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 Marc of Frankfurt Marc of Frankfurt setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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BeitragVerfasst: 2012-02-06, 13:29  Beitrag #81/94     Titel:  Re: Dortmunder Mitternachtsmission  Nach untenNach oben

Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, beim Thema Geld und strategische Kooperationen zeigt der Hilfsverein sein wahres Gesicht.


__
Vgl. auch wie kirchlichen Tendenzbetriebe mit eigenen Mitarbeiter_innen umgehen, denen sie gewerkschaftliche Interessenvertretung und bessere Tarifverträge verweigern...


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Verfasst: 2012-02-06, 13:29  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2012-03-22, 10:58  Beitrag #82/94     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Di 06.03.2012
Internetseite zu den Themen Gewalt an Migrantinnen und Menschenhandel ausgebaut

Ausführliche Informationen zu den Themen Menschenhandel und Gewalt an Migrantinnen sind auf der Internetseite des Bundesweiten Koordinierungskreises gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.V. (KOK) verfügbar. Seit dem 6. März können dort ebenfalls alle spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel in Deutschland über eine Suchfunktion gefunden werden.

Umfangreiche Informationen zu Frauenhandel

Auf www.kok-buero.de stellt der Koordinierungskreis Informationen zu Menschenhandel, Prostitution, Opferschutz und ähnlichen Themen bereit. Interessierte können auf die umfangreichen Veröffentlichungen des Koordinierungskreises (Expertisen, Studien, Stellungnahmen, Newsletter) zugreifen.

Neben der Suchfunktion nach Fachberatungsstellen wurde auch die Suchmöglichkeit nach Schlagworten in allen Dokumenten der Internetseite überarbeitet und ausgeweitet. Die Datenfülle wurde durch ein Archiv übersichtlicher verwaltet und die Internetseite generell nutzerfreundlicher gestaltet.

Der Koordinierungskreis

Der KOK wird als bundesweite Vernetzungsstelle der Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel vom Bundesfamilienministerium gefördert. Die Zusammenarbeit mit der Vernetzungsstelle spielt für das Bundesfamilienministerium eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung seiner Strategien zur Bekämpfung des Frauenhandels und zur Unterstützung der Opfer.

Der Zugang zum Hilfesystem, der jetzt durch die Internetseite verbessert wurde, soll Ende 2012 durch die Freischaltung des Hilfetelefons für gewaltbedrohte Frauen weiter erleichtert werden.

Quelle: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=184722.html

Das Hilfesystem wird legitimiert durch das "Gesetz für Frauenhilfetelefon" das am 1.12.2011 vom Bundestag beschlossen wurde.
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=175824.html


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BeitragVerfasst: 2012-06-09, 00:24  Beitrag #83/94     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

08.06.2012

Saarbrücker Hurenselbsthilfe heißt jetzt „Aldona“

Die Hurenselbsthilfe benennt sich in „Aldona“ um. Die Beratungsstelle, die auch für Fälle von Zwangsheirat und häuslicher Gewalt an Migrantinnen zuständig ist, reagiert auf ihr gewachsenes Aufgabenspektrum.


Saarbrücken. „Aldona“ hieß die erste Frau, die sich an die Saarbrücker Beratungsstelle für Migrantinnen im Verein der Hurenselbsthilfe wandte. Sie war eine junge Osteuropäerin, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution wurde. Das war 1997. Bereits 1990 nahm der Selbsthilfeverein seine Arbeit auf, zunächst mit dem Ziel, Huren einen besseren Beruf zu verschaffen. Den Namen Hurenselbsthilfe legte der Verein nun ab, nennt sich „Aldona e.V.“, weil das Angebot inzwischen weit über die Beratung und Betreuung von Prostituierten hinausgeht.

157 Frauen suchten im vergangenen Jahr die Beratungsstelle für Prostituierte auf. Acht Frauen, die aussteigen wollen, bekamen Hilfe. Andere kamen, weil sie psychologische Betreuung brauchten, um ihren Alltag zu bewältigen. Es waren aber auch Frauen, die ins Milieu einsteigen wollten, um sich aus ihrer finanziellen Not zu befreien. „Ihnen zeigen wir Alternativen zur Prostitution auf“, sagte Beraterin Marita Kirsch am Mittwoch in einem Pressegespräch.

