Charlie Spice hat mich für den kommenden Donnerstag noch einmal eingeladen. Die Charlie Spice Show ist sehr an weiteren Gästen interessiert. Bitte die Webseite besuchen, registrieren (oder auch nicht), Charlie anschreiben (er ist auch auf Skype) und sich bewerben. Charlie war selbst viele Jahre in der Sexindustrie tätig. Mehr auf seiner Webseite. Frohe Ostern!
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Wie Prostitutionsgegner sehr einseitig aus unserem intl. Sexworker Forum zitieren
Das ist bemerkenswert, erstmals(?) 2012 kann man lesen, dass eine Sexarbeiterin aus dem intl. Sexworker Forum für A - CH - D gegründet 2005, wörtlich mit Forum-Nick und unserem Domain-Namen sexworker.at auf einem anderen Blog zur Prostitution und Prostitutionspolitik zitiert wird.
Das könnte Ehre für unsere jahrelange Dokumentationsarbeit von authentischen Stimmen von weiblichen, transsexuellen und männlichen Sexworkern sein. Es könnte Anerkennung sein für unsere gemeinschaftlich-vernetzten Mühen mit Fachinformationen, Zeitungsarchivierung, wissenschaftlichen Studien und persönlichen Postings von unserer Arbeit und Lebenserfahrungen zu berichten, d.h. ein Talk-Back Tool (Gegenöffentlichkeit) zu haben gegen vorherrschende prostitutionsfeindliche Diskriminierungen und Propaganda.
Aber wenn man sich genau anschaut wie selektiv hier eine Sexworker Stimme zitiert und regelrecht mißbraucht wird, ist das sehr traurig und zugleich ein Armutszeugnis für die Blogerin (siehe Screenshot).
Hier das vollständige Zitat als Reaktion auf einen dort auch verlinkten längeren Zeitungsartikel über die unsäglichen Bedingungen und Reglementierungen den Straßenstrich am Prater in Wien betreffend. Auch die genaue Fundstelle und Link ins SW Forum hat die Bloggerin gegen die Straßenprostitution gar nicht erst angegeben in ihrer unverholenen Schadenfreude über den Zeitungsbericht zu einer in Teilen versagenden Prostitutionspolitik:
Femina hat folgendes geschrieben:
Das ist ja grauenvoll!
Man soll nicht glauben, daß auch in Wien das Jahr 2012 ist.
Im Mittelalter wurden diese Frauen mehr hofiert und geschützt von den Ortsoberen als heute im Technikzeitalter.
Die Verantwortlichen sollten sich was schämen!
Hier soll mit einem herausgerissenen Satz aus dem Mund einer Sexarbeiterin, die neu im Sexworker Forum ist und aus Deutschland kommt, polemisiert werden im komplexen Spannungsfeld von Wiener Presseberichterstattung, Kommunalpolitik, Sexworker-Interessenvertretung und Prostitutionsreglementierung. Dieser Blogeintrag erreicht leider nur das tiefe Niveau des Boulevard-Journalismus. Peinlich.
Mißbrauch einer Sexworker Stimme.png
Beschreibung:
Beweisfoto (Screenshot vom 24. Mai 2012) mit von mir hinzugefügtem Text in rot und URL in schwarz.
So ein Hickhack um einen Straßenstrich! Statt daß sie von Amts wegen einen hübsche Flaniermeile errichten!
Im nächsten Leben werde ich Bürgermeisterin von Wien. Zu meiner Amtsernennung werde ich ein Salzburger Dirndlgwand tragen.
Dann rufe ich die besten Baumeister zusammen, damit ein wunderschöner Straßenstrich angelegt wird,
mit dem Namen "Felix Austria". Frei nach Kaiserin Maria Theresia.
Das wäre eine Anlage in einer Allee, zwischen den Bäumen historische Straßenlaternen mit warmem Licht.
Dann in Abständen einbetonierte, runde Partytische mit vier einbetonierten Barhockern, wohin sich die Frauen setzen könnten. Diese ständige Herumlauferei erzeugt nur Krampfadern.
Die Kissen dafür liegen in Wärmepavillions.
Aus Boxen, die in den Baumkronen montiert sind, rieselt romantische Musik.
Es gibt kleine Wärmepavillions, in denen im Winter Tee zubereitet werden kann.
Es gibt hübsche Toiletten und Waschräume.
