| Autor |
Nachricht |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Sexworker Forum Team
Hinweis für Gäste

|
|
Willkommen als Gast im Sexworker Forum! Wir freuen uns, wenn Du Dich (kostenlos/anonym) registrierst. Den Link findest Du oben im Menu! Nach der Registrierung stehen Dir zusätzliche Funktionen zur Verfügung
Das Sexworker-Team
|
|
|
|
|
|
| |
|
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
Der Andorra-Effekt (auch Andorra-Phänomen)
ist ein Begriff aus der Sozialpsychologie, der insbesondere auch im Personalwesen eine Rolle spielt.
Er besagt, dass sich Menschen oft an die Beurteilungen und Einschätzungen durch die Gesellschaft anpassen und dies unabhängig davon, ob diese ursprünglich korrekt gewesen sind oder nicht.
Der Effekt beschreibt damit eine sich selbst erfüllende Vorhersage (engl. self-fulfilling prophecy), da sich eine Person mit der Zeit genau so verhält, wie man es ihr die ganze Zeit vorausgesagt hat, dies ohne die Vorhersage aber nicht getan hätte.
Weiterlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Andorra-Effekt
Weil viele Sexworker dem Andorra-Effekt im Bereich Prostitution entkommen wollen, befassen sie sich so wenig wie nötig bzw. sehr selektiv mit dem Thema. Gerade mal so, damit ihr eigenes Geschäft läuft und sie Geld verdienen, aber möglichst nicht in das Fahrwasser der putophoben (=sexworkerfeindlichen) Propaganda zu geraten.
Wegen dieser individuellen Ebene der Andorra-Effekt-Prävention gibt es bisher noch keine ausgebaute Sexworker-Gewerkschaft und starke Community-Vernetzung und Interessenvertretung erst in Ansätzen.
Was können wir z.B. hier im Sexworker Forum und intl. Verein tun, um das auszugleichen und zu überwinden?
Arbeitspsychologie der Sexarbeit:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=397
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
These: Tempelprostituiton gäbe es nicht im römisch-griechischen Kulturkreis (eine Fehlinterpretation)
vielmehr gelte:
Tempelprostitution wird als eine Art kulturellem Stigma erklärbar,
welches rückständigeren oder barbarischen Völkern angeheftet wird,
um die eigene Kultur davon abzusetzen. Sic!
Aufgeladene sexualisierte Sprache fände sich im Alten Testament. Dort gilt das Volk Israel als Braut JHWHs (Gott) mit der Konsequenz, dass das Anbeten fremder Gottheiten einem Ehebruch gleich kommt.
Auch wird der kultische Dienst von Frauen an anderen Göttern als eine Form der Prostitution verstanden (Ex. 34,15f.) was dem hier diskutierten heutzutage üblichen Schimpfwortgebrauch der (nichtsexuellen) Prostitution gleichkommt (Fremdbeten = Fremdgehen?;-).
Der Niedergang Babylons werde an der Prostitution seiner Frauen mit Fremden vorgeführt (pars pro toto/symbolisch/Stellvertreter Funktion/Sündenbock), so wie die Argumentation heutzutage vom sog. Trading-Down-Effekt im Bau(planugns)recht (Sperrgebiete = fast flächendeckende Niederlassungsverbote).
Die Sittlichkeit und Ehre der Frau sei laut Herodot bei den Griechen an die Stärke des Mannes rückgebunden. Die Frau ist aus sich heraus bei Herodot scheinbar gar nicht fähig zur Sittlichkeit. Erst als Partnerin/Paar/Familie entsteht im auf Reproduktion orientiertem Patriachat Wertbildung und -schätzung. Der (Tempel-)Prostituitonsdiskurs erweist sich einmal mehr als ganz zentral für das allgemeinere Geschlechter- und Gender(Rollen)verständnis in den Gesellschaften - damals wie heute.
Rezension zur These im Buch von
Stephanie Lynn Budin:
The Myth of Sacred Prostitution in Antiquity
Cambridge u.a.: Cambridge University Press 2008
von Julian Köck
Das Missverständnis von der Tempelprostitution:
http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/805/819
Darin auch dieser "sozialistisch-geschlechtliche" Brauch:
Frauen-Versteigerung als Umverteilung:
Nach Herodot habe es auch den Brauch gegeben, dass die jungen Frauen zur Verheiratung versteigert wurden [vgl. heutige on-line Versteigerung der Entjungferung/Mizuage].
