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Nachricht |
bettyboop
wissend


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| Sex Worker Union Organising is the first study of the emerging phenomenon of sex workers - prostitutes, exotic dancers such as lap dancers, porn models and actresses, and sex chatline workers - asserting that their economic activities are work and as such, they are entitled to workers' rights. The most developed instances of this struggle, in Australia, Britain, Canada, Germany The Netherlands, New Zealand and the US, have taken the form of unionisation. Sex Worker Union Organising analyses the basis and contexts for this struggle and assesses the opportunities and challenges facing these unionisation projects. It concludes that the most significant obstacles to the advance of these unionisation projects are the sparsity of sex worker union activists and the paucity of understanding of the sex worker discourse by sex workers and non-sex workers alike.
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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the most significant obstacles:
- sparsity of sex worker union activists // Seltenheit der Aktivisten
- paucity of understanding of the sex worker discourse // Komplexität der Debatte
Beim folgenden Link mehr zum Buch und weitere Infos
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Das Beharren der Sexworker auf "Sexwork is Work" kann auch als Psychostrategie interpretiert/kleingeredet werden:
"identity management are often used by men in the sex industry with the intent of distancing themselves from their work, [...] particularly via the attachment of certain meanings to their involvement in sex work (e.g., by framing their activities as ‘work’)."
[ANDREW MCLEAN, Gay & Lesbian Issues and Psychology Review, Vol. 8, No. 2, 2012 www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=122235#122235 ]
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| Marc of Frankfurt hat folgendes geschrieben:
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- paucity of understanding of the sex worker discourse // Komplexität der Debatte
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Hm - eigentlich ist die Debatte so einfach wie nur möglich:
Sexwork betrifft die Intimsphäre und geht somit den Staat nichts an.
Die Intimsphäre als höheres Rechtsgut deckt eventuell in ihrem Rahmen stattfindende Geldflüsse: Auch diese gehen den Staat nichts an.
Soweit die Menschenrechtslage.
Wenn ein Politiker/politisch Einfuß nehmender Beamter/Bundesrechnungshofmitarbeiter das anders sehen will und argumentiert dass die Intimsphäre durch Geldflüsse ihre Intimität verliert, dann stellt er sich auf die Stufe jener Verbrecher, die Prostituierte als Opfer wählen weil sie das "weniger schlimm" finden
Komplex wird die Debatte nur durch die Rechtfertigungsversuche dieser menschenrechtsverachtenden Akteure.
Dann wird in Deutschland "work" plötzlich zu einem Problem, weil es von Amts wegen entweder gewerbescheinpflichtig oder als Freiberuf anerkannt sein muss. Und gehirnakrobatische Klimmzüge werden notwendig um zu erklären, warum man SW schaden muss wenn man ihnen angeblich helfen will. Und warum man eine Position, in der man Schutzgelder unter dem Deckmantel der staatlichen Machtvertretung erpressen kann ganz uneigennützig anstrebt.
Die Wahrheit ist einfach - es sind die Lügen die zu immer wilderen Verstrickungen führen.
Um das Zitat gerechterweise ungekürzt zu bringen:
| bettyboop hat folgendes geschrieben:
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the paucity of understanding of the sex worker discourse by sex workers and non-sex workers alike.
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Warum sollten SW sich auch hieran beteiligen? Und auch außenstehende non-sex workers haben keinen Grund dazu ... nur in irgendeiner Weise an der Verkomplizierung des grundlegend einfachen Sachverhalts interessierte non-SW können motiviert sein die Debatte in eine Nebelbombe zu verwandeln, die die Menschenrechtsunvereinbarkeit der derzeitigen "Gesetz"gebungen verschleiert.
Aye, sex work is work, but that is an English/international word und gibt weder dem deutschen Staat das Recht entweder Gewerbeanmeldung zu verlangen oder "sozialen Unwert" zu behaupten, noch gibt es dem österreichischem Staat das Recht zu foltern (wie von der UNO-Folterkommission festgestelt und nach Jahren immer noch nicht beseitigt). Vergleiche mit früher einmal geltenden Gesundheitsüberprüfungen im Nahrungsmittel verarbeitenden Gewerbe oder mit Hygienevorschriften im sogenannten Gesundheitswesen sind ein typisches Beispiel dafür wie erst Unwahrheiten den Eindruck von Komplexität erzeugen.
