::: Sicherheitsmaßnahmen ACHTUNG ESCORTAGENTUREN :::

Hier werden die Sicherheitsmaßnahmen für SexarbeiterInnen gesammelt, welche später auf unserer Webseite veröffentlicht werden. Wer Tipps zum Thema hat, oder Links kennt, bitte hier posten!
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::: Sicherheitsmaßnahmen ACHTUNG ESCORTAGENTUREN :::

#1

Beitrag von Zwerg » 2010-08-13, 09:19

Hallo Ihr!

Ich werde hier in den nächsten Tagen versuchen, meine Erfahrungen bzw. das von mir Wahrgenommene in Bezug auf Escortagenturen (speziell für den Wiener Raum, wobei so Manches auch für D gültig ist) zu posten.

Ich hoffe, dass es dadurch gelingt, die betroffenen BetreiberInnen

1. zum Umdenken zu bewegen (und dies schleunigst) bzw. falls dies nicht geschieht

2. Euch davon abzuhalten, in die geschilderten Situationen zu geraten.

Der 3. Punkt liegt mir/uns besonders am Herzen: Ich/Wir hoffe(n) auch, dass vielleicht die eine oder andere SexarbeiterIn (mit meiner/unserer Unterstützung) Anzeige erstattet. Das was da zum Teil abgeht bzw. abgegangen ist, ist für mich jenseits der Grenze zum Erträglichen.

Ich möchte noch betonen: Das hier in diesem Thread Geschilderte ist nicht ein Spiegelbild der Wiener Escortagenturen! Es sind einige wenige schwarze Schafe darunter! Diese zu erkennen und gegebenen Falls auch Probleme (mit meiner/unserer Hilfe) lösen zu können, soll Euch dieser Thread helfen!

christian





Verzeichnis von Agenturen:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=100493#100493 (SW-only)

[ergänzt marc]
Zuletzt geändert von Zwerg am 2010-08-13, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#2

Beitrag von Zwerg » 2010-08-13, 09:34

"Knebelverträge" bzw. "Exklusiv-Verträge" bei einer Escortagentur

Natürlich kann der/die BetreiberIn einer Escortagentur sagen "ich vermittle Dich nur, wenn Du Dich nur bei meiner Agentur vermitteln lässt. ABER Verträge, welche "Strafen" (zum Teil mehrere 1000 Euro) androhen, falls sich eine SexarbeiterIn nicht daran hält, sind ein absolutes NOGO! Diese Verträge sollten von Euch nicht unterschrieben werden - und falls Ihr bereits unterschieben habt, sind sie nicht durchsetzbar - schon gar nicht mit dem Spruch "abarbeiten...."

Wenn die betroffene SexarbeiterIn bei der Behörde auch nur andeutet, dass es bei der betreffenden Agentur um die Vermittlung sexueller Dienstleistungen geht, so wäre das oben Geschilderte nichts anders als Zuhälterei!

Man mag zwar im ersten Augenblick denken "da bin ich ja selbst vielleicht strafbar.... da ich ja Geheimprostitution ausübe" - ABER: Selbst wenn dies zutreffen sollte (der Schutz des Opfers /also der SW/ steht aber auch bei der Staatsanwaltschaft an 1. Stelle - und: Geheimprostitution ist ein Verwaltungsdelikt - vergleichbar mit "Schwarzfahren in der Straßenbahn" - und Zuhälterei ist im Strafrecht zu finden "vergleichbar mit "Diebstahl oder Raub"!

Wenn Ihr Probleme mit einer Agentur wegen eines "Knebelvertrages" oder "Exklusivvertrages" mit einer BetreiberIn habt - bitte: Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch helfen!

Wichtig: Wir unternehmen Nichts, ohne Eure Zustimmung - und wir können unter Umständen auch helfen, in dem wir den/die BetreiberIn zu einem Gespräch bitten.

christian (++43 676 413 32 23 - rund um die Uhr erreichbar)

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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#3

Beitrag von Zwerg » 2010-08-13, 09:48

"Fotorechte" bzw. "Veröffentlichung von Fotos gegen Euren Willen" bei einer Escortagentur

Natürlich kann der/die BetreiberIn einer Escortagentur sagen "ich habe die Bilder bezahlt oder selbst gemacht und deshalb liegen die Rechte bei mir und ich mache damit was ich will". ABER keines Falls, kann es sein, dass Bilder von Euch gegen Euren Willen (speziell wenn Ihr gar nicht (mehr) bei der betreffenden Agentur arbeitet) auf der/den Webseite(n) der Agentur veröffentlich werden.

