-25, 16:18
Titel: Ausstiegs-/Umstiegserfahrungen von Domenica:
BILD:
Domenica zurück auf dem Kiez

Fünf Jahre war Deutschlands bekannteste Ex-Hure abgetaucht. Jetzt zog sie als Rentnerin wieder nach St. Pauli: „ Ich wäre sonst völlig vereinsamt.“


Von Maik BRODERSEN (Text) und Patrick LUX (Fotos)

Sie ist wieder da – mit 20 Kilo mehr auf den Rippen! Deutschlands bekannteste Ex-Hure Domenica Niehoff (62) ist seit Kurzem in Hamburg gemeldet, wohnt in einer 2-Zimmer-Wohnung auf St. Pauli. BILD-Besuch bei der Mutter aller Huren, die sich fünf Jahre in Boos, einem kleinen Dorf in der Eiffel, verkrochen hatte.

„Endlich bin ich wieder auf meinem Kiez“, strahlt Domenica. Als sie die Haustür geöffnet hat, reißt sie die Arme hoch. Im Eingang stapeln sich noch Umzugskartons, Marek (43) drängelt sich vorbei, entschuldigt sich, schnappt sich eine große Kiste und schleppt die ins Wohnzimmer. „Er ist ein sehr guter Freund, ohne ihn hätte ich den Umzug niemals geschafft.“
Domenica kehrt zurück nach St. Pauli

Domenica, Zigarette im Mundwinkel: „In Boos war das so langweilig, ich hab nur gekocht, gefuttert, gekocht, gefuttert. Ehrlich, ich bin da völlig vereinsamt.“

Im Umzugs-Chaos macht Domenica Kaffee, sagt: „Ich brauche jetzt erst mal Zeit, die Wohnung einzurichten. 500 Euro bezahle ich im Monat für 50 Quadratmeter, das geht doch, oder?“ Dann kriegt sie einen höllischen Hustenanfall. „Ich paffe zwei Schachteln am Tag, hab Diabetes und hab’s mit den Bronchien. Egal, Hauptsache ich bin wieder zu Hause. Hier auf’m Kiez bleibe ich jetzt für immer! Mein Rentnersitz. Ich hab einen schönen Wintergarten und gucke direkt auf die ‚Juwelengasse‘“, lacht sie. Domenica meint die Schmuckstraße, dort ist der Transenstrich.

Dann hustet sie nochmal, holt ein Fernglas raus: „Ich sehe jede Falte! Die Hamburger Frauen sind immer noch so schön wie früher.“ Den Humor hat Domenica nicht verloren.

Warum die Rückkehr? „Als mein Bruder Amando 2001 starb, hatte ich von ihm das Haus in Boos geerbt. Dort hatte ich einige Zimmer vermietet. Doch das klappte nicht. Allein den Öl-Tank zu füllen hat 1000 Euro gekostet, nach sechs Wochen war der leer. Ich vereinsamte da, hatte niemanden, außer zwei 80-jährige Nachbarinnen. Jetzt hab ich alles verkauft, für unter 100 000 Euro. Davon lebe ich.“

Es klingelt. Anna (58) steht da. Domenica ist ganz gerührt, beide nehmen sich in den Arm. Domenica: „Anna ist auch eine ehemalige Stiefelfrau, wir kennen uns 25 Jahre, haben beide in der Herberstraße geackert. Ich bin so glücklich, wieder in Hamburg zu sein, denn auf St. Pauli ist man niemals allein.“

Natürlich nicht ohne BILDer:
http://www.bild.de/BILD/hamburg/leu....dem-kiez,geo=4628024.html





Express: Kult-Objekt

Hure Domenica zurück auf St. Pauli


Hamburg - Fünf Jahre teilte sie ihr Leben nur noch mit zwei 80-jährigen Nachbarinnen. Mitten in der Vulkaneifel! Jetzt ist Domenica Niehoff (62), Deutschlands bekannteste Hure, wieder „zu Hause“. Sie zog zurück nach St. Pauli. In der Eifel war einfach nichts los!

Domenica in der Eifel: Das sollte eigentlich ihr Altersruhesitz werden.
Foto: Gottschalk

Sie kämpfte für die Rechte Prostituierter, war in Talkshows zu Gast und avancierte so zum gefragten Medienstar. Der Literat Wolf Wondraschek widmete ihr sogar ein Gedicht! Domenica kennt einfach jeder, sie war Hure, Domina, später Street-Workerin.

Nur in den letzten Jahren war es still um die gebürtige Kölnerin geworden. Kein Wunder, in der Eifel teilte sie ihr Leben mit zwei 80-jährigen Nachbarinnen. „In Boos war das so langweilig, ich hab nur gekocht, gefuttert, gekocht, gefuttert“, erzählt sie einer Ortszeitung.

Jetzt ist die dralle Ex-Hure zurück in St. Pauli - mit 20 Kilo mehr auf den Rippen! Fünf Jahre hat sie es in Boos (Eifel) ausgehalten. Von ihrem Bruder, der 2001 starb, erbte Domenica das Haus. Sie zog ein, vermietete auch Zimmer. Aber das klappte nicht: „Jetzt habe ich alles verkauft, für unter 100.000 Euro. Davon lebe ich.“

Und wie geht´s weiter? Auf St. Pauli hat Domenica eine 2-Zimmer-Wohnung gemietet. Von ihrem Wintergarten schaut sie direkt in die Schmuckstraße, auf den Transenstrich. Ein Fernglas liegt immer bereit, sie beobachtet das Treiben der Prostituierten!

„Ich sehe jede Falte! Die Hamburger Frauen sind immer noch so schön wie früher“, erzählt die humorvolle 62-Jährige. „Ich bin so glücklich, wieder in Hamburg zu sein, denn auf St. Pauli ist man niemals allein.“

http://www.express.de/nachrichten/n....rtikel_1210237939269.html





Deutschlands bekannteste Ex-Hure, über den Kiez und das Älterwerden

Domenica Niehoff, 62, ist Deutschlands bekannteste Ex-Hure. Jahrelang leistete sie auf dem Kiez vollen Körpereinsatz – zuletzt allerdings als Streetworkerin, die den Mädchen beim Ausstieg aus dem Milieu half. Nachdem sie eine Zeitlang in Boos (Eifel) gelebt hat, ist Domenica vor vier Wochen auf den Kiez zurückgekehrt. Dort lebt sie jetzt in einer kleinen Wohnung. WELT ONLINE sprach mir ihr über St. Pauli, Freier und das Älterwerden.

Domenica
Foto: dpa
1988: Domenica mit weit ausladendem Dekollete am Fenster

WELT ONLINE: Sind Sie froh, wieder in Hamburg zu sein?

Domenica Niehoff: Natürlich. Jeder redet mit jedem, jeder fragt jeden was. Man hilft einander auf St. Pauli.

WELT ONLINE: In der Eifel war das nicht so?

Domenica: Da kennen Sie die Bauern aus der Eifel nicht! Die sind von einem ganz anderen Schlag als die Leute vom Kiez.

WELT ONLINE: Wie lange haben Sie nicht auf dem Kiez gelebt?

Domenica: Das waren bestimmt mehr als zehn Jahre, obwohl ich immer Kontakt hatte.

WELT ONLINE: Was hat sich in dieser Zeit verändert?

Domenica: Ich sehe die Veränderung in der „Kaffeeklappe“. Das ist eine Organisation der Diakonie, die Prostituierten beim Ausstieg aus dem Milieu hilft. Da sind Gott sei Dank jetzt junge Aussteigerinnen. Die sind nicht so verrottet, wie wir es damals zum Teil waren. Die sehen noch gut aus, sind jünger und hübscher, gepflegter und haben bestimmt Chancen, ein neues Leben anzufangen. Für den Drogenstrich in St. Georg sage ich Ihnen aber genau das Gegenteil: Den Mädels, die auf Droge sind, geht es ganz schlecht. Sie haben Eiterbeulen und Abszesse an Armen und Beinen durch die Spritzen.

Domenica
Foto: Reto Klar
Domenica Niehoff heute: Vor einer Hauswand auf St. Pauli

WELT ONLINE: Was hat sich noch verändert auf St. Pauli?

Domenica: Es gibt nicht mehr diese tolle Herren und Freier, die wir früher hatten. Die haben noch wirklich etwas springen lassen. Heute kommen die Männer abgezählt hierhier mit Hartz IV. Es kommt die Masse, aber keine Klasse mehr. Und die Preise sind total verfallen. Hier wird schon mit 20 Euro gekobert. Außerdem macht das Internet viel kaputt, die vielen Fotos. Und man verabredet sich lieber im Chat.

WELT ONLINE: Wo wird der Kiez in einigen Jahren stehen, sozial gesehen?

Domenica: Eine neue Generation ist da. Und von den Älteren stirbt fast jeder Woche eine. Der Zusammenhalt wird, das glaube ich, geringer werden. Jeder will ein Stück Brosamen haben, alle wollen mit abkassieren auf der geilsten Meile.

WELT ONLINE: Viele, denen Sie zur Symbolfigur geworden sind, freuen sich, dass sie zurückgekehrt sind...

Domenica: Früher haben mich viele richtig zur Minna gemacht, weil ich in den Medien auf das Tabu-Thema Prostitution hingewiesen habe. Die gleichen Leute kommen nun zu mir und fragen mich, ob ich ihnen mit ein bisschen PR helfen kann. Weil sie meinen, dann ist mehr los in ihrem Laden.

WELT ONLINE: Wie sehen Sie heute Ihre Rolle als Symbolfigur?

Domenica: Ich will jeden Tag eine gute Tat vollbringen. Wenn zu mir ein Mädchen kommt, hole ich sie hoch in meine Wohnung. Ich gebe ihr etwas zu essen und koche immer frisch. Dabei kann man sich gut unterhalten. Bin ich überhaupt richtig geschminkt?

WELT ONLINE: Perfekt. Was haben Sie in all den Jahren als Deutschlands bekannteste Prostituierte erreicht?

Domenica
Foto: Reto Klar
Wer läuft denn da? Domenica greift nur zum Spaß auf ihrer Veranda zu einem Bundeswehrfernglas, um die Mädels auf der Straße zu beobachten.

Domenica: Ich habe erreicht, dass mehr über Prostitution geredet wird. Dass nicht mehr so darüber getuschelt wird. Dass sich Mädels trauen, zu sagen: Ich war im Milieu, aber jetzt will aussteigen. Wer dagegen früher hier gelandet war, der kam nicht wieder raus.

WELT ONLINE: Haben Sie sich selbst verändert?

Domenica: Ich habe nicht das Gefühl, mich verändert zu haben. Außer dass ich dicker geworden bin. Das hat sich verändert.

WELT ONLINE: Sie haben in ihrem Leben viele Männer gehabt...

Domenica: Gehabt weniger. Die sind hier so vorbeigezogen.

WELT ONLINE: Wie haben Sie die Freier erlebt?

Domenica: Es gab solche und solche und solche. Alle Schichten. Sie waren winselnd, bettelnd, fordernd, gemein. Brav, lieb, reich, arm, jung, alt. Ich hatte alles, ich hatte alles. Ich weiß gar nicht, was mir noch fehlt.

WELT ONLINE: Wieviele mögen das gewesen sein?

Domenica: Da möchte ich keine Zahl nennen.

WELT ONLINE: Bereuen Sie etwas in Ihrem Leben?

Domenica: Man bereut entweder alles oder gar nichts. Wenn, dann müsste ich alles bereuen. Da hätte ich einen ganz anderen Weg gehen müssen. Ich möchte aber nicht alles noch mal erleben. Doppelt gemoppelt ist doch langweilig. Mein erster Mann hat sich erschossen in meinem Beisein. Das hat dann dazu geführt, dass ich obdachlos wurde und das schnelle Geld machen wollte. Noch heute warte ich auf das schnelle Geld. Und es kommt immer noch nicht.

WELT ONLINE: Sie haben damals für die Rechte der Prostituierten gekämpft und ein Tabu gebrochen. Wofür lohnt es sich heute zu kämpfen?

Domenica: Es gibt noch immer Diskriminierung und Verachtung. Ich muß ich mich immer noch entschuldigen, dass ich das gemacht habe.
Die Verachtung den Frauen gegenüber ist aber nicht gerechtfertigt. Und die Scham bei den Frauen ist ebenfalls noch da. Es ist nicht so, dass sie mit dem Hintern wackeln: Ich bin eine Hure – ach, wie schön. Sie müssen hart arbeiten.

WELT ONLINE: Könnten Sie sich vorstellen, in einer festen Beziehung zu leben?

Domenica: Ich kann mir das vorstellen. Nur der Mann womöglich nicht.

WELT ONLINE: Aber er kann noch in Ihr Leben kommen...

Domenica: Meinen Sie, der kommt noch in mein Leben? Ich hole mal das Fernglas (greift zu einem Bundeswehr-Fernglas und schaut durch das Fenster der Veranda). Vielleicht sehe ihn herumlaufen...

WELT ONLINE: Gab es einen besonderen Mann in Ihrem Leben, eine große Liebe?

Domenica: Ja, die gab es mal. Aber im Moment bin ich vogelfrei, und das ist schön so.

WELT ONLINE: Macht Ihnen das Altwerden Probleme?

Domenica: Ich hoffe nur nicht, dass es im Kopf losgeht. Auch möchte ich nicht bettlägerig sein. Ansonsten ist mir das Alter wegen einer Falte mehr oder weniger wirklich Wurscht.

http://www.welt.de/hamburg/article2....und_das_Aelterwerden.html





Interview gemeinsam mit Brigitte Obrist:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2271

TV-Auftritt bei Maischberger, hat nur wenigen gefallen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=17610

Statistenrolle im Kunstwerk zur Wollust (Luxuria):
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=28633#28633





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Marc of Frankfurt - 2008-06-09, 15:09
Titel: Hier meine Schnellübersetzung
Regierungsbericht Neuseeland:

Exiting Prostitution:
Models of Best Practice
Prepared for the Ministry of Justice by
Pat Mayhew and Dr Elaine Mossman
Crime and Justice Research Centre
Victoria University of Wellington
October 2007


http://justice.govt.nz/prostitution....itution-models/report.pdf
(46 Seiten)

vgl. Länderberichte Neuseeland:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=37403#37403





Aus der Zusammenfassung:


Es gibt mittelprächtig viele Untersuchungen und Veröffentlichungen über das Thema, mit der aktuellsten und umfassendsten aus England.

Der Schwerpunkt wird meist auf Prostitutionsverhinderung bzw. Einstiegsverbot gelegt.

Dieser Bericht versucht eine genauere Analyse.





Gruppen von SexarbeiterInnen // Categories of sex workers (Section 1)


Ausstiegshilfen wurden zumeist unterstützt am "unteren Ende" des Sexbiz, der Straßenprostitution. Generell wird wenig unterschieden und die Vielschichtigkeit der Sexarbeit oder wie und ob die verschiedenen Interventionen die und welche Sexworker erreichen. Hier wurden nur die ersten zwei Gruppen betrachtet:

1.) Sexarbeiter, die ihr Tun als Berufsweg ansehen, die sie zufrieden stellt. Dies ist eine wenig bekannte Gruppe auch in Ländern, wo Sexarbeit erlaubt ist. Sie mag klein sein, aber wir wissen es nicht genau.

2.) Sexarbeit als beste mögliche Erwerbstätigkeit. Dies ist möglicherweise die größte Gruppe. Sie ermöglicht Flexibilität bei gleichzeitig großen Verdienstmöglichkeiten.

3.) Sexarbeit, weil es nur wenige Alternativen gibt
(Drogen, Obdachlosigkeit, Minderjährige).

4.) Sexarbeit, weil es keine Alternativen gibt
(Zuhälterein, Menschenhandel).


Die Ansätze, wie sie in verschiedenen Rechtssystemen als Hilfe oder Zwang zum Ausstieg realisiert sind, reflektieren die vorherrschende gesellschaftliche Bewertung der Prostitution. Der rechtliche Status gestaltet Sexarbeit wird von dieser Grundeinstellung gestaltet. Er beeinflußt auch die Intensität und Richtung von Ausstiegsprogrammen.

Die vier Kategorien sind unabhängig von der Unterscheidung Arbeit auf der Straße oder in Betrieben/Wohnungen, obwohl es Korrelationen gibt.

Es gibt eine große Mobilität/Flexibilität der Sexarbeiter, die die Arbeitsstätten und -orte wechseln. Ausstiegsstrategien müssen die unterschiedlichen Karrierewege und -möglichkeiten in der Sexarbeit berücksichtigen.





Wir unterscheiden vier Grundpositionen, je nachdem ob Prostitution gesehen wird als

1.) eine illegale Tätigkeit
Ausstiegsprogramme basieren auf Zwang und gesetzliche Sanktionen, auch wenn Maßnahmen der sozialen Wohlfahrt nicht ausgeschlossen sind.

2.) eine unmoralische Tätigkeit
Ausstieg wird gefördert, weil Prostitution als moralisch 'ansteckende Krankheit' gewertet wird.

3.) eine Form der Gewalt gegen Frauen
Ausstiegsprogramme versuchen die 'Opfer zu reparieren' auf der Basis ihrer Verfehlungen. Sexarbeiter, die es als Karriere betreiben oder als beste Beschäftigungsoption verhalten sich dazu widerspenstig, was als Beleg ihres Opferdaseins interpretiert wird.

4.) ein soziales Problem
Sexarbeit wird als Symptom einer sozialen Ungerechtigkeit und unzureichender staatlicher Unterstützungssysteme gesehen, die versagt haben Sexarbeitern alternative Optionen zu eröffnen.
Anhaltspunkte dass viele Sexarbeiter zerstörte oder unbefriedigende soziale Hintergründe haben, begründet diese Perspektive.





Eintritt in die Sexarbeit // Entering sex work (Section 2)

Die Gründe für den Einstieg in Sexarbeit zu kennen mag bedeutsamer sein zur Prostitutionseindämmung als für Ausstiegshilfen, doch die Einstiegsgründe können bestehen bleiben, sodaß viele in der Sexindustrie verbleiben.

Die Literatur zeigt eine Kombination von push- und pull-Faktoren beim Einstieg in Sexarbeit.

Push-Faktoren
Insbesondere für junge Straßenprostituierte mögen sein:
Mißbrauch,
Versorgungsende,
Schulausschluß,
Obdachlosigkeit,
Geldnot

Pull-Faktoren
können sein:
Neugier,
Tipps von anderen SW,
Freiheit der Zeiteinteilung auch für andere Verpflichtungen. Doch das wichtigste ist der
höhere Verdienst im vergleich zu Regeltätigkeiten.





Verbleib in der Sexarbeit // Remaining (Section 2)

Die Verdienstmöglichkeiten sind eine unwiderstehliche Verlockung dabeizubleiben. Dies begründet warum die Jobzufriedenheit i.A. größer ist als es gängige Prostitutionsklischees zulassen. Eine bedeutende Breitbandstudie in London zeigte, daß viele Sexarbeiter im Job blieben, sogar als sich andere Möglichkeiten ergaben z.B. durch Praktika oder Studium.

Sexarbeit wird auch kombiniert mit anderen Tätigkeiten und ermöglicht Ausbildungen.

Hinweise gibt es auch, daß Sexarbeiter fühlen einen sozial sinnspendende Dienst zu erbringen, emotionale Unterstützungen zu bieten, Hilfen für sozial oder körperlich Behinderte darbringen und Unterstützung zu geben für solche Leute mit ehelichen Problemen.





Im Falle eines Ausstiegs // The case for exiting (Section 2)

...


Ausstieg // Exiting (Section 2)

Ausstieg wurde wesentlich weniger wissenschaftlich analysiert als Einstieg.

Es gibt drei prinzipielle Aspekte von Ausstiegsproblemen:






Ausstiegsrouten // Pathways to exiting (Section 2)

Die Literatur beschreibt es als Prozess und nicht als Ereignis, aber es gibt Hinweise wie Wandel in den Umständen als Sprungbrett zum Ausstieg dienen kann.
Während SexarbeiterInnen häufiger Arbeitspausen einlegen und dann wegen Geldproblemen zurückkehren, können sich Entscheidungspunkte herauskristallisieren.
Das können zufällige Ereignisse wie neue Bekanntschaften/Beziehungen sein oder Krisensituationen wie Gewalterlebnis, Wegnahme des eigenen Kindes.





Die Zeit danach // After exiting (Section 2)

Es gibt kaum Langzeitstudien. Die wenigen verfügbaren Studien beleuchten die negative Wirkung des Stigmas und der sozialen Ausgrenzung und der schlechte Gesundheitszustand und psychische Instabilität von Sexarbeitern.





Prinzipien von Vorbildlichen Ausstiegshilfen // Principles of best practice in exiting interventions (Section 3)

Literatustudie

Es gibt eine mäßige Anzahl zu Unterstützung und Ausstieg. Sie fällt in drei Kategorien:
Es gibt mehr Studien in Systemen die Sexarbeit kriminalisieren. Hier scheint Ausstieg eine dringendere Notwendigkeit zu sein.





Unterstützungsangebote zu Ausstiegsangeboten // Support services versus exiting interventions (Section 3)

Ausstiegsangebote können nicht von allgemeinen Beratungsangeboten unterschieden werden. Das heißt andererseits Hilfen sind während des gesammten Vorwärts-Rückwärts-Prozess von einem Ausstiegssuchenden abrufbar.

Hilfsangebote variieren stark. Sie reichen von grundsätzlicher Prävention, Beratungsangeboten, Gesundheitstests, Sicherheits Aufklärung, Hilfe bei Wohnungsproblemen und Kinderbetreuung, Unterstützung von Kolleginnen. Ausstiegstrategien sind Teil des Angebotes.





Die hauptsächlichen Prinzipien für optimale Verfahren der Ausstiegs-Hilfen (Section 3)

Box A




Idealanforderungen im Gegensatz zu funktionierenden Modellen (Section 3)

Es gibt noch weniger Untersuchungen zu funktionierenden Modellen als zu den idealen Anforderungsprofilen an Projekte. Schwierigkeiten sind: fehlende Basisdaten, keine Vergleichsgruppen, keine Langzeitkontakte, keine Erfolgskontrollmöglichkeit





Drei Typen von Austiegshilfen (Section 4)

Drogenbehandlung, Wohnprojekte und Training, Ausbildung und Berufseinstieg





Drogen-Problematik

Suchtbehandlung und Drogenenzug werden als ersten Schritt für unerläßlich angesehen. Zumal eine Sucht Sexarbeiter rückfällig werden läßt. Die Literatur schlägt viele optimale Verfahren vor:




Wohnungsversorgung

Insbesondere für junge Sexarbeiter sind gesicherte Wohnverhältnisse notwendige Vorraussetzung um Aussteigen zu können, auch wenn Wohnungen oft knapp sind und Sexworker wenig sesshaft.

Krisenintervention. ...





Ausbildung, Praktika und Berufsanstellung

Nicht nur um Anstellungen zu finden, sondern auch um Selbstvertrauen aufzubauen sind Ausbildungen wichtig.





Die fünf UK Verbrechens Bekämpfungs Programme (Section 5)

...





Ein Unterstützungsmodell (Section 5)

Es gibt ein Kreislauf mit 4 Phasen:

Verletzlichkeit -> Chaos -> Stabilisation -> Ausstieg/Handlungsfähigkeit ->





Beispielprojekte (Anhang 1)

...




_________________





Welche Einstiegs-Vorsichts-Regeln und welches Berufskompetenz-Wissen Sexwork lassen sich aus solchen Ausstiegs-Projekte-Erfahrungen ableiten?

Siehe auch diese TV-Doku "Endstation Sexbiz" und die vier praktischen Lebensregeln einer erfahrenen Sexarbeiterin:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=37662#37662





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Marc of Frankfurt - 2008-06-16, 14:52
Titel: Verschlungene Berufswege:
Ein Sprichwort sagt: "Wer Nichts wird, wird Wirt"
Oder Sexarbeiter, oder Betreiber und wenn das nichts mehr wird: Wirt? Oder besser doch nicht Wirt sondern besser doch Sexworker bleiben bis ins hohe Alter?

Hier ein update zur Lebensgeschichte der berühmten Berliner Kollegin Molly Luft von der BILD-Zeitung:



Deutschlands dickste Hure macht ihre Kneipe dicht
Bei Molly ist die Luft raus


Von HARTMUT KASCHA

Sie schien dick im Geschäft – doch am Ende war bei Molly die Luft raus!

Molly Luft in ihrer Kneipe

Molly Luft (64) in ihrer Kneipe „Molly“ in Kreuzberg im November 2004. Jetzt verkauft sie das Lokal, wird wieder Hure

Im November 2004 hatte Deutschlands dickste Hure Molly Luft (64, 130 kg) umgesattelt:
„Ich schiebe kein Nümmerchen mehr – ich werde Wirtin.“
Sie übernahm die Eckkneipe „Bully“ in der Blücherstraße (Kreuzberg), eröffnete das „Molly“.

Doch der Wechsel von Liebe & Lust zu Lokal & Likör wurde zur Luft-Nummer!

Jetzt sucht sie auf ihrer Internetseite www.mollyluft.de einen Käufer. Verhandlungsbasis 15.000 Euro. Dafür gibt‘s die Inneneinrichtung (Tresen, Kühlvorrichtung, Beamer, TV). Pacht: 1.070 Euro/Monat.

BILD fragte nach: Sind Sie pleite, Frau Luft?

„Ein bisschen kann man davon reden. Geld, das ich mit Sex verdiente, schluckte großenteils die Kneipe. Ich investierte 40.000 Euro, die nicht wieder reinkamen. Ich musste die Notbremse ziehen.“

Dazu Gesundheitsprobleme. „Bandscheibenvorfall! Ich kann nicht mehr hinterm Tresen stehen.“ Liegen aber geht noch... „Ich kehre zu meiner Profession zurück“, verkündet die Hure. „Ich mache wieder einen Puff auf.“

Mit Verlaub, Frau Luft, sind Sie dafür nicht ein wenig zu alt? „Mit 64 fängt das Puffleben erst richtig an. Außerdem lieben mich speziell junge Männer. Die können bei mir Nachhilfe bekommen...“

Original natürlich nicht ohne BILD:
http://www.bild.de/BILD/berlin/aktu....uft/raus,geo=4851156.html





Nun macht es eine Nichtraucherschutzpolitik in Zeiten der Rezession den EckkneipenbetreiberInnen auch nicht gerade leicht, wirtschaftlich zu überleben.

Aber möglicherweise muß die ganze SW-Ausstiegsproblematik von einer anderen Seite betrachtet werden.

Einerseits gibt es riesige Hemmnisse die Sexarbeit verlassen zu können (Falle Prostitution).

Zusätzlich gibt es riesigen Druck die Sexarbeit verlassen zu müssen (Putophobie). Selbst die wirtschaftlichen Überlegungen gegen nachhaltige Sexarbeit (diese rentiere sich nur für Frischfleisch) scheinen einseitig und evt. sogar ideologisch zu sein, insbesondere bei präkarisierenden globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Andererseits gibt es Menschen die eine große Kompetenz für Sexarbeit erworben haben.

Warum unterstützen wir Menschen nicht in der Sexarbeit eine befriedigende nachhaltige Karriere leben zu können?





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Marc of Frankfurt - 2008-06-25, 23:40
Titel: Perspektivwechsel für 62 Euro?
Amsterdam hilft Prostituierten

Die niederländische Hauptstadt ist berüchtigt für ihr Rotlichtviertel. Den Frauen, die ihr Geld mit Prostitution verdienen will die Stadt nun helfen - indem sie sie vor kriminellen Banden schützt und sie beim Ausstieg aus der Szene unterstützt.

25.6.2008 12:52 Uhr


Amsterdam - Amsterdam will seinen rund 8000 Prostituierten mit fast 500.000 Euro unter die Arme greifen [62,50 Euro/Sexarbeiterin]. Das Geld solle die Frauen vor den Machenschaften von kriminellen Banden schützen und denjenigen helfen, die aus dem Milieu aussteigen wollten, kündigte die Stadtverwaltung der für ihr Rotlichtviertel berühmt-berüchtigten Metropole an. Für einen entsprechenden Aktionsplan würden bis 2010 insgesamt 475. 000 Euro bereitgestellt. Der Plan sieht unter anderem auch die Schließung von Bordellen vor, die von Kriminellen kontrolliert werden.

"Es ist wichtig, die Situation der Prostituierten zu verbessern", sagte die stellvertretende Gesundheitsdezernentin Marijke Vos. "Sie müssen die Freiheit der Wahl haben und dürfen nicht unter die Kontrolle von Menschenhändlern geraten." In Amsterdam arbeiten nach Schätzungen der Stadtverwaltung rund 8000 Prostituierte, ein Viertel von ihnen bietet sich in Schaufenstern an. In den Niederlanden ist Prostitution seit dem Jahr 2000 legal, die Frauen werden arbeits- und steuerrechtlich wie gewöhnliche Arbeitnehmerinnen oder Selbständige eingestuft.

(ut/AFP)
http://www.tagesspiegel.de/politik/....-Amsterdam;art123,2558733





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Marc of Frankfurt - 2008-06-26, 13:24
Titel: Studie: Qualität abhängiger Beschäftigungsverhältnisse
Arbeitsbedingungen

Nur jeder 8. ist zufrieden




Sogenannte Zwangsprostituierte wüßten zwar oft, daß sie in der Prostituition arbeiten werden und seien damit einverstanden, aber allein ein Täuschen über die tatsächlichen schlechten Arbeitsbedingungen reicht nach aktueller aufgeweichten Rechtslage aus um Menschenhandel zu verurteilen.

Nicht wenige SexarbeiterInnen haben die Abwägung: stigmatisierte sexuelle Arbeit mit großen Zeitfreiheiten bei hohen Preisen vs. niedrigbezahlte Prekärbeschäftigungsverhältnisse zugunsten ersterer entschieden. Diese Entscheidungslage besteht auch als Ausstiegshindernis fort.




Arbeitsbedinungen nichtsexuelle Arbeit

in der DGB-Studie:

13 % gut
55 % mittelmäßig
32 % schlecht


43 % schlecht bei Prekärarbeitsverhältnissen

„prekär“ definiert als „befristete Vollzeitstelle und/oder in Zeitarbeit beschäftigt mit einem maximalen Brutto-Monatslohn von 2.000 Euro“.

Lediglich 47 Prozent der Beschäftigten arbeiten in einem nicht prekären Arbeitsverhältnis.



Aktueller gemessener DGB Index "gute Arbeit" in Deutschland 2008 = 59
Index gemessen nur an der Frage Einkommen = 40
Unter 50 gilt als schlechte Arbiet
Über 80 gilt als gute Arbeit.

Alle Diagramme (pdf 14 Seiten)

www.dgb-index-gute-arbeit.de





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Hanna - 2008-06-26, 15:56
Titel:
dazu vielleicht doch einige differenziierende Anmerkungen:

1. das ist eine Studie des DGB, wie eine Studie des Arbeitgeberverbandes ausschaut darüber kann ich nur spekulieren

2. wir haben einen zu breiten Bauch von als "mittelmäßig" klassifizierter Arbeit. Den hätte man schon noch ein wenig mehr differenzieren können

3. trotz allem müssen sich die Arbeitsbedingungen verbessert haben. denn nicht nur die Anzahl der Krankheitstage hat sich jahrzehntelang immer mehr verringert (das könnte man ja noch mit der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes begründen!) aber es sind z.B. auch die Zahl der Arbeitsunfälle und der Berufskrankheiten zurückgegangen.

4. die Geldgrenze von prekär scheint mir etwas zu weit nach oben gerutscht. 2000 Euro sind doch kein prekäres Arbeitsverhältnis! Das ist ein Stundenlohn von deutlich über zehn Euro, also wesentlich mehr als offiziell als "Mindestlohn" gefordert wird was IMHO auch schon überzogen ist.

Hanna
Marc of Frankfurt - 2008-06-28, 04:42
Titel: SexBiz verkaufen? Was kostet ein Einzelsexworkerunternehmen?
Ausstieg,

oder wie man ein Einzelsexworkerbusiness verkauft




Jedes Unternehmen hat einen Wert = goodwill:
- Börsenwert
- Eigenkapital
- Kundenzahl
- Gewinn


Die Bestimmung dieses Geschäftswertes kann man betriebswirtschaftlich-wissenschaftlich ermitteln (due diligence) oder aus dem Bauch heraus aushandeln. Denn neben den oben aufgezählten inneren Firmen-Werten zählen auch die äußeren Marktverhältnisse aus Angebot und Nachfrage und die konkreten Eigenschaften und Interessen des pot. Käufers.

Für die inneren Werte gibt es mehrere Schätzmethoden (Faustformeln) und dazu kommt dann ein Aufschlag für die äußeren z.B. + 30 % bei hoher Marktnachfrage und + 40 % bei großen Interesse des Käufers. Doch das Sexbiz ist seit Fall des eisernen Vorhangs (verstärkte Globalisierung) ein Nachfragermarkt zugunsten der Paysexkunden mit Sexdienstleistungs-AnbieterInnen-Überangebot.





Faustformeln für den Firmenwert:




Also als Hausaufgabe zum Wochenende mal den eigenen Firmenwert ausrechnen.

Wer hat eigendlich mal daran gedacht als Einsteigerin ein Geschäft oder Adressbuch zu kaufen?


Bsp. aus der BILD-Zeitung vom 22.8.8:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=41754#41754





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Hanna - 2008-06-28, 13:11
Titel: Dilemma und Fallen Sexarbeitseinzelbusiness
Hallo Marc,

Ausgangspunkt deiner Überlegung war ja der Verkauf eines Einzelgeschäftes, also wo nur eine Frau arbeitet.
Das halte ich eigentlich nicht für sehr realistisch. Man muß ja berücksichtigen:
- die meisten Neueinsteigerinnen haben ja kein Geld, denn das ist doch die Motivation für die meisten, der Sexarbeit nachzugehen. Sind sie Anfängerinnen liegt ja auch eine gewisse Wissensassymetrie vor.
- gerade als Anfängerin hast du kein Problem mit der Aquisition. Auf neue Telefonnummern hüpfen die Kerle doch immer...

Was anderes wäre der Kauf einer eingelaufenen Terminwohnung.

eine Methode fehlt aber nich bei deiner Aufzählung, die ich immer im Scherz die "to buy oder to make selber" Methode nenne. D.h. was würde mich die Etablierung einer Terminwohnung an Zeit und Aufwand kosten, anstelle des Kaufes. Zieht man das ins Kalkül, dann kann man so ne Wohnung nur für eine relativ geringe Ablöse (Abgeltung fürs Inventar) verkaufen.

Denn in einer Branche wo der Reiz für den Kunden ja vielfach im "Neuen" besteht haben Adresslisten nur einen geringen Wert.

lg, Hanna
Marc of Frankfurt - 2008-07-07, 01:09
Titel: Medialer Ausstieg einer Gastarbeiterin als Madam
TV-Portrait: Bordell mit 14 Frauen zu verkaufen in Saarbrücken:
Patricia's World

Die Chefin will einen neuen Lebensabschnitt




Davon erfahrt die Ex-Viva-Moderatorin Sarah Kuttner und präsentiert den Puff,
besser: den Ort von Sexarbeit & Paysexkonsum,
in ihrer neuen Sendung "Kuttners Kleinanzeigen".


Image


"Bordell mit 14 Frauen zu verkaufen", so lautet zumindest eine Kleinanzeige in der Tagespresse.
Die Kolumbianische Chefin will ihr Geschäft verkaufen.

Den Namen
Den guten Ruf,
bei den Kunden in Saarbrücken
bei den Sexarbeiterinnen in ganz Deutschland
und das Adressbuch...

Die Frauen und
das Haus sind nicht incl. im Kaufpreis, stellt Sarah durch Nachfragen fest.
Das Haus muß separat angemietet werden.
Die Frauen müssen selbst geworben werden...



Patricia und die Girls werden interviewt.

Die Chefin möchte das Sexbiz und Deutschland verlassen,
und zu ihrem Mann (aus der Politik) nach Kolumbien zurückkehren
und ein neues Leben beginnen.



Ein gutes Tauschgeschäft?
Die Medien haben etwas Sexbiz-Erotik-Vojeurismus und das Sexbiz etwas Medienpräsenz-Werbung.


http://www.daserste.de/kuttnersklei..../folge_dyn~folge,1~cm.asp





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Marc of Frankfurt - 2008-07-13, 20:40
Titel: Yojo-Effekt beim Ausstieg ohne Hilfestellung u Fachwissen
Ausverkauf am Strich
"Meine Familie glaubt, ich bin Kellnerin"


Claudia P. versucht bereits zum zweiten Mal einen Ausstieg aus der Prostitution.



Prostitution Claudia P. will einen Bürojob, aber der Ausstieg ist schwer.

Claudia P. (28) ist zweifache Mutter und lebt ein normales Leben – nach außen. Wenn sie in die Arbeit geht, weiß niemand, wo sie hingeht und was sie dort wirklich tut. Derzeit versucht sie wieder einen Ausstieg aus der Prostitution.

KURIER: Wie kam es dazu, dass Sie begonnen haben, als Prostituierte zu arbeiten?
Claudia P.: Ich bin mit 21 Jahren über eine Freundin dazu gekommen. Ich habe damals als Buchhalterin gearbeitet und gesehen, wie viel Geld sie verdient. Das wollte ich dann auch.

Wie haben Sie den Einstieg erlebt?
Ich habe in einem Club am Gürtel angefangen. Das erste Mal werde ich nie vergessen. Ich habe mich danach schrecklich gefühlt. Man kann da nicht zu jedem Nein sagen, den man nicht mag. Privat hätte ich mich mit diesen Typen nie getroffen.

Sie haben nach zwei Jahren aufgehört?
Ja, ich konnte und wollte nicht mehr. Ich habe wieder im Büro gearbeitet und bin dann schwanger geworden. Als mein Freund mich mit den Kindern nicht mehr finanziell unterstützt hat, musste ich wieder als Sexarbeiterin anfangen.

Weiß Ihre Familie von Ihrem Beruf?
Nein, auf keinen Fall. Meine Familie glaubt, ich bin Kellnerin.

