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 Marc of Frankfurt Marc of Frankfurt setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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Ich bin...: SexarbeiterIn
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BeitragVerfasst: 2007-02-14, 17:44  Beitrag #1/264     Titel:  Callboy Connection FFM  Nach untenNach oben

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sexworker.at/callboy






1991 fand im deutschsprachigen Raum der erste Hurenkongress in Frankfurt am Main statt. Dort gab es auch eine Session "boys-only". Aus dieser Veranstaltung hat sich die Callboy Connection FFM entwickelt.

Wir sind ein lockeres Internet-vernetztes Netzwerk von unabhängig arbeitenden männlichen Escorts.

Callboy Connection FFM, c/o KISS der Frankfurter AIDS-Hilfe e.V., Alte Gasse 32 HH, D-60313 Frankfurt am Main, Germany





Aktivitäten:

- Ansprechpartner für Medienanfragen
- Peercounselling und Einstiegsberatung für Kollegen
- Gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit
- Vernetzung mit der Hurenbewegung international und national
- Vernetzung mit Prostituiertenhilfseinrichtungen lokal
- Stammtisch und individuelle Freizeitgestalltung
- Politische Aktivitäten, Vorträge, Mitwirkung bei Infoständen und Podiumsdiskussionen
- Gemeinsame Verbrauchsmaterialeinkäufe
- Fun





Veröffentlichungen:

Info Quicky I und II
Kleinanzeigen und Verzeichniseinträge





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Verfasst: 2007-02-14, 17:44  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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 Marc of Frankfurt Marc of Frankfurt setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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Ich bin...: SexarbeiterIn
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BeitragVerfasst: 2007-03-04, 01:42  Beitrag #2/264     Titel:  News und Links für Callboys  Nach untenNach oben

Zur Situation der Callboys in der deutschen Hauptstadt

und die Partnerprojekte Querstrich und Subway in Berlin:






Arm aber sexy

Immer mehr Schwule verkaufen sich, um ihre Miete und ihre Träume bezahlen zu können

Text: Martin Reichert - Fotos: Ralf Rühmeier

Auf dem Klingelschild steht in schwarzen Buchstaben auf glänzendem Messing "Dr. phil. Dannenberg". Ein akademischer Grad ist hier im bürgerlich-vornehmen Berlin-Dahlem nichts Ungewöhnliches, man zeigt gerne, was man darstellt. Vier Treppen weiter oberhalb öffnet Dr. Dannenberg die Tür zu seiner Altbauwohnung und bietet einen Platz auf dem schwarzen Designer-Sofa an, das auf das Angenehmste mit den wertvollen Antiquit äten korrespondiert – beruhigend tickt im Hintergrund eine Wanduhr aus der Gründerzeit.

6.000 bis 7.000 Euro hat Dr. Dannenberg sich während des Studiums durch gelegentliche Prostitution dazuverdient, er hat über alles genau Buch geführt, für sich selbst und nicht für das Finanzamt. Sein guter Geschmack kostet gutes Geld, doch jetzt hat er einen gut dotierten Job im politischen Bereich. Dr. Dannenbergs Augen wirken klein und pr üfend hinter den Gläsern seiner geschmackvollen Brille. Unter seinem weißen T-Shirt wölbt sich dezent die wohlgeformte Brustmuskulatur.

Der erste "Kunde" hatte ihn im Gaychat angesprochen, viele Freier sind dort auf der Suche nach "unverbrauchtem" Material, nach Dienstleistern, die ihnen attraktiv erscheinen, weil sie keine Professionellen sind. Im Chat hatte er sich schon öfters mit Männern verabredet, um seiner Lieblingsfantasie freien Lauf zu lassen: "Ich mochte es schon immer, wenn mir jemand einen geblasen hat und schluckte. Plötzlich hat mir einer Geld dafür geboten und ich dachte: Warum eigentlich nicht?"

Der Schritt von der Promiskuität zur Prostitution ist eben nicht sehr groß: Sex mit fremden Menschen ohne Worte, Sex mit fremden Menschen mit Geld. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass man sich auf die W ünsche des Kunden einstellen muss. Das erste Mal ging bei Dr. Dannenberg noch schief, ausgerechnet die sch öne Wanduhr war schuld. Der Kunde reagierte verstört auf die gepflegte Atmosphäre der Wohnung, "er hatte wohl mit verspiegelten Wänden und Rotlicht gerechnet".

Der Freier muss sehr unerfahren gewesen sein, denn der größte Teil der mann-männlichen Prostitution in Berlin (und nicht nur hier) beruht auf Nebenerwerblern, die verspiegelte Wände eher degoutant finden. Der Sozialpädagoge Ralf Rötten vom Projekt Querstrich, angesiedelt bei der Stricher-Einrichtung Subway, schätzt den Anteil der Amateure in Berlin auf 90 Prozent. Seit einigen Jahren steige die Zahl der Gelegenheitsprostituierten in Berlin erheblich (siehe auch Interview s.u.).

Anschaffen gehen schwule Männer, die noch in der Ausbildung sind oder vorübergehend von Sozialleistungen leben, die Schulden abbauen oder deren Einkommen schlicht nicht reicht, um sich Markenklamotten, schicke M öbel oder Reisen leisten zu können. Mag auch die offizielle Wahrnehmung von professionellen "Callboys" auf der einen Seite und sozial randständigen "Strichern" (Migrationshintergrund, Drogenprobleme) bestimmt sein, das älteste Gewerbe der Welt wird längst mehrheitlich von "Sexarbeitern" bestritten, die weder als solche identifiziert werden noch sich selbst mit dieser von ihnen ausge übten Tätigkeit identifizieren. Mittelstands-Homos, die versuchen, irgendwie durchzukommen, und sich wie so viele in der Stadt notgedrungen mit dem Slogan ihres B ürgermeisters identifizieren: Arm, aber sexy.

Internet und Flatrate haben den Boom der Gelegenheitsprostitution zusätzlich befördert. Ein Profil ein- und auszuschalten ist leicht, eine Anzeige in einer Zeitung zu schalten oder sich gar in Bars auf Kundenfang zu begeben wäre viel aufwändiger. Das würde auch ein viel stärkeres Bewusstsein erfordern. Für den Schritt, den man sich entschlossen hat zu tun.

Die Amateure halten sich den Rückweg stets offen. Ist das Profil deaktiviert, ist man ruck, zuck wieder Student oder Kellner. Kein "Abrutschen" ins Milieu, kein "Drogenstrich", keine "Halbwelt". Wenn es gut läuft, kommt schnell einiges zusammen – alles schwarz und bar auf die Kralle. Keine Umsatzsteuer, keine Quittungen – ein Job, mit dem sich ohne allzu großen Aufwand Geld machen lässt. Und das Leben in Berlin ist härter geworden: Die Kosten steigen, die Löhne bleiben konstant, man hat einfach weniger Geld in der Tasche, nicht nur gefühlt.

Darüber hinaus erfüllt sich für einige Teilzeit-Gigolos sogar eine sexuelle Fantasie: Der Narzissmus wird bedient, indem Männer für die Schönheit des eigenen Körpers bezahlen – und in der dialektischen Konsequenz erfolgt die ersehnte Bestrafung durch Erniedrigung: "Das Geld ist ein Machtmittel, damit ich hinhalten muss. Die Bestrafung für mein Schwulsein, dafür dass ich so verkommen bin", beichtet ein anonymer homo.de-Anbieter per Mail. Zu einem Gespräch möchte er sich nicht treffen.

Die "Heile Welt" in Schöneberg platzt mal wieder aus allen Nähten, es tummeln sich die jungen und noch gerade so jung gebliebenen Szene-Homos mit Schmierfrisur, schicken Sneakers und Wurstpellen-Shirts. Stefan ist einer von ihnen, 35 Jahre alt, gut aussehend, selbstbewusst auftretend. Dennoch spricht er nur direkt ins Ohr, damit man am Nebentisch nichts verstehen kann. Obwohl es mancher hier im Raum vielleicht sogar "cool" fände, einen wie ihn abzukriegen, eine richtige Trophäe: Sex mit einem Escort, ohne bezahlen zu müssen. Fast so gut wie mit einem Pornostar. Aber so sicher kann man sich da nicht sein. Stefan, der studierte Jurist, weiß sich gewählt auszudrücken, blickt reflektiert auf sein Tun. Er hat einen Traum und würde alles machen, um diesen Traum zu verwirklichen: erfolgreich sein, Geld haben, es schaffen in der Welt der Medien, der Bedeutenden, der Glitzernden und Mächtigen. Alles möchte er sein, nur nicht ein langweiliger Assessor in einer Kanzlei. Für seinen Traum hat er einen ziemlich großen Schuldenberg angehäuft, doch Stefan ist sich sicher, dass es klappen wird.

Er ist schon ganz dicht dran, doch die Miete muss schließlich auch bezahlt werden: "Ich war pleite und habe mir überlegt: Was tut mir nicht weh? Wie kann ich meinen Ekel überwinden? Und was macht mir selbst Spaß?" Er ging online und bot, zunächst über homo.de, Spezialleistungen an, Erniedrigung, Rollenspiele, Natursekt. Und es funktionierte, besonders in den ersten zwei Monaten, als er neu am Markt war. "Das Problem ist, dass man eigentlich eine Sekretärin braucht. Die Kunden melden sich, und dann muss man seine Termine ihren Bedürfnissen anpassen. Wenn ich eine Natursekt-Session mache, muss ich zum Beispiel anderthalb Stunden vorher Unmengen Flüssigkeit zu mir nehmen, und die Kunden müssen dann auch pünktlich kommen, sonst platzt mir die Blase. Alles gar nicht so einfach zu organisieren, besonders, wenn man in einer Partnerschaft lebt."

