Diskussionsrunde im Felix-Nussbaum-Haus
Forum ''Menschenhandel und Prostitution''
Diskussionsrunde im Felix-Nussbaum-Haus im Rahmen des Themenjahres ''Würde''
Am 25. August um 19 Uhr lädt das Felix-Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtliche Museum zum Forum "Menschenhandel und Prostitution" in den neuen Vortragssaal ein. Die Veranstaltung ist Teil der Diskussionsreihe "Forum", die im Rahmen des Themenjahres "Würde" stattfindet.
"Prostitution ist ein Job – Frauenhandel und sexuelle Gewalt sind Verbrechen". Diese Aussage trifft die Hurenorganisation HYDRA auf ihrer Internetseite. Doch sind die Grenzen so klar zu sehen? Die sexuelle Ausbeutung ist eine Straftat sowohl gegen die sexuelle Selbstbestimmung als auch gegen die persönliche Freiheit und die körperliche Unversehrtheit. Damit verletzt sie die im Grundrecht zugesicherte Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Wer sind die Straftäter und wer die Opfer? Die Prostituiertenverbände und Organisationen wiederum setzen sich für die Entkriminalisierung und Anerkennung der Sexarbeit als freiberufliche Tätigkeit ein. Ein Schritt auf diesem Weg ist das Prostitutionsgesetz von 2002. Ist es das tatsächlich?
In einer moderierten Diskussion stellen sich diesem vielschichtigen Thema Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp, Christiane Kanellopoulos-Bollrath (Leiterin Operative Maßnahmen, Polizei Osnabrück) sowie die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Hurenorganisation HYDRA, Karolin Leppert, und Schwester Anna von SOLWODI Deutschland e.V. Der Eintritt zum Forum ist frei.
Als besonderes Angebot wird um 18.15 Uhr eine Kurzführung zum Thema durch die aktuelle Sonderausstellung "Würde und Anmut" angeboten. Kosten betragen 2 Eur
http://www.osnabrueck.de/73146.asp
Diskussionsrunde Osnabrück: Prostitution und Menschenhandel
-
fraences
- Admina

- Beiträge: 7516
- Registriert: 07.09.2009, 04:52
- Wohnort: Frankfurt a. Main Hessen
- Ich bin: Keine Angabe
Diskussionsrunde Osnabrück: Prostitution und Menschenhandel
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)
*****
Fakten und Infos über Prostitution
*****
Fakten und Infos über Prostitution
-
fraences
- Admina

- Beiträge: 7516
- Registriert: 07.09.2009, 04:52
- Wohnort: Frankfurt a. Main Hessen
- Ich bin: Keine Angabe
RE: Diskussionsrunde Osnabrück: Prostitution und Menschenhan
Kaum eine tut es freiwillig
Diskussion über Prostitution und Würde in Osnabrück
Osnabrück.
Kann bei der Prostitution die Menschenwürde gewahrt bleiben? Und wo sind die Grenzen zwischen freiwilliger Prostitution und Menschenhandel? Über diese Fragen diskutierten die Teilnehmer des Forums „Menschenhandel und Prostitution“ im Felix-Nussbaum-Haus anlässlich des Themenjahres „Würde“.
Seit dem Jahr 2002 wird Prostitution gesetzlich als legale und selbstständige freiberufliche Tätigkeit anerkannt. In Osnabrück und im Landkreis soll es rund 400 Prostituierte geben, die entweder in einem der 20 Bordelle, auf dem Straßenstrich oder in Wohnungsbordellen arbeiten.
„Von Würde und Anmut kann meiner Erfahrung nach keine Rede sein“, schildert Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp seine langjährigen Erfahrungen mit der Branche. „Die Frauen verkaufen ihren Körper selten freiwillig, und häufig wird ihnen katastrophale Gewalt angetan.“ Diesen Erfahrungen kann Schwester Anna vom Verein Solwodi Deutschland nur zustimmen: „Die meisten Frauen stammen aus Osteuropa, kommen aus kaputten und ärmlichen Familienverhältnissen und haben oft keine anderen Alternativen.“
Selbstverständlich gibt es auch Frauen, die sich bewusst für die Prostitution entscheiden und diesen Beruf freiwillig und gerne ausüben. Karolin Leppert aus Berlin, ehrenamtliches Mitglied im Verein Hydra, einer autonomen Hurenorganisation, die vor allem als Beratungsstelle fungiert, nahm an der Diskussionsrunde teil, um die Seite eben dieser Frauen zu vertreten. „Wir sind keine Opfer“, stellt sie klar.
Die Erfahrungen der Polizei, Staatsanwaltschaft und Hilfsorganisationen haben jedoch gezeigt, dass die meisten Frauen nicht freiwillig ihren Körper verkaufen. „Um diesen Frauen helfen zu können, muss die Gesellschaft die Prostitution endlich akzeptieren“, sagt Feldkamp. „Dann können wir Bordelle konzessionieren und genaue Auflagen festlegen. Nur so können wir auch zwischen Freiwilligen und Opfern unterscheiden.“ Die Polizei Osnabrück hat das Sexgewerbe bereits akzeptiert. „Um dem Menschenhandel vorzubeugen, führen wir als Präventionsmaßnahem regelmäßige Kontrollen durch“, erklärt die Leiterin Operative Maßnahmen, Christiane Kanellopoulos-Bollrath.