Sie ist es auch, die gemeinsam mit Sabrina Müller in die Bordelle oder bordellähnliche Betriebe geht, um Kontakt mit Prostituierten aufzunehmen, Vertrauen aufzubauen und sich als Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. 250 Freudenhäuser gibt es im Saarland, der Selbsthilfeverein schätzt die Zahl der Dirnen auf zwischen 1800 und 2000. Alleine in Saarbrücken gebe es 100 Bordelle, in denen etwa 800 Huren arbeiteten. „Die Zahl der Frauen auf dem Straßenstrich lässt sich nicht fassen“, sagte Müller. Den Anteil an Migrantinnen, die im horizontalen Gewerbe arbeiten, schätzt die Selbsthilfe auf bis zu 90 Prozent, meist aus Bulgarien und Rumänien. Viele dieser Frauen ließen ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu, „weil die Freier es so verlangen“. Und blendeten dabei die Aids-Ansteckungsgefahr aus. Waren es 2001 noch 28 000 Kondome, die über die Beratungsstelle verkauft wurden, sind es 2011 gerade noch 5000 Stück gewesen. Die zum Teil sehr jungen Frauen aus Osteurupa wüssten sehr wenig über die Ansteckungsrisiken, sagt Sozialpädagogin Barbara Filipak.

Die Beratungsstelle für Prostituierte finanziert sich zu 45 Prozent aus Landesmitteln, der Regionalverband und die Landeshauptstadt schießen jeweils 22,5 Prozent zu, der Verein bringt über Spenden, Mitgliedsbeiträge und Bußgeldern einen Eigenanteil von zehn Prozent ein. Die zweite Beratungsstelle unter dem Dach von „Aldona“ kümmert sich um Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution sowie um Zuwandererinnen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Sie hilft Betroffenen von Zwangsheirat und Gewalt „im Namen der Ehre“. Diese Beratungsstelle wurde 1997 gegründet. 110 Frauen haben dort im vergangenen Jahr 1212 Beratungsgespräche geführt, 29 Mal begleiteten die Mitarbeiterinnen misshandelte Frauen zur Polizei, vermittelten ihnen zudem einen Rechtsbeistand. 27 Frauen wandten sich an den Verein, weil ihnen eine Zwangsheirat unmittelbar drohte. Diese Beratungsstelle wird zu 95 Prozent aus Landesmitteln und fünf Prozent aus eigenen Mitteln finanziert

AUF EINEN BLICK

Der Verein „Aldona“, früher Hurenselbsthilfe, bietet eine Beratungsstelle für Prostituierte und eine Beratungsstelle für Migrantinnen an, die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution oder häuslicher Gewalt sind. Zudem für Zuwandererinnen, denen Zwangsheirat droht und denen Männer Gewalt „im Namen der Ehre“ antun. Zu erreichen sind die Beratungsstellen über Tel.: (06 81) 37 36 31, Fax (06 81) 830 86 76. E-Mail: berprost@t-online.de und beratung.migrantinnen@t-online.de

http://www.saarbruecker-zeitung.de/....7857,4322207#.T9KHw9XSr5k


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BeitragVerfasst: 2012-08-18, 17:23  Beitrag #84/94     Titel:  Kein Angebot für SW in Frankfurt-Kuhwald  Nach untenNach oben

CDU-Ordnungsamtsleiter Frankfurt kürzt SW Beratungsangebot:


... Den Nachtbus, in dem Prostituierte Beratung und Unterstützung finden, wird es wohl nicht mehr lange geben. Die Finanzierung läuft im August aus.

Rund 110 000 Euro im Jahr sind der Stadt Frankfurt/Main zu viel. "Die Kosten standen in keinem Verhältnis zur kleinen Zielgruppe", sagt der Ordnungsdezernent Markus Frank.

"Wir wollten ursprünglich mit dem Angebot den Frauen helfen, auszusteigen. Aber viele von ihnen kommen aus Osteuropa und werden von ihrer Familie dazu gezwungen. Da hilft kein Beratungsangebot."

Aus dem Artikel den @annainga gefunden hat:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=122403#122403



So kann man mit Hilfe unterstellter sog. "Zwangsprostitution" jetzt sogar begründen Hilfen für Sexworker zu streichen.

Was für eine versagende Politik, wenn sie auf falschen Leitbildern aufbaut, die entstehen können, weil Sexworker keine Selbstrepräsentanz haben.