Stefans Freund soll nichts von alldem wissen: "Menschen, die viel wissen, sind unglücklicher. Und dieser Teil meiner Persönlichkeit hat nichts mit meiner Beziehung zu tun." Von seinem Freund möchte Stefan vor allem Zärtlichkeit, Geborgenheit – auf Fetisch-Sex steht sein Lover nicht. "Ich hatte schon immer viel Sex mit anderen Männern, an Treue glaube ich sowieso nicht." Seit einem Dreivierteljahr verdient er sich auf diesem Weg die Miete, im Schnitt kommen so 300 bis 400 Euro im Monat rein. Wenn andere Auftr äge anstehen oder er zu viele Termine hat, schaltet er sein Profil ab. Stefan sagt, dass er sich gut dabei fühlt: "Ich bin immer der besser Aussehende, die anderen müssen dafür bezahlen, dass sie mit mir in die Kiste dürfen. Mein Selbstbewusstsein wird eher auf- als abgewertet: Die Typen finden mich toll, die fragen auch als Erstes immer, was ich mache. Denen ist v öllig klar, dass jemand wie ich so was nur nebenher macht." Respektlos findet er nur, wenn die Freier handeln wollen: "Das sind dann genau die Typen, die im KaDeWe ohne mit der Wimper zu zucken 20 Euro für ein Kilo Rindfleisch zahlen."





Verheiratete Männer aus Brandenburg, Manager und Banker aus Berlin, Chefredakteure, Schauspieler bilden seine Kundschaft: Es ist Stefan wichtig, die Wichtigkeit und Bedeutung seiner Kunden aufzulisten, mit denen er "ein Geheimnis" teilt. Denn eigentlich ist er wie sie, ist einer von ihnen. Bald. Er weiß, wie man Menschen beeindrucken kann, mit Geld und schönen Dingen. "Ich schalte den Blendfaktor aus, reduziere die Menschen auf das, was sie eigentlich sind. Menschen sind mir nicht fremd, ich kann sie steuern und dirigieren. Ich mag sie aber nicht besonders, eben weil sie so sind, wie sie sind."

Stefan kann keinen großen Unterschied erkennen zwischen einem Kellner-Job und dem, was er tut: "Es ist eine Dienstleistung wie jede andere auch – nur, dass ich in weniger Zeit viel mehr Geld erwirtschaften kann. Erniedrigen muss man sich doch so oder so, alle verkaufen sich letztendlich. So ist das halt, ich lasse mich ja auch gerne anl ügen, wenn es auf nette Art geschieht." Muss man sich auch mal nett in die eigene Tasche lügen?

"Selbstverständlich", sagt er und verschwindet in die regennasse Berliner Nacht.

Durch die riesigen Fenster des Café Orange kann man gut auf die Oranienburger Straße in Berlin- Mitte blicken, Arbeitsplatz zahlloser "Bordsteinschwalben", Frauen im Skihäschen-Outfit, die es für Geld machen. "Na ja, die haben ja meistens einen Zuhälter, von dem sie eingekleidet werden. Ich arbeite ja für mich, und die Kunden suche ich mir auch aus. Ich kann gar nicht mit jedem." So spricht Kevin, Anfang zwanzig, ein hübscher Berlin-Mitte-Boy. "Ich habe eine Festanstellung, und trotzdem hat irgendwann das Geld zum Ausgehen nicht mehr gereicht.

Geht doch vielen so. Man arbeitet und das Geld reicht hinten und vorne nicht. Neulich habe ich in einer Gruppe einfach mal gesagt, was ich mache. Drei von fünfen fingen an zu lachen und gestanden: Ich mache es auch." Es sei für ihn kein großer Unterschied zwischen einer Nacht im Darkroom und einem Cash-Date: Nun trifft er sich eben mit ungeouteten Bankern, Schwulen mittleren Alters, das Geld wird hinterher kassiert, auch damit er sich nicht unn ötig unter Druck fühlt. "Man unterhält sich ein bisschen, ist nett zueinander und hat Sex. Also, eine Depression hatte ich hinterher noch nie, ich mache das ja auch, weil es mir Spaß macht."

Bis er 25 ist, will Kevin einfach nur leben, dann möchte er wieder in seinem erlernten Beruf als Industriekaufmann arbeiten. Die "Szene" hat er eigentlich jetzt schon satt: "Alle sind auf irgendeiner Droge. Mittlerweile gehen wir des Öfteren hetero aus, das ist mal eine Abwechslung." Er versteht auch nicht, warum so viele gut aussehende Schwule lieber für Sex bezahlen, anstatt ihn sich selbst zu organisieren, warum so viele unsafen Sex wollen, obwohl die Infektionsraten explodieren. Einen Freund hat er nicht, "ich bin kein Beziehungsmensch". Die Szene, das sind immer die anderen.

"So ist das halt" ist der Satz, der immer fällt im Gespräch mit Gelegenheitsprostituierten. Dieses Mal wird die Erklärung für alles vom Teppich eines Hörsaals der FU Berlin geschluckt. Alexej ist 22, studiert Skandinavistik und ist Stipendiat einer angesehenen Stiftung. Er kommt aus der Ukraine, hat in Deutschland sein Coming-out gehabt und wird es einmal weit bringen. Den Job macht er nur, um die Schulden aus dem Grundstudium zur ückzuzahlen, bei seinem momentanen Verdienst hat er es bereits in drei bis vier Monaten geschafft. "Natürlich gibt es manchmal auch Arschlöcher unter den Kunden, aber ich ziehe es dann trotzdem durch. Als ich hinter dem Tresen gearbeitet habe, konnte ich ja auch nicht einfach nach Hause gehen, wenn mir einer dumm kam. "Alles, was er erzählt, hat man schon gehört, „so ist das halt". Ob man ihn mit dem Auto zu Ikea mitnehmen könne? "Cool, das würde ich auch gerne machen: Mit dem Auto zur Uni fahren", sagt er. Was er bei Ikea will? "Ich möchte die schönen Möbel nicht nur im Katalog anschauen, sondern sie auch anfassen, bevor ich sie kaufe." So ist das halt.

Dr. Dannenberg hat es mittlerweile "irgendwie" geschafft, hat seinen Platz in der geregelten Arbeitswelt gefunden. Heute könnte er sich nicht mehr vorstellen, diesen Job zu machen, nicht nur, weil er sich mit seinen 33 Jahren zu alt dafür fühlt.

"Ich habe damit aufgehört, weil es auch nicht mehr ging: Der Ekel wuchs, es wurde immer schwieriger, eine Erektion zu bekommen – der schwierigste Teil der Tätigkeit. Aber am schlimmsten war die wachsende Verachtung, die ich für Menschen empfand." Er erzählt von dem 70-Jährigen mit halbseitiger Lähmung, dem während des Verkehrs Wasser aus der Nase und in seinen Mund tropfte, von dem Österreicher mit der grotesk hässlichen Warze. Ausnahmen, sagt er, die meisten seiner Freier seien keine Schreckgestalten gewesen. Ganz normale Schwule um die 40, ein bisschen kräftiger, ein bisschen behaarter. Manche durchaus attraktiv, die meisten im Durchschnitt "nicht mehr begehrt" oder in einer Partnerschaft, in der Sex schon lange nicht mehr stattfindet. Schwule, die lieber gleich bezahlen, um zu bekommen, was sie wollen, anstatt Stunde um Stunde mit aufwändigem Cruising in der Szene zu verbringen – und vielleicht am Ende leer auszugehen. Auch Schwule, die sich Sex mit Gleichaltrigen nicht vorstellen können.

"Die erschreckendste Erfahrung war, dass diese Menschen eigentlich gar keinen Sex wollten, sondern Nähe, Anerkennung. Wie leicht es denen gefallen ist, eine Beziehung zu mir aufzubauen. Viele waren dann überrascht, wenn sie beim nächsten Mal wieder zahlen sollten. Sie haben einen One-Night-Stand mit einer Cash-Situation verwechselt, weil sie es wollten. Dabei habe ich ihnen für ihr Geld nur vorgegaukelt, dass ich sie begehrenswert finde."

Dr. Dannenberg hat auch vor dieser Erfahrung nicht an die Liebe geglaubt, sagt er, "Kerzen anzünden und so, alles Quatsch", seine Sicht auf die Menschheit habe sich nur bestätigt. "Ich glaube nicht an eine schwule Partnerschaft; sich für Sex bezahlen zu lassen, ist nur die höchste Konsequenz dessen, was diese ganzen verkommenen kleinen Jungs aus der Busche erleben. Mir soll auch keiner was von Moral erz ählen." Erst recht nicht jener Freund, der sich von ihm abwandte, nachdem Dr. Dannenberg ihm von seinem Job erz ählt hatte. Der Freund fand ihn "zu abgebrüht". Ihn? Der nur getan hat, was andere wollten? Zu diesem Thema fallen Dr. Dannenberg als Erstes die Verheirateten ein, die geradezu notorisch nach unsafem Sex verlangen, während Mutti zu Hause mit dem Essen wartet.

Es ist plötzlich sehr kalt in der schönen Wohnung, gefühlt unter null, und die Frage wirkt in dieser Situation so unpassend wie fast zwingend: "Wann haben Sie das letzte Mal geweint?" Dr. Dannenberg antwortet sofort und bereitwillig, fast meint man, er hätte auf diese Frage nur gewartet: "Als ich letztes Mal meine Schwester besucht habe. Sie hat drei Kinder, einen Mann, einen Hund. Ich hatte überlegt, bei ihr und der Familie zu bleiben, mich mit um die Erziehung der Kinder zu k ümmern. Doch das ging nicht, weil ich dann doch einen Job in Berlin gefunden habe." Er hat um sich selbst geweint, weil er findet, dass "jede Beziehung, die nicht in einen größeren sozialen Rahmen eingebettet ist, Betrug ist". Schwul sein und das nicht gut so finden – weil ein Leben ohne Familie und Kinder sinnlos sei: "Man darf sich nichts vormachen. Schwule werden alt und dann sind sie allein und unglücklich. So ist das nun mal."