Je hübscher die Frau gewesen sei, desto mehr habe der Bräutigam in spe bezahlen müssen [Also wie im Sexowork. Aber:]. Mit diesem Geld seien daraufhin die hässlicheren Frauen ausgestattet und mit dieser Mitgift versehen für die ärmeren Männer dann doch attraktiv gemacht worden. [Das ist ein sexuelles Welfare/Sozialsystem. Vgl. Konzept der Sexworker-Kooperativen]
"Der Niedergang Babylons mache aus einer sinnvollen und gerechten Einrichtung eine öffentliche Demütigung und kultische Vergewaltigung durch fremde Völker." Das zeigt mir wie relativ und Kontextabhängig alle Handlungsvollzüge und Bewertungen selbstverständlich sind. Prostitution kann nur bewertet werden im Rahmen von Freiheit und Wohlstand und seiner Bewertung durch die Akteure selbst.
Möglicherweise wird beim Thema Tempelprostitution genauso mit Zirkelschlüssen argumentiert (die Vermutung von dem einem wird dann vom dem anderen als Beweis zitiert), wie bei der Menschenhandelsdebatte der heutigen Prostitutionsgegner :-((
Die Debatte ist noch nicht zu Ende. Wird sie es jemals sein können? Letztlich resultiert all diese Polarisierung aus der Sexualität selbst.
Klar ist dass Männer evt. eher dafür argumentieren, um Prostitution zu rechtfertigen und "Emanzen" dann entgegengesetzt (Alice Schwarzer Debatte und Co.).
Mehr zur heutigen Tempelprostituion unter Länderberichte Indien.
und im Thema: "Das älteste Gewerbe - Geschichte der Prostitution":
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=78184#78184
Gelübde Tempelprostitution in Lokri 476 v.Chr.:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=80239#80239
ARCHÄOLOGIE - Rätsel der heiligen Huren
Von Schulz, Matthias (Spiegel 12/2010)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69629004.html
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
Auch Solons-Bordellgesetz nur ein Mythos?
Solons Luxusgesetze über die Prostitution und den Parfümgebrauch
Legenden oder Wirklichkeit?
Hausarbeit, 2009, 12 Seiten
Florian Kalk
Fach: Geschichte - Frühgeschichte, Antike
Veranstaltung: Einführung in die alte Geschichte – Von der Gesellschaft zum Staat: Das Beispiel Athen
Universität Paderborn (Historisches Institut)
Zusammenfassung / Abstract
Laut Athenaios, hätte Solon ein Gesetz erlassen, dass den Männern verbot im Parfümgewerbe zu arbeiten. Dieser behauptet auch, dass Solon die damalige Form der Prostitution durch Gesetze reglementiert und veränderte hätte.
Da diese Darstellungen jedoch erstmals ca. 800 Jahre nach Solons Lebzeiten bei Athenaios auftauchten und sie zuvor weder bei Aristoteles noch bei sonst einem bekannten Schriftsteller Beachtung gefunden hatten, wird die Frage aufgeworfen, ob diese Gesetze wirklich von dem berühmten Gesetzesvater Athens stammen oder Athenaios sie ihm nur fälschlicher Weise zugeschrieben hat?
Um dies zu überprüfen, werde ich die Gesetze bei Athenaios analysieren und versuchen dessen Intention herauszuarbeiten. Weiterhin werde ich versuchen Quellen zu finden in denen die Gesetze ebenfalls erwähnt werden. Außerdem muss Solons Einstellung von Luxus dargestellt werden, damit eine glaubwürdige Einschätzung seiner Einstellung zum Reichtum möglicherweise Aufschluss über die Wahrheit der Gesetze geben kann. Diese Vorgehensweise soll mir dabei helfen zu beantworten, ob Solons Luxusgesetze über die Prostitution und den Parfümgebrauch Legenden oder Wirklichkeit sind. Zwar haben sich schon diverse Wissenschaftler mit den beiden Gesetzen im Hinblick auf Solons Luxusgesetzgebung beschäftigt, doch gehen die Meinungen über die Echtheit auseinander.
In dieser Arbeit wird in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Quellen, sowie unter Berücksichtigung der das Thema betreffenden wissenschaftlichen Literatur nachzuweisen sein, dass die Gesetze nicht echt sein können.
Wichtig für die Bearbeitung der Fragestellung erwiesen sich hierbei neben Quellen von Athenaios, Solon, und Plutarch, Monographien von R. Bernhard , C. Reinsberg und L. de Blois, der Aufsatz von M. Fischer und diverse Lexikonartikel aus der RE.
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/145780.html
Solon
(* wohl um 640 v. Chr. in Athen; † vermutlich um 560 v. Chr.)
Solon war ein griechischer Lyriker und athenischer Staatsmann. Mit seinem Namen verbinden sich vor allem die Reformen, die er in Athen durchführte. Er wird zu den sieben Weisen Griechenlands gezählt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Solon
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
Ein neues Paradigma der Ungleichheitenanalyse?
