Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Wenn ihr etwas über Events erfahrt, die für eure KollegInnen von Interesse sein könnten - Hier rein damit!
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fraences
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Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Beitrag von fraences »

Bild

Have a look behind the scenes of
Frankfurt's red-light district!

You have always been interested in discovering what it looks like inside a big brothel?
You are asking yourself how women working in prostitution live their lifes?
What motivates them?

Take your chance to explore Frankfurt's red-light district by taking part in our interesting and informative guided brothel tour!

Experience our unique tour!

Since 1945 red-light establishments are part of the area around Frankfurt Main Station.
Doña Carmen e.V. offers you the opportunity to see behind the curtain!
Due to many years of social work in the district we are familiar with the historical development as well as current issues and problems concerning prostitution.

During our guided brothel tour we will visit the brothel "My Way" and you will get the chance to talk with women who work in prostitution. We will discuss relevant facts and clarify your individual questions.

The guided tour is directed
to women only!

Guided tour in English
12.03.2014
beginning: 6pm, ending: around 9 pm

30€ per person
+ 1 free drink

please register via phone:

0049 69 7675 2880
or via eMail:
[email protected]

meeting point:
Doña Carmen e. V.
- Verein für soziale und politische
Rechte von Prostituierten -
Elbestraße 41, 60329 Frankfurt/Main
Homepage: www.donacarmen.de

Doña Carmen e.V.
who we are and what we do:

Doña Carmen e.V. was founded in 1998 and is recognised as a non-profit association. As established in the district around Frankfurt Main Station we are located in the thick of action – between table-dance bars and brothels.

We are committed to the social and political rights of prostitutes and support the women by offering comprehensive consulting services and by visiting them at their working place regularly.
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

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RE: Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Beitrag von fraences »

Bordellführung im Frankfurter Bahnhofsviertel

Hausfrauen und Mütter zu Besuch im Bordell



Frankfurt - Klischees über Prostitution herrschen viele. Juanita Henning von der Beratungsstelle Doña Carmen in Frankfurt versucht mit diesen aufzuräumen und führt ganz normale Frauen durch das Milieu. Von Angelika Pöppel


Die Bordellführung dauert drei Stunden und kostet 30 Euro, inklusive eines Freigetränks in der Animierbar „My Way“. Anmeldung ist möglich per E-Mail an donacarmen@ t-online.de. Die nächste Führung ist am 21. Mai.

Das Frankfurter Rotlicht-Milieu schreckt ab, scheint schmutzig, zwielichtig und gefährlich. Rund 900 Prostituierte verkaufen dort ihren Körper. Darunter auch Francisca Funk. Die 55-Jährige ist seit 32 Jahren im Gewerbe und noch immer „aktiv“. Warum? Weil es ihr Spaß mache. „Ich bin stolz, eine Hure zu sein“, sagt sie. Schon mit 23 Jahren bot sie Sex als Dienstleistung an. Es war eine Mischung aus Neugier und Lust am Sex, die die junge Frau in die Prostitution führte. „Und ich war geldgeil“, gibt sie offen zu. An ihrem ersten Tag verdiente sie 1380 Mark – „in den 80ern lag das Geld noch auf der Straße.“

Heute sei es schwieriger. Allein 21 Bordelle verteilen sich auf das Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch die Otto-Normal-Frankfurterin hat noch keines von innen gesehen. Deshalb hat Juanita Henning vom Verein Doña Carmen, der sich für Rechte von Prostituierten einsetzt, eine Bordellführung organisiert. Regelmäßig führt sie ausschließlich Frauen durch das Viertel, in Animierbars und Bordelle. Mütter, Hausfrauen und Büroangestellte – alle wollen hinter die bunt-leuchtende Fassade blicken.
Aufpasser im Bordell muss nur selten eingreifen