Alle Namen sind geändert.
Quelle: siegessaeule.de





"Anschaffen ist chic"

Der Sozialpädagoge Ralf Rötten arbeitet als Berater beim Callboy-Projekt Querstrich

Ein Witz geht um in der Berliner Szene: Treffen sich zwei Schwule zum Sex – und streiten sich hinterher, wer nun bezahlen muss.

Es stimmt schon, die sogenannte Gelegenheitsprostitution hat in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen.
Wie kommt das?

Zum einen haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen ganz einfach verschlechtert. Die Armut ist l ängst auch in der schwulen Mittelschicht angekommen. Zum anderen hat das auch etwas mit der allgemeinen Enttabuisierung von Homosexualit ät zu tun.

Die Zunahme der Prostitution ist ein Fortschritt?!
Nein, aber es gilt bei einigen in der Szene mittlerweile als chic, anschaffen zu gehen, so nach dem Motto "Wenn ich nicht begehrenswert wäre, würde mich ja niemand bezahlen". Das ist gut fürs Ego.

Welche Probleme haben die Callboys, die Ihre Beratung in Anspruch nehmen? Die meisten Anrufer haben Angst davor, entdeckt zu werden. Sie führen ein Doppelleben.
Sie finden also ihren Job doch nicht so chic?

Bei einigen von ihnen weiß zum Beispiel der Partner nicht, womit der Freund seine Miete verdient. Außerdem handelt es sich ja überwiegend um Schwarzarbeit – ich hatte auch schon Fälle, bei denen der Arbeitgeber von der unerlaubten Nebentätigkeit seines Angestellten erfuhr und Ärger machte. Mit Angst vor Diskriminierung hat das weniger zu tun, mehr mit Gefährdung eigener Interessen.

Warum fällt es Schwulen so leicht, für Sex Geld zu nehmen? Ist es nur ein kleiner Schritt von der Promiskuität zur Prostitution?
Nun, einen Unterschied gibt es da ja schon. Anders als der Promiske muss sich der Prostituierte schlie ßlich vorrangig um die Bedürfnisse seines Kunden kümmern. Aber natürlich stehen einige auch auf das, was sie tun. Ich kenne sogar jemanden, der eine Dauerlatte bekommt, wenn ihm jemand einen Hunderter auf den Tisch legt – er ist Preuße und es reizt ihn dann, seine Pflicht erfüllen zu müssen. Aber für die meisten ist es einfach nur ein Job, bei dem man mit einem erträglichen Maß an Aufwand einen guten Nebenverdienst erwirtschaften kann.

www.querstrich.de
beratung@querstrich.de, Tel. 21 75 60 48 (Dienstag 14–17 Uhr)





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BeitragVerfasst: 2007-03-04, 18:43  Beitrag #3/264     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Eine interessante Seite aus good old Austria:

http://www.gaycopsaustria.at/gewalt.php

L.G.
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BeitragVerfasst: 2007-04-11, 01:41  Beitrag #4/264     Titel:  Stricherprojekte sind am weitesten institutionalisiert  Nach untenNach oben

Zur Lage der präkarisierten männlichen Sexdienstleister

Information und Jahresberichte auf den

Homepages der deutschsprachigen Stricherprojekte






Reiseplan:

New York
www.hookOnline.org (leider eingestellt)

London
Terrence Higgins Trust
www.sw5.info
www.sohoboyz.org.uk

Amsterdam
www.amoc-dhv.org
www.info4escorts.nl

Brüssel
www.adzon.be

Hamburg
www.basis-projekt.de | www.basis-ev.org | www.basisundwoge.de | Jahresberichte

Berlin
www.subway-berlin.de | www.subway-berlin.org | www.querstrich.de | Jahresberichte

Essen
www.nachtfalke-ruhr.de

Köln
www.looks-ev.org

Frankfurt
www.kiss-ffm.de | KISS | KISS | Jahresbericht
Callboy Connection FFM - est. 1991 (diese Seite)

Stuttgart
Cafe Strich-punkt
www.verein-jugendliche.de

München
www.marikas.de | Jahresberichte

Genf
www.maleSexwork.net

Zürich
Projekt Hermann
www.maleSexwork.ch

Wien
?

Prag
www.sance.info

...



Pride and Unity with Male Prostitutes (PUMP)
Wellington, Neuseeland
(Liegt zwar auf der anderen Seite der Welt, .NZ hat aber die fortschrittlichste Prostitutionsgesetzgebung)
New Zealand Prostitute Collective
www.nzpc.org.nz





European Network Male Prostitution
www.enmp.org und Nachfolgeprojekt: www.correlation-net.org

Arbeitskreis der deutschsprachigen Stricherprojekte (AKSD):
www.de.wikipedia.org/wiki/AKSD

AKSD LEITLINIEN: Leitlinien der gemeinsmanen Arbeit für Stricher

ENMP MANUAL: Tips, Tricks and Models of Good Practice for Service Providers Considering, Planing or Implementing Services for Male Sex Workers

Gemeinsame Online-Beratungsplattform professioneller Sozialarbeiter bei beranet.de:
www.info4escorts.de





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BeitragVerfasst: 2007-04-16, 13:38  Beitrag #5/264     Titel:  Callboy bekommt Bürgerpreis  Nach untenNach oben

Callboy Mike Jones wird ausgezeichnet





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Callboy mit Gewissen: Mike Jones


Ein Callboy wird geehrt:




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Freier mit doppelter Moral: evangelikaler Priester Ted Haggard





InfoMail PROstitution berichtete seinerzeit über den Skandal

Ausgabe 17 - 14 Nov 06

Colorado Springs/Denver, USA: Leitender evangelikaler Kirchenführer und Präsidentenberater gab zu einen Mann für Sex gemietet zu haben:

http://www.welt.de/data/2006/11/04/1097964.html

http://www.welt.de/data/2006/11/06/1101793.html

http://www.cnn.com/2006/US/11/05/haggard.allegations

Callboy Mike Jones outet seinen Kunden Ted Haggard, weil er wütend darüber ist, daß dieser öffentlich heuchlerisch gegen homosexuelle Partnerschaft und schwulen Sex predigt.




SEXWORKER.AT interner Querverweis:
Noch mehr intime Einblicke in Callboy-Karrieren
(sexworker-only, Anonym anmelden auf der Portalseite)





Nachträge Juni 2010:
Mike Jones über sein Buch" I had to say something":
http://www.youtube.com/watch?v=Vapt8xp1IhA

Ted Haggard gründet eine neue Kirche wo auch Schwule kommen dürfen, aber nicht zum heiraten:
http://tpmlivewire.talkingpointsmem....marriages-not-so-much.php
http://www.youtube.com/watch?v=zlIIhNwsEaQ





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BeitragVerfasst: 2007-04-20, 13:24  Beitrag #6/264     Titel:  Soziologie der m2m Prostitutions Karriere  Nach untenNach oben

Ein 1-A Aufsatz über mann-männliche Prostitution:

  • Eine soziologische Anal-yse statt medial aufbereiteter Klitschees.
  • Eine Dekonstruktion von Hypothesen statt eine Wiederholung von Stereotypologien.


von Prof. Dr. Rüdiger Lautmann, Univerität Hamburg/Bremen
Jubiläumsvortrag vom 11. 10. 2002


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Image "Arbeiten auf dem Männerstrich - Stationen einer Karriere" (10 Seiten/ 50 KB)







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BeitragVerfasst: 2007-05-18, 00:52  Beitrag #7/264     Titel:  Sex Geld Internet  Nach untenNach oben

Zum obigen Titelthema der Siegessäule:

TV ARD Polylux 1.: Boombranche Callboys

polylog.tv


Gründe

  • Bereiche der Mittelschicht verarmen in der durch die Globalisierung bedingten Rezession bei uns.
  • Internettechnologie vereinfacht das diskrete Marketing und sexuelle Dating.
  • Liberalisierung des Sexuellen und sexualisierung des Alltäglichen senkt auch die Tabuschranke hin zur Prostitution




TV ARD Polylux 2.: Gay-SM in der Online-Welt Secondlife

Hat schon jemand Prostitutionserfahrung/Erfahrungen in Sachen SexBiz in der virtuellen Welt gesammelt?





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BeitragVerfasst: 2007-08-09, 10:54  Beitrag #8/264     Titel:  Gigolos im Ausbildungsbetrieb  Nach untenNach oben

Callboys für Frauen:

Dokumentation über Japans Hosts



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Host bar, Tokyo.


Welcome to The Great Happiness Space: Rakkyo Café. The club's owner, Issei (22), has a staff of twenty boys all under his training to become the top escorts of Osaka's underground love scene. During their training, they learn how to dress, how to talk, how to walk, and most importantly, how to fake relationships with the girls who become their source of income. Join us as Osaka's number one host boy takes us on a journey through the complex and heartrenching world of love for sale in the Japanese underground.



The world of hosting is little known outside of Japan, that of glamorous host boys even less. Jake Clennell's mind-boggling documentary is so hypnotic that single young men may want to take notes, and those who are partnered do the same to learn better how to please the female psyche.

The 'hosts' in any of ten exclusive clubs in Osaka only make money if they can be charming and engaging while selling champagne at $500 a bottle. Although there are maybe 100 host clubs, most of them provide female companions for light conversation, company, and laughter (not necessarily sex - which is generally provided from a number of different establishments). Issei, however, presides over a Cafe Rakkyo club, where glamorous host boys, not women, do the entertaining. They make beautiful young women laugh, smile and feel good about themselves - women who pay very handsomely for the pleasure. They party till they drop, women competing with each other for the host boys' attention by spending more money.

