Femen gründen Nackt-Zentrale in Hamburg

Beiträge betreffend SW im Hinblick auf Gesellschaft bzw. politische Reaktionen
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#21

Beitrag von bettyboop » 2013-02-04, 00:21

Du hast Recht Christian... bemalte Swastikas an nackte Brusten in Hamburg zu misbrauchen, regt nicht mal die Jüden mehr auf. Arme Deutschland!
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RE: Femen gründen Nackt-Zentrale in Hamburg

#22

Beitrag von fraences » 2013-02-04, 15:19

Sexismus wegen legaler Prostitution - Frauengruppe Femen will in Berlin demonstrieren

Die aus der Ukraine stammende Protestgruppe Femen will nun nach einer Aktion in Hamburg auch in Berlin tätig werden. Die Gruppe will die legale Prostitution bekämpfen.

Im Rahmen der aktuellen Sexismus-Diskussion äußerte einer Sprecherin, dass Sexismus erst ein Ende haben könne, wenn man Sex nicht mehr kaufen kann.

Femen ist europaweit tätig und sorgt durch Auftritte Halbnackter immer wieder für Aufmerksamkeit. Im vergangenen Monat demonstrierten sie während eines öffentlichen Gebetes des Papstes wegen dessen Beziehung zur Homosexualität.

http://www.shortnews.de/id/1008066/sexi ... onstrieren
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Re: RE: Femen gründen Nackt-Zentrale in Hamburg

#23

Beitrag von Aoife » 2013-02-04, 15:26

          Bild
fraences hat geschrieben:Im Rahmen der aktuellen Sexismus-Diskussion äußerte einer Sprecherin, dass Sexismus erst ein Ende haben könne, wenn man Sex nicht mehr kaufen kann.
Gar nicht einmal so weit entfernt von der fundamentalistisch-zölibatären Auffassung dass man Sex nicht haben können darf :017

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#24

Beitrag von Emma-Gutversteckt » 2013-02-04, 16:06

Ich habe ausführlich gesucht, aber keine Kontakadresse zur deutschen Gruppierung von denen gefunden. Hat die zufällig jemand? Mir brennen da nämlich so einige Fragen auf der Seele, die ich denen gerne stellen würde und deren Antworten sicherlich das ein oder andere Rätsel lösen können (z.B. über den Zusammenhang von Prostitution und Faschismus).

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#25

Beitrag von bettyboop » 2013-02-05, 01:43

Im Rahmen der aktuellen Sexismus-Diskussion äußerte einer Sprecherin, dass Sexismus erst ein Ende haben könne, wenn man Sex nicht mehr kaufen kann.
Ach so, heisst es dann, wenn wir alle Äpfel verbannen, gibt es keine Birnen mehr ¿?

Toll! dann gibts auch diese fruitcakes in Hamburg nicht mehr..
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#26

Beitrag von nicole6 » 2013-02-05, 07:31

"Im Rahmen der aktuellen Sexismus-Diskussion äußerte einer
Sprecherin, dass Sexismus erst ein Ende haben könne, wenn
man Sex nicht mehr kaufen kann."
Das wird die Patriarchen aber freuen!
Dann wollen sie, dass wir Sexarbeiterinnen uns ihnen gratis
zur Verfügung stehen!

Wenn man noch dazu die Sklavenarbeit in der Jeansproduktion
her nimmt, dann wird die auch verschwinden, wenn es verboten
ist Hosen zu tragen!

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#27

Beitrag von *Stephanie* » 2013-02-06, 20:28

lt. taz von heute will Femen auch in Berlin ein Büro eröffnen!!!
Ich frage mich, woher kommt das Geld? Für die Büros, für die Aktionen, für die Treffen, für die Pressearbeit? Wer hat da Infos?

Und wenn wir richtig "aktiv" wären, hätten wir ein starkes Netzwerk, dass schnell agieren könnte und noch schnell zur Gegendemo antreten würde.
Wir müssen in der Öffentlihckeit was dagegen setzen! So ist uns der Kommentar in der taz schon mal zur Seite gesprungen. (Kann das jemand auf die Seite bringen?)
Danke
Stephanie

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#28

Beitrag von *Stephanie* » 2013-02-06, 20:29

nein, es war die taz vom 05. 02. 13

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#29

Beitrag von ehemaliger_User » 2013-02-07, 07:42

Die ukrainische Frauenrechtsgruppe Femen will in Berlin aktiv werden. Das teilte Alexandra Shevchenko, Mitgründerin der für ihre barbusigen Aktionen bekannten Gruppe, mit. Femen wolle in Berlin ein Büro eröffnen, sagte Shevchenko. Hauptziel von Protesten werde die Abschaffung legaler Prostitution.