Und es gibt einen automatischen Bankschalter, wo die Frauen zwischendurch ihr Körberlgeld einzahlen können, damit es sicher aufs Konto gelangt.
Dann würde ausreichend Wachpersonal vor Ort sein, welches auch gerne mit den Frauen außerhalb der Stoßzeiten plaudert und Tee o.ä. trinkt.
Sobald sich ein Kunde nähert, zieht sich der Wachmann diskret zurück.
Von der Straße gehen kleine Seitenstraßen zu rosenumwucherten Pavillions, worein man mit dem Auto fahren kann. Auch da flanieren Wachposten in schönen Uniformen.
Ach ja, und für die vielen alleinstehenden Akademikerinnen, Managerinnen und Kauffrauen, die als Worcaholic keine Zeit für feste Beziehungen haben, dafür soll es auch schöne Püffchen geben, mit charmanten Sexworkern. Groß und klein, dünn und dick und natürlich muskulös und groß.
Die letztere Spezies würde ich dann mal ab und zu aufsuchen.
Als Bürgermeisterin macht man ja schon mal Ortstermine.
Aber bis ich mal Bürgermeisterin von Wien werde, das dauert noch mindestens 75 Jahre.
Lt. genetischer Disposition werde ich 100. Das sind noch 40 Jahre. Dann wiedergeboren werden und nochmal 35 Jahre bis zur Bürgermeisterwahl, danach wird der schönste Straßenstrich der Welt konzipiert.
Und Wien wird zu den reichsten Städten der Welt zählen.
Und Diskussionen wie die, die momentan geführt werden, werden in alten Filmen und Gazetten zum Gaudium der Gesellschaft gereichen.
Wenn dann die internationale Kundschaft mit den Fliegern Wien verläßt, singen die Amerikaner, Araber, Asiaten, Europäer und Australier in deutscher Sprache vor Begeisterung:
Wien, Wien, nur du allein...
...dort, wo die lieblichen Mädchen geh'n..
Das hast Du so schön beschrieben, von meinem geistige Auge, habe ich voll das Bild da, wie eine wunderschöne Straßenstrich gestaltet werden könnte.
Vielleicht sollten wir eine Projekt ins Leben rufen und in kleine Bastelarbeit, sowie die Architekten Bauprojekte vorstellen, so Modellprojekt entwerfen.
Ja, eigentlich hatte ich nie über das Thema Straßenstrich nachgedacht, weil ich damit ja nix am Hut hatte.
Erst jetzt, durch das unkluge und unwürdige Verhalten der Politiker und Behörden, erst jetzt wird auch einem Unwissenden richtig klar, wie traurig die Situation ist.
Wenn das ordentlich geführt wird, von Amts wegen abgesegnet ist, dann bekommt diese wirtschaftlich lukrative Branche ein anderes, ja ein feines Gesicht.
Und Zuhälter gäbs auch nicht. Die sollten lieber ins Sportstudio und anschließend ins Püffchen für Bürgermeisterinnen gehen und dort ihr eigenes Geld verdienen.
Guckt mal in meinen Bürgermeister-Trööt.
Ich habe noch nachträglich das Lied "Wien, Wien, nur du allein..." eingefügt. Für diejenigen, die mit meinem Liedanfang nichts anfangen können.
Dazu die wunderschönen Bilder von Wien!
Und da so eine feine, romantische Erotikmeile, das hätte doch was.
Das Wort Straßenstrich gäbs nicht mehr. Würde ich verbieten.
> "Projekt ins Leben rufen und in kleine Bastelarbeit, sowie die Architekten Bauprojekte vorstellen."
Dazu kann ich schon eine Version - Vision beisteuern.
Freue mich dass Femina ähnliche Vorstellungen hat. Was uns bisher fehlt ist die Beteiligung von mehreren Sexworkern z.B. aus Wien, nur dann werden wir auch ernstgenommen von Medien oder Politikern... Bisher klappt das nicht, weil Sittenwidrigkeit bzw. Stigmatisierung dem entgegen stehen, und daher können sich Sexworker gegenseitig fast ausschließlich nur als Konkurent_innen erleben.
Im Folgenden das Machwerk von Mariana van Zeller, National Geographics (Trailer only).