"For girls, we are products," says Issei. "We have fake love relationships," and he compares his job to that of Peter Pan, who took people to a world that doesn't exist. "We sell dreams - that's our job." We witness candid interviews with the host boys, including a new lad being interviewed for a job, and also a number of the good-looking young women who frequent the host bars. They confess to how they fall in love with Issei. He, in return, says how although he may have sex with the girls, he often tries not to if that's their aim, because afterwards they are more likely to 'dump him.' Some of these customers have been coming to the club for several years. They pay by the hour for the attention of one of the host boys at the 24hr party room, but he will often be in demand by several women at once. If a woman wants to speak to a host privately, there is a special chair at extra cost ($50). Issei earns about $50,000 a month. He says the thing that stops him earning more is that he cares about his clients and won't let them spend too much money just for the sake of it. He talks about 'healing' his customers Why do the girls come? "When I'm at a host club, I'm treated like a princess," says one. When they have been coming for a year or more, they often look to their chosen host for good advice. A girl never changes host within a club, so a long term 'relationship' of sorts develops. In this high-octane party atmosphere girls spend $1,000 or more in a single day. Issei says the highest was £40,000. "It's about how much girls want to financially worship me," he says. "He listens to me, he entertains me. That makes me really happy," she explains. We see some of the host boys out in the street persuading girls to come for a drink to the club. They have the charisma of TV personalities. The rapid fire conversation and banter is expertly aimed to make the girls smile and feel magnetically drawn to them. In a way it is quite selfless (if highly paid!) and Issei explains that if a host really develops personal needs towards a customer then he can't be effective as a host.

One customer explains how she would be prepared to die for Issei. "To a certain extent, money can buy love," he tells the interviewer with a calm conviction that is slightly unnerving. Only later in the film do we find out more about the girls and how many of them play an equally dangerous game.

The subject matter, the honesty and insight of the interviews, and the dervishlike way the winning lines are so hard to explain away, together with a very sure documentary hand that inserts no moral judgements, make The Great Happiness Space: Tale of an Osaka Love Thief an unforgettable piece of film-making.






Link


___

South-Korean Host Bars
1 http://thegrandnarrative.com/2011/0....t-bars-male-prostitution/
2 http://thegrandnarrative.com/2011/0....bars-male-prostitution-2/


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BeitragVerfasst: 2007-08-15, 17:12  Beitrag #9/264     Titel:  Doppelleben bzw. Vergangenheit in die Öffentlichkeit gezerrt  Nach untenNach oben

Konservative Amerikaner ehrten den Ex-Soldaten Matt Sanchez

ohne zu ahnen, daß er auch Ex-Pornodarsteller und Ex-Callboy ist.



Es war einmal ein Zeitsoldat,
der hat nach dem Militärdienst ein Studium aufgenommen
und hat dort Werbung für den Militärdienst gemacht.


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Matt Sanchez ein Ex Corporal der US Marines jetzt Student der Columia University.

Doch an der Columbia University wurde er als Militarist nicht geschätzt
und fühlte sich diskriminiert, wogegen er über die Medien stark protestiert hat.
Zuerst in der Studentenzeitung und seinen Internet-Blogs und bald war er ein
gerne gesehener Interviewpartner in konservativen Talk-Shows.


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Matt beschwert sich in Talkshows rechter Sender, daß seine Mitstudenten keine Militärwerbung akzeptieren.

Er wurde 2007 wegen seinem Kampf gegen die Diskriminierung von Veteranen als erster mit dem Jeane Kirkpatrick Academic Freedom Award ausgezeichnet, benannt nach einer antikommunistischen US-Botschafterin aus der Reagan Administration.


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Matt und Ann

Als dann aber eine ihn unterstützende konservative Journalistin Ann Coulter
den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Edwards als Tunte (faggot) diffamierte,
kam die Vergangenheit des ehem. Soldaten und jetzigen Studenten Matt Sanchez
als Pornodarsteller "Rod Majors" and "Pierre LaBranche" und als Callboy an die Öffentlichkeit.


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Pornodarsteller bei Kirsten Björn, Mustang, Catalina, HIS und Stallion Studios.





Links:

http://en.wikipedia.org/wiki/Matt_Sanchez



Seine Webseiten:

http://www.matt-sanchez.com

http://mattsanchez.blogspot.com (sein blog)

http://www.youtube.com/user/mateo1970 (sein youtube profil)

http://www.excellent-top.com (abgeschaltete und gesperrte escort seite)



Youtube TV Vids:

http://www.youtube.com/watch?v=oCrRduN6osQ (Gay Porn Star & Escort Honored by Republicans)

http://www.youtube.com/watch?v=VgbpcPBVWZY (Conservative Bedfellows)
...



Porn-Vidographie:

http://www.imdb.com/name/nm0538273/ (Rod Majors in der Internet Movie Data Base)

http://www.bijouworld.com/app/sites....&objid=5365&row=1

http://www.kristenbjorn.com/BBS/LaBranche.html (Interview als Porn Darsteller "Pierre LaBranche")

http://www.pornotube.com/channels.php?channelId=43&m=544614 (Gay-Porno: Rod Majors in Built Tough von Falcon Studio)



Gay Blogger:

http://joemygod.blogspot.com/2007/03/jeff-gannon-redux.html

http://tombacchus.blogspot.com/2007/03/dirty-sanchez.html (XXX Bilder)



Zeitungsartikel:

http://www.navytimes.com/news/2007/03/mcsanchez070309/

http://www.marinecorpstimes.com/news/2007/03/mcsanchez070314/

http://www.marinecorpstimes.com/new....chez_investigation070330/





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BeitragVerfasst: 2007-08-22, 11:42  Beitrag #10/264     Titel:  Starchild: Sexworker und Sexworker-Aktivist  Nach untenNach oben

Neue Folge aus der Serie:

'berühmte Callboys - Lebensgeschichten zum daraus Lernen'






Starchild:

Tänzer, Pornstarlet und Escort aus Californien


Er fragt, wie soll der Staat Steuergelder sinnvoll ausgeben?

Er beobachtet einerseits, wie sich die Polizei über knappe Mittel beschwert um der Verbrechensbekämpfung und -prävention nachzughen:



Denn der Polizeichef aus Fremont, Californien, hat Einsparungen im Internet veröffentlicht, die die Anwohner aufklären, daß nurmehr weniger Sicherheit möglich ist:

Fremont Police Chief Craig Steckler claims his department is short on resources. He informed residents in a memo* that a 5-officer street crime unit has been eliminated, auto theft investigations have been stopped, and police will no longer respond to burglar alarm calls unless there is a verified problem!

www.fremontpolice.org/alarm/chiefs_ltr.html





Andererseits mußte er am eigenen Leib erleben, wie viel Polizeiaufwand betrieben wurde, um ihn als Escort in eine Polizeifalle zu locken und festzunehmen.

His legal troubles began on the morning of December 6, 2005 when a woman responded to his escort advertisement on Craigslist.com. According to various accounts of his arrest he posted online and provided via a friend to the Bay Area Reporter, Starchild received a call from the woman, who identified herself as Sara, asking him to meet her and her friend, Tiffany, at the Best Western Garden Court Inn on Mowry Avenue in Fremont.

After taking BART from San Francisco to the inn, Starchild said he arrived at the hotel and met the woman he had spoken to on the phone, who gave her name this time as Heather. He said he questioned her about the name change – she said she did not want to use her real name on the phone – but was not overly alarmed by the discrepancy.

Once inside the room, he noticed cash on a bedside table but declined at first to take it from the women. He began to undress, lit several candles and opened a bottle of wine he had brought, while the women peppered him with questions about what kinds of activities they would engage in.

According to the accounts, at this point Starchild heard a voice shout "Fremont police" from outside the door and six officers barged into the room with a canine officer followed by a television cameraman who identified himself as a KRON 4 employee. The police placed him in handcuffs and charged him with soliciting prostitution. ...

http://ebar.com/news/article.php?sec=news&article=1120




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Starchild als Aktivist bei der Libertarian Party's National Convention.




Er ist Mitarbeiter von www.swop-usa.org und nutzt seine derzeitige Polizei- und Justizerfahrung um mit Hilfe seines Anwaltes andere Sexworker aufzuklären.

Ferner kandidiert er derzeit für das Amt des supervisors (Bezirksbürgermeister), um für Entkriminialisierung von Prostitution zu kämpfen.





Links:

Mehr U.S.A. Infos mit ihm ...

Seine Dokumentation:
http://www.bayswan.org/Starchild/

Video: Straßentheater zum Prozessauftakt
http://blip.tv/file/476557 - flash
http://scarlotharlot.blogspot.com - quicktime

Bürgerbegehren zur Polizeiarbeit und Sexarbeitdekriminalisierung:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=40229#40229





Videobericht von Callboy Bryan Young 22 aus Texas, wie er von der Polizei im Hotel gestellt wird
(sexworker-only Bereich, Anmelden auf der Portalseite)

Fall in Österreich: Prostituierte wird in ihrer Wohnung von der Polizei in die Falle gelockt

Craigslist : Sexworker and the police department





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BeitragVerfasst: 2007-09-23, 13:59  Beitrag #11/264     Titel:  Koloniale Erotik  Nach untenNach oben

«L'heure hybride»

Korruption, Intrigen, Sex


Buchbesprechung von Margrit Klingler-Clavijo

Über Klassenverhältnisse und Sextourismus in Lateinamerika lässt sich unterschiedlich schreiben. Kettly Mars aus Haiti tut dies unsentimental, freimütig und ohne Vorurteile.