Und wenn die Zielgruppe der Sexworker für eine sozialarbeiterische Maßnahme der Stadt zu klein ist für ein Beratungsangebot, so kann doch wohl gleichzeitig das in der Presse diskutierte Prostitutionsproblem gar nicht so groß sein, oder?


Anm.: Stadtrat Markus Frank (CDU) hatte auch die komplette Frankfurter Innenstadt inklusive Bankenviertel (bis zur Grenze zum Bahnhofsviertel/Rotlichtviertel) abriegeln lassen und damit quasi Zwangsurlaub den Bänkern verordnet (nicht unerhebliche Umsatzverlußte?! wenn auch ungewollt) als die Blockuppy Demonstration geplant und dann verboten wurde. Sie fand aber dennoch statt, indem sie den Banken-Demo-Sperrbezirk wie eine Menschenkette umzingelnd umging. Auch hat der Stadtrat dannach und noch während der ruhigen Ferienzeit das Occupy Camp der Finanzsystemkritiker vor der EZB und neuen Oper räumen lassen, weil auch dort Migrant_innen-Familien (inkl. Baby) und auch Obdachlose sich hinzugesellt hatten ... offensichtlich fanden diese die Zelte der Protestler gegenüber den sonstigen Sozialangeboten der Stadt überlegen und attraktiv.

Was sich das Ordnungsamt bisher so hat einfallen lassen, um Sexworker in Bordellen im Bahnhofsviertel zu drangsalieren mit aufgezwungenen illegalen Gewerbeanmeldungen und wie sich Dona Carmen e.V. - Verein für die politischen und sozialen Rechte von Prostituierten - erfolgreich gewehrt hat steht hier:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=10945#10945





Ist es Menschenhandel oder Migration?
www.sexworker.at/migration


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BeitragVerfasst: 2012-09-15, 01:59  Beitrag #85/94     Titel:  Detmold (NRW): Theodora  Nach untenNach oben

Prostitution und Gesundheit

Die LINKE Bundestagsabgeordnete Inge Höger hat die Prostituierten- und Ausstiegsberatung THEODORA besucht und sich über ihre Arbeit informiert.

THEODORA berät Mädchen und junge Frauen im Regierungsbezirk Detmold.

Seit ihrem Start am 01. März. 2011 wurden schon 140 Frauen intensiv beraten und betreut.

Das internationale Team besteht aus 3 Mitarbeiterinnen, verteilt auf 2 Personalstellen. THEODORA konnte durch eine anteilige Förderung von Aktion Mensch eröffnet werden und erhält eine Förderung durch die Heidehof Stiftung GmbH. Die Finanzierung ist erst mal für 3 Jahre gesichert.

Die Mitarbeiterinnen beraten und begleiten die Mädchen und Frauen, die in einschlägigen Etablissements sexuelle Dienste anbieten. Besonderer Beratungsbedarf besteht bei Verhandlungen mit Ämtern und der Absicherung der Gesundheitsversorgung.

In dem Gespräch wurde deutlich, dass gerade die mangelnde bis nicht vorhandene Gesundheitsvorsorge ein großes Problem darstellt. Die Krankenkassen wollen die Prostituierten häufig nicht versichern bzw. die Hürden sind für die Frauen kaum zu überwinden. Somit unterbleiben Arztbesuche und notwendige Untersuchungen. Die Folgen können gravierend sein. Durch die Veränderte Gesetzgebung sind die Gesundheitsämter in den Kreisen nicht mehr verpflichtet, Ärzte für die Untersuchungen der Prostituierten vorzuhalten. „Den Frauen würde es helfen, wenn das Prostituiertengesetz nicht nur 3 Paragraphen umfassen würde oder zumindest Ausführungsbestimmungen hätte,“ unterstützt Inge Höger eine Forderung von Pfarrerin Reiche von der ev. Frauenhilfe.

Nicht nur Gesundheit ist ein Thema, das die Frauen, beschäftigt. Viele wollen aussteigen und suchen nach neuen Perspektiven. Doch das ist nicht einfach. Laut Gesetzgebung müssen die Frauen für ihre Arbeit Steuern zahlen und haben Anspruch auf Sozialleistungen. Die Frauen werden häufig, durch die Bordelle, unter Pseudonymen angemeldet und somit können auch die Steuern unter diesem entrichtet werden. Die Folge: Sexworker können den Anspruch nicht nachweisen und erhalten keine Leistungen. In dieser Situation ist es schwer, eine Wohnung oder eine neue Arbeitsstelle zu finden.