Praxeologisch[1] orientierte Intersektionalität[2] kompakt
[1] Praxeology is a framework for modeling human action. The term was coined and defined as "The science of human action" in 1890 by Alfred Espinas in the Revue Philosophique, but the most common use of the term is in connection with the work of Ludwig von Mises and the Austrian School of economics.
[2] Intersektionalität = Schnittmenge überlagerter Mehrfach-Diskriminierungen
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=68881#68881 (s.o.)
Fachbuch:
Gabriele Winker, Nina Degele:
Intersektionalität.
Zur Analyse sozialer Ungleichheiten.
Bielefeld: transcript Verlag 2009.
163 Seiten, ISBN 978-3-8376-1149-6, € 13,80
Rezension von Heike Kahlert
Abstract:
Gabriele Winker und Nina Degele legen mit ihrer kompakten Monographie erstmals für den deutschsprachigen Raum eine in Theorie, Methodologie und Empirie stringente eigenständige Abhandlung zur intersektionalen Analyse von sozialen Ungleichheiten vor. Das in jeder Hinsicht übersichtlich gestaltete Buch besticht durch eine begründete Argumentation, insbesondere in Bezug auf die theoretischen Vorentscheidungen, durch eine klare Gliederung und vor allem durch die Schritt für Schritt nachvollziehbare Umsetzung des vorgeschlagenen theoretischen und methodologischen Rahmens in die empirische Sozialforschung. Es ist daher uneingeschränkt empfehlenswert, auch für den Einsatz in der Hochschullehre, und es ist von hohem Anregungspotential für die wissenschaftliche Weiterentwicklung intersektionaler Analysen von sozialen Ungleichheiten.
Vom additiven Nebeneinander zur konzeptuellen Verschränkung
Spätestens seit den 1980er Jahren setzt sich auch in der deutschsprachigen soziologischen Ungleichheitsforschung die Erkenntnis durch, dass soziale Ungleichheit keineswegs nur als durch Kategorien wie Klasse oder Schicht bedingt auftritt, sondern vielfältige Formen annehmen und durch vielfältige ungleichheitsgenerierende Kategorien begründet sein kann.
So insistiert(e) beispielsweise die Frauen- und Geschlechterforschung auf der kategorialen Bedeutung von Geschlecht, die Migrationsforschung betont(e) die ungleichheitsgenerierende Wirkung von ‚Rasse‘ und/oder Ethnie, und die Alter(n)sforschung steuert(e) die Kategorie Alter(n) bei.
[Und wir Sexworker-Forscher steuern die Kategorie Beruf bei. Prostitutionsbedkämpfung ist Unterdrückung qua Berufswahl-Verbot. Vgl. Grundgesetz Artikel 11. Anm.]
Dementsprechend ist die Rede von sozialen Ungleichheiten im Plural aus der ungleichheitstheoretischen Diskussion nicht mehr wegzudenken. Theoretische Reflexionen und methodologische Präzisierungen erfährt diese Debatte seit Ende der 1980er Jahre vor allem aus der anglo-amerikanischen Frauen- und Geschlechterforschung, die die Multikulturalität der von ihr analysierten Gesellschaften und der in diesen wirkenden –zweifelsohne miteinander verschränkten– Ungleichheitskategorien in ihren Wechselwirkungen auch theoretisch zu begreifen sucht(e) und dieser Forschungsperspektive den Namen ‚Intersektionalität‘ gab.
An Intersektionalität orientierte empirische Forschung ist für die Sozialwissenschaften nicht neu, zu denken ist etwa an Kreuzungen von Kategorien wie Klasse, Geschlecht und Alter in statistischen Analysen. Neu ist aber das theoretische und methodologische Ringen um Beschreibung und Erklärung der Wechselwirkungen und Interdependenzen der einzelnen Kategorien jenseits eines bloßen additiven Nebeneinanders.
Theoretisch-methodologische Suchbewegungen der Frauen- und Geschlechterforschung
Obwohl sich die verfügbare, vor allem englischsprachige Literatur zu diesem Themenkomplex seit einigen Jahren explosionsartig zu vervielfältigen scheint, sind schlüssige Forschungskonzepte, die das Phänomen der Intersektionalität in theoretischer, methodologischer und empirischer Hinsicht zu analysieren versuchen, nach wie vor rar.