Sie sind bei Ihrem zweiten Anlauf auf den Straßenstrich gegangen und nicht mehr in einen Club. Warum?
Im Club muss man fast die Hälfte vom Geld abliefern. Auf der Straße ist man sein eigener Chef, kann selbst bestimmen, wann man kommt, wann man geht und wie viele Männer man hat. Man muss aber auch viele Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Sie sind inzwischen wieder ausgestiegen. Warum ist das für viele Frauen so schwer?
Aussteigen kann man nur, wenn man wirklich will. Ich habe den Job nur für das Geld gemacht. Als Sexarbeiterin verdient man derzeit vielleicht 100 Euro am Tag, im Büro 1000 Euro im Monat. Und man hat einen Chef. Und Arbeitszeiten. Das ist für viele nicht leicht.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?
Derzeit mache ich eine Zusatzausbildung, damit ich wieder ins Büro kann. Die Schwierigkeit beim Bewerben ist: Ich kann in meinen Lebenslauf ja nicht schreiben, dass ich Sexarbeiterin war. Und Langzeitarbeitslose will auch niemand.

Artikel vom 13.07.2008 12:32
http://www.kurier.at/nachrichten/wien/176075.php





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Marc of Frankfurt - 2008-07-20, 12:14
Titel: Partner die sich anziehen: Daddy und Opfer?
Paysex eine Sucht?

Sexarbeitssucht ein Ausstiegsverhinderer?



Sex und Paysexkonsum können süchtig machen.
Sexarbeit ebenso.
Die gesellschaftlichen Verhältnisse können die Suchtphase verstärken.



Wer will eigendlich das Sexbiz hinter sich lassen?

Giving it Up? Sex work as addiction...



I talked to someone tonight who used to date sex workers, in fact almost exclusively, until he got sober. No longer. He purported sex work to be akin to an addiction, and that so many of the people he dated wanted to leave the industry but couldn't. He explained that these women had a terrible time letting go of the highs of money and positive attention, though they wanted to get out. He admitted that as an active addict he was attracted to the sexuality of the business as well as the daddy role he got to play when the workers were struggling, but once he got clean, for his own sake he had to steer clear of sex workers.

I found this such an interesting perspective. It seemed like he was not only calling sex work an addiction but himself a sex worker addict. This reminds me of so called 'rice queens' and 'tranny chasers', both offensive and derogatory terms for those who seek out partners based on a specific demographic they fetishize. Would this guy be considered a 'ho hound'? Where is the line between fetishs and addiction?

I wonder if this is a common type of partner, those that consistently seek out sex workers as dates; either because they fetishize them or because they fit well with their 'addictive lifestyle'. I took umbrage [anstoß nehmen] at this guy's depiction of women addicted to sex work, but that's largely because I'm sensitive to non-positive comments on sex work made by those outside the business and none of my sex worker friends have gone through the cycle of wanting to leave without being able to. I certainly prefer sex worker or former sex worker partners solely on the basis of compassion and understanding around my work. Despite whatever other drama may arise, work has never been an issue with other sex workers I've dated and that is always such a relief.

I'm curious to hear if anyone else has met someone like this, someone who primarily dates sex workers, in a way connected to addiction or not?



Blog Original mit abgeschlossener kleiner Umfrage
"Have You Tried to Leave the Business? If so, why?":
http://workingheart.blogspot.com/20....ex-work-as-addiction.html





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Marc of Frankfurt - 2008-07-22, 06:04
Titel: A - Z
Prostitution von A bis Z


von A wie Ausstieg bis Z wie Zwang



Eine pointierte Zusammenfassung dieses Themas "Austieg/Exit" auf 3 Seiten.
Marc of Frankfurt - 2008-07-27, 14:11
Titel: Vom Lotterbett zu Pensionsbetten
Berühmte Sexarbeiterin und spätere Madam

Xaviera Hollander

deren Sexarbeitskarriere aufgrund ihrer
Autobiographie "The happy hooker"
mit einer Zwangsdeprotation raus aus den U.S.A. endete,

betreibt jetzt eine Bed and Breakfast Pension
unter gleichem berühmten Künstlermarkennamen bei Amsterdam.






From The Sunday Times
July 27, 2008
Happy Hooker swaps Penthouse for Dutch B&B


Image
Xaviera Hollander - 1975


Matthew Campbell in Amsterdam

THE “happy hooker” who was deported from America after writing a bestseller about running a New York brothel is “back in the bed business”, as she puts it, this time managing a Dutch bed and breakfast.

Xaviera Hollander has lost none of the frankness or sense of fun for which she became famous after the appearance in 1971 of The Happy Hooker, her account of life as New York’s most successful madame.

“I’m 65 and my boobs are hanging but I’ve just married this man 10 years younger than me,” she said in Amsterdam. “I’m having a great time.”

Some customers who are unaware of Hollander’s background may be taken aback by her humour, not to mention the erotic art and photography that adorns her walls.

“The art work provokes interesting scenes,” said Hollander. “One Italian married couple left . . . with the wife saying, ‘Get me out of here – it is pure pornography.’ The husband came back later with his mistress.”

Other visitors are attracted by the “happy hooker” connection, however. “I get lesbians on honeymoon, women meeting their lovers. I’m not involved in the hooker business any more but sometimes my guests will ask for a girl.”

The Happy Hooker, which sold millions of copies, chronicled Hollander’s progression from secretary at the Dutch consulate in Manhattan to upscale call girl. She speaks candidly in it about her enjoyment of sex and her belief that she was performing a social service. The book is still widely read, it seems.

“Young people often come up to me and say ‘I found your book in my grandparents’ house’,” said Hollander. “They used to say, ‘I found your book in my parents’ house’.”

Hollander, who went on to write a sexual advice column for Penthouse magazine, believes she was at the fore-front of the sexual revolution.

She compares running a brothel to managing a temp agency [Zeitarbeitsfirma].

“When a banker calls to ask for a secretary who speaks four languages or a banker goes to a whorehouse and says, ‘I want a buxom redhead’ [drallen Rotschopf], it’s the same kind of transaction.”

She named Frank Sinatra, the singer, as a client and Alfred Hitchcock, the film maker, was also a fan. “He was kind of odd,” she said of the latter. “He liked to get dressed up like a dead person. We’d pick up young girls, sometimes off the street. They’d walk into the room. He would raise his torso. The girls would scream. That’s how he got his enjoyment.”

As for Sinatra, “he was very cheap. Very crude. He made girls sign a document that he was not responsible for offspring [Befruchtung]. He did it his way”.

After battling with weight problems, Hollander’s latest idea is a Happy Hooker fashion label featuring “elegant things” for all sizes. “Trying to get some attention for women over 60 can be fun,” she insists.

Not content with that, she is also planning to bring The Happy Hooker to Broadway. “We’re going to make a naughty, frivolous, cheerful musical.” This week she is in Hollywood, promoting a documentary about herself that won the Philadelphia Independent Film Festival last month.

America has long since forgiven her, but on one trip across the pond, an overweight, ageing female immigration officer asked Hollander: “Are you up to any more monkey business?” She replied: “At our age and our weight I think we’d have to pay for it.”

http://www.timesonline.co.uk/tol/ne....europe/article4407114.ece





Ihre Autobiographie
"happy Hooker - Die fröhliche Nutte":
http://www.amazon.de/dp/3453014022/
1972 - Auflage weltweit: 15.000.000

Ihre Homepage - Ihre Pension
www.xavieraHollander.com
www.xavieraHollander.com/sleeper

http://de.wikipedia.org/wiki/Xaviera_Hollander
Sie kaufte die Kundenlisten von einer Madam für 10.000 $
(vgl. Posting "wie kauft/verkauft man ein Sexbiz", s.o.).





Wie wär es, bei ihr mal Urlaub von der Sexarbeit zu machen,
um neue Energien zu Tanken während man von ihr die Geschichten
und Trix aus alten Sexarbeiterzeiten hören kann?

Wie verteilt sich ihr wirtschaftlicher Erfolg als jetzige Ex-Sexarbeiterin auf folgende Faktoren:
0.) ihre Abstammung (Vater: Klinikdirektor)
1.) ihre zielorientierte Arbeitsweise
2.) ihre einzigartige Persönlichkeit
3.) der Medien-Skandal um ihr Outing nach der Buchveröffentlichung
4.) die Arbeitsperiode als blonde clevere Sexarbeiterin
5.) der Betrieb einer eigenen Agentur und die Arbeit als Madam
6.) in den goldenen 70er Jahren
7.) in der Welthauptstadt NYC
8.) in einem Land wo Sexarbeit verboten ist
9.) ... ?






Link





Link






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Marc of Frankfurt - 2008-07-29, 12:30
Titel: Stellenangebote
Jobangebote für Ex-Sexworker in UK


Researcher - Stop Violence Against Women

Organisation: Amnesty International UK
Job Type: Job
Closing Date: 06 August 2008
Salary: Under review
Details:
As a Researcher in the Stop Violence against Women Campaign (SVAW)
team, you will conduct Amnesty International's research on the human rights
impact of violence against women (VAW) in coordination with SVAW Campaign
team members, AI country experts, other NGOs and VAW specialists. You will
provide policy advice and political judgement, and contribute to the
implementation of the SVAW campaign strategy. In consultation with the SVAW
Campaign team members you will also help develop strategies to promote
respect for women's human rights. You will need a good understanding of
research methods, proven experience of undertaking research on the impact of
violence against women on human rights and experience of using independent
and impartial research to achieve societal change. You will have a solid
understanding of campaigning in a membership environment, proven experience
of writing research and campaigning materials for a range of audiences and
the ability and desire to work cooperatively with others on a team.
How to apply:
For further information and to apply online, please visit our
website
http://www.amnesty.org/en/jobs/vaca....archer-svaw-team-20080620



Safe Exit Development Worker

Organisation: Safe Exit
Job Type: Job
Closing Date: 15 August 2008
Salary: £24,000-£26,000. Maternity cover from mid-October 2008 to mid July
2009.
Details:
Safe Exit is a partnership project that develops existing and new
initiatives to improve services for women involved in prostitution. Our work
is growing fast and this is an exciting opportunity to help develop cutting
edge programmes, including a new course to re-educate kerb-crawlers, and
manage our highly successful Diversion Scheme for women arrested for
soliciting or loitering
. You will also help with maintaining and developing
partnerships, organising a training programme for partners and monitoring a
new Third Party Reporting Scheme. The role would suit someone with a strong
interest in women's rights and experience of developing cutting edge
projects. You will be a self starter, with enthusiasm and determination. You
will need a passion for your work, and excellent communication skills, so
that you can help make the project even more effective for its users and
influential on national policies. This position offers the right person a
real chance to challenge themselves and those around them.
How to apply:
For an application pack please contact us
Phone: 020 7392 2921
Email: recruitment [at] toynbeehall.org.uk
Website: www.toynbeehall.org.uk





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Marc of Frankfurt - 2008-08-23, 02:40
Titel: Nachfolgerin ges. wg. Geschäftsaufgabe wg. verlieben
Heirat mit Kunden
und das Sexwork-Geschäft steht zum Verkauf.


BILD: Nach 10 Jahren Prostitution
Hure verliebt sich in Freier
...und sucht jetzt eine Nachfolgerin für ihre Stammkunden


Von DANIEL SCHNEIDER

Siegen - Es klingt wie eine Geschichte aus der Traumfabrik Hollywood: Reicher Mann verliebt sich in eine Hure - und holt seine „Pretty Woman“ aus dem Milieu. Das MUSS echte Liebe sein.

Zehn Jahre lang arbeitete Violetta P. (40)* als Prostituierte, verwöhnte Tausende von Männern. Jetzt will sie aussteigen. Aus Liebe zu ihrem neuen Freund. „Mit ihm möchte ich den Ruhestand genießen, werde Hausfrau sein.“

Dabei lief das (Rotlicht-) Geschäft gut. Im Laufe der letzten zehn Jahre baute sich Violetta (Körbchengröße 75 E) einen festen Kundenstamm auf. Egal, ob Student oder Rentner - bis zu 130 Freier pro Monat ließen sich von ihr verwöhnen (für 30 bis 150 Euro). [4,3 Kunden/Tag (30 Tage). Umsatz vor Kosten und Steuern: 325 €/Tag = 9.750 €/Mo. Anm.]

Violetta: „Es reichte für ein gutes Leben.“

Dann kam der Kunde (65), der alles änderte. Violetta: „Es war vor zwei Monaten. Für ihn war es sein erster Besuch bei einer Hure. Er war sehr unsicher, doch trotzdem sehr liebenswürdig. Für ihn war es Liebe auf den ersten Blick.“

Es folgten private Verabredungen mit dem Mann, der seit 20 Jahre verheiratet ist.

Anfangs wehrte sich Violetta gegen ihre Gefühle. „Doch dann habe ich losgelassen, werde sogar im nächsten Jahr heiraten.“


Violetta P.
In ihrer Kundenkartei sind die Namen und Vorlieben von ihren über 100 Freiern
Foto: Stefano Laura
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Nun sucht sie eine Nachfolgerin für ihr Geschäft (inklusive Stammkunden und Wohnung). Der Preis dafür? „Ein fünfstelliger Betrag. Aber die Nachfolgerin muss auch die gleichen Qualitäten wie ich besitzen.“


Wird sie die Arbeit als Liebesdienerin vermissen? „Ich denke schon. Aber jetzt ist es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.“ (*Name und Stadt geändert)

Original natürlich nicht ohne BILDer:
http://www.bild.de/BILD/news/vermis....t-jetzt-nachfolgerin.html





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Marc of Frankfurt - 2008-08-31, 11:14
Titel: Damals Tabubrecher - heute Establishment
Karriere-Rückschau beim Klassentreffen der playboy bunnies


Bunnies Recall Playboy’s Prime, and Fondly



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About 100 women who worked as bunnies at Playboy clubs reunited on a cruise ship in Chicago. “For that time in our lives, we were No. 1,” Monsine DiSalvo said.

By DIRK JOHNSON
Published: August 29, 2008


CHICAGO — Like most other middle-aged people at a reunion, they talked about retirement, health issues, grandchildren. And, of course, the fabulous parties at Hef’s.

Mieko Nakamura Bailey, of Castle Rock, Calif., worked in Denver and Jamaica from 1968 to 1970.

Su Guerzon worked at a Playboy club in Lake Geneva, Wis., in the late 1970s.

Playboy bunnies, it turns out, grow older just like the rest of us. Well, maybe not quite like the rest of us.

Looking like a sorority reunion from a college where everyone happened to be gorgeous, about 100 former bunnies gathered Monday evening on a cruise ship on Lake Michigan to toast the good old days.

As Monsine DiSalvo, 60, now an insurance cost analyst, put it: “For that time in our lives, we were No. 1. But it wasn’t as easy as it looked — especially in three-inch heels.”

These were the cotton-tailed women who worked as cocktail waitresses in the old Playboy clubs inspired by Hugh Hefner’s fantasy of sexual liberation and male indulgence. When the first club opened in 1960, in Chicago, it was one of the hottest spots in town, drawing celebrities and high-rollers. By the time the last of the old clubs closed in Lansing, Mich., in 1988, it had become an anachronism. The latest incarnation of a Playboy club opened in the Palms hotel in Las Vegas in 2006, as the company tries to recapture some of its old cachet.

Not to be confused with Playmates, whose nude photographs appear in Playboy magazine, the bunnies wore satin bodices and pranced among club members, known as keyholders. Perhaps the most famous former bunny is Gloria Steinem, who wrote a scathing account of sexism in the Hefner kingdom. But the women at the reunion, organized by a group of former bunnies called After the Hutch, had mostly fond recollections.

For Diane Walton, 62, it was “the feeling of sisterhood” she knew as a bunny that drew her to the reunion. Ms. Walton, tall, with flowing auburn hair, was fresh out of Berkeley in 1968, with a degree in English and a yearning for adventure, when she joined the Kansas City club on a lark.

Her traditional Catholic parents, she said, “were slightly horrified.” They eventually softened, especially after her strong-willed Irish grandmother told them to give her a break.

Ms. Walton recalled her grandmother telling her, “If I was your age in these times, I’d do the same thing.”

“She told me the same thing years later, when I was the first in the family to get divorced,” Ms. Walton said.

Cruising on a 200-foot triple-decker boat called Odyssey II, the former bunnies, some with their spouses, dined on wild Alaskan salmon, sipped wine and danced to the song “We Are Family,” among others. The stand-up comic for the evening was Dr. Joel Singer, 64, a neurosurgeon who is married to a former bunny. In his routine, he poked fun at sex in old age.

In some cases, the bunnies connected with pals they had not seen in 40 years or more. “Baby doll,” one woman greeted an old friend, with a hug. “You haven’t aged a day!”

The women had gone on to a wide variety of careers: among them a writer, real estate executive, acupuncturist and New York City homicide detective, now retired.

Karen Drennan, who at 17 lied about her age so she could start working as a bunny in Dallas in 1977 [Risiko: dann automatisch als Menschenhandelsopfer zu gelten. Anm.], went on to become an actress, but quit to home-school her two sons and teach Sunday school. Like many other former bunnies, she lives quietly among people who have little idea about her Playboy past. She doesn’t talk much about it, but doesn’t hide it, either.

When friends of her teenage boys visit, they sometimes gawk at the sexy young bunny in the photo in the house.

“Who is that?” they ask.

“Oh, that’s just my mom,” her boys will reply, a bit sheepishly.

The friends don’t buy it.

“My boys are a little embarrassed,” Ms. Drennan said, “and I’m a little insulted that their friends don’t really believe it’s me.”

The women who worked at the clubs typically took a “bunny name” and reported to a “bunny mother” who acted as supervisor. Judy Sterling, 63, who worked at the Atlantic City club, said she would never forget the inspections with the bunny boss.

“If your nails were chipped, or your shoes were scuffed, she’d write you up,” she said.

Unlike some other businesses at the time, Playboy did not dismiss women when they married — they just could not wear their wedding rings to work — and the women were paid well. “I made more than my husband,” Ms. Sterling said.

The clubs were also racially integrated before many other nightspots. Angelyn Chester, who described herself as “50-something,” is an African-American who was a bunny before landing a management job at a Chicago law firm.

“Playboy saw beauty in black women,” Ms. Chester said, “at a time when many other places did not.”

For all the ogling of the bunnies at the clubs, pawing [fummeln] was strictly forbidden. If a customer became a problem, the bunnies said, he was promptly escorted to the door.

“Believe it or not,” Ms. Chester said, “Hef was really ahead of his time when it came to issues of sexual harassment.”

Many of the women spoke of the thrill of meeting celebrities at after-hours parties hosted by Mr. Hefner. At one party, Ms. DiSalvo said she tap-danced with Bill Cosby.

She confessed something, however, that amounted to heresy in the Playboy world. “Hef was nice,” Ms. DiSalvo said, “but I never really found him to be a very sexy man.”

Original mit Fotos:
http://www.nytimes.com/2008/08/30/us/30bunny.html





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Marc of Frankfurt - 2008-09-02, 15:37
Titel: drifting in and out of sex work "yo-yoing" (s.o.)
Über die Schwierigkeiten des Doppellebens

Sexworker und Normalbürger


Buchprojekt einer Sexarbeiterin:
Secrets, Lies & Living a Double Life



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Blog periodtash.com






Zur Ausstiegsstrategie "yo-yoing":
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=35990#35990 (s.o.)

Zur Ausstiegsstrategie "SW-Biographie schreiben"
gibt es viele Beispiele hier im Forum.





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Marc of Frankfurt - 2008-09-18, 15:25
Titel: Keine Karriereoption wg. Managementverbot
The rise and fall of a sex queen



Published on 17/09/2008
By Amos Kareithi


It is impossible to make a million, legally or illegally, and maintain it.

This wisdom, according to Jeffrey Archer, author of "Not a Penny More, Not a Penny Less," dawned on a Kenyan born sex queen, Ann Wambui O’Brien.

Ann Wambui O’Brien who was convicted by a London court for charges related to running brothels in UK.
Wambui metamorphosed from a simple poverty ravaged rural girl into a glamour queen.



Her quest for a better life started in Nakuru in 1995 after she dissolved her second-hand clothes business and bought a one-way ticket to United Kingdom.

It had taken her only two years after graduating from Menengai High School to realise her ticket to riches was not in operating this business.

Wambui’s intention was to study computer and rescue her mother, Veronica Wangari Muya and her three children, from the jaws of poverty.



Wambui’s marriage


In UK, Wambui conquered the heart of an Irishman, Patrick O’Brien, who married her.

Armed with a new name and a resident visa, Wambui migrated from Ireland to London.


It was while she was in London that Wambui, then known as Ann O’Brien, ventured into prostitution, peddling her flesh and captivated upmarket high spenders.

Wambui earned sarcastic accolades from British Broadcasting Corporation thus: "In any other industry Ann O’Brien would have probably won a businesswoman of the year award."

She became so rich that she could afford a down payment of about Sh70 million for her house in Mayfair, London.



meteoric rise


The rise of the "sex queen", as the British press referred to her, from a struggling housewife to an overnight millionaire, was meteoric.

She was credited with establishing an enormously successful high-class brothel in central London that took about eight years to establish.

After her marriage, Wambui abandoned her name Ann, opting for Nancy, which she was to use in one of her three prostitution companies.

When not managing her business by driving around London in a sports car, she supervised her kingdom from the top floor of her six-bedroom house in Upper Berkeley Street.

So successful was her first brothel that she decided to set up a second one in Gloucester Place, Marylebone. To give her business a face of legitimacy, she opened a salon at Kilburn.

" My Wambui is a hardworking, God fearing and morally upright young woman. She went after her ambitions in life with zeal. She was always good at marketing," her distraught mother was quoted saying in 2005.

On June 22, 2005, Judge John Price of Southwark Crown Court brought her illustrious career to a grinding stop.

"You lied through out that trial and the jury found you guilty. There were many girls involved and a great deal of money was made. You did well out of it. The prosecution intends to take that away from you," the judge ruled.

Despite the harsh judgement, Price absolved O’Brien from accusations by the press that she had trafficked her call girls, ruling that she only engaged adults.

Upon this verdict, which O’Brien had listened to in disbelief, she muttered that she wanted to die.



family’s defence


Her family was in self-denial as they protested her innocence saying she got rich by prudent investment in her salon. She had bought her mother a matatu christened the Dream Girl.

Ironically, Dream Girl is one of the names she had given to her escort services. The others went in the Names of Marble Arch Girls’ Agency and Nancy’s Escort Visiting and Massage Services.

Although O’Brien was devastated when all her estate totalling to about Sh168 million, stashed in 27 bank accounts and her Sh175 million brothel were frozen, she did not contest. Former Kabete MP, Paul Muite, who is a lawyer, disagrees with the verdict saying the court was very harsh on her.

"I do not support prostitution but I am disturbed even now by this judgement. They were harsh on her because she was a woman and an African," he asserts.

"O’Brien’s customers were serving members of the House of Common. Why was none of them arrested or their property seized. This was application of double standards," Muite says.



distributing wealth


The seized money was distributed between various government departments chief among them the prosecution which had spent Sh557,000 nailing her as the prosecutor, Jonathan Higgings explained.

Her defence had also cost her a tidy sum of Sh49 million.

She was busted after a Queen’s guitarist, Sir Ian Rompton lodged complaints about unbecoming behaviour of some drunken girls who caused a racket at night.

http://www.eastandard.net/InsidePag....id=1143995016&cid=459





Zum Zitat "Not a Penny More, Not a Penny Less":
http://en.wikipedia.org/wiki/Not_a_Penny_More,_Not_a_Penny_Less
http://www.jeffreyarcher.co.uk/not-penny-more.htm
http://www.amazon.com/Not-Penny-More-Less/dp/0061007358

Migration vs. Menschenhandel:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1064

Vorbild Luxusprostitution:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1691





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Marc of Frankfurt - 2008-09-25, 12:01
Titel: legaler SW-Manager
Stellenangebot:


*SCARLET ALLIANCE, AUSTRALIAN SEX WORKERS ASSOCIATION*

*POSITION VACANT*

*International Program Manager (full time) 1.0*


Get more information and download the Application
Kit
http://www.scarletalliance.org.au/library/ipm0908/

This role is an exciting opportunity to meet and work with emerging sex
worker leaders in the Asia Pacific region. You will be joining a new,
skilled team within an organisation that strongly advocates for sex worker
self determination and recognises the importance of the many skills you will
bring to the role, particularly your sex work experience.

The International Program Manager will manage international sex worker
capacity development projects including monitoring and evaluation,
reporting, managing staff, finances and partnership agreements with existing
and potential partners.
The position is based at the Scarlet Alliance Sydney
office however international travel and work in other countries is required.

Please note that sex work experience is required for this position.

The full time position is paid at Level 6 of the NSW SACS Award
($58,906-62,332 per year [33.500 - 35.000 Euro/Jahr])

Please read and follow the instructions provided in the Application Kit
before applying.

*All applications must be received by 5th October, 2008.* If you require
more information call Janelle Fawkes on 02 9326 9455.





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Marc of Frankfurt - 2008-10-04, 23:15
Titel: Alleine ist der Ausstieg kaum zu schaffen...
"Von Nix kütt Nix"

dachten sich sicher auch die US-Elite-Unis ...




Diese Institutionen leben ja davon, daß deren Absolventen tolle Jobs bekommen, damit sich teure Investititonen in private Ausbildung später auch amortisiert und damit auch kommende Generationen Studiengebühren für ihre Kinder ebendorthin einbezahlen. Oder damit erfolgreiche Alumni was nettes wie ein Lehrsaalgebäude, Studentenwohnheim, Fittness-Center oder so für ihre Alma Mater stiften etc. etc.


Also haben die Unis gleich eigene Job-Center eingerichtet, um den Berufsstart, i.e. den Ausstieg aus dem Studentenleben, optimal zu begleiten und erfolgvermittelnd vorzubereiten.



Hier ein Beispiel:

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Handbuch Career Development Center

(pdf - 2 MB - 63 pages)

http://cardinalCareers.stanford.edu





Brauchen wir also nur für unsere virtuelle Sex Work Academy www.sexworker.at umzuschreiben ;-) bzw. uns als Inspirationsquelle heranzunehmen.





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Marc of Frankfurt - 2008-10-07, 12:53
Titel: whore miles and more
'Sexworker-Meilen'
Ausstiegshilfen der Holländischen Regierung

'Whore miles' plan for Dutch prostitutes who behave


By Vanessa Mock
Monday, 6 October 2008



Holland is no longer tolerant of sex workers and is closing red-light zones


Prostitutes in the Dutch city of Eindhoven are to be awarded "credits" in return for good behaviour under a new scheme to encourage them to abandon the oldest profession.

The prostitutes will receive so-called "street miles" that they can use to acquire free designer clothes or furniture, provided they take up an offer by the city council to take steps leading to a career change and a safer lifestyle.

"We needed to come up with incentives that these women might latch on to," said Veronique Beurskens of Eindhoven council, who is leading a drive to rid the city of street prostitution.

Eindhoven's designated sex work zone is due to close by 2011. Amsterdam and other Dutch cities are slowly shutting down their red light districts, but Eindhoven is unusual in pioneering material incentives to tempt women into thinking about an economic alternative to prostitution. Many of the city's sex workers are also heroin addicts. The city will fund assertiveness classes to help sex workers sever ties with their pimps, as well as workshops, advice and courses on how to find new jobs.

"For every step they take to get out of their trade, they'll get vouchers that they can cash in to go shopping. They will be assigned a coach, whose first job will be to help them muster enough courage to stand up for themselves and break free from the trade," said Ms Beurskens.

The council is also trying out several more outlandish ideas put forward by art students from the Eindhoven Design College. Some of the "dames", as they are known locally, have already been given a makeover involving designer clothes to boost their self-confidence. Another scheme in the pipeline is the creation of a fashion label conceived by the prostitutes themselves.

[vgl. DASPU
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=788 ]

"This has worked well in Amsterdam, where the women have launched their own label and can make money from it. We have plenty of designers at the college who could show them how to get started and teach them about clothes-making," said Ms Beurskens.

But the initiative has been lampooned in the Dutch media, where some commentators have dubbed it the "whore miles" scheme. The plan is also receiving a lukewarm welcome among some prostitutes.

"This is fine if they actually want to move on to something else but some might not want to," said Metje Blaak from Red Thread, the Dutch Prostitutes' Union. "At the end of the day, this is a step towards making street prostitution illegal, and what will happen to the women then?"

She added that prostitutes do not easily make the switch to a normal nine-to-five job. "They often miss the adrenaline rush. They need work where they feel they are really achieving something."

Eindhoven is among many Dutch cities that are clamping down on the country's famously-liberal sex industry. Last year, Amsterdam began shutting down part of its red light district, a sprawling network of streets where prostitutes display themselves in shop windows lit by neon lights. The city is buying up scores of buildings currently housing the sex trade, with a view to closing down the windows. Many of the brothels are linked to racketeering, human trafficking and organised crime.





Permissive society: Holland's vice girls

*The Netherlands has around 25,000 prostitutes, half of whom are working illegally or come from outside Europe.

*There are 140 brothels in Amsterdam's red-light district and 500 prostitute display windows. They bring in around €100m (£77m) a year.

*It is legal for anyone over 18 to be a sex worker in Holland who is working voluntarily, but a crime to organise the prostitution of another – even with their permission.

http://www.independent.co.uk/news/w....f-the-streets-952479.html





Mehr bei Länderberichte Niederlande:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=43396#43396





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nina777 - 2008-10-20, 23:49
Titel: 24.000 Euro pro Umschulungsplatz
Prostituierte sollen neue Jobs finden

Die Stadt Hannover will "ausstiegswillige Prostituierte" umschulen. Für Sprach- und Computerkurse sowie Praktika will die Stadt fast eine halbe Million Euro springen lassen.

VON DIRK ALTWIG

Anfang 2009 will die Stadtverwaltung ein Programm zur Umschulung „ausstiegswilliger Prostituierten“ starten. Der Sozialausschuss hatte das im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen. Gestern wurde ein erstes Konzept auf den Tisch gelegt.

Rund 2200 Prostituierte gibt es laut Verwaltung in der Stadt. Die Beratungsstelle Phoenix geht davon aus, dass etwa 70 Interesse an einem Ausstieg haben, für 20 von ihnen soll es in dem Projekt Platz geben. Volkshochschule und Beratungsstelle Phoenix sollen das zweijährige Angebot durchführen. Dafür sind Kosten von 482.931 Euro veranschlagt, 170.000 Euro davon will die Stadt tragen. Der Rest soll unter anderem mit Landesmitteln finanziert werden.

„Die Frauen benötigen für den Ausstieg eine intensive Vorbereitung“, betont die Verwaltung. Jede Frau müsse intensiv betreut werden. Für die Erstberatung sind deshalb allein fünf Monate vorgesehen. Dann sollen sieben Monate Basisqualifizierung folgen - wenn nötig, mit Deutschkursen, EDV-Schulungen und Praktika. Die letzten zwölf Monate des Kurses können eine Umschulung, ein Existenzgründerseminar oder die Möglichkeit sein, einen Schulabschluss nachzuholen.

Arbeitsmarktchancen gebe es laut Konzept unter anderem im kaufmännischen, im Marketing- oder Pflegebereich. „Man kann davon ausgehen, dass Arbeitsplätze für die Teilnehmer vorhanden sind“ lautet die abschließende Bewertung des Sozialdezernats.

http://www.neuepresse.de/newsroom/h....l/hannover/art1067,711450
Marc of Frankfurt - 2008-10-25, 15:08
Titel: Schöner Begriff: Outplacement
SW Outplacement

Hannover:
Prostituierte sollen neue Jobs finden



24.000 Euro pro Person. Und die Stadt will 1/3 zahlen.


Diskussion zum Artikel oben
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3557





Derzeit scheinen mir aber die Banker die bedürftigere Berufsgruppe für Outplacements zu sein ;-)

http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=43922#43922

http://de.wikipedia.org/wiki/Outplacement





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Marc of Frankfurt - 2008-10-28, 17:55
Titel: Outplacementratgeber für Sexworker
Beratungs-Text
von www.looks-ev.org Köln
nicht nur für Callboys sondern auch für Callgirls:


Aussteigen?


Viele Callboys, Escorts und Stricher haben immer wieder das Gefühl, dass sie eigentlich etwas anderes machen wollen. Manchmal ist es eine bestimmte Situation, in der du merkst, dass du aufhören willst. Du liegst mit einem Kunden im Bett und kannst dir nicht mehr vorstellen, den Job weiter zu machen. Vielleicht kommt es dir vor, als würdest du dich von außen betrachten und du ekelst dich vor der Situation. Oder du fühlst dich zu alt, um den Job noch weiter zu machen. Du merkst, dass die anderen mehr Kunden machen und du bekommst Angst, wenn du an deine Zukunft denkst. Oder du bekommst das Angebot, woanders zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen. Und du merkst, wie sehr du dich über dieses Angebot freust.

Aussteigen ist ein hartes Geschäft. Es gibt viele Aufgaben, die du dafür erledigen musst und immer wieder Situationen, in denen du vielleicht denkst: „Ich schaffe es nicht.“ Je länger du anschaffen warst, umso schwieriger kann es sein, etwas Neues zu finden. Deswegen ist das Wichtigste für einen Ausstieg: der unbedingte Wille aufzuhören.

Vielleicht hilft es dir, wenn du dir eine Liste machst, was dich alles an deinem Job als Callboy stört. In welchen Situationen hat dich das Sexbusiness wirklich angekotzt? Wann hast du gedacht, dass du dich selbst aufgibst? Was hat dich gestört, wann gab es Schwierigkeiten oder Durststrecken? Immer wenn du denkst, dass es zu schwierig ist aufzuhören, schaue dir die Liste an.
Erinnere dich daran, was du gemacht hast, als du nicht Anschaffen warst. Vielleicht gab es auch Pausen in deiner Zeit als Callboy. Was hast du da gemacht? Was hat dir dabei geholfen nicht anzuschaffen? Versuche diese Dinge wieder herzustellen. Vielleicht gab es damals einen Freund oder jemand aus der Familie, der dir geholfen hat? Oder du hattest einen Job? Oder du hast in einer anderen Stadt gelebt?

Viele Sexarbeiter schaffen es nicht beim ersten Mal, aus der Szene raus zu kommen. Macht nichts, es gibt immer wieder eine Chance. Vielleicht machst du beim zweiten oder dritten Mal etwas anders und kommst weiter.

Ausstieg ist alleine ziemlich schwierig. Wir von Looks können dir bei deinem Weg raus aus dem Sexbusiness helfen. Wende dich an uns und wir werden dich bei deinem Vorhaben begleiten.





Verhaltensänderungen

Wir haben ein paar Tipps zusammen getragen, die dir beim Ausstieg helfen können. Nicht jeder Hinweis gilt für jeden, denn die Wege raus aus der Prostitution können sehr unterschiedlich sein.

Wechsel deine Handynummer und deine E-Mail-Adresse

Sie ist dein Kontaktmittel zu den Freiern. Wenn es sie nicht mehr gibt, wirst du nicht als Sexarbeiter angerufen werden.

Lösch dein Internetprofil

Du bist kein Stricher mehr, also brauchst du auch kein Profil mehr.

Lösche die Telefonnummern und die Profile deiner Stammfreier

Manchmal kommt man eben doch wieder in Versuchung, auf die Schnelle Geld zu machen. Wenn du die Telefonnummern und Profile deiner treuesten Freier löschst, bist du konsequent und kannst nicht in Versuchung geraten.



Verlass deine Bekannten aus der Szene

Das ist eine der schwierigsten Aufgaben, die auf viele Sexarbeiter wartet, wenn sie aussteigen. Wenn man in die Szene zurückkehrt, um seine Bekannten zu treffen, kommt man nicht raus. Zu schnell lockt wieder der vertraute Mechanismus, Geld mit Sex zu verdienen. Wenn du deinen Bekannten nach einiger Zeit wieder begegnest, kannst du ihnen deinen Schritt erklären. Du wirst überrascht sein, wie viele deinen Schritt anerkennen und achten werden.

Such dir Bekannte und Freunde außerhalb der Szene

Geh auf andere Partys oder in andere Kneipen. Lerne Leute kennen, die keine Callboys oder Freier sind. Unternimm Sachen mit ihnen, die dir Spaß machen und die dir helfen, deine Zeit zu verbringen.



Wechsel deine Wohnung

Wenn du in deiner eigenen Wohnung gearbeitet hast, kennen die Freier deine Adresse und können vor deiner Tür stehen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, deine Wohnung zu wechseln.

Wechsel die Stadt, in der du lebst

Für manche Callboys ist es einfacher, wenn sie komplett die Stadt wechseln. In einer neuen Umgebung können sie jemand anderes sein. Nicht mehr der Stricher oder Escort, der sie früher gewesen sind. Sie fangen mit einem neuen Lebensabschnitt an, ohne von der Vergangenheit eingeholt zu werden. Es gibt Projekte, die dir dabei helfen können. Wenn du Unterstützung für diesen Schritt brauchst, wende dich an uns.



Suche dir Unterstützer für den Ausstieg

Manchmal triffst du Leute, die dir Hilfe beim Ausstieg anbieten. Vielleicht sind es Sozialarbeiter, die für ein Projekt wie Looks arbeiten. Sie wollen keinen Sex als Gegenleistung. Manchmal sind es auch Privatpersonen. Dann kommt es auf dein Gespür an: Wollen sie wirklich helfen und haben sie wirklich Möglichkeiten dazu? Oder sind es Freier, die Sex von dir wollen?



Such dir eine Arbeit oder eine Tätigkeit, mit der du deinen Tag ausfüllen kannst

Natürlich kannst du nicht den ganzen Tag nur herum hängen. Dann wird dir irgendwann die Decke auf den Kopf fallen und das Geld ausgehen. Mehr Ideen dazu findest du weiter unten unter der Überschrift „Alternativen“.



Fang an, Geld wert zu schätzen

Fast nirgendwo verdienst du Geld so schnell, wie auf dem Strich. Und genauso schnell, wie du es verdient hast, ist es auch wieder ausgegeben. Wenn du eine Arbeit anfängst oder Arbeitslosengeld 2 empfängst, wirst du merken, dass es mühsam ist, Geld zu verdienen und mit nur so wenig Geld auszukommen. Du musst es dir einteilen und genau überlegen, wofür du es ausgibst. Das braucht viel Übung.