„Prostitution ist immer noch ein Tabu – Thema, dass weder Gesellschaft noch Politik wirklich angehen. Das Prostituiertengesetz muss das Recht auf Gesundheitsversorgung regeln und die Kreisgesundheitsämter dürfen nicht wegschauen“, fordert Inge Höger. „Die Frauen, die aussteigen wollen, brauchen jede Unterstützung und die Chance auf neue Perspektiven. Theodora leistet dabei hervorragende Arbeit.“

www.dielinke-nrw.de/nrw_aktuell/nrw....stitution-und-gesundheit/


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BeitragVerfasst: 2012-11-02, 13:41  Beitrag #86/94     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

2.11.2012

Lebenshilfe für Frauen in Not

Saarbrücken. Das Büro des Vereins in Saarbrücken finden nur Eingeweihte


Saarbrücken. Das Büro des Vereins in Saarbrücken finden nur Eingeweihte. Kein Wunder: "Aldona" betreut und berät nicht nur deutsche und ausländische Prostituierte, sondern hilft unter anderem potenziellen Aussteigerinnen, Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution, Migrantinnen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden oder auch Betroffenen von Zwangsverheiratungen und Gewalt "im Namen der Ehre". Und den in Not geratenen Frauen möchten die Beraterinnen eine sichere Zuflucht geben. Die Betroffenen können per Telefon, Fax, Mail oder eben Post (Postfach) Kontakt aufnehmen. Bei "Aldona" ist auch das "Kristentelefon Zwangsverheiratung" angesiedelt.

Der Name "Aldona" ist noch relativ neu - vormals, seit März 1990, firmierte die Beratungsstelle für Prostituierte und später auch Migrantinnen unter dem Namen "Hurenselbsthilfe". Doch die Aufgaben des Vereines haben sich gewandelt, erweitert - deshalb die Namensänderung. "Wir haben lange überlegt, wie wir den Verein benennen sollen. Schließlich haben wir uns für ,Aldona' entschieden, so hieß eine junge Frau, die in Deutschland zur Prostitution gezwungen wurde. Sie war das erste Opfer von Menschenhandel, deren Betreuung wir übernahmen", erzählt Barbara Filipak. Die Diplom-Pädagogin ist eine der Ansprechpartnerinnen in der Beratungsstelle für Migrantinnen und fachliche Leiterin beider dem Verein angegliederten Beratungsstellen. Seit 15 Jahren ist sie im Verein, seitdem hat sich vieles getan.

Beispiel Prostitutionsmilieu. Allein in Saarbrücken arbeiten ihr zufolge etwa 800 bis 1000 Prostituierte. "Früher waren 50 bis 60 Prozent der Huren Deutsche, heute sind es über 90 Prozent Migrantinnen, vor allem aus Bulgarien und Rumänien." Diese unterstützen die Beraterinnen unter anderem bei ganz praktischen Fragen, wie zum Beispiel bei der Wohnungssuche: "Ohne Lohnnachweis ist es nämlich schwer, eine Wohnung zu bekommen", weiß Marita Kirsch, pädagogische Mitarbeiterin in der Beratungsstelle für Prostituierte. Die Hilfe suchenden Frauen können zu ihr kommen - aber die Beraterinnen gehen auch selbst vor Ort, geben Infos zu allen möglichen Fragen in Sexkinos und Bordellen, arbeiten auch mit dem Gesundheitsamt und dem Projekt "Le Trottoir" des Drogenhilfezentrums zusammen.

Auch Vorträge hielten die Beraterinnen schon - so ging es kürzlich vor einer Gruppe von FSJ'lern über "Loverboys" - Männer, die junge Frauen über eine Liebesbeziehung in die Prostitution bringen. Kirsch: "Das Problem ist nicht neu, aber die Mädchen werden immer jünger." Nicht selten kämen die Mädchen, die zu Opfern würden, aus gutem Hause.

