1.) Äthiopierin Lakech Demise (Pseudonym, 45, alleinerziehend, 3 Kinder, Analphabetin) war August 2003 in Addis Adeba vom Bruder des Besitzers Y. vom Berliner Restaurant KoKeBe, Anklamer Straße 38, angeworben worden, für 200 $/Monat als Köchin zu arbeiten und ihrem Kontaktmann monatlich 50 Euro für das Ticket zurückzuzahlen. Bis zu ihrer Flucht nach anderteinhalb Jahren im Dez. 2005 zur Hilfsorganisation Ban Ying von Nivedita Prashad im selben Häuserblock der Frauengenossenschaft "Weiberwirtschaft", hatte sie nur 100 Euro erhalten, ihre Pässe waren ihr weggenommen worden und sie hatte wie ein Sklave leben müssen, weil man ihr ständig mit Abschiebung drohte.
Der in der Äthiopischen Gemeinde beliebte Restaurantbesitzer und "Sklavenhalter" wurde im März 2008 vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu 6 Monaten auf Bewährung verurteilt.
In Berlin werden laut Ban Ying jedes Jahr 5 derartige Fälle bekannt.
In London schätzt Prof. Kevin Bales ca. 1.000 "Haussklaven".
2.) Die jetzt vor dem Konkurs stehende Solarfirma Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Thüringen hatte in ihren Südostasiatischen Werken (Malaysia, China) Mitarbeiter für 125 Euro/Monat bei 12 h/Tag über Agenten und Vermittlungsagenturen beschäftigt, die genau solche Verträge machten wie mit der Restaurantköchin in Berlin. Die Agenturen nahmen den Migranten die Pässe weg und diese mußten den Agenturen monatlich abbezahlen, andernfalls drohte die Abschiebung...
Gewerkschafts-Dachverband MTUC und malaysische Frauenrechtlerin Irene Fernandez, Trägerin "Alternativer Nobelpreis 2005" sind über die ausländischen-deutschen Firmen verärgert:
"Das ist die Entwicklung einer modernen Form der Sklaverei. Wir verlangen deshalb, dieses ganze Outsorcing-Modell, das Arbeiten mit Verleih-Firmen, zu untersagen. Denn das führt zu neuen Formen der Sklaverei und ist absolut inakzeptabel."
3.) Craigslist killer:
Brogan Rafferty (16) and Richard Beasley (52) killing at least 3 people in southeastern Ohio, luring them with promises of farm work.
Willkommen als Gast im Sexworker Forum! Wir freuen uns, wenn Du Dich (kostenlos/anonym) registrierst. Den Link findest Du oben im Menu! Nach der Registrierung stehen Dir zusätzliche Funktionen zur Verfügung
"Gesunde und unterstützende Beziehungen in allen Lebensbereichen zu haben und zu bewahren ist für gesellschaftliches und individuelles Wachstum und Wohlbefinden essentiell."
-J. B. Miller, 1986
Wenn das soziale Miteinander aber nicht auf Gleichberechtigung, Würde, Gegenseitigkeit und Respekt beruht, nimmt die gesamte Gesellschaft und ihre Mitglieder Schaden. Dies ist der Fall beim Menschenhandel.
Menschenhandel ist eine Menschenrechtsverletzung (Art. 4 UN Menschenrechtskonvention) und eine extreme Form sozialer Ungerechtigkeit. Sie wird durch eine dominant-unterordnenende Einstellung und die Tolerierung von Gewalt aufrechterhalten. Menschenhandel schadet der Gesellschaft und schafft unermessliches persönliches Leid.
Die Konferenz erörtert Herausforderungen, denen sich die internationale Gemeinschaft stellen muss. Die Konferenz widmet sich dem tieferen Einblick in die Bedürfnisse von Betroffenen und ihrem Umfeld, dem Verständnis für die Vielschichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit, der Unterstützung für den gemeinschaftlichen Weg bei der Betreuung Betroffener und der Entschlossenheit, der Gewalt und Ausbeutung ein Ende zu setzen.
Kontext
Angesichts des deutschen Gesetzentwurfs zur Ratifizierung der Europaratskonvention zur Bekämpfung des Menschenhandels (Anhörung Bundestag 19.3.2012) geht vor allem der Opferschutz noch nicht weit genug und wird in den europäischen Ländern auch sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Anders als in Italien gilt für Deutschland etwa, dass Opfern von Menschenhandel aus Drittstaaten nur dann eine Aufenthaltserlaubnis gewährt wird, wenn sie bereit sind, gegen die Täter auszusagen. Nur dann werden sie nicht in ihr Heimatland abgeschoben. Angesichts erlittener unvorstellbarer Gewalt und einhergehender Traumatisierung kann den Opfern dies schon aus humanitären Gründen nicht zugemutet werden.
Konferenzmodell
- dreitätige internationale Konferenz
- theorie- und praxisorientiert unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Forschung und Dienstleistung
- Hauptvorträge und Seminare
- der Öffentlichkeit zugänglich mit der Möglichkeit für Studierende und Berufstätige, Scheine und Credits für die Fort- und Weiterbildung zu erhalten
Zielgruppen der Konferenz
- Forscherinnen, Forscher und Lehrende an (Hoch-)Schulen
- professionelle Dienstleister aus den Bereichen Strafrecht, Opferberatung, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), internationalen und kirchlichen Organisationen, Sozialdiensten, Frauen- und Männerverbänden sowie Gesundheitsdienstleister und mehr
- Studierende
- die allgemeine Öffentlichkeit mit Interesse an dieser Thematik
Fördernde Organisationen
Die Konferenz wird finanziell gefördert/unterstützt durch:
- Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen
www.eiz-niedersachsen.de/19.html?&tx_ttnews[tt_news]=12064
- Europäische Kommission - Vertretung in Deutschland
- Hans Böckler Stiftung
- Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
- HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Gleichstellungsbüro
- HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Institut für interdisziplinäre Wissenschaften
- HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hildesheim
- HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen, Holzminden
- HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Akademisches Auslandsamt
- Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien, Hildesheim (ZIF)
Veranstalter / Organisation:
Dr. cand. Connie Gunderson (Amerikanerin?)
HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Institut für interdisziplinäre Wissenschaften
Gender & Diversity
Ihre Zahlen:
2,4 Mio Opfer weltweit verkauft/versklavt pro Jahr (ILO)
74% sexuelle Ausbeutung (sog. Zwangsprostitution)
98% weibliche Opfer
140.000 Opfer bzw. Sklaven derzeit in Europa
Interview: www.hawk-hhg.de/pressestelle/media/....on_und_Menschenhandel.MP3 (audio 4 min)
Prof. Dr. Anne Müller
HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Institut für interdisziplinäre Wissenschaften
Gender & Diversity
Support for those Affected by Human Trafficking: Best practice models in Germany
Naile Tanis
Geschäftsführerin des KOK
(Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Mirationsprozess e.V.),
Berlin, Deutschland
www.kok-buero.de
Addressing Human Trafficking: Swedish policies on prostitution and human trafficking
Human Trafficking and Prostitution: A feminist analysis
Dr. cand. Gunilla S. Ekberg
(ausgewiesene Prostitutionsgegnerin)
Anwältin und internationale Expertin zu Menschenrechtspolitik, Staatsrecht, Gleichberechtigung und Handel mit Menschen,
Glasgow University School of Law,
Glasgow, Schottland
www.lauraagustin.com/satanic-sex-on....ar-and-extremist-feminism www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=96534#96534
Ekberg droht einer kritischen Journalistin im Aufzug,
discredited on Swedisch TV
Human Trafficking: Perspectives from Lithuania
Challenges and opportunities in the reintegration of trafficked women in Lithuania
Ona Gustiene
Direktorin des Betreuungszentrums für Familien vermisster Personen,
Vilnius, Litauen
www.hawk-hhg.de/service/www.missing.lt
Addressing Trafficking of Human Beings through Regional Cooperation in the Baltic Sea Region: The work
of the CBSS Task Force against trafficking in human beings
Human Trafficking: Prevention strategies
Dr. cand. Bjarney Fridriksdottir
Sprecherin der Task Force gegen den Menschenhandel des Ostseerates,
Stockholm, Schweden
www.cbss.org
Post Traumatic Stress Disorder (PTSD): Relationships and brain chemistry
Trauma and the Brain
Dr. med. Amy Banks
Direktorin der Ausbildung am Jean Baker Miller Institut,
Wellesley Centers for Women,
Assist. Professorin der Psychiatrie,
Harvard University, Medizinische Fakultät,
Boston, MA, USA
www.wcwonline.org/Active-Researchers/amy-banks-md www.jbmti.org
Living in Connection: International and interagency collaboration
Maureen Walker, PhD
Direktorin der Ausbildung am Jean Baker Miller Institut,
Wellesley Centers for Women, Wellesley College,
Boston, MA, USA
www.jbmti.org
Regional and International Collaboration with the Criminal Justice System
Isabel Michel-Schneiders
Kriminalkommissarin, Sachbearbeiterin im Deliktsfeld Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung,
Hannover, Deutschland
People in Darkness: Complex trauma and human trafficking syndrome. Research results from a study with
trafficked women.
Dr. phil. Katarzyna Zentner
Psychologin KOBRA (Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel),
Hannover, Deutschland
www.kobra-beratungsstelle.de
Human Trafficking in Northern Germany: Research Results
Dr. cand. Connie Gunderson
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin,
HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen,
Hildesheim, Deutschland
Human Trafficking via the Internet: Using Technology to Enslave - Using Technology to Liberate
Phil Cenedella
Geschäftsführer STOP SLAVERY und der Nationalen Vereinigung der Opferfürsprecher zum Menschenhandel,
Ocean Beach, CA, USA
www.stopslavery2012.com
Christian Zahel
Leitender Krimimaldirektor,
(stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim 2009)
Landeskriminalamt Niedersachsen,
Hannover, Deutschland
Özlem Dünder-Özdogan
Volljuristin, Koordinatorin von KOBRA
(Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel),
Hannover, Deutschland
www.kobra-beratungsstelle.de
Historical Trauma and Human Trafficking: A Native American perspective
Michelle Robertson
College of St. Scholastica
Duluth, MN, USA
www.css.edu
Cynthia Donner
College of St. Scholastica
Duluth, MN, USA
www.css.edu
Schätzungen 2010:
www.state.gov/j/tip/rls/tiprpt/2010/
12,3 Millionen geschätzte Menschenhandelsopfer weltweit
49.105 identifizierte Opfer
4 Promille
Die Schätzung ist also 250 mal größer als die tatsächlich gefundenen Opfer.
99,6% der geschätzten Opfer konnten also bei den permanenten Kontrollen und zahlreichen Razzien nicht gefunden werden.
Kann das stimmen???
Recently the Village Voice exposed the Schapiro Group, a private consulting firm in Georgia, and the Women’s Funding Network of California, a women’s charity, for knowingly deceiving both congress and the public using false data manufactured through fraudulent research.
These groups presented alarming reports of a sudden rise in trafficking and sexual exploitation of girls.
This false data was used to justify funding from private foundations, corporate donors, and potentially the government. No one would deny that the prevention of sexual trafficking of minors is vitally important. The safety of children is a commitment we share.
Unfortunately the false information propagated by the Schapiro Group and anti trafficking non profits does more harm than good.
Fraudulent research negatively impacts the crucial efforts of legitimate organizations that serve exploited and trafficked minors. When these organizations are not able to report that they have reached numbers of youth comparable to the inflated numbers of victims reported by the Schapiro Group, it jeopardizes their credibility and funding.
Bogus data misrepresents not only the quantity of trafficked minors, but also their demographics. Boys and transgender youth are not appropriately included in the study. Additionally, we are concerned that increased funding for law enforcement efforts to combat a vastly inflated threat of the trafficking of minors is channeled instead into police actions directed not at traffickers, but rather against consenting adult sex workers, a vulnerable population that already suffers from social stigma, criminalization and unequal access to protection.