Die Gruppe Femen wurde 2008 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gegründet. Die Frauen sind bekannt für radikale Aktionen. Meist treten sie mit nackten und beschrifteten Oberkörpern auf. So störten sie den Papst oben ohne beim Gebet auf dem Petersplatz in Rom und riefen: "Schwulenfeind, sei still!" Zuletzt protestierten Femen-Frauen beim Weltwirtschaftsforum in Davos gegen Sexismus und Männer-Dominanz. Im vergangenen Jahr eröffnete die Gruppe bereits ein Büro in Paris.

Auch in Deutschland werden Frauen nach Ansicht von Femen stark benachteiligt. "Ich dachte immer, dass Frauen in Deutschland deutlich besser behandelt werden", sagte Alexandra Shevchenko. Das größte Problem sei aus ihrer Sicht die legale Prostitution. "Unser Hauptziel ist es, die legale Sexindustrie in Deutschland zu zerstören", sagte die 24-Jährige. Die Ukrainerin will für etwa sechs Monate in Deutschland bleiben, um Proteste mitzuplanen und neue Mitglieder zu schulen. "Der alltägliche Sexismus wird erst abnehmen, wenn legale Prostitution verboten wird", so die Ukrainerin. (dpa, taz)

taz 4.2.13

Femen mobilisiert gegen Prostitution
Ausziehen für den falschen Zweck
Kommentar von Antje Lang-Lendorff

Die Frauen von Femen haben einiges erreicht: Die Bilder ihrer nackten, mit Parolen beschriebenen Brüste sind inzwischen zur globalen Marke geworden. Sie nutzen die mediale Aufmerksamkeit für ihre Themen. Wenn die ukrainischen Feministinnen nach Paris jetzt auch in Berlin aktiv werden wollen, ist das eine erfreuliche Sache: Leute, die sich für die Frauenrechte so schwungvoll und mit nackten Tatsachen einsetzen, beleben das politische Geschäft.

Problematisch ist jedoch das Hauptziel der Femen-Aktivistinnen: Sie wollen die legale Prostitution in Deutschland zerstören. Ein irritierendes Vorhaben. Es ist ja gerade eine Errungenschaft von Frauen, dass Prostituierte nicht heimlich und illegal anschaffen müssen, sondern sozialversichert arbeiten können.

Die Forderung, Prostitution völlig abzuschaffen, ist nicht nur unrealistisch. Sie degradiert die Sex-Arbeiterinnen zudem zu reinen Opfern. Wenn sie frei entscheiden können, wenn keine Gewalt ausgeübt wird – warum sollten Frauen nicht diesem Job nachgehen?

Es gäbe so viel Sinnvolleres anzuprangern als legale Prostitution. Menschenhandel und Zwangsprostitution (gerade von Osteuropäerinnen), die Situation illegaler Frauen in Berlin. Die ganz alltäglichen Probleme von Frauen wie Sexismus im Job oder schlechtere Bezahlung bei gleicher Arbeit - all das könnte man mit Fug und Recht skandalisieren. Es täte den Frauen-Themen gut, wenn sie ein wenig sexier erschienen. Die Femen-Aktivistinnen zielen an den eigentlichen Problemen vorbei. Und laufen Gefahr, sich für den falschen Zweck zu entkleiden.

Noch ein interessantes Interview:

ZEIT Online 12.06.2012

Femen-Anführerin
"Am Ende steht das Matriarchat"

Alexandra Schewtschenko ist eine der Anführerinnen der Aktivistengruppe Femen. Ein Gespräch über die feministische Revolution, blutende Männer und die EM als PR-Bühne

ZEIT ONLINE: Frau Schewtschenko, würden Sie sich selbst als verrückt bezeichnen?

Alexandra Schewtschenko: Ja.