„Auf diese Weise lernen wir die Frauen kennen und können ihnen auch einen Ausweg zeigen.“ Für Schwester Anna ist das nicht genug: „Wir müssen den Frauen eine Alternative zur Prostitution bieten. Bei den meisten Lebensgeschichten kann man nicht sagen, wo die Freiwilligkeit aufhört. Die Grenzen zwischen Prostitution und Menschenhandel sind fließend.“
Eines zeigte die Diskussionsveranstaltung: Das Thema Menschenhandel und Prostitution ist ein komplexes. Und der Weg zur Entkriminalisierung und Anerkennung des Berufes ist noch ein weiter. „Wichtig ist, dass darüber gesprochen wird und Prostitution kein Tabuthema mehr ist“, zog Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski Bilanz
http://www.noz.de/lokales/56726101/disk ... pert_1.jpg[/img]
Diskutierten über Prostitution und Würde: Rita Maria Rzyski, Karolin Leppert, Christiane Kanellopoulos-Bollrath, Schwester Anna und Hubert Feldkamp.Foto: Uwe Lewandowski
Bei so eine Diskussionsrunde müsste die Pro und Kontra Teilnehmer ausgewogener sein.Karolin Leppert steht als einzige Stimme für selbstbestimmte, freiwillige Prostitution gegen 3 die nur aus ihrer beruflicher Sicht nur mit Opfer aus Menschenhandel zu tun haben.
Das in dem Artikel Prostitution freiberuflich eingestuft wird; ist ja das was wir uns wünschen. Leider nicht der Realität.
Diskussion über Prostitution und Würde in Osnabrück
Osnabrück.
Kann bei der Prostitution die Menschenwürde gewahrt bleiben? Und wo sind die Grenzen zwischen freiwilliger Prostitution und Menschenhandel? Über diese Fragen diskutierten die Teilnehmer des Forums „Menschenhandel und Prostitution“ im Felix-Nussbaum-Haus anlässlich des Themenjahres „Würde“.
Seit dem Jahr 2002 wird Prostitution gesetzlich als legale und selbstständige freiberufliche Tätigkeit anerkannt. In Osnabrück und im Landkreis soll es rund 400 Prostituierte geben, die entweder in einem der 20 Bordelle, auf dem Straßenstrich oder in Wohnungsbordellen arbeiten.
„Von Würde und Anmut kann meiner Erfahrung nach keine Rede sein“, schildert Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp seine langjährigen Erfahrungen mit der Branche. „Die Frauen verkaufen ihren Körper selten freiwillig, und häufig wird ihnen katastrophale Gewalt angetan.“ Diesen Erfahrungen kann Schwester Anna vom Verein Solwodi Deutschland nur zustimmen: „Die meisten Frauen stammen aus Osteuropa, kommen aus kaputten und ärmlichen Familienverhältnissen und haben oft keine anderen Alternativen.“
Selbstverständlich gibt es auch Frauen, die sich bewusst für die Prostitution entscheiden und diesen Beruf freiwillig und gerne ausüben. Karolin Leppert aus Berlin, ehrenamtliches Mitglied im Verein Hydra, einer autonomen Hurenorganisation, die vor allem als Beratungsstelle fungiert, nahm an der Diskussionsrunde teil, um die Seite eben dieser Frauen zu vertreten. „Wir sind keine Opfer“, stellt sie klar.
Die Erfahrungen der Polizei, Staatsanwaltschaft und Hilfsorganisationen haben jedoch gezeigt, dass die meisten Frauen nicht freiwillig ihren Körper verkaufen. „Um diesen Frauen helfen zu können, muss die Gesellschaft die Prostitution endlich akzeptieren“, sagt Feldkamp. „Dann können wir Bordelle konzessionieren und genaue Auflagen festlegen. Nur so können wir auch zwischen Freiwilligen und Opfern unterscheiden.“ Die Polizei Osnabrück hat das Sexgewerbe bereits akzeptiert. „Um dem Menschenhandel vorzubeugen, führen wir als Präventionsmaßnahem regelmäßige Kontrollen durch“, erklärt die Leiterin Operative Maßnahmen, Christiane Kanellopoulos-Bollrath.
„Auf diese Weise lernen wir die Frauen kennen und können ihnen auch einen Ausweg zeigen.“ Für Schwester Anna ist das nicht genug: „Wir müssen den Frauen eine Alternative zur Prostitution bieten. Bei den meisten Lebensgeschichten kann man nicht sagen, wo die Freiwilligkeit aufhört. Die Grenzen zwischen Prostitution und Menschenhandel sind fließend.“
Eines zeigte die Diskussionsveranstaltung: Das Thema Menschenhandel und Prostitution ist ein komplexes. Und der Weg zur Entkriminalisierung und Anerkennung des Berufes ist noch ein weiter. „Wichtig ist, dass darüber gesprochen wird und Prostitution kein Tabuthema mehr ist“, zog Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski Bilanz
http://www.noz.de/lokales/56726101/disk ... pert_1.jpg[/img]
Diskutierten über Prostitution und Würde: Rita Maria Rzyski, Karolin Leppert, Christiane Kanellopoulos-Bollrath, Schwester Anna und Hubert Feldkamp.Foto: Uwe Lewandowski
Bei so eine Diskussionsrunde müsste die Pro und Kontra Teilnehmer ausgewogener sein.Karolin Leppert steht als einzige Stimme für selbstbestimmte, freiwillige Prostitution gegen 3 die nur aus ihrer beruflicher Sicht nur mit Opfer aus Menschenhandel zu tun haben.
Das in dem Artikel Prostitution freiberuflich eingestuft wird; ist ja das was wir uns wünschen. Leider nicht der Realität.
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)
*****
Fakten und Infos über Prostitution
*****
Fakten und Infos über Prostitution