Im deutschsprachigen Kontext der Frauen- und Geschlechterforschung finden sich bisher überwiegend theoretisch ausgerichtete Beiträge, die die komplexer werdende internationale Debatte über Intersektionalität ordnen und für deutschsprachige theoretische und empirische Gesellschaftsanalysen anwendbar machen wollen. Nur vereinzelt liegen bisher empirisch ausgerichtete Konzepte vor. Den diesbezüglich wohl elaboriertesten und überzeugendsten Versuch stellt der „Praxeologische Intersektionalitätsansatz“ von Gabriele Winker und Nina Degele dar, der nun, in Weiterentwicklung verschiedener Aufsatzpublikationen und ,grauer‘ Papiere beider Autorinnen, erstmals kompakt in Buchform aufbereitet „den gemeinsamen dreijährigen Denk- und Schreibprozess“ (S. 8) der beiden Sozialwissenschaftlerinnen bündelt. Die Lektüre des vom Umfang her mit 163 Seiten eher bescheidenen Büchleins ist uneingeschränkt empfehlenswert und höchst anregend für die intersektionale Analyse sozialer Ungleichheiten.
Intersektionale Ungleichheitenanalyse Schritt für Schritt
Worum geht es in dem Buch? Winker/Degele gelingt es zunächst, in der Einleitung (Kapitel 1) knapp, präzise und verständlich einen Überblick über Essentials der ungestüm um sich greifenden Diskussionen der Frauen- und Geschlechterforschung zu Intersektionalität zu geben. Mit dem Fokus auf die Debatten der Frauen- und Geschlechterforschung wird hier zunächst die Geschichte des Konzepts Intersektionalität vorgestellt, das den Autorinnen zufolge „auf dem besten Weg“ ist, „zu einem neuen Paradigma in den Gender und Queer Studies zu avancieren“ (S. 10). Zusammengefasst wird auch, welche Kategorien sich wie in den aktuellen Debatten im Konzept der Intersektionalität niederschlagen, und festgehalten, dass bisherige Umsetzungsversuche eher beliebig die verschiedenen möglichen Analyseebenen in den Blick nehmen.
Auf das deutlich werdende Unbehagen an vorliegenden Ansätzen antworten die Autorinnen im Theorieteil des Buches (Kapitel 2) mit drei begründeten theoretischen Entscheidungen für ihren eigenen Entwurf. Die erste Entscheidung mündet im Anschluss an Sandra Harding in die Anwendung eines Mehrebenenansatzes, der die Makro- und Mesoebene von Sozialstrukturen einschließlich Organisationen und Institutionen, die Mikroebene in Gestalt von Prozessen der Identitätsbildung und die Repräsentationsebene von kulturellen Symbolen umfasst. Die zweite Entscheidung betrifft die Bestimmung der als relevant angesehenen und miteinander verzahnten Herrschaftssysteme auf der Strukturebene: Hier setzen sich die beiden Sozialwissenschaftlerinnen „mit der Verknüpfung von Geschlechter- und Klassenverhältnissen“ (S. 30) auseinander. Ihre dritte Entscheidung schließlich bezieht sich auf die Anzahl und Auswahl der in ihrem eigenen Ansatz als miteinander verknüpft berücksichtigten vier Strukturkategorien, nämlich – wie in anderen Ansätzen auch – die ‚Großen Drei‘ Rasse, Klasse und Geschlecht sowie als Viertes die Kategorie Körper, in der sie so verschiedene ungleichheitsgenerierende Aspekte wie Alter, Behinderung, Gesundheit und Attraktivität gebündelt sehen.
In methodologischer Hinsicht (Kapitel 3) entscheiden sich Winker/Degele für ein an Pierre Bourdieu angelehntes praxeologisches Vorgehen, das heißt, dass sie soziale Praxen als Verbindung der von ihnen ausgewählten drei Analyseebenen und als Ausgangspunkt empirischer Erkundungen ansehen. Ausgesprochen überzeugend ist das von ihnen entwickelte Modell zur Analyse der Wechselwirkungen der drei Ebenen im Feld sozialer Praxen, das systematische Bezugnahmen dieser Ebenen in jeweils beide Richtungen ermöglicht. Ebenfalls überzeugend, auch und gerade im Hinblick auf empirische intersektionale Forschung, sind die vorgeschlagenen und ausführlich beschriebenen acht Schritte zur intersektionalen Mehrebenenanalyse.
Abgerundet wird das Buch durch die umfassende Darstellung eines empirischen Beispiels aus eigenen auf qualitativen Interviews basierenden Forschungen zum Alltag erwerbsloser Personen (Kapitel 4), an dem die beiden Verfasserinnen die Anwendbarkeit ihres Ansatzes praktisch demonstrieren. Im Resümee (Kapitel 5) schließlich stellen sie die von ihnen entwickelten und verwendeten Werkzeuge nochmals gebündelt vor und reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen ihres Ansatzes.
