Pinkstinks und die Prostitutionsdebatte

Beiträge betreffend SW im Hinblick auf Gesellschaft bzw. politische Reaktionen
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Melanie_NRW
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Pinkstinks und die Prostitutionsdebatte

#1

Beitrag von Melanie_NRW » 2017-03-05, 22:23

20. Februar 2017

Liebe Menschen,­­­

wenn wir einen langen Artikel über uns im Handelsblatt p­­osten und in jenem im Nebensatz vorkommt, dass wir „nicht für das Sexkaufverbot“ sind, kann man davon ausgehen, dass es bei uns auf Facebook wild wird. Diese vier Wörter lösen eine wilde Diskussion über die Grundsatzfrage aus, ob wir bei Pinkstinks überhaupt Feminist*innen sind – auch, wenn der Artikel selbst unser Wirken gegen Sexismus lobt.

Wir haben uns einmal (2013) zum Sexkaufverbot positioniert – nicht, weil es unser Kernthema ist oder wir darin aktivistisch oder politisch unterwegs sind, sondern weil uns die unglaubliche Brutalität der Debatte provozierte und wir den großen Wunsch hatten, diese Brutalität zu benennen. Es folgten Hass-Attacken aus dem Netz, einige Großspenden wurden eingestellt und man schrieb uns Drohbriefe. Diese Angriffe haben uns nicht dazu gebracht, unseren Post aus dem Netz zu nehmen. Wir haben die freundlichere Kritik mit Aufmerksamkeit gelesen, recherchiert, diskutiert, das Thema von allen Seiten angeschaut und kommen immer wieder auf das gleiche Ergebnis. Das ist alles.

Die Angriffe hören aber nicht auf. Die Wut auf uns scheint bei diesem Thema riesig: Dabei ist es nur eine Meinung, die sich auf andere Analysen stützt als die der Abolutionistinnen. Wollen tun wir alle das Gleiche: Frauen schützen. Nur sehen wir verschiedene Wege dafür als richtig an. Die Kritik klingt anders: Wir persönlich wären Schuld am Menschenhandel in Deutschland.

weiterlesen auf

https://pinkstinks.de/pinkstinks-und-di ... nsdebatte/
Ein Freund meinte, ich hätte Wahnvorstellungen. Da wäre ich fast von meinem Einhorn gefallen!

*****
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#2

Beitrag von friederike » 2017-03-05, 22:41

Guter Artikel, danke!

Doris67
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#3

Beitrag von Doris67 » 2017-03-09, 13:35

Tja, so ist das, wenn die Hurenfeinde/-innen ihre "Rettungs"subventionen in Frage gestellt sehen.

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#4

Beitrag von Flocke » 2017-03-09, 18:55

Ich habe in den Kommentaren u. A. mal wieder den Verweis auf Bettina Flitner gelesen, die EMMA-Fotografin, die Sexworkerinnen in einem Bordell als "nackte Untote" beschrieben hat. Wo bleibt eigentlich da der Aufschrei? Eine absolut beleidigende Bezeichnung, aber unsere selbsternannten RetterInnen nehmen sich das einfach mal raus.

Ich bewundere sehr, wenn AutorInnen in ihren Antworten auf dumm-kritische Kommentare so ruhig bleiben und sachlich antworten. Ein Grund, wieso ich mich selten persönlich an solchen Debatten beteilige, ist, dass es mich danach stundenlang aufregt und "verfolgt". Es tut mir einfach nicht gut bzw. greift mich innerlich zu sehr an.

Umso dankbarer bin ich Menschen wie Friederike, Carmen (Courtisane) und einigen anderen, deren Namen mir gerade nicht einfallen, für das große Engagement in diesem Bereich. Wollte ich an dieser Stelle mal sagen!

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#5

Beitrag von friederike » 2017-03-10, 00:17

:002

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