We reject the concept that criminalizing members of any population is an effective way to rescue them.
Exploitation of children is an important issue that should never be lied about. To do so represents a greedy and cynical funding grab at the expense of frightening the public, deceiving donors, and misdirecting resources. To do so knowing that this effort will undoubtedly result in law enforcement targeting of adult women consensually working in the sex industry would surely not be consistently endorsed by the supporters of a large women’s fund.
Therefore, we, the undersigned, call on the United States Dept. of Justice to investigate the Schapiro Group and the Women’s Funding Network for conspiracy to commit fraud against their donors, the public and the US government. To the degree to which they received public monies, and provided false testimony before congress, we call for an investigation for fraud against federal and state governments as well.
The Global Alliance Against Traffic in Women (GAATW, Bangkok, Thailand) Research report on sorting out the myths and facts about Human Trafficking sex trafficking prostitution sex slavery at sporting events:
pdf verison: www.s-i-o.dk/tekst/WhatstheCostofaRumour.pdf
soweit zwei altbekannte teilweise falsche Vorurteile bezüglich Prostitution. Hier m.E. zwei wahre Gründe:
- it is easier to sell products than to let people migrate
(Globalisierungsgewinner und -verlierer)
- accumulated capital urges for investment in production, selling of goods and outplacement of workers (Industrieproduktion, Warenfetisch, Rationalisierung)
Ian Yeoman, management professor
Michelle Mars, sexologist
Victoria Management School, Victoria University of Wellington, PO Box 600, Wellington 6035, New Zealand
In year 2050 android prostitutes may reign supreme, eliminating the risk of contracting sexually transmitted infections in an industry free from sex slavery.
One may imagine a sex club in Amsterdam named after the historical high-class club Yub-Yum where sexual tourists in 2050 will pay about 10,000 Euro for an all-inclusive service from massages and lap dances to intercourse from the scantily-clad sexbots parading around.
[ Das entspräche 8% p.a. Preissteigerung auf einen Preis von z.B. 500 Euro heute: google.de/search?q=e^((ln 10000-ln 500)/(2050-2012))-1 Formel.]
In an increasingly youth and beauty-fixated society, Yub-yum would provide a range ''of sexual gods and goddesses of different ethnicities, body shapes, ages, languages and sexual features.''
Yub-yum would be staffed by androids and licensed by the council meaning it could be regulated and used to market the city as a sex tourism destination.
''Amsterdam's tourist industry is built on an image of sex and drugs. The council was worried that if the red light district were to close, it would have a detrimental effect on the city's brand and tourism industry.''
The androids would be made of bacteria resistant fibre and would be flushed for human fluids, therefore guaranteeing no STIs are transferred between consumers.
Clients could feel guilt free as they actually have not had sex with a real person and would not have to lie to their partner.
''Robot sex is safer sex, free from the constraints, precautions and uncertainties of the real deal.''
This is the first part of two excerpts from Rhacel Salazar Parrenas’s new book:
“Illicit Flirtations: Labor, Migration, and Sex Trafficking in Tokyo.”
to be published Oct. 15 by Stanford University Press.
www.amazon.de/080477711X
A decade ago [seit 2001 911], the U.S. government determined that apart from terrorism, the gravest threat to democracy in the world was human trafficking. It vowed to wage war on this scourge as well as on terrorism.
A series of US congressional hearings focused attention on what was said to be the forced labor, debt bondage and coerced migration of 800,000 individuals, 80% of whom supposedly were women and children, throughout the world. Emphasis was placed on trafficking in the sex industry. The hearings culminated in passage of the Victims of Trafficking and Violence Protection Act of 2000 (TVPA).
The act requires the U.S. Department of State to submit to Congress an annual report -- the Trafficking in Persons (TIP) Report www.state.gov/j/tip/ -- describing the efforts of foreign governments to eliminate human trafficking.
A country that fails to take significant actions receives a “Tier 3” [Rang 3] assessment, which can trigger the withholding of non-humanitarian, non-trade-related assistance from the U.S.
According to the 2004 report, Filipinas who work as hostesses in clubs in Japan constituted the world’s largest group of sex-trafficked persons, making up more than 10% of those 800,000 victims. They were identified as trafficked under the assumption of their “sexual exploitation.”
These women and male-to-female transgendered individuals generally enter Japan on visas that allow them to work as artists or entertainers, a vehicle the U.S. claimed traffickers exploited to bring them into the country.
Visa Changes
After being placed on the Tier 2 Watch List, a deeply embarrassed Japan imposed new visa requirements and a more rigorous screening process for migrant entertainers from the Philippines. No longer can the Philippine government evaluate the artistic ability of entertainers seeking visas for Japan. Instead, to qualify for a visa, an individual must have had 2 years of training or an internship as a performing artist, and work experience in Japan does not count.
Afterward, the number of Filipina hostesses employed as contract workers in Japan fell 90%, from 82,741 in 2004 to 8,607 in 2006.
This might seem to suggest a victory in the global anti- trafficking campaign, but I argue it poses a setback to the emancipation of women. It has stripped thousands of migrant women of their livelihood, forcing them to stay at home, often in impoverished conditions.
I challenge the identification of migrant Filipina hostesses as sex-trafficked persons. In fact, prostitutes are a small minority of all Filipinas in Japan, just 2.8%.
How do I know?
In a nine-month study in Tokyo in 2005 and 2006, I interviewed 56 Filipina hostesses and worked as a hostess myself. None of the hostesses I encountered wanted to be rescued from their employment. Most found that migration had made them breadwinners in their families, a position that granted them decision-making power and earned them the respect of their kin. In some instances, participating in commercial flirtation allowed them to challenge conservative norms that limited the acceptable sexual activities of women.
Here’s something else I found, an observation supported by other studies: Filipina hostesses in Japan sell drinks, not sex, in hostess clubs. While they perform sex work in that they titillate customers via commercial flirtation, “sex work” is not “prostitution.” It encompasses a wide array of services including flirtation and stripping -- in addition to prostitution. For hostesses, acts of commercial flirtation include playful bantering, seductive dance and song performances, and, in rare instances, sex acts such as groping and discreet masturbation of customers beneath the table.