Anregungspotentiale für weiterführende Studien zur Intersektionalität
Gründe, das Buch von Gabriele Winker und Nina Degele allen, die sich für theoretische und empirische Gesellschaftsanalysen zu sozialen Ungleichheiten interessieren, zu empfehlen, gibt es viele. Bestechend ist zunächst der gelingende Versuch, theoretische Grundlegung, methodologische Reflexion und empirische Anwendung des entwickelten eigenen Ansatzes schlüssig und nachvollziehbar im Rahmen eines erfreulich begrenzten Seitenumfangs sehr gut gegliedert und anschaulich darzulegen. Das Buch wird daher nicht nur die an Diskussionen über Intersektionalität interessierte scientific community vor allem in der Frauen- und Geschlechterforschung erreichen, sondern wird, trotz und wegen seiner Kompaktheit, auch fortgeschrittene Studierende der Sozialwissenschaften in ihren Bemühungen um intersektionale empirische Forschung begleiten und unterstützen, denn die notwendigen einzelnen Analyseschritte werden gut nachvollziehbar beschrieben.
Daneben enthält das Buch vor allem im Hinblick auf die Theoriebildung zu Intersektionalität umfassendes intellektuelles Anregungspotential. Um der Anwendbarkeit des entworfenen Ansatzes willen sind die theoretischen Vorentscheidungen der Verfasserinnen sämtlich wohl begründet und also auch für kritische Leserinnen (und Leser) nachvollziehbar. Und doch bleiben hierzu Fragezeichen, von denen abschließend einige skizziert werden sollen.
Denkbar wäre etwa, die Erkenntnispotentiale eines anderen systematischen Zuschnitts der Mehrebenenanalyse, beispielsweise im Anschluss an Giddens’ Strukturierungstheorie, auszuloten. Wie sähe eine intersektionale Ungleichheitenanalyse aus, wenn Makro- und Mesoebene getrennt behandelt und Repräsentationen als Bestandteil von Strukturierungsprozessen – und nicht als eigene Ebene – erfasst würden? Auch scheint keineswegs ausgemacht, dass die gewählten vier Strukturkategorien in der vorliegenden Fassung für den hiesigen gesellschaftlichen Kontext die treffsichersten und umfassend genug sind. Zu diskutieren wäre in diesem Zusammenhang etwa über verschiedene Auffassungen der Kategorie Klasse, gerade auch vor dem Hintergrund einer hierzu vergleichsweise breiten Debatte in der nicht auf Geschlecht fokussierenden Ungleichheitsforschung, die ja keineswegs nur Klassen, sondern auch Schichten, Milieus und Lebensstile kennt. Nicht abschließend geklärt scheint mir auch, ob die Kategorie Körper die Vielfalt der von Winker/Degele darunter subsumierten Ungleichheiten adäquat genug einholt. Schließlich kann der eingrenzende Fokus auf Klassen- und Geschlechterverhältnisse als zentrale zu berücksichtigende Herrschaftssysteme nicht unwidersprochen bleiben, werden damit in den anschließenden Analysen doch andere Herrschaftsformen wie etwa Imperialismus und Bodyismus als weniger bedeutsam an den Rand gedrängt.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Die aufgeworfenen Fragen stellen keine Schwachpunkte des hier rezensierten Buches dar, sondern werden durch die überzeugende Anlage des Buches erst als Fragen formulierbar. Daran weiterzudenken stellt eine neue Herausforderung für die Theoriebildung zu Intersektionalität dar.
URN urn:nbn:de:0114-qn111133
Dr. Heike Kahlert
Universität Rostock
Institut für Soziologie und Demographie
Homepage:
http://www.wiwi.uni-rostock.de/sozi..../makrosoziologie/kahlert/
E-Mail: heike.kahlert ät uni-rostock.de
http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/825/836
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
Hamburger Bischöfin über Religion & Sinneslust
"Sexualität ist eine gute Gabe Gottes"
Die Bischöfin Jepsen über die Schönheit der Sexualität, eine verkrampfte Körperlichkeit als Wurzel von Missbrauch und die Notwendigkeit eines offenen Umgangs mit Prostitution.
"Wir haben es nicht gelernt, über Sexualität zu reden.", Bischöfin Maria Jepsen. Foto: dpa
? taz: Frau Jepsen, ist jetzt, wo auch in der evangelischen Kirche Missbrauchsfälle bekannt geworden sind, bewiesen, dass Missbrauch mit dem Zölibat nichts zu tun hat?
! Maria Jepsen: Mein katholischer Bischofsbruder Jaschke aus Hamburg hat gesagt, der Zölibat reizt vielleicht besondere Männer, den Priesterstand anzustreben. Ich glaube aber nicht, dass der Zölibat und der sexuelle Missbrauch direkt verbunden sind. Man kann den Zölibat sehr wohl leben. Und wir haben ja - Gott seis geklagt! - auch glücklich verheiratete Männer, die Kinder sexuell missbrauchen.
? Finden Sie den Umgang der katholischen Kirche mit dem Thema Missbrauch angemessen?