Sie machte es wie sie es von der US-Polizei und Geheimdienst-Krimis abgeschaut hatte und bediente sich illegaler Methoden um Bildmaterial vom Sexbiz zu bekommen, d.h. mit Hilfe von versteckter Kamera und indem sie sich bei Aenturen in Las Vegas als Schein-Escortgirl ausgab (Anm. In LA ist Prostitution verboten im Gegensatz zu einigen Counties im Umland wo die weltberühmten legalen Bordelle liegen...):
http://tvblogs.nationalgeographic.c....for-sale-american-escort/
Nicht zugänglich für Deutschland:
http://video.nationalgeographic.com....taboo-2/ngc-prostitution/
Die Doppelmoral die in einem Abolitionistischem System mit Prostitutionsverbot herrscht wird deutlich erkennbar. Agenturen können nur Tänzerinnen vermitteln. Alle wissen worum es geht, aber es kann weder ausgesprochen, geschweige denn vertraglich noch gesetzlich legal abgesichert geregelt werden. In den Scheinverträgen, die die Agenturen mit "Tänzerinnen" abschließen steht daher geradezu das Gegenteil von dem was alle Parteien beabsichtigen zu tun, nämlich Sexdienstleistungen zu vermarkten und anzubieten.
Die professionelle US-Kollegin Amanda hat sich gerade mal so vor den ausbeuterischen Medien und dieser reißerischen Reportage mit "hidden agenda" im Sinne der Prostitutionsgegner und Sherifs retten können. Das zeigt wie wichtig "wasserdichte" Verträge und Honorarforderunen sind, BEVOR man ein Interview zusagt
(bitte weitersagen und zukünftig verlinken, wenn demnächst wieder die diversen Medienanfragen hier im Forum auftauchen aber ich nicht jedesmal die Zeit finden werde Querverweise einzufügen...):
In a bid to demystify their profession, the sex workers appeared on a panel open to the public, as part of this week's Festival of Sex Work, the first festival of its kind in Australia.
Organised by Vixen, a collective of current and former sex workers who promote civil rights in the industry, the impetus for the festival was to give a voice to sex workers. The festival receives no corporate sponsorship or government funding.
Last night's event, Ask A Sex Worker A Question, invited members of the public to ask any question in exchange for a gold coin donation.
''We're tired of other people talking about us,'' said event co-organiser Tabitha. ''We're a very diverse group of workers.''
The stars of last night's panel were Australian adult actor Angela White, our most popular internet porn star, and dominatrix Lady Ambrosia Noir, who, along with the rest of the panel answered questions about their ideal day at work, labour rights in the industry and depictions of sex workers.
The Age asked the panel about the portrayal of sex workers in the Craig Thomson scandal [Labor MP Thomson misused funds and spent over $500,000 while head of the Health Services Union, including on prostitutes and on his election to parliament].
Private escort Cassie said she found the emphasis on Thomson's alleged use of sex workers, rather than of misusing his credit card, offensive.
''Particularly the way most media threw around the term 'hooker'. Sex work is a legal service,'' she said. Male escort Christian, who has worked in the industry for 15 years, said: ''We want people to hear from us, instead of thinking they can speak on our behalf.''
Other events at this week's festival included a historical sex work walking tour of the city, a forum today at Melbourne University on sex work policy and law, a film screening at ACMI and workshops for sex workers.
The festival culminates with International Whores' Day on Saturday [2. Juni], a celebration of sex workers' rights, celebrated locally with a Red Umbrella Rally on the steps of Parliament House.
''There's a lot of stigma around that word,'' said Tabitha.
''We're trying to reclaim it back for ourselves.''
Im Internet lauern verschiedene Gefahren.
Manche haben ernsthaft mit der Demokratie und Meinungsfreiheit zu tun
Gefahren sind z.B.:
- Internetsucht
- Viren und Trojaner, mit denen persönliche Daten und Vermögenswerte geklaut werden (z.B. Bankpasswort, TAN etc.) oder die Web-Cam fremd gesteuert wird, um das Privat- und Sexualleben auszuspionieren.