Finde Ausreden für die Zeit, in der du Anschaffen warst

Wenn du anfängst neue Menschen kennen zu lernen, wollen sie wissen, was für ein Typ du bist. Sie werden fragen, was du vorher gemacht hast. Und nicht jeder hat Verständnis, wenn du ihm vom Anschaffen erzählst. Also denke dir etwas aus. Sag, dass du früher in der Gastronomie gejobbt hast. Oder dass du eine Zeitlang nicht wusstest, was du machen solltest oder arbeitslos warst. Dass du einen Schulabschluss nachgeholt hast. Mit Sicherheit fällt dir etwas ein, das gut zu dir passt.



Fang an, deinen Drogenkonsum zu kontrollieren

Beim Anschaffen hast du Drogen und Alkohol gebraucht, um die Nächte über fit zu bleiben. Das musst du jetzt nicht mehr. Überleg dir, zu welchen Anlässen du Drogen nehmen willst und wann und worauf du nicht verzichten kannst. Schon deswegen, weil dein Geld nicht mehr für Drogen reichen wird. Aber auch, weil du von ihnen abhängig werden kannst und weil ein Neuanfang kaum möglich ist, wenn du breit bist. Eine schwierige Aufgabe, bei der du dir helfen lassen kannst. In vielen Städten gibt es Organisationen, die dir dabei helfen können. Wir können dir Adressen nennen und dich vermitteln.

Hör ganz mit Drogen auf

Vielleicht merkst du, dass du aus eigener Kraft nicht mit den Drogen aufhören kannst. Dann brauchst du professionelle Unterstützung, die wir dir nennen können. Ein klarer Kopf ist unbedingt nötig, wenn du neu starten willst. Ansonsten landest du immer wieder in der Situation, dass du anschaffen gehen musst, um deinen Konsum zu finanzieren.





Alternativen

Andere Jobs


Der Stellenmarkt in der Lokalzeitung veröffentlicht jeden Mittwoch und Samstag Anzeigen von Firmen, die Mitarbeiter suchen. Die meisten Zeitungen findet ihr im Internet. Die Stellenanzeigen aus dem Kölner Stadtanzeiger für den Kölner Raum (mit Aachen, Düsseldorf usw.) sind auf der Seite www.kalaydo.de veröffentlicht.

Das Portal der Arbeitsagentur ist die größte Fundbörse für Stellen, gerade im gering qualifizierten Bereich. Einfach auf www.arbeitsagentur.de gehen und bei Arbeit- und Ausbildungssuchende weiterklicken. Auch ungewöhnliche Jobs, z.B. für Pferdewirte, werden hier ausgeschrieben. Beim Bewerbungsschreiben kann man sich durch die Arbeitsagentur oder durch Organisationen in eurer Nähe dabei helfen lassen. Looks kann euch im Raum Köln dabei unterstützen.

In manchen Arbeitsbereichen ist es gar nicht nötig, diese offiziellen Wege zu gehen. Wenn ihr z.B. in einer Kneipe als Servicekraft arbeiten wollt, müsst ihr euch persönlich vorstellen. Am besten geht ihr in alle Bars, die euch interessieren, und fragt nach, ob sie noch jemanden brauchen.
Mundpropaganda ist häufig hilfreich. Erzählt jedem, den ihr kennt, dass ihr auf Stellensuche seid. Vielleicht hat jemand einen Tipp für euch, oder kennt jemanden, der jemanden kennt …



Ausbildung machen

Mit einer Ausbildung erhöhst du deine Chancen auf einen Arbeitsplatz enorm. Überleg dir zunächst, welche Bereiche und welche Ausbildungen für dich in Frage kommen. Auf der Seite www.berufenet.de findest du Informationen zu jedem Beruf. Wenn du eine Idee hast, musst du dich frühzeitig bei den ausbildenden Betrieben bewerben.

Das Ausbildungsjahr fängt meistens im September an. Je früher ihr euch bewerbt, umso besser. Am besten bewerbt ihr euch im Frühjahr vorher. Bei der Arbeitsagentur, im Stellenmarkt der Lokalzeitungen (Mittwochs und Samstags), im Internet und auf Ausbildungsbörsen (das sind Messen der ausbildenden Betrieben) in eurer Nähe könnt ihr auf Ausbildungssuche gehen. Auf der Seite www.jaau.nrw.de vom Arbeitsministerium NRW und auf der Seite der Lehrstellenaktion des WDR www.wdr-lehrstellenaktion.de kriegt ihr praktische Tipps zum Bewerbungsschreiben und Hilfen bei der Suche. Die Seite www.bewerben-um-eine-ausbildungsstelle.de gibt Hilfestellungen beim Bewerbungsschreiben. Auf der Homepage der Agentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de) könnt ihr euch im Kapitel Ausbildung/Berufs- und Studienwahl über freie Stellen informieren und Termine mit der Arbeitsagentur ausmachen.



ABM-Maßnahme/Trainingsmaßnahme/Ein-Euro-Jobs

Vielleicht kannst du dir noch nicht vorstellen, einer festen Arbeit mit einem Vertrag nachzugehen. Dann ist eine Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit oder einer ihrer Partnerorganisationen das Richtige. Es gibt ganz unterschiedliche Maßnahmen von Umschulungen über Bewerbungstrainings bis hin zu den so genannten Ein-Euro-Jobs. Dein Arbeitsberater bei der Arbeitsagentur kann dich dazu gut beraten. Wenn du nicht arbeitslos gemeldet bist, kannst du dich trotzdem an die Arbeitsagentur wenden. Mit einem Ein-Euro-Job kannst du übrigens deutlich mehr als einen Euro am Tag verdienen. Zum einen, weil du es zusätzlich zum Arbeitslosengeld 2 (siehe unten) erhältst. Und zum anderen, weil es abhängig von der Tätigkeit auch mehr als ein Euro Einkommen sein kann. Mit dem Unterkunftsgeld zusammen kannst du mit einem Ein-Euro-Job um die 800 Euro verdienen.



Praktikum

Ein Praktikum hat mehrere Vorteile: 1. Du erfährst etwas über einen Beruf, der dich interessiert und lernst bestimmte Tätigkeiten. 2. Häufig ist ein Praktikum der Weg, um beim selben Arbeitgeber eine reguläre Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz zu erhalten. 3. Ein Praktikum macht sich gut in deinem Lebenslauf und erleichtert Bewerbungen bei anderen Arbeitgebern. 4. Wenn du deinen Ausstieg planst, bedeutet ein Praktikum, dass du den Tag über beschäftigt bist. 5. Wenn du Arbeitslosengeld 2 erhältst (siehe unten), kommst du mit einem Praktikum häufig auch deiner Mitwirkungspflicht nach.

Die Suche nach einem Praktikumsplatz läuft nur auf deine eigene Initiative. Such dir einen Betrieb, der dich interessiert und bewirb dich bei ihm. Du kannst im Internet, bei Spaziergängen durch die Stadt oder über Freunde auf Betriebe aufmerksam werden. Wenn du dich bewerben willst, ruf am besten zuerst an oder geh direkt vorbei. Frag nach, ob der Betrieb Praktikanten nimmt. Eine schriftliche Bewerbung kannst du dann in einem zweiten Schritt vornehmen. Wenn du unter 25 bist und in Köln lebst, helfen dir die Sprungbrettmaßnahmen bei der Praktikumssuche. Nimm dazu mit der Arbeitsagentur Kontakt auf.



Arbeitslosengeld 2

Arbeitslosengeld 2 ist für viele Jungs, die aussteigen, ein wichtiges Mittel, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, ohne anschaffen zu gehen. Auch wenn die Leute von Hartz 4 sprechen, meinen sie das Arbeitslosengeld 2. Andere sagen einfach nur ALG 2 dazu. Wenn du Fragen zu ALG 2 hast, wende dich an uns.

Voraussetzungen

Meldung:
Damit überhaupt eine Stelle zuständig ist, musst du irgendwo polizeilich gemeldet sein. Wenn du gemeldet bist, gibt es einen Eintrag über deinen Wohnort in deinem Personalausweis und du erhältst eine Meldebescheinigung. Wenn du keinen Pass hast, kannst du zunächst auch mit der Meldebescheinigung zum Amt gehen. Melde dich in dem Ort an, wo du tatsächlich lebst. Wenn du keine eigene Wohnung hast, weil du z.B. bei einem Freund lebst, kannst du dich auch ohne festen Wohnsitz in einer Stadt anmelden. Deinen Pass oder deine Meldebescheinigung musst du mitbringen, wenn du dich arbeitslos meldest (siehe nächster Punkt).

Arbeitslosenmeldung:
Um ALG 2 zu beantragen, musst du arbeitslos gemeldet sein. Wenn du es noch nicht bist, geh zur Arbeitsagentur in dem Ort, wo du polizeilich gemeldet bist. Ein Verzeichnis gibt es unter www.abeitsagentur.de. Bring deinen Personalausweis oder deine Meldebescheinigung mit. Dort erhältst du eine Bescheinigung über deine Arbeitslosigkeit. Die musst du mitbringen, wenn du ALG 2 beantragst.

Kein oder nur wenig Einkommen:
Das ALG 2 erhältst du, wenn du arbeitslos bist und keine anderen oder nur sehr geringe Einnahmen hast. Also keine Einnahmen aus der Prostitution, kein Geld von deinen Eltern und auch keine anderen Sozialleistungen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld 1. Wenn du z.B. in den letzten 2 Jahren mindesten 12 Monate irgendwo sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast (also nicht schwarz!), dann kannst du Arbeitslosengeld 1 beantragen und hast in der Regel keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 2.

Zuständigkeit/Arbeitsgemeinschaften (ARGEs)

Du musst heraus finden, wo du das Arbeitslosengeld 2 beantragst. Das kannst du am besten auf der Internetseite von der Stadt oder dem Landkreis, in dem du lebst. Dort gibst du den Suchbegriff Arbeitslosengeld 2 ein und mit ein bisschen Glück findest du deine Ansprechpartner. Die zuständigen Stellen sind in der Regel die so genannten Arbeitsgemeinschaften oder kurz ARGEs. Ein Verzeichnis der ARGEs findest du unter http://arbeitslosengeld2.arbeitsagentur.de .

Die ARGE Köln findest du unter der Internetadresse www.jobcenter-arge-koeln.de. Die Zuständigkeit in Köln richtet sich danach, wo du wohnst und wie alt du bist. Wenn du weißt, wer dein Ansprechpartner ist und wann du ihn erreichen kannst, geh zur ARGE und stelle deinen Antrag auf Arbeitslosengeld 2.

Der Antrag

Wenn du bei der Arbeitsgemeinschaft warst, um Arbeitslosengeld 2 zu beantragen, hast du ein Antragsformular erhalten. Den Antrag gibt es auch im Internet unter http://arbeitslosengeld2.arbeitsagentur.de. Du kannst auch direkt mit einem ausgefüllten Antrag zur ARGE gehen. Der Antrag ist ziemlich lang und sieht kompliziert aus. Wenn du Schwierigkeiten beim Ausfüllen hast, such dir jemand, der dir dabei hilft. Viele Organisationen, auch Looks, können dir dabei helfen. Auch die Sachbearbeiter in der Arbeitsgemeinschaft können dich dabei beraten. Mit dem ALG 2-Antrag, deinem Personalausweis und deiner Arbeitslosenmeldung gehst du zu deiner zuständigen Stelle. Die meisten Sachbearbeiter wollen auch, dass du deine Lohnsteuerkarte und deine Kontoauszüge mitbringst. So überprüfen sie, dass du keine anderen Einnahmen hast.
Es kann sein, dass dir die Frage gestellt wird, wovon du bislang gelebt hast. Sei darauf vorbereitet und überlege dir eine Antwort. Du kannst sagen, dass dich ein Freund unterstützt hat. Du kannst auch ehrlich antworten und erzählen, dass du Anschaffen warst. Dann musst du betonen, dass du das jetzt nicht mehr machst und Unterstützung für den Ausstieg brauchst.

Das Geld

Das Arbeitslosengeld 2 für eine Person liegt zurzeit bei 345 €. Das heißt, du kriegst jeden Monat, für den du ALG 2 beantragt hast, 345 €. Wenn du bestimmten Pflichten nicht nachkommst, z.B. nicht zu Terminen in der Arbeitsagentur oder der ARGE gehst, kann das Geld gekürzt werden. Wenn du z.B. HIV positiv bist, kannst du noch ein bisschen mehr Geld für deine Ernährung beantragen. Wenn du mehr wissen willst, wende dich an uns.

Die Arbeitsgemeinschaft kommt auch für deine Mietkosten auf. Die Höhe der Miete, die das Amt übernimmt, ist in jeder Stadt anders. Außerdem hängt die Übernahme von bestimmten anderen Faktoren ab. In Köln übernimmt die ARGE z.B. unter bestimmten Voraussetzungen Mietkosten bis zu einer Höhe von 298 € für eine Wohnung für eine Person. Die Heizkosten werden noch einmal extra bezahlt, der Strom ist darin aber schon enthalten.

Unter 25?

Wenn du unter 25 Jahre alt bist, gelten besondere Regeln für dich. Meistens gibt es in den Arbeitsgemeinschaften spezielle Abteilungen für unter 25-Jährige. In Köln heißt die Abteilung U25. Deine Ansprechpartner in der U25 Abteilung kannst du auf der Internetseite www.jobcenter-arge-koeln.de herausfinden.

Wenn du als unter 25-Jähriger Arbeitslosengeld 2 bekommen willst, musst du in eine Trainingsmaßnahme. Das kann ein schulisches Projekt oder eine Maßnahme in einer Werkstatt sein. Wenn du Praktika machst, zählt das als Ersatz. Gehst du nicht in eine solche Trainingsmaßnahme, kann dir das Arbeitslosengeld 2 gestrichen werden.

Wenn du Arbeitslosgeld 2 in Anspruch nehmen willst, können wir dir dabei helfen.


info@looks-ev.org





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Marc of Frankfurt - 2008-11-07, 18:09
Titel: Von der Sexarbeiterin zur Madam zur Buchautorin
Rachel Francis spent 23 colourful years in the thick of New
Zealand's sex industry. Fairfax journalist Justine Glucina talks to
the former madam ahead of her memoirs being released on Monday.

"…Now Rachel's energy is directed at empowering the industry, rather
than running it.
She is disgusted that people are cashing in from the
decriminalisation laws and buying brothels with no knowledge of the
industry.
"It's disrespectful to our industry because they are running it into
the ground," she says.
It's these owners that let standards drop, and Rachel says
regulation is needed.
"I firmly believe the New Zealand Prostitutes Collective should be
given more authority to check into brothels."
Her book is being turned into a film offshore and she is writing
four more books. A New Zealand documentary is being made about her
life.
She has no regrets, and coolly states that her aim is to empower
women and break down stereotypes that go hand in hand with the term
sex worker."

http://www.stuff.co.nz/4745830a19716.html





Former madam lays sex industry bare

Fairfax Media | Saturday, 01 November 2008


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EARLY RETIREMENT: Two years ago, veteran sex worker and former madam Rachel Francis hung up her toys. At 38, her 'retirement' age is young, but it comes after 23 years in the industry.
Her first book, Laid Bare, a brutally honest memoir about the hidden realm of prostitution, her time as a madam running one of the country's most infamous brothels, her dealings with the police, and her clients from all walks of life.

INS AND OUTS: Her first book, Laid Bare, a brutally honest memoir about the hidden realm of prostitution, her time as a madam running one of the country's most infamous brothels, her dealings with the police, and her clients from all walks of life.


Rachel Francis spent 23 colourful years in the thick of New Zealand's sex industry. Fairfax journalist Justine Glucina talks to the former madam ahead of her memoirs being released on Monday.

The dominatrix narrows her charcoal eyes and pouts her blood stained lips.

There, hidden in the brothel's cane laundry hamper, is a well-known New Zealand sportsman; her regular client. He crouches down, waiting to be found.

At first, she pretends not to see him. She plays along to the childish hide-and-seek game this wealthy man has requested.

All of a sudden her sky high stilettos are kicking the hamper away to reveal the man sprawled on the carpet, ready to be punished.

"Found you!" she says. And some minutes later the respectable athlete is led to a room to suffer the consequences.

Any working lady will tell you that prostitution is an art.

Two years ago, veteran sex worker and former madam Rachel Francis hung up her toys. At 38, her ‘retirement' age is young, but it comes after 23 years in the industry.

On Monday she is launching her first book, Laid Bare, a brutally honest memoir about the hidden realm of prostitution, her time as a madam running one of the country's most infamous brothels, her dealings with the police, and her clients from all walks of life.

It's a profession, she says, which is ignored, spat on and judged by the very people who seek its services; a profession that many women, including herself, entered into by choice and one that she is neither ashamed of or embarrassed about.

"Like most people wanted to be a nurse or own a cafe, I always wanted to be a prostitute and work in a brothel. The feather boas, the make-up, the stilettos, the hidden world ... absolutely," she says.

Ironically, the very young Rachel Francis wanted to be a nun.

Raised in a normal, loving, hard working family, she always had the support of her mum, dad, sister and grandparents.

But, as she describes in her book, by the age of seven she was acutely aware of her sexuality and the power her body held over men. At 13 she lost her virginity to a boy who went to the same school, an experience she says was fabulous.

A few years later, she entered an industry far removed from the prayers and black robes of the nunnery.

Her memoir attempts to break down stereotypes.

"Most of the books written have been by women who have addictions, bills to pay or a situation to get out of.

"There's no books out there written by someone who knew it first hand, that's been a madam, been an owner, worked with police, hasn't had a conviction, drug addiction or gang affiliation or anything else society pins on a working lady.

"I just wonder if New Zealand is ready for this."

This is not to say everything was peaches and cream. She is the first to admit there are dangers to the job.

She talks openly about her time as a dominatrix and the strange, sometimes sadistic, sad and ludicrous requests of her clients. There was Worm Man, Dr Death, Mr Moo, Mr Cleopatra, Mr Balloon and Mr Baby.

These men include a diary farmer who owned a multi-million dollar property, a rich lister and a TV personality with a penchant for young girls who look like young boys.

She would dote on Mr Baby, changing his nappy and feeding him his bottle.

She would lead Mr Moo around his house while he was on all fours, like a cow, while he ate alfalfa sprouts and drank from a plastic bowl.

She would plaster her body in white paint, don a flowing gown and lie at odd angles while Dr Death pretended to be having his way with a dead woman.

But no one in her book is named.

"I haven't written the book to destroy the sex industry," she states.

"I don't want to name and shame. But I wanted people to know it's not just working class guys that go to working ladies.

"It's business men, CEO's, celebrities and even government agencies that come to brothels."

It's quite normal, she says, for some CEOs to 'treat the team' once they've signed some lucrative deal.

Her $250,000 a year came from unfaithful husbands wanting a private outlet for their outrageous fantasies.

"We had what we called a 15 minute special. The husband would say he is going to get petrol for the lawn mower, but he would come to see us."

The madam would have a petrol can ready for the man to pick up and take home.

"It was like a military run operation," she says.

And with upmarket men, comes upmarket brothels. Many people have misconceptions about what a brothel is. Rachel is adamant brothels are places of beauty.

"I loved everything about it. You'd lose all sense of time, you didn't know if it was day or night.

"It was like a shielded world. There was always candles, low lighting, flowers, it was a pretty world. And you'd come out to this dark grey world and think 'I don't like this'."

To Rachel, the brothel was like a home. She reveled in the sisterhood, the 'strong, happy, confident' women.

"We had soup cooking on the stove and roasts cooking in the oven. The stereotypical movie of the brothel is long gone. These businesses are multi-million dollar ventures.

"They had separate apartments in the brothels for the working ladies. A home away from home."

To this day, Rachel says she can't bear to part with her working clothes. She still loves her leopard print and feather boas. They are strewn throughout her Te Atatu home, around vases and over window sills. It's who she is, and reflects her flare.

Today, sitting at the Westgate Starbucks, she is wearing a leopard print top, with a hint of cleavage, and red lips to complement her pixie-cut flame coloured hair.

Her pale skin and cool green eyes were attractive to men. Red heads were in hot demand.

She was good at what she did. But to her, it was just a job and work was left at the brothel door.

"I just provide a service, do my job then get up and leave," she says.

Her romance and emotions are saved for her husband of 10 years. Gary, she says, has been understanding and supportive from day one.

He didn't even mind Rachel's sugar daddy.

"There's a lot of wealth in New Zealand ... if you tap into it."

And sex workers, it seems, know how to do just that. Spot a Bentley, Porshe or Maserati, walk confidently up to the driver's side, open the car door and ask the man in the expensive suit for directions.

"Of course baby, where to?" he would say. "To your bed darling," the woman would reply, before jumping in.

While Rachel will not disclose how she met her sugar daddy, for fear of his family finding out, she will say he was twice her age.

Anything Rachel wanted, Rachel got.

Coco Chanel perfume, Moet & Chandon champagne, weekend holidays for the family, designer clothes, diamond rings and fur coats.

She would accompany him to major functions held outside his hometown.

"He used to give me that many cheques the bank knew me and didn't have to question his signature."

In return, she would be available at his discretion.

"He's not your employer, and you're not answerable to him, but you're working together to provide a service."

By 33, Rachel was owner of one of the most infamous brothels in New Zealand - the Zodiac Club in Rotorua - bought for her by her sugar daddy.

She has had five pregnancies, leading to a daughter and four abortions. All of these happened in stable relationships, but she says her reasons to terminate the pregnancies were personal and had nothing to do with her career.

In fact, she would have got more as a pregnant woman because it's a specialty. Pregnant women can easily charge $500 an hour.

"But I would never allow it in my club because the client could hurt her," she says.

There were many other rules Rachel was strict on.

Personal hygiene. Health checks were carried out monthly.

She states she has never had an STI and says it's safer to sleep with a sex worker because of the precautions they take.

She is also big on honesty, and maintaining good relationships with family.

"If you're working in the sex industry you should be honest about it. If you feel the need to keep quiet, you should go elsewhere.

Now Rachel's energy is directed at empowering the industry, rather than running it.

She is disgusted that people are cashing in from the decriminalisation laws and buying brothels with no knowledge of the industry.

"It's disrespectful to our industry because they are running it into the ground," she says.

It's these owners that let standards drop, and Rachel says regulation is needed.

"I firmly believe the New Zealand Prostitutes Collective should be given more authority to check into brothels.

Her book is being turned into a film offshore and she is writing four more books. A New Zealand documentary is being made about her life.

She has no regrets, and coolly states that her aim is to empower women and break down stereotypes that go hand in hand with the term sex worker.

She has her faith and lives with her decisions daily.

"My story is to be told," she says.

* Laid Bare is a raw account of more than two decades in the sex industry, before and after decriminalisation. It reveals the reality of the 'oldest profession' and goes on sale next week.





NZ Madam writes book

LAID BARE



A no-holds-barred expos into prostitution in NZ
Street worker - Escort - Dominatrix - Madam - Brothel/Strip-bar owner
Rachel Francis

Steele Roberts Publishing

Losing her virginity, her first client, hustling on K Road, escort and
dominatrix assignations, the notorious Zodiac Club - Rachel Francis tells
all in this sensational memoir.

Worm Man, Mr Moo, Jockey Man, Dr Death and Mr Cleopatra are among a cast of
intriguing clients - straight, bent, corporate and celebrity. Alongside
Rachel's harassment by the police and run-ins with other authorities they
reveal a side of New Zealand life seldom seen.

This lively account of two decades in the sex industry, before and after
decriminalisation, will have you amused and amazed as it lays bare the
reality of 'the oldest profession' &#65533; raw and uncensored. Traditional
perceptions of prostitution will never be the same again.

http://steeleroberts.co.nz/books/isbn/978-1-877448-48-5





Hello, I have been directed to your website through our National New Zealand
Prostitutes Collective here in New Zealand. I felt it was time someone who
has been involved in the sex industry for over 20 years and been supportive
vocal and passionate about a trade that is grately needed in society put her
hand up and said it can be a great proffesion if done safely and effectively
I have had the support of my amazing family and never been arrested nor had
a drug issue and so society can make of that what they want!.

I felt I had to write my account and tell it as I saw it and that I had no
regrets being a sex worker or a brothel owner and had the best group of
ladies who were as empowered as myself in this fabulous trade.
I have sent a copy of my book to all major newspapers around the world from
Dubai through to Turkey, Monaco,Japan, London, Ausi etc so that society can
have a factual account from a Madam's prospective.
I do hope you hear positive feedback on the industry from my book and that I
can help show society that its "Our body - Our choice & when prostitution is
done by choice not by force the outcome is excellent".

love to hear from you.

Rachel Francis AKA Madam Daisy





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Marc of Frankfurt - 2008-11-11, 02:25
Titel: Lisa Moos: Ausstieg durch Bücherschreiben
Der Ausstieg von Liesa Moos (Autorin)

Kulturzeit Interview


Vorfilm mit:
- Besetzung der Kirche Saint-Nizier von über 100 SexarbeiterInnen in Lyon, Frankreich (Intl. Hurentag 2. Juni 1975),
- Interview mit Katharina Cetin, damals Leiterin Hydra e.V., Berlin,
- Ausstellung 25 Jahre Hydra
(9 Minuten)


Link


Homepage zur Sendung vom 24. 06. 2005
http://www.3sat.de/kulturzeit/lesezeit/80710/index.html

Podiumsdiskussion vom 8. 03. 2007 gemeinsam mit Dr. Sabine Grenz und Dr. jur. Valentin Landmann
http://www.3sat.de/delta/103869/index.html


Ihre Bücher:
- Das erste Mal und immer wieder
http://www.amazon.de/dp/3896027476/

- Männer-Roulette. Ein Leben nach der Prostitution
http://www.amazon.de/dp/3896026895/





www.lisa-moos.de

Ein Projekt ihrer Internetagentur:
www.dieSingleSite.de





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Marc of Frankfurt - 2008-11-15, 05:52
Titel: Hilfsprojekt für Straßen-Sexarbeiter
Ausstiegshilfe basierend auf christlicher Idee


Maria Magdalena Heim, Alaska



16 Aussteigerinnen pro Jahr x 12 Jahre = 200 Frauen:


2 Minuten

Link



Kommentar zu Magdalenen Heimen:
Sie institutionalisieren das Konzept der "gefallenen sündigen Frau":
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=40403#40403
Gegenkonzept in Frankreich: "Ni putes ni soumises":
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=37768#37768

Adressen von SW-Anlaufstellen in Deutschland:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3140

Mißbrauch in Magdalenen-Heimen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=81091#81091





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Marc of Frankfurt - 2008-11-17, 21:54
Titel: Den Wandel gestalten lernen:
Ausstiegshilfe systematisch


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Englische Austiegs-Beratungs-Broschüre

Good Practice Guidance
Working with Sex Workers: Exiting


http://www.uknswp.org/resources%5CGPG5.pdf
(pdf 44 Seiten)


www.UKnswp.org





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Marc of Frankfurt - 2008-11-27, 02:28
Titel: Ob das AMS.at mitmacht?
Förderprogramme für Sexworker

Einstiegsberatung, Ausstiegsberatung, Huren Karriere Management (HKM)



Voraussetzung ist die Legalisierung d.h. die Abschaffung der Sittenwidrigkeit für Östereich.


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Karikatur Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ
von augsten.at





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Marc of Frankfurt - 2008-12-01, 12:44
Titel: Tragödie
Das Austiegsdrama Sexworker als Opernstoff:

La Traviata




La Traviata ist eigentlich die Geschichte einer modernen Frau: finanziell unabhängig, frei- heitsliebend, ihren eigenen Weg gehend.

Violetta ist eine Protstituierte, die geliebt wird vom jungen Adeligen Alfred. Er zieht mit ihr aufs Land, sie bricht mit ihrer Vergangenheit und opfert ihr Vermögen für ihre gemeinsame Liebe, da Alfred vom Vater verstoßen wurde.

Der Vater fordert Violetta bei seinem Besuch dann auf, die "Mesalliance" zu beenden. Alfred fordert er auf, sich seinen Pflichten und Aufgaben zu stellen und seine Familie nicht weiter zu verraten.


Violetta verzichtet auf Alfred, reist ab und fasst wieder Fuß in ihrem alten Beruf (Yo-yoing s.o.). Sie ist aber totkrank und wird bald sterben.

Zum Schluß findet Alfred seine große Liebe wieder, auch der Vater kommt zur Sterbenden und ent- schuldigt sich. Doch es ist zu spät. Violetta stirbt, zerbrochen an der unglücklichen Liebe und den Konventionen.


Quelle:
tagesblick.de/ausgehen__ansehen/45/1469/premiere.html

Mehr Theater:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=46154#46154





Wichtiger Nachtrag:

Im Gegensatz zur Romanvorlage von Alexandre Dumas, "Die Kameliendame", ist es der geschäftstüchtige Opernschreiber Giuseppe Verdi, der die Sexarbeiterin zu einer tragischen Figur stilisiert.

Prostituiert sich Verdi hier (nichtsexuelle Prostitution), indem er eine Handlung im Sinne des herrschenden Zeitgeist "Prostituierte = Opfer" umschreibt, um so den wirtschaftlichen Erfolg und die gesellschaftliche Anerkennung für sich zu sichern?

So mußten etwa in historischen Hollywoodschinken gesellschaftliche Aussenseiter wie etwa Homosexuelle früher immer dramatisch scheitern und untergehen.

Eine Verdrehung im umkekehrten Sinne zum Happy End durch die sog. wahre Liebe (mit h), nach Abschwören des Abweichlerischen findet sich z.B. in der Verfilmung von "Frühstück bei Tiffany", wo "die Hollywood-Künstler das Happy End des Films in die Geschichte hineingelogen haben". Möglicherweise sind solch trügerisch-inhaltliche Perversion letzlich Hinweis auf das sozial-medial-merkantile Phänomen der universell-ubiquitären Prostitution in der modernen Mediengesellschaft.

Die Verteufelung der sexuellen Prostitution ist notwendig, um die vielfach stattfindende nichtsexuelle Prostitution aushalten bzw. verschleiern zu können.





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Marc of Frankfurt - 2008-12-11, 15:12
Titel: Yoyoing einer Betreiberin
SW-Biographie
Fortsetzung:


Molly Luft: Metastasen in der Leber, Kneipe pleite, Mann ein Pflegefall

Berlins unglücklichste Hure

Trotzdem will sie im Januar wieder einen Puff aufmachen



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Sascha Langenbach
[Bild vergrößern] Trotz Chemotherapie will Molly Luft wieder als Hure arbeiten, des Geldes wegen.



Berlin - Krank, pleite, allein. Viele Menschen gehen an so einem Schicksal kaputt. Molly Luft, einst Berlins bekannteste Hure, nicht. Die 64-Jährige will aus eigener Kraft aus der Krise raus – und macht ihren Puff wieder auf.

Molly Luft will nicht, dass man sich um sie sorgt. Die Narbe am Bauch, wo sie im Sommer am Darm operiert wurde, soll einfach verheilen, und die Chemotherapie soll endlich die Metastasen in der Leber töten. Und am Neujahrstag wird dann der neue Puff in der Tempelhofer Körnerstraße aufgemacht, wie früher.

"Lieber 100 Freier als eine Kneipe", sagt Molly Luft, geborene Edda Blanck. Vor vier Jahren hatte sie eine Eck-Gaststätte in Kreuzberg übernommen. Gelaufen ist der Laden nie. "Die Kneipe hat mich ruiniert, finanziell und gesundheitlich", gibt sie zu. Manchmal habe sie eine ganze Flasche Sekt getrunken, bevor sie arbeiten ging. "Ich musste mir die Besoffenen schön trinken." Jetzt soll der Laden weg, ganz schnell.

In den 90er Jahren noch machte Molly dicke Geschäfte, die Liste ihrer (kleinen) Preise von damals kann sie noch heute auswendig. Da müsste doch Geld übrig sein? "Nee, alles weg. Musste ja immer das Beste sein, Rolex und so. Und mein Mann hat auch gut gelebt." Zwei blöde Unfälle ("Ich war besoffen") fraßen 80 000 Euro. Und dann die Kosten für die Kneipe – vor einem Jahr war sie völlig blank: "Ich habe zum ersten Mal seit dem Krieg Pellkartoffeln mit Salz gegessen, sonst nichts."

Ein böser Armbruch kam noch dazu. Post vom Bezirksamt machte das Jahr 2008 zum Total-Ausfall: "Mein Mann sei Pflegefall, ich soll für das Heim jeden Monat Geld bezahlen – dabei hatte ich gedacht, ich bekomme mal Witwenrente", sagt die Hure im Ruhestand. Nun denkt sie an Scheidung.

Mit dem Puff soll alles besser werden. Geld in der Kasse, Menschen um sie herum, "das Telefon könnte öfter klingeln". Schwimmen will sie gehen. Und vielleicht einen Hund anschaffen. "Jetzt denken sie bestimmt: ,Was die alles vorhat‘", sagt sie. "Aber vielleicht bin ich in drei Wochen ja auch nicht mehr da."

Berliner Kurier, 11.12.2008
http://www.berlinonline.de/berliner..../print/berlin/245264.html
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=51927#51927 (videolink)





"Krankheit ist Haupt-Verarmungsrisiko für Frauen in der 3. Welt."

SW leben teilweise wie Menschen in der 3. Welt.


Thema Versicherungen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2252





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Marc of Frankfurt - 2008-12-11, 16:13
Titel: Typischer Weg - typische Klischees
Eine Sexworker-Karriere:
Buchschreiben als Ausstiegshilfe


«Normaler Sex reicht vielen nicht. Sie wollen Perverses»



Von Ulrike Hark


Zuerst prostituierte sie sich jahrelang im Bordell. Dann wechselte sie die Rolle und quälte als Domina die Männer. Derzeit schreibt Caren Roth* ein Buch über ihre Zeit im Zürcher Milieu.

«Die Zeit als Domina habe ich mehrheitlich genossen», sagt die Aussteigerin Caren Roth.



Meine Erfahrungen im Milieu

Mittlerweile hatte ich mir sogar einen Putzsklaven zugelegt, welcher einmal die Woche alles blitz und blank putzte wie Meister Proper in der Werbung. Er war zuverlässig und gepflegt und war, was das Putzen betraf, sehr erfahren. Meistens wollte er nackt putzen. Das erregte ihn. Er putzte meistens drei Stunden lang alles Mögliche, was es so zu putzen gab. Als Dankeschön befriedigte ich ihn am Schluss manuell. Putzen erregte ihn besonders, wenn ihn meine Angestellten putzen sahen. Dann bekam er einen Ständer und rieb sich kurz daran. Ich kontrollierte alle Ecken, ob er auch wirklich richtig geputzt hatte. Mit seinen Diensten war ich sehr zufrieden. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich froh um ihn war, denn sechs Zimmer alleine putzen wäre ein Albtraum für mich gewesen ...»

«Ich wollte mich immer wieder belohnen und gewöhnliche Kleider waren nicht mein Ding. Ich wollte exklusiv und elegant erscheinen, das war mir wichtig. Durch mein Auftreten und meine Garderobe war ich tatsächlich immer im Mittelpunkt. Vielleicht versuchte ich auf diese Art etwas zu kompensieren, einen Minderwertigkeitskomplex, der durch meinen Job verursacht wurde ...»

«Im Quartier und viele in der Stadt kannten mich und wussten, was ich arbeite. Oft habe ich Verachtung und Diskriminierung zu spüren bekommen. Das waren zum Teil genau diejenigen, die hintenrum in die Salons gehen. Aber ich habe mich nie aufgegeben, war immer stolz auf mich. Für die Mädchen liess ich Spiegelzimmer einrichten, ich liess mir immer etwas Neues einfallen, Hauptsache nicht fad und langweilig ...»

Auszüge aus dem unveröffentlichten Manuskript.





Mit Caren Roth* sprach Ulrike Hark

Zürich, Hotel Plaza an der Badenerstrasse. Caren Roth sitzt hinten in der Bar, nippt an ihrem Mineralwasser und ordert freundlich, aber bestimmt den Kellner an den Tisch: «Könnten Sie die Musik bitte etwas leiser stellen? Wir machen hier ein Interview.» Vor mir sitzt eine selbstbewusste junge Frau mit halblangem braunem Haar. Etwas rundlich, mit gleichmässigen Gesichtszügen. Kein bisschen verrucht, eher etwas brav. Es braucht viel Fantasie, sie sich als peitschenschwingende Domina in Stiefeln und Korsett vorzustellen. Zehn Jahre hat sie im Milieu gelebt, sechs davon als Domina mit eigenem Salon. Zurzeit schreibt sie an einem Buch über ihre Erfahrungen im Sexgewerbe.



Frau Roth, Sie sind nun sieben Jahre raus aus dem Milieu, aber Ihr Manuskript liest sich über weite Teile wie eine Glorifizierung des Domina-Berufs. Sie fanden sich schön und sexy. Trauern Sie der Zeit nach? Fehlt Ihnen Ihre Peitsche?

Das nicht. Aber es ist schon so – auf der einen Seite war es eine gute Zeit für mich, ich konnte meine Fantasie walten lassen.



Und Sie hatten Macht über Männer.

Nach meiner Zeit im Bordell war das wie eine Befreiung. Anderseits war ich auch sehr einsam, fühlte mich diskriminiert. Es war eine schwierige Zeit. Die Leute sollen in meinem Buch erfahren, wie es in meinem Innern aussah und was wirklich abgeht im Milieu. Es soll ein ehrliches Buch werden. Jetzt brauche ich nur noch einen Verleger (lacht).



Was treibt die Männer zur Domina?

Sex ist so wichtig in unserer Gesellschaft geworden, dass normaler Sex vielen nicht mehr reicht. Sie wollen Neues, auch Perverses. Ich hatte zum Beispiel viele Kunden in Machtpositionen, die es anturnte, ihre Position umzukehren. Sie wollten sich ausliefern, Macht psychisch und physisch spüren. Einer kam nur zum Orgasmus, wenn ich ihm in den Mund spuckte. Ich habe erfahren, dass Menschen in hohen Positionen erniedrigt werden wollen; aus Gesprächen weiss ich, dass viele ein Kindheitstrauma von einer überstrengen Mutter haben. Sie trugen auch im Alltag Ringe am Hoden. Offenbar brauchten sie diesen Schmerz auch auf dem Bürostuhl. Die Perversitäten der Menschen sind ohne Grenzen.



Wie hält man das psychisch aus?