Unser Rat: Tretet die Veröffentlichungsrechte der Bilder NICHT unbegrenzt (!) an die Escortagenturen ab! Unterschreibt etwaige Verträge nur mit der Zusatzbemerkung "gilt nur während der Dauer der Zusammenarbeit bzw. bis auf Widerruf"! Wenn der/die BetreiberIn auf etwas Anderes (zu Eurem Nachteil) besteht, dann dreht Euch um und geht! Es gibt genug seriöse Begleitagenturen, die derartige Methoden nicht notwendig haben.

Wenn Ihr Probleme mit einer Agentur wegen "Fotorechten" mit einer BetreiberIn habt - bitte: Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch helfen!

Wichtig: Wir unternehmen Nichts, ohne Eure Zustimmung - und wir können unter Umständen auch helfen, in dem wir den/die BetreiberIn zu einem Gespräch bitten.

christian (++43 676 413 32 23 - rund um die Uhr erreichbar)

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Titel: RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :

#4

Beitrag von Zwerg » 2010-08-13, 09:51

Schulden bei einer Escortagentur!

Wenn Ihr, aus welchen Gründen auch immer (Beispiel: Fotos noch nicht bezahlt - oder gar irgendwelche "Strafen" (dazu noch später)) "Schulden" oder "angebliche Schulden" bei einer Escortagentur habt, dann gibt es für den/die EscortbetreiberIn nur eine einzige gesetzlich gedeckte Möglichkeit, diese einzufordern: Er/Sie muss zu Gericht und einen "Zahlungsbefehl" erwirken (gegen den Ihr Einspruch erheben könnt (gerne mit unserer Hilfe)). Nach diesem Einspruch kommt es zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Exekutionsgericht wobei der/die BetreiberIn auch nachweisen muss, in wie fern die "Schulden" rechtens sind.

Es kann nicht sein, dass ein(e) BetreiberIn Euch auffordert bzw. zwingen will, Schulden abzuarbeiten! Auch sonstige Drohungen (Outing, Erscheinen vor Ort, oder das Einbehalten von Dokumenten (Reisepass!)) sind nicht rechtens und Ihr solltet Euch (gerne mit unserer Hilfe) dagegen verwehren!!!

Wenn Ihr Probleme mit einer Agentur wegen "Schulden" mit einer BetreiberIn habt - bitte: Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch helfen!

Wichtig: Wir unternehmen Nichts, ohne Eure Zustimmung - und wir können unter Umständen auch helfen, in dem wir den/die BetreiberIn zu einem Gespräch bitten.

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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :

#5

Beitrag von Zwerg » 2010-08-13, 10:33

Handy- bzw. Handtaschenkontrolle durch den/die BetreiberIn???

Es steht außer Frage! Kein(e) BetreiberIn hat das Recht eine Handtasche oder ein Handy gegen Euren Willen zu durchsuchen! Wenn Jemand wirklich diesen Schritt setzen sollte, so raten wir dringlich Anzeige zu erstatten! Gerne mit unserer/meiner Hilfe! Wenn Jemand Eure Rechte derart missbrauchen sollte, dann ist er wahrscheinlich auch zu mehr fähig! Lasst Euch dies keines Falls gefallen!

Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch helfen!

Wichtig: Wir unternehmen Nichts, ohne Eure Zustimmung (wir informieren die Behörden nur dann wenn Ihr es wollt) - und wir können unter Umständen auch helfen, in dem wir den/die BetreiberIn zu einem Gespräch bitten. Wobei: In einem derartig gelagerten Fall raten wir doch, die Behörden zu verständigen.

christian (++43 676 413 32 23 - rund um die Uhr erreichbar)

Ich betone nochmals: Die hier aufgezeigten Missstände sind nicht die Norm! Auf gar keinen Fall darf man die gesamte Branche im Lichte derartiger Missstände sehen! Aber natürlich: Es gibt sie, die schwarzen Schafe - und dagegen sollten wir (gemeinsam) etwas tun!

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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#6

Beitrag von Zwerg » 2010-08-13, 22:37

Vertrag mit einer Escortagentur

Ein, in meinen Augen, besonders wichtiger Tipp: Wenn ein(e) BetreiberIn einer Escortagentur mit Euch einen Vertrag machen möchte (was eigentlich verwunderlich ist, denn die Escortagentur arbeitet für Euch - und nicht umgekehrt), dann besteht unbedingt darauf, dass Ihr eine Kopie des Vertrages bekommt!