- Viren und Trojaner, mit denen der eigene Rechner entführt wird und zweckentfremdet wird als sog. Bootnetz für weitere Angriffe:
- Spionage und Sabotage mit Hilfe von Viren und Trojanern, mit denen vertrauliche Information gestohlen werden (z.B. Industriespionage) oder Systeme zerstört werden (z.B. Stuxnet Virus gegen Iranische Atomkraftwerksteuerungscomputer)
- Berechnungsalgorithmen bei Google Suche und FB Anzeige, die nur noch die Interessen des User bedienen (user dependent content), aber nicht mehr eine allg. Realität abbilden
- Big Brother Meinungsüberwachung in Social Communities (Data Mining, großer Lauschangriff, Bundestrojaner), wenn z.B. Geheimdienste zugang zu Facebook haben (Gerücht?)
und als letztes eine Gefahr für die Demokratie und Meinungsbildung:
- Big Brother Meinungsmanipulation, wenn in sozialen Netzwerken Diskussionen mit von großen Konzernen bezahlten virtuellen Personen stattfinden
("Astroturfing" mit Hilfe von "Persona Management Software"):
Wir müssen die Medien-Gesetzlichkeiten genau studieren und clever nutzen, um uns schützen zu können und gleichzeitig unsere Themen öffentlich vertreten und verbreiten lassen zu können...
Mediendebakel für Tantramasseurin und Sexualassistentin aus München:
Ein unachtsam und geradezu reißerisch wiedergegebenes Zeitungsinterview im Spiegel hat zur Folge, dass sich die Erotikdienstleisterin gezwungen sieht, sich vom Angebot Geschlechtsverkehr zu distanzieren
"Daher sehe ich mich im Moment veranlasst, das Thema Geschlechtsverkehr aus meinem Angebot der Sexualbegleitung auszuklammern."
Ein unbedarftes/ehrliches Interview mit zwei jungen Studentinnen der Zeitung, über deren Einstellung gegen Prostitution man vmtl. zu wenig bis gar nichts wußte, kann so zu einer beruflich/privaten Katastrophe werden, wo sich dann die Nachbarschaft oder Umgebung gegen einen wendet, wenn der Zeitungsartikel dank social Media größte Aufmerksamkeit daheim und am Arbeitsplatz erzeugt (vgl. Zwangs-Outing).
Das herrschende Anti-Prostitutionsstigma (internalisiert bei den Autorinnen und der Zeitung der Spiegel) findet sich zugespitzt in dem Satz wieder den auch @annainga kritisiert: "bei der Sexual-Assistenz bestimmt die Dienstleisterin, bei der Prostitution der Kunde". Das ist die völlig Fehlinterpretation von selbstbestimmter freiwilliger Sexarbeit, weil die Medien seit Jahren nur von sog. Zwangsprostitution und Menschenhandel berichten und daher zu wenige in der Öffentlichkeit unsere Sexarbeitsrealität kennen oder zu beschreiben wagen. Es bleibt noch viel zu tun für emanzipatorische Medienarbeit.
Ich bin immer wieder erstaunt wie gutgläubig manche Kolleginnen mit der Anti-Prostitutionsrealität bzw. Scheinheiligkeit konfrontiert werden.
Diese Naivität wird noch dadurch verstärkt, dass viele die erotisch-sexuelle Dienstleistungen anbieten, nie auf die Idee kämen sich als Sexworker zu verstehen und auf diesem Feld nach Informationen und Tipps zur Medienkommunikation zu suchen, obwohl die Polizeibehörden, Gerichte und Strafgesetze hier eindeutig Prostitution feststellen.
Man könnte diese Sachlage und Diskrepanz zwischen gelebter Sexualität und Gesetzeslage als einen Aspekt der sog. "Prostitutions-Falle" bezeichnen. So werden Aussenseiter geradezu erzeugt.
Somit wird auch verständlich warum es andere Sexualassistenten vorziehen, sich von vornerein (in der Öffentlichkeit) von Geschlechtsverkehr zu distanzieren so wie z.B. in diesem Video einer Sexual-Assistentin in Österreich:
___
Hier ein Beispiel wie die Prostitutionsgegner bzw. die Elterninitiative gegen das m.E. aufgeblähte Phänomen Loverboys ihre Infos den Piraten zuspielen:
http://wahl.piraten-nds.de/2012/10/....-bei-facebook/#comment-67
Mein Kommentar wurde bisher aber nicht freigeschaltet:
Zitat:
Prostitution ist seit dem Prostitutionsgesetz (ProstG von 2002) eine legale Erwerbstätigkeit für Erwachsene. Allerdings existert wegen dem Sonderstrafrecht Prostitution zusätzlich seit 2005 ein Sonderschutzalter von +21 Jahren was Sexworker-Migrant_innen und ihre Partner oft nicht kennen, und somit Ziel der Strafverfolgung werden bzw. Statistiken hochtreiben und mehr Strafverfolgung auslösen. Ferner können junge Sexworker nicht in sicheren Bordellen oder Terminwohnungen arbeiten, sondern werden quasi per Gesetz auf den Straßenstrich in die Arme von Zuhältern getrieben, während man bei Krankenpfleger_innen oder Soldat_innen ab 18 keinen Schutzbedarf sieht.