Es musste gehen. Heute würde ich sagen: Ich hatte eine schlechte Ausgangslage. Ich bin in Graubünden aufgewachsen und wurde mit 18 Jahren in einer Disco von zwei Italienern gefragt, ob ich mit ihnen nach Frankfurt komme. So ging es los. Damals war ich ein labiles Mädchen, von meiner Mutter, einer Alkoholikerin, vernachlässigt – das ist auch eine Form von Missbrauch. Ich hab mir gedacht, ich hab nichts zu verlieren, wenn ich ins Milieu gehe. In Zürich habe ich dann vier Jahre in einem Bordell gearbeitet, das war Anfang der 90er-Jahre. So komisch es tönt, aber das Bordell hat mich auch stabilisiert.



Warum haben Sie nicht versucht, einen anderen Job zu finden?

Ich habs probiert, aber ich war zu sehr im Milieu gefangen, ich ging immer wieder zurück. Mein Therapeut sagt, ich sei sehr intelligent, aber früher hatte ich kein Selbstwertgefühl. Was mir meine Mutter psychisch angetan hat, musste ich jahrelang verkraften. Heute bin ich einigermassen zusammengeflickt.



Dann haben Sie den Therapeuten mit Ihrem Geld aus dem Bordell gezahlt?

Mit der Zeit hat der Psychiater mich gratis behandelt. Er war der Vater, den ich nie hatte. Von ihm kam viel Verständnis, ich hatte totales Glück.



Und die Kolleginnen? Keine Solidarität?

Das Milieu ist kalt, da gibts kaum Mitgefühl. Es ist schon so – Stutz und Futz regieren die Welt. Die meisten Prostituierten sind gestört in ihrer Persönlichkeit, nehmen Drogen. Viele haben Missbrauch erlebt, oft schweren Missbrauch. Auch über das möchte ich die Gesellschaft aufklären in meinem Buch. Ich möchte, dass die Menschen weniger Vorurteile gegenüber der Prostitution haben. Es ist einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen, um von sich abzulenken. Dabei sollte man die Ursache kennen, alles hat eine Ursache. So absurd es klingt, Prostitution rettet die Gesellschaft vor Kriminalität und noch mehr Leid.



Wie viel Geld blieb Ihnen am Monatsende?

40 Prozent gingen an die Bordellbetreiberin, 13'000 Franken blieben dann für mich [8.000 €].



Viel Geld – was haben Sie damit gemacht?

Normalerweise brauchen es die Frauen im Milieu für Koki und Extasy. Ich habs ausgegeben für teure Kleider, Louis-Vuitton-Taschen, Schmuck, einen schwarzen Porsche Carrera. Ich hatte ein Luxusleben, aber es war ein Teufelskreis. Das Geld kam und war auch gleich wieder weg.



Als Domina verdienten Sie noch mehr.

20'000 Franken im Monat [13.000 €]. Ich dachte, warum soll ich 40 Prozent abgeben? Warum verkaufe ich mich eigentlich? Ich konnte mehr als nur die Beine spreizen. Was soll ich mich von diesen Tubeln anfassen lassen? Es war schon pervers: Da kommt zum Beispiel einer zu dir und sagt, «weisst du, ich habe auch schon meine Tochter gevögelt». Erst mit der Zeit wurde mit klar, in welcher Werteskala von Menschen ich mich befand. Ich habe mich dann zuerst in einer Zwei-Zimmer-Wohnung selbstständig gemacht, später hatte ich meinen Salon im Kreis 1. Mit fünf Angestellten. Das Mobiliar war von Beate Uhse – Streckband, Flaschenzug, Pranger, alles, was man so braucht.



Haben Sie sich als Domina an den Männern für Ihre Jahre im Bordell rächen wollen?

Das kann man so sehen. In den sechs folgenden Jahren habe ich alles, was mir vorher angetan wurde, zurückgegeben. Ich habe mich super gefühlt in der Rolle und darum war ich auch eine super Domina. Mir gefällt dieses Outfit mit Schnürstiefeln und Korsett. Ich habe mich nie anfassen lassen, höchstens mal lecken, wenn ich, die Herrin, Lust dazu hatte. Ich hatte Gärtner, Manager in hohen Positionen von grossen Chemiefirmen, einen Berner und einen Zürcher Politiker. Viele wurden Stammkunden, einige kamen nur, weil sie neugierig waren, das mal ausprobieren wollten.



Wer war ihr ältester Kunde?

Der älteste war 92. Er kam am Stock die Treppe rauf und wollte immer in die Folterkammer, wo er dann zwei Stunden im Sarg lag. Er wollte einfach vergessen, vernachlässigt werden.
Da konnte er sich schon geistig aufs Ende vorbereiten.
Er war immer happy, wenn ich ihn aus dem Sarg holte. Es war praktisch, denn in der Zeit konnte ich einen anderen Kunden bedienen. Ich habe leichte und strenge Erziehung angeboten.



Was waren die exzentrischsten Wünsche?

Ich spendierte zum Beispiel «Kaviar» und «Natursekt», also Kot und Urin. Ein Kunde war sehr speziell – ihm musste ich die Vorhaut zusammennähen. Ein Arzt hatte mir unter der Hand Nadeln und Operationsfaden verkauft. Alles wurde desinfiziert, da durfte nichts passieren. Dann sass der Kunde 20 Minuten lang zusammengenäht so da, anschliessend kam der Faden raus und er masturbierte.



Haben Sie sich nie geekelt?

Doch, sicher. Aber ich sah das Geld. Ich hatte ja auch immer Plastikhandschuhe an. Das 100er-Pack für 20 Franken.



Wie war damals Ihr Verhältnis zur eigenen Sexualität?

Normal, die Zeit als Domina habe ich mehrheitlich genossen. Ich konnte kreativ sein, meine Fantasie walten lassen.



Warum sind Sie dann ausgestiegen?

Der Entschluss hat Zeit gebraucht. Aber ich habe mich sehr allein gefühlt. Da war eine innere Leere, kein einziges tiefgründiges Gespräch. Das Leben im Milieu kann dich nicht glücklich machen.




Seit sieben Jahren sind Sie jetzt raus. Wie geht es Ihnen heute?

Es geht mir gut, ich arbeite in Zürich als Kosmetikerin und habe einen lieben Partner, der meine Vergangenheit kennt. Etwas mehr Geld auf der Bank wäre nicht schlecht, aber es geht schon. Und jetzt muss ich unbedingt ins Fitness, sonst bin ich mit mir nicht zufrieden.

*Caren Roth möchte anonym bleiben, ihr richtiger Name ist der Redaktion bekannt.

(Tages-Anzeiger)
http://www.bazonline.ch/leben/gesel....igt-werden/story/29548127





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Marc of Frankfurt - 2008-12-16, 17:50
Titel: Was machen nur SW ohne Erbschaft?
"Eine kleine Erbschaft half ihr, den Ausstieg zu finanzieren."

Als zuvor ihr Geliebter sich gegen sie als Sexworker entschied, war sie abgestürzt ..."




... können wir aus diese Sexworker-Biographie lernen:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=47049#47049





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Lupus - 2008-12-19, 12:45
Titel: Vom Milieu ins „normale Leben“: Ex-Prostituierte feiert Weih
VÖCKLABRUCK. Der Ausstieg von Eva N. aus dem Rotlichtmilieu ist ein Neubeginn – und vielleicht eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art.
Frau N. ist um die 40 (Name und Alter geändert) und lebt im Bezirk Vöcklabruck. Bis vor kurzem war sie Prostituierte. Im Bezirk, im Innviertel, im Salzburgischen. Sie hat eine Lebensgeschichte hinter sich, die Bücher füllen würde. Frau N. hat als junge, knackfrische Schöne schon mal gut verdient, genoss in Clubs am Wörthersee auch ein bisschen Promi-Flair und hat nicht viel nachgedacht, wenn sie gegen Bezahlung die Beine spreizte.

Hl. Abend mit Weihrauch
Aber nach den fetten kamen auch wieder magere Jahre und so etwas wie Alltag. Und der hieß Wels, Braunau oder Attnang-Puchheim. Und dann gab es auch noch ihren Ex, der das Geld schneller, als sie es verdiente, in Spielcasinos und noblen Nachtclubs durchbrachte.

Letztlich trieb sie das in eine Schuldenfalle, so dass Frau N. heute nichts mehr hat. Gepfändet und reduziert aufs Minimum. Und trotzdem machte sie jetzt Schluss mit dem gewerblichen Werben um Freier.

Helfen soll ihr dabei eine neue Beziehung. Ein Mann, „der es gut mit mir meint“, wie sie im Gespräch mit den OÖNachrichten sagt. Mit ihm wird Frau N. heuer den Heiligen Abend verbringen. Mit Christbaum, Keksen und Weihrauch. Das – sagt sie – seien Erinnerungen an ihre Kindheit. Nur Geschenke wird es nicht geben. Dazu fehlt das Geld.

Ob sie sich trotzdem besonders auf dieses Weihnachtsfest freut? Frau N. wird nachdenklich. „Ich habe Jahre voll mit Lebenserfahrungen hinter mir“, sagt sie schließlich, „aber es waren emotional und finanziell 20 verlorene Jahre. Langsam erwache ich und sehe, dass ich nichts erreicht habe. Und für manchen Beruf, den ich gern ergreifen würde, ist es heute zu spät.“

Eine Arbeit im Sozialbereich würde ihr zusagen, auch eine mit alten oder behinderten Menschen. Dass sie noch einmal zurück ins Milieu gehen könnte, schließt sie hingegen völlig aus, hat sie doch den ersten – und schwersten – Schritt schon gemacht: den zurück ins normale Leben.

http://www.nachrichten.at/oberoeste....salzkammergut/art71,85092
Marc of Frankfurt - 2008-12-20, 14:06
Titel:
So wird mit dem heiligen Weihnachtsfeste Stimmung gegen Sexworker gemacht. Eine scheinheilige Schande.


Wollte gerade einen on-line Kommentar schreiben, habe aber keine OÖNcard. Wer kann aushelfen?

Sowas sollten wir als Leserkommentar dort hinterlassen um Alternativen aufzuzeigen wie wir sie bieten:





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Zwerg - 2008-12-20, 16:06
Titel:
Hi Marc!

Schon erledigt :-)

http://www.nachrichten.at/oberoeste....salzkammergut/art71,85092

Bin gespannt, ob es stehen bleibt, oder editiert wird

Christian
Marc of Frankfurt - 2008-12-21, 18:13
Titel: Noch ne reale Weihnachtsgeschichte
Vielen herzlichen Dank - kann man den Traffic messen?
___





Ich arbeite, also bin ich -=- Ich bin was ich arbeite.

Der Status des Menschen in der modernen Arbeitswelt oder
wie wichtig eine bürgerliche-Berufszugehörigkeit/Qualifikation/Fassade ist:



Quelle:
http://www.bild.de/BILD/unterhaltun....um-kindern-von-haiti.html





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Marc of Frankfurt - 2009-01-10, 22:33
Titel: London Tipps
Das Handbuch "SAFE EXIT"

oder wenn ein Beratungshandbuch zur Profession Sexarbeit so nicht heißen darf



A Guide for People Involved in
Prostitution in Tower Hamlets, London



Image

Zur Downloadseite bitte das Bild anklicken. Dann gibt es da neben vielen anderen Broschüren beim Bild zu dieser Broschure zwei Links zu komprimierten pdf-Sammlungen der Kapitel.

Es ist eine Mischung aus Infotexten und Adressbuch für die Hilfseinrichtungen vor Ort.

Insgesamt ist das Handbuch wie eine Loseblattsammlung graphisch sehr ansprechend gestaltet und hat schätzungsweise 100 Seiten in 15 Kapiteln:


Into für users and professionals
How to use
Index

Women
Young People
Men

Trafficing

Sexual Health
General Health
Mental Health

Drug and Alcohol

Housing

Law and Police

Domestic Violence

Immigration and Asylum

Money and Advice

Training and Education, Jobseach, Employment

(30 Seiten allein dieses Kapitel)




Eine vorbildlicher Ansatz einer Fachkunde Sexarbeit, ein Buch das leider nicht so heißen darf :-(





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Marc of Frankfurt - 2009-01-14, 21:25
Titel: Quo Vadis
Die Kunstausstellung zu diesem Blog:

www.sexworker.at/exit

"Exit Strategies"




Image

Kunstwerk von Bernard Ammerer,
Wiener Maler geb. 1978

Straße, Strich, Mobilität, Freiheit, Tempo,
Geschwindigkeitsrausch, Risiko, Fun,
Lebensweg, Wer bin ich? Was will ich?
Warum tue ich das was ich tue?
Wo ist die Abfahrt?
Reicht der Sprit noch?





Ausstellung
Kunst Halle Krems
bis 19.03.2009





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Marc of Frankfurt - 2009-02-08, 18:31
Titel: Empfehlung von KoopKoMa
Staatshilfe bei der Professionalisierung für Frauen
in(?), aber natürlich außerhalb der Sexarbeit:

BMBF-Programm bringt Gründerinnen nach vorne


07.01.2009

Frauen leisten mit ihrem unternehmerischen Engagement und ihrer Kreativität einen wichtigen Beitrag für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland.
Mit knapp 37 Prozent werden nach dem aktuellen Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mehr als ein Drittel aller Unternehmen hierzulande von einer Frau gegründet. Das ist eine deutliche Steigerung in den vergangenen fünf Jahren. Zu dieser Entwicklung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit seinem Aktionsprogramm "Power für Gründerinnen" wesentlich beigetragen.

http://www.gib.nrw.de/service/newsl....zwei-broschueren-des-bmbf





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Marc of Frankfurt - 2009-02-08, 19:09
Titel: Stellenanzeige
Jobangebot Sexworkerberatung


Koblenz
24 h/Wo
profamilia
Vorr.: Dipl.Sozialarbeit/-pädagogik

'Berufspraxiserfahrung Sexworker' als anerkannte Qualifikation für professionelle Sexworkerberatung muß bei den Trägern noch erkämpft werden.

Marc of Frankfurt - 2009-02-18, 18:23
Titel: Und noch so ein Fall:
Stellenangebot bei Hydra e.V. Berlin


und wieder werden keine Sexworker oder Ex-Sexworker angesprochen.

:-(((




Die älteste deutsche Hurenorganisation www.hydra-ev.org will sich professionalisieren und läßt die Gruppe der Sexworker, aus deren Mitte sie sich gründete, als Mittstreiter hinter sich.

Solchermaßen formulierte Stellenausschreibungen folgen womöglich zwanghaft den Vorgaben der öffentlichen Geldgeber und richten sich nur an Akademiker (w/m).

Da es bei dieser Stelle aber möglicherweise/höchstwahrscheinlich um die Betreuung von Menschen aus dem Tätigkeitsbereich Sexarbeit handelt, empfinde ich es inzwischen als unerträglich, deren Betreuung nur in die Hände verschulte Fachkräfte zu geben und die Lebens- und Berufserfahrungen der zahlreichen langgedienten SexarbeiterInnen zu verschenken, die auch auf Arbeitssuche und Berufswechsel sind.

Damit wird eine wesentliche, wenn auch nicht allzugroße Tür der Aussteigshilfe für Sexarbeiter zugeschlagen und ein ganz wesentliches politisches Signal ungenutzt verschenkt.

So wie Sozialarbeit Dienst an hilfsbedürftigen Sexarbeitern ist, so ist Sexarbeit eine Sozialarbeit an hilfewilligen Prostitutionskunden. Einziger Unterschied: erste ist seit wenigen Jahren verschult und zweite seit Jahrhunderten in weiten Bereichen immer noch kriminalisiert.

Wie ist dieses Dilemma zu verhindern?

Eine bisher nur Insidern sichtbarer Teil der "gesellschaftlichen Falle Prostitution".





Hier übrigens das kommende Bundesdeutsche Programm Ausstiegshilfen Sexarbeit, wo ich die selbe Gefahr aufziehen sehe, wenn wir Sexworker uns nicht rechtzeitig vereinen und für unsere Interessen einzutreten verstehen:

http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4063





Wir Sexworker wollen von Leuten beraten und unterstützt werden, die aktive Praxiserfahrung in der Sexarbeit haben.


Duldet keine indirekte clandestine Diskriminierung und Diskreditierung von Sexarbeit.

Damit wir erst gar keine Opfer werden müssen!






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marlena - 2009-02-18, 22:10
Titel:
Genau dasselbe denke ich auch jedesmal, wenn ich eine Stellenausschreibung lese...

Sind wir auch denen nicht gut genug?
Lupus - 2009-02-18, 22:26
Titel: Re: Und noch so ein Fall:
[quote="Marc of Frankfurt]
[b]Wir Sexworker wollen von Leuten beraten und unterstützt werden, die aktive Praxiserfahrung in der Sexarbeit haben.
[/quote]

Kann ich ja verstehen.

Ich bin überzeugt, dass Hydra ehemalige SW anstellt, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. SW heisst doch nicht automatisch, kompetent in der Beratung etc. zu sein!

Ich kann doch auch nicht fordern:
"Ich Alki will nur von Leuten beraten und unterstützt werden, die ebenfalls aktive Erfahrung als Alkoholiker haben".
Zwerg - 2009-02-18, 22:49
Titel:
Das hinkt ein wenig.... Alkoholismus ist eine Krankheit.... Und Niemand wird behaupten, dass Alkoholiker hochspezialisiertes Wissen über ihre Tätigkeit /als Alkoholiker/ haben.

Auch wird es selten vorkommen das Alkoholiker am Anfang ihrer Sucht Rat von älteren Alkoholikern suchen...

Sexworker sein ist sicherlich keine Garantie für Kompetenz - aber sehr viele SexarbeiterInnen entwickeln im Laufe Ihrer Tätigkeit sehr viel davon.

Ich verstehe aber was Du meinst!

Christian
marlena - 2009-02-19, 08:30
Titel:
Und genau diese Sexworkerinnen(eben mit Kompetenz)hatte ich

natürlich auch gemeint.

Und nein, diese Sexworkerinnen sind nicht krank, im psychischen

Sinne, da sie ansonsten keine Kompetenzen entwickelt hätten.


LG
Marlena
malin - 2009-02-19, 09:32
Titel:
ist jetzt nur meine persönliche meinung:

ich halte sozialpädagogen für mit am wenigsten geeignet in einem solchen bereich zu arbeiten, diese ständige stellenausschreibung mit anforderungsprofil soz.päd. ist mir ein echtes rätsel.

das studium der soz.päd. ist leider immer noch darauf ausgerichtet parallel in sehr vielen bereichen halbwissen zu vermitteln und legt zu wenig wert auf die persönliche motivation und tatsächliche qualifikation ihrer studenten.

mit teilweise verheerenden folgen (für die klientel).

dies sind jetzt wie gesagt nur meine persönlichen erfahrungen, es soll sich also um himmels willen keiner auf den schlips getreten fühlen 001.gif .
Lupus - 2009-02-19, 13:50
Titel:
Die wollten ja keine Berufsanfänger.

Übrigens, Stefanie Klee ist auch Sozialpädagogin...

Und ich kenne einige mit diesem Beruf, die hervorragende Arbeit, auch im Umfeld der Sexdienstleistung, leisten. Und bei Hydra sind auch einige ehemalige SDL fest angestellt.

Ich wollte keinesfalls den Eindruck erwecken, Prostitution sei eine Krankheit. Wenn das falsch rübergekommen ist entschuldige ich mich dafür.

@malin

Du hast recht, wenn die "falsche" Person auf die Klientel lösgelassen wird hat das verheerende Folgen für die Klientel. Sei es bei der Beratung von SDL, Jugendamt, Suchthilfe...

Ich gehe aber mal bei Hydra davon aus, dass sie sehr genau hinschauen werden und schon die richtige Entscheidung treffen können. Wer weiss, vielleicht gibts für die Stelle bereits eine geeignete KandidatIn und die Ausschreibung muss halt sein.
Marc of Frankfurt - 2009-02-19, 14:58
Titel: So wünschen es sich Sexworker:
Musterbeispiel und Vorbild:

So hat eine Stellenanzeige in der Sexworker-Beratungs-Infrastruktur auszusehen!

malin - 2009-02-19, 15:28
Titel:
ich wünsche hydra wirklich ein goldenes händchen, mögen sie die perle unter den bewerberinnen finden.
leider sind meiner erfahrung nach auch in solchen beratungsstellen die meisten mitarbeiter ohne sw-erfahrung nicht wirklich neutral/akzeptierend eingestellt, sind eben auch produkt unserer gesellschaft.

und sehr viele branchenspezifische probleme kann man eben nur dann verstehen wenn man einmal selbst diesen beruf ausgeübt hat, manche dinge kann man sich einfach nicht anlesen, die muss man buchstäblich selbst erfahren und erfühlen.
Marc of Frankfurt - 2009-02-26, 01:47
Titel: Erfolgreicher Ausstieg mit Schmerzen
Aus den Lebens- und Leidenserfahrungen einer Ex-Sexarbeiterin lernen,

ohne gleichzeitig der trügerischen Polarisierung gegen Sexwork zu verfallen.



Einen ergreifenden und lehrreichen Bericht, der teilweise eine kontroverse Abwehrdebatte hier im Forum ausgelöst hat

- habe ich Kommentare hinzugefügt mit denen ich versuchen will leichtfertige Scheinargumente gegen Prostitution zu entkräften und gleichzeitig eine Brücke zu bilden zwischen der Anerkennung von Sexarbeit und konkreten Hilfen für eine erfolgreiche Bewältigung der immensen Herausforderungen in der Sexarbeit.

JedeR der sich vor dem Einstieg in die Sexarbeit damit gründlich auseinandersetzt, hat gesteigerte Chancen nicht in der anspruchsvollen, schwierigen Sexarbeit aufgerieben zu werden.









Auch vor zwei Jahren schon:
"Abrechnung einer SW mit dem Beruf"
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=13470#13470

Danke an Luzi für den Input in diesem Forum und hoffe diese Aufarbeitung ist ok so. Auch ich möchte alles Gute für die Zukunft wünschen.





Riesige Probleme der Sexarbeit werden hier klar angesprochen und auch wenn die skizzierten Gegenargumente oder Erklärungen teilweise einfach klingen, daraus Handlungsstrategien und funktionierende Lebens- und Berufsmodelle zu entwickeln, bleibt für jeden Sexworker eine riesige Herausforderung.

All dies macht deutlich wie dringend erforderlich professionelle Hilfe, Berufsberatung und Netzwerkbildung mit entsprechender Infrastruktur für und mit Sexworkern ist.

Ich würde mich freuen wenn Ex-Sexarbeiter und Sexarbeiter bei den geplanten Ausstiegsprogrammen der Bundesregierung ein Mitspracherecht bei Planung und Durchführung bekämen.
Wir sollten uns dafür gemeinsam einsetzen.
Ende März läuft die erste Frist ab.






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Marc of Frankfurt - 2009-03-05, 17:21
Titel: Neueröffnung
Die Beratungsstelle, die bereits durch obige unsensible und erfahrene SW diskriminierende Stellenanzeige aufgefallen ist, will sich über Austiegs-Angebote finanzieren. Hoffentlich ist die Eröffnung am 1. April mehr als ein Aprilscherz:


ddp-Interview:

Erste Beratungsstelle für Prostituierte in Rheinland-Pfalz will Ausstieg erleichtern


Koblenz (ddp-rps) Die erste Beratungsstelle für Prostituierte in Rheinland-Pfalz soll in Koblenz Frauen den Ausstieg erleichtern «Es geht um den Ausstieg, aber nicht nur», betonte der Leiter der Pro-Familia-Einrichtung, Achim Klein, im ddp-Interview.

Den Prostituierten solle Hilfe bei Alltagsproblemen angeboten werden, etwa bei Schulden, Drogensucht oder Krankheiten.

Wenn eine Frau signalisiere, dass sie aussteigen wolle, werde ihr Unterstützung angeboten. «Das richtet sich auch an Frauen, die unter Zwang zur Ausübung der Prostitution genötigt werden», sagte Klein. Für den Ausstieg sei eine berufliche Alternative wichtig. Deshalb kooperiere die Beratungsstelle künftig verstärkt mit den Arbeitsämtern, um den Frauen konkrete Perspektiven aufzuzeigen.

Die Beratungsstelle nimmt am ersten 1. April ihre Arbeit auf. «Es geht erst einmal darum, uns bekanntzumachen und das Vertrauen der Prostituierten zu gewinnen», sagte der Leiter. Eine erfahrene Sozialarbeiterin sei bereits gefunden. Zu Beginn müsse sie vor allem in der Szene unterwegs sein und sich aktiv um die Frauen bemühen. «Es gibt in der Gesellschaft viele Vorbehalte gegenüber Prostituierten», erklärt Klein. Die Mitarbeiterin müsse daher offen auf die Sexarbeiterinnen zugehen und deutlich machen, dass deren Lebensentwurf respektiert werde.

Bislang kann Klein nicht auf genaue Zahlen zurückgreifen, wie groß Zielgruppe und Bedarf sind. Vieles werde sich erst im Laufe der Arbeit entwickeln, sagte er. Das Projekt gehe auf einen Beschluss des Landtags zurück: Im Jahr 2007 hatten die Abgeordneten beschlossen, eine Betreuung für Prostituierte in Rheinland-Pfalz «modellhaft» aufzuziehen. Das Land finanziere die Arbeit zu einem Großteil und habe pro Jahr bis zu 30 000 Euro zugesichert. Pro Familia steuere als Träger zehn Prozent der Kosten bei.

«Die Politik wird ein Auge darauf haben, welche Dynamik die neue Einrichtung entwickelt und zu welchen Effekten sie führt», sagte Klein. Weitere Beratungsstellen im Land seien denkbar.

ddp/kah/kos
http://www.ad-hoc-news.de/ddp-inter..../Arbeit-Soziales/20086179

http://www.rhein-wied-news.de/?q=node/524





Information zur geplanten Prostituierten-Beratungsstelle


Die pro familia Koblenz hat sich nach erfolgter Ausschreibung durch das Land als Träger für eine Prostituierten-Beratungsstelle beworben.

Das Thema Prostitution ist im pro familia Gesamtverband klar verortet. Als Fachverband widmet sich pro familia mittels Forschung, Fachdiskussionen und Öffentlichkeitsarbeit allen Facetten der Sexualität.

Im Leitbild des pro familia Landesverbands RLP heißt es unter anderem:

pro familia tritt ein für: „…
• eine Kultur, in der Selbstbestimmung auch in Bezug auf Sexualität anerkannt ist, soweit andere nicht in ihren Rechten beeinträchtigt werden
• die Achtung unterschiedlicher sexueller Orientierungen
• eine Gesellschaft, in der psychische, körperliche und sexuelle Gewalt verurteilt und alles getan wird, um ihrem Auftreten vorzubeugen …“

Jüngster Beleg für die Aktualität des Themas im Verband ist die letzte Ausgabe des pro familia Magazins, mit dem Schwerpunkt auf Prostitution.

Die Ziele der Prostituiertenberatung orientieren sich an den Problemlagen und Anliegen der Prostituierten. Gemäß des Landtagsbeschlusses und der Ausschreibung sollen ausstiegswilligen Prostituierten entsprechende Hilfestellungen gewährt werden.

Dieser Focus auf ausstiegswillige Prostituierte erfährt durch das pro familia-Konzept eine Ausweitung: Ist die Betreffende nämlich entschieden, dass sie derzeit an ihrer Lage grundsätzlich nichts verändern möchte, sollen ihr gleichwohl Hilfen vermitteln werden, die dazu beitragen, individuelle Notlagen abzuwenden. [Hilfen auch für noch unbekehrte SW? Anm.]

Bezüglich der Beratung von potenziellen „Einsteigerinnen“ in die Prostitution gibt es aus unserer Sicht eine klare Grenze: Eine Prostituierten-Beratungsstelle hat definitiv nicht die Aufgabe, Personen zur Prostitution zu ermutigen und diese damit zu fördern. Allerdings sollte geprüft werden, welche Beratungsangebote in präventiver Hinsicht Sinn machen könnten, etwa um andere berufliche Alternativen aufzuzeigen oder um „Fallgruben“ des Gewerbes frühzeitig kenntlich zu machen.

Nun bleibt abzuwarten, ob pro familia Koblenz den Zuschlag erhält. Wir werden zur gegebenen Zeit weiter darüber berichten.
http://www.profamilia-koblenz.info/....iertenberatungsstelle.doc

http://www.profamilia-koblenz.info





Siehe auch die Antragsmöglichkeiten beim Bundesministerium , wo über ein Mitsprachrecht von Sexworkern bei der Organisation von SW-Ausstiegsprojekten bisher Nichts zu lesen ist.

Wollen wir Sexworker da bis Ende des Monats noch drauf reagieren? Oder überlassen wir das Feld den "Profi-Sozialarbeitern"?





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Marc of Frankfurt - 2009-03-11, 10:50
Titel: Sexwork und Medienbiz
Was manche Ex-Sexworker nach ihrer SW-Kariere vermarkten:


Should Call Girls Kiss and Tell?



by Tracy Quan


On the anniversary of Eliot Spitzer’s exposed liaison with Ashley Dupre, a madam is considering releasing the names in her little black book. What ever happened to discretion?

Ganzen Artikel mit Links weiterlesen:
http://www.thedailybeast.com/blogs-....-call-girls-kiss-and-tell

Video clip über ihre Post-SW-Karriere als Autorin und Kolumnistin:
http://www.metropolistv.nl/?p=1040&lang=en





Medienkompetenz Sexwork:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=943





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Marc of Frankfurt - 2009-03-11, 11:49
Titel: Video: Sexwork und Alter
Geschäftsmodell für ältere Sexworker:

Molly Luft (65j) mit ihrem 'Aldi-Puff' (ab 15 Euro) ist wieder im Geschäft in Berlin.



Image


Jetzt mit 65 Jahren ist Molly im Rentenalter.
90.000 bis 100.000 Männer hat sie wohl schon glücklich gemacht.
Sie wollte bereits nach 30 Jahren aussteigen, war aber immer mit zu viel Lust und Liebe bei der Sache und hat den ökonomischen Erfolg und Umstieg nicht geschafft.
Jetzt ist sie krebskrank und hat dennoch eine neue Location in Berlin eröffnet für Billigservice:
Bonus-Karte: Ab 10 Besuchen ist der 11 Service Gratis.

http://www.metropolistv.nl/?p=1039&lang=en (video)
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=46871#46871 (s.o.)

www.mollyLuft.de





Meine Gedanken zu Billigangeboten und Einkommensplanung:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=52027#52027 (Ökonomie und Sexwork)

Diskussion Preisdumper:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=781

Weltweit 1. Altenheim für Sexworker:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=24972#24972 (Mexiko)





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Ringeltaube - 2009-03-11, 17:16
Titel: RE: sexworker.at/exit = Aus- Umstieg, Huren-Karriere Managem
Ich kann nicht glauben was ich da lese: Kann denn niemand dieser Frau das Handwerk legen? Selbst total abgewrackt versaut sie jetzt anderen das Geschäft ! Wieviel von den 10! Euro bleibt denn bei der s/w? Was ich dieser Frau wünsche , spreche ich aus Gründen des guten Geschmacks hier nicht aus! Aber die Gedanken sind ja bekanntlich frei. Wie kann man so versifft, prollig und noch dumm dazu sein? Die finanzielle Not anderer dermaßen auszunutzen verstößt meiner Meinung nach gegen die Menschenwürde.
Möge die Buttersäure mit ihr sein!
Ringeltaube
Zwerg - 2009-03-11, 18:00
Titel:
Ich sehe jetzt wirklich nicht, warum man Jemand, der aus Not heraus handelt "das Handwerk legen soll" - Sollte nicht eher der Gedanke "was kann man tun, damit man selbst nicht in diese Falle (Altersarmut) gerät" im Vordergrund stehen?

Auch ich bin nicht erbaut, wenn ich die obigen Zeilen lese - doch bin ich der Meinung, dass wir aus diesen Schicksalen lernen sollten (bevor wir verurteilen).

Christian
Ringeltaube - 2009-03-11, 18:38
Titel:
Es geht darum,das ich es unmöglich finde, wenn jemand nach dem Motto handelt "und nach mir die Sintflut". Diese Frau hinterlässt verbrannte Erde und verdirbt anderen auf lange Zeit das Geschäft. Sind die Preise erst mal im Keller ,dann bleiben sie dort leider auch. Was können Die anderen S/W in Berlin dafür, das sie ihren Arsch nicht an die Wand gekriegt hat, sie hatte ja lange genug Zeit dafür. Hoffe das ich aufgrund meiner Meinung nicht aus dem Forum ausgeschlossen werde.
Ringeltaube
Zwerg - 2009-03-11, 18:44
Titel:
          Image
Ringeltaube hat folgendes geschrieben:
Hoffe das ich aufgrund meiner Meinung nicht aus dem Forum ausgeschlossen werde.
Ringeltaube


Das hat Niemand gesagt, oder angedeutet... - es ist durchaus legitim mit mir nicht einer Meinung zu sein. Wobei: Wir achten sehr darauf, dass wir SexarbeiterInnen mit dem von vielen Seiten verweigerten Respekt begegnen. Auch dann, wenn sie nicht UserInnen unseres Forums sind. Das natürlich das Geschäftsmodell von Molly nicht JederFraus Sache ist - und vielleicht zu Emotionen führen könnte - kann ich durchaus nachvollziehen. Trotzdem wollen wir hier vermeiden, dass sie deshalb beleidigt wird.

Christian
Ringeltaube - 2009-03-11, 18:52
Titel:
Hmh, wie schon Bambis Mama sagte:Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten. Werde aber auch in Zukunft meine Meinung sagen, diese aber wohlformulierter darniederlegen. Komme aus Berlin und habe Berliner Schnauze.
Ringeltaube
Ariane - 2009-03-11, 18:53
Titel:
Hallo Ringeltaube, bitte nicht aufregen; Molly Luft hat schon vor 100.000 Jahren mit Tiefstpreisen geworben (ab 15DM); insgesamt ist die Dumping-Politik nicht nur dem sozialen Umfeld in Berlin geschuldet und der ökonomischen Situation, sondern auch dem exzessiven Preiskampf unter geschätzten 14.000 Anbieterinnen. Nun, da relativiert sich manches. Ich habe mal in einem Nachbarforum vor einigen Jahren einen Offenen Brief an die Pimpernelle (gemeint war Frau Luft) veröffentlicht. Das erfreut dich sicherlich, wenn ich dir bei Bedarf den Link zusende.

lg Ariane
Zwerg - 2009-03-11, 19:01
Titel:
@Ariane

Wenn Du möchtest, kannst Du den Link auch posten.... :-)
Wir haben sicherlich kein Problem damit, wenn eine (verifizierte) SexarbeiterIn ihren Unmut äußert.

Christian
Ringeltaube - 2009-03-11, 19:25
Titel: RE: sexworker.at/exit = Aus- Umstieg, Huren-Karriere Managem
Hallo Ariane, bin erfreut und erleichtert auf etwas Zustimmung zu stoßen, denn ich bin ehrlich gesagt kein Freund davon aus Gründen der Toleranz alles zu erdulden und tottoleriert zu werden. Ich habe 1992 angefangen in Berlin zu arbeiten, zu einer Zeit als es in Ostberlin noch keine Adressen gab bzw. meine Örtlichkeit war eine der Ersten dort, ein Hinterzimmer in einem Jeansladen, betrieben von einem Wessi, der in seiner Gegend gescheitert war. Nachdem ich vieles ausprobiert und nach einigen Jahren Berlin verlassen hatte, verfolgte ich aus Interesse ab und zu die dortige Preisentwicklung. Erschreckend! Manche Frauen machen ja wirklich die Hölle durch, deswegen meine Wut auf Existenzen wie Molly Luft.
Ringeltaube
P.S. Link würde mich interessieren.
Ariane - 2009-03-11, 19:36
Titel: Re: Sexwork und Medienbiz
  Habe gerade Marc's Beitrag "Aus den Lebens- und Leidenserfahrungen einer Ex-Sexarbeiterin lernen,

ohne gleichzeitig der trügerischen Polarisierung gegen Sexwork zu verfallen."

gelesen, dessen Kommentaren ich mich nur anschliessen kann *bravo* für diese klugen Einschätzungen, die ich teile


zusammen mit den entsprechenden Links zu:

"Was manche Ex-Sexworker nach ihrer SW-Kariere vermarkten"

Ich persönlich halte von diesen Vermarktungsschienen "danach" überhaupt nichts, also Blogs a la Diary eines Callgirls etc. pp. und finde auch den Verstoss gegen Grundsätze der Diskretion nicht sonderlich sinnvoll.

Da ich mich gerade selber in einer Übergangsphase zu neuen Ufern bewege, auch nicht von Sexwork lassen will und kann, sehe ich nicht in der Veröffentlichung von Indiskretionen und sog. Abrechnungen einen sinnvollen Beitrag - es wirkt sich doch nur nachteilig auf die Szene aus, diese ganze Skandalisierungsschiene und auch durch die Berichterstattung idealisierte Einstiegshilfe in Pretty Woman Manier- , sondern nur in aktivem künstlerischen und/oder politischen Engagement von Sexworkern bzgl. des Umgangs mit Stigmata und Ausgrenzung, mit dem Ziel, Sexwork anzuerkennen, wo sie stattfindet, nicht am Rand, sondern mitten in der Gesellschaft. Ich versuche es auf die humorvolle Tour, weil ich der Überzeugung mit, daß man mit Komik Irritationen erzeugt und Stereotype aushebeln kann, natürlich immer kombiniert mit einer politisch klaren aufgeklärten Haltung. Interessanterweise wird einem das in manchen engagierten Foren nicht gerade gedankt - im Gegenteil, man wirft mich mit radikalen Feministinnen in einen Topf, gerne wird auch Hexenjagd betrieben, das ist schon interessant, auch wenn weibliche Stimmen dazu schweigen; insbesondere da ich der Auffassung bin, daß Feminismus und Sexwork sich überhaupt nicht ausschliessen und man nicht vergessen darf, wem man gewisse Fortschritte in den Rahmenbedingungen des Sexworkens überhaupt zu verdanken hat; z.B. denke ich an das deutsche Prostitutionsgesetz, wirksam seit 2002, das in der Umsetzung auf regionaler Ebene zwar teilweise verpufft, aber immerhin für eine gewisse Anerkennung der Sexworker gesorgt hat, angestossen ja durch Felicitas Schirow, einer Berliner Bordellbesitzerin. Also persönliches jahrelanges Engagement und Sexwork schliesst sich nicht aus. Die Verbesserung gewisser rechtlicher Rahmenbedingungen, insbesondere in Berlin (trotz einiger Puffschliessungen), daran profitieren letztlich alle Sexworkerinnen und es ist nicht einzusehen, daß manche Damen aus dem hochpreisigen Segment auf Frauen, die auf der Strasse, in Laufhäusern etc. arbeiten, herabschauen, wie ich es häufig beobachte. Das aber ist eher die Regel, denn die Ausnahme. D.h. die Brandmarkung geht nicht nur von interessierten politischen und bürgerlichen Kreisen aus (die wir hautnah bedienen), sondern durch die aktive Spaltung, die insbesondere deutsche Sexworker untereinander betreiben und "Seelenfickern" noch in den Arsch kriechen, anstatt gewisse Regeln, die mal von Huren durchgesetzt wurden und die dem Schutz der Psyche dienten, ebenfalls anzuwenden oder zumindest zu unterstützen. In anderen Ländern gibt es diese heimliche Klassen-Einteilung nämlich garnicht so sehr, sondern ein solidarischeres Verständnis unter den aktiven Frauen, ob Puff oder 5-Sterne-Hotel.