No Coercion Seen
For the most part,
- no one coerced my fellow hostesses to work in Japan.
- They were not drugged, taken on planes and trapped in clubs.
- No one lied to them or explicitly told them they would only be singing and dancing onstage.
This is not to say that migrant Filipina hostesses do not face serious problems. First, middleman brokers who arrange for visas, transit and job placement charge high rates upfront, subjecting hostesses to what amounts to indentured servitude.
Once in Japan, hostesses cannot legally change clubs. Because being undocumented is a crime, those who are fired and remain in Japan become dependent on their next employer and on other Filipinos who may exploit their vulnerability by withholding wages or overcharging them for housing.
Still, migrant Filipina entertainers see servitude abroad as a much better option than their other choice of immobility in the Philippines.
The current solution to their problems ignores their preference to be left with the option to work in Japan, ideally under improved conditions. What those conditions were like, at least as I experienced them, will be the subject of the next installment.
Die Kehrseite der Globalisierung und daran gekoppelte informelle, prekäre Migration [vulgo: Menschenhandel] ist der globalisierte Handel, Produktion und Ausbeutung der ärmeren Länder direkt vor Ort durch die westlichen Industrie-Kartelle:
Ein neues Projekt zeigt die Zusammenhänge in Landkarten
Kalkulationsbeispiel iPad von Apple:
Die Arbeiter_innen bekommen nicht um die 50% (cash) wie bei der Sexdienstleistungsbranche verbreitet üblich (hälftiges teilen), sondern weniger als 3% !!!
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=105199#105199
Im Zusammenhang der globalisierten Werkbank taucht auch wieder ein Kampfbegriff auf, der Kampf um Rohstoffe und Energieressourcen (vgl. peak oil, peak everything, ökologischer Fußabdruck, "wir leben als hätten wir eine 2. Welt im Kofferraum").
Wir sind so erzogen und belehrt worden, den Markt als Fundament unserer Freiheit zu sehen ("Stadtluft macht frei" gilt seit dem Mittelalter, Liberalismus, Neo-Liberalismus, "sex sells", Sexarbeit). Marktselbstregulierung und Gleichgewichtsökonomie gilt aber nur in kontrollierten Grenzen, wenn das Primat der Politik nicht abhanden gerät (Gemeinwohlökonomie).
" Das zentrale Problem liegt daher nicht nur im
(verzinsten Schuld)Geldsystem sondern v.a. auch im
"Gesetz von Angebot und Nachfrage"), welches zwangsläufig
dazu führt, dass Rohstoffe, Waren etc. vorsätzlich verknappt
werden, weil dies dann die Preise erhöht (= Spekulation).
Die "freien Märkte" sind daher erpresserische Institutionen,
deren Funktion im Interesse der Gesamtbevölkerung jedoch
jederzeit verändert werden kann." www.facebook.com/bundeskanzlerfaymann/posts/339359029462899
Wir Sexworker sind dabei die Tabubrecher, die die Marktgesetze skupelos oder scheinbar grenzenlos auch auf die Intimität von Sexualität, Zwischenmenschlichkeit und "Liebemachen" anwenden.
Muß man sich da wundern, wenn wir tabuisiert, stigmatisiert, marginalisiert, alienisiert, kriminalisiert und/oder viktimisiert werden?!
Allerdings sind wir Arbeiter_innen der Geschlechterwirtschaft stets nur die alleinselbständigen Individuen in der Schar der kleinen Leute und Gewerbetreibenden und können per Definition als Sexwork-Dienstleister_innen niemals der marktbeherrschende und dann den Marktmechanismus ausschaltende Monopolist sein. Dieses Feindbild steckt dafür unterschwellig in der Rolle des Zuhälters und diffusen Begriff Menschenhändlernetzwerk, wie er auch in der ZDF-Doku "Menschenhandel in Europa - Billignachschub für deutsche Puffs" von Dr. Rita Knobel-Ulrich inszeniert wurde.
Was der Menschenhandelsdiskurs mit Migration zu tun hat, erläutern die Autorinnen in diesem Artikel. U.a. schreiben sie:
"Wenn Frauen in der Migration heute unter anderem durch den Frauenhandelsdiskurs erhöhte Aufmerksamkeit gilt, so ist diese geprägt von der Wahrnehmung der Migrantinnen als Opfer."
Von Opfern, Tätern und Helfer(innen) - Das humanistische Narrativ und seine repressiven Konsequenzen im Europäischen Migrationsregime
Zentral ist die Erzählung von einer anderen Perspektive auf den Opfer- sowie Täterbegriff in der Sexarbeit.
Die Autorinnen fokussieren aktuelle Debatten, die sie z. B. auf zeitnahen Konferenzen zwischen den TeilnehmerInnen aus NGOs, international tätigen Regierungsorganisationen und VertreterInnen der Forschung zusammengestellt haben. So zeigen Bahl und Ginal nicht nur wie Opfer gemacht, sondern auch ihre Rückführung in Herkunftsländer der SexarbeiterInnen als einzig menschenrechtlich möglicher Umgang mit MigrantInnen in diesem monetär wirkungsmächtigen Arbeitsbereich politisch konstruiert wird.
Eine Einordnung in theoretisch-akademische Diskurse über Begriffe wie Sexarbeit oder auch Debatten um die Europäisierung der Flüchtlingspolitiken in Bezug auf Menschenhandel nehmen die Autorinnen ebenfalls vor.
Myths and Reality of Human Trafficking: A View from Southeast Asia
"By highlighting various problems of both the human trafficking discourse and of anti-trafficking campaigns, this article demonstrates that the discourse on human trafficking fits well into the “myth” category that distorts proper understanding of the problem and has hampered efforts to combat it.
More careful research reveals that the story is far from simple, and that the concept of trafficking is highly problematic.
Similarly, anti-trafficking efforts, while probably well-meaning, can be detrimental to the interests of the migrants.