«Ich heisse Jean-François Eric L'Her­mitte, Beruf: Gigolo. Meine Freunde und meine Geliebten nennen mich ­Rico. Jean-François Eric L'Hermitte, ein Name mit bürgerlichem ­Anklang, stets willkommen in den ­gehobenen Kreisen oben in der Stadt (...) und in den schmutzigen Kreisen der Peripherie, wo mein Familienname Respekt einflösst.» So beschreibt sich der Protagonist des 2005 erschienenen Romans «L'Heure hybride» von Kettly Mars. Der 2006 mit dem Prix Senghor de la Création littéraire ausgezeichnete Roman spielt im Ha­iti der achtziger Jahre, in Port-au-Prince, als sich das Ende der Diktatur von Jean-Claude Duvalier (1971 - 1986) abzuzeichnen beginnt.



Prostitution als letzter Ausweg

Rico verkörpert das Zwiespältige und Zwielichtige: Er ist weder bettelarm noch steinreich, als Mulatte zwischen Weiss und Schwarz angesiedelt, ohne ausgeprägte sexuelle Vorlieben, eigentlich heterosexuell, bis er seine homosexuellen Neigungen entdeckt und auslebt. Rico ist ein Nachtschwärmer, ein Beau, der weiss, dass er in einem Land wie Haiti abgesehen von der Vermarktung seines Körpers keine Chance hat. Sein wohlklingender bürgerlicher Name muss herhalten für die Wahrung des schönen Scheins und die Vortäuschung eines nicht vorhandenen Wohlstands. Ins Ausland zu gehen, in die USA, nach Kanada oder Frankreich, wie das all jene HaitianerInnen tun, die Armut und Gewalt leid sind, kommt ihm nicht in den Sinn. «Ich bin zu faul, um mich in der Fabrik bei den Weissen abzurackern, nicht qualifiziert genug, um als Beamter zu arbeiten, und zu schön, um mich zu Schleuderpreisen in diesen Metropolen der systematischen Konkurrenz zu verkaufen», gesteht er sich an einem Spätnachmittag ein, als er wie üblich auf dem Bett liegt, über sein Leben in Haiti sinniert, während von draussen über ein Transistorradio die Nachrichten zu ihm ins Zimmer dringen: Korruption, Intrigen, Gewalt. Auf die macht er sich seinen eigenen Reim, weiss er doch, dass die Medien zensiert und kritische JournalistInnen ermordet werden.

An etlichen Spätnachmittagen auf dem Bett in einer Pension für allein­stehende Männer hält der vierzig­jährige Rico, der einzige Sohn einer früh ­verstorbenen Prostituierten, Rückschau auf sein Leben als Gigolo und vergegenwärtigt sich peu à peu das Beziehungsgeflecht aus Macht und Sex, durch das er sich zu lavieren pflegt. Liebe? Nur für seine Mutter, mit der er in einer engen symbiotischen Beziehung lebte; ansons­ten geht er seiner Arbeit nach, hauptsächlich bei den älteren Damen der Bourgeoisie; zwischendurch vergnügt er, der nichts von einer festen Beziehung oder einer Familie hält, sich mit einsamen Partygirls, einer tüchtigen Marktfrau, einer erfolgreichen Geschäftsfrau und nach anfänglichen Vorbehalten auch mit einem Mann.


Nord-Süd-Erotik

Rico hat eine Vorliebe für ältere, gut situierte Damen wie die schüchterne Elise. Sie blüht regelrecht auf, fühlt sich gelegentlich wieder so jung wie mit zwanzig, was Rico nur allzu gern bestätigt. «Das Fleisch hat kein Alter, ich, Rico L'Hermitte, sage das.»

Kettly Mars ist nicht die Einzige, die das Liebesleben reifer Frauen aus den Industrienationen literarisch behandelt. Um den sextouristischen Aspekt des Phänomens geht es zum Beispiel auch im Erzählband «La Chair du Maître» (1997) des in Kanada lebenden haitianischen Schriftstellers Dany Laferrière, dessen überarbeitete Version 2006 unter dem Titel «Vers le Sud» von Laurent Cantet verfilmt wurde.

Der Film spielt, wie auch Kettly Mars' «L'Heure hybride», Anfang der achtziger Jahre, und zwar in dem Ferien­paradies Petite Anse unweit von Port-au-Prince. Ellen (im Film von Charlotte Rampling verkörpert), Sue und Brenda, drei Frauen aus England und den USA, sind völlig hingerissen vom Charme junger, schwarzer Schönlinge, allen ­vor­an von Legba, der es ­Ellen und Brenda angetan hat. Der Film spielt weitgehend in dem Tourismusresort und lotet die erotischen Nord-Süd-Beziehungen aus: junge, schöne Schwarze mit ökonomischen Defiziten und wohlhabende ältere Frauen mit erotischen Defiziten. Der Alltag der Karibikinsel wird zum Beispiel gestreift, wenn Legba die Hütte seiner Mutter aufsucht und ihr ein bisschen von dem Geld abgibt, das ihm die Touristinnen für seine Liebesdienste zugesteckt haben. Erst am Ende des Films erreicht die Gewalt mit Legbas Ermordung auch das Ferienhotel am Strand.

Mars kommt in ihrem Buch ganz ohne den moralisch erhobenen Zeigefinger aus. Da sie die Frauen aus der Perspektive eines Gigolos beschreibt, kann sie auf die üblichen Rollenklischees - Ehefrau, Geliebte, Prostituierte - verzichten und freimütig, sinnlich, humorvoll und ohne Vorurteile schreiben, sogar über Ricos Angst vor Alter und Tod. Und was er über seine Mutter sagt - «Im Grunde genommen habe ich von ihr diese völlig wilde und einsame Seite. Ich dulde keine Leine an meinem Hals, selbst wenn sie aus Gold gedreht wäre» - , ist ohne weiteres auf die Literatur von Kettly Mars übertragbar: Sie schreibt nicht, um zu gefallen, sondern um sich und eine Gesellschaft zu betrachten, in der Bluff und Ambivalenz Überlebensstrategien sind.

«L'Heure hybride» ist die ­Stunde kurz vor Tagesanbruch, wenn die Nacht­schwärmer nach Hause torkeln und in Port-au-Prince Ruhe herrscht. «L'Heure hybride» steht jedoch auch für Lebensangst und den Aufbruch in eine neue Gesellschaft, deren Konturen noch so nebulös wie der anbrechende Tag sind.

Haitianische Schriftstellerinnen schreiben häufig andernorts: Marie Céline Agnant in Montreal, Edwige Danticat in Miami. Kettly Mars bleibt in Haiti, da sie mit ihren Gedichten, Erzählungen und Romanen vor Ort etwas bewegen möchte. «L'Heure hybride» kommt ohne sexuelle Prahlerei aus, ohne langatmige Beschreibungen erotischer Praktiken.

Darin unter­scheidet sich dieser Roman wohltuend von den brasilianischen Bestsellern über die Vermarktung weiblicher Sexualität wie Paulo Coelhos «Elf Minuten» oder «Das süsse Gift des Skorpions», die Lebensbeichte einer ehemaligen Hure aus Rio, die mit siebzehn Jahren das bürger­liche Elternhaus verlassen hat und direkt in der Prostitution gelandet ist.

WOZ vom 20.09.2007





Frauen als Kundin und Freier:
- http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=13529#13529
- http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=27906#27906
- http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=19906#19906
- http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=29215#29215

Film: Vers le sud/Heading South/In den Süden
http://en.wikipedia.org/wiki/Vers_le_sud
http://www.imdb.com/title/tt0381690
http://www.arte.tv/de/film/Kino-News/Interviews/961252.html





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BeitragVerfasst: 2007-11-07, 22:45  Beitrag #12/264     Titel:  Migranten in der Armutsprostitution  Nach untenNach oben

Helping Berlin's Male Prostitutes One Night at a Time

Male sex workers are often overlooked by counseling services



When one hears about prostitution, one normally thinks of women forced to sell their sexual services for money. The fact that young men also find their way onto the streets is less well known.

In Berlin, as in most major cities, boys and young men from as young as 14-years old work the curbs, sex cinemas and gay bars of the German capital.

The fact that the rent boys of Berlin barely register on most people's radars led to the creation of an association in 1992 to help those in prostitution. The employees of "Sub/Way" www.subway-berlin.org visit the districts of Berlin where the boys work and supply them with condoms and advice on how to be safe on the streets.

Once a week, the Sub/Way team loads their van up with condoms, lubricants, sexual health pamphlets, instant soups and hot chocolate before entering the dark underbelly of the German capital.

The first stop is usually a Berlin train station where rent boys, many of whom have drug problems, punt for clients. The van is watched with interest and a little suspicion until a couple of boys come over and ask for hot chocolate.



Social workers form a bond with rent boys

Helmut Wanner is a social worker with Sub/Way and looks after the rent boys, knows them by name and knows many of their life stories.

Over the course of the years, he has built up a trust with many of them and despite what many people think of their lives and their work; he has a certain amount of respect for them. When a tragedy strikes, he feels it more than most.

"It's terrible when somebody dies, which unfortunately seems to happen a lot," Wanner says. "Others don't have it as bad but there is still a lot of sadness."

Later in the evening, the Sub/Way team move onto the areas of Berlin where male prostitutes, many working for their next fix and any money they can get, loiter on the edges of dark streets waiting for clients. A large transvestite and transsexual contingent works the street; boys in high heels and mini-skirts mix with those who have undergone gender reassignment surgery.



Majority of male prostitutes come from Eastern Europe

Some 80 percent of male prostitutes in Berlin are not native Germans, most coming from Bulgaria and Romania, and Sergio Prinalski, the Sub/Way translator, helps the social workers to interact with these boys.

"On the most part you can be sure that they have very little or no education at all," says Prinalski. "These are the people who go on the game for economic reasons."

Sub/Way doesn't only work with the boys on the streets. Its drop-in center in Berlin offers the boys washing, sleeping and eating facilities as well as advice and medical help. The workers there also help to put the boys into contact with each other, to share stories and find companions. It is a lonely and dangerous life which doesn't often provide the kind of income that might compensate for the dangers.

