Lokalnachrichten: Berlin

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Ursa Minor
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RE: Lokalnachrichten: Berlin

Beitrag von Ursa Minor » 2017-05-03, 17:38

Ist hier leider nicht anders. Die Wohnungsprostitution hat es sehr schwierig!
Für Frauen die Selbstbestimmt und diskret arbeiten wollen sind die Hürden sehr hoch. Auch wenn mit Arbeitsbewilligung alles in Ordnung ist, fast alle Vermieter möglicher Locations sperren sich. Geht in die Richtung offensichtlicher Puffbetrieb mit hohen Wochenmieten für die Anbieterinnen und wird angeschoben ins Industriequartier.

Kasharius
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Beitrag von Kasharius » 2017-07-16, 10:59

Ein neuer Beitrag zur möglichen Verdrängung des Strassenstrichs auf der Kurfürstenstr. in Berlin-Schöneberg

https://www.rbb-online.de/wirtschaft/th ... trich.html

Kasharius grüßt

Boris Büche
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RE: Lokalnachrichten: Berlin

Beitrag von Boris Büche » 2017-07-23, 11:25

Querverweis wegen Berlin-Bezug auf:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 912#154912

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RE: Lokalnachrichten: Berlin

Beitrag von Boris Büche » 2017-08-05, 08:54

Bezirksbürgermeister fordert Verbot von Straßenprostitution in ganz Berlin

RBB / 04.08.17 | 17:44 Uhr

Angesichts zunehmender Probleme rund um den Straßenstrich in der Berliner Kurfürstenstraße will der Bürgermeister des
Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), die Straßenprostitution in Berlin verbieten lassen.
Zu dieser Maßnahme sehe er keine Alternative, sagte er am Freitag. Der Bezirk allein könne kein Sperrgebiet ausrufen.
Außerdem würde eine solche Maßnahme das Problem ohnehin nur örtlich verlagern. Für ein Verbot brauche er die anderen
Bezirke und den Senat, sagte von Dassel weiter. "Ich will die Politik dazu zwingen, Farbe zu bekennen."



https://www.rbb-online.de/politik/beitr ... -verb.html

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Beitrag von Doris67 » 2017-08-05, 10:29

Erst künstlich Probleme schaffen (z.B. durch Gentryfizierung), und diese dann als Vorwand zur Prohibition von Sexarbeit benutzen. Klassischer Reglementarismus.

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Beitrag von Kasharius » 2017-08-14, 11:11

Ja und man Bedenke: Die Forderung stammt von einem GRÜNEM Bezirksbürgermeister - erbärmlich...

Kasharius grüßt

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RE: Lokalnachrichten: Berlin

Beitrag von Adultus-IT » 2018-02-28, 21:35

Ich lasse das mal unkommentiert.

Ein neuer Bericht im Inforadio Berlin... aber das Problem ist immer noch das alte.

Da der direkte Link nicht im Frame abrufbar ist, den Inhalt... per Klick auf der Folgeseite... in einem neuen Fenster öffnen....

HIER ANSEHEN / ANHÖREN

...oder den Link (ohne " ") kopieren und in die Browserzeile einpflegen.

""

Gruss
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Telefonmehrwertdienste Bereich Erotik (Telefonerotik/Hotline/Anbieter/Agenturen)
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Ursa Minor
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Re: Lokalnachrichten: Berlin

Beitrag von Ursa Minor » 2018-06-10, 11:03

08.06.2018 von Henri Kramer

Prostitution in Potsdam
Recherchen im horizontalen Gewerbe

Das neue Prostituiertenschutzgesetz des Bundes stellt das Potsdamer Ordnungsamt vor völlig neue Aufgaben: Einige Mitarbeiter müssen nun im Rotlicht-Milieu recherchieren. Das sorgt für Diskussion.

Potsdam - Das neue Prostituiertenschutzgesetz des Bundes stellt das Potsdamer Ordnungsamt vor völlig neue Aufgaben – einige Mitarbeiter müssen im Rotlicht-Milieu recherchieren. „Wir prüfen derzeit einschlägige Anzeigen in Zeitungen und im Internet“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow auf PNN-Anfrage. Es gehe darum zu kontrollieren, ob sich Prostituierte – wie gesetzlich vorgeschrieben – angemeldet haben und ihre für das horizontale Gewerbe genutzten Wohnungen genehmigt sind.

Es ist unklar, wie viele Prostituierte es überhaupt in der Landeshauptstadt gibt. So geht der Verein „In Via Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin e.V.“ davon aus, dass mehr als 400 Prostituierte in Potsdam tätig sind. „Unsere Schätzungen beruhen auf langjährigen Erfahrungen aus der Arbeit in diesem Bereich“, hieß es dazu auf Anfrage.

Die Stadtverwaltung hat hingegen derzeit nur 14 Frauen eine Bescheinigung nach dem schon vielfach als zu bürokratisch kritisiertem Prostituiertenschutzgesetz ausgestellt. Zudem gebe es aber auch Frauen, die zwar ihre Dienste in Potsdam anbieten, aber in anderen Städten gemeldet seien. Zudem sei offiziell eine Wohnung als Terminwohnung für Prostituierte angemeldet worden. Man fordere im Rahmen einer solchen „Zuverlässigkeitsprüfung“ ein Führungszeugnis des Antragstellers sowie eine Stellungnahme der Polizei, „ob die jeweilige Person geeignet ist, eine Prostitutionsstätte zu betreiben“, sagte Brunzlow. Laut dem Bundesgesetz ist zum Beispiel nicht geeignet, wer innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Antragstellung wegen einer Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder wegen Erpressung verurteilt worden ist.
Gebühren für Bordelle und Terminwohnungen

Der Antrag und die Genehmigung als Prostituierte zu arbeiten sowie die gesundheitlichen Beratungen sind laut Brunzlow kostenlos. Gebühren entstehen aber den Betreibern von bislang in Potsdam nicht ansässigen Bordellen oder eben Terminwohnungen, die einen Antrag stellen und ein Betriebskonzept einreichen müssen. Diese Genehmigung soll bis zu 530,12 Euro kosten, so Brunzlow.

Eine entsprechende Satzung sollte am Mittwoch auch in der Stadtverordnetenversammlung kurzfristig beschlossen werden. Doch daraus wurde nichts. So sagte Grünen-Fraktionschef Peter Schüler, er werde nach den negativen Erfahrungen mit der Satzung über die zu hoch angesetzten Kitagebühren keiner weiteren Beitragstabelle zustimmen, die er nicht ordentlich kontrolliert habe. Die Grünen-Bildungsexpertin Ingeborg Naundorf bezeichnete die Kalkulation gar als „Lachnummer“. So seien für die sogenannte „Zuverlässigkeitsprüfung“ im Rathaus 20 Minuten Prüfzeit kalkuliert – die Frage sei, was da geprüft würde.

Das wiederum brachte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) in Rage, der von einer „würdelosen Diskussion“ sprach und auf die aus seiner Sicht „überforderten Stadtverordneten“ schimpfte – was Peter Schüler energisch zurückwies: Überfordert wirke die Verwaltung, die solche Vorlagen zu spät vorlege, um sie diskutieren zu können. So wurde die Satzung zunächst in die Fachausschüsse überwiesen und kann nun erst im September beschlossen werden. Bis dahin kann die Stadt keine Gebühren für das älteste Gewerbe der Welt erheben.

http://www.pnn.de/potsdam/1291280/

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