Ich habe in meiner nahezu 5-jährigen Tätigkeit noch nicht einen einzigen Vertrag von einer Escortagentur gesehen, der rechtlich in Ordnung gewesen wäre (was aber nicht heißen soll, dass es ihn nicht gibt). Wir sind gerne bereit, Euren Vertrag (wenn möglich vor der Unterschrift!) für Euch prüfen zu lassen... Eine seriöse Escortagentur wird sicher kein Problem damit haben, wenn Ihr sagt "ich möchte den Vertrag meinem Rechtsbeistand vor der Unterschrift zeigen". Falls dies doch geschieht, solltet Ihr Euch überlegen, ob diese Escortagentur wirklich die Richtige für Euch ist!

Es gilt auch zu beachten: In Österreich ist Sexarbeit sittenwidrig - es kann keinen rechtsgültigen Vertrag über die Vermittlung von sexuellen Dienstleistungen geben. Solche Verträge sind von vornherein ungültig - und (!) Ihr könnt auch nicht auf Erbringung von Leistungen aus einem derartigen Vertrag geklagt werden!

Solltet Ihr Probleme/Fragen zu einem Vertrag mit einer Escortagentur haben: Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch wahrscheinlich helfen oder zumindest raten!

christian (++43 676 413 32 23 - rund um die Uhr erreichbar)

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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#7

Beitrag von Zwerg » 2010-08-14, 13:12

Rechtliche Situation bei Escorts (in Österreich)

Wenn eine Escortdame bzw. eine Escortagentur in irgend einer Weise sexuelle Dienstleistungen anbietet ist automatisch ein gesetzlicher Graubereich gegeben - die Erklärung "es würde nur der Kontakt vermittelt und was dann geschieht ist nicht Sache der Escortagentur" ist üblich, aber ich würde mich im Falle eines Rechtsstreites nicht darauf verlassen, wenn dem nicht so sein sollte! Streng genommen: Es ist in Österreich für Escortagenturen (!) nicht möglich, eine sexuelle Dienstleistung zu vermitteln - es ist sogar strafbar... (beachtet bitte: Als Escortdame für eine sexuelle Dienstleistung vermittelt zu werden ist im schlechtesten Fall (!) für die SW eine Verwaltungsübertretung (ähnlich wie Schwarzfahren in der Straßenbahn!) - Für den/die BetreiberIn der Escortagentur ist es unangenehmer, da hier das Strafrecht schlagend werden könnte.

Daraus resultiert eine (vom Gesetzgeber gewollte?) unangenehme rechtliche Situation: Da man sich außerhalb der gesetzlichen Bahnen bewegt, ist eine gewisse Rechtlosigkeit damit verbunden. Jedoch: Es gibt genug andere Gesetze, die keines Wegs außer Kraft gesetzt sind, weil man als Escortdame arbeitet! Und diese Gesetze dienen auch Eurem Schutz! Wenn Jemand Euch unter Druck setzen sollte - angreift - terrorisiert - Sachen entwendet - Dokumente einbehält - Euch sonst wie schädigt dann steht es außer Frage, dass Ihr die Verletzung Euer Rechte zur Anzeige bringen könnt (gerne mit unserer Hilfe!)

Ich möchte das Problem hier mit den wohl abscheulichsten Fall, der mir/uns dieses Jahr berichtet wurde, erklären: Ein Betreiber gerät mit einer SexarbeiterIn in Streit, da sie nicht so "funktionierte, wie er wollte" - im Zorn (er ist als Choleriker bekannt) greift er nach einer herumliegenden Schere und schneidet der SW damit ins Haar.

Wie sieht das nun aus? Eindeutig Körperverletzung und somit strafbar - und zwar unabhängig davon, ob es jetzt um sexuelle Dienstleistungen geht, oder nicht! Ich bin überzeugt, dass in dem Augenblick, in dem sich die SW entschließen sollte (was wir hoffen und auch selbstverständlich unterstützen würden) Anzeige zu erstatten, auch andere SW den Mut haben würden, solchen Kerlen das Handwerk zu legen!

Wichtig: Der geschilderte Vorfall hat nichts mit den anderen Escortagenturen zu tun! Er ist in seiner Abscheulichkeit einmalig und sicher ein Extrembeispiel - aber leider ein Reales! Deshalb: Wenn Ihr von Seiten einer BetreiberIn auch nur den Anflug von Agression erfahrt (wenn auch nur verbal) wechselt die Agentur! Natürlich könnt Ihr Euch in solchen Fällen auch gerne an/uns wenden! Wir werden Eure Anliegen/Rechte gerne vertreten!