! Ich glaube, das trifft auf die evangelische Kirche auch zu: Wir sind überrascht, was geschehen ist. Wir als Gesellschaft insgesamt waren anfangs zögerlich, weil wir es nicht gelernt haben, klar über Sexualität und Sexualitätsmissbrauch zu reden.
? Auch in der evangelischen Kirche?
! Auch da. Bei uns ist es nicht so stark, weil wir schon früher die Frage der Sexualität aufgenommen haben. Wir führen ja schon seit zwanzig Jahren Debatten zum Thema Lebensformen, also Homosexualität oder dem Paragrafen 218, also dem Schwangerschaftsabbruch. Es ist auch so, dass Frauen mehr dazu drängen, das Thema Sexualität anzusprechen. Es kommt nicht von ungefähr, dass wir es als erste evangelisch-lutherische Bischöfinnen in den ersten Jahren nicht leicht hatten, das Thema Homosexualität zu benennen, oft gegen die kirchenleitenden Männer.
Maria Jepsen
geb. 1945, wurde 1992 von der Nordelbischen Evangelischen Kirche zur Bischöfin für den Sprengel Hamburg (seit 2008 Hamburg-Lübeck) gewählt. Sie war die erste lutherische Bischöfin weltweit. Im Jahr 2002 wurde sie wiedergewählt.
? Sehen Sie in der christlichen Sexualmoral immer noch etwas Körperfeindliches, oder würden Sie das nur für die katholische Moral sehen?
! Im Lutherischen Weltbund spielt das Thema Homosexualität und Sexualität insgeheim eine große Rolle. Es ist über Jahre nicht so thematisiert worden, wie es hätte thematisiert werden müssen. Wir müssen Sexualität als eine gute Gabe Gottes entdecken.
? Das heißt?
! Sexualität hat zu tun mit der Schönheit etwa dessen, was wir biblisch im Hohen Lied der Liebe finden. Leider ist dies, was uns eigentlich mitgegeben wurde, durch den körperfeindlichen Neuplatonismus der ersten christlichen Jahrhunderte aus dem normalen Leben rausgenommen worden. Man hat alles irgendwie sublimiert, in die Spiritualität gesteckt. Daran haben wir zu arbeiten. Biblisch gesehen, betont die Sexualität die Ganzheitlichkeit des Körpers.
? Wie meine Sie das?
! Es war etwa eine Fehlentwicklung, dass die Idee der Erbsünde an die Sexualität gebunden und nur Jesus und Maria aus dieser Erbsünde herausgenommen wurden, als sei Sexualität etwas Böses. Die Schönheit der Sexualität, die haben wir nicht gelernt. Und das merken wir alle, wie verkrampft wir damit umgehen.
? Immer noch?
! Ja, indem wir einerseits Sexualität in billigster Weise anbieten, also käuflich bis dorthinaus, und sie gleichzeitig bloß nicht erwähnt wird. Wir haben also nicht gelernt, die normale Sexualität in Verantwortung wahrzunehmen. Wir haben heute keine richtige Ordnung mehr, auch nicht in Fragen der Prostitution. Das wird ja heimlich gemacht, anstatt dass man sagt, es gibt Bereiche, die sind einfach da.
? Sie sprechen für Prostitution?
! Ich spreche nicht gegen Prostitution. Ich setze mich dafür ein, dass Prostitution als ein legaler und anerkannter Beruf da ist. Und dann sollen die Leute auch dazu stehen. Beim Thema Prostitution wird alles heimlich gemacht, deshalb kann da auch Menschenhandel stattfinden. Und alle leugnen, dass sie zu Prostituierten gehen. Da muss man doch ehrlich sein. Es gibt Menschen, die eine besondere Form der Sexualität leben wollen. Da sollen die auch dazu stehen und sich nicht heimlich Frauen aus anderen Ländern als Sklavin hierher holen oder in diese Länder gehen und sie dort ausbeuten - und dann keine Verantwortung für sie tragen. Diese Männer leben ihre Sexualität auf Kosten anderer Menschen. Es gibt da eine Ernsthaftigkeit, die wir beim Thema Prostitution reinlegen müssen.
? Haben Sie die Befürchtung, der massive Vertrauensverlust, der laut Umfragen nun die katholische Kirche erschüttert, könnte auch die evangelische Kirche treffen?
! Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Auch in evangelischen Einrichtungen gab es ja Missbrauchsfälle. Wieder: Man muss Sexualität ernst nehmen. Man sprach früher nicht darüber. Kinder und Jugendlichen, die diese verbrecherische Form von Sexualität erlitten haben, haben es nicht gewagt, darüber zu reden. Wenn wir ein normales Verhältnis zur Sexualität gehabt hätten, wäre die Reaktion vielleicht anders gewesen. Es ist ein Vertrauensverlust für uns alle.