"There are no steady price ranges in the scene," says Wanner. "I imagine, 50 euros is a usual price for penetrative sex but often the boys don't even get paid. Sometimes it can go for only a few euros when someone is desperate."



Easiest way to money for some

Towards the end of the night, the Sub/Way team visit the bars where the mostly eastern European boys sell themselves. There they sit on bar stools and wait for their customers. Their fresh, young faces make it hard to believe that these boys are on the game but for most, this is the only employment they can get.

"This is the only way they can earn something," says Prinalski. "The reality is that for a migrant with or without papers, this is the easiest and least complicated way to get work."

Circling the boys are the potential clients for the night, mainly older men. They eye each boy individually and touch them before making the decision. For the Sub/Way team, this is one of the hardest sights they have to deal with.

But optimism and success is their reward. "Many lives have been influenced in a positive sense and these scenes have been reduced," says Wanner. The association continues to help boys escape the scene and it is the personal contact with its workers which has been credited with persuading many of those to change their lives.

However, to run the organization needs money and Sub/Way has to fight for its funding as it receives only minimal subsidies from the Berlin senate. Only through private donations can Sub/Way continue to be there once a week for the rent boys of Germany's capital.



DW staff (Magnus Rosengarten / nda)
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2861555,00.html


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BeitragVerfasst: 2007-12-09, 11:34  Beitrag #13/264     Titel:  Historische Dokumentation  Nach untenNach oben

Callboy gemalt von Lucas C. um 1520


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mehr
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37 X 37.5 cm, Museum der Schönen Künste, Budapest.





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BeitragVerfasst: 2007-12-19, 18:25  Beitrag #14/264     Titel:  Safety First  Nach untenNach oben

Zwei männliche Sexarbeiter treffen sich.
Sagt der eine: "Gestern ist mir ein Kondom geplatzt!"
"Im Ernst?"
"Nein, im Dieter."






Mehr Gleitmittel hätte hier sicher geholfen. Mehr ist mehr...

Mehr safer-Sex-Wissen für Profis:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1351





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BeitragVerfasst: 2008-01-12, 15:45  Beitrag #15/264     Titel:  Milieustudie  Nach untenNach oben

Tagesspiegel Berlin: Arm, aber nicht sexy

Mythos und Realität des Callboys klaffen gerade in Berlin weit auseinander.
Nach dem American Gigolo, wie ihn Hollywood erfand, muss man lange suchen – und meist vergeblich



Martha May
3.1.2007 0:00 Uhr


Wie eine Nacktschnecke streicht sein Zeigefinger über meine Hand, langsam, feucht und mit einem unangenehmen Kribbeln danach. „Du hast so ein süßes Lächeln“, sagt Marco*, Anfang 30, gebucht für 80 Euro pro Stunde in einer Bar – Verlängerung im Hotel bei Gefallen.

Attraktiver Dressman, südländischer Typ, so beschreibt er sich selbst. Doch davon ist er weit entfernt: Die Schultern hängen, die Wangen auch, das Kinn flieht. Nur seine Augen, die blicken zutraulich. Marco ist zufrieden. Autohändler irgendwo hinter Rudow, jetzt am Wochenende mit Zuverdienst. „In diesen Wochen, da ist sicher Bedarf“, hat er sich gedacht und eine Anzeige geschaltet. Der Zuverdienst, das bin ich, seine Neukundin. [Einen imensen eine Schein-Nachfrage erzeugenden Bedarf allein aufgrund des Medieninteresses kann ich nur bestätigen.]

Marco erzählt vom milden Winter, von unserem Abend zu zweit und schwärmt von der romantischen Festbeleuchtung draußen auf dem Ku’damm. Eigentlich sollte ich nicht krampfhaft auf illuminierte Bäume starren, sondern mir am Kamin des Grand Hyatt heiße Gedanken machen – beim Dinner mit Pierre*, 35, Finanzberater, interessiert an Kunst, Kultur und Reisen. Ein Mann, auf erotisch prickelnde Zweisamkeit spezialisiert ... Doch Pierre ward nie gesehen. Genauso wenig wie Pascale*, 37, Jurist, mehrsprachig, politikinteressiert und ein charmanter Unterhalter. Oder wenigstens Harold*, 39, Sachbuchautor, sportbegeistert, auch als Personal Trainer buchbar.

Seit Richard Gere sich 1980 in den Lobbys der Luxushotels von L. A. als Chauffeur für reiche Damen anbot, ist er ein Mythos, der American Gigolo. Und nach einer aktuellen Brigitte-Umfrage haben 13 von 166 Frauen es schon ausprobiert – Sex mit einem Callboy [8 %]. Zu haben sind solche Herren ihren Homepages zufolge ab zwei Stunden, für eine Nacht oder als Reisebegleiter für ein paar Wochen – 150 Euro pro Stunde, über 1.000 für einen Tag. Zahlung cash im Briefumschlag zu Beginn des Treffens. Doch es bleibt bei der automatischen Eingangsbestätigung der Online-Buchung, telefonische Nachfragen enden auf der Mailbox.

„Die meisten Begleitagenturen können hier nicht überleben. Sie müssen ja mehr verlangen als der Callboy, der seine Dienste direkt anbietet. Und Berlin ist eine arme Stadt“, erklärt Ralf Rötten, Sozialpädagoge und Callboy-Berater bei Subway Berlin, einer vom Senat geförderten Einrichtung. Von einer Handvoll Männern auf den Homepages der Escort-Dienste seien die einen nicht mehr aktuell, die anderen womöglich gebucht, die wenigsten jedenfalls in Berlin. Das sähe in Düsseldorf, Hamburg, München ganz anders aus.

Der Briefumschlag geht also nicht am Kamin des Grand Hyatt am Marlene-Dietrich-Platz über den Tisch, sondern in einer No-Name-Bar in der Nähe des Adenauerplatzes – es bleibt bei den 80 Euro für die eine Stunde, mehr wird es nicht werden mit Marco und mir.

Dennoch, Stammkundinnen hat er einige, zwischen 24 und 50 Jahren – sagt Marco. „Die Jungen sind meist verheiratet und wollen einen Liebhaber, der keinen Ärger macht. Die Älteren wollen nicht allein an der Bar stehen und warten, bis sie angesprochen werden.“

Für sie ist Marco da. Außer sonnabends, das nimmt er frei: einkaufen, putzen. Haushaltstag in der Reihenhaushälfte im Brandenburgischen. Auch dort hätten wir uns treffen können, um Hotelkosten zu sparen.

180 cm, 85 Kilo, schwarze Hose, helle Jacke – so hatte er sich beschrieben, damit ich ihn erkenne. Die Stoffhose stößt auf preiswerten Schuhen auf, das Sackleinenjackett spannt ein wenig. Seine Hand berührt meine wie zufällig, nur den Bruchteil einer Sekunde zu lang. Er lässt mich wissen, dass die Frauen, die er sonst so trifft, schon während des Essens ihre erotischen Wünsche erwähnen, ganz beiläufig, „einfach so“ und „plopp“. [Aber sie hat ja keine erotischen Wünsche. Ihr gefällt er ja auch nicht. Sie hat ja eine fake-Buchung getätigt, ihn quasi betrogen, nur um seine Existenz auszukundschaften, um als Journalistin Geld mit diesem Artikel verdienen zu können - investigativer medialer Mißbrauch.]

Nicht dass es nicht vorhersehbar gewesen wäre. Aber nach Abzug aller Männer, die laut Kleinanzeige Paare beglücken, als Sklaven dienen oder erotisch massieren, blieben nur drei übrig, die Frauen im klassischen Sinne beehren. Zwei schieden schon nach dem Telefongespräch aus: Der mit dem Drachen auf der Brust und der mit blondiertem Haar und weißen Turnschuhen. Der Drache hat noch eine SMS geschickt: „Ein Treffen kostet nichts – weil du eine wundervolle Stimme hast.“ [Für viele hetero Männer ist es eben auch nur ein Weg Frauen aufzureißen oder Abenteuer zu haben. Aber das wollte der legendäre, weil Legenden schaffende Film mit Richard Gere natürlich nicht erzählen. Denn dann hätten sein Macher Paul Schrader samt Produzenten sicher viel weniger mit dem 'Mythos Callboy' verdienen können.]

Immerhin, dank Marco weiß ich jetzt, in welchem Outlet ich die billigste Jeans bekomme, dass ich mir bei Erkältung einen Tee mit frisch gepresster Zitrone machen soll – demonstriert mit einer kraftvollen Handbewegung – und dass Bulgarien den Aufschwung bringt. Zumindest für Marco. Die Polen haben sich sattgekauft, die Russen auch, aber wenn die Bulgaren kommen, dann kann er wieder viele Autos verkaufen – die großen: BMW, Mercedes-Benz, Jeep. Das Geld wird er in Immobilien investieren, seine Altersvorsorge sichern. Mit den Himmelsrichtungen hat er Probleme, mit den politischen Richtungen auch. Aber Holland, das weiß er, ist das Land, in dem sie alle Holzschuhe tragen. Holzschuhe, das ist das Stichwort, ich muss gehen. Dringend! [Sie hat sich für einen "Billiganbieter" entschieden und macht das Angebot madig - schlechter Stil.]

Nach den Schätzungen von Ralf Rötten arbeiten etwa 600 Callboys in Berlin, davon nur acht bis zwölf ausschließlich für Frauen. „Die wenigsten wissen, wie sie es überhaupt anfangen sollen. Wie sie zum Beispiel eine Anzeige formulieren können, damit sie Frauen anspricht.“

Welche Frau will schon den „Kerl, der sich um vernachlässigte Damen kümmert“ oder den „süßen Schoko-Kuschelbär, überall XXL“?! Doch dann entdecke ich in den Kleinanzeigen eines alten Stadtmagazins eine Alliteration in alter Rechtschreibung: „Geist, Gier und Genuß ...“

Beim Anruf meldet sich Valentin, der sich als Freigeist beschreibt. Er ist Fotograf, leben kann er davon nicht. Er liebt die Frauen, aber nur, wenn sie ihm gefallen. Die Anzeige hat er fast vergessen. 150 Euro für den Abend, ohne Verpflichtungen. Kennenlernen im „Würgeengel“ in Kreuzberg – sein Vorschlag.