Solltet Ihr Probleme/Fragen zu dem Thema haben: Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch wahrscheinlich helfen oder zumindest raten!

christian (++43 676 413 32 23 - rund um die Uhr erreichbar)

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Re: RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#8

Beitrag von Ariane » 2010-08-15, 00:37

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Zwerg hat geschrieben:Rechtliche Situation bei Escorts (in Österreich)

Es ist in Österreich für Escortagenturen (!) nicht möglich, eine sexuelle Dienstleistung zu vermitteln - es ist sogar strafbar...
Danke Christian für dies und deine anderen Linktips. Wenn man sich in die "Vermittlungstätigkeit" schon begibt, sollte man sich als erstes mit den rechtlichen Dingen vertraut machen; falls nicht, sich aber auch nicht wundern, wenn der Zustrom an Bewerberinnen ausfällt oder die Behörden auf der Matte stehen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie Escorts sich in quasi rechtsfreien Räumen unbefangen europaweit bewegen oder wie viele Schlawiner ohne Background meinen, mit/ohne eigene SW-Erfahrung, auch rein rechtlich betrachtet, mit einer Agenturgründung mal eben das schnelle Geld machen zu können. Also danke.

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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#9

Beitrag von Zwerg » 2010-08-23, 19:13

Exklusiv bei einer Escortagentur?

Die Entscheidung darüber, ob sich eine SexarbeiterIn nur von einer Escortagentur vermitteln lässt, oder nicht, darf ausnahmslos nur die betroffene SexarbeiterIn selbst fällen!

Natürlich wäre das ideal, wenn es bei einer Agentur genügend Jobs gibt - Die Escortdame oder der Escortherr also genug verdient. Noch idealer wäre es, wenn es eine Job-Garantie von Seiten der Escortagentur geben würde. Dann könnte man sogar einen Exklusivvertrag unterschreiben (der aber in Österreich, auf Grund der Sittenwidrigkeit ungültig wäre).

Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: Natürlich kann eine Agentur sagen "Wer auch bei anderen Agenturen arbeitet, den vermittle ich nicht" - ist völlig legitim - und auch das Einzige, was von Seiten einer Agentur kommen kann/darf. Jegliches "unter Druck setzen" oder das Pochen auf etwaige Vertragsklauseln ist jedoch grundsätzlich abzulehnen! Freiwillige selbstbestimmte Sexarbeit bedeutet, dass einzig und alleine die SexarbeiterIn bestimmt ob und mit welchem Betreiber bzw. Betreiberin sie zusammen arbeitet! Lasst Euch keines Falls in eine Abhängigkeit drängen - und falls Ihr das Gefühl habt, dass Ihr diesbezüglich Hilfestellung oder Rat braucht: Bitte meldet Euch!

Solltet Ihr Probleme/Fragen zu einem Vertrag in Bezug auf Exklusivität mit einer Escortagentur haben: Wendet Euch vertraulich (und auch gerne anonym) an mich/uns! Wir können Euch wahrscheinlich helfen oder zumindest raten!

christian (++43 676 413 32 23 - rund um die Uhr erreichbar)

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#10

Beitrag von Zwerg » 2010-10-10, 01:14

Auf Grund der Vorfälle der letzten Wochen: Wir empfehlen ausdrücklich (und ganz speziell auf Wien bezogen) besondere Vorsicht, bei Escortagenturen bei welchen das Covering nicht funktioniert - oder gar nicht vorhanden ist!

Wenn eine Escortagentur nicht einmal bis Ablauf des Jobs erreichbar ist, so würde ich mir Gedanken um deren Seriosität machen! Es geht um Eure Sicherheit!

christian

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#11

Beitrag von bluescorpio » 2011-01-13, 19:35

Auf Grund der Vorfälle der letzten Wochen: Wir empfehlen ausdrücklich (und ganz speziell auf Wien bezogen) besondere Vorsicht, bei Escortagenturen bei welchen das Covering nicht funktioniert - oder gar nicht vorhanden ist!
Was ist ein Covering?

lg

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#12

Beitrag von Aoife » 2011-01-13, 20:14

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bluescorpio hat geschrieben:Was ist ein Covering?
Eine Sicherheitsperson außerhalb des eigentlichen Treffpunkts.

Der du bei deiner Ankunft beim Kunden beispielsweise telefonosch oder via SMS mitteilst dass du jetzt da bist und wie lange das date dauern soll, und die bei einer Zeitüberschreitung zurückruft und gegebenenfalls auch die Polizei alarmiert.

Wenn eine Agentur das anbietet, dann aber faktisch nicht erreichbar ist, hast du keine Sicherheit. Und wenn die Agentur das covering gar nicht erst anbietet, so dass du es selbst organisieren mußt, so ist die erforderliche Mitarbeiterbetreuung nicht gegeben.