Diese lächerlichen Callgirl Blogs langweilen mich nicht nur, sondern sind m.E. dem progressiven Umgang mit Sexwork nicht zuträglich. Jenseits von Opferschiene und Idealisierung einer nicht so eindeutig als Tätigkeit definierbaren "Dienstleistung" muss es doch differenziertere Ausdrucksformen geben, im Sinne eines liberal-aufklärerischen Verständnisses.

Sorry, jetzt ist es etwas lang geworden, aber das regt mich zur Zeit extrem auf.
Ariane - 2009-03-11, 19:52
Titel: betrifft Molly Luft
(Btw: stelle gerade fest, daß ich mich forenmässig jahrelang wohl falsch bewegt habe)


Da man ohne X-Check dort nicht ohne weiteres Zugang hat, habe ich mir erlaubt, den kompletten Text hier reinzustellen:


Ariane in Verkehrsberichte, veröffentlicht: Mittwoch, 2. Februar 2005, 14:50

Fuck OFF Pimp
Offener Brief an Berlins größte Pimpernelle (weibl. Ableitung für Pimp: engl. Zuhälter)

Tja meine Liebe, ist nun Dein Traum von einer eigenen Bar in Erfüllung gegangen (hat wohl nur tagsüber geöffnet, wie ich erfahren habe)

"and now runs a bar in the city's lively Kreuzberg district"

und meinst nun, Deine Lebensweisheiten als Consulterin in Staatsdiensten einbringen zu müssen.

"People would no longer be unemployed and could earn themselves a living."

Ach ja?

" People aren't willing to work very much but they expect to earn a lot of money"

Wie Du erst Deine Tochter vom eigenen Ehemann hast befingern und * lassen und dann auf den Strich und in den eigenen Puff geschickt hast (die zugleich mit Deinem Wissen Sozialhilfe kassierte), und Deine Damen ausgebeutet hast, ist wirklich unübertreffbar, z.B. Frau hat 17 Nummern an einem Tag geschoben und geht mit sage und schreibe 167EUR nach Haus, dank Deiner Abgaben und überspannter Beiträge zur Anzeigenschaltung. A very lot of money....

Auch wenn Du Dein Leben in den Dienst der Männerwelt gestellt hast, mute doch dem Rest der Menschheit Deine Weisheiten und Ratschläge nicht zu, um Deine leere Kneipe zu füllen.

Fuck Off...



**********************************

Dies war eine Entgegnung auf ein Interview mit einem englischen Journalisten, das online nicht mehr zugänglich ist. Ich meine aber, sie hat sich sogar getraut, es unter ihren Presse-Memoiren auf ihre Website zu stellen:

German prostitute sees sex trade hope for jobless
Mon Jan 31, 2005 04:24 PM GMT
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BERLIN (Reuters) - A celebrated Berlin prostitute has said that German job centre advisers shouldn't shy away from offering jobs in the sex industry to the long-term unemployed.
Molly Luft, who sold her famous Berlin brothel two months ago and now runs a bar in the city's lively Kreuzberg district, on Monday said the sex industry was always looking for new recruits.

"Why shouldn't they send the unemployed to work in the sex industry? Before it was a grey zone, but now employees are insured and receive benefits," Luft told Reuters. "People would no longer be unemployed and could earn themselves a living."

Most business sectors in Germany are shedding workers, and unemployment is expected to exceed five million, nearly 11 percent of the workforce, in January for the first time since reunification in 1990.

German sex workers have been on a par with any other employee since the government legalised prostitution in 2001. They are entitled to social security benefits and pay taxes.

Registered brothel keepers also believe they have a right to seek new staff through job centres and have been scouring job seekers' databases for suitable matches.

"I was always looking for workers over 30 years in the trade. People aren't willing to work very much but they expect to earn a lot of money," Luft said.

A spokesman for the Federal Labour Office said that if job seekers said they were prepared to work as, for example, dancers in strip bars, advisers could put them in touch with any suitable employers, but vacancies would not be displayed in job centres.

He also stressed job centres would not look for prostitutes on behalf of brothels, nor offer sex industry jobs to people who hadn't specifically mentioned it as an area of interest.

Speculation has grown over recent weeks that Germany's new welfare reforms, obliging the long-term unemployed to take any available job or risk losing their benefits, could lead to

women being offered jobs in the sex industry.

"One can't expect everyone to be prepared to work in the sex industry," Luft said. "Plus if people aren't very attractive they aren't going to make much money," she added.
malin - 2009-03-11, 19:59
Titel:
^^ thumbsup.gif d àccord
Ariane - 2009-03-11, 20:17
Titel:
Kann mich deiner Einschätzung bzgl. des Treibens von HYDRA nur anschliessen liebe Malin.
malin - 2009-03-11, 21:54
Titel:
juhu, endlich ist mal jemand meiner meinung 002.gif
Marc of Frankfurt - 2009-03-15, 14:50
Titel: Verlinkung
Meine Antwort zu den Anfeindungen gegen Domenica.
Meine Einschätzung zum Niedrigpreis-Geschäftsmodell:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=52027#52027





Sehenswerter Film:

Ausgestiegen, das harte Leben der Ex-Huren
Film von Gesine Enwaldt und Inka Wienen


http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3849
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=52229#52229 (film members-only)





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Marc of Frankfurt - 2009-05-08, 16:03
Titel: Lebensgeschichte eines Machers:
Ausstieg auch ein Thema für Zuhälter

Vom Profiteur zum Prostitutionsgegner
Vom Ausbeuter zum Klerikalen - Ein Leben in Extremen:


Der Paulus von St. Pauli
Peter Töpfer




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Peter Töpfer (Bild: lukas coch/zeitenspiegel)


Langsam lässt Peter Töpfer seinen Kombi über das Kopfsteinpflaster der Davidstraße rollen, blickt nach links, nach rechts, alles sieht so anders aus und doch wie früher, er biegt ab, hin zum Hans-Albers-Platz. Wie ein Faraday'scher Käfig vor Blitzen schützt, so scheint ihn das Auto vor Einschlägen der Erinnerungen zu schützen. Fast zwanzig Jahre ist es her, dass er das letzte Mal hier war. Aber da ist immer noch diese Angst. Nicht vor irgendwelchen Typen, die ihn noch kennen könnten. Die kommen erst nachts auf die Straße, wenn der Kiez in rosarotes und blaues Neonlicht getaucht ist.

Jetzt leuchtet die Vormittagssonne jeden Winkel des Viertels aus, das noch den Rausch der letzten Nacht auszuschlafen scheint. Alles ruhig, nur Peter Töpfer nicht. Mit tiefer, leiser Stimme sagt er: "St. Pauli ist für mich nicht ungefährlich. Auch nach all der Zeit nicht." Die Geister der Vergangenheit, ihre Gewalt, ihre Gelüste, sie sind nicht totzukriegen. Aber er hat den Kampf mit ihnen aufgenommen.


Mit Gottes Hilfe. "Der Herr sagt: ‚Die Last, die ich auferlege, ist leicht zu tragen.' Ich möchte, dass mein Leben geführt ist von Gott, in allem. Was soll mir passieren?" Töpfer kennt sich aus mit Gottes Wort. Der stämmige 61-Jährige mit der hohen Stirn und dem Seitenscheitel ist Prediger bei der evangelisch-freikirchlichen Glaubensgemeinschaft Mission Kwasizabantu. Mehrere Male pro Woche spricht er vor Kirchengemeinden. In Berlin, in Wolfsburg, in der Schweiz – wo immer das Wort Gottes Gehör findet.


Mission von Gottes Gnaden

Die Mission Kwasizabantu (KSB) ist eine evangelische Buß- und Bekehrungsgemeinschaft mit weltweit rund 40.000 Anhängern. Der deutschstämmige lutherische Prediger Erlo Stegen gründete sie 1966 im Zulu-Stammesgebiet von Südafrika, "als Gott in seiner Gnade mir... eine Erweckung unter den Zulus schenkte".

Die Erweckung, von der es heißt, dass sie mit spontanen Heilungen und anderen Übernatürlichkeiten einhergehen kann, stellt ein zentrales Element der KSB-Lehre dar.

Rigide Kleidungsvorschriften ächten alles Körperbetonte. Frauen dürfen sich nicht schminken. Hochzeiten werden "im Sinne Gottes" angebahnt. Manchmal lernen sich die Ehepartner, ähnlich wie in islamischen Traditionen, vor der Heirat kaum oder gar nicht kennen. Kritiker werfen der KSB sektenartige Züge vor ( www.ksb-alert.com ).

Oft fährt er nach Lindach, ein 3000-Seelen-Dorf bei Schwäbisch Gmünd. Hier liegt die Süddeutschland-Zentrale der Mission Kwasizabantu. Nur wenige Schritte neben der missionseigenen Grund- und Realschule steht die Gemeindehalle, ein Wellblechbau, der früher als Lager diente. Knapp 200 Gläubige sind an einem Donnerstagabend im Januar zusammen-gekommen, um Töpfers Predigt zu hören. Die Männer in Bügelfaltenhosen, die Frauen in langen, weiten Röcken. "Glücklich ist ein Mensch, wenn er sagen kann: Jesus Christus hat die Werke der Finsternis in mir zerstört." Peter Töpfer stützt den Ellenbogen auf das Pult und blickt über seine Lesebrille auf die Gemeinde. "Wer Sünde tut, der ist vom Teufel", zitiert er aus dem Johannes-Evangelium. Seine Stimme wiegt sich in sanftem Singsang. Er spricht von Vergebung, Bekehrung, Gnade und Glück. Hinter ihm ein Holzkreuz, daneben, auf einer Spanholzplatte, der Bibelvers: "Gott will, dass alle Menschen errettet werden."

Als seine Predigt endet, tritt der Gemeindeleiter ans Pult. In gemütlichem Schwäbisch bittet er zum Gesang. Er und Töpfer kennen sich bereits viele Jahre. Gemeinsam haben sie manches Werk der Finsternis verhindert. 2005 zum Beispiel, als sie in Schorndorf, einem kleinen Ort bei Stuttgart, mit einer Bürgerinitiative gegen die Genehmigung eines Bordells kämpften. "Bordelle", sagt Töpfer, "sind des Teufels."

Peter Töpfer parkt an der Davidstraße. Er zögert, einen Augenblick. Dann verlässt er seinen Faraday'schen Käfig und setzt den Fuß dorthin, wo sein Kiezleben begonnen hatte, damals, in den Sechzigern. Vor der Eckkneipe Anker am Eingang der Herbertstraße, dem berühmtesten Straßenstrich Deutschlands, zeigt er auf die Fensterchen im ersten Stock. "Hier, direkt über dem Anker, hab ich 1975 mein erstes Bordell eröffnet."

Als Zuhälter wird man nicht geboren, zum Zuhälter wird man gemacht. Alle sagen das auf St. Pauli, die großen Fische und die kleinen. Peter Töpfer war ein Fisch irgendwo dazwischen. Direkt nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er in Meßkirch in Baden-Württemberg geboren, im hügeligen Niemandsland zwischen Donau und Bodensee. Er war Besatzungskind, Schlüsselkind, Problemkind. Seinen Vater, ein Offizier der französischen Armee, lernte er nie kennen. Seine Mutter musste arbeiten, hatte keine Zeit für ihn. Er wuchs auf der Straße auf, geriet mit der Polizei aneinander: Einbrüche, Schlägereien – als Flucht aus der Langeweile, auf der Suche nach Anerkennung. Seine Mutter hörte Volksmusik. Er wollte ein Rock'n'Roll-Leben. Er musste raus aus Meßkirch.

Als er volljährig wurde, ging er nach Hamburg und heuerte bei der Handelsmarine an. Das Matrosenleben war eine einzige Party. Er sah die Welt und verdiente genug, um sich bei Landgängen zu besaufen. Peter Töpfer lernte Spanisch. Genau ein Wort: "Pastillas contra dolor de cabeza" – Kopfschmerztabletten.


Erst Kneipengast, dann Freier

Immer wieder kehrte er nach Hamburg zurück, wurde Stück für Stück von St. Pauli aufgesogen. Erst als Kneipengast, dann als Freier in der Bordellszene. Bald stand er selbst hinterm Kneipentresen, schenkte Schnaps aus und zog die Kunden so gut es ging über den Tisch. "Istanbul hieß diese Kneipe. Da ging alles los, Mitte der Sechziger." Vor der Spelunke, die heute Pils-Börse heißt, stehen immer noch Frauen Spalier. "Von da an dauerte es nicht mehr lange, bis ich ein, zwei, drei Prostituierte hatte." Er wurde zum Luden. Hatte auf einmal Geld. Viel Geld. Bis zu fünfhundert, manchmal tausend Mark brachte ihm eine Hure ein. Pro Tag. Immer mehr Frauen schafften für ihn an, schon nach wenigen Monaten hatte er sich unter den Kiezgrößen einen Namen gemacht. Einige Jahre später mietete er sich im Eros-Center ein – damals Europas größtes Bordell, das Willi Bartels, der "König von St. Pauli", mit dem Segen der Stadtväter hochgezogen hatte.

Das Eros-Center heißt heute Paradise Point of Sex. Auf dem Weg dahin kommt Peter Töpfer an weiteren Stationen seines früheren Lebens vorbei: Clubs, Diskotheken – "ideale Orte, um frische Mädchen für den Strich zu rekrutieren". An der Ecke zur Großen Freiheit biegt er durch eine dunkle Unterführung in einen Innenhof ein. "Das hier war der Kontakthof", sagt er. Hier warteten die Frauen auf Freier, um sie dann auf eines der 200 Zimmer mitzunehmen.

Mitte der 1970er Jahre schloss sich Töpfer mit anderen Zuhältern zur "Nutella-Bande" zusammen. Knapp zehn Männer – für die mehr als hundert Huren anschafften. Er investierte sein schnelles Geld in schnelle Autos, in Luxusreisen und Goldschmuck, gönnte sich einen Cadillac Eldorado, ein langes, stolzes Straßenschlachtschiff. Er war nicht mehr Matrose. Jetzt war er Kapitän. Die Jahre verflogen wie im Rausch, der Geldstrom aus den Bordellen schien unerschöpflich. Das englische Boulevardblatt Daily Mirror kürte St. Pauli zur "Sex-Hauptstadt der Welt". Töpfer und seine Kumpane waren ihre Kämmerer. Fast täglich trafen sie sich im Café Adler von Dieter Bockhorn und Uschi Obermaier. Es wurde gekifft, gekokst, und die Zeit dazwischen überbrückten Cognac und Klarer. Sonntagmorgens fanden im Adler Gottesdienste statt, zu denen sich Dealer, Zuhälter und Zwielichtige versammelten. Die Predigten hielt ein blonder, langhaariger Hippie, der meist so breit war wie seine Zuhörer.

Anfang der 1980er Jahre hatte der Kiez einen Kater. Bisher waren Geschäfte und Meinungsverschiedenheiten mit Geld oder Fäusten geregelt worden. Stets galt der Kiezkodex: Kein Verrat an die Bullen! Keine Waffen! Doch das Klima wurde kälter. Am 28. September 1981 wurde St. Pauli von Schüssen erschüttert. Der Zuhälter Fritz Schröder (Chinesen-Fritz) verblutete im Boxlokal Ritze, der Mord blieb ungeklärt. Töpfer, der Chinesen-Fritz gut kannte, traf Vorkehrungen. "Vorsicht bei Festnahme – Schusswaffengebrauch!", stand in seiner Polizeiakte. Er kam in eine Sinnkrise. Ist es das wert? Was hat Wert? Er stellte sein Leben in Frage, zum ersten Mal.

Peter Töpfer steht im Kontakthof. "Das ist alles so klein und hässlich, bei Tageslicht." Er seufzt. "Am schönsten wär's, wenn all diese Läden pleite gingen." Er tritt wieder auf die sonnendurchflutete Große Freiheit, über der Reklameschilder für Bier, Discos und Sexclubs werben. Schräg gegenüber steht eine Kirche, St. Joseph. Töpfers Blick wandert ihre Klinkerfassade hinauf. Seine Hände packen die eisernen Gitterstäbe des Kirchentors. Er muss lachen. Es gibt ein richtiges Leben im falschen, scheint ihm das kleine Gotteshaus zu sagen.

1981, zwei Jahre, nachdem die Polizei das Café Adler nach mehreren Drogenrazzien geschlossen hatte, traf Töpfer auf der Straße den Hippie-Prediger wieder. Doch den Hippie-Prediger gab es nicht mehr: Er hatte jetzt kurze Haare, trug einen Anzug, er brauche keine Drogen mehr, sagte er, er brauche nur noch Jesus, der habe zu ihm gesprochen. In Südafrika, bei der christlichen Mission Kwasizabantu.

"Ach du Scheiße!", dachte Töpfer. "Jesus hat zu ihm gesprochen. Jetzt ham' sie ihn fertig gemacht!" Doch in seiner Sinnsuche war er auch fasziniert. Er ließ sich zum Besuch eines Gottesdienstes überreden. Mit offenem Hemd und Goldkette lauschte er den Worten des Predigers, der von Neid sprach und von Hass und Hurerei. Töpfer war wie elektrisiert. Er dachte: "Wer hat denn dem mein Leben erzählt?"

Danach war seine Sehnsucht, einen Schlussstrich zu ziehen, nicht mehr zu stillen, weder durch Alkohol noch durch Drogen. Er trennte sich von seinen Bordellen. Er verabschiedete sich von seinen Nutella-Kumpanen. Die wollten ihn in den Urlaub schicken, er solle sich erholen, auf Hawaii. Aber er wollte keinen Urlaub von seinem alten Leben. Er wollte ein neues. Er eröffnete einen Gebrauchtmöbelladen in Altona, besuchte Bibelkreise, heiratete seine Freundin, mit der er ein kleines Kind hatte.


"Meine Sünden waren so grausam"

Sein neues Leben war zwei Jahre alt, da hatte er "das größte Erlebnis überhaupt". Peter Töpfers Stimme wird lauter, er gestikuliert. "Während eines Gottesdienstes ging es um diese Bibelstelle, wo die Jünger zu Jesus sagen: Wenn du willst, kannst du Feuer auf die Ungläubigen herabfallen lassen!' Er erwidert ihnen: Ich bin doch gekommen, um zu retten! Das war wie ein Blitz – und mein ganzes Leben stand mir vor Augen. Ich war so erschrocken!" Peter Töpfer macht eine beschwörende Geste, sucht nach Worten: "Meine Sünden waren so grausam! Ich spürte auf meinen Schultern einen Sack, der immer schwerer wurde, ich bin aufs Gesicht gefallen und habe bitterlich geweint. Um mich war es stockdunkel."

Fünfundzwanzig Jahre ist das her. Doch auf einmal ist die Finsternis wieder ganz nah. Er schlägt die Hände vors Gesicht. "Ich lag da. Ich dachte: Jetzt musst du sterben! Jetzt ist es aus. Da hörte ich eine Stimme. Der Gemeindeleiter kniete neben mir, er las aus der Bibel – all die Stellen, in denen es um die Vergebung der Sünden geht. Ich hörte das. Und spürte, wie meine Schultern leichter wurden. Dann wurde es taghell." Peter Töpfer spreizt die Finger, blickt mit blitzenden Augen zwischen ihnen hervor. "Da wusste ich: Jetzt hat Gott dir vergeben."

"Nie wieder zurück!", sagte er sich damals. Er könne nachempfinden, was Saulus passiert war, als ihm auf dem Weg nach Damaskus das Licht erschien und ihn zum Paulus gemacht hat. Töpfer wollte den Weg zu Gott gehen. Doch seine Frau, "die liebte das Leben". Seine radikale Frömmigkeit verstörte sie. Sie ließ sich scheiden, nahm die Tochter mit. Töpfer blieb zurück. Allein, mit Gott – "Gott hat mir das Leben gerettet".

Wie Recht er damit haben sollte, erfuhr er schon bald aus Zeitung und Fernsehen. Der Ehrenkodex zählte nichts mehr im St. Pauli der 1980er Jahre. Im Oktober 1982 gibt es eine Schießerei im Eros-Center. Klaus Breitenreicher und Jürgen Becker von der Nutella-Bande sterben im Kugelhagel. "Wäre ich geblieben, wäre ich auch getötet worden." Auf dem Kiez kamen mehr als zwei Dutzend seiner Bekannten um. "Mord, Selbstmord, Drogen, Aids", zählt er auf.

Peter Töpfer sitzt wieder in seinem dunkelblauen Kombi und schließt die Augen. "Bitte Herr, sei Du weiter mit mir. Amen", betet er. Dann startet er den Motor. Sein Ziel: Haus Druhwald, eine Wohnsiedlung in einem Waldgebiet eine halbe Autobahnstunde südlich von Hamburg – die Norddeutschland-Zentrale der Mission Kwasizabantu. Das Zuhause seines neuen Lebens.

Auf den letzten Schritten in dieses Leben hat er Ordnung gemacht. "Ich bin zu den Menschen gegangen, denen ich Böses getan hatte, und bat sie um Vergebung." Alle haben sie ihm vergeben, sagt er: Ein Kiez-Kollege, der ihn umbringen wollte, die Eltern der Mädchen, die er in die Prostitution gelockt hatte, Betrogene, die noch gar nichts von Töpfers Betrug gewusst hatten. Und eine Frau, die Töpfers Tun nie vergessen konnte. Er hatte sie als Jugendlicher im Alkoholrausch vergewaltigt.

Druhwald liegt auf einer Lichtung zwischen dicht stehenden Buchen, Birken und Fichten. Siebzehn Klinkerhäuser mit Gästezimmern für mehr als 300 Leute stehen darauf, eine Halle für die Gottesdienste, ein von rostigem Maschendraht umgrenzter Bolzplatz, ein Hühnerstall. Rauchschwaden ziehen zwischen den Häusern hindurch. Es wird mit Holz geheizt. Keine Menschenseele weit und breit, es ist atemberaubend ruhig, wenn gerade keine Bibelfreizeiten stattfinden. Acht Familien leben in Druhwald. Und Peter Töpfer.

Nie wieder zurück! In Töpfers Wohnung gibt es nichts, was an die Zeit vor seinem Leben als Laienprediger erinnert. Nur der Führerschein von 1977 hat die Zeitenwende überdauert.

Auf dem Wohnzimmertisch eine blumenbestickte Tischdecke. An den Wänden Aquarelle von Landschaften, Bauernhäusern, Bäumen. Hochzeitsfotos seiner Kwasizabantu-Brüder und -Schwestern. Und Fotos von Gottesdiensten der Mission in Südafrika. Fast jedes Jahr fliegt er dorthin. Er hat Zulu gelernt. Genau ein Wort: "Yabonga" – Dankeschön.



http://www.fr-online.de/in_und_ausl....Paulus-von-St.-Pauli.html





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Marc of Frankfurt - 2009-05-28, 14:48
Titel: Prostitutionsfeindlichkeit als Antrieb zur Entwicklungshilfe
Wie Ausstiegshilfe als prohibitionistische Propaganda dient


Kommentar zu diesem Artikel eines Hilfsprojektes in Afrika:
"Fahrradverleih statt Prostitution":
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=57996#57996


Klingt erstmal interessant, liegt aber möglicherweise auf der selben Schiene wie die Nähkurse für Ex-Sexarbeiter (z.B. von SOLWODI), die die selbstbestimmten Sexarbeiter von EMPOWER in Thailand und von www.apNSW.org ablehnen. Sie wollen Entdiskriminierung und faire Arbeitsbedingungen in der Sexarbeit statt humanistisch-religiös etikettierte Almosen, Bevormundung und Stigmatisierung.

Warum funktioniert denn das Fahradbiz? Weil es eine riesige Transferleistung darstellt. Geldwerte Güter, fürs Land neue Technologie und damit Wissen werden aus der reichen Welt in die arme Welt verbracht.

Wenn die Sojapflanzkonzerne kommen und Geldinvestitionen und Maschinen geben, um den Urwald abzuholzen und Plantagen für Futter unsere Massentierhaltung zu bauen, schaffen sie es auch die lokalen Menschen von ihrem bisherigen armseelig-subsitenten Tun wegzulocken. Beide Projektkategorien sind letztlich vergleichbar. Es sind Formen des Kolonialismus, wenn nicht sichergestellt wird, daß Selbstbestimmung der indigenen, betroffenen Menschen in ausrechendem Maße stattfinden (Sexworker-Inklusion und Selbstinteressen-Selbstbestimmung).

Man wird beim Projekt genauer hinschauen müssen als es der Artikel vermittelt, um zu sehen ob und wo neue Handlungsfreiheiten und Wohlstand entsteht aufkosten von welchen Einschränkungen, Abhängigkeiten und Opfern.



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Förderung und Bildung sind immer gut und notwendig um Chancengleicheit und Teilhabegerechtigkeit wiederherzustellen. Aber warum gegen Sexwork?

Der hier konstruierte Gegensatz zur Prostitution zementiert nämlich gleichzeitig wie er Probleme der Armut lösen will, die Stigmatisierung von Prostitution. Damit aber wird das Arbeitsfeld Prostitution erst ausbeutungsanfällig und armseelig und wird zur sog. Falle Prostitution. Dabei könnte man Sexwork auch von der prekären Überlebensstrategie zum profitablen Geschäftsmodell fortentwickeln indem man Sexworker-Akademien einrichtet...





Die Kombination von Entwicklungshilfe mit Prostitutionsfeindlichkeit ist abzulehnen.

Eine akzeptable Analyse von Armutsursachen, Genderverhältnisse und Sexualität wird nicht angegangen.


Ist der Artikel letztlich doch nur eine getarnte Propaganda gegen Prostitution?

Ist die emotionsgeladene Aufregung gegen Prostitution der zentrale Antrieb für das Hilfsprojekt?





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Marc of Frankfurt - 2009-06-03, 16:24
Titel: Mimikry/Diakonie in München
Wenn das Rotlicht erlischt

Ausstieg aus der Prostitution



Von Johann Osel

"Welthurentag": Etwa 400.000 Frauen sollen in Deutschland anschaffen gehen und träumen vom großen Geld. An später denken die wenigsten, doch mit dem Alter kommt oft die Armut.

Da hilft auch kein Gesetz.
prostituierte warten auf freier

Mit Prostitution lässt sich zuweilen gutes Geld verdienen. Wer denkt da an Altersvorsorge? (Foto: Reuters)

Wann genau der Abstieg begann, kann Ingrid nicht mehr sagen. Es war ein schleichender Prozess. Mit Mitte 20 hatte sie, die in Wirklichkeit anders heißt, damit begonnen, ihren Körper zu verkaufen - angelockt durch die vermeintlichen Reichtümer, die eine Bekannte auf dem Strich verdiente. Von Jahr zu Jahr wurden die Einnahmen weniger. Die Gesetze des Strichs sind simpel: Je jünger desto lukrativer. Und umgekehrt. Vor wenigen Jahren war dann für die heute 56-Jährige endgültig Schluss: "Da war nichts mehr los", sagt Ingrid in breitem Bairisch, "auch nervlich ging gar nichts mehr, die Depressionen halt."

Ihre Lebensgeschichte erzählt die Frau mit der blonden Lockenmähne und der abgewetzten Lederjacke langsam und leise, sie flüstert beinahe: wie sie zweimal mit einem Messer bedroht wurde und nur knapp dem Tod entging - "sowas bleibt hängen". Wie sie ihren Bekannten und Nachbarn immer wieder vorgaukelte, sie arbeite in einer Gaststätte. Nach dem Ausstieg aus der Szene stand Ingrid vor dem Nichts: keine Rentenversicherung, keine Ersparnisse, keine Perspektive. Sehr vielen Huren geht es im Alter so.


Vor etwa sieben Jahren hat der Bundestag das Prostitutionsgesetz verabschiedet, damals ein Prestigeprojekt der rot-grünen Koalition. Es sollte die rechtliche Stellung von Prostitution als Dienstleistung regeln und den Ruch der Sittenwidrigkeit beseitigen. Das Kernanliegen des Gesetzes aber ist de facto gescheitert: Prostituierten den Zugang zu Sozial- und Rentenversicherungen zu schaffen, im besten Falle gar feste Arbeitsverhältnisse mit einklagbarem Lohn und allen Rechten und Pflichten eines Arbeitnehmers. Statistische Angaben über die Zahl der Prostituierten, die als versicherungspflichtig beschäftigt gemeldet sind, gibt es nicht - die Sozialversicherungsträger führen keine Dateien unter der Kategorie Huren, sondern dokumentieren sie unter einer Sammelbezeichnung.


Eine Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums stellt allerdings fest, dass nur 0,9 Prozent der befragten Prostituierten einen Arbeitsvertrag haben. Gerade einmal 43,3 Prozent der Befragten, die hauptberuflich anschaffen, verfügen über eine Rentenversicherung oder eine andere Vorsorge. Ob sich die Angaben der Studie auf den gesamten Berufsstand hochrechnen lassen, ist fraglich. Denn wie viele Huren es in Deutschland gibt, weiß niemand so genau, zumal viele Frauen vorübergehend oder gelegentlich anschaffen. Gewagte Schätzungen gehen von bis zu 400.000 Prostituierten bundesweit aus.


Das Geld zerrinnt in den Fingern

Ingrid, die in München fast 30 Jahre "mal hier, mal dort" anschaffen war, hat sich um ihre Altersvorsorge nie Gedanken gemacht. Das Prostitutionsgesetz war zwar noch ganz neu, als sie dem Strich den Rücken gekehrt hat. Eine private Versicherung oder Sparen fürs Alter war aber auch nie ein Thema - "bei uns Mädels auf der Straße hat das keine gemacht". Und das Geld zerrinne einem in den Fingern, Schulden waren abzustottern. Seit dem Absprung aus dem Milieu lebt sie von Hartz IV. Einen Job, sagt Ingrid, könne sie nicht mehr annehmen mit den Depressionen und wenn - sie macht eine kurze Pause, räuspert sich - "würde mir ja sowieso keiner einen geben". In der Zeit vor dem Strich hat sie gekellnert, eine Ausbildung hat sie nicht.

Jeden Dienstag um die Mittagszeit ist Ingrid zu Besuch bei Mimikry, einer sozialen Stelle für aktive und ehemalige Huren in München. Die Beratung der Einrichtung, die in evangelischer Trägerschaft ist und von der Stadt München bezuschusst wird, läuft zwar anonym ab, aber die Frauen legen meist alle Karten auf den Tisch. "Wir wissen über die Vergangenheit der Frauen Bescheid. Sie können uns vertrauen", sagen Carmen Jörg, die Leiterin der Einrichtung, und Ingrids Betreuerin Sabine Skutella. Mimikry bietet nicht nur Beratung bei der Lebensplanung, sondern auch Hilfe bei Behörden sowie Lebensmittelspenden der Tafel. Ingrid ist auf die wöchentlichen Essenspakete angewiesen. "Das Hartz IV reicht hinten und vorne nicht", sagt sie und nimmt gerne mit, was da ist. An diesem Tag sind es unter anderem Brot, Würstchen, Suppe und Blumenkohl.

Knapp 900 Beratungskontakte im Jahr registriert die Einrichtung, manchmal nur eine Frage, schüchtern am Telefon gestellt. Da sind Migrantinnen, die sich kaum verständigen können. Es sind Frauen mit psychischen Erkrankungen darunter, es geht um HIV-Infektionen, Alkoholismus und Obdachlosigkeit. Und immer wieder um das gleiche Problem: fehlendes Denken an die Zukunft. Es gibt durchaus Prostituierte, die etwa durch eine Eigentumswohnung oder eine Lebensversicherung vorsorgen. Meist sind das Edelhuren oder Dominas, die "empfohlen" werden und sich die Freier quasi selbst aussuchen. "Je professioneller die Berufsausübung, desto gezielter wird vorgesorgt", sagt Carmen Jörg.

Der Regelfall sei das nicht. Viele junge Frauen würden, wenn das Geschäft gut läuft, "sehr konsumorientiert leben". Die Arbeit auf dem Strich geht körperlich und seelisch an die Substanz, als Entschädigung dafür wollten viele zumindest ein gutes Leben führen. "Teurer Schmuck, Kleidung, Autos, Urlaube", zählt Jörg auf. Wenn die goldenen Zeiten vorbei sind, ist meist nichts mehr übrig - außer die tiefen Spuren des Jobs, Armut oder Krankheiten.

Jörg und Skutella halten die Intention des Prostituiertengesetzes für gelungen, es habe den Strich aus der Sittenwidrigkeit und damit aus der Tabuisierung herausgeholt. Die Erwartungen der Politik seien aber zu hoch gewesen. "Da gibt es kein Hopp oder Topp von heute auf morgen", meint Jörg. Viele Huren wollten für ihre Arbeit gar keinen offiziellen Charakter, sie befürchteten weniger Selbständigkeit und den Verlust der Anonymität. Und kaum ein Bordellbetreiber wünsche sich wohl eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wenn die Sexarbeiterinnen nichts für ihn einbringen. Arbeitsverträge bedeuten mehr Kosten und Pflichten. Das sind auch Gründe, warum das Gesetz kein Renner wurde.


Hilfe für den Ausstieg

Auch bei der Bundesregierung weiß man nicht so recht Rat. "Hinsichtlich des Zugangs zur gesetzlichen Sozialversicherung und der Möglichkeiten der freiwilligen Absicherung sind Prostituierte rechtlich gegenüber anderen Arbeitnehmerinnen nicht mehr benachteiligt", heißt es in der Studie des Familienministeriums. Insoweit bestehe "kein weiterer gesetzgeberischer Handlungsbedarf", wohl aber für Verbesserungen. Zunächst müsse die Regierung, so heißt es, "politischen Willen" zeigen, ob man die Ziele überhaupt weiter realisieren wolle.

Zumindest ein Anfang ist in Sicht: Im Familienministerium wird derzeit an einem Modellprojekt gebastelt, das Huren beim Ausstieg unterstützen und dann in den Arbeitsmarkt bringen soll. An drei bis vier Standorten bundesweit sollen Programme zur Qualifizierung angeboten werden. Bis jetzt existiert das alles nur auf dem Papier, Ende März war Schluss mit der ersten Bewerbungsphase, in der Projektskizzen dafür beim Ministerium eingereicht werden konnten.

Für die Münchnerin Ingrid dürfte dies alles ohnehin zu spät sein. "Na klar", sagt sie, "würde ich die Zeit gerne zurückdrehen." Ihr fallen viele Fehler ein, wenn sie über ihre Zeit auf dem Strich nachdenkt. "Ich hab da halt als junges Mädel falsch gedacht." Von ihrer Betreuerin Sabine Skutella verabschiedet sie sich am Ende mit einer Umarmung. Man müsse die Schicksale der Frauen "stets professionell behandeln", hatte Skutella zuvor gesagt, und dennoch sieht die Szene ein wenig so aus, als würden sich zwei Freundinnen nach einem Plausch verabschieden. Mit Brot und Blumenkohl im Gepäck macht sich Ingrid auf den Nachhauseweg. Nächsten Dienstag um die Mittagszeit wird sie wiederkommen.

http://www.sueddeutsche.de/leben/50/470596/text/


Hilfe vom selben Projekt für Stricher:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=64157#64157





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Marc of Frankfurt - 2009-07-03, 15:05
Titel: Urteil VG Stuttgart
Falle Prostitution
oder
wie delikat man/frau den Berufswechsel gestalten kann der dann versperrt wird:



Table-Dancing rechtfertigt die Ablehnung einer Bewerberin für den Polizeidienst


Das hat das Verwaltungsgericht Stuttgart mit Beschluss vom 18.02.2009 entschieden und den Eilantrag einer Bewerberin für den Polizeivollzugsdienst zum Frühjahr 2009 gegen das vom Bereitschaftspolizeipräsidium Baden-Württemberg vertretene Land auf zügige Fortsetzung ihres Bewerbungsverfahrens abgelehnt.


Nach Auffassung der 9. Kammer des Verwaltungsgerichts hat das Bereitschaftspolizeipräsidium das Bewerbungsverfahren zu Recht abgebrochen.

Denn es bestünden Zweifel an der charakterlichen Eignung der Bewerberin.

Dem Bereitschaftspolizeipräsidium seien nämlich anonym Auszüge aus einem Internet-Forum mit über einer Million Nutzern zugeleitet worden. Dort habe sich die Bewerberin noch während des Auswahlverfahrens schon als Polizeimeisteranwärterin bezeichnet und Fotos eingestellt gehabt, die jedenfalls wie „Table-Dancing“ vor Publikum wirkten. Der Vortrag der Bewerberin, dass diese Fotos inzwischen gelöscht seien, auch habe sie nur in der einen Bar bedient und in Stiefeln und Bikini zum Amüsement der z.T. auch jugendlichen Gäste getanzt, ändere daran nichts.

Die Zweifel an der charakterlichen Eignung der Bewerberin würden sich aus die für viele Internetnutzer einsehbare Verknüpfung zwischen einer (auch nur künftigen) Tätigkeit bei der Polizei und ihren Aktivitäten als „Table-Dancerin“ ergeben.

