Wer hätte sich das gedacht... in London gehts heftig ab!
15 Monate Haft für Boy George wegen Misshandlung von Callboy
(AFP) 16.01.2009
London (AFP) Weil er einen Callboy in seiner Wohnung angekettet und geschlagen hat, muss der britische Popstar Boy George für 15 Monate ins Gefängnis. Ein Gericht in London verkündete das Strafmaß, nachdem der 47-Jährige bereits im vergangenen Monat schuldig gesprochen worden war. Boy George, der schon vorher Ärger mit der Justiz hatte, hatte bestritten, den 18 Jahre jüngeren Callboy mit einer Metallkette geschlagen zu haben.
Boy George wurde zusätzlich zur Übernahme von Verfahrenskosten in Höhe von 5000 Pfund (5600 Euro) verdonnert. Der Musiker gestand zwar ein, den Callboy bei dem Vorfall im April 2007 in seiner Londoner Wohnung angekettet zu haben. Die Blutergüsse am Körper des Opfers stammten nach seiner Darstellung aber nicht von Schlägen, sondern seien vermutlich auf dessen HIV-Infektion zurückzuführen.
Boy George und der Norweger hatten sich über eine Schwulen-Website kennengelernt. Vor einem Jahr kam der junge Mann zum ersten Mal in die Wohnung des Musikers, wo beide nackt für Fotos posierten und Kokain nahmen. Später beschuldigte George den Norweger per E-Mail, seinen Computer manipuliert zu haben, lud ihn aber erneut zu sich ein.
Boy George habe ihn bei dem zweiten Treffen mit Handschellen gefesselt und an eine Wand seiner Wohnung gekettet, warf der Norweger dem Sänger vor. Danach habe der Musiker ihn geschlagen und als "Hure" beschimpft. Dem Callboy gelang die Flucht, indem er die Kette aus der Wand riss. Der Callboy führte den Angriff darauf zurück, dass er Boy Georges Aufforderung zum Sex bei einem vorherigen Treffen zurückgewiesen habe.
Boy George, der mit bürgerlichem Namen George O'Dowd heißt, hatte vor Gericht keine Aussage gemacht. Der Polizei sagte er, er habe den Callboy zwar gefesselt, aber nicht geschlagen. Nach der Urteilsverkündung schaute Boy George wortlos zu seinen anwesenden Familienmitgliedern. Die zeigten sich geschockt über die Haftstrafe.
Boy George war als Frontmann und Sänger der Popgruppe Culture Club bekannt geworden, die in den 80er Jahren mit Hits wie "Do you really want to hurt me?" erfolgreich war. Später versuchte er eine Solo-Karriere, dann arbeitete er als DJ.
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Großbritannien - Boy George vorzeitig aus Gefängnis entlassen
12. Mai 2009, 10:30 Uhr
Der britische Popsänger Boy George ist wieder auf freiem Fuß. Der 47-Jährige wurde nach nur vier Monaten aus dem Gefängnis entlassen. Ursprünglich sollte er 15 Monate Haft verbüßen, weil er einen Callboy gequält hatte. Doch nun kann Boy George wieder seine Partys feiert, auch wenn er noch eine Fußfessel tragen muss.
Sänger Boy George ist frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der 47-Jährige kam nach vier Monaten hinter Gittern frei, wie die BBC am Dienstag berichtete. Er war im Dezember der Freiheitsberaubung für schuldig befunden worden und zu 15 Monaten Haft verurteilt worden.
Der Sänger hatte nach Überzeugung des Gerichts 2007 einen Callboy bei einem Nackt-Fotoshooting an ein Bett gekettet und geschlagen. Boy George hatte eingeräumt, dass er den Norweger gefesselt habe. Er dies aber nur getan, weil dieser ihm zuvor Fotos von seinem Laptop gestohlen habe.
Der einstige Sänger der Gruppe Culture Club wurde dem Bericht zufolge vor dem Gefängnis in der englischen Grafschaft Suffolk von Freunden begrüßt. George O'Dowd, wie der Künstler bürgerlich heißt, müsse vermutlich für die verbleibenden elf Monate seiner Haftstrafe einen elektronischen Sender tragen.
Bereits kurz nach der Verurteilung war über eine auf vier Monate verkürzte Haftzeit spekuliert worden. Die Zeitung The Sun hatte im Januar berichtet, der 47-Jährige sei bereits in eine mildere Haftanstalt verlegt worden. Berichten zufolge soll Boy George wegen seiner Homosexualität möglicherweise von Mithäftlingen angegriffen worden sein. Ein Gefängnissprecher hatte dagegen betont, es gebe für keinen Häftling eine Sonderbehandlung.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Musiker mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist: Im Sommer 2006 war er in New York wegen Drogenbesitzes und eines vorgetäuschten Einbruchs zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Er musste fünf Tage lang Straßen reinigen.
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