Das Paradox des Glücks: Warum immer mehr Geld nicht noch glücklicher macht
Auswissenschaftlich gut gesicherten Befragungenaus vielen Ländern der Weltlässt sich klar folgende These ableiten: Ab einer bestimmten Höhe bringt zusätzlichesEinkommen keine Steigerungdes Wohlbefindens, sondern sogarmehr Probleme und mehr Stress.
Das gemeinsame Muster aller Länder:Bis etwa 15.000 Dollar Einkommenpro Kopf und Jahr steigt das Wohlbefindenseiner Bürger. Doch über die 15.000Dollar hinaus wächst das Glücksgefühlverblüffend wenig. So sind die Schweizerdeutlich glücklicher als Menschen inMoldawien, Ukraine oder Peru, wo dasPro-Kopf-Einkommen deutlich unter15.000 Dollar liegt. Hingegen unterscheidetsich das Glücksempfinden derSchweizer nicht wesentlich von dem derMenschen in Puerto Rico, Südkoreaoder Taiwan, obwohl diese deutlich wenigerverdienen – aber ihr Einkommenliegt bereits in der Nähe der 15.000-Dollar-Schwelle.
Das Vergleichs-Syndrom
Anders sieht es aus, wie Arme und Reiche ihr Glücksniveau einstufen. In allen Ländern empfinden sich die Reichen deutlich mehr als „happy“ als ihre armen Mitbürger. Es ist wissenschaftlich erwiesen: Menschen fällen das endgültige Urteil über ihren Grad an Glück im Vergleich mit anderen. Die Gründe:
Der Eisbergeffekt: Die da oben im Licht sieht jeder bestens, weil unseresubjektive Sicht viel stärker nach obenals nach unten blickt. Diejenigen, denen es schlechter geht, blenden Menschen leichter aus. Fernsehen und Printmedien berichten bevorzugt über erfolgreiche Menschen mit interessanteren Tätigkeiten.
Das Mittelwert-Dilemma: Wer sich innerhalb der Einkommenspyramide mit dem Durchschnitt vergleichen will,fällt auf eine geometrische Binsenweisheit herein. Der Durchschnitt zwischen Sozialhilfeempfänger und Millionär liegt viel tiefer, als die meisten schätzen.Die große Mehrheit empfindet sich in der unteren Hälfte und wertet sich ab.
Motivationsbremse Neid
Ein Experiment einer US-Universitätzeigt, wie hemmend der vergleichendeBlick auf die anderen wirkt. Die Befragtenhatten die Wahl zwischen 2 Möglichkeiten:a) Sie verdienen 60.000 Dollarpro Jahr, Ihre Kollegen 50.000. b) Sie verdienen80.000 Dollar pro Jahr (25 %mehr als in der ersten Option!), IhreKollegen hätten jedoch 90.000 Dollar.Die große Mehrheit wählte überraschenderweiseOption a), würde alsoauf 20.000 Dollar Mehreinkommen verzichten,nur um mehr zu verdienen alsdie Kollegen.
Geld, die überschätzte Glücksquelle
David Kahnemann, Nobelpreisträgerfür Wirtschaft, untersuchte die Frage,welche Aktivitäten glücklich machen.1.000 berufstätige texanische Frauenließ er eine Art Glückstagebuch schreiben.Ergebnis: Auf den ersten 4 Positionenstanden Tätigkeiten, die kaum Geldkosten (Sex, Freunde treffen, essen, entspannen).Die 3 wichtigsten Unzufriedenmacherdagegen waren die Fahrt zurArbeit, die Arbeit selbst und die Heimfahrtnach Hause.
Also lieber arbeitslos zu Hause? Ohnein! Ein Mensch, der seinen Beruf verliert,so der Psychologe und GlücksspezialistEdward Diener, wird dadurchsehr und vor allem langfristig unglücklich– sogar nachdem er wieder eineneue Stelle gefunden hat.
Einsamkeit,die unterschätzteUnglücksquelle
Der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyiuntersuchte, mit wem Menschenam liebsten zusammen sind. Spitzenreiterwaren Freunde, Verwandte und derPartner. Am Ende der Skala fand sichwieder die personifizierte Arbeitswelt:der Chef. Noch schlimmer jedoch ist dasAlleinsein. Obwohl sich viele Menschennach des Tages Last und Mühen aufsNichtstun und Alleinsein freuen –nichts senkt auf Dauer das Glücksempfindenso sehr wie das Übermaß an einsamerMuße.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Paradox des Glücks
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fraences
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Paradox des Glücks
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friederike
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RE: Paradox des Glücks
Dazu ein schönes Zitat des alten John D. Rockefeller:
"Jawohl, es stimmt schon: Geld macht nicht glücklich, und ich habe in meinem Leben wegen meines Vermögens viel Sorgen und Mühen gehabt. Aber immer, wenn es ganz schlimm kam, habe ich mir vorgestellt, welche Sorgen ich hätte ohne den ganzen Zaster - und dann ging es mir wieder besser."
"Jawohl, es stimmt schon: Geld macht nicht glücklich, und ich habe in meinem Leben wegen meines Vermögens viel Sorgen und Mühen gehabt. Aber immer, wenn es ganz schlimm kam, habe ich mir vorgestellt, welche Sorgen ich hätte ohne den ganzen Zaster - und dann ging es mir wieder besser."
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Aoife
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RE: Paradox des Glücks
Das angesprochene Paradox wird sehr schön in diesem türkischen Sprichwort zusammengefasst:
Geld ist für den Menschen wie das Wasser für ein Schiff: Ohne läuft nichts, dringt es aber in das Innere ein, so ist das der Untergang.
Liebe Grüße, Aoife
Geld ist für den Menschen wie das Wasser für ein Schiff: Ohne läuft nichts, dringt es aber in das Innere ein, so ist das der Untergang.
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It's not those who inflict the most, but those who endure the most, who will conquer. MP.Vol.Bobby Sands
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