This article highlights several misconceptions of human trafficking by looking at the problem both from a global perspective and by presenting cases of human trafficking in the Democratic Republic of Timor (East Timor).
In addition to a critique of current approaches, it suggests an alternative way of looking at the challenges faced by migrants."
Myths and Reality of Human Trafficking:
A View from Southeast Asia
ZBIGNIEW DUMIENSKI
Interdisciplinary Political Studies
Vol.2, No. 1 Special issue, March 2012
Erniedrigung und Verbreiterung der gesetzlichen Strafgesetze, damit die Behörden ihre Aufgaben behalten und Erfolge nachweisen können:
Oklahoma, USA: Human trafficking bill signed into law
Posted Apr 27, 2012
SHAWNEE, Okla. —
A measure to better protect youth from human trafficking was signed into law earlier this week.
House Bill 2518, by Rep. Sally Kern and Sen. Josh Brecheen, strengthens Oklahoma’s human trafficking laws in the hopes of deterring the industry in the state.
“Many believe that human trafficking is something that only occurs in developing countries, but the United States is fertile ground for this inhumane industry,” said Kern, R-Oklahoma City. “Oklahoma’s location along the I-40 and I-35 corridor makes it a prime location for trafficking people from Mexico and Texas port cities. Hopefully, this new law will make these monsters think twice before trying to prey on our state’s youth.”
Officials with U.S. Immigration and Customs Enforcement say that human trafficking is one of the fastest growing crimes in the country. It is estimated that over 300,000 young girls in the U.S. are enslaved in human trafficking each year and that number is expected to increase in the future.
“Oklahoma’s high rate of poverty, incarceration, domestic abuse, teen pregnancy and drug addiction makes it easy for traffickers to find vulnerable women and children in our state, but we need to strengthen our laws to protect these unsuspecting victims,” said Brecheen, R-Coalgate.
“The 13th Amendment to the Constitution prohibits slavery, and we must do all we can to prevent modern day slavery in our local communities, and this bill will help with that effort.”
HB 2518 modifies the definition of “human trafficking for commercial sex” to include the recruiting, enticing, harboring, maintaining, transporting, providing, purchasing or obtaining, by any means, a minor for purposes of engaging the minor in a commercial sex act.
“These victims could be your neighbor’s children or even your own children. Oklahoma citizens need to be educated and informed that human trafficking is a very real and present danger in our state,” said Kern. “With this new law, our state has taken an important step in protecting our state’s youth. We want these predators to know that we will not tolerate this crime in our communities.”
Currently, under Oklahoma law if a minor consents to go along with a sex trafficking recruiter then that recruiter is provided some legal protection.
Under HB 2518, consent of a minor cannot be used as a defense in court.
Another major change is currently sex traffickers can only be penalized if they recruit through fraud, deception or coercion.
Under the new law, anyone found recruiting for sex trafficking, regardless of how they do it, will be penalized.
“Victims of sex trafficking come from big cities and small towns. They come from affluent, middle class and low-income families and from many ethnic backgrounds,” said Brecheen. “We need to educate ourselves, our children and our neighbors about the dangers of this growing epidemic and protect our communities.”
Über die völlig übertriebenen, hochgerechneten, spekulativen Opfer-Zahlen, wo potentiell gefährdete Jugendliche bereits als Opfer umbenannt wurden in falschen und schlechten Studien:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=106391#106391
Veronica Magar brings out the complexities of the problem of underage sex work and that we must offer these young women more than rescues – the only solution offered by the state - which cause more harm than good.
The models Dr. Magar writes of in which FSWs (fellow sex workers) within CBOs (community-based organizations) can detect and assist minors out of sex work are illuminating. It includes both the successes and the real struggles.
It would be good to engage advocates of anti-trafficking along with those who support sex worker rights in an honest dispassionte discussion.
Abstract:
Sex worker–run community-based organizations (CBOs) in India have worked to curb violence, stigma, and poverty as an effective way to address HIV vulnerability.
In addition to preventing and mitigating the impacts of HIV through structural interventions, many CBOs are now leading antitrafficking efforts.
As this study explores, inconsistencies between antitrafficking and HIV prevention mandates inhibit sex workers in their efforts to prevent underage sex work while minimizing prospective harms.
Within the Indian sociopolitical context, HIV prevention and antitrafficking response programs not only overlap but are often at odds with each other. This article highlights two dominant feminist arguments—advanced by anti–sex work and sex work feminists—that have influenced feminist practice related to sex workers.
This study examines 41 case studies of underage sex workers who were removed from brothels and case-managed by sex worker CBOs in Andhra Pradesh and West Bengal, India. The findings reveal that, even when executed by sex workers themselves, rescue models do not address structural barriers, thus providing unsatisfactory solutions.
Not only are HIV programs compromised, sex workers (both the rescued and rescuer) are potentially exposed to excessive harm. Through the antitrafficking cases observed in the study, sex workers are neither victims nor resilient and effective change agents.
An effective model requires that sex workers engage in structural interventions by reexamining the criminal codes that affect them, holding police and protective facilities accountable, and challenging social norms related to gender and sexuality.
Zitat:
Annotations:
1 "Changing men’s behavior [in relation to desire for mature women sex partners] would put the HIV program at risk. We would get criticism from religious people, our society, and those groups who do not like sex worker groups." This is a lame excuse.
Trying to changing men's (or women's(?)) desire for younger sex partner into older mature one is a bit like trying to change homosexual desire into heterosexual, isn't it?
Sexuality is typically a taboo issue, even in this scientific paper it is not elaborated in very much detail. Finally the clients desire and higher pay for younger or even under-aged partners is a threat to the very concept and self definition of sexWORKER. This reality gives reason, why prostitution is stigmatized and not jet inclusively accepted.
when action research into male behaviour change is on the agenda, then some sex workers can become trained surrogacy experts, a new field of sex work which consciously aims to shape the sex market by themselves. an empowering challenge.
2 "If there is a social crisis mother sex worker is selling her daughter into sex work." This problem is strongly related to missing social security system (health insurance and sex worker pension plan). Having many children instead is the natural basic social security plan. Selling one can help the other remaining to survive. This materialistic thinking is a big challenge and taboo to humanism and our western ideology.