Denn diese Verknüpfung lasse vermuten, dass sich die Bewerberin durch die Angabe der (künftigen) Berufstätigkeit einen stärkeren Zulauf bei ihrem Job als Kellnerin versprochen habe, worin ein merkwürdiges Verständnis des Verhältnisses von Beamtenstatus zu etwaigen Nebentätigkeiten liegen dürfte.

Auch sei inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen sie wegen des Verdachts des Missbrauchs von Dienstbezeichnungen anhängig.

Gegen den Beschluss (Az.: 9 K 384/09) ist die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim gegeben. Sie ist innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Entscheidung einzulegen.

http://vgstuttgart.de/servlet/PB/me....2/index.html?ROOT=1192939





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Marc of Frankfurt - 2009-08-04, 05:26
Titel: Saafe Exit
Getting out


Kurzer Aufsatz mit wesentlichen Tipps von englischen Sexworkern.
Er zeigt Fallen und regt an vorsichtig zu sein schon beim Beginn der Sexarbeit:
http://www.saafe.info/gettingout.htm

Übersetzungswerkzeug:
http://www.google.de/language_tools


www.saafe.info





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Marc of Frankfurt - 2009-08-20, 03:31
Titel: Porno-Karriere-Management
Studierter Ex-Pornograph warnt per Comix:

7 Stufen einer kurzen Darstellerkarriere






Image
Mehr ...






Buch und zugehörige Website von Sam Benjamin:

"Confessions of an Ivy Leage Pornographer"


www.ivyLeaguePornographer.com





Auch vertreten in dieser Anthologie:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=63448#63448

Das Elend der Pornodarsteller in Gay Produktionen in Prag:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=69706#69706

Oder in USA:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=30169#30169





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Marc of Frankfurt - 2009-09-07, 11:14
Titel: SWAN Northampton
So kann der Ausstieg, das Sexworker Outplacement klappen

Ein langer schmerzvoller Prozess nicht nur für Beschaffungsprostituierte.
From prostitute to legal secretary



By Jane Elliott
Health reporter, BBC News




Artikel auf Deutsch lesen:
http://translate.google.de/translat....de&hl=de&ie=UTF-8

Street worker
Street workers face violence from clients


Just over a year ago Jo was a [street based] prostitute in Northampton.

She faced daily abuse and violence and had been badly beaten by customers.

Her four children had all been taken away from her and she was addicted to crack cocaine after seven years of selling sex.

Today she is finally free of drugs, off the streets and due to start a course to train as a legal secretary.





Off the street

She credits her change in fortune to local organisation Sex Workers Around Northampton (Swan), which aims to get female sex workers off the street.

In the past five years, Swan - funded by several partners, including Northamptonshire County Council, the primary care trust and drug support groups - has encouraged between 120 to 150 women like Jo to give up prostitution.


I now have a lot more respect for myself
Jo

"I started working on the streets in my 20s and I am in my mid-30s now," said Jo.

"I used to see the Swan team giving out condoms and used to speak to them.

"It was getting very dangerous on the streets and I had been attacked a few times. I got a broken jaw and broken heel in attacks and there came a time when enough was enough."





Getting a life

And so she turned to Swan for help.

For the past 12 months she has been meeting with the group's support workers on a regular basis and has been put in touch with a host of other services.

At first she started dropping in for complementary treatments, such as accupuncture and hopi ear candles to help her sense of well-being.

But after a while the support workers convinced her to tackle her crack cocaine and parenting problems by going to drop-in centres and having voluntary drug tests.

They liaised with social services to help show that she was clean and ready to be a responsible full-time parent again.

Prostitutes often place themselves in danger
Swan has helped between 120 and 150 women to get off the streets

Jo said the turnaround has been remarkable.

"I looked horrible before. I was skinny and looked gaunt. I would sleep all day and then would go out to work.

"Now I have got one of my kids back and am trying to get the other two back - the fourth has been adopted.

"I do kick-boxing, boxing, self defence and I go to the gym. I feel a lot better, I look a lot better and feel more confident in myself.

"I now have a lot more respect for myself.

"When I got my daughter back I wanted to show a good example.

"I really appreciate Swan. They give you their mobile numbers and are there for you in every way."

Swan was a finalist in the last NHS Institute for Innovation and Improvement's Health and Social Care Awards.





Health checks

Sam Benfield, health improvement coordinator at Swan, said Jo's case had been a difficult one.

"It was a really long journey we had engaged with her on and off for four years," she said.

"She had a partner who was very violent and is currently in prison.

"There was a lot of co-dependency, but when her partner went into prison we started to see some engagement from her. She was starting to show she was ready.

"It was a long process of her reducing her sex working and her drugs she was having."

Sam said the sex workers coming to them are sometimes need help registering with a doctor or dentist.

"Health is always the last issue for the women," she said. "They never come in and say 'I need a GP', or 'my teeth are falling out' or 'I have an ulcer on my leg'.

"They come in and say 'I have no money or housing' or 'I am worried about prison' and health issues can be lost, but it is about health as well."

[Prostitution als schiere Überlebenssexualität. Reduktion auf reines Überleben und Existenzsicherung ist leider ein wesentlicher Faktor für Bereiche der Sexarbeit jenseits der selbstbestimmten, erfolgreichen, stolzen Sexarbeiter. Diese Bereiche sollten klar unterschieden werden, um nicht Sexarbeiter und Sexarbeit indirekt zu diskriminieren. Anm.]


http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/8130368.stm

Es existiert keine Homepage außer:
http://www.tin.nhs.uk/events-calend....ship-northamptonshire-pct

Sozialpreis für das SWAN Projekt 2008:
http://www.tin.nhs.uk/EasySite/lib/....p?doc=7939&pgid=11120
(pdf des Projektantrages, 7 pages)

SWAN mahnt auch die sozialen Verarmungsursachen zu verändern und nicht nur die Menschenhandelsthematik zu verfolgen.
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=29083#29083 (Länderberichte UK)

Outlaw Poverty - not Prostitutes

Danke an Aurum, der den Artikel gefunden hat.





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Marc of Frankfurt - 2009-10-01, 12:49
Titel: nichtverurteilende sondern liebende Hilfe für SW
So kann christliches Streetwork und Sexworker-Hilfe auch ablaufen:


Die Helfer versprühen Liebe für die Sexworker und geben die Lehren für Selbstliebe im Geist Jesus Christus weiter.
Outreach lavishes love on women in the sex industry and teaches that Jesus loves them too.


Jesus & strippers
Hope Award: I Am a Treasure lavishes the love of Christ on women in the sex industry



by Emily Belz


LOS ANGELES—Los Angeles. Near midnight. Industrial buildings. Empty streets. Full parking lot. Men wander into a nondescript building, "Fantasy Castle." Bouncers stand at the door. Inside, on stage. women dance to earn their rent. Men watch in the dark. Booze, perfume, and loneliness.

A group of young women with fistfuls of flamingo pink gift bags approach the bouncer and offer him cookies—yes, cookies. This is the second strip club they have visited, pulling up in a church minibus: They have five more on their list as they canvass neighborhoods north of Long Beach, south of Compton. The bouncer takes the cookies and lets them inside to the bar, the customers, and the dancers, who are all lined up on the stage.


Image
Harmony Dust
Ex-Stripper verspüht christliche Liebe und Hilfe für Sexworker
Treasure, San Francisco, USA
I am a Treasure - Ich bin unendlich wertvoll
www.IamaTreasure.com - Hilfsprojekt
www.scarsandStilettos.com - Ihre Biographie als Buch



"I hated lining up—like a cattle call," remarks Harmony Dust outside the club. Dust, a former stripper, started slipping notes on the windshields of dancers six years ago telling them "you are loved"—and her ministry, I Am a Treasure, was born. Along with other women including former strippers, she lavishes love on women in the sex industry and teaches that Jesus loves them too. On this night, several of the dancers turn away from customers to give the gift-baggers bear hugs and tell them their real names.

Treasures—that's what most people call the ministry [Predigtamt, Pfarrer]—has a simple recipe: Bring gifts of lip gloss, jewelry, and handwritten cards into dressing rooms in strip clubs. Wait for phone calls, texts, or emails from the women that often come in just hours after the visit. "This is largely a seed-sowing ministry," said Dust—and when sprouts appear, volunteers help with childcare and rides to church. They listen, talk, mentor, wait, and hope.

The world of strip clubs, prostitution, and pornography, underground by design, is also sprouting. The United States by one count has 2,700 strip clubs. The $13 billion-a-year pornography industry has 200 production companies in its epicenter, California.

In an unscientific 2007 survey taken by www.XXXChurch.com , which addresses pornography among Christians, 70 percent of Christians admitted to struggling with porn in their daily lives. Another poll by Rick Warren's www.pastors.com in 2002 showed 54 percent of pastors had viewed pornography within the last year. Eric Schlosser's book The Business of Pornography estimates that the number of strip clubs in the United States has doubled since 1987

[Verdopplungszeit 22 Jahre heißt umgerechnet:
100ln2/20 = 69,3/20 = 70/20 = 3,47 % Wachstum pro Jahr
und damit viel Weniger als an den Finanzmärkten, die uns gecrasht haben!!! Anm.]
,

and that Americans spend more of their money on strip clubs annually than on ballet, theater, opera, and classical and jazz concerts combined.



Link



For three years men threw money to see Harmony Dust on stage. Her background was all too common in the sex industry: molested as a child and later raped, abandoned by her father, and repeatedly abused by other men and women. As a teenager she entered the foster care system [Heimkarriere, brocken home background]. In her early 20s she was desperate to keep one man at her side, an abusive boyfriend [vulg. Zuhälter], and would give him any amount of money to keep him happy, until there wasn't any left.

Dust was a college student, studying psychology. When she considered stripping to make ends meet, she asked one of her professors if he thought it would jeopardize her professional future if she went into the sex industry. She isn't just a pretty face; Dust is really smart and never stumbles over her words—in fact, she'll finish your sentences for you if you struggle to be articulate. She hoped the professor would say she shouldn't do it, tell her she was better than that, but she recalls his response: "I don't see a problem with it—you don't have to put it on your resumé."

She started stripping under the name Monique at a club by the airport and managed to complete her undergraduate degree even while she was working in the sex industry at night. "You do everything you can to disconnect. I would literally be dancing and in my head be studying for a test I had the next day. . . . My life felt like a withered branch [verwelkter Zweig]."

She would want customers to cross the line—touching her—so she could physically beat them, which she did with her stiletto. A few months after she started, she was pole dancing on stage and saw her professor in the audience.

Dust danced to pay the bills, and she brought her work ethic to stripping—she would come to the club and do 40, sometimes 80 dances in a night, only pausing for bathroom breaks, then leave with aching feet from the high heels—and go to class the next day. That life went on for three years, then in 1998 a friend brought her to a Los Angeles church, Oasis Christian Center, that meets in the Oasis Theatre on Wilshire Boulevard, one of the original United Artists theaters. She recalls being mortified when she heard that the pastor had learned she was in the industry: "I didn't know much about Christians, but I was pretty sure they didn't like strippers." On Sunday, though, the pastor simply greeted her and said he was glad to see her back—no discomfort in his bearing, and no once-over either—a simple interaction that broke her hostility.

For a time she attended church on Sunday but kept stripping: After three years in the business, she struggled to leave. Suddenly one night at the club she walked out on stage and felt naked for the first time. "Purple Rain" by Prince, the song she first auditioned to at the club, came on and she realized she had been stripping for far too long. She quit on the spot.

[Wie bestimme ich den richtigen Ausstiegszeitpunkt zum Sexworker Outplacement, Karrierewechsel?! - Bauchgefühl und vorausschauendes Planungswissen !!!]


Over the next several years she garnered a master's degree in social work from UCLA, studying the backgrounds of women in the sex industry. At church one of the first people she met was John, a new Christian who would become her husband. Together they changed their last name to Dust. "God made man from dust," she explained. "It's perfect. It's from the ground up."

[War sie auch extrem benachteiligt durch fehlende schützende Familie und sexuellen Mißbrauch,
so hat sie Chancen in der Sexindustrie gesucht und gefunden und gleichzeitig die Gefahren erkannt.
Gleichzeitig konnnte sie strukturelle Vorteile für sich gewinnen durch ein Studium (d.h. berufliche Perspektive und damit Zukunftsversicherung) und christliche Gemeinschaft und Ehepartner. Was will man/frau mehr?

Die Sexindustrie ist für Sexarbeiter sowohl Chance als auch Risiko.
Sie kann persönliches Bailoutprogramm, profitables Geschäfsfeld als auch Falle und Ausbeutung bedeuten.
Nur eine liebende Auseinandersetzung und gesellschaftliche Integration wie Harmony Dust sie hier vorlebt sind hilfreich.]






In 2003, while driving to the airport to pick John up, she drove by the same club where she used to strip—but she couldn't pass it by. Filled with emotion and conviction, she pulled into the parking lot, and the security guard let her put notes on the women's windshields telling them that they are loved. Then she couldn't pass by clubs anymore, and she and others who joined her work began building relationships with dancers. She saw women eagerly reach for that same love she found in Jesus.

Dust doesn't see her role as trying to get women out of the industry or tell them that their jobs are sinful. No one needs to tell them, she said—anyone in the industry feels a certain sickness in her soul. What they need is someone to extend the gospel through love.
But she's quick to say that Treasures volunteers don't see themselves as strippers' "saviors."

"I have nothing—I have lip gloss," Dust said, laughing. "And I probably only have that because of Jesus." The organization functions off a skeleton of a budget—under $100,000 a year—and Dust won't apply for federal funds because she doesn't want anything to interfere with "preaching the Word."

Treasures trains a network of churches around the country on how to accept and support members of the sex industry. Dust works under a board that includes pastors and staff from Oasis, the first place to welcome her when she was trying to get out of stripping. She forbids men to join Treasures' outreach to strippers because of the level of distrust women in the sex industry generally feel toward men, though men in her church, Oasis, do what they can by stuffing gift bags, praying, supporting.

She's seen the gospel soften the hearts of even the most hardened employees of the sex industry: "There's no life that's too 'far gone'—I wouldn't even use that term—for God to do His work." But the Treasures women have had their share of heartbreak. One woman the staff has been mentoring in the industry was drenched in gasoline and set on fire in the parking lot of a strip club several months ago. She is rehabilitating from the brink of death now, and Treasures takes her two children to church. Another woman escaped her pimp only to be drugged and raped shortly after.

One night, before leaving for the clubs, Treasures women prayed for Melissa, who began stripping in Los Angeles at age 21. Melissa had joined Treasures and this night, 11 years later, was her first return to the scene—but she and I sat in the church minibus while others went inside. She could not bring herself to go into any of the clubs we visited, and she still has dreams about her time in the club. "I started to feel slimy," she said about the work. "I would have slime on my skin."

That was a change. Before, "I was filled with lust—not just sexual, but lust for the world," she said. She planned just to make a little bit of extra cash stripping and then quit, but she stayed at the club for almost a year. Melissa's family still doesn't know that she, a lovely Christian from the Midwest, was ever in the industry. She had dropped out of high school, packed her bags, and driven to Los Angeles with only $40 to her name and a handful of McDonald's gift certificates.

One night she broke down, got on her knees, and began praying for God to help her get out. The next night a man came into the club and she approached him as usual to see if he would pay for a dance, but he did something odd: Instead of scrutinizing her body he talked to her about Christianity. They started going to church together, each feeling their own brokenness—him in going to the strip club, her in being employed there.

Melissa soon quit her job. She and that man recommitted their lives to Christ and got engaged. They've been married for 10 years, but she says she has a hard time not treating him like a customer, still putting that distance in their relationship. She's working with Treasures and its over-seeing church, Oasis, to heal. Her eyes filled with tears more than once as she talked and watched the neon-lit clubs pass in the night.

But one club didn't have its lights on—it had closed since the last time the Treasures women had visited. One woman nodded. "That's good." In the early hours of the morning, Dust left the clubs to return home to her sleeping husband and 1-year-old daughter.

For more information on this year's Hope Award for Effective Compassion and to read profiles of other nominated organizations from this year and previous years:
http://www.worldmag.com/compassion/





I Am a Treasure

Vision: To reach women who are working in the sex industry of Los Angeles. "Our desire is that these women would experience the breaking of chains and healing of wounds through a personal relationship with Jesus Christ."

Reach: Treasures women visit 150 strip clubs in Los Angeles every year.

Budget (2007): $60,000

What's next: Harmony Dust hopes to open a residential program for women, because leaving the sex industry often requires an entire lifestyle change.
www.iamaTreasure.com
www.myspace.com/harmonydust


Quelle:
Copyright © 2009 WORLD Magazine
http://www.worldmag.com/articles/15914

Gefunden bei:
http://www.nodo50.org/Laura_Agustin....d-outreach-with-strippers

Ausführliche Buchrezension:
http://www.jhsiess.com/2010/06/23/book-review-scars-and-stilettos





Australische Sexworker demonstrieren erfolgreich gegen Diskriminierung durch Heilsarmee:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=57598#57598

Östereichische Sexworker demonstrieren erfolgreich gegen Diskriminierung durch EU-Initiative:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2849

Prostitutionsfreindliche, die aktiven Sexworker schwächende Ausstiegshilfe (Retterindustrie) von SOLWODI e.V.:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3698





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Marc of Frankfurt - 2009-10-15, 12:52
Titel: Sexwork als Exitstrategie
Hilfe für Sexworker wird meist als Ausstiegshilfe definiert und auf diese beschränkt.

Dabei ist Sexwork selbst für manche Arbeiter in noch prekäreren Situationen wie z.B. als Hausbedienstete die Exitstrategie ihrer Wahl

Und es sollte Einstiegshilfen mit akzeptierendem Ansatz geben, damit sich unbedarfte Newcomer z.B. nicht beim ersten Kunden ihre Gesundheit für ein ganzes Leben ruinieren oder beim ersten Fotoshooting Gefangene von Profiteuren werden...



Die Definition von Ausstiegshilfsangeboten, so nützlich sie sind, stellen eine strukturelle Diskriminierung von Sexarbeit dar.

Den SexarbeiterInnen ständig die Frage der angeblich fehlenden Wahlfreiheit i.V.m. Mißbrauchserfahrung zuzuschustern entlarvt die Definitionsgewalt gegenüber scheinbar anarchistisch selbstvermarkteter Sexualität und körpernahen Dienstleistungen im Gegensatz zu abhängigen Beschäftigungsbeziehungen eines gleichgeschalteten Massenarbeitslosenmarktes.





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Marc of Frankfurt - 2009-10-29, 14:24
Titel: Abhängigkeiten erkennen - Visionen pflanzen
Warum Veränderung so schwer ist und bisweilen von Sucht zu sprechen ist?


Da gibt es einmal die grundsätzliche Trägheit so wie das Gesetz der Massenträgheit in der Physik, analog auch in der Psyche eines Menschen oder im Verhalten von Gruppen und Gesellschaften. Neues bedeutet Verunsicherung und Aufwand neue Verhaltensweisen zu erproben. Auch der politische Kampf zwischen Konservativen und Progressiven dreht sich um diesen universellen Widerspruch.

Für eine Bahnkorrektur oder Lebensveränderung braucht es nunmal Energie, die einer unternehmerischen Investititon gleichkommt. Es braucht also Rücklagen oder zumindest kreditwürdiges Potential (Jugend, Bildung, Netzwerk, Plan), wenn man sich Geld leihen können will, oder man muß ganz neu und von vorne und ganz unten wieder Anfangen...

Hinzu kommt daß bei manchen liebgewonnenen Lebensweisen eine riesige Hürde zur Veränderung entstanden ist, die man Sucht nennen könnte, wo stoffliche Umbauprozesse Gehirnfunktionen quasi umprogrammiert haben. Aber daß muß gar keine stoffliche Abhängigkeit sein. Es kann auch eine sich aufgetürmte Altlast sein vergleichbar einer Verschuldungsfalle. Da jede Berufskarriere in abhängiger Beschäftigung im 1. Arbeitsmarkt eine kontinuierliche Ansparleistung von Berufserfahrung, Systemkonformität und Verantwortungsübernahme bedeutet, die sich z.B. in Renomée und Rentenanwartschaften zeigt, tut sich hier für einen beruflichen Aussteiger oder Sexworker ein riesiger Graben zum abgekopelten Mainstream auf.

Hinzu kommt bei einer entwickelten eingefahrenen Lebensweise die große Effizienz, die jeden Neuanfang oder Veränderung als Absturz erscheinen lassen muß.

Ein cleveres eingelaufenes Sexworkergeschäftsmodell kann sowas von angenehm und lukrativ sein, daß viele die Mühen einer Zusatzqualifikation oder Zukunftsvorbereitung scheuen oder übersehen, zumal es keine Kultur des sich nachhaltig und langfristig um Sexworker kümmerns gibt (Frischfleich bzw. Ausgrenzung vs. Huren Karriere Management).

Die Effizienz einer Droge zur Gefühlsbefriedigung oder Sexwork zur Einkommenserzielungsbefriedigung möchte ich vergleichen mit der Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Öl. Manche argumentieren, daß die industriell-kulturelle Revolution und heutige Bevölkerungsexpolsion hauptsächlich Folge der Erdölenergie ist. Kein Verbrennungsstoff hat eine derartige Energiedichte. Nur deshalb hat das Öl die Sklaverei abschaffen d.h. ersetzen können.

Die Energie in einem Faß Öl (1 Barrel kostet derzeit ca. 70 $) entspricht der körperlichen Jahresarbeitsleistung von 12 Arbeitern (12 Mannjahre, 25.000 Arbeitsstunden). D.h. für 70 $ kann man sich das Leistungsäquivalent eines Arbeitssklaven für 12 Jahre kaufen). Diese um einen zig tausende großen Faktor gesteigerte Kaufkraft bzw. Leistungsdichte, ist der wahre Grund für unsere Sucht und Abhängigkeit vom Öl.
[Hinzu kommen die monetarismus-kapitalistischen Gründe, warum wir eine prinzipiell süchtige Gesellschaftskultur sind, die der Verschuldungsfalle nicht entkommt.]

Es kommt mir so vor, als wenn ein Drogensüchtiger, der eine neue bequeme Emotionskontrolle und Überlebensweise sucht oder ein erfolgreicher Sexworker, der ein ebenso sexy-erfolgreiches Nachfolge-Businessmodell sucht in genau denselben großen Transformationsproblemen steckt wie unsere Gesellschaft, die sich für die Zeit nach dem Öl fit machen sollte aber es kaum schafft und in die Klimakatastrophe schlittert...





Wie man einen Perspektivenwechsel und eine Lebensveränderung hinbekommt:

Visionautiker und Coach helfen



Der Preis der Faulheit - Ziele, Zeitvertreib und Burnout

http://www.connection.de/artikel/le....vertreib-und-burnout.html


Studiengang Visionautik - Menschen helfen ihre Visionen umzusetzen...

http://www.connection.de/artikel/ge....diengang-visionautik.html





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Marc of Frankfurt - 2009-11-06, 11:38
Titel: Wenn's nicht klappt wird frau zum Gegner
Scheitern - Ausstieg - fragwürdiges Engagement:

Ein Neuanfang aufkosten von Sexworkern?



Viele Prostituierte, die keine nachhaltige Geschäftstätigkeit als Dienstleisterin im Sexbiz etablieren konnten, werden zum Ausstieg gezwungen. Aus ökonomischen Gründen.


Warum Sexwork scheitert, kann viele Gründe haben. Hier sind einige:





Deswegen orientieren sich manche Ex-Prostituierte um:
- Eröffnen ein neues anderes Geschäft
- Lassen sich umschulen
- Leben von Sozialhilfe
- Lassen sich wegheiraten
- Begehen Suizid
- Engagieren sich gegen Prostitution
· Das hilft negative Erlebnisse nachträglich indirekt zu verarbeiten
· Das schafft neue Identität
· Das schafft menschliche Kontakte zu helfenden Gutmenschen
Hier ein fragwürdiges Beispiel, weil es zu einem gewissen Teil auf Kosten derer geht, die nach wie vor ihren Lebensunterhalt in der Sexarbeit bestreiten (müssen) und unter einem feindlichen gesellschaftlichen Klima leiden müssen, falls nicht klar eine Abgrenzung d.h. Bekenntnis zur freiwilligen, selbstbestimmten Sexarbeit abgegeben wird:


Ex-Prostituierte engagiert sich bei den Abolutionisten:

http://www.youtube.com/watch?v=aCs__1Ro83I

REED (Resist Exploitation Embrace Dignity)
in Vancouver Kanada
mit der Kampagne "Buying Sex is not a Sport"
www.embraceDignity.org





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Marc of Frankfurt - 2009-11-07, 04:17
Titel:
Radio Vatikan 06/11/2009 15.05.49

Vatikan:

Kirche muss Prostituierten helfen



„Die Kirche muss Frauen helfen, aus der Prostitution auszusteigen.“ Das fordert eine europäische Konferenz zur Straßenpastoral, die jetzt in Rom zu Ende ging.

Das Schlussdokument fordert, den Frauen auf der Straße mit einem „menschlichen Gesicht“ gegenüberzutreten.

Auch in den Pfarreien sollen sich die Frauen „aufgenommen und akzeptiert“ fühlen.

Im Hintergrund müsse ein Lebensstil stehen, der „die Sexualität als einen konstitutiven und würdevollen Teil des menschlichen Lebens“ respektiere.

[konstruktiv = Zeugungssexualität, würdevoll = nicht verkäuflich. Anm.]

Darüber hinaus fordert das Schreiben eine „neue Kultur der Rechte und Aufgaben zwischen Männern, Frauen und Kindern“.

(rv 06.11.2009 ds)
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=332293





Daß der Verlust der Würde mit der vielfach scheiternden Ausstiegsproblematik eng verquickt ist, ist eine unbestreitbare Erkenntnis. Doch die Ausstiegsproblematik entsteht gerade erst aus kirchlisch forcierter Stigmatisierung und Ausgrenzung in Folge der ständigen Predigt doch blos Auszusteigen.

Dabei behält sich Kirche die Definitionsmacht grundsätzlich vor was Würde ist und spricht den SexarbeiterInnen ein Selbstbestimmungsrecht und autonome Lebensweisengestaltung ab.

Selbstbestimmte Sexdienstleistung jedoch anzuerkennen als gottgefällige Arbeit am Geschlechtsgenossen, wäre der geforderte respektvolle Ansatz das Stigma einzureißen, soziale Integration und natürlichen Berufswechsel ermöglichen zu können.

Dabei könnten bessere Arbeitsbedingungen in einer respektierten Branche, Ausbildung zum kompetenten Einstieg, Starthilfe für Sexworker-Gewerkschaften, Künstlersozialversicherung, Stellenvermittlung, Mikrokredite, Sexworkerraifeisenkassen, Zugang zur anonymen und nicht entwürdigenden Heilführsorge, Selbstverwaltungseinrichtungen der Branche für Qualität und gegen Ausbeutng und überhaupt praktizierte Menschenrechte den Venuspriesterinnen viel eher die Würde zurückgeben, als wie gefordert den gefallenen Mädchen und Frauen auf der Straße mit "menschlichem Gesicht" gegenüberzutreten.

Die Spaltung in Prostituierte und gegen Prostitution d.h. Hilfe für Prostituierte ja, aber Prostitution bekämpfen, das ist der Kern der Scheinheiligkeit und Ursache des Übels der immernoch herrschenden christlich, romisch-katholischen Diskriminierung.





Sexwork und Menschenrechte:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3754

Entgegnung auf Solwodi-Wahlkampf:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3698





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Marc of Frankfurt - 2009-11-20, 11:08
Titel: Aufsuchende Hilfe für Frauen in Bordellen
Ausstiegsprogramm von Solwodi Oberhausen:

Soziales
Kleines Geld, großer Einsatz



Oberhausen, 19.11.2009, Hannes Fritsche


Von der Hilfe für Prostituierte bis zum Tanz für Jugendliche – in der City werden zwölf „Mikroprojekte” gefördert.

Zum ersten Mal ging Tanja S. (Name von der Redaktion geändert) vor einem guten halben Jahr in die Flaßhofstraße, und die Angst, die sie dabei verspürte, können wir nur erahnen. Doch davon ließ sich die junge Frau nicht abhalten. Sie klopfte an die Fenster, sprach mit den Prostituierten und bot ihre Hilfe an.

„Potenziale stärken: Frauen aus der Prostitution in den Arbeitsmarkt”, heißt das Mikroprojekt, das sich daraus entwickelte. [...]

Wir dürfen davon ausgehen, dass Tanja S. immer noch nicht unbeschwert das Bordell betritt.

[Warum eigentlich? Welche Ängste sollen mit so einer Formulierung geschürt oder gar zementiert werden? Anm.].

Aber sie ist inzwischen einen ganzen Schritt weiter, hilft bei rechtlichen Fragen und durfte sogar im Gemeinschaftsraum des Hauses [des Bordells?] Deutsch unterrichten, was der erste Schritt für einen Ausstieg aus dem Milieu sein könnte.

[...]

„Die Frauen, die dort arbeiten, sind zu 80 Prozent Ausländerinnen aus Südost-Europa”, erklärt die Sozialarbeiterin von „Solwodi e.V” [ist das die Tanja S. von oben, deren Name verändert wurde? Anm.], einem Verein, der sich für Frauen und Mädchen in Not engagiert.

„Die Prostituierten sind Mütter, die ihre Töchter im Heimatland unterstützen, oder Töchter, die ihren Familien helfen. Studentinnen, Abiturientinnen, Analphabetinnen”, sagt Tanja S., die dann auch gleich noch die Gelegenheit nutzt, um auf ihre Hotline hinzuweisen:
015 77-18 53 021 (Deutsch/Rumänisch) und
015 78-42 92 635 (Bulgarisch/Deutsch).


Wie es für das Projekt weiter geht, steht noch in den Sternen.

Bis zum 15. Februar 2010 müssen die Anträge gestellt werden, eigentlich nur für neue Projekte, „denn die Maßnahmen dürfen nicht verstetigt werden”, erklärt Ute Jordan-Ecker vom koordinierenden Projekt-Team City.

Insgesamt standen für die laufenden Maßnahmen 100 000 Euro bereit. Es fließen meist Fördersummen zwischen 3000 und 5000 Euro, wodurch sich letztlich auch der Name „Mikroprojekt” erklärt.

Tanja S. beispielsweise betreut derzeit acht Frauen aus der Flaßhofstraße, „vier davon kommen regelmäßig”.

[...]

Die Maßnahmen dürften nicht verstetigt werden, hieß es in bestem Verlautbarungsdeutsch. Um weiter an die Subventionstöpfe zu gelangen, ist also Kreativität beim Ausfüllen der Anträge gefragt.

Aber auch im Interesse der Zielgruppe wünscht man sich eine gewisse Sensibilität.

[...]

Bis 2011 sollen für die alte Mitte, aber auch für das Knappenviertel und Lirich noch eimal 100 000 Euro pro Jahr fließen, die zum weitaus größten Teil aus EU-Töpfen stammen. Er habe den Eindruck, in erster Linie solle die Belastbarkeit derjenigen geprüft werden, die dieses Programm in Anspruch nehmen, meinte City-Manager Franz Muckel. Der Aufwand für die Erfüllung aller Formalien ist offenbar gewaltig. Muckel: „Das geht bis zur Größe der Logos und ihrer Anordnung auf den Flyern.”

Dass knapp 20 Prozent der 100 000 Euro für die Koordinierungsstelle aufgewendet werden müssen, klingt viel, sei aber nicht zu vermeiden, erklärte Ute Jordan-Ecker. „Wenn wir beispielsweise bei der OGM einen Raum anmieten, müssen wir das auch bezahlen.”

Original mit Leserbriefen z.B. von mir:
http://www.derwesten.de/nachrichten....ews-141412742/detail.html





Modellprojekte für Sexworker-Outplacement,
die vom Bundesfamilienministerium gefördert werden sollen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4063

Kampagne von Solwodi, die den arbeitenden Sexworkern mehr schadet als hilft:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3698





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Marc of Frankfurt - 2009-11-25, 09:25
Titel: Uni nach der Sexarbeit
Toronto, Kanada:
Jura-Studenten sammeln und spenden für die Studiengebühr ihrer Kommilitonin und Sexarbeiterin Wendy Babcock

Ein ehemals mißbrauchtes Heimkind mit Power und Visionen - Eine Lebensgeschichte:


From selling sex to Osgoode Hall [School]

Wendy Babcock ran away from abuse and into a life of prostitution. Homeless just weeks ago, she's studying law and aims to change attitudes



Daniel Dale Staff Reporter
Published On Tue Nov 24 2009
http://www.thestar.com/news/gta/art....-sex-to-osgoode-hall?bn=1


Image

Friends and supporters raised $1,500 Nov. 23, 2009 to help Wendy Babcock, second from top left, pay for law school.
DAVID COOPER/TORONTO STAR


Osgoode Hall Law School professor Alan Young paces leisurely. Standing before his Criminal Law I class, he begins to discuss a 1954 murder case.

"Here's a guy who's impotent," he says. "He goes to a prostitute ..."

"Sex worker."

Young stops. Dozens of eyes dart quizzically from laptop keyboards to the source of the brazen interruption.

Even at diverse York University, the woman in the front row is a curious sight. She takes notes on an unlined piece of white paper. Her arms are tattooed. Her brown hair is streaked pink. And her bespectacled gaze is firm.

In private, she will confess that Osgoode www.osgoode.yorku.ca scares her, that she doesn't know if she belongs, that she doubts she is the intellectual equal of her classmates – who "look like law school students and talk like law school students and have the background a law school student should have."

Here, staring impassively at Young from a distance of two metres, she appears to be daring an eminent lawyer to argue with her over semantics.

Prof. Young, the civil libertarian behind a constitutional challenge of Canada's prostitution laws, instead offers a smile. "I knew you were going to do that, actually," he says. "It's about the only time I actually say 'prostitute.' Anyway, let's stop politicizing now."

But this is not politics. This is personal. Young knows full well.

Before Wendy Babcock was one of his students, she was one of his witnesses.

Hooker with a heart of gold. It charms. It sells. And Babcock is now selling herself again.

Not her body. Her intellect, her work ethic, her tenacity as an advocate, her desire to rectify injustices. She is selling herself as an investment in Canada's future.

[To study at] Osgoode will cost $18,000 a year. Babcock was homeless as recently as September. She needs a benefactor or two. A fundraiser Sunday night at Goodhandy's, the Church St. "pansexual playground," raised about $1,500.

Babcock, an effervescent and articulate 30-year-old with a propensity for big hugs and an earnest desire to run for political office within the next decade, could make the Pretty Woman-meets-Legally Blonde movie pitch with ease.

She tells her story, perhaps perplexingly, with her perpetual smile intact. A defence mechanism, she explains. "I never wanted to show anyone pain," she says, "so I tried to show them normality."

Raised in an Etobicoke family she says was abusive, Babcock left home as a preteen, and entered the Children's Aid system at 13 or 14.

At 15, she says she began trading sex for the money she needed to pretend to be a "normal kid." With the cash she earned from the man who took her virginity, she paid for her high school semi-formal dress.

She dropped out at 16. She slept on the street and in shelters. Because the only respectable jobs available to her offered longer hours for less pay, she kept returning to sex work.

She quit in 2003, when her friend Lien Pham was murdered by a client. The world, she realized, did not much care about the lives of sex workers. She did. So she founded the Bad Date Coalition, a group that produces a monthly pamphlet with information about abusive clients, and runs an abuse hotline.

She found a job as a harm reduction worker with Street Health, where she earned a reputation as a tireless advocate for and counsellor to her former colleagues.

Taking an OSAP loan that she is still paying back, Babcock earned a sterling academic average at George Brown College.

She received a Public Health Champion Award from the City of Toronto. And she earned entrance into prestigious Osgoode, one of only 10 or so students in her class of 290 accepted without the years of university usually required.

With her degree, she wants to work on behalf of the marginalized and ignored to amend a justice system she sees as just only for the comfortable majority.

Through her personal and work experiences, she says, she has come to understand problems many do not know exist. "Some people see the most obvious barriers that laws can impose on people," she says. "I can see the other barriers."

She wants to fix Children's Aid. She wants to change the adoption rules that prevent her from contacting the now 11-year-old son she was forced to surrender when she was homeless in 2003.

She wants to protect sex workers, build affordable housing and create economic opportunity for both poor children and their parents – because, "of course, you can't eradicate child poverty until you eradicate adult poverty."

She is persuasive. She is endearing. But her life is nothing if not complicated.

Babcock faces an assault charge related to an August incident involving her then-boyfriend, Stephen Haggert. She says the charge will be dropped; Haggert says it was a minor, one-time occurrence and he never wanted her arrested.

He quickly scribbles down and reads a statement in which he praises her "ambition and focus," her "ability to succeed," and her commitment to mistreated children. "I feel strongly," he says, "that all those that become aware of Wendy and her mission should do whatever they can to support her."

Even though she is actively seeking financial support, Babcock says, unprompted, that she is not an especially good or altruistic person.

"No, no, no," she says. "That's not the case at all. I'm not."

But why, if not for a heart of gold, does she plan to devote her life to the betterment of others' lives?

Therapy. If she can eliminate the barriers that have made her existence so difficult, she says, the barriers will finally have meaning.

"I'm not like, 'I want to go law school so I can help everyone.' I'm like, 'I want to go to law school because it was really s----y growing up and this would make me feel better.' If I could change it, I could heal."

Babcock has countless boosters. Osgoode classmate Justin Dharamdial, a Queen's alumnus who attended the Sunday fundraiser, says she has prompted him to ponder issues he had never considered.

Street Health supervisor Mary Kay MacVicar, who insisted a skeptical Babcock apply to Osgoode, says she has become an inspiration to the agency's clients.

Michelle van Looy, a George Brown classmate, praises Babcock's get-it-done spirit and ability to make friends with the people with whom she disagrees.

"Wendy could move mountains. She just really needs support to be able to do it," says van Looy. "If we can just get enough money together to put her through law school, she can do incredible things."

But can Babcock get through Osgoode even if she gets the money? She has doubters, too.

She missed two weeks of school this fall when she was hospitalized for reasons she declines to discuss. Det. Wendy Leaver of the Toronto police sex crimes unit, with whom Babcock has done outreach work, said she is concerned Babcock's health issues might make the Osgoode workload overwhelming.

