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Curyoux
UserIn


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Und wieder erhalte ich Clubwerbung die Happy Hour anbieten. Ich persönlich finde es schlimm, dass spezielle Clubs Ihren SW keine Entscheidungsrechte einräumen, aber was zur Zeit läuft, kann ich im Sinne der Dienstleitung nicht mehr anerkennen. Man könnte meinen es wird Schlachtvieh verkauft:
Hier ein paar Auszüge, die von mir besucht* worden sind :
Happy Hour in Form von 2 zum Preis für 1, halber Preis für ganze Dienstleistung.
Bonuskarten a la Pizza-Service, wer 10 mal gebucht hat, darf einmal gratis drüber.
Gehts noch abartiger, bei uns scheinbar schon:
Die Nutten-Flat, einmal zahlen und über 5 SW innerhalb 12 Stunden so oft man will und wie man will drüber. Habe ich mir wirklich live angesehen und kann nur sagen, extremer Männerüberschuß (vor allem die Sorte, die man nicht als Kunde möchte, besoffen unter Drogen, ungewaschen) und die Mädchen alla Fabrikakkordarbeiterin zwar jung und hübsch, aber emotional kaputt.
Habe mir einige dieser Bonusmeilenaktionen angesehen und bisher immer mit negativen Resultat. Ich bin aus den SM-Bereich einiges gewöhnt, weis aber das es im SM mit gegenseitiger Achtung und Respekt abläuft.
Ich persönlich finde in unseren Bereich, solche Angebote als Menschenverachtend, zu dem zieht man sich doch geradezu einen bestimmten Typ Kunden auf.
* : Auch wenn ich den Eintritt bezahlt habe, hat mir das zusehen vollkommen genügt.
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fraences 
ModeratorIn


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Ich gebe Dir da Recht, das auf Grund der Wirtschaftliche Lage und die vermehrte Angebote (Konkurrenzkampf) man den Trend erkennt zu billige Sexangebote.
Jedoch entscheidet jeder SW persönlich, ob sie in einem solchen Sexbetrieb arbeiten möchten oder will.
Ich wundere mich selber immer darüber, wie solche Betreiber (meisten noch sehr junge hübsche erotische) Frauen dazu dies mir zumachen.
Es ist jedoch; (das kenne ich von FKK-Betriebe), das der Anreiz für die SW, darin liegt das sie zwar wenig Geld pro Nummer erhalten, aber durch das Massenaufkommen abends ihre Geld in der Tasche haben.
Die meisten ziehen dann ein paar Monat durch, müssen aber danach ein Arbeitspause einlegen, da sie kein Schwxxx mehr sehen können.
Oder eine andere Beobachtung ist das vermehrte Aufkommen von Osteuropäischen Frauen, für die das Geld ein ganz anderen Wertigkeit hat.
Gruß Fraences
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Zwerg 
Senior Admin


Ich bin...: Engagierte(r) Außenstehende(r)

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Zum Thema passend (und ich denke auch zum Nachdenken anregend) - > Tanja Regensburg besucht den Pussyclub Fellbach
Auch wenn ich mit vielen "Aktionen" absolut nicht zu Rande komme, so handelt es sich in erster Linie um Arbeitsplätze von SexarbeiterInnen - und oft (siehe Bericht Tanja) um (zugegebener Maßen oft massiv übertriebene) "Werbeaussagen" - die auch ich eher als frauenfeindlich einstufe, aber vor einer Verurteilung auch die Meinung der dort arbeitenden SexarbeiterInnen eingeholt haben will.
Ist oft nicht einfach - wenn`s kompliziert ist :-)
christian
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fraences 
ModeratorIn


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Der Bericht von Tanja aus Regensburg finde ich sehr gut und wenn es noch weitere gibt, wäre es hilfreich um die Wünsche der SW zu erfassen, um dann daraus eine Leitfaden zu entwickeln, für das langangeplante Qualitätssiegel, bzw. Selbstverpflichtung der Betreibe weiter auszuarbeiten.
Ich denke man müsste sofern es geografisch und zeitlich machbar ist, mehr Betriebe aufsuchen und sich dadurch ein realistische Einschätzung vor Ort von den SW einholen.
Liebe Grüße
Fraences
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Lupus 
ModeratorIn


Ich bin...: Engagierter Kunde

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Ich kenne Wohnungen mit Happy Hour / Bonuskarte.
Die Aktionen werden dort vollständig von den BetreiberInnen getragen, die SW haben dadurch keine Nachteile.
Eine andere Wohnung (Basis: Tagesmiete) schnürt zusammen mit den SDL bestimmte "Pakete", Teilnahme/Ausprägung ist der SDL freigestellt.
Und Gangbang-Veranstaltungen, die von SDL in Hotelzimmern organisiert werden, sind doch auch flat-Angebote.
Werbung dafür ist nun mal an der Zielgruppe ausgerichtet, muss doch jede Frau selbst entscheiden, ob sie ihre Dienstleistung in einem Betrieb mit sexistischer Werbung etc. anbietet oder nicht. Oder sollten die Fraue doch keine Wahlmöglichkeiten haben??
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Ariane 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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"3-Loch-Stute" ist auch immer wieder sehr schön zu lesen. *g*
Letztlich entscheiden die meisten SW selbst über ihre Selbstdarstellung, Werbung und Aussenwirkung, bereits in der Werbung beginnt das sexuelle Selbstbestimmungsrecht zu wirken, mögen die Werbeslogans noch so verdinglichend und blöd erscheinen. Porno- und Schnäppchenjäger-Speech is everywhere und Teil unserer Kultur, mag man es bedauern oder auch nicht.
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Robby
wissend