Menschenhandel ist ein medial vielfach gehyptes Thema, insbesondere seit der Fußball WM 2006, wo angeblich 40.000 Zwangsprostituierte eingeschleppt wurden wie zuerst der deutsche Städtetag formulierte. Die EU hat später jedoch konstatiert, dass lediglich 5 Fälle mit Menschenhandel und Prostitution in Verbindung gebracht werden können und alle waren volljährig, aber unter 21 Jahren. Darunter auch Deutsche und ein Mann. Tatsächlich wurde die Fußball WM aber durch das Prostitutions-Stigma entschieden, als der Welt-Fußballstar Zidane vom Gegner beschimpft wurde: "Deine Schwester...Hure..." und gewalttätig wurde.
Das Loverboy-Thema ist ähnlich emotional aufgeladen, geht es doch um Minderjährige (aka. Kinder), Sex, Abhauen, Ausländer, also genau die Mischung die seit über 100 Jahren in den "white slavery"-Diskursen wie eine Moral Panic kultiviert werden. Allerdings sind da auch schon mediale Betrügereien nachgewiesen:
William Thomas Stead fingierte 1886 den Kauf eines 13jährigen Kindes (Eliza Armstrong), um sein Buch gegen Menschenhandel zu vermarkten ("The Maiden Tribute of Modern Babylon").
Loverboys: the Media Construction of a New Crime. Content Analysis of Dutch News Coverage (1995-2005), Johannes Peter Burger, Leiden U; Willem M. Koetsenruijter, U of Leiden.
Sogar die Milliardärin Susanne Klatten war seinerzeit auf einen "Loverboy" hereingefallen. Vgl. Erotik/Sex-Touristinnen in Kenia, Dom.Rep... und Opfer von "Beznes".
Maria Mosterd, angebliches Loverboy-Opfer, wurde am 10. 5. 2010 vom Fernsehjournalisten Peter R. de Vries des Betrugs überführt.
Die Feministinnen und Prostitutionsgegner in Schweden sind teilweise geleitet von einem "The Gender War // Könskriget". Dokumentarfilm von Evin Rubar 2005.
Wir Sexworker, Migrant_innen und Menschenrechtevertreter halten es für gefährlich selektiv Opferklischees zu kultivieren, statt über Liebe, Sex, Verhütung, Partnerschaft und Prostitution sachgerecht aufzuklären.
[Genaue Quellenangaben und Links im Sexworker Forum. Hilfsplattform und Gewerkschaftsprototyp seit 2005 in A - CH - D.]
Umgang mit den Medien - Überlebenswichtig für Sexworker:
Media Survival Guide for Sex Workers
from Alexandra Beesley
(submitted for distribution via newsletter re the Olympics in Australia, Sydney 2000)
(Diese Seite ist leider seit langem nicht mehr im Internet, daher jetzt hier archiviert.)
The sudden invasion of Australia by print, television and radio media
due to the impending Olympics, all looking for a different angle on the
games, has made my phone and e-mail run hot. The current trend amongst
the producers and journalist from media organisations world-wide seems
now to be focusing on the "steamy" side of the Olympics ... everyone is
looking for a story on the anticipated boom that will supposedly occur
in the Sydney sex trade due to the sudden influx of tourists, athletes
and officials from around the globe.
As a documentary maker and sex worker I have worked with such people as
Sky Television, Granada, ABC, BBC, SBS and ITV, and have experienced
first hand how easy it is to manipulate, titillate and use footage and
sound bites out of context.
The media's power to influence our culture is obvious, and mainstream
media's tendency to gravitate towards the superficial and sensational
means that people who work in the sex industry are generally portrayed
under a negative light, enforcing and perpetuating stereotypes.
I know first hand the impact of my "outing" by the media - it changed my
life.