Seit einigen Jahren trägt er die Anzüge seines Vaters auf, heute den hellen aus den Endsiebzigern. Der Poncho und der Ring meiner Mutter passen gut dazu. Er spielt Swing, ich tanze ihn. Er war an der Lette-Schule – ich wollte immer hin. Er fotografiert „People“ für Szenemagazine. Und ich? Aber das weiß er ja nicht ...

Es regnet, wir wechseln ins „Wild at Heart“ – stickig, dunkelrot und zugeklebt mit Kitsch. Kein Kamin, aber flackernde Totenkopflampen an der Wand. Neben uns reiben sich zwei Körper zum 60er-Jahre-Rock aneinander, selbstvergessen im engen Gang. Es ist heiß hier. Valentins Schenkel berühren meine. Der Sänger von „The Smash“ sagt einen Song an, „der nicht von der Liebe handelt“. Den Briefumschlag stecke ich in die Innentasche seines 70er-Jahre-Jacketts. [Fazit: Eine aufgrund der durch die sexuelle Selektion definierten Marktbedinungen und des Stigmas sich im Untergrund eingerichtet habende Branche in der man nur Looser findet? Freier-sein, egal ob männlich oder weiblich will halt auch gelernt sein]



* Namen von der Redaktion geändert.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,1924625





Links

Männliche Prostitution
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4nnliche_Prostitution

Film: American Gigolo
http://imdb.com/title/tt0080365/
http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Mann_f%C3%BCr_gewisse_Stunden

Hier hätte man einen Callboy für deutsche Frauen schneller gefunden:
Länderberichte Türkei:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=37413#37413





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BeitragVerfasst: 2008-01-27, 00:49  Beitrag #16/264     Titel:  Selling Sex Sells  Nach untenNach oben

Geschäftsmodell für Callboys im Spielfilm

oder doch nur ein Kassenschlager für die Filmbranche?:



Stellungswechsel (2007)


www.stellungswechsel-derfilm.de

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"Deutsche Feinkost zum Anfassen" ;-)

http://www.moviemaster.de/archiv/film/film_4530.htm

http://www.imdb.com/title/tt0940776/





Hier der Beau des Service-Teams bei der Arbeit:

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Kostja Ullmann spielt den Toyboy Lasse, Privatier 20 Jahre.
Übrigens geben die Jungs "Orgasmusgarantie".

Was haltet ihr von dieser Garantie? Wer hat einschlägige Erfahrungen?





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BeitragVerfasst: 2008-02-14, 12:35  Beitrag #17/264     Titel:  by male sex workers, for male sex workers  Nach untenNach oben

Australien


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www.scarletmen.org.au

und

www.scarletalliance.org.au/scarletmen

by Scarlet Alliance, the Australian Sex Workers Association, and
AFAO, The Australian Federation of Australian AIDS Organisations and Jason Chatwin.





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BeitragVerfasst: 2008-02-28, 02:27  Beitrag #18/264     Titel:  Wo beginnt Käuflichkeit?  Nach untenNach oben

Pornostar: "Ich bin keine Hure"


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Jesse Santana ist nicht käuflich
[Foto: JetSetMen]

Pornostar Jesse Santana hat ein Problem mit dem Ruf, den sein Beruf hat: "Pornostars kämpfen damit, dass alle glauben, wir prostituieren uns auch. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Ehrlich gesagt, es ist eine Schande, dass Pornodarsteller nicht auf ihren Job stolz sein können, ohne dass alle gleich glauben, dass wir käuflich sind. Und warum wird vielen Models früher oder später erzählt, dass sie einige 'Kunden' zufriedenstellen müssen, um ihre Karriere voranzutreiben? Das ist falsch - Pornostars sollten für ihre Performance am Schirm gemocht werden, nicht für die danach", so Santana.

Einer Umfrage der Internetseite theSword.com zufolge kann man trotzdem rund 40% der schwulen Pornostars als Escort buchen.


Link


Original:
ggg.at/index.php?id=67&tx_ttnews[tt_news]=532&tx_ttnews[backPid]=64&cHash=51e854cc5e





Solidaritat unter Sexworkern - Fehlanzeige?

Warum das Geldwesen über den Unterschied und die damit zusammenhängende Stigmatisierung zwischen Pornoproduktion und Prostitution entscheidet.





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BeitragVerfasst: 2008-02-28, 16:26  Beitrag #19/264     Titel:  Berufskrankheit oder Berufsverbot?  Nach untenNach oben

Australien:
HIVinfiziert-wordener Callboy schuldig gesprochen

HIV+ male sex worker pleads guilty


By GayNZ.com News Staff
9th February 2008 - 01:42 am

An HIV-positive male prostitute has admitted to continuing to work despite having the deadly virus.

Image
Hector Scott (Photo: TVNZ)

Hector Scott, 41, from Canberra, pleaded guilty in the Australian Capital Territory (ACT) Magistrates Court on Thursday to providing a commercial sexual service while knowing he was infected with a sexually-transmitted disease (STD) and failing to register as a sex worker.

An alert was issued in New Zealand after Scott flew here at Christmas, but New Zealand health authorities said this week no-one had reported any contact with him there.

Scott has been HIV-positive for about eight years, but it is unclear how long he has known about his illness or how long he has been working in the sex industry.

It is understood he advertised himself as a prostitute in Canberra media throughout 2007 using the names "Adam" and "Josh", reports the AAP.

[Safer Sex reicht nicht - Berufsverbot:]

Under ACT law it is illegal to provide or receive commercial sexual services if the person knows, or could reasonably be expected to know, that he or she is infected with a sexually-transmitted infection.

[Verbot der Privatkontakte/Geheimprostitution - Zwangsregistrierung:]

It is also illegal to work as a prostitute in the ACT without being part of a brothel or escort agency which is registered with the Office of Regulatory Services.


Health officials are now sifting through a list of about 250 people who Scott has been in contact with in recent weeks and trying to determine how many people he may have infected.

Magistrate Grant Lalor extended Scott's strict bail conditions until his next court appearance on 20 March when he is expected to be sentenced.


© Copyright GayNZ.com
gaynz.com/articles/publish/3/printer_5560.php





NEW SEX WORKER STIGMA FEARS

by Harley Dennett

HIV and sex worker community agencies are increasingly concerned about the stigma created by the ongoing prosecution and public health orders against an ACT HIV positive sex worker without evidence anyone was put at risk.

The ACT Director of Public Prosecutions requested the 41-year-old Kingston resident be registered as a child sex offender this week as a means to track his movements, but has not produced or claimed any victim.

The man has already pled guilty and is awaiting sentencing for knowingly having an STI while working as a sex worker and failing to register as a sex worker, crimes unique to the ACT.

Despite previous reports, the man has not been charged with practising unsafe sex or knowingly infecting anybody with HIV.

“A matter of 5km away, this person could have operated [legally], but in the ACT he can’t. As they travel from one jurisdiction to another they may not necessarily know the nuances,” ACT AIDS Action Council general manager Andrew Burry said.

“We are picking up some indications of the risk of disengagement from the outreach process, as a result of how sex workers believe this particular person has been treated, and yet effective outreach requires a high degree of trust.”

Scarlet Alliance spokeswoman Janelle Fawkes said the ACT sex industry had a very good safe sex practices record and there was no reason for HIV positive people to be banned.

“They’ve publicly revealed this person as HIV positive without any evidence to date in court that he has put somebody at risk,” Fawkes said.

“The person was not given a public health order until he was charged. That’s not an ideal situation.”

Fawkes is calling on ACT Health and other state and territory agencies to not discriminate against sex workers when considering the use of public health orders.

ACT law places equal responsibility on both the client and the sex worker to use condoms.

The Scarlet Alliance is seeking HIV positive sex workers for a needs assessment study funded by the Elton John AIDS Trust, the first study of its kind in more than 15 years.

“We have a positive sex worker working on the project,” Fawkes said. People wishing to participate can call Kane on Fridays on (02) 9326 9455.

The Coalition of Australian Governments and health ministers will discuss harmonising protocols for dealing with people suspected of knowingly infecting others later this year.

Have your say: Should the sex worker’s details have been made public?

Original mit Leserbriefen:
www.ssonet.com.au/display.asp?ArticleID=8058





Nachträge:

Calls for changes to ACT Prostitution Act


Posted Sun Sep 7, 2008 10:00am AEST

Sex workers in the ACT want Territory legislation to be changed to better protect their members.

The Scarlet Alliance says two sections of the Territory's Prostitution Act should be removed because they create stigma.

The issue was highlighted after a Western Australian man was charged with working as a prostitute in the ACT while knowingly being infected with HIV and hepatitis C.

Scarlet Alliance executive Janelle Fawkes says there is no need for two specific sections in the laws.

"Section 24 and 25 of the prostitution act should be removed," she said.

"We have in place in a Australia a set of national guidelines that outline the process for Government and health areas to manage anyone who puts another person at risk of HIV and other infections," she said.

www.abc.net.au/news/stories/2008/09/07/2357546.htm





Outrage over HIV-positive prostitute's sentence

15/09/2008 5:18:00 PM

A jail term handed down to an HIV-positive prostitute in Canberra sends a "disgraceful" message that having sex with an infected person is unsafe, Australia's peak sex workers association says.

The Scarlet Alliance has hit out after a judge's decision today to sentence a male sex worker to two-and-a-half months in prison for providing a commercial sexual service while knowing he was infected with a sexually transmitted disease.