An der Wand hängt ein buddhistisches Bild, dass einen heiligen Elefanten zeigt, eine rote Plastikblume ziert eine kleine Vase – erst das an die Wand genagelte Holzkreuz mit Ketten und Fesseln und die kniehohen weißen Stiefel daneben verraten, dass es sich hier um ein Zimmer in einem Bordell handelt. „Die Holzbetten sind immer kaputt gegangen, jetzt haben wir Metallbetten anfertigen lassen“, erzählt der Hauswirtschafter des Laufhauses an der Taunusstraße 26 völlig abgeklärt. Der große und breite Glatzenträger, der sich um alle Belange der Prostituierten kümmert, hat schon alles erlebt und plaudert frei aus dem Nähkästchen – so frei, dass es manch einer Besucherin die Schamesröte ins Gesicht treibt. 15 Minuten Sex gibt es ab 25 Euro. Für das Zimmer bezahlt die Prostituierte am Tag 90 bis 140 Euro. Ausgebucht sind die rund 20 Zimmer des Laufhauses nur selten. „Die exklusiven FKK Clubs in der Region sind eine große Konkurrenz geworden. Messegäste kommen kaum noch zu uns ins Bahnhofsviertel“, sagt der Aufpasser, der von den Frauen bezahlt wird.
Frauen aus Osteuropa am stärksten vertreten

Natürlich muss der Hauswirtschafter auch mal hart durchgreifen. Wenn die Prostituierten den stillen Alarm auf ihrem Zimmer auslösen, ist er sofort zur Stelle. Doch nur einmal in den vier Jahren die er im Laufhaus arbeitet, wurde eine Frau so stark verletzt, dass sie ins Krankenhaus musste. „Natürlich gibt es Gewalt“, sagt Juanita Henning von der Beratungsstelle Doña Carmen und fügt hinzu: „Das ist aber sehr sehr selten.“ In der Öffentlichkeit herrsche ein völlig verzerrtes Bild über die Branche. Zur Prostitution gezwungen, werden nur die wenigsten. Die meisten werden vermittelt von Frauen, die selbst als Prostituierte arbeiten.
Deutsche Frauen bieten sich übers Internet an

Frauen aus Rumänien und Bulgarien haben das Viertel vor knapp fünf Jahren überschwemmt. 45 Prozent der Sex-Arbeiterinnen kommen aus Osteuropa. Die zweite große Gruppe sind Südamerikanerinnen. Nur vier Prozent der rund 900 Prostituierten in Frankfurt sind deutsche Frauen, sagt Juanita Henning. Auch Sex-Dienstleisterin Francisca Funk bestätigt: „Deutsche Frauen sind seltener auf der Straße zu finden.“ Aber: „Es gibt sie. Deutsche Frauen vermarkten sich aber häufig selbst übers Internet.“ Die schlechten Sprachkenntnisse verbauen den ausländischen Frauen diese Möglichkeit.

Francisca Funk hat selbst auch auf der Straße in Bordells und im Escort gearbeitet. Augen zu und durch – nach diesem Motto ging sie nie an die Arbeit. „Ich habe bei manchen Freiern auch einen Orgasmus“, sagt sie. Ekeln würde sie sich nie: „Ich mache ja nur das, was ich selbst mag“, sagt die 55-Jährige, die selbst schon ein Bordell betrieb. „Mit meinem Mann ist der Sex aber anders.

http://www.extratipp.com/news/erotik/ve ... 23591.html
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mayats
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RE: Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Beitrag von mayats »

I sended an email to Dona Carmen 2 years ago for help but I never had a replay and in spite of the fact She is still spamming my email with their sh*t.
The red lights town in Frankfurt is a nightmare, with a lots of poor guys addicted to alcool and drug living their vacuum life in the indifferent shadow of the palace's banks and of cool atmosphere of a fake tollerance.

I have been 20 minutes there....unbeliveable.

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Beitrag von fraences »

@mayats

Just send a mail to Dona Carmen, that you do not want any emails, then the will take you from there mailinglist.

In all most all big cities the areas around trainstation are problemfields.
In Frankfurt Bahnhofsarea the problem is a political decision, because you have in the schmall area around the trainstation 4 helpcenter für drugaddicted people. That is too much. But that is a political problem. In the brothel drugs are not allowed and has nothing to do with sexwork directly.
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RE: Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Beitrag von fraences »

„Nur neugierig“

Von Ute Vetter

Erst einen Prosecco trinken, dann das „Eros Center“ inspizieren – das bieten die „Bordellführungen von Frauen für Frauen“ des Frankfurter Vereins „Doña Carmen“. Vorsitzende Juanita Henning will so mit Klischees über das Rotlichtmilieu aufräumen. Vor allem bekämpft sie die für Ende 2014 geplante Reform des Prostitutionsgesetzes.


„Wir nennen uns Sex-Arbeiterinnen“: Francis im gelben Kleid erzählt den 20 Teilnehmerinnen der Führung von ihrem Job.