If you've been approached by any media organisation or representative to
do a documentary or interview...
Here are a few tips that may help you decide whether you will participate or not:
Establish who the Producer, the Director, Broadcaster and
Production Company are.
Find out how long the Broadcaster holds the Rights to the program,
in which countries or territories it will initially be shown, and
how many times.
Will there be video or cable distribution of the program?
Will the program ever be shown on the Internet?
[The Internet never forgets.]
Will your image be used to promote the program?
Make sure you see a treatment or draft of the program, or list of
questions if an interview. Establish the premise behind the
program, and if possible, ascertain the motivation of the
program's creators.
If you feel you must remain anonymous, don't participate in the
program. Wigs don't work, and promises of "fixing it in
post-production" or "fixing it in the edit" should not be depended
upon.
[Texte die eingeblendet werden sollen vorher schriftlich festlegen
bzw. ausschließen was tabu ist.]
Armed with this information, see if the production company or
program makers have done any previous work, and if so, locate or
request a copy to view. If it is an Australian production company,
try contacting the Cinemedia Film Library in most capital cities,
or look up the production company / program maker in the
Australian film & TV who's-who, "Encore", published yearly and
available at all good libraries. Overseas production companies or
program makers can perhaps be researched on the Web.
Payment: It is not unreasonable to request payment. Remember,
without your participation there is no program. As a documentary
film maker, I make sure everyone gets paid, but most Australian
media do not pay documentary participants. American and European
pay rates vary dependent upon how much time is involved. I pay
$1,000.00 (Australian, heute ca. 800 EUR) for a 5 day shoot, for a 4 hour maximum
day. This takes into account loss of wages and covers other
incidental costs such as catering and transport. Payment for
interviews varies from $150.00 - $1,000.00, depending upon who you
are, what you're saying and who the production company is,
sometimes known in the trade as "cheque book journalism". The
British tabloid press are a classic example.
Asking for part payment up-front for programs in which you are
going to be used for an extended period of time (a week or two),
is also not unreasonable.
Release forms: By signing a release and consent form, you are
signing away all your rights to the work you have just done for
the program in perpetuity. Once you have signed a release and
consent form, there is usually little you can legally do to then
prevent your likeness being used in any way by the broadcaster /
production company. Also be aware that any production company /
broadcaster will usually insist that you sign such a document.
[Eigene Ergänzungen schriftlich hinzufügen.]
This is often tricky, my suggestion would be to try and sign the
form after you have completed your role in the program (ie. at the
end of the day), and only sign if you feel confident that the work
you've done for the program maker, combined with the integrity of
the program maker themselves, will not cause you any adverse
effects at some future date. You may also attempt to request to
view the final cut, though often program makers will agree to
almost anything in order to obtain your release and consent, and
if you really want them to follow through, ensure that your
requests are actually included in the document you are signing.
This also applies to any payment that may have been offered, and
the release and consent form could also possibly include such
inclusions as requests for a copy of the finished product. Always
make sure you get a copy of the release form, as well as a copy of
the finished program at the end of it all.
The final point to remember is that Film and Television programs (and to
a lesser extent, radio, print media and Internet) are forever. Who knows
when and where the program will be shown 5, 10, 15 or even 20 years from
now. How will this program going to air, going to video, going to cable
or being endlessly repeated on late night television impact upon you.
Think about where you may be at in your life at this time and how it
could impact upon it before making any decisions.
Alexandra Beesley www.beeworld.net.au
"I run fun media workshops in which I show examples from films and
documentaries and how the subject matter or characters have been 'media
manipulated', then workshop how to manipulate the media!"
SWIMW
Sex Worker's International Media Watch
(2001-2010)
wayback.archive.org/web/[*]/http://SWIMW.org
(Zum Wiederfinden und Weitergeben an Newbies ist dieser Sexworker-Selbsthilfe-Text auch am Ende vom 1. Posting auf Seite 1 in diesem Thema verlinkt.)
Sexworker Forum macht heute teilweise genau dass, was SWIMW sich schn damals auf die Fahnen geschrieben hatte.
Medienarbeit oder "Medienhure" kann zum Geschäftsmodell werden.
Es muß clever geplant und nachhaltig verfolgt werden.
Dann ermöglichen evt. Eigenproduktionen oder der Verkauf von
Verwertungsrechten ein sog. "massives passives Einkommen".