Hector Scott, 41, from Kingston, was charged under section 25 of the ACT's Prostitution Control Act which makes the behaviour illegal.

Scarlet Alliance chief executive Janelle Fawkes said the organisation was "appalled" by the decision, saying she was extremely concerned at the possible repercussions after this kind of message.

"Last week, the ACT attorney-general, Simon Corbell, came out and stated that Section 25 should be reviewed and considering current risk in transmission that, in fact, an HIV positive person being a sex worker does not hold a higher risk for the community," Ms Fawkes said.

"But this week, we have a judge in the ACT making an example of a person who was only being a sex worker whilst HIV-positive.

"That sends a clear and cutting message that having sex with an HIV-positive person is unsafe and that is simply not true."

The same activity in NSW and several other states would not be deemed illegal, Ms Fawkes said.

The charge carries a maximum penalty of six months imprisonment, but Scott was sentenced to two months and 14 days.

He also pleaded guilty to failing to register as a sex worker, for which he received a two-year good behaviour bond.

www.canberratimes.com.au/news/local....tes-sentence/1272947.aspx







HIV positive prostitute jailed in ACT

Published 6:06p.m. 15th September 2008

A Canberra man who worked as a prostitute despite knowing he was HIV positive has been sentenced to two and a half months in prison.

Hector Scott, 41, from Kingston, pleaded guilty in the ACT Magistrates Court to providing a commercial sexual service while knowing he was infected with a sexually transmitted disease (STD).

The charge carries a maximum of six months imprisonment, but Scott was sentenced to two months and 14 days.

He also pleaded guilty to failing to register as a sex worker, for which he received a two year good behaviour bond.

Australia's peak sex workers association says the jail term prostitute sends a "disgraceful" message that having sex with an infected person is unsafe.

The Scarlet Alliance chief executive Janelle Fawkes said the organisation was "appalled" by the decision, saying she was extremely concerned at the possible repercussions after this kind of message.

"Last week, the ACT attorney-general, Simon Corbell, came out and stated that Section 25 should be reviewed and considering current risk in transmission that, in fact, an HIV positive person being a sex worker does not hold a higher risk for the community," Ms Fawkes said.

"But this week, we have a judge in the ACT making an example of a person who was only being a sex worker whilst HIV-positive.

"That sends a clear and cutting message that having sex with an HIV-positive person is unsafe and that is simply not true."

The same activity in NSW and several other states would not be deemed illegal, Ms Fawkes said.

© AAP
www.thedaily.com.au/news/2008/sep/1....prostitute-jailed-in-act/






Studie:

Kane Matthews, Scarlet Alliance: "The National Needs Assessment of sex workers who live with HIV" 2008


This report reflects our needs and issues. The development of this project occured under the supervision and direction of Scarlet Alliance with the assistance of social researcher Eva Cox, and the NAPWA advisory position.

It was developed and executed by and on behalf of the sex workers who live with HIV.

We understand our own lives best and how the world sees us. The needs and issues reflected here all come from the people who courageously came forward, identified themselves as HIV positive sex workers, told their stories and shared their views. While views, needs and issues varied between people, there are commonalities between us all. We hope that the stakeholders and policy makers to whom this report is targeted listen to us and take appropriate action to make change, especially where we cannot.

A key issue for all HIV positive sex workers is self protection. Protecting ourselves from the hysteria and over-reaction of people who do not know our lives, who do not understand what the situation is like and who only see the disease and the sex work and not the human being. In order for this protection to be maintained, we ask that others advocate for us, and this report is what we are presenting in order for you all to advocate effectively. ISBN 978-0-646-49555-2

www.scarletAlliance.org.au/library/....edsassessment08/file_view
(Berichts-Homepage)

www.scarletAlliance.org.au/library/hiv-needsassessment08
(pdf, 2 MB, 56 pages)





Mehr zur Gesetzeslage in Deutschland:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=31146#31146

Internationale Beschränkung von Reisefreiheit und Niederlassungsfreiheit für Menschen mit HIV/AIDS:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=51007#51007

Urteil USA 2009:
Datenschutz von HIV+ Pornodarsteller geht vor Datensammlungsinteresse der Gesundheitsbehörde:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=70743#70743

Der Fall der Internierung von Sexworker Sharleen Spiteri 1989:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=77948#77948

Karnataka Sex Workers’ Union in Bangalore befreit HIV+ Sexworker aus der Rehabilitationsanstalt, wo sich nicht behandelt wurden:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=83227#83227

Kl. Anfrage Bundestag nach Urteil Benaissa und EKAF Studie Prof. Pietro Vernazza:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=87125#87125

Kampagnenmotiv der DAH 2011 "HIV positiv & Arbeiten":
www.facebook.com/photo.php?fbid=257....364.58918.164513593594332

HIV-Rechtsprechung in Deutschland 1987-2012:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=114370#114370





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BeitragVerfasst: 2008-03-02, 01:55  Beitrag #20/264     Titel:  Alterssichere Berufsvariante  Nach untenNach oben

Eintänzer engl.: gentelman host

Eine männliche Hostesse, die als Angestellter bei Tanszveranstaltungen
aristokratischen Frauen moralisch einwandfrei zur Unterhaltung verhilft.




Beispielbild:
Harald Schmidt in der Traumrolle bzw.
Gastrolle in der TV-Serie Traumschiff
als Eintänzer Oskar de Navetta mit
Mariele Millowitsch als Ilse Schifferle.





NDR TV-Doku: Witwentröster

Tänzer auf dem Traumschiff



Image

Tänzer für alleinreisende Damen:
Rick, Jack, Bill und G.T. (von links)


Umso länger und teurer die Kreuzfahrt, desto älter ist das betuchte Publikum - so die Erfahrung der Reedereien. Auf den mehrwöchigen Reisen der Fünf-Sterne-Schiffe liegt das Durchschnittsalter der Passagiere oft bei 70 Jahren. Das bedeutet eine große Anzahl an alleinreisenden Damen, viele verwitwet.


So gibt es auf einigen Kreuzfahrtschiffen der englischen Traditionsreederei CUNARD www.cunardline.com ("Queen Elizabeth", "Caronia", beide mit starkem Anteil deutscher Passagiere) den Job des "Gentleman Host". Die Aufgabe der Herren: dreimal täglich von 16 bis 23.45 Uhr Ausschau halten nach Ladies, die zwar alles haben mögen, aber eines nicht - einen Tanzpartner. Für diese Herren gibt es auf dem Traumschiff freie Fahrt und Getränke zum Nulltarif.


Doch sind die Gentlemen keineswegs Gigolos. Vielmehr werden die soignierten Herren von der Reederei handverlesen, sind pensionierte Offiziere, Ex-Professoren oder Manager im Ruhestand. Sämtliche Tänze perfekt zu beherrschen, ist die Grundvoraussetzung. Doch auch geschliffene Umgangsformen sind eine Selbstverständlichkeit. Die Herren sind stolz darauf, ausgewählt worden zu sein und freuen sich, durch ein bisschen Tanzen die Welt zu sehen.


Natürlich zieht das Thema Klischees nach sich. In der Hollywood-Verfilmung "Tango gefällig?" mit den Stars Jack Lemmon und Walter Matthau bedeutete dies prompt: Millionärswitwe gesucht... Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Der private Kontakt zu den alleinreisenden Damen außerhalb des Tanzens ist den Gentlemen ausdrücklich verboten, Wer erwischt wird, muss das Schiff verlassen.


Tilo Knops und Kirsten Waschkau haben sich auf einer zweiwöchigen Kreuzfahrt der "Caronia" von Southampton zu den Kanarischen Inseln mit einem Kamerateam unter die Tänzer gemischt. Es war unverkennbar: Die vier amerikanischen Gentlemen Hosts bringen die Damen zum Strahlen. Endlich müssen sie nicht zusehen, wenn andere Paare tanzen. So sind manche Witwen wie Irma aus München ausschließlich der Tänzer wegen seit über zwanzig Jahren jährlich mehrfach an Bord (immer auf demselben Schiff). Gertrud aus Berlin kann ihre Kreuzfahrten schon gar nicht mehr zählen, und auch die 96-jährige Lillian aus England wagt auf ihrer 42. Kreuzfahrt noch ein Tänzchen - und singt leise mit vor lauter Glück.

Eine Reportage von Tilo Knops
Redaktion: Erika Mondry
Erstsendung 28.5.2002, NDR
ndrtv.de/doku/20020922_witwentroester.html






Warnung vor betrügerische Agenturen,
die heterosexuelle Männer und Begleitservice-Aspiranten abzocken.


Bewerber müssen erst hohe Agenturgebühren bezahlen, um in die Agenturkartei zu kommen.
Vermittlungen kommen dann aber meist nicht zustande...

http://sw5.info/#agencies





Eintänzer (männlich)
http://de.wikipedia.org/wiki/Eint%C3%A4nzer

Taxi-Tänzer (weiblich)
http://en.wikipedia.org/wiki/Taxi_dancer


Link






Hier der Link zu einer Tanzschule, die erotischen Tanz lehrt, aber sich von Sex distanziert. Wir wurden von dieser Firma darauf hingewiesen: "We are not sex workers".

www.tangoTaxiDancers.com

Eduardo Marillo ist Miettänzer für 20 $ pro Stunde in Buenos Aires.
Sein Tagesgeschäft ist eine neu gegründete Tanzschule.
Aus den U.S.A. wurde er als illegaler Einwanderer vertrieben.

Presseecho:
http://www.guardian.co.uk/world/2007/nov/18/argentina.dance
http://www.washingtonpost.com/wp-dy....7/30/AR2006073000648.html
http://www.worldhum.com/weblog/item...._of_bueno_aires_20060801/
...

Also eine clevere Geschäftsidee aber "keine Sexworker", worauf uns Tangotaxidancer hingewiesen hat.





.


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