110 Fälle betreute die Beratungsstelle für Migrantinnen im Jahr 2011 - davon 72 neue Fälle. Betreuung, das heißt: Anträge stellen, ausländerrechtliche Fragen klären, Frauen zum Anwalt oder zu Vernehmungen begleiten und vieles mehr. Um die Frauen aus über 20 Nationalitäten zu verstehen, kann der Verein auf einen Dolmetscherpool zurückgreifen. Barbara Filipak: "Nicht selten ist, dass die Leute schon jahrelang in einer Notsituation leben, bevor sie sich jemandem anvertrauen." Sie nutzt einen bildlichen Vergleich: "Wenn sie kommen, ist ihr Koffer des Lebens total durchwühlt und zu schwer. Wir helfen, den Koffer zu schleppen und nach und nach aufzuräumen." Man gebe Hilfe zur Selbsthilfe, zeige den Frauen ihre Rechte auf. Die Beraterinnen wollten den Frauen deutlich machen, dass sie nicht nur Opfer seien, so Filipak, sondern ihnen auch ihre Stärke zeigen: "Denn sie haben unglaubliche Dinge erlebt."

Auf einen Blick

"Aldona" finanziert sich aus Mitteln des Landes, des Regionalverbandes, der Stadt und aus Eigenmitteln (wie Mitgliedsbeiträge oder Spenden). Die Beratungsstelle für Prostituierte verfügt über zwei Teilzeitstellen, die Beratungsstelle für Migrantinnen über zwei Vollzeit- und eine Teilzeitstelle. Kontakt: "Aldona", Postfach 10 14 13, 66014 Saarbrücken, Tel. (06 81) 37 36 31, Fax (06 81) 8 30 86 76, E-Mail: beratung.migrantinnen@t-online.de. Krisentelefon "Zwangsverheiratung": Tel. (08 00) 1 61 11 11

http://www.saarbruecker-zeitung.de/....2806,4495798#.UJOwdsVmL5k


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BeitragVerfasst: 2012-11-12, 03:34  Beitrag #87/94     Titel:  indoors-project.eu  Nach untenNach oben

Das EU-Indoors-Projekt hat jetzt eine eigene Website: indoors-project.eu

s.o. www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=104285#104285




"BUFAS is based on a participatory
structure: the board
members are NGO representatives,
but at the decision-making
level they work together with an
advisory committee comprised
exclusively of sex workers."
[Seite 84, capacity_building&awareness_raising-Indoors_2]

Dass man den Sexworkern/Beirat per Satzung ein Stimmrecht verweigert hat, auf Betreiben einer Sozialarbeiterin und der evangelischen Beratungsstellen, wird nicht erwähnt:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=2553


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BeitragVerfasst: 2012-12-20, 15:26  Beitrag #88/94     Titel:  Beratungsstellen-Statistik  Nach untenNach oben

Kleine Übersicht:

41 Stadtgesundheitsämter
48 Beratungsstellen für geschätzte 200.000-400.000 Sexworker
87 Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel für weniger als ca. 700 Opfer pro Jahr !!!



Sozalberatungsstellen für Prostituierte sortiert nach Art des Trägers:
31 Konfessionell/religiös (Christliche Kirchen) oder
12 Hurenbewegung (unabhängige Selbstorganisation)
s.o. Posting #51:
007.gif www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=91434#91434 007.gif




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BeitragVerfasst: 2013-01-17, 12:21  Beitrag #89/94     Titel:  Keine katholische Notfallhilfe  Nach untenNach oben

Eine vergewaltigte Frau ist von 2 Kölner Krankenhäusern in katholischer Trägerschaft abgewiesen worden. Hintergrund ist eine Ablehnung von Beweissicherung sowie der „Pille danach“. Sie widerspricht den Grundsätzen der katholischen Kirche.


Die gynäkologischen Untersuchungen zur Beweissicherung seien seit 2 Monaten untersagt in Kliniken die geführt werden von der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria ( www.cellitinnenHaeuser.de und www.www.cellitinnen.de ), weil damit ein Beratungsgespräch über eine mögliche Schwangerschaft und deren Abbruch sowie das Verschreiben der Pille danach verbunden seien.

Erzbistumssprecher Christoph Heckeley bestätigt, in katholischen Kliniken ist eine Notfallkontrazeption grundsätzlich ausgeschlossen. Sie widerspreche den ethischen und moraltheologischen Grundsätzen der katholischen Kirche. Frauen werden in ein anderes Krankenhaus verweisen.