Babcock was dismissed as a spokeswoman at the advocacy group Sex Professionals of Canada in 2007. She says she and others clashed with executive director Valerie Scott; Scott says Babcock became unreliable despite her obvious gifts.

"There's just something in her – she has the drive, she has the intellectual capacity," Scott says. "I'd love to see her IQ level; that girl is far, far from stupid. I really hope she does well.

"But does she have the emotional maturity to handle the pressure of law school? That's my grave doubt. I don't want her to get chewed up by that machine."

In some ways, Babcock seems ideally prepared to use the machine. She appears to have memorized the statistical results of every study she has ever perused. She can tell you what is wrong with the laws of both Bob Rae and Venezuela.

She is convinced she will graduate and thrive.

Asked for a response to her skeptics, she points to her history of against-the-odds achievement. She knows school is difficult; she knows she is up to the task.

And yet, for all the confidence she projects, she cannot silence the stigmatizing judge inside her own head – the one who whispers to her, as she sits in her Osgoode classes, that she is still "Wendy the foster kid," "Wendy the group home kid," "Wendy the ho."

"I hope one day that goes away," she says.

And that it is replaced by, say, "Wendy the lawyer?"

"I'm looking forward," she says, "to the day when it's `Wendy Babcock.'"

She smiles. "Or Wendy Babcock, prime minister."





Mehr über Kanada und Sexwork:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1495





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Marc of Frankfurt - 2009-11-25, 10:00
Titel:
Erfolgreiche Porno-Karrieren:

Aufstieg von der Darstellerin zur Produzentin



- Dolly Buster
http://de.wikipedia.org/wiki/Dolly_Buster

- Jenna Jameson
http://de.wikipedia.org/wiki/Jenna_Jameson

- ...




Ein großteil der stattfindenden gesellschaftliche Ausbeutung in Sexbiz und Kapitalismus,
liegt begründet in manipulierenden Erfolgsversprechen,
welche wie bei Lottospiel oder Börsengeschäften oftmals nicht mehr sind als eine riskante Wette auf eine unsichere Zukunft.

Nachhaltiger wirtschaftliche Erfolg ist in vielen Bereichen längst nicht allen oder gar nur ganz wenigen überhaupt möglich.
Aber alle lassen sich verführen und in einen egoistischen Wettlauf um Erfolg einspannen.



Nicht anders funktioniert Medienausbeutung junger Leute mit Sendeformaten wie "Deutschland sucht den Superstar" oder "Germanys next top model".
Nur für ganz wenige ist eine kurzzeitige Erfolgsstory realistisch.
Der Rest der Teilnehmer wird früher oder später enttäuscht zurückgelassen bzw. nur medial vermarktet und perfide benutzt incl. Stripplokal und kompromittierenden Pressephotos für die BILD-Zeitung wie in diesem Buch beschrieben:

"Sex, Drugs & Castingshows"
Buch von DSDS Star Martin Kesici u.a.
http://www.amazon.de/dp/3868830235

Einmal fand sich Martin Kesici eines Morgens als Privatperson auf dem Titel der Bild wieder, die Schlagzeile: „Sex-Skandal bei Sat1“.
Kein Zufall, sagt Martin Kesici: „Der Hintergrund war einfach, dass uns der Sender einen Entspannungsabend machen wollte, so: Hey, Ihr seid die letzten drei, geht mal so richtig Party machen, bevor der Ernst des Lebens anfängt und wir sind dann in einer dicken Limousine durch Berlin gefahren worden.“
Irgendwann ging es in ein Strip-Lokal. Mit einem Bild-Reporter im Gefolge. „Wir hatten auch noch keine Ahnung. Und der hat natürlich denn, als wir leicht alkoholisiert waren, auf die schönen Bilder gewartet oben im Separee und das war dann auf Seite eins: Bild bunt, über dem Knick.“

Keine Schnappschüsse, sondern bis ins Detail inszenierte Bilder. Für Sat1 eine perfekte Werbung - auf Kosten der Kandidaten.

http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/a....haft/castingshows102.html





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Marc of Frankfurt - 2009-12-02, 13:19
Titel: Anmerkungen zur Sendung
Wann Sexarbeit zur Falle wird


Angeregt wurde meine folgende Zusammenstellung von den im TV vorgetragenen Diensterfahrungen von Sabine Constable, Sozialarbeiterin im Gesundheitsamt Stuttgart. Sie betreut Prostitutierte in Not z.B. auch in der niederschwelligen Anlaufstelle des Prostituiertencafé La Strada der kath. Caritas am Leonhardsplatz in Stuttgart.

Sie ist fundamentalistische Postitutiongegnerin sicher nicht zuletzt deshalb, weil sie im Verlauf ihrer 17jährigen Berufskarriere hautnah zahlreiche gescheiterten Frauenschicksaale miterleben mußte und das teilweise ohnmächtig, weil die Hilfsmöglichkeiten sehr begrenzt sind. So kann z.B. undokumentierten, migrantischen SexarbeiterInnen durch Hilfsorganisationen beim Kernproblem, der fehlenden Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, nicht geholfen werden. Auch dem Kernproblem des Zwangs zur Einkommenserzielung durch Verkauf der Arbeitskraft kann letztlich nicht ausgewichen werden...

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Quelle: 2. Maischbergersendung "Soll die Prostitution abgeschafft werden?":
http://www.daserste.de/maischberger.....2009&startseite=true
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=5594 (members only)
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=5531 (SW only)





Wann wird Sexarbeit zur Falle?






Was kann getan werden:






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Melanie - 2009-12-09, 23:50
Titel: profrida
FRAUEN/285: Erleichterungen für den Ausstieg aus der Prostitution (pro familia)


Sich selbst neu kennen lernen
Erleichterungen für den Ausstieg aus der Prostitution



Von Rita Kühn


Das bundesweit einmalige Modellprojekt profrida - "Prostituierte und von Gewalt betroffene Frauen in den Arbeitsmarkt" wurde von 2006 bis 2007 in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.



Ziel des Projekts war es, Prostituierte und von Gewalt betroffene Frauen, die in einem Frauenhaus Zuflucht gesucht haben, bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Geschäftsführerin des pro familia-Landesverbands Nordrhein-Westfalen hat profrida geleitet.


Angesprochen wurden Prostituierte und von Gewalt betroffene Frauen, die ihre berufliche Situation verändern, verbessern oder etwas Neues lernen wollten.

Die Projekterfahrungen sollten für die Entwicklung und Fortschreibung arbeitsmarktpolitischer Programme nutzbar gemacht werden.
Unterstützt wurde das Projekt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.
Die Koordination erfolgte durch das Diakonische Werk Westfalen.


Kundenfreundlichkeit, Flexibilität, Verhandlungsgeschick, Konfliktmanagement, eigenverantwortliche Arbeitseinteilung und Menschenkenntnis sind nur einige Beispiele für Schlüsselqualifikationen, die Prostituierte besitzen.

Es sind Qualifikationen, die eigentlich einen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt möglich machen sollten.
Die Realität sieht anders aus.
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Frauen werden durch potenzielle Arbeitgeber kaum als Qualifikationen wahrgenommen.


Hinzu kommt, dass Prostituierte, die ihre Situation verändern wollen, in der Regel nicht im SGB 11-Bezug sind.
Damit werden sie über die üblichen Instrumente der Agenturen für Arbeit kaum erreicht.
Nehmen sie an beruflichen Qualifizierungen teil, brechen sie diese zu einem sehr hohen Prozentsatz wieder ab.



Beratung in erreichbarer Nähe

Lücken in der Erwerbsbiographie, fehlende schulische bzw. berufliche Qualifikationen, geringe Verdienstmöglichkeiten in frauentypischen Berufen, all dies sind Faktoren, die Prostituierte benennen, wenn sie für sich keine Möglichkeit sehen, um aus der Prostitution auszusteigen.

Nur wenn sie davon wissen und ein Beratungsangebot für Prostituierte in erreichbarer Nähe ist, können sie bei der Klärung der wichtigsten Fragen unterstützt werden.


Aufgrund der sich schnell abzeichnenden hohen Nachfrage wurde statt der geplanten 50 Frauen die Aufnahme von 73 Frauen ermöglicht.
Während der Projektdurchführung wurde das Projekt von einem großen öffentlichen Interesse begleitet.


Offizielle Angaben gehen davon aus, dass 200.000 Frauen in Deutschland in der Prostitution arbeiten.
Es gibt andere Schätzungen, die diese Zahl doppelt so hoch ansetzen.
In NRW arbeiten danach zwischen 43.000 und 86.000 Frauen in der Prostitution.


Prostituierte wollen in der Regel nicht erkannt werden profrida konnte eine anonymisierte Teilnahme an der Projektarbeit ermöglichen (Geburtsdatum und Fantasiename).

Darüber hinaus wurde nicht vorausgesetzt, dass die Frauen ihre bisherige Tätigkeit aufgeben.



Die Akquise der Teilnehmerinnen und das Profiling fand zu Beginn der Projektdurchführung durch die beteiligten Frauenhäuser und die Beratungsstellen für Prostituierte, der Dortmunder Mitternachtsmission e.V. und Madonna e.V., Bochum, statt.


Die Frauen wurden gezielt über das Modellprojekt informiert. Dazu wurden intensive Beratungsgespräche, einzeln und in Gruppen geführt.


Erst nach der Entscheidung der Frauen für eine Teilnahme, erfolgte ein Profiling mit jeder einzelnen Frau.
Es wurde herausgearbeitet, welche Qualifikationen und Vorkenntnisse bei den Frauen vorliegen, welche Kompetenzen und Wünsche sie bezogen auf ihre zukünftige Tätigkeit haben. Es ging um die Überprüfung von Interessen und von Erfolgsaussichten.
Hier knüpfte die individuelle Maßnahmeplanung an.


Die Unterstützerinnengruppen waren während der gesamten 20 Monate der Projektlaufzeit für die Begleitung der Teilnehmerinnen, deren Beratung und Coaching zuständig.



Basis- und Fachliche Qualifizierungen

Von April bis Juli 2006 wurden den beteiligten Frauen Basisqualifizierungen angeboten.
Zu den Inhalten gehörten: Deutsch als Fremd- bzw. Fachsprache, Grundrechenarten, EDV-Kenntnisse, Telekommunikation sowie Bausteine der Selbstbehauptung und Selbststärkung.

Von Mitte August bis Mitte Juni 2007 befanden sich 41 Teilnehmerinnen des Modellprojektes in fachlichen Qualifizierungen, deren Curricula vom Netzwerk entwickelt wurden.


Die beteiligten Bildungsträger boten die Qualifizierungen in den Bereichen Marketing/Verkauf und im hauswirtschaftlichen/pflegerischen Bereich, sowie die Teilnahme an einem Praktikum in Institutionen und Einrichtungen an.


Frauen, die nicht an den fachlichen Qualifizierungen von profrida teilgenommen haben, wurden ebenfalls begleitet und betreut. Zum Teil nahmen sie an anderen Qualifizierungsmaßnahmen teil oder sie wurden bei der Arbeitsaufnahme, unabhängig von fachlichen Qualifizierungen, unterstützt.

Je nach örtlicher Gegebenheit wurde dazu gezielt Kontakt zu den Regionalstellen für Frau und Beruf, den Ämtern für Wirtschaftsförderung oder den AnsprechpartnerInnen bzw. FallmanagerInnen in den Agenturen für Arbeit aufgenommen.



Ausstieg aus der Prostitution


Ein weiterer Baustein war die Umsetzung von Maßnahmen zur Unterstützung von Existenzgründungen.

Hierzu wurde allen interessierten Frauen eine Informationsveranstaltung angeboten.

In einem nächsten Schritt erstellte jede Frau ein erstes Konzept für eine Gründung und setzte sich damit auseinander, welche Schritte sie für eine Konkretisierung gehen muss.


Die teilnehmenden Prostituierten haben sich vor allem im Zusammenhang mit der Praktikaakquise und - durchführung mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit "oute" ich meinen bisherigen Lebensweg.
Nicht alle Frauen haben sich getraut, ihre bisherige Tätigkeit zu benennen.


Die Frauen setzten sich während der Teilnahme an profrida - in unterschiedlichem Maße - mit der Frage auseinander, ob und wie wichtig für sie - individuell - der Ausstieg aus der Prostitution ist.



Ergebnisse

Eine häufig gestellte Frage war, was haben Prostituierte und (ehemalige) Frauenhausbewohnerinnen gemeinden Zielgruppen in einem Projekt ausschließlich vor dem Hintergrund eines besonderen Unterstützungsbedarfes - bei der Integration in den Arbeitsmarkt - zu sehen ist.


Die Frauen haben trotz ihrer Mehrfachbelastungen die angebotenen Qualifizierungen und gewählten Wege der Arbeitsmarktintegration durchgehalten.

Nur drei Frauen haben ihre Beteiligung an dem Modellprojekt vorzeitig beendet.

Im Verlauf der Projektarbeit erkannten und erfuhren die Frauen, dass sie vielfältige Kompetenzen und Fähigkeiten haben, sie entwickelten ihren individuellen Fahrplan für ihre weitere berufliche Zukunft.

Die Qualifizierungsmodule des Netzwerks wurden in Teilzeitform angeboten und es gab unterschiedliche Beginn- und Endzeiten. Es gab Selbstlernphasen unter Anleitung, die entweder vor dem Fachunterricht oder im Anschluss stattgefunden haben.


Damit konnten die Frauen selbst entscheiden, ob sie früh oder spät anfangen wollten.
Dies korrespondierte mit dem Zugeständnis an die Frauen, dass sie die Möglichkeit hatten, zwecks Sicherung ihres Lebensunterhaltes ihrer bisherigen Tätigkeit weiter nachgehen zu können.
Sie erhielten somit die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen über ihre berufliche Zukunft zu planen.



Sie konnten erfahren, dass es in der Regel eine Frage des Selbstvertrauens und des Durchhaltens ist, wenn sie ihre berufliche Situation verbessern oder verändern wollen.


Das Thema: "Wie gehe ich mit meiner bisherigen Biographie um?", ist ebenfalls relevant.
Aus Sicht der Projektdurchführenden kann diese Thematik nur über die Stärkung der Persönlichkeit gelöst werden.

Die Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten der Anderen, mit ihren Problemlösungsstrategien, mit ihren Konfliktlösungsmustern brachte neue Verhaltensmöglichkeiten und Sicherheit im Vorgehen für die Frauen mit.




Aus dem Bereich der Prostitution kamen 44 Projektteilnehmerinnen.
Davon hatten 15 Frauen einen Pass aus ihrem Herkunftsland und 29 Frauen, davon eine (Spät-)Aussiedlerin, einen deutschen Pass.
25 Frauen konnten keinen Berufsabschluss und 14 Frauen keinen Schulabschluss vor weisen.
Erwerbstätig waren zum Maßnahmebeginn nur drei Frauen.



Mehr Unterstützung notwendig

Fazit: Nur das "Mehr" an Unterstützung durch profrida führte dazu, dass die Frauen die angebotenen Maßnahmen durchhalten und erfolgreich abschließen konnten.


Das "Mehr" speist sich aus der kontinuierlichen Beratung, der Begleitung und des Coachings der Teilnehmerinnen durch die Unterstützerinnengruppen.

Diese wiederum kennen die Arbeit mit den Zielgruppen sehr genau, dieses Erfahrungswissen wurde gleichzeitig für die Entwicklung der Module der fachlichen Qualifizierungen genutzt. Hier ergibt sich im Zusammenspiel mir den Bildungsträgern das "Gewusst wie".


Das Netzwerk hat die Anforderungen an berufsunterstützende Maßnahmen für Prostituierte und (ehemalige) Frauenhausbewohnerinnen, ausgehend von den Projekterfahrungen beschrieben.



Andrea: Die Möglichkeit, an dem Projekt profrida teilnehmen zu können, hat uns sehr viel gebracht, wir haben sehr viel über unser privates wie auch weiteres berufliches Leben dazu gelernt.
profrida gab uns die Möglichkeit, uns selbst neu kennen zu lernen.
Die Atmosphäre und das Miteinander waren sehr ausgeglichen und harmonisch.
Neue Sichtweisen, neuer Mut und neue Freunde sind das, was uns profrida mit auf den Weg gegeben hat.
Wir haben viele Kenntnisse in den Unterrichtsfächern EDV, Deutsch, Englisch, kaufmännisches Rechnen sowie in dem immer spaßigen Gruppencoaching kennen gelernt.
Unsere Dozentinnen waren immer sehr geduldig mit uns.
Obwohl das sicherlich nicht immer ganz einfach war, haben sie uns all das Wissen angeboten, was für uns in vier Monaten möglich war.



Gaby: Ich habe die Fachqualifizierung zur Hauswirtschafts- und Pflegehilfskraft erfolgreich abgeschlossen und bin für diese Maßnahme sehr dankbar.
Ich schreibe auch im Namen anderer Kolleginnen, die es für gut befanden, die Schule zusätzlich zur ausgeübten Tätigkeit zu besuchen, um somit den Weg über Hartz IV und das Arbeitsamt zu umgehen.
Dieses bezüglich der Diskussion, in der eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes uns nahe gelegt hat, wir sollen Schulungen und Ausbildungen über das Arbeitsamt machen.



Wir hoffen trotzdem, dass viele andere Kolleginnen die Möglichkeit auf ein weiteres Modellprojekt bekommen.

Der Ausstieg wird somit um ein Vielfaches erleichtert.


pro familia magazin 4/2008
Deutsche Gesellschaft für Familienplanung,
Sexualpädagogik + Sexualberatung e.V.


http://www.schattenblick.de/infopoo....ik/soziales/psfra285.html
Marc of Frankfurt - 2009-12-10, 13:30
Titel:
Danke für die eingestellte Info.

Weiter oben (posting #25, Seite 2) gibts den offiziellen Abschlußbericht zum runterladen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=34558#34558

Das Ausstiegsmodell war zweifelsohne sehr engagiert aber weist dennoch viele fundamentalen Schwachstellen auf, die ich oben versucht habe zu benennen.





Ein neuer partizipativer Ansatz ist das von Sexworkern selbstorganisierte Lernen und berufsbegleitende Fortbilden in Kooperation mit unterstützenden Organisationen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=5618 (SW-only)

Auf solche weise professionalisierte Selbsthilfe kann sowohl für und im Beruf Sexarbeit als auch für den Übergang in nachfolgende Berufstätigkeiten angewendet werden ...

Das ist dann erstmals keine bevormundende Hilfe, die insgeheim den Opferstatus von gescheiterten Sexworkern unterstreicht.

Solche Vorurteile müßen strukturell abgebaut werden. Hast Du nicht auch Lust da als Ausbilderin nebenberuflich zu Deiner Sexarbeit tätig zu werden?





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Melanie - 2009-12-11, 00:07
Titel:
Zitat:
Hast Du nicht auch Lust da als Ausbilderin nebenberuflich zu Deiner Sexarbeit tätig zu werden?



Komisch : Die Frage wurde mir von Aussteigerinnen schon mal vor ca. einem halben Jahr gestellt.


Damals wußte ich nicht, wie ich solche Hilfe organisieren konnte, außer " nur " einer ehemaligen SW meine Hilfe anzubieten.


Die beste Alternative für ehemalige SW´s ist in meinen Augen die Altenpflege oder die Ausbildung zur Krankenschwester.

Beide Berufe, ob Prostitution oder medizinischer Bereich setzen im großen Masse die gleichen emonionalen Voraussetzungen.


Der enge körperliche und psychische Kontakt zum Patienten / Kunden.
Die Feinfühligkeit im Umgang und auch in beiden Bereichen Grenzen setzen zumüssen.

Ich kann unter den jetzigen Voraussetzungen / Umständen immer nur eine SW begleiten und bis sie ihren Weg wirklich gefunden hat und gefestigt ist - dauert es lange.


Aber natürlich hätte ich Lust das nebenberuflich zu meiner Sexarbeit zumachen.


Liebe Grüsse Melly
Marc of Frankfurt - 2009-12-15, 17:19
Titel:
Liste von Vorbildern?


Ranking der 10 besten Frauen im Umgang mit neuen Technologien

Top 10: Hottest Women In Tech



http://uk.askmen.com/top_10/dating/....ottest-women-in-tech.html


Ich habe es noch nicht genau studiert. Ist aber evt. eine interessante Liste von Karrierefrauen und Biographien im Feld "neue Medien/Internet".

Viele Sexworker müssen da ja berufsbedingt kompetent sein und manche sind sehr erfolgreich. Die so erworbene Kompetenz kann ein zweites Standbein für eine spätere Berufstätigkeit und Karriere bilden. Laßt Euch von den Lebensläufen inspirieren für eure eigenen Zukunftspläne.

Nicht wenige erfolgreiche Medienpersönlichkeiten hatten einen Berufsstart evt. im Sexbiz oder etwa in schmuddeligen Mode-/Modellagenturen ... Nur das erfährt heute keiner mehr. Also nicht entmutigen lassen.





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Melanie - 2009-12-17, 22:20
Titel: Die Grenzen kennen
19.12.2007

Angebote zum Aus- und Umstieg fehlen


Erst im Frühjahr diesen Jahres hat das Bundesfamilienministerium einen Bericht zu den Auswirkungen des neuen Prostitutionsgesetzes vorgestellt.


Nur ein Prozent aller Sexarbeiterinnen verfügt demnach über einen Arbeitsvertrag.


Krankenversichert sind immerhin 87 Prozent, ein Drittel davon jedoch als Familienangehörige und nicht unter ihrer Berufsbezeichnung.

Nach Ansicht von Familienministerin Ursula von der Leyen soll ohnehin der Ausstieg wichtigstes Ziel sein.


Dabei fehlt es bundesweit an Möglichkeiten.

„Es gibt nicht ein einziges Projekt, das den Frauen unter akzeptablen Bedingungen durch berufliche Weiterbildung einen Aus- und Umstieg ermöglicht“, kritisiert Emilija Mitrovic.


„Viele Frauen sagen, dass sie in zwei oder drei Jahren aussteigen wollen“, so die Gewerkschafterin.

Doch das läge nicht an der Arbeit an sich.
Der Grund sei, dass es sich nach wie vor um einen gesellschaftlich nicht geachteten Bereich handelt.



Die Grenzen kennen


„Die Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein über die eigenen Grenzen und viel Selbstwert“, sagt Katharina Cetin.


Wenn die Frauen ihre Arbeit nicht wertschätzen und gesellschaftliche Wertungen übernehmen, könne dies zu psychischen Problemen führen.


Branchenkennerin Natalie arbeitet mittlerweile als Türdame in verschiedenen Bordellen.
Spätestens mit 40 möchte sie endgültig aus dem Milieu aussteigen.
Ihr Traum ist es, im Ausland etwas ganz anderes zu machen.


Die Chance, in Deutschland jemals eine andere Beschäftigung zu finden, schätzt sie hingegen pessimistisch ein.

„Es sind einfach zu viele Jahre, für die ich nichts vorzuweisen habe“, sagt sie.



http://www.focus.de/karriere/perspe....tituierte_aid_230136.html
Marc of Frankfurt - 2009-12-20, 04:50
Titel: PRO-Sexworker-Fundamentalisten
Ausstiegsoption: Sich wegheiraten lassen


Religiöse Gruppe in Indien macht es vor in großem Maßstab:

Indian sect members vow to marry sex workers



There was no shortage of volunteers to marry the sex workers

More than 1,000 followers of a multi-religious sect in northern India have pledged to marry female sex workers who want to escape exploitation.

Young Hindu, Muslim and Sikh men have been queuing up at the Dera Sacha Sauda (Abode of the Real Deal) in the town of Sirsa as "wedding volunteers".

They say they are doing so to stop the women from being exploited in brothels.

They also claim that their move is part of a campaign to stop the spread of the HIV/Aids virus.

The Dera Sacha Sauda (DSS) is one of many religious sects operating in northern India.

Most take root by offering community services, social welfare and spiritual leadership but over time, as their followings grow, they often seek political influence.


Gurmeet Ram Rahim Singh:
"All women forced to live as prostitutes are my daughters"


Correspondents say that in religious terms, the DSS is hard to classify. Many experts argue that it is not, as some have said, an offshoot of Sikhism.


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More than 1,200 DSS members have signed pledges to marry the sex workers following a call from DSS chief Ram Rahim Singh a little over a month ago.


Mr Singh commands a huge following of predominantly lower caste Hindus, Muslims and Sikhs across the states of Punjab, Haryana, Uttar Pradesh and Rajasthan.

Two years ago his growing influence brought the DSS chief into confrontation with the mainstream Sikh clergy who claimed he had tried to imitate their beliefs.

The sectarian violence that ensued across Punjab - as well as subsequent rape and murder charges brought against Ram Rahim Singh - have cast a shadow on the affairs and functioning of the DSS ever since, observers say.

But the group's supporters believe the new campaign is to halt the spread of HIV by offering respectable options to sex workers and is part of a long list of related initiatives against drug abuse and female foeticide.

"By helping drug users and sex workers we are trying to help remove people from the highest risk situations," said Dr Aditya Insan, a senior DSS functionary.


'Delicately handled'

He estimates that 40%-50% of women working in red light districts in cities like Mumbai (Bombay) and Delhi are HIV carriers.


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Mr Singh (known as Guru-ji to his supporters) proclaimed at a congregation last month that "all women forced to live as prostitutes are my daughters".


His remarks brought forth a virtual flood of eager young volunteers from his flock.

Business graduate Ashish Sachdeva, 22, is in the garments trade in the town of Sirsa. He believes that marrying a sex worker could be his chance to repay his debt to humanity and society.

"I am very well settled and it will be the greatest honour for me to respond to Guru-ji's call."

Nearly 100 young sex workers have contacted the DSS - from Calcutta's Shonagachi red light district to brothels in Delhi and Mumbai.

"This will have to be a slow and delicately handled process," Dr Insan said.

"Many women are HIV-positive. Some have young children and are understandably concerned about their future. We need to ensure these women are protected legally once they are married."

http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/8416739.stm





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Marc of Frankfurt - 2010-01-05, 08:02
Titel: Abstraktes Handlungsspektrum
Wie kann Man/Frau Geld ranschaffen?

Karriere-Leiter der Geschäftsmodelle:






Selbstversorgungswirtschaft:
- Sammler und Jäger besorgen sich das benötigte im Gemeinschaftswald.
- Bauerngesellschaft: jeder hat einen ausreichend großen Acker, um Nahrung anzubauen zum Eigenverbrauch oder Tausch
(Evt. Bodenreform erforderlich).

Fremdversorgungswirtschaft:
Jeder erzeugt Dienstleistungen und Güter zum Tausch mit anderen.
(= Arbeitszwang, weil für alle Lebensvollzüge Geld und damit Einkommen benötigt wird.
Siehe Film: Bedingungsloses Grundeinkommen)





Betteln
= auf Spenden der Leute, Community hoffen
= Arbeitsunfähigkeit oder -verweigerung. Aber: Betteln ist Schwerstarbeit!
= Sammeln in der Fremdversorgungswirtschaft

Bsp.:
- Auf der Straße wie Obdachlose oder Illegale
- im Kloster wie die Mönche in Asien
- Containern (Leben vom Abfall der Überflußgesellschaft)
- Lebensmittelausgabe "die Tafel" besuchen
- Hartz IV beantragen (löchrige soziale Hängematte?)


Sponsoring
= Betteln bei Unternehmen
= professionalisiertes Sammeln
= eigentlich ein Tauschen von Fördergeld gegen Sozialkapital und Image

Bsp.:
- SportlerIn,
- SportveranstalterIn


Helfer werden
= Betteln für noch Hilfsbedürftigere (stellvertretendes Betteln)
= Förderanträge stellen, Hilfsprojekt oder Sozialeinrichtung eröffnen ...
(Siehe Kritik zur Helferindustrie [Laura Agustín] "poverty pimps")

(Zivilgesellschaft, Private-Public-Partnership, Stiftungen ...)





Illegal/informeller Sektor (Schattenwirtschaft):

Verbotene Beschaffungsformen wie
Betteln im Sperrbezirk, Zwangsbettler in krim. Banden,
Diebstahl, Taschendiebstahl, Trickdiebstahl, Raub, Raubmord ...
Verbotene Prostitution, sog. Zwangsprostitution, Zuhälterei und Menschenhandel
Verbotene Besteuerung = Schutzgelderpressung
Betrug, Übervorteilung, Ausbeutung, Veruntreuung, Korruption, Insiderhandel (Wirtschaftskriminalität) ...





Methoden-Leiter wie legal Geld verdient wird:

  1. Arbeiten

    = seine Arbeitskraft verkaufen
    = abhängig beschäftigt
    = weisungsgebunden
    = sich den Mehrwert vom Chef wegnehmen lassen (Differenz aus Verkaufswert und Reproduktionswert=Lohn)
    (moderne Versklavung? nichtsexuelle Prostitution?)

    Bsp.:
    - Koch/Köchin ... (angestellt)
    - Sexworker als Angestellte gibt es nicht, weil diesbezüglich die Gesetze nicht funktionieren (Stigma, Kriminalisierung, Putophobie).
    Menschenhandelsopfer hingegen gibt es, allerdings vermutlch im Prozentbereich gegenüber dem freiwillig florierenden und mehr oder weniger selbstbestimmten Tauschgeschäft.

    Vorraussetzungen:
    - Ausbildung mit Abschlußzertifikat
    - angepaßte bürgerliche Karriere


  2. Dienstleistung

    = selbstständig
    = Leistung selbstständig erbringen und zusätzlich auch selbstständig vermarkten
    = unabhängig aber maximal selbstverantwortlich (Mehrarbeit)
    (Ich-AG, UnternehmerIn ihrer selbst, FreieR Mitarbeiter, Scheinselbstständig)

    Bsp.:
    KöchIn im Lohnauftrag
    NäherIn
    DesignerIn
    Sexworker

    Vorraussetzungen:
    - Kompetenzen (erwerben und pflegen)
    - Selbstgesteuertes vorausschauendes unternehmerisches Handeln
    (Selbstverantwortung)


  3. Produktion

    = selbstständig Produkte herstellen UND vermarkten
    = Direktvermarktung von in Produkten transformierter Dienstleistung
    = materialisierte Dienstleistung. Sie ist lagerfähig, speicherbar, vorproduzierbar, altert kaum und maschinell reproduzierbar, automatisierbar ...

    Bsp.:
    Zubereitete und konservierte Lebensmittel, Seifen (KöchIn, BauerIn)
    SchneiderIn, DesignerIn von Schmuck, Taschen ...
    Sexworker: Pornofotos und -filme


  4. Handel

    = mit Produkten anderer arbeiten
    = Unternehmer/Boss/Chef/Betreiber werden
    = Organisator von Arbeit, Arbeitsplätzen, Dienstleistung oder Produktion

    Bsp.:
    Imbiss, Kneipe, Kondomvertrieb, Nagelstudio, Boutique, Sexshop
    VermieterIn, BetreiberIn, EventveranstalterIn, Agentur-, ClubbesitzerIn

    Vorraussetzungen:
    - noch mehr wirtschaftliche Kompetenzen und Marktkenntnisse
    - Personalführungskompetenz,
    - Beziehungen (soziales Kapital)
    - Startkapital


  5. Rechte verkaufen

    = Handel mit 'nurÄ immateriellen Rechten
    (Rechte sind die Metaebene des Produkts und des Eigentums in der modernen Eigentumswirtschaft!)
    = vermieten, verpachten, verpfänden, vermarkten
    (Erst das Eigentumsrecht ermöglicht die Doppelnutzung von Besitz. Erst dieses Recht begründet/ermöglicht unternehmerisches Handeln:
    1. Selbstnutzen oder verleihen/vermieten von Besitz
    2. Verpfänden des Eigentums als Sicherheit z.B. für Kredit zur unternehmerischen Investitionen
    [Theorie des Debitismus])

    Bsp.:
    Rezepturen und Namensrechte an Lebensmittelspezialität oder Kosmetik
    Rechte an Modeschnitten oder Designkollektionen
    Vertriebsrechte an Pornobildern oder Toys

    Voraussetzungen:
    - besondere geistige Fähigkeiten wie Erfinder oder Künstler, so daß Urheberrechte begründet werden können
    - Kenntnisse von Rechten und der im Geschäftsleben geltenden Rechtsordnung
    - Kompetenz bezüglich Verträgen und Vertragsgestaltung
    - hohe unternehmerische Fähigkeiten und Disziplin um eine Marke entwickeln zu können
    - Startkapital


  6. Kapitaldienstleistung

    = handeln mit Geld, mit Geld von anderen
    = Kredit geben, Anlageformen verkaufen etc.
    = Geld arbeiten lassen = andere arbeiten lassen
    = Banking
    (Das Geld- und Industrievermögen wird selbst zum Geschäft, Zinsen zu nehmen war früher tabu und z.B. nur Außenseitern wie Juden erlaubt; vgl. islamic banking.
    Das von Banken geschöpfte Geld und die zur zurückzahlung zusätzlich fälligen Zinsen müssen ja durch die Mehrarbeit von Menschen erst erwirtschaftet werden.)

    "Besser als eine Bank auszurauben ist es, eine Bank zu gründen"
    [Berthold Brecht]

    Vorraussetzungen:
    - extrem hoch






Ökonomiestudien Sexwork:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=29962
Sexworker und Geld:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1588 (SW-only)
Nachhaltiges Wirtschaften, Existenzsicherung und Altersvorsorge:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1312 (SW-only)





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Marc of Frankfurt - 2010-01-05, 10:52
Titel: Bio einer US-Kollegin
Lebensweg von Heidi Fleiss


Escort der Berühmten und Reichen

Betreiberin einer Agentur

Razzia, Gefängnis, Steuernachzahlung

Autorin

Waschsalon-Betreiberin

Big Brother-Container

http://www.thejc.com/news/uk-news/2....ter-celebrity-big-brother





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Marc of Frankfurt - 2010-01-08, 16:54
Titel: Lebenserfahrung Sexbiz
Berühmte US-Sexworker blicken zurück:

Würde ich mein Leben und Job nochmal genauso führen wie ich es getan habe?



Die meisten bejahen dies zwar grundsätzlich, wohl auch in Erkenntnis der Tatsache, das sie jetzt das Produkt ihrer gemachten Erlebnisse und Erfahrungen sind.
(Ein Leugnen ist zudem auch psychologisch nur schwer möglich, ohne in eine Opferhaltung gemäß Propaganda der Prostituionsgegner zu verfallen. Dazu gibt es weiter oben ein von mir anal-ysiertes Pampflet).


Dennoch haben die Ex-Sexworker wichtige Tipps für junge KollegInnen und EinsteigerInnen parat:

http://thedirtygirldiaries.com/the-diary/16nl-do-over/

Die Autorinnen:
http://thedirtygirldiaries.com/the-ladies/





Nachhaltige Existenzsicherung, Rente, Altersvorsorge etc.:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1312 (SW-only)





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Marc of Frankfurt - 2010-01-27, 13:38
Titel: Exit als Autorin und Sängerin
Berlusconis Callgirl startet Karriere als Sängerin

26. Jänner 2010

http://derstandard.at/1263706018176....et-Karriere-als-Saengerin
Marc of Frankfurt - 2010-01-29, 21:45
Titel: Politikvergleich
Aussteigerprogramme gestern und heute








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Marc of Frankfurt - 2010-02-03, 09:11
Titel: Pfarrerin bezahlt Ex-Sexworker-WG
Evangelikale Ausstiegshilfe U.S.A.


Las Vegas:
Sexarbeiterin wird Missionarin und heiratet Prediger




USA: Prostituierte zu Kirchenmäusen


"A Hooker for Jesus" - eine Hure für den Herrn sei sie, sagt Annie aus Las Vegas. Nach jahrelanger Arbeit als Prostituierte wurde sie von Evangelikalen bekehrt und hilft jetzt anderen Mädchen auf den "richtigen" Weg. Missionieren im Sündenpfuhl Las Vegas ist ihr neuer Job.

Online seit: 04.10.09
Verfügbar bis: 04.04.2010

http://www.ardmediathek.de/ard/serv....517136?documentId=2685642


In der selben Stadt s.o.
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=66571#66571





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Marc of Frankfurt - 2010-02-06, 10:20
Titel: Beratungsstelle in Münschen
Prostitution in München Über Preise wird ungern gesprochen


05.02.2010

In München, sagt Jörg, gibt es keine offene Drogenszene, weshalb es auch keine auffällige Beschaffungsprostitution gibt. Die Substitution mit Ersatzstoffen ist bei Drogensüchtigen in der bayerischen Landeshauptstadt so gut, dass es nicht zwingend notwendig ist, sich wegen Drogen zu prostituieren. Auch Aids sei bei den Münchner Huren kein Thema. "Die Frauen schützen sich gut, ich persönlich kenne keine einzige HIV-positive Prostituierte."

Das liegt unter anderem daran, dass der Paragraph 6 der Bayerischen Hygieneverordnung Kondomzwang vorsieht. Diese Verordnung hängt in jedem Münchner Bordell offen aus. Die Huren können im Zweifelsfall ihre Freier darauf hinweisen. Zudem gibt es Zivilfahnder, die die Damen in Sachen Kondompflicht immer wieder auf die Probe stellen. Sie geben sich als Freier aus und testen die Grenzen der Damen. Würde sich eine gesetzeswidrig verhalten, hätte dies ordnungsrechtliche Konsequenzen [für die SexarbeiterIn. Warum werden eigentlich nicht die Freier auf die Probe gestellt? Diese "Praxis" ist zutiefst die Intimsphäreverletzend und die Menschenwürde verachtend Anm.].

Über Preise sprechen die anschaffenden Damen im Übrigen gar nicht gerne. "Es herrscht auch in diesem Geschäft ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, die Preise in München sind höher als beispielsweise in Hamburg", sagt Jörg. Es fange bei etwa 50 Euro an. In der Regel kostet eine ganze Stunde bei einer "normalen" Hure 100 bis 150 Euro. Eine Domina verlangt dagegen mindestens 200 bis 300 Euro. Das liegt daran, dass die spezielle Ausstattung, welche Dominas zur Ausübung ihres Jobs brauchen, sehr teuer ist. Es gibt sogar Firmen, die sich auf die Herstellung von Domina-Ausrüstungen spezialisiert haben - und das kostet eben. "Perversenzuschlag", nennt Rosa diese hohe Preise.