Nüchterner könnte ein Ausflug ins Rotlichtmilieu kaum beginnen: Die 20 Teilnehmerinnen treffen sich bei „Doña Carmen“ in der Elbestraße 41. Holzdielen, einfache Tische und weiße Wände bestimmen das Bild, im Fenster hängen Transparente und politische Forderungen des „Vereins für soziale und politische Rechte von Prostituierten“. Nur die Junkies vor einer Drückerstube gegenüber und die blinkenden Fassaden der Lokale zeugen davon, dass hier das Herz des Rotlichtmilieus schlägt.
„Ist das ein Beruf?“

Juanita Henning begrüßt die Frauen, die jeweils 30 Euro für die Tour inklusive Getränk bezahlt haben. Es sind Mütter, Studentinnen, Rentnerinnen, Hausfrauen und Angestellte – sie wollen hinter die Fassade blicken. Silke hat eine Freundin mitgebracht und findet das „Thema spannend“. „Ist das ein Beruf?“, fragt sie in der Einführungsrunde, „wie fühlen sich die Frauen im Bordell, sind sie sicher bei der Arbeit?“ Drei Journalistinnen haben zuvor Diskretion zugesichert.

Nadja hat eine Freundin, die sich in der eigenen Wohnung prostituiert, sie will „einfach mehr erfahren“. Esther ist ihre Kollegin, die den ersten Lacher erntet mit der Bemerkung: „Wir reden halt viel über Sex auf der Arbeit!“ Ladislava fragt nach „Rechten und Pflichten“ der Prostituierten, will wissen, wie Telefonsex funktioniert. Monika arbeitet bei einer Bank um die Ecke und findet das Nebeneinander der so unterschiedlichen Milieus „erstaunlich“. Nicole ist Sozialarbeiterin und in der Schwangerenberatung tätig, sie interessiert sich für den Beratungsbedarf der Huren. Gudrun, die Älteste, ist „nur neugierig“. Alle gehören offenbar zur gutbürgerlichen Mittelschicht.

Die „bekennende Hure“ Francis (54), Engländerin, erweist sich als unerschöpfliche Wissensquelle. Ungeschminkt, mit Kurzhaarfrisur und im gelben Sommerkleid sieht sie aus wie eine freakige Kleingärtnerin. „Nutte ist ein Schimpfwort, Hure ist okay, aber eigentlich nennen wir uns Sex-Arbeiterinnen“, sagt sie und steckt sich die vermutlich 50. Zigarette dieses Tages an.

Juanita Henning, Chefin von „Doña Carmen“, ist eine kleine Frau mit großem Herzen und schier unerschöpflicher Energie und wirkt mit ihrer bunten Brille und der Pferdeschwanzfrisur wie eine moderne Mutter Courage des Viertels. „21 Bordelle gibt es in Frankfurt, in denen rund 900 Frauen täglich arbeiten, von denen rund 46 Prozent aus Rumänien und Bulgarien und etwa 43 Prozent aus Lateinamerika, genauer Kolumbien und Dominikanische Republik stammen“, rattert sie herunter.

Drogen und HIV seien kaum mehr ein Thema, Prostitution sei nicht automatisch auch sittenwidrig, fürs Viertel gebe es eine Sperrgebietsverordnung, unterbrochen von Toleranzzonen, Prostitution sei nur in Bordellen erlaubt, nicht auf der Straße. Sie zitiert Gesetzestexte aus dem Handgelenk, sagt „Menschenhandel ist keine Realität“ und kritisiert die „Negativfolie, die vom Bild der Prostitution herrscht“.
Zoff mit Alice Schwarzer

Dass sich Juanita schon öffentlich mit der Feministin Alice Schwarzer wegen deren „Appell gegen Prostitution“ und der Strafrechtsexpertin Margarete von Galen wegen eines Interviews zur Gesetzesreform im Berliner „Tagesspiegel“ politisch überworfen hat, wissen die Teilnehmerinnen nicht. Sie wollen (nackte) Tatsachen sehen.