So gesehen kann die Debatte nur unsinnig kompliziert werden: Die Sachlage ist klar und erfordert keine Debatte - alles was zur Debatte führt ist der Versuch zu verbergen dass hier eindeutig eine "Gewalt vor Recht" Situation vorliegt.
Und das ist auch ein Problem, das ich persönlich mit der Idee einer "Gewerkschaft" habe: In unserem Fall geht es nicht um verhandelbare Wünsche wie Tarifmantelverträge, es geht um unsere unveräußerlichen und somit unverhandelbaren Rechte. Und wenn der sogenannte Staat damit nicht leben kann, so hat er keine Daseinsberechtigung. Dem Faschismus können wir ja auch nicht zugutehalten dass er mit dem Recht auf Leben nun einmal nicht konnte - ebensowenig gibt es irgendeine Entschuldigung, warum die Demokratie mit sexueller Selbstbestimmung sich nicht abfinden müsste - oder eben illegal ist wenn sie es nicht tut.
Unter diesem Aspekt verstehe ich gut warum das Diskurs auch bei SW nur paucity of understanding vorfindet - auch ich kann nicht nachvollziehen warum wir von unserer eindeutigen Menschenrechtsposition uns verabschieden und ein gewerkschaftliches Verhandlungsdiskurs akzeptieren sollten.
Liebe Grüße, Aoife
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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ich glaube, diese menschenrechtsposition in ihrer klarheit und einfachheit zu verstehen, ist das problem.
ich hab ja auch lange benötigt, um überhaupt zu begreifen, was damit gemeint ist.
man sieht den wald vor lauter bäumen nicht.
lieben gruß, annainga
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| annainga hat folgendes geschrieben:
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ich glaube, diese menschenrechtsposition in ihrer klarheit und einfachheit zu verstehen, ist das problem.
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Danke, annainga, genau das habe ich versucht darzustellen - nicht die Sachlage an sich ist kompliziert, sondern die Tatsache dass wir auf eine ganz falsche Schiene gesetzt wurden und versuchen unter nicht zutreffenden Voraussetzungen das Ganze zu diskutieren macht es so verzwickt
Liebe Grüße, Aoife
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bettyboop
wissend


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Ich bin auch gegen eine Gewerkschaft, aber wohl für eine Kollektiven Front in Sache Sexwork..und Non-Sexworkers sind nicht nur Hausfrauen und Politiker, sondern die Leute in Sozialdiensten, Finanzämter, Arbeitsämter, Gesundheitsämter, Bauordnungsämter, ohne die wir auch nicht weiter kommen werde. Es sind 80 Millionen Menschen in Deutschland und davon sind wir Sexworker (wer es glaubt) 400.000 davon. Ohne Dialog heisst, den Kopf ins Sand zu stecken und die andere einfach machen zu lassen.
An Amnesty International kann ich mich dann schlecht wenden, wenn wir hier wie in Frankreich, das Prostitutions Verbot oder so gut wie, mit Freier bestrafung in Deutschland auch Einzug findet. Dann wandern wir alle im Untergrund, denn wenn man schon Sex nicht kaufen darf, darf es theoretisch auch keine Sexworker mehr geben.
Das International Study geht mehr um wie man sich eine Stimme schafft als Rand-Minderheit in eine Gesellschaftlich, die uns zwar brauchen aber nicht sehen und nicht hören möchten.
lg Cathy
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| bettyboop hat folgendes geschrieben:
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An Amnesty International kann ich mich dann schlecht wenden, wenn ...
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Zu Beginn unserer Menschenrechtsaktivitäten haben wir Amnesty Internatiomal Deutschland die Zusammenarbeit angeboten und bekamen signalisiert, dass man an den Menschenrechten von SW nicht interessiert ist.
Liebe Grüße, Aoife
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