Liebe Grüße, Aoife
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#13

Beitrag von Zwerg » 2011-01-13, 20:15

Unter Covering versteht man "Deckung bzw. Absicherung geben"

Bei einem Job soll unbedingt Jemand wissen, wo Du bist (Adresse und auch Tel.Nr. des Kunden) - und wann Du den Job beginnst und auch, wann er voraussichtlich endet.

Wenn Du Dich dann nicht "anmeldest" bzw. "abmeldest" dann sollte die Coverperson entsprechende Schritte setzen, um Dich (falls nicht möglich, den Kunden) zu erreichen - und auch bereit sein, die Behörden zu informieren.

In Wien ist meines Erachtens ein Covering durch die Agentur Standard! Es geht um die Sicherheit!

Liebe Grüße

christian

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#14

Beitrag von Zwerg » 2011-01-13, 20:30

Ups... zur gleichen Zeit getippt!

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#15

Beitrag von fraences » 2011-01-14, 04:49

Super. Das Covering finde ich als der wichtigste Aspekt wofür ich eine Begleitagentur zahle. Sicher auch für die Arbeit und die Werbung die investiert wird um Termine klar zusprechen und noch viele andere Leistungen die sie erbringt.
Leider habe ich im Laufe meine 30jährigen Arbeit dies so oft erleben müssen.
Ich hoffe, da ich sehe das Du Dich sehr genau auseinander gesetzt hast mit Escortservice Dich mal um Rat fragen darf,wo ich mir in einigen Punkten noch nicht sicher bin , wie man es für beiden Seiten zu friedendstellend , seriös und legal händelt.
Fränces
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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen - VOR ESCORTAGENTUREN :::

#16

Beitrag von candy44 » 2011-02-15, 19:07

Ich habe selber bei einer Escortagentur( die gibt es gottseidank heute nicht mehr gibt) als Telefonistin gearbeitet. Es war mein erster Job in der Escortbranche und er hat mir wirklich viel Spass gemacht bis zu dem Zeitpunkt wo es von seiten der betreiberin dann druck ausgeübt wurde. Wenn ich ein Mädchen nicht erreicht habe oder sie keine lust auf diesen job hatte sollte ich sie mit arbeitssperren unter druck setzen und noch einiges mehr. Das gefiel mir überhaupt nicht.
Ich bin der Meinung das jede sw selbst entscheiden soll und darf wann sie arbeiten möchte und mit wem. Ich kann euch wirklich nur empfehlen seht euch den oder die betreiberin einer Agentur gut an und hört lieber zweimal hin und vor allem glaubt nicht alles was man euch am anfang erzählt. -es gibst sicher genügend seriös arbeitende agenturen aber auch sehr viele die nur auf das schnelle geld aus sind und denen ihr ansonsten egal seid. Es ist aber schwierig das auf den ersten Blick festzustellen
Also lieber zweimal hinsehen!

Alles Liebe Candy

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#17

Beitrag von Zwerg » 2011-02-15, 19:28

@candy

Du hast vollkommen recht - die sexuelle Selbstbestimmung ist unantastbar!

liebe herzliche Grüße

christian

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#18

Beitrag von candy44 » 2011-02-15, 19:35

@ christian
Ja theoretisch SOLLTE es so sein, nur praktisch sieht es leider traurig aus. :006
Liebe Grüße aus Wien

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#19

Beitrag von alana » 2011-02-16, 02:50

Wenn ich mir mal so ansehe was so manche Agentur verlangt und dann noch der Fahrer auch noch extra bezahlt werden muß, dann ist kein Unterschied zu einer Terminwohnung. Man arbeitet quasi mehr für die Agentur als für sich selbst. Es sieht nur vordergründig so aus als hätte man mehr Freiheiten.

Also ich arbeite da doch eher für mich selbst, als für andere, auch wenn ich dadurch mehr arbeiten muß mit Werbung schalten und das alles. Aber das was ich verdiene gehört mir.

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#20

Beitrag von fraences » 2011-02-16, 09:26

Ich kombiniere es. Eigene Werbung und für Agenturen (von einem kann man nicht existieren). Hat den Vorteil, das wenn man nicht dauernd präsent ist, bin öfters unterwegs im ausland, das ich nicht ständig Werbung schalten muss, Telefon, email beantworten , sprich die ganze vorarbeit leisten muss.
Fairerweiser muss man sagen, das es unterschiedliche Vermittlungsprovisionen gibt von 20-50 Prozent.

Liebe Grüße
Fraences
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