Die Tour beginnt. Es geht in die Sport- und Animierbar „My Way“ in der Taunusstraße um die Ecke. Barfrau Claudia erzählt, dass ihre Animierdamen nur reden und sich zu Getränken einladen lassen (ein Glas Prosecco 18 Euro, eine Flasche Champagner 300 Euro). Männer, die mehr wollen, müssen nach nebenan ins Bordell „Eros Center“. Die „Carmen“-Gruppe darf durch einen Hintereingang eben dort hinein und den Aufzug in den 5. Stock nehmen. Dort steht Bernd (42), ein Hüne. Der „Wirtschafter“ mit der sanften Stimme und dem bulligen Körper ist Mitglied der „Hells Angels“. Mit vier „Kollegen“ sorgt er im Drei-Schicht-Dienst für Sicherheit. Nur selten passiere was, sagt er, man glaubt ihm aufs Wort. Das Bordell heißt „Laufhaus“, weil die Männer von Etage zu Etage laufen. Das triste, enge Treppenhaus hat rote Wände, die Fenster sind verklebt mit roter Folie, auf jeder Etage gibt es drei bis vier Zimmerchen, viele ohne Fenster. Die Sex-Arbeiterinnen tragen ihre „Uniform“ – erotische Unterwäsche.

„Leyly“ aus Kolumbien hat ihren Arbeitsplatz, in dem sie auch lebt, mit künstlichen Rosen, weißen Häkelgirlanden, Lichterketten und Erotikfotos von sich verziert. Sie spielt laute, fröhliche Popmusik vom Laptop. Das Zimmer einer jungen Bulgarin sieht aus wie im Mädchenheim: Ein Plüschtiger auf dem Bett, ein Minifernseher auf einer billigen Kommode, ein weißer Kühlschrank in der Ecke, Linoleumboden und ein Bettvorleger wirken nicht erotisch, eher zweckdienlich. In den Fluren sind Kameras installiert. „Wegen der Sicherheit“, sagt Bernd. Für ein Zimmer zahlt jede Prostituierte täglich 140 Euro, 15 Euro gehen „für die Steuer ab“, dafür gibt’s zwei Küchenpapier-Rollen und drei Getränkedosen aus der Puffküche. Ein älterer Mann in Motorradkluft steigt die Treppen hinauf. Die fremden Frauen irritieren ihn kaum, er will zu „Leyla“.

Bernd begleitet die erste Gruppe zurück ins „My Way“, die anderen Besucherinnen scharren schon mit den Füßen. Selbst Francis ist etwas erschöpft vom vielen Reden. Zurück in den Vereinsräumen dreht sie noch einmal auf, erzählt direkt und fröhlich von ihrer Sex-Arbeit: Dass sie Kunden nicht küsst (obwohl das heute viele Huren täten), dass sie Männer „spielerisch“ zum Duschen bringt, wenn sie schlecht riechen. Die Teilnehmerinnen stellen viele Fragen, alle werden beantwortet. Juanita redet erneut über die Nachteile des Prostitutionsgesetzes, die „absurden“ Sonderbesteuerungen der Huren, die geplante Neuregelung durch die schwarz-rote Bundesregierung mit einer Anmeldepflicht für Prostituierte, Kondomzwang, einer Wiedereinführung der Zwangsuntersuchungen durchs Gesundheitsamt und der Erlaubnispflicht für Prostitutionsstätten. „Ich kämpfe für die Entkriminalisierung, die rechtliche Gleichstellung mit anderen Erwerbstätigkeiten, die Anerkennung von Sexarbeit als freiberufliche Tätigkeit und die Ausgestaltung einer gewerblichen Anerkennung von Prostitution“. Doch da sind die meisten Frauen schon gegangen, aufgekratzt wie nach einem Betriebsausflug. Sie gehen vorbei an Eingängen, in denen Animierdamen mit leeren, müden Augen stehen.



Wer eine Führung mitmachen möchte, wendet sich unter T. (0 69) 76 75 28 80 an „Doña Carmen“. Der Verein finanziert sich nur über Fördermitglieder und private Spenden: Frankfurter Sparkasse, Konto 46 61 66, BLZ 500 502 01.

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Nur ... 675,913132
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RE: Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Beitrag von fraences »

Heute geh'n wir ins Bordell

Ein Prostituiertenverband bietet Pufftouren für Frauen an und macht Stimmung gegen die Gesetzesreform, die den Menschenhandel bekämpfen soll

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/a ... rdell.html
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RE: Bordellführung Frankfurt am Main 12.03.2014

Beitrag von mayats »

it is really unusual the syndicate (DonaCarmen) working for the employer(the brothel's manager)...unbeliveable!
The tour inside the brothel for knowing the working condition is kinda a zoo tour for looking animals have to eat and a space to live....In a word a tour is good for knowing the Ambiente and nothing else. I desagree with this kind of propaganda.
About the past of a manager of an house....maybe the past is passed.