Ich bin...: Kunde

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eure berichte bestätigen leider wieder einmal meine meinung über viele menschen:egoistische,hirnlose ressourcenkonsumenten
kenne das allgemein auch von meiner privaten und geschäftlichen umgebung:billig,billiger,am billigsten
egal ob nahrungsmittel,kleidung oder sex
es darf nichts kosten und nach kurzem gebrauch wirft man es weg-das nächste teil wartet schon
vernünftige menschen würden derartige angebote vor allem im sex-bereich ablehnen und daran denken dass die/der kurzzeitpartner auch ein mensch ist
leider reichts bei den meisten nicht dazu
meine kollegen/innen)kapierens auch nicht dass samstags und sonntagseinkauf dazu führen wird dass wir auch bald am wochenende arbeiten müssen
wünsche allen so denkenden dass sie bald auch zum halben lohn die doppelte arbeit machen müssen
robby
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Lady Tanja
hat was zu sagen


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Im BDSM Bereich habe ich die Erfahrung gemacht, daß das Verramschen von Dienstleistungen nicht dazu führt, daß sich mehr Gäste einen Besuch leisten.
Ganz im Gegenteil...sogenannte Billigdominas sind meist schnell wieder weg vom Fenster.
Rabattaktionen, Happy-Aua-Preise o.ä. führen m.E. eher dazu, daß der Gast diese Domina meidet, getreu dem Motto: "Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Schließlich hat Qualität ihren Preis"
Aktionen, in denen Frauen verramscht werden wie auf dem Grabbeltisch, finde ich ziemlich widerlich und menschverachtend.
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Ich glaube das gilt nicht nur für BDSM sondern für Qualitäts-Sexwork allgemein und für Dienstleistungen, Produkte und Markte überhaupt.
Diese Preisdumper Mentalität folgt leider einem universellen Marktgesetz = "Ehernes Lohngesetz":
"Der Lohn schwankt bei vollkommener Konkurrenz unter den Bedingungen eines schrankenlosen Kapitalismus stets um das Existenzminimum."
-- Ferdinand Lassalle (1825-1864)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=39353#39353
Marketing:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=98185#98185
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Lady Tanja
hat was zu sagen


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Es scheint halt eine gewisse Klientel für das Dumpingsegment (egal ob nun Sexgewerbe oder nicht) zu geben...sonst würden Geschäfte, die mit "Geiz ist geil" werben, nicht existieren.
Und im Hirn wird ja auch ein bestimmtes Belohnungszentrum angesprochen, sobald der Mensch Worte wie Rabatt, Sonderaktion o.ä. liest.
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fraences 
ModeratorIn


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Es hat zu jeder Zeit "Billigangebote im Sexgewerbe gegeben.":
In Laufhäuser (Z:b: Aachen,Duisburg,Düsseldorf u.a,) wurde (Zeitrahmen (80er Jahre) mit 20,00 DM am Fenster gekobelt.
Und nach Einwilligung des Freiers wird dann auf dem Zimmer nachgekobelt. (Für 20,00 DM war weder Ausziehen noch Anfassen erlaubt):
Diese Arbeitsweise ist im Agentur- oder Privatbereich anders, da wird ein fester Betrag für eine gewisse Zeit und Service vorher vereinbart. Hier gilt (außer bei weitere besondere Wünsche des Gastes) das Nachkobern als unerwünscht.
Gruß Fraences
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Kobern würde ich nicht mit Preisdumping zusammen bringen, obwohl es für den Kunden so aussehen mag und auch haussehen soll, weil wir Sexworker wissen, dass Menschen sparsam/geizig sind und gelockt/überredet werden wollen...
Ein Billigsegment ist selbstverständlich und auch notwendig. Sonst wäre ALDI nicht so erfolgreich. Wir alle müssen sparen...
Weil Produkte/Dienstleistungen immer zahlreicher und komplexer werden, können immer weniger Leute wirklich Qualität richtig einschätzen. Dann bleibt nur noch der Preis als einziges Unterscheidungsmerkmal übrig. Und deshalb nehmen die Leute dann das preiswertere. Der Preis wird also zum Selektionskriterium. Und das wissen wir Qualitätsanbieter eben auch und wir signalisieren durch einen hohen Preis unsere besondere Qualität (Preis hat Signalfunktion).
Dass beim Jagen und Entdecken von Sonderangeboten Glückshormone ausgestoßen wurden war mir auch bisher neu. (Danke an die moderne Hirnforschung und Werbepsychologie).
Kobern ist eine spezielle sexworker-eigene Marketingmethode die auch viel Sexbiz-, Psychoerfahrung und Selbstsicherheit verlangt.
Manche nennen es Betrug, wenn es unfair stattfindet (Abzocke, die gibt es viel in der Grauzone vom Sexbiz, aber woanders auch). Kobern kann auch ganz natürlicher Teil des Geschäfts sein seine Extraleistungen mit Mehrwert zu vermarkten... (Kundenbindung..., vgl. IGEL bei den Ärzten).
funny Videoclip
Kobern im Massagestudio:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=82927#82927
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fraences 
ModeratorIn


Ich bin...: SexarbeiterIn

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@wobei das Kobern in der heutige Zeit (subjektiv mein Erfahrung) wenig praktiziert oder beigebracht wird. bzw. bei Stundenpreisverhandlung und den darin erhaltene Dienstleistung nicht mehr erfordert bzw. vom Gast nicht gut gehieße wird.
Liebe Grüße
Fraences
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