ZEIT ONLINE: Wann begannen Sie, verrückt zu werden?

Schewtschenko: Als Kind war ich noch nicht verrückt. Meine Eltern sind ganz normale Menschen, mein Vater arbeitet beim Militär, meine Mutter ist Lehrerin. Sie glaubten an die Sowjetunion, waren keine Dissidenten. Beide lieben mich, aber inzwischen halten sie mich für verrückt.

ZEIT ONLINE: Wie konnte das geschehen?

Schewtschenko: In meiner Jugend schaute ich neidisch auf die Zeit in der Sowjetunion zurück, damals hatte die kommunistische Jugend eine Idee. Ich träumte von einer Idee. Aber mein BWL-Studium hat mich nicht erfüllt. Wenn du heutzutage in irgendeiner der kleinen ukrainischen Städte auf der Schwelle zwischen Kind und Erwachsensein stehst, hast du nur zwei Möglichkeiten: Du kannst rauchen und Bier trinken, mehr Perspektiven gibt es in diesem Land nicht. Ich habe dann die anderen späteren Anführer von Femen kennengelernt. So begann alles.

ZEIT ONLINE: Was bedeutet Femen für Sie?

Schewtschenko: Damals, als ich noch 18 Jahre alt war, dachte ich, Feminismus bedeutet, sich hässlich zu kleiden, verrückte Frisuren zu tragen und Männer zu hassen.

ZEIT ONLINE: Und heute?

Schewtschenko: Feminismus ist die nötige Ideologie für alle Frauen dieser Welt. Sie bedeutet, dass wir zu kämpfen haben, auch mit verrückten Waffen. Denn Feminismus ist nicht nur etwas, das in Büchern steht. Es ist wichtig für junge Frauen in der Ukraine und in Europa. Wenn ich keine Feministin bin, bin ich ein Sklave der Männer.

ZEIT ONLINE: Was heißt es konkret, Feministin zu sein?

Schewtschenko: Es heißt, dass Frauen und Männer gleichwertig sind. Dass Frauen nicht nur Ehefrauen sind, die kochen, sondern dass sie alle Rechte haben und nutzen. Ich bin außerdem Feministin, um andere Frauen zu Feministinnen zu machen.

ZEIT ONLINE: Wären Sie eine andere Feministin, wenn Sie in Deutschland aufgewachsen wären?

Schewtschenko: Nein, mich unterscheidet nur, dass ich mich mehr um mein Erscheinungsbild, meine Kleidung kümmere, als das deutsche Frauen tun. Das mache ich, weil es zur ukrainischen Kultur gehört. Ukrainerinnen wollen gut und sexy aussehen. Aber vergleichen Sie mich nicht mit deutschen Frauen, lieber mit anderen ukrainischen.

ZEIT ONLINE: Na dann?

Schewtschenko: Die ukrainischen Frauen haben nur ein Ziel im Leben: Einen Mann finden – am besten einen Ausländer. Dann wollen sie nur noch Ehefrauen sein. Sie wollen weder einen Beruf noch eine Berufung haben. Fast alle jungen Frauen sind in diesem Land so. Uns fehlt die Revolution. Aber wir arbeiten daran.

ZEIT ONLINE: Wie weit sind Sie?

Schewtschenko: Wir haben bereits für ein paar kleinere Revolutionen in den Massenmedien gesorgt. Bevor wir unsere Aktionen starteten, konnte man nackte Frauenbrüste nur nach Mitternacht im Fernsehen oder in Sexmagazinen für Männer sehen. Doch inzwischen haben wir den Frauenkörper legalisiert. Sie können Brüste heute in der Ukraine in Zeitungen oder zur Primetime im TV sehen.

ZEIT ONLINE: Was steht am Ende Ihrer Revolution?

Schewtschenko: Das Matriarchat, das hoffe ich doch.

ZEIT ONLINE: Wann ist es soweit?

Schewtschenko: Ich weiß es nicht genau, vielleicht 2017, genau hundert Jahre nach jener russischen Revolution, die die Zarenherrschaft beendete. Wenn es so weit ist, müssen wir kämpfen. Dann wird wieder Blut fließen. Die Revolution wird brutal.

ZEIT ONLINE: Wessen Blut?

Schewtschenko: Das der Männer.