...

www.ksta.de/politik/erzbistum-koeln....ab,15187246,21481786.html


Auch "Sozialberatung für Prostituierte" durch Einrichtungen in katholischer Trägerschaft erscheint mir äußerst fragwürdig unter diesen Moralgesetzen.




___
vgl. auch PEP = Post Exposition Prophylaxe = "Vorsorge, nachdem Ansteckungsgefahr eingetreten ist", z.B. wenn das Kondom gerissen ist/heimlich abgenommen wurde UND der Mann, Täter oder Kunde HIV+ ist:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=17806#17806

Das Entscheidungsproblem besteht darin, als betroffener Sexworker seinen i.d.R. anonymen Prostitutionskunden nach einer Panne oder Übergriff zur Offenlegung seines HIV-Status d.h. zum HIV-Test zu veranlassen bzw. zu zwingen... Hierfür braucht es ausgearbeitete Strategien, die Sexworker trainieren können... Soll man die Polizei anrufen, den Notarzt oder mit dem Kunden in eine Notfallambulanz zum HIV-Schnelltest fahren? Hier bei unseren Sicherheits-Hinweisen rund um Sex sollten wir solche Ratschläge geben können:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=5360


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BeitragVerfasst: 2013-03-05, 16:06  Beitrag #90/94     Titel:  Freiburg: Unter welchem Stern sie stehen...  Nach untenNach oben

Was man im Parlament / aus Parlamentsdrucksachen alles lernen kann:


"... in Landeskofinanzierung mit dem Bund das
- Modellprojekt „Unterstützung des Ausstiegs aus der Prostitution“ des Diakonievereins beim Diakonischen Werk in Freiburg für die Dauer von voraussichtlich 5 Jahren (1. Dezember 2009 bis 30. November 2014) durch Zusammenarbeit mit
- P.I.N.K. (Prostitution – Integration – Neustart – Know-how). Dieses Modellprojekt dient zugleich der Beseitigung aktueller menschenunwürdiger Formen von Prostitutionsausübung in Baden-Württemberg (z. B. „Flatrate-Bordelle“)."



D.h. Sexworker haben da nur ein Hilfsprojekt genehmigt bekommen, weil die Politik so sehr gegen die Flatrate-Bordelle kämpft... (vgl. Pussy-Club-Razzien und Prozesse und unseren öfftenlichen Brief an die Bundeskanzlerin)

Traurig - Traurig - Traurig
Die Politik traut sich nach wie vor nur primär Ausstieg und Kriminalitätsbekämpfung zu finanzieren.


145 Anlauf- und Beratungsstellen allein im Bundesland Badenwürttemberg für Opfer!

Was für ein Mißverhältnis!
(200.000-400.000 geschätzte Sexworker bundesweit, weit unter 1000 Opfer bundesweit)


Quelle: Bericht der Landesregierung fürs Parlament Baden Württemberg:
http://www.sexworker.at/phpBB2/download.php?id=1166 (kommentiert)
http://www2.landtag-bw.de/WP15/Drucksachen/2000/15_2984_d.pdf


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BeitragVerfasst: 2013-04-05, 23:16  Beitrag #91/94     Titel:  25.000 Euro Spende von Veltin an Mitternachtsmission  Nach untenNach oben

25.000 Euro für Opfer von Menschenhandel


Grevenstein. Traditionell unterstützt die Brauerei C. & A. Veltins mit ihrer Jahresspende die Arbeit ausgewählter gemeinnütziger Einrichtungen. Brauereiinhaberin Susanne Veltins überreichte den Scheck der Jahresspende 2013 über 25.000 Euro jetzt an die Dortmunder Mitternachtsmission e.V., vertreten durch die Leiterin Andrea Hitzke. Die Mitternachtsmission ist ein gemeinnütziger Verein, der sich um die Opfer von Menschenhandel kümmert. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins beraten und begleiten die Betroffenen auf ihrem Weg heraus aus der Anonymität hin zu einem selbstbestimmten, angstfreien Leben. Die Dortmunder Mitternachtsmission arbeitet bereits seit 1918 in Dortmund und wird nach den Worten von Andrea Hitzke von den gespendeten 25.000 Euro eine weitere Mitarbeiterin finanzieren, die dringend für die Arbeit benötigt wird. Zurzeit sind in der Mitternachtsmission neun Festangestellte beschäftigt. Die Hauptziele der Mitarbeiterinnen sind, den Klientinnen jenseits der Prostitution zu helfen, ein Leben frei von Diskriminierung und Kriminalisierung zu führen. Vielfach sind dies Frauen und Mädchen, die mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und hier mit psychischem oder physischem Druck zur Prostitution gezwungen werden. Jedes Jahr betreut die Dortmunder Mitternachtsmission immerhin rund 1600 Betroffene.