3 The terminology "selling" is not clear how negative it is. Usually we understand it as selling slaves. But football players are sold the same way and here you can look up prices of European players www.transfermarkt.de/de/statistiken....ferrekorde/transfers.html They call it "transfer money".
"it is not clear whether the family was complicit or if the girl had prior knowledge of their intent." Here a scientific category of self determination is missing.
4 The age of consent or maturity has changed dramatically over time and places and is a cultural construction. The more rich developed societies tend to have the older age boundaries. Hence sex worker communities in developing countries seem 'naturally' have the lowest. The cultural pressure to align the regulation is being forced onto sex worker communities and has to be deconstructed. The article does not spend any thought on that.
5 helping and CBO is a business itself (helper industy) like police corruption, bribes and involvement with prostitution is an informal criminal business, where government can not pay enough. all this shades of grey makes the problems even more complex. Helper industry by the way has annexed the jobs which typically mature workers of an industry (e.g. ex sex workers) take on themselves: educators, mentors, researchers, supporters...
(Less police corruption is a function of more equal distributed and higher wealth of a society and the opposite of failed states or regions.)
6 SRB need to be supported by the law like workers unions. With a stigmatized up to criminalised business this is unlikely to happen. Here the problem of representation needs to be addressed or solved. Clandestine workers typically do not have representation or self organisation in that sense what researchers or middle class people are accustomed to. Decriminalisation is the only logical answer.
7 Table 1 shows how one gets lured or sold into sex work. Why is there no Table about exit and rescue cases which is the core topic of that paper? There should be a table for the theoretical framework as well as one of the empirical findings. E.g. this table by Teela Sanders: www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=35990#35990
8 the stigma is one of the root causes of the many problems. the taboo having been a sex worker makes even repatriation a limited success as outlined in the paper. the moral anti trafficking crusade is reinforcing these problems. hence self declaration of victim status seems to be the only feasible exit strategy. a vicious circle. this is confirmed in many trafficking trials in Germany too.
Ant-Trafficking Sex Worker Self-Regulatory Boards (SRB):
Opfer von Frauenhandel landen auch in der Schweiz. Viele von ihnen sind sehr jung. Doro Winkler von der Zürcher Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) sagt, was dagegen getan werden kann.
Medien sollten bezüglich Menschenhandel und Prostitution vermehrt die Perspektive der betroffenen Frauen zeigen
WOZ: Doro Winkler, laut NZZ werden in Rumänien viel mehr Fälle von Menschenhandel vor Gericht gebracht als hierzulande. Macht die Schweiz etwas falsch?
Doro Winkler: Wir nehmen an, dass die Zahl der Verurteilungen auch in der Schweiz steigen wird. Heute sind mehr Frauen bereit, gegen Menschenhändler auszusagen, als noch vor fünf Jahren. Bis rechtskräftige Urteile vorliegen, dauert es aber lange. In der Strafverfolgung hat sich vieles verbessert, doch der Opferschutz kommt immer noch zu kurz.
Droht einer Frau die Ausschaffung, wenn sie sich illegal in der Schweiz aufhält und an die Polizei wendet?
Erkennt die Polizei sie als mutmassliches Opfer, kann das Migrationsamt ihr dreissig Tage Bedenkzeit gewähren, damit sie sich überlegen kann, ob sie aussagen will oder nicht. Falls ja, bekommt sie eine Kurzaufenthaltsbewilligung. Wenn sie bei einer Rückkehr gefährdet ist, kann sie ein Härtefallgesuch stellen. Letztes Jahr haben erstmals acht Frauen eine Härtefallbewilligung bekommen.
Und wenn eine Frau nicht aussagen kann oder will?
Dann kann sie auch ein Gesuch stellen, hat aber wenig Chancen auf eine Bewilligung. Wir kritisieren das: Betroffene müssen in jedem Fall geschützt werden, unabhängig von ihrer Aussagebereitschaft. Das fordert auch der Europarat; das Ausländergesetz sollte das besser berücksichtigen.
Wichtig ist: Von Menschenhandel sind nicht nur illegal anwesende Frauen betroffen. Manche Opfer sind legal in der Schweiz, zum Beispiel durch Heirat.
Ist mehr Fahndung nötig?
Ja, die Polizei sollte auf die Bekämpfung des Menschenhandels mehr Gewicht legen. Und weniger etwa auf die Verfolgung illegal Anwesender. Denn Menschenhandel verletzt die Integrität von Menschen massiv, während Illegale nichts verbrochen haben. Wofür die Ressourcen eingesetzt werden, ist ein politischer Entscheid.
In den letzten Jahren hat die FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration zwanzig minderjährige Opfer von Menschenhandel betreut. Werden die Opfer immer jünger?
Nein. Aber viele, die wir als knapp Volljährige betreuen, wurden noch minderjährig zu Opfern. Ein Drittel der Frauen, die wir betreuen, ist unter 22.
Was ist anders, wenn die Opfer so jung sind?
Sie erleben mitten in ihrer Entwicklung zur Frau, während der Entdeckung ihres Körpers, diesen brutalen Bruch. Meistens sind sie von Bekannten angeworben worden. Die Gewalt und die Erfahrung der Ausbeutung hinterlassen tiefe Spuren. Minderjährige Frauen brauchen eine intensivere Betreuung und mehr Zeit. Manchmal verhalten sie sich auch uns gegenüber rebellisch.
Wie ist die Betreuung in den Herkunftsländern?
Sehr unterschiedlich. In Thailand gibt es gute Strukturen, in Brasilien je nach Region. Das Netzwerk La Strada leistet gute Arbeit in verschiedenen osteuropäischen Ländern. In Ungarn, von wo in den letzten Jahren die meisten Opfer stammten, gibt es allerdings kaum etwas. Viele Frauen wollen auch gar keine Nachbetreuung, sie möchten nach Hause und vergessen, was passiert ist. Manche merken aber später, dass es nicht geht, und melden sich wieder bei uns.