Eine Form der Zukunftsabsicherung oder Rente.
Zirkel der Macht - Eine Netzwerkanalyse der Medien
Wie sind die Medien mit den Herrschenden vernetzt und womöglich ihr williges Propagandawerkzeug
Medienkonzentration in Deutschland 2012
1. EUR15,253 Mrd. Bertelsmann (Gütersloh) Liz Mohn: RTL NTV VOX, SonyBMG, RandomHouse, B-Stiftung, G&J: SZ? Stern FTD (Spiegel)
2. EUR 6,221 Mrd. ARD (München/Berlin) öffentlich rechtlich: das Erste und Landessender WDR, NDR...
3. EUR 3,185 Mrd. Axel Springer (Berlin/Hamburg) Fride Springer: BILD, Die Welt, Berliner Morgenpost
4. EUR 2,756 Mrd. ProSiebenSat.1 (Unterföhring) ehem. Leo Kirch: Pro7, sat1
5. EUR 2,260 Mrd. Georg von Holtzbrinck (Stuttgart): Rowohlt, Fischer, StudiVZ, elitePartner.de, Die Zeit, Tagesspiegel, Handelsblatt
6. EUR 2,176 Mrd. Hubert Burda Media (Offenburg): Focus, Bunte, Playboy
7. EUR 2,004 Mrd. Bauer Media Group (Hamburg)
8. EUR 1,993 Mrd. ZDF (Mainz) öffentlich rechtlich
9. EUR 1,657 Mrd. Verlagsgruppe Weltbild (Augsburg) Stiftung Röm.Katholische Kirche
10.EUR 1,200 Mrd. WAZ Mediengruppe (Essen) Petra Grotkamp (Familien Brost, Funke)
[mediadb.eu]
Beispiel einer US Netzwerkdatenbank:
www.muckety.com/Elizabeth-Mohn/207990.muckety
Medienverhalten läßt sich erklären mit Hilfe von Pressure Groups und sozialen Netzwerken (Lobbying). Daraus läßt sich ableiten, dass Leitmedien mehr oder weniger den laufenden Diskurs der Eliten reflektieren, aber dessen Grenzen nicht überschreiten und dessen Prämissen nicht kritisch hinterfragen.
219 leitende Redakteure deutscher Leitmedien wurden untersucht.
Jeder Dritte (72) unterhielt informelle Kontakte mit Politik- und Wirtschaftseliten außerhab seiner journalistischen Kernaufgaben.
Die Eliten-nahen Leitmedien FAZ, Welt und Süddeutsche bilden Elite-Diskurs ausführlich ab.
Dabei werden die Protest- und Gegenbewegungen marginalisiert und deligitimiert.
Zugang zu Eliten mit damit verbundenen Karrierechancen nur bei Wert-Homophilie (Meinungsübereinstimmung).
Folge der Kooptierung (Aufnahme) ist Meinungsangleichung (Schweigespirale [Elisabeth Noelle-Neumann 1970]).
-Dr. Uwe Krüger jg. 1978
Promotion zum Thema "Netzwerke deutscher Journalismus-Eliten in Politik und Wirtschaft" Uni Leipzig
Buch "Meinungsmacht - Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten - eine kritische Netzwerkanalyse" 2013
Wir können davon ausgehen, dass das auch auf unser Thema Prostitution/Sexwork zutrifft, bzw. dass Prostitution als Sündenbock geschickt genutzt wenn es für die eigenen Interessen hilfreich ist
- Migrationskontrolle >> Trafficking-Mythos - White Slavery Moral Panic (seit über 100 Jahren) www.sexworker.at/migration
- Parlamentswahl >> Polizeiaktion und HIV-Zwangstest gegen Sexwork-Migranten-Streetworker in Griechenland (2012)
- Oberbürgermeisterwahl >> Verlagerung des Frankfurter Rotlichtmilieus vom BHV in die Breitegasse (1980er Jahre aber gescheitert)
- AIDS-Angst >> Zwangstest für Sexworker (Bockschein)
- Politischen Gegner ausschalten >> Sex-Macht-Geld
- ...
...
___
Hier eine Netzwerkanalyse der weltbeherrschenden Konzerne von der ETH Zürich 2011:
www.sexworker.at/phpBB2/download.php?id=910 (PDF)
(sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=83174#83174)
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