ZEIT ONLINE: Ich möchte gar nicht gegen Sie kämpfen.

Schewtschenko: Vielleicht nicht gegen Sie, ich kenne Sie nicht. Aber gegen Putin, Lukaschenko, Typen wie Berlusconi und Platini.

ZEIT ONLINE: Sie müssen erfreut sein, dass die EM in der Ukraine stattfindet, so eine große PR-Bühne hatten Sie selten?

Schewtschenko: Ich bin nicht froh, dass es die EM gibt. Aber es stimmt, es ist für uns eine Chance, um auf die Probleme in der Ukraine hinzuweisen. Unser Land braucht Aufmerksamkeit von Europa. Wenn die EU nicht nach uns schaut, wird uns Putin ganz schnell schnappen, dann sind wir wieder ein Teil Russlands.

ZEIT ONLINE: Sind Sie mit Ihren bisherigen EM-Protesten zufrieden?

Schewtschenko: Vor dem Eröffnungsspiel in Polen haben wir oben ohne mit Feuerlöschern auf Fußballfans geschossen. Das war ein Erfolg.

ZEIT ONLINE: Wieso, Sie haben doch nichts verändert?

Schewtschenko: Doch, wir haben Aufmerksamkeit bekommen: RTL, Reuters, FP, AP, DPA – sie alle waren da und haben berichtet. Nachdem uns die Polizei eingefangen hatte, waren wir für acht Stunden auf der Wache. Aber für 500 Euro konnten wir alle vier wieder gehen.

ZEIT ONLINE: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie sich vor den Fernsehkameras ausziehen?

Schewtschenko: Als ich es das erste Mal tat, spürte ich in meinem ganzen Körper das Adrenalin. Die wichtigsten Gedanken und Empfindungen kommen einem aber schon vor der Aktion. Da muss man sich selbst beweisen, dass man bereit ist, auch gegen den Widerstand der Familie, der Freunde. Nachdem ich die erste Aktion durchgeführt hatte, weinte meine Mutter, sie schrie, dass ich die Familie geschändet hätte und nun nicht mehr ihre Tochter bin.

ZEIT ONLINE: Wieso tun Sie Ihren Eltern das an?

Schewtschenko: Ich bin keine Prostituierte, ich bin keines dieser Mädchen, die in NachtKlubs tanzt, ich bin kein Model. Ich bin eine Feministin und das ist ein Teil unseres Kampfes.

ZEIT ONLINE: Wie finanzieren Sie sich?

Schewtschenko: Ich wohne in einer Drei-Zimmer-WG zusammen mit vier Freunden und arbeite hauptberuflich für Femen. Jeden Monat brauche ich etwa 500 bis 600 Euro.

ZEIT ONLINE: Wer finanziert Femen?

Schewtschenko: Wir nehmen auf verschiedenen Wegen unser Geld ein. Ein Teil kommt durch Spenden, ein anderer Teil durch den Verkauf in unserem Femen-Shop. Dort verkaufen wir Abdrücke von unseren Busen.

ZEIT ONLINE: Wie funktioniert das?

Schewtschenko: Leute schreiben uns, dass sie einen Abdruck unserer Brüste haben wollen und bezahlen dafür. Dann bekommen sie ein Plakat zugeschickt.

ZEIT ONLINE: Wie viel Geld nehmen Sie im Monat ein?

Schewtschenko: Etwa 5.000 bis 7.000 Euro. Bereits alle ukrainischen Parteien wollten uns schon mit Geld, Autos oder Wohnungen unterstützen – damit wir sie dann im Gegenzug bei unseren Aktionen außen vor lassen. Aber wir nehmen keine Spenden von politischen Parteien an.

ZEIT ONLINE: Kann es sein, dass Sie inzwischen so bekannt sind, dass Ihre PR-Aktionen nicht mehr viel bewirken, sondern die Menschen nerven?