INTERVIEW: PHILIPP GESSLER
http://www.taz.de/1/leben/alltag/ar....st-eine-gute-gabe-gottes/
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
Ariane 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
| Endlich mal jemand, der die "gekaufte" Forschung blossstellt; bin seinerzeit aus den gleichen Gründen von der sanften in die harte Prostitution ausgewichen - und habe es nicht bereut. Den Brain zu investieren, um Schwachsinn zu optimieren und Schlimmeres? Dazu bin ich nicht angetreten.
|
|
|
|
|
|
|
|
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
Die Biologie der moralischen Empörung
Warum in der politischen Konfrontation der Haß so groß ist:
Why Conservatives Hate You: How Our Politics Relies on Creating Disgust for Opponents
Morality is grounded in our bodily experience. We literally feel right and wrong in our bodies. That's why disgust is such a powerful weapon in political fights.
Disgust = Abstoßung, Ekel, Empörung.
Ekel ist ein uralter Körperreflex um den Körper, den Verdauungsapparat zu schützen.
Schädliche Erfahrungen werden gespeichert, gelernt.
Diejenigen mit dem besseren Gedächtnis und Lernfähigkeit hatten evolutionär einen Vorteil.
Moral hat ihre Wurzel in körperlichen Emotionen und Erfahrungen.
D.h. die moralische Empörung z.B. gegen Fremdgehen, Mißbrauch oder Prostitution oder Kommunismus ... ist neuro-biologisch und -chemisch äquivalent dem z.B. in faules Brot oder einen verrottenden Apfel zu beißen.
Wenn einmal ein Gefühl der Abstoßung z.B. durch teuer bezahlte politische Kampagnen erzeugt werden konnte, bleibt es lange stabil und ist schwer zu ändern.
Will man eine Idee voranbringen muß man verhindern sie beschmutzen zu lassen und umgekehrt.
Derselbe Stimmulus kann daher Gruppen polarisieren, je nach Herkunft und Erziehung der Empfänger.
Ekel ist ein sozialer Kit, der Gruppen gegen Bedrohung zusammenhält.
Dieses Wissen kann von Demagogen der Elite gegen Demokratie und zur Manipulation mißbraucht werden.
Das Wissen um diese Zusammenhänge immunisiert hoffentlich.
Why Conservatives Hate You
May 31, 2010
TruthOut.org / By Joe Brewer
http://www.alternet.org/story/14706....for_opponents?page=entire
verwandte Themen:
Medienkompetenz: Spin Doktoren:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=64299#64299
Kampf der religiösen Prostitutionsgegner wie SOLWODI:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=3698
Kampagnen gegen Prostitution bei sportlichen Großereignissen:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=388
Intelligente Stellungnahme gegen Putophobie:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=5298
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
| Marc of Frankfurt hat folgendes geschrieben:
|
Will man eine Idee voranbringen muß man verhindern sie beschmutzen zu lassen und umgekehrt.
Derselbe Stimmulus kann daher Gruppen polarisieren, je nach Herkunft und Erziehung der Empfänger.
|
Und wenn die Idee bereits beschmutzt wurde? Wie in unserem Fall?
Wenn wir uns einfach darüber hinwegsetzen, weil wir eben anders empfinden ("Hurenstolz", happy hookers movement),
so würde das die gesellschaftliche Polarisierung demnach noch verstärken?
Würde es da nicht mehr Sinn machen, den Schmutz dorthin zurückzugeben, wo er her gekommen ist?
Etwa im Sinn einer Kampagne unter dem Motto: Was haben die schmutzigen Phantasien der Prostitutionsgegner mit uns zu tun?
Wie seht ihr das?
Liebe Grüße, Aoife
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
| Aoife hat folgendes geschrieben:
|
|
Was haben die schmutzigen Phantasien der Prostitutionsgegner mit uns zu tun?
|
Gefällt mir sehr gut.
Hat noch wer Ideen...
|
|
|
|
|
|
|
 |
Zwerg 
Senior Admin


Ich bin...: Engagierte(r) Außenstehende(r)

|
|
| Ein dickes Lächeln - Ja, unbedingt!