Die FIZ arbeitet mit der International Organization for Migration zusammen, die von MenschenrechtsaktivistInnen kritisiert wird. Laufen Sie da nicht Gefahr, Teil der Migrationsabwehr zu werden?
Wir arbeiten auch mit Akteuren, die politisch nicht auf unserer Linie sind. Unsere Haltung ist klar: Wir stehen ein für die Bewegungsfreiheit aller auf diesem Planeten. Aber um den Menschenhandel zu bekämpfen und Betroffene unterstützen zu können, braucht es auch die pragmatische Zusammenarbeit.
Menschenhandel und Prostitution sind Sex-and-Crime-Themen. Wie beurteilen Sie die Berichterstattung darüber? Inhaltlich wird oft zu wenig unterschieden zwischen Menschenhandel und Sexarbeit. Viele Sexarbeiterinnen arbeiten selbstbestimmt, ohne ausgebeutet zu werden. Diese Vermischung dient der Sache überhaupt nicht. Und dann stören mich die Bilder: Sie zeigen Sexarbeiterinnen fast immer aus der Perspektive der Freier. Warum nicht einmal die Perspektive der Frauen zeigen, also den Blick auf die Freier? Oder beispielsweise das Zimmer, in dem eine Frau lebt?
The development of this policy demonstrates the way the US exports repressive ideologies through conditions set for foreign aid recipients.
Poor countries have little choice but to adhere to the US moral agenda. The Bush administration required that USAID recipients, health service organizations around the world, sign an oath in opposition to prostitution, ensuring that they would not support legal prostitution. This 'gag order' evolved over a series of years through policy statements and federal law. The gag order and anti-prostitution loyalty oath was embedded in a funding mechanism PEPFAR, President's Emergency Plan for AIDS Relief which is set to authorize 48 billion dollars over a 5 year period.
US Trafficking in person report (TIPR)
Summary Germany:
200.000-400.000 sex workers
81mio citizen [2-5 per mille sex worker supply rate]
€15 billion turnover sex biz
TIPR 2012 [pp.166-167]:
___23 sex traffickers imprisoned (2-10 years)
__115 sex traffickers convicted
__470 sex trafficking cases investigated
1.000 prostitution venues raided in May from 120 police dept.
"Recommendations for Germany: Explore ways to increase
the number of convicted trafficking offenders who receive
sentences[...]"
1 German sex tourist abusing children in Thailand
610 victims of sex trafficking [1-3 Promille aller Sexworker]
_41 victims of labour trafficking
20% Germany
20% Romania
20% Bulgaria
25% EU else
15% non EU
35% receive counselling (39 NGOs (KOK) state funded, 6-15 Opfer je NGO)
70% thereof willing to testify (150 sind bereit zur Zeugenaussage)
_0 labour traffickers imprisoned
12 labour traffickers convicted
24 labour trafficking cases investigated
one was a Saudi Arabian diplomat
Deutschland erhält die Bestnote: tier ranking 1 von 4
"Unternehmen sind menschliche Wertschöpfungs-Beziehungen die für ihre Kund_innen tätig sind. Sie kann man eigentlich nicht verkaufen, so wie man auch keine Ehe/Partnerschaft/Freundschaft verkaufen kann.
Der Verkauf von Aktien also Firmen-Anteilen ist ein Sündenfall in der wirtschaftlichen Rechtsgeschichte. Er wurde ungefähr zeitgleich eingeführt mit der Abschaffung der Sklaverei."
-- Dr. rer. pol., Dipl. Kfm. André Presse (*1974)
Weitere Zitate von ihm: "Handel mit Sklaven ist Handel mit Menschen am Stück, der Handel mit Unternehmensanteilen ist Handel mit Menschen en gros".
"Aktiengesellschaft (societé anonym, incorporation, limited liablities, lat.: Universitas) ist eine Sonderform des Vereins (keine Gesellschaft! lat.: Societas) und es entsteht die Fiktion des anonymen Handels, obwohl die Angestelltenverhältnisse der Mitarbeiter höchstpersönlich sind und keine Stückware." Der Mensch wird zur Ware, weil seine Arbeitskraft vertraglich an eine Firma gebunden ist, die wie eine Ware gehandelt wird. Das erste mal, dass ein Wissenschaftler diese Dimension des Menschenhandels ausspricht!
"Unser heutiges Arbeitsrecht entstammt höchstwahrscheinlich der Rechtstradition des Römischen Mietrecht im Sklavenhandel: Arbeit ist aber KEINE Handelsware, sondern immer höchstpersönlich an Menschen gebunden."
"Eine Einführung eines Grundeinkommens kann das heilen. Das ist ordnungspolitisch jedoch nicht gewollt, die Menschen in Freiheit zu setzen. Geldzahlung wird bisher immer als Druckmittel eingesetzt (Lohn, Hartz IV), was beim BGE entfällt."
Seine Dissertation 2009 über das Bedingungslose Grundeinkommen und wie es finanziert werden kann an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bei Prof. Götz Werner (Gründer und Milliardär der Drogeriekette DM, die jetzt eine unabhängibe Stiftung ist, die sich nicht kaufen läßt)
http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/1258660 PDF
(Zum Vergleich: Älteste Aktiengesellschaften: 1407 Banco di San Giorgio, Genua, 1600 Britische... 1602 Niederländische Ostindien-Kompanie (Vereenigde Oostindische Compagnie V.O.C.), 1809 Dillinger Hütte, Saarland. Abschaffung der Sklaverei: 1761 Portugal, 1807 British Empire, 1865 U.S.A., 1949 UN; Marktversagen Arbeitsmarkt, Ehernes Lohngesetz, BGE-Film. Möglicherweise konnte die Sklaverei genau deshalb abeschafft werden, weil sich die Aktiengesellschaften als produktivere/rentierlichere "zeitgemäße Verklavungsform" durchgesetzt hatten (US-Sezessionskrieg/Civil War 1861-5). Die Befreiung der afrikanischen Sklaven war die ideologische Propaganda fürs gemeine Volk.)