Jörg und ihre Mitarbeiterinnen beraten auch Frauen, die in die Prostitution einsteigen wollen. Genauso wie Damen, die aussteigen wollen. Aber auch bei rechtlichen und steuerlichen Problemen können sich Münchner Prostituierte an Mimikry wenden. In der Stadt sind Streetworker unterwegs, die die Huren an ihrem Arbeitsplatz aufsuchen.

Jörg, die Mimikry seit fünf Jahren leitet, kennt sich bestens aus in der Szene. Die Sozialpädagogin nimmt kein Blatt vor den Mund, redet offen über die Probleme der Frauen, die verschiedenen Sexpraktiken und über die verschiedenen Typen von Freiern.

So erzählt sie, dass viele der Damen nebenberuflich anschaffen. Ihnen reicht in einer teuren Stadt wie München das Geld nicht, sie brauchen einen Zusatzverdienst. "Oft haben wir alleinerziehende Mütter, die nicht über die Runden kommen", sagt Jörg. Manche wollen schnelles Geld verdienen und arbeiten nur kurz in diesem Geschäft. Hin und wieder gibt es auch Studentinnen, die sich so ihr Studium finanzieren. Die meisten der Münchner Huren sind zwischen 25 und 40 Jahre alt, aber es gibt auch Frauen, die bis 65 Jahre arbeiten.

Frauen, die nach Jahren aussteigen wollen, wissen oft nicht, wo sie arbeiten sollen. Sie haben keinen richtigen Beruf gelernt, können sich in ein bürgerliches Leben nur schwer eingliedern. Ihnen bleibt meist nichts anderes, als Hartz-IV-Leistungen zu beziehen. Außerdem ist nach dem Ausstieg Einsamkeit ein großes Problem. Viele der Frauen hatten nur Freunde in der Szene. Hören sie mit der Prostitution auf, stehen sie ziemlich alleine da. Auch in solchen Fällen ist Mimikry eine Anlaufstelle.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/662/501902/text/4/



www.mimikry.org
Beratungsstelle des evangelischen Hilfswerks München





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Marc of Frankfurt - 2010-02-20, 12:19
Titel:
Entwicklungshilfe einer deutschen Stiftung für Frauen in Douala, Kamerun, damit sie keine Sexworker werden:

"Mädchen dem Strich-Milieu entreißen"



Mit der Dr. Eder + Molle Stiftung der Riedlinger Ärztin Dr. Reginamaria Eder und ihrer afrikanischen Freundin werden Mädchen und junge Frauen integriert, die zum Nahrungserwerb sonst auf die Prostitution angewiesen wären.

Sie erhalten eine einjährige Grundausbildung in schulischen Fächern sowie im Schneidern, Hauswirtschaften und in Bürotätigkeit und werden bei der Existenzgründung unterstützt.

Prof. Dr. Ottmar Schneck von der ESB Business School an der Hochschule Reutlingen hat die Gründungsformalitäten übernommen eine Stiftung zu errichten.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/w....618061&artId=14706606
http://bit.ly/9sUGPI (pdf, 1 Seite)





Ausbildung zur Existenzgründung stünde auch Sexworkern gut.
Eine Stiftung als Sexworker-Akademie ist auch mein Traum.

"I have a dream."





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Marc of Frankfurt - 2010-02-24, 01:01
Titel: Nach der Sexarbeit: Ausbildungsberuf Kosmetikerin
Exclusiv die Reportage:

Raus aus der Sackgasse



Alexa, Sexarbeiterin im Bordell in Köln, will nach 7 Jahren Nachtarbeit aussteigen.
Als erstes gesteht sie ihrer Freundin, seit 2 Jahre ihren tatsächlichen Beruf verheimlicht zu haben.
Nach einem geglückten Coming-out gehen beide Freundinnen spontan auf Jobsuche in Boutiquen, was allerdings fehl schlägt.
Aber es gibt auch professionelle Hilfe für die 5jährige Alexa.
Dann läßt sich Alexa bei der IHK über die Ausbildung zur Kosmetikerin beraten.
Um überhaupt eine Ausbildungsstelle zu bekommen, muß sie sich um ein Praktikum bewerben ...


Video:
http://www.rtl2.de/rvp/exklusiv_fsk18/





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Marc of Frankfurt - 2010-03-15, 15:08
Titel: Ein Sexworker-Berufsleben
Abschiedsbrief einer medienbekannten Sexarbeiterin:

Vanessa Eden hat das Sexworker-Outplacement, die Neuorientierung geschafft



Abschiedsbrief
Eingetragen von Vanessa Eden auf 16. Februar 2010


good bye!

Abschied nehmen – sich von einem Menschen oder einer Situation bewußt zu verabschieden, kann Erleichterung bringen und den Blick für neue Wege öffnen. Abschied zu nehmen heißt für mich ausserdem, respektvoll einer Zeit den Rücken zu kehren, die zu ihrer Zeit richtig war, sich weiterentwickelt hat, gewachsen ist, bis der Schuh zu eng wurde.

Ende 2003 bin ich in die Erotikbranche eingestiegen. Ich glaube, ich habe alles oder fast alles erlebt, was man erleben kann.


Das kurz im Schnelldurchlauf:

Ich startete über eine Escortagentur, die keine war. Dahinter verbarg sich ein Mann, der geschickt versuchte die Damen über den Escortservice zu locken, um sie in eines seiner Bordelle zu verfrachten – zu deutsch: ein Zuhälter. Wie er das tat? Ganz geschickt! Man hatte eben in den ersten 4 Wochen sehr gute und viele Aufträge und von heute auf morgen gar keine mehr. Die Ersparnisse sind bald aufgebraucht, man wird hingehalten, bis nichts mehr geht und dann der großzügige Vorschlag kommt, man könnte doch auch mal in diversen Etablissements arbeiten – mein Gott, wo ist schon der Unterschied – die Tätigkeit wäre schließlich die Gleiche. Dazu muss ich sagen, bin ich damals völlig freiwillig und ohne finanzielle Not in den Escortservice eingestiegen – die finanzielle Not kam dann erst. Durch nette, äußerst nette Kunden, die selbst merkten, dass mit der “Agentur” etwas nicht stimmte, ließen mich von ihrem Eindruck wissen und halfen mir am Ende beim Ausstieg und gleichzeitig Einstieg in die Selbständigkeit als Independent Escortdame. Escort ist schon fast übertrieben – es waren Haus- und Hotelbesuche. Ich kannte es von der Agentur nicht anders und führte einfach das, ohne es in Frage zu stellen, eine zeitlang weiter fort. Nach ca neun Monaten wollte ich mir mit meinem Traumauto einen Wunsch erfüllen – seltsamerweise verliebte ich mich noch am selben Tag. Zuuuu dumm aber auch!

Der Finanzierungsvertrag war unterschrieben, denn ich wollte diesen Job noch ein wenig machen. Verliebt war mir das leider nicht mehr möglich und so wählte ich die finanzielle Misere, die nicht ausbleiben sollte. Nach wieder neun Monaten war die Beziehung dann auch dahin – der Druck war enorm, das Auto dann weg und der Schuldenberg groß.

Ich zog nach Deutschland zurück (aus der Schweiz) und fing an meine Schulden abzuarbeiten. Ohne Schuldnerberater oder sonstige Hilfe machte mir die Audibank das Leben zur Hölle. Eine Rate, die mit einem ”normalen” Verdienst nicht zu bewältigen gewesen wäre. Ich versuchte den Ausstieg über Promotionjobs, etc. Doch da Promotionagenturen ein Zahlungsziel oft nicht so genau nehmen, hing ich das bald an den Nagel und arbeitete tapfer als Prostituierte weiter.

Es war für mich ok. Ich hatte mich arrangiert mit diesem Job in dieser Zeit. Er ermöglichte mir immerhin ein “normales” Leben, so dass ich meine Raten bezahlen konnte, Nachts ohne Sorgen einschlief und zudem sprang ab und zu auch noch ein Orgasmus dabei heraus:-).

Ich verliebte mich erneut im Sommer 2006 – unsterblich! Doch diesesmal sollte ich nicht mehr so dumm sein und alles aufgeben, der Liebe wegen. Obwohl er mir die tollsten Versprechungen machte… ehe er nicht für meinen Unterhalt sorgen wollte, war ich nicht bereit den Job aufzugeben – nach vier Wochen fand ich heraus, dass er verheiratet war. Trotzdem dauerte die Affäre gut 2 Jahre weiter an. – Der Kerl hat am Ende ein echtes Schnäppchen gemacht! (Ich widmete ihm hier einen eigenen Artikel unter: Die Geliebte sein)

Anfang 2007 die nächste Beziehung – oder zumindest der Versuch. Ich glaubte ja noch an Pretty Woman und ging den Versuch ein. Die Beziehung war fruchtbar. Er lernte endlich, was es heißt zu leben und ich gönnte mir meine berufliche Weiterentwicklung in Form der Ausbildung zur Stylistin und zum Personal Trainer.

Nichts desto trotz war ich finanziell abhängig von ihm – er kontrollierte meine finanziellen Verhältnisse wie das Taschengeld der Kinder und so drehte ich im April 2007 meine erste Szene in einem Porno. Es war die einzige Möglichkeit, um an Geld zu kommen, von dem er nichts wußte und welches ich auf die Seite legen konnte. Ende 2007 überlegte ich lange, ob ich in eine Escortagentur einsteigen solle oder nicht. Ich wagte dann doch den Schritt zur erneuten Selbständigkeit in den Escortservice. Buchungsdauer: ab vier Stunden. Ich wollte keine Kurztreffen mehr. Es erwies sich mit neuen Texten auf der Homepage und einem anderen, ehrlichen Selbstbewußtsein auf Grund meiner beruflichen Situation als Erfolg.

Anfang 2008 eröffnete ich in Bayreuth ein Stundenzimmer und das Lifestyle Studio Egoistin – das Outing im TV stand an. RTL 2 fragte mich für Exklusiv, die Reportage an.. ein Multiplikator. Es folgten weitere TV-Auftritte, unter anderem bei Erwin Pelzig, Wieland Backes, Oliver Geissen, RTL- Extra, das Magazin, u.a.

Den Escortservice setzte ich fort, bis ich im Sommer 2009 feste Kavaliere hatte und mich selbst zur “Kurtisane der Moderne” umbenannte. Seit Herbst 2009 bin ich endgültig aus dem erotischen Escortservice ausgestiegen und begleite Herren nach wie vor zu verschiedenen Anlässen ohne erotisches end, jedoch mit emotionalem Happyend.

- Zusammenfassung beendet -


Alles in allem waren meine Erfahrungen im Paysexgewerbe äußerst gut. Egal, ob ich in meinem angemieteten Zimmer gearbeitet habe, Haus- Hotelbesuche gemacht habe oder später im Escortservice erfolgreich war. Lediglich die Pornobranche war nicht mein Ding und ich hörte nach nur sieben Szenen im Oktober 2007 schon wieder auf zu drehen.

Meine Erfahrungen waren positiv – ich habe Männer kennengelernt, ich habe aber vor allem auch mich kennengelernt. Meinen Körper, was mir gefällt, was mir nicht gefällt, meine Sexualität habe ich nochmal neu entdeckt. Ich wurde selbstbewußter… mein Chef (Gastronomie) in der Schweiz, der von meinem Nebenjob wußte, spürte förmlich, wie ich aufblühte und auch die Gäste am Tresen viel selbstsicherer bedienen konnte. Er sagte immer leicht (oder auch stark) grinsend: “Gell? Der Job, der tut dir gut? - Das sieht man dir richtig an!” – im wahrsten Sinne des Wortes. Das tat er – bis zu den Schulden. Danach war es zwischenzeitlich der Horror. Ich hatte mich durch Unachtsamkeit und Naivität in eine Situation gebracht, in die ich nie nie kommen wollte – ich nahm Drogen – Kokain – über einen Zeitraum von zwei Monaten. Meine Haut wurde dann allerdings so schlecht, dass ich von einem auf den anderen Tag wieder damit aufhörte – Selbstmitleid beendet!

Mit den Männern lernte ich umzugehen. Ich ging nach gut zwei Monaten Selbständigkeit meinen ganz eigenen Weg - schaltete meine eigene Werbung – war kreativ und hatte Spaß an dieser Selbstvermarktung. Doch leider ist das nicht alles. Eine Beziehung war quasi nie möglich oder nur mit großem Herzschmerz verbunden.

Man lernt Männer kennen, die einem alles über die Frau zu Hause erzählen, ich fragte allerdings auch immer gerne nach, weil ich es wissen wollte. Ich wollte wissen, was dahinter steckt, hinter dem Phänomen des “Fremdgehens”. Ich wußte also wie sie heißen, wie sie aussahen, ob sie gerade schwanger sind, falls ja, in welchem Monat, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird und wie er oder sie mal heißen werden. Ich kannte wohl alle Ausreden, die Männern so einfallen, wenn sie fremdgehen, wußte, von welchem Computer aus sie nach den Frauen Ausschau halten, also ob zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus. Ich kannte die Lebensgeschichten und natürlich – nicht zu vergessen – die sexuellen Vorlieben! Dabei waren die bei mir meist gar nicht so ungewöhnlich, da ich keine seltsamen Dinge anbot. Für manche war es lediglich die Abwechslung, für wenige die Erniedrigung, für wieder andere… Ansehen kann man es den Männern nicht, genauso wenig wie den Frauen, die diesen Job ausüben.

:-)

Ja, ich lernte Männer fast nur von diesen zwei Seiten kennen. Die Fremdgeher, die Betrüger, die Lügner,… – kein schönes Bild. Auf der anderen Seite stand der nette Mann, der mich mit allem Respekt behandelte, der mich verwöhnte, der mir gut tat. Ich versuchte sie zu verstehen, beschäftigte mich immer mehr mit dem Thema: Sexualität und fand für mich heraus, dass es keine Monogamie gibt (auf beiden Seiten eine Ausnahme) und dass Ehrlichkeit in Beziehungen die wohl größte Mangelware ist.

Ich lernte, dass Prostituierte in der Gesellschaft, und dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob sie Puffhure oder Escortdame sind, ausgegrenzt werden. Sie werden teilweise behandelt wie Aussätzige, wie Kranke, wie Geächtete. Nicht überall! Ich hatte auch ganz tolle Erlebnisse nach meinem Outing, aber eben auch verletzende.

Am Ende bin ich zu dem Punkt gekommen, dass der Mensch so viel Ehrlichkeit einfach nicht verträgt. Es würde das Leben wohl zu unangenehm machen.

Im Erotikgewerbe arbeiten und sich in der Erotikszene bewegen/bewegen müssen sind zweierlei Paar Stiefel. Ich hatte tolle, tolle Männer, geile Dates, hammermäßigen Sex und trotzdem geht der Job an die Substanz. Es sind viel weniger die Treffen, als viel mehr die Szene, in der man sich bewegt, wenn man independent arbeitet. Man muss Werbung schalten, surft im Internet, tauscht sich aus. Kommt auf Foren, deren Name ich lieber nicht nennen möchte in denen Dinge zu lesen sind, die einen vom Glauben abfallen lassen. Männer schreiben über Frauen, die sie getroffen haben, wie über ein Stück Vieh auf dem Jahrmarkt – noch schlimmer! Es ist pervers, es geht unter die Gürtellinie, es ist menschenverachtend und abscheulich! Auch, wenn ich von diesen Dingen nie direkt betroffen war – und wenn – ich mich zur Wehr gesetzt habe, möchte man sich mit Menschen dieser Art nicht abgeben. Es sind Männer, die Frauen hassen und irgendwelchen Frust über diesen Weg versuchen zu kompensieren. Es gibt leider jede Menge davon. Und oft ist es sogar so, dass sie der Hure gegenüber kein Wort sagen, lieb und nett tun, damit sie schön bläst – für die Fickkumpanen wird dann jedes Detail ausgepackt, was er so mit der “alten Sau” alles gemacht hat. Diese Männer, mit solch pathologischen Zügen gönnen einer “Hure” den Aufstieg/Ausstieg nicht. Sie gönnen ihr das Schlechteste. In Bezug auf mich, hoffen noch immer ein paar dieser Schwachmaten, mich irgendwann an der Nürnberger Mauer stehen zu sehen. Für sie sind Frauen Stücke, Stücke, wie im Katalog zu bestellen, auszusuchen, sie haben gefälligst zu “funktionieren”, denn dafür habe man(n) ja schließlich bezahlt. :kotz:

So – ja,… das ist es. Und wer als Frau einmal Einblick in diese Welt hatte, der will das nicht sein Leben lang – ich wollte es nicht mein Leben lang. Wie gesagt, so schön die einzelnen Begegnungen waren, die Gesellschaft auf der einen Seite und diesen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele, machen ein positives Leben auf Dauer unmöglich – zumindest für mich.

Es stand oft die Frage.. was mache ich nach dem Ganzen? Mit der Erfahrung, mit dem, was ich über Menschen/Männer und der “Szene” gelernt habe? Gründe ich eine Escortagentur? Bleibe ich dort, wo ich schon viel Energie hineingesteckt habe?

NEIN! - Ich habe mich dazu entschlossen, der gesamten Paysexszene den Rücken zu kehren! Ich möchte NEUE WEGE gehen. Ich möchte Männer anders kennenlernen, möchte Männern anders begegnen – aber nicht nur den Männern. Auch den Ehefrauen möchte ich mehr entgegenbringen können als Mitleid.

Ich bin dankbar für den Weg, der mir aufgezeigt wurde, für die wundervollen Begegnungen, die mir oft Kraft und Energie gaben, die mir eine kleine Stütze waren, mit denen ich mich fruchtbar austauschen konnte, die mich auf meinem Weg unterstützt haben und immer an mich geglaubt haben, da sie das Potenzial und die Kraft, die in mir steckt, gesehen haben. Die seit 2006 meinen Newsletter abonniert haben, meine Wege verfolgen und nicht müde werden, mir immer wieder zu antworten – die liebevollen, stillen Begleiter auf meinem Weg. Ich bin dankbar für die Lehren, die ich aus meinem Leben gezogen habe.

Jetzt möchte ich mich voll und ganz auf meinen neuen Weg konzentrieren, der da heißt:

das ABITUR nachholen. Er wird nicht einfach werden, es wird mich Überwindung kosten und doch freue ich mich riesig auf diesen Schritt und auf diese nächste große Chance, welches mein Leben für mich bereit hält.

Original mit Leserbrieffunktion:
http://www.vanessa-eden.de/leben/20....ied-nehmen-verabschieden/





Ich wünsche Vanessa Eden alles Gute und Glück, damit ihre Vision gelingen möge.

Im Abschiedsbrief gibt sie allen, schonungslosen Einblick in die erlebte Prostitutionswelt und ihr seelisches Innenleben, so wie sie es sich hat nie leisten können es darzustellen, als sie noch dem Gewerbe verhaftet und verpflichtet war. Es zeigt wie hinter einer geschäftsbedingt glatten professionellen Fassade ein sensibler Mensch verborgen liegt. Meine Hochachtung für diesen Mut zur Selbstentblössung. Möge sich dieser harte Weg einer teil-öffentlichen Selbstfindung letztlich als mehr hilfreich denn schädigend oder nachtragend erweisen.

Nochmals, alles Gute und die besten Wünsche für eine mutige, starke Frau und Ex-Kollegin.





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Marc of Frankfurt - 2010-03-27, 13:11
Titel: Raus aus den Schulden
Auch ein Ausstiegsthema:
Das Ende von unternehmerischem Mißerfolg und Ausstieg aus Verschuldung

Selbsthilfegruppen >Anonyme Insolvente<
gegen die Stigmatisierung als Versager und die Abzocke durch eine profitable Insolvenzverwalter-Szene



In sechs Jahren zurück ins Leben
Privat Insolvenz als Wendepunkt und neue Chance

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtsch....jahren-zurueck-ins-leben/




www.anonyme-insolvenzler.de



Früher kam man in den Schuldturm, heute wird gepfändet, Insolvenzverfahren, Restschuldbefreihung, Wohlverhaltensphase 6 Jahre ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenz (wg. aktueller Zahlungsunfähig oder tatsächlicher Überschuldung)

http://de.wikipedia.org/wiki/Privatinsolvenz für natürliche Personen (Privatleute, Kleingewerbetreibende)

http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzverfahren für juristische Personen (Firmen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldnerberatung





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Marc of Frankfurt - 2010-03-29, 17:11
Titel: Leben nach dem Zwangs-Outing
Der erste Artikel von Dr. Belle de Jour selbst:

The Sunday Times
March 28, 2010


Life without the mask of Belle de Jour

After outing herself last year as the bestselling call girl author, she tells of the death threats, harassment and surprising level of support that followed


Brooke Magnanti



Foto: Brooke Magnanti, a research scientist, was threatened by an ex-boyfriend after she revealed her double life as a prostitute but her co-workers were understanding and her mother shrugged it off, saying: 'A girl's gotta do what a girl's gotta do'


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Well, this wasn’t quite part of the retirement plan. Having to get a restraining order taken out on my ex-boyfriend. The revelation that my father was a user of prostitutes. The death threats. No: ever since I set up the anonymous Belle de Jour blog in 2003, I figured that when I hit 60, I could simply reveal my identity, quit work and enjoy life.

So it was a bit of a surprise to find myself on the front page of The Sunday Times quite so soon. Not only the front page, but three pages inside, a huge interview with India Knight disclosing that for 14 months, I, Brooke Magnanti, research scientist, had charged money for sex via a London escort agency, £300 an hour to be precise.

Obviously I knew that the piece outing me as Belle de Jour, the blogger whose online diaries detailing my erotic adventures had made me possibly the most famous call girl in the world, was running, but I always kind of thought it’d only be a small item tucked away on page 6. Little did I know that
- my mother would be chased down the motorway,
- reporters would try to accost my co-workers, and
- eventually I’d have to get the police involved.

So I must have turned slightly green when I picked up a copy in my local newsagent’s and saw it was above the fold. My boyfriend, whom I met on www.Gumtree.com , and whom I’ve been dating for two years, quickly suggested he’d buy it and would meet me outside. We walked to our usual Sunday breakfast cafe in silence, and then we read the piece together. There was a long pause while I waited for his reaction. He raised his eyebrows and said: “Does India Knight look as good as her photos?”

The truth is I’d been forced to contact India. For six years, while the bestselling books based on my blog were published, even when Billie Piper played me in the television series Secret Diary of a Call Girl, many had tried, unsuccessfully, to discover Belle’s identity. Actually, that’s not quite true — a blogger called Darren had worked it out back in 2003 but, in a move for which I’ll be eternally grateful, had kept it secret. He had set up a widget that alerted him whenever my name was Googled with Belle de Jour’s. Suddenly, last October, he started getting odd hits and contacted me to say someone who clearly worked for a tabloid newspaper was sniffing around.

Quite independently, I had also thought something was up because a reporter had been found breaking into the office where I worked as a research scientist in Bristol just a week after I’d vacated it. These events shifted the timescale considerably, but I knew I had to act when my agent started receiving email from my ex.

He is referred to as The Boy on the blog. We’d split two years previously after I found pictures on my phone of him having sex with another woman. I had always worried he would reveal the secret, and now it looked as if he was trying to. He claimed the tabloids had approached him, but he accidentally forwarded my agent an email he sent a reporter agreeing to hand her my identity. I talked to my agent and we decided to come clean to a decent newspaper before the tabs could publish.

I was frightened; of course I was. I was convinced that if people knew, no one would support me, that I could kiss goodbye to my career as a scientist and my UK visa. I’d decided to tell my co-workers first. I told them all over a drink at work and, to my surprise, they were just, like, “Okay, fine.” There are constant jokes now, of course: if anything is ever described as “easy” in any context, I get a look. Sometimes I say things myself just to get a laugh — “I’m going to sex up this paper,” or, “I’m going to work this conference.” It’s all gone a bit Carry On. But I haven’t got fed up with the banter. The jokes are never mean-spirited. I’ve also noticed I get on with the Christian co-worker I share an office with better than before.

There was one ridiculous situation with a former co-worker from Belfast who threatened to sue me for racist discrimination because I called him “Irish” on the blog. I hadn’t known where he was born; the man in question is from Belfast and Protestant, but I didn’t know that. Of all the nasty things I wrote about co-workers I can’t believe that’s the one that caused the most offence.

India had suggested my boyfriend and I go abroad for a few days after the piece came out, but because I had no idea how serious it would be, we only turned our phones off. I’d been changing my number regularly because my ex had been trying to contact me, so when we turned them on again, there wasn’t much: a few texts, such as one from a running friend who’d read the books: “My mate the legend!!”

My boyfriend also had a text from his mother: we hadn’t told her because she’s a Guardian reader and we thought she wouldn’t notice. But she had. She said she thought I was very brave, and she was thinking of buying the books. Fortunately she also added that she wouldn’t read my Twitter posts, which is good because I tweet about the relationship. Some things a mother really need not know about her son.

I rang my mum. She lives in New York; we’ve had our ups and downs, as most do. Obviously, I worried about her reaction. But she was immediately supportive. “A girl’s gotta do what a girl’s gotta do,” she said. “In my day we were giving it away for free.” I saw her about a month later, by which time — to my horror — she had read the books. She was upset I’d told the story about her getting grey pubic hair, in which I overheard her and my gran talking — Mum: “I can’t believe it: I found a grey pubic hair.” Gran: “Honey, just wait til they start falling out” — but actually by that time we were more preoccupied with my father, whom I hadn’t seen since 2005.

As soon as the piece hit, the other newspapers scrambled. They chased my mother on the motorway in America, staked out my best friend’s house in Sheffield. They offered £15,000 [16.680,- €] for a childhood photo. They printed a poor-me story from the ex, in which he lied about his job, saying he was a soldier in Afghanistan. He didn’t stop there, either. He started posting on his blog, threatening to attack me and my boyfriend. I went to the police, taking printouts from his blog and two years’ worth of unwanted and unanswered letters. Finally alerted to the extent of his harassment, they did everything right and will now intervene immediately if he comes anywhere near me.

Letters arrived at work, some pleasant — including ones from women who are also call girls, which made me all the more glad that I decided to come out — but also three anonymous death threats that I immediately reported to the police. I don’t like thinking about the death threats, but the other hate mail was sometimes funny — one postmarked “World Aids Day” hoped I “get Aids and die”.

I was less amused, however, when I read about my father. Mum and I had desperately tried to get hold of him — they’re divorced, and I last saw him in 2005 — but we couldn’t find his address. Eventually the tabloids tracked him down to Florida, where he spoke about using prostitutes and suggested that I had stopped talking to him because of this. Actually, it was his drug abuse that had made me walk away: he was addicted to crack, which affected his personality. When we met up in America five years ago, we had a lot of arguments and I realised my being there wasn’t helping him and was hurting me, so I returned to the UK. We haven’t spoken since but his behaviour had no part in my choice to become a prostitute myself; that happened a decade after I left home. No one else needs to answer for my decisions.

Otherwise, life continues as usual. Weirdly. I walk the streets in peace. I am seldom recognised; I blend quite easily into the crowd. Once a taxi driver clocked me, but he was a fan of the TV show and he was delighted. It took away the fear that I might be verbally abused in public, or worse. I don’t think I’ve lost any friends: I sent a bulk message to my friends on Facebook — at first there was silence, and I feared they’d all dumped me. But then a mate’s husband quipped back: “So are you going to introduce me to Billie Piper or what?” My friend N in London, who knew I was Belle from the start, always had this advice. If someone asks if you’re Belle de Jour, say: “Yeah? So?” Turns out he was right.

I was most grateful for my boyfriend. Coming out bound us together even more closely, and for that he will always have my thanks. But, most of all, I’m grateful that I finally know there are worse things than being called a whore. There’s being the person who says it.

http://entertainment.timesonline.co....tracts/article7078631.ece





Belle’s Best Bits: A London Call Girl Reveals Her Favourite Adventures is published by Phoenix at £7.99:
http://www.amazon.co.uk/Belles-Best....-Adventures/dp/0753827948

Weitere Artikel und Links:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=69738#69738





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nina777 - 2010-04-14, 15:00
Titel:
14.4.2010

Hilfe auf dem Weg aus der Prostitution

Kassandra stellt neues Ausstiegsprojekt Opera vor


NÜRNBERG - In Nürnberg geht ein neues Modellprojekt namens Opera an den Start. Es handelt sich um eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Ausstiegsinitiative für Prostituierte.

Das Konzept setzt auf die berufliche Neuorientierung und Qualifizierung von Prostituierten, um sie beim Ausstieg aus der Sexarbeit zu unterstützen. Der Name Opera setzt sich aus den Worten orientieren, probieren, erfahren und ausbilden zusammen.

Niedrigschwellig, flexibel und langfristig angelegt

Abgesehen von Nürnberg läuft das mit 670.000 Euro für fünf Jahre aus dem Bundeshaushalt geförderte Modellprojekt noch in Freiburg. Ein dritter Standort sei im Gespräch, sagte Birgit Schweikert vom Bundesfrauenministerium bei der Einweihung der Räumlichkeiten in der Breitscheidstraße 38.

Ihr Ministerium, so Schweikert, lege großen Wert darauf, dass die Ausstiegsprogramme für Prostituierte niedrigschwellig, flexibel und langfristig angelegt seien. In Nürnberg seien diese Voraussetzungen unter der Regie der Prostituierten-Selbsthilfe- und Beratungsstelle Kassandra gegeben.

Alternativen aufzeigen

Das Hauptziel von Opera ist eine individuelle und praxisnahe Hilfestellung für die Frauen bei der Suche nach Alternativen zur Prostitution. »Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Teilnehmerinnen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren«, erläutert Kassandra-Geschäftsführerin Claudia Fischer-Czech.

Dies sei eine große Herausforderung, weil selbst hochqualifizierten Frauen starker Gegenwind bei der Suche nach einem Arbeitsplatz ins Gesicht blase. Noch schwieriger gestaltet sich die Suche, so Fischer-Czech, wenn mangelnde Deutsch-kenntnisse, abgebrochene oder nicht anerkannte Schulabschlüsse, Verschuldung, psychische Probleme und Drogenabhängigkeit hinzukommen, wie das bei der Opera-Klientel der Fall sei.

Vorhandene Kenntnisse auffrischen

Das Ausstiegsprojekt, führt Opera-Projektleiterin Beate Leopold aus, besteht aus drei Modulen. Die Orientierungs- und Erprobungsphase erstreckt sich über sechs Monate. Am Beginn steht die Klärung der persönlichen Situation der Teilnehmerin. Egal, ob sie bereits aus der Prostitution ausgestiegen ist oder noch immer anschaffen geht, hier erfolgt eine Auffrischung schulischer Kenntnisse oder das Erlernen der deutschen Sprache.

In der ebenfalls sechsmonatigen Seminar- und Qualifizierungsphase werden vorhandene Kenntnisse aufgefrischt oder Basiswissen vermittelt. Die Inhalte sind die Tätigkeit als Selbstständige, EDV-Grundkenntnisse, Zeit- und Finanzmanagement, Kundenorientierung, kaufmännisches Rechnen und Marketing. Die Seminare finden in Kooperation mit Nürnberger Bildungsträgern statt.

Individuelle Ausbildungsphase

Die individuelle Ausbildungsphase erstreckt sich auf 24 Monate. Die Frauen werden etwa in der Seniorenbegleitung, der Hauswirtschaft, der Altenpflege oder der Kosmetik fortgebildet. Parallel laufen im Opera-Bildungsraum Workshops und Arbeitsprojekte. Die Teilnehmerinnen können im Café arbeiten, sich in die Produktion und den Vertrieb von regionalen Bio-Lebensmitteln einklinken sowie bei der Planung und Organisation des Bildungsraums selbst mitwirken.

Neben dem städtischen Umwelt- und Gesundheitsreferenten Peter Pluschke sagte auch Christiane Paulus, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrsverbands Mittelfranken, ihre Unterstützung bei der Suche nach Praktikums- und Hospitanzplätzen für die ausstiegswilligen Frauen zu.

http://www.hilpoltsteiner-zeitung.d....674&kat=10&man=16
Marc of Frankfurt - 2010-06-06, 23:58
Titel: Zwei Leben
Wenn beim Berufswechsel die Polizei nachhelfen muß:


Ungewöhnliche Karriere vom Halbweisen im Columbianischen Slum >> Aufstieg als Drogenhändler >> Festnahme als Drogenboss in Californien >> Be-Maler von T-shirts der Knastkameraden >> Aufbau eines weltweiten Unternehmens und Markenlabels



Di Puta Madre was soviel heißt wie: von der Hurenmutter = geil, super [spanischer Kraftausdruck].

Der Lebenweg von Ilan Fernandez Uzzan jetzt als Buch:
Suerte: Vom kolumbianischen Drogenboss zum Modedesigner
http://www.amazon.de/dp/3570501213

http://de.wikipedia.org/wiki/De_Puta_Madre_69

http://www.daserste.de/ttt/beitrag_....d,h9hncr6d3xg9e912~cm.asp

Firmenhomepage:
www.deputamadre69.it





DASPU Modeprojekt der Sexworker in San Paulo:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=788





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Marc of Frankfurt - 2010-08-09, 10:49
Titel: Leute gesucht
Frage an erfolgreich in andere Berufe gewechselte Ex-Sexworker:

Forschungsprojekt / Studienarbeit aus Ottawa


Transitioning Out of Sex Work Study Participation Opportunity



Many studies about sex work have focused on the criminal, sexual or violent aspects of sex work. When people talk about leaving the industry, they mostly talk about exiting, that is to say, leaving behind a violent and risky lifestyle – a shady past. I would like to look at sex work as labour, as a valid choice of occupation, and specifically escorting as a job among many. In these times of people having many different kinds of jobs and career changes over the course of their working lives, I want to look at sex work as a part of a work history.


- Are you a woman-identified individual who has worked as an escort and moved on to other kinds of jobs in the last five years?

- Have you experienced stigma from sex work?

- How has escorting shaped your attitude towards and experience of labour?


If you would like to participate in a study on the transition out of sex work, I would love to hear your story. My name is Tuulia Law and I am a graduate student in women’s studies at the University of Ottawa and also a sex worker, specifically a stripper. I am also a member of the Sex Professionals of Canada www.SPOC.ca , an activist group by and for sex workers, fighting for decriminalisation.

With this study, I hope to collect women’s stories in order to get an idea of how sex work fits into a working life, and to think about how that transition could be better for women in the future. I am looking to interview former escorts who started working at age 18 or older, who have left the business in the last five years. The interview will last one to two hours and will be scheduled at your convenience, at a location of your choice. I will be offering an honorarium of $50. Although the interview data will be published, any and all identifying information will be changed to protect your privacy. If you would like to participate, please contact me.

Thanks,
Tuulia Law
tlaw064@uottawa.ca
1-613-899-6739





Diese Forschung können wir nur unterstützenswert und gut heißen, wie ich meine. Denn solche Studien über Lebensläufe von jetztigen Ex-Sexworkern können dazu beitragen, dass jetzt aktive Sexworker und Neueinsteiger die sog. "Falle Prostitution" (s.o.) leichter werden vermeiden können. Leider sind meistens Ex-Sexworker noch extremer daran interessiert ihrer Person bzw. ihr Leben, ihre Vergangenheit zu anderen Sexworkern und der Öffentlichkeit abzuschotten, um sich in ihrem neuen Leben und Beruf nicht zu gefährden. Lisa Moos (s.o.) beschreibt das packend und teilweise leidvoll in ihren Büchern. Alles eine Folge des Prostitutionsstigmas. Daher gibt es in der Sexworkercommunity kaum lebendiges Wissen, wie der Berufswechsel, neudeutsch: das Sexworker Outplacement, funktioniert. Es fehlen positive Rollenvorbilder.





Wenn ihr glaubt es macht Sinn diese Anfrage gezielt unseren englischsprechenden Ex-Sexworkern und Ex-Forum-UserInnen weiterzuleiten, freue ich mich wenn jemand eine Idee hat wie es umgesetzt wird.
Marc of Frankfurt - 2010-09-07, 15:33
Titel: Kurse Wien
NGO EXIT, Wien

Kursprogramm ab September



Educational Programm

We offer workshops and short courses such as Jewelery making, creative excursions, thematic debates and easy skill acquisition courses. These workshops are basically aimed to give basic orientation and encourage the active input of participants. Some workshops are staffed by volunteers, while some are offered by external institutions paid by EXIT.

(Note that the workshops are structured based on the availability and interest of the participants).



For further information about our Educational Program click here:

Folder: http://www.adesuwainitiatives.org/p....ildungsprogramm_FRONT.jpg

Folder: http://www.adesuwainitiatives.org/p....bildungsprogramm_BACK.jpg



Quelle:
http://www.adesuwainitiatives.org/page/index.php?id=25
Marc of Frankfurt - 2010-09-09, 12:28
Titel: U.S.A.
Das Geschäft mit der Ausstiegshilfe - ein religiös-unternehmerisches Leben nach der Sexarbeit

Harmony Dust



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Ex-Strippergirl und jetzt Leiterin einer Missionsstation/-kirche in Los Angeles geht folgendermaßen vor:


- Sexwork/Stripperjob beenden

- Sich einer religiösen Bewegung anschließen, um Orientierung, Hilfe und Unterstützung zu bekommen

- Dort einen Lebenspartner finden und Familie gründen

- Eine eigene Gruppe und HilfsProjekt für ausstiegswillige Ex-Kolleginnen aufbauen

- Eine Autobiographie schreiben und vermarkten
www.scarsandstilettos.com

- Unendlich viel Medienarbeit

- Schöne Website
http://iamatreasure.com

- regelm. Streetwork-/Outreach-Aktionen in den lokalen Strippclub

- Spenden sammeln für Giveaways und die Arbeit
(12 clubs x 30 gifts x $2 per gift bag = $720 Annual Contribution = $60 Monthly Contribution)
http://iamatreasure.com/get-involve....ship/sponsor-an-outreach/

- Ausstiegsworkshops organisieren
(Teilnahmegebühr pro Abend 5$)
http://iamatreasure.com/treasures-support-group-invitation

- Fortbildungen für neue Vereinsmitglieder
(natürlich auch kostenpflichtig)

- Sich als Rednerin vermarkten
(Abendhonorar 1000$)
http://iamatreasure.com/wp-content/....gementRequestModified.doc

- Das ganze als steuerbefreite Kirche organisieren

- ...





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