|
|
|
|
|
|
|
 |
Arum
PlatinStern


Ich bin...: Engagierter Kunde

|
|
Dieser Text aus Minima Moralia von Theodor W. Adorno bringt einiges schon ganz richtig auf den Punkt:
112
Et dona ferentes. - Deutsche Freiheitsphilister haben stets besonders viel auf das Gedicht vom Gott und der Bajadere sich zugute getan, mit der Schlußfanfare, daß Unsterbliche verlorene Kinder mit feurigen Armen zum Himmel emporheben. Der approbierten Großherzigkeit ist nicht zu trauen. Sie eignet das bürgerliche Urteil über die käufliche Liebe gründlich sich zu; den Effekt allväterlichen Verstehens und Verzeihens erzielt sie nur, indem sie die liebliche Gerettete mit schauderndem Entzücken als Verlorene anschwärzt. Der Gnadenakt ist an Kautelen gebunden, die ihn illusorisch machen. Um sich die Erlösung zu verdienen- als ob eine verdiente Erlösung überhaupt noch eine wäre -, darf das Mädchen selbst an »des Lagers vergnüglicher Feier« »nicht um Wollust noch Gewinnst« teilnehmen. Ja warum denn sonst? Tastet nicht die reine Liebe, die ihr zugemutet wird, plump den Zauber an, den Goethes Tanzrhythmen um die Gestalt winden und der dann freilich selbst durch die Rede vom tiefen Verderben nicht mehr zu tilgen ist? Aber es soll aus ihr durchaus auch so eine gute Seele werden, die sich einmal nur vergessen. Um ins Gehege der Humanität zugelassen zu werden, muß die Buhlerin, auf deren Tolerierung Humanität pocht, erst aufhören, eine zu sein. Es freut sich die Gottheit der reuigen Sünder. Die ganze Expedition dorthin, wo die letzten Häuser sind, ist eine Art von metaphysischer slumming party, eine Veranstaltung der patriarchalen Gemeinheit, sich doppelt groß aufzuspielen, indem sie erst die Distanz von männlichem Geist und weiblicher Natur ins Ungemessene steigert und dann auch noch die Machtvollkommenheit, den selbstgeschaffenen Unterschied zurückzunehmen, als höchste Güte drapiert. Der Bürger braucht die Bajadere, nicht bloß um des Vergnügens willen, das er jener zugleich mißgönnt, sondern um sich recht als Gott zu fühlen. Je mehr er sich dem Rand seines Bereiches nähert und seine Würde vergißt, desto krasser das Ritual der Gewalt. Die Nacht hat ihre Lust, aber die Hure wird doch verbrannt. Der Rest ist die Idee.
...
Zu 'Bajadere':
Bajaderen (aus dem Portugiesischen bailadeira) waren indische Tänzerinnen, die als Devadasis (Gottes Dienerinnen) bei Gottesdiensten oder als Tänzerinnen, auch bei weltlichen Veranstaltungen, auftraten. Ihre Umschlagtücher wurden ebenso genannt.
Aufgefasst als 'leichte Mädchen' sind Bajaderen ein beliebtes Thema der galanten Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts. Eine ist Titelfigur in Goethes Ballade Der Gott und die Bajadere, dort jedoch mit einem erhabenen Ausgang: Unsterbliche heben verlorene Kinder | Mit feurigen Armen zum Himmel empor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bajadere
...
Das Gedicht von Goethe, worauf auch Adorno sich bezieht, findet man hier:
http://meister.igl.uni-freiburg.de/gedichte/goe_jw42.html
|
|
|
|
|
|
|
|
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
Judith Butler in Berlin
Eklat zwischen etablierter Subkultur der Schwulen und Lesben beim CSD.
Die Genderforscherin und Begründerin der Queer-Theorie Philosophin Prof. Dr. Judith Butler, Uni Berkeley, lehnt den Zivilcourage-Preis des CSD-Berlin ab, für den Renate Künast (die Grünen) die Laudatio gehalten hatte.
- Die Veranstaltung sei nicht explizit Anti-Rassistisch, zu oberlächlich, zu kommerziell.
- Die Mehrfachstigmatisierungen (Intersektionalität) von Minderheiten in der Minderheit würden nicht angemessen beachtet.
- Minderheiten in der Minderheit (z.B. MigrantIn & People of Colour & Homosexuell) würden nicht wirklich inkludiert.
- Es besteht die Gefahr dass die Homosexuelle Minderheit gegen Minderheit der Ausländer instrumentalisiert und ausgespielt werde (Islamophobie, HomoNationalismus).
.
|
|
|
|
|
|
|
 |
Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

|
|
|
 |
|
|
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3 ... 7, 8, 9, 10, 11, 12 Weiter
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen
|
PROstitutions-Def., Leitbilder Sexwork & StigmaForschung
|
Sitemap - der Überblick über unsere Foren
Impressum www.sexworker.at
Sexworker Forum - das Forum von Profis für Profis aus der Sexarbeit Die Registrierung und Nutzung des Sexworker Forums ist kostenlos! Diskussion Tipps und Information Ein- bzw. Um- und Ausstiegsberatung
Hilfe für Prostituierte
Wir sehen nicht jede SexarbeiterIn automatisch als Opfer an! Aber wenn es notwendig ist, versuchen wir zu helfen! --------- Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
|