"Alle diese überlieferten Lügen können nur aufrechterhalten werden, weil die Systemwidersprüche auf Prostitution projiziert werden und dort stellvertretend abgestraft werden."
Die Versorgungsehe oder sog. Altehen ist ein paarig-subordiniertes Einkommens- und Versorgungsmodell (Patriarchat).
Das Einkommen d.h. die Lohnhöhe des (meist männlichen) Alleinverdieners muß so hoch sein, dass 1 Person allein ausreicht um eine Partnerschaft/Familie mit 2 und mehr Personen finanzieren zu können (Patriarchat (bei Sexwork ist es genau andersherum und der nichtverdienende Partner wird Zuhälter geschimpft;) ). Die Versorgungsehe war der "Industrie-Gesellschafts-Standard" der Vorkriegszeit. Heute haben wir die Doppelverdiener-Ehe und Single-Gesellschaft und die Unternehmen müssen nur noch halb-so-hohe Gehälter zahlen, um anteilig eine Person allein ernähren zu können und haben doppelt so viele Arbeitskräfte (Produktivitätsfortschritt Wirtschaftswunder). Diese epochale Umstellung aufgrund der Kriegsökonomie (Männer an der Front, Frauen schmeißen in der Heimat die Produktion alleine) bedingt heute noch Probleme bei sog. Altehen, wenn bei Scheidung die Frau, die Haushalt und Kinder versorgt hatte in die Armut abrutscht, weil sie im reformierten Versorgungsrecht nicht berücksichtigt wurde:
www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0621/scheidung.php5
„Sumangali“ wörtl. die glückliche Braut ist ein Menschenhandel-Ausbeutungsmodell in Süd-Indien, damit für uns/unsere Handelskonzerne billige Kleidung hergestellt werden kann
Menschenhändlerinnen (Broker, Arbeitsvermittler) suchen bei armen Familien, die nicht lesen und schreiben können Kinder als Arbeiterinnen, die sie kaufen/pachten/verpflichten können, damit diese in Fabriken gefangen wie in Lagern für eine vereinbarte Zeit arbeiten. Unsere Mode-Handelshäuser und Firmen wie "Ernstings Family" aus Coesfeld und "C&A" mit ihren tausenden Filialen haben es versäumt für faire Arbeitsverhältnisse ihrer Lieferanten zu sorgen:
www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0621/indien.php5
[alle Zitate nur sinngemäß, in diesem Posting sind es keine wörtl. exakten Zitate.]
EU verschärft den Kampf gegen Menschenhandel
BRÜSSEL
Kinder kosten bis zu 20.000 Euro.
So viel zahlen Menschenhändler nach Erkenntnissen der Europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag für minderjährige Jungen oder Mädchen, die zum Diebstahl oder zum Betteln missbraucht werden.
„Sklaverei findet man leider nicht nur in den Geschichtsbüchern“, so EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, als sie gestern in Brüssel die neue EU-Strategie gegen Menschenhandel vorstellte. „Es ist erschütternd, dass in unserer heutigen Zeit noch immer Menschen verkauft oder als Zwangsarbeiter und Prostituierte gehandelt werden.“ Und das nicht zu knapp.
Weltweit wird die Zahl der Opfer von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) mit 20,9 Millionen angegeben, 5,5 Millionen davon sind Kinder.
Allein in den Industrieländern USA, Kanada, Australien, Japan, Norwegen und den EU-Mitgliedstaaten sollen es rund 1,5 Millionen Opfer sein.
Die Täter erwirtschaften mit dem Handel weltweit rund 25 Milliarden Euro pro Jahr. Ihr Risiko gilt als gering.
Während die Zahl der betroffenen Opfer in den vergangenen Jahren stetig anstieg, schicken die Gerichte immer weniger Täter ins Gefängnis. Zwischen 2008 und 2010 sank die Zahl der Verurteilten von 1.500 auf 1.250.
Europaweite Task Force
Nun will die EU gegensteuern und hat einen 5jährigen Handlungsplan, der bis 2016 läuft, vorgelegt. Alle nationalen Polizeibehörden (in Deutschland das Bundeskriminalamt BKA sowie die Landeskriminalämter LKAs) sollen eigene Strafverfolgungseinheiten einsetzen. Diese werden auf europäischer Ebene mit Europol und Eurojust (einem Zusammenschluss der Anklagebehörden) zu einer grenzüberschreitend tätigen Task Force verbunden. Außerdem wollen die Mitgliedstaaten mit den Unternehmerverbänden enger zusammenarbeiten, um die Betriebe vor Ort zu sensibilisieren.
Opferschutzorganisationen sowie andere gesellschaftlich engagierte Gruppen sollen eine eigene EU-Plattform bekommen.
Darüber hinaus will Brüssel leicht verständliche Informationen für potenzielle Opfer bereitstellen, damit diese sich ohne Furcht vor sofortiger Abschiebung an die Behörden wenden können. Aus dem Forschungsetat [in Höhe von???] sollen Projekte finanziert werden, die die präventiven Möglichkeiten des Internets und sozialer Netzwerke ausloten. Malmström: „Unser oberstes Ziel muss es sein, dem Menschenhandel definitiv ein Ende zu bereiten.“
Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung [in Wien] geht davon aus, dass 76% der verkauften Menschen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung entführt wurden (alle Zahlen gelten für 2010).
Weitere 14% werden als Zwangsarbeiter missbraucht, 3% müssen Betteln gehen und immerhin noch 1% landen in Haushalten, wo sie wie Sklaven gehalten werden.
Bei den Betroffenen handelt es sich zu 79% um Frauen, von denen 12% minderjährige Mädchen sind.
Nächstes Thema anzeigen Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen
Sexworker Forum - das Forum von Profis für Profis aus der Sexarbeit
Die Registrierung und Nutzung des Sexworker Forums ist kostenlos!
Diskussion Tipps und Information Ein- bzw. Um- und Ausstiegsberatung
Hilfe für Prostituierte
Wir sehen nicht jede SexarbeiterIn automatisch als Opfer an! Aber wenn es notwendig ist, versuchen wir zu helfen! ---------