http://www.derwesten.de/staedte/nac....andel-aimp-id7801934.html


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BeitragVerfasst: 2013-04-05, 23:24  Beitrag #92/94     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Tolle Sache! Endlich Geld dorthin gespendet, wo es gebraucht wird!


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BeitragVerfasst: 2013-04-06, 15:54  Beitrag #93/94     Titel:  Re: Veltins Spende 25.000 an MNM  Nach untenNach oben

Den letzten großen Scheck über 33.500 EUR gab es zu Weihnachten 2012 von dem die Region beherrschenden Zeitungskonzern.
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=110291#110291
Auch wurde dort in der Berichterstattung Prostituiertenberatung und Menschenhandelsbekämpfung nicht sauber getrennt.

Wenn jetzt ein gesellschaftlich anerkanntes Unternehmen der Drogenroduktion (74.000 Alkohol-Tote pro Jahr in Deutschland) Geld gegen Menschenhandel spendet (600 mutmaßliche Opferfälle pro Jahr www.bit.ly/bkazahlen ), dann kann das auch als moralisches Reinewaschen interpretiert werden und ist recht problematisch. Es leistet zwar positive Hilfe für Opfer, ist aber gleichzeitig die Grundlage, für die Aufrechterhaltung der Stigmatisierung gegen Prostitution und damit gegen uns Sexworker.


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BeitragVerfasst: 2013-04-06, 16:02  Beitrag #94/94     Titel:  Rettungs-Industrie  Nach untenNach oben

Wo weitere Gelder herkommen:

Neues aus der "Rettungs-Industrie" in Deutschland



Finanzierung über Schlussstrich e.V. aus Troisdorf: "wir unterstützen nun 3 Vereine mit insgesamt 4.000 EUR pro Monat" = 48.000 EUR pro Jahr:
  1. neben Mission Freedom e.V. Hamburg
    seit 1.1.2011 und im Verbund der (evangelischen) Diakonie. Angebote: Deutschkurse, Therapie, Kinderbetreuung, Rückkehrhilfe.

  2. die Dortmunder Mitternachtsmission e.V.
    auch ev. Diakonie

  3. den Verein Karo e.V. aus Plauen.
    der keine Sexworker-Meinung auf seiner FB-Seite lesen will.

www.schlussstrich-ev.de
Troisdorf



Veranstaltung der Prostitutionsgegner / Rettungs-Industrie - Kirchentag Hamburg

Zum 34. ev. Kirchentag in Hamburg wird es am 2.5.2013 ganztägig in der Fischauktionshalle (Hamburger Hafen) eine Konferenz geben zum Thema (Menschenhandel/Zwangsprostitution?), auf der
- Prof. Dr. Schirrmacher www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=115207#115207 (Buch: Menschenhandel - die Rückkehr der Sklaverei, 2012 Scm Hänssler Verlag www.amazon.de/Menschenhandel-R%C3%B....chirrmacher/dp/3775153357 ),
- Dr. Lea Ackermann von Solwodi und
- Jörn Blicke vom LKA Hamburg, so wie andere Vertreter von Hilfsorganisationen auftreten werden.
- MISSION FREEDOM hat zwei Betroffene, die ihre Geschichte erzählen werden auf der Bühne.



Wer sonst noch so zum Netzwerk der Rettungs-Industrie dazu gehört

Mit Mission Freedom befreudet sind:




Die christlichen Vereine sind Missionierungs-Unternehmen, Geldsammelstellen und teilweise wird die "Rescue-Industry" staatlich finanziert aus den U.S.A., die weltweit diese Politk vorgeben als Teil einer imperialen Strategie:

Department of Justice Awards $9.5 Million to Combat Sex and Labor Trafficking
The US Department of Justice awards 23 grants totaling over $9 million to address US sex/labor trafficking. http://uspolitics.einnews.com/pr_ne....itizens-foreign-nationals (not available any more).


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