Schewtschenko: Die Revolution ist unser Ziel und dafür brauchen wir die Aktionen. Ja, das ist PR. PR für die Probleme einer Gesellschaft. Wir haben im Jahr 2008 angefangen, über diese Probleme zu informieren. Damals war das Ausmaß an Prostitution riesig, aber niemand wollte darüber sprechen, niemand! Und sogar in diesen Tagen wollen viele das Thema verschweigen. Aber wir sorgen dafür. Mit unseren Aktionen setzen wir die Themen. Die Ukraine ist nicht das Bordell der westeuropäischen Länder!
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RE: Femen gründen Nackt-Zentrale in Hamburg

#30

Beitrag von fraences » 2013-02-08, 01:33

„STOP CUTTING PUSSIES“
Nackt-Eklat! Aktivistinnen stürmen Berlinale


Der „Femen“-Nackt-Skandal in Bildern

BERLIN –
Schon zur Eröffnung hat die Berlinale ihren ersten Skandal. Während die Prominenten am Donnerstag im feinsten Zwirn über den Teppich schritten, wählten vier Aktivistinnen den Nackt-Look.
Es ist kurz vor 19 Uhr, als Sascha (24), Klara (22), Theresa (24) und Debbie (21) den roten Teppich stürmen wollen.
In Windeseile entblättern sie sich, skandieren: „Stop cutting pussies“ („Stoppt Vaginal-Beschneidung“) und „Cutting is not only about cinema“ (Schneiden hat nicht nur etwas mit Kino zu tun).
Die Demonstrantinnen sind Berliner Femen-Aktivistinnen, protestieren bei der Berlinale gegen Genitalverstümmelung bei Frauen. Sascha, Theresa und Klara entern den Teppich von zwei Seiten. Dann werden sie in einen Polizeiwagen verfrachtet, wo sie eine Anzeige kassieren.

Für ihre Freundin Debbie endet der Abend in der Klinik. „Noch bevor ich auf den roten Teppich kommen konnte, ging ein Mann mit einer Fotokamera auf mich los.
Er zog mich an den Haaren nach unten, stellte sich mit den Füßen auf meinen Brustkorb und drückte mir auch einen Fuß an die Kehle“, erzählt Debby.
Die Diagnose: Prellungen und Schürfwunden. Warum der Mann ausrastete, ist unklar. Die Polizei nahm zunächst die Mädchen fest ...

http://www.express.de/promi-show/-stop- ... 94042.html
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#31

Beitrag von bettyboop » 2013-02-08, 05:29

Ich habe leider kein Mittleid mit die Pussies und so was ist schon bei mir seltsam. Sagt alles. Die haben keine Respekt, also sollten dementsprechend so was auch selber erleben. Das klärt am besten auf!
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RE: Femen gründen Nackt-Zentrale in Hamburg

#32

Beitrag von fraences » 2013-02-08, 21:33

Keine Solidarität mit Femen

Hier ein lohnenswerter Text der Gruppe diss_:

Wir sind wütend und ziemlich fassungslos darüber, wie Femen Germany am 25.01.2013 ihren Protest gegen Sexarbeit in der Herbertstraße in Hamburg zum Ausdruck brachten.

Mit nackten Oberkörpern, bemalt mit Parolen und „mit brennenden Fackeln bewaffnet, marschierten [sie] in Formation“1 durch die Herbertstraße, die von beiden Seiten mit Sichtschutz abgeschlossen ist. Die Tore wurden von den Nazis in den 1930er Jahren eingerichtet und nun knapp 80 Jahre später von den Femen Germany um die Aufschrift „Arbeit macht frei“ ergänzt.
Diese unfassbare Analogie von Holocaust und Sexarbeit zieht sich durch die gesamte Aktion der Femen Germany; sie vergleichen die „Bordellstraße“ Herbertstraße mit nationalsozialistischen Vernichtungslagern: „In KZs [wurden] Menschen zerstört und die Prostitution zerstört auch die Seelen der Frauen. Das ist ein Genozid an Frauen, was hier passiert“2 und stellen mit ihren Plakaten „sexindustry is fascism“ die Sexindustrie mit Faschismus auf eine Stufe.
Diese Aussagen sind blanker Hohn gegenüber den Überlebenden und all den in der Shoah ermordeten Menschen. Die Gleichsetzung von Genozid und Sexarbeit ist einfach … (…uns fehlen die Worte…). Sexarbeit = Massenmord?! Ja nee ist klar…

Hier weiter lesen:

http://rechtaufstrasse.blogsport.de/201 ... mit-femen/
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#33

Beitrag von bettyboop » 2013-02-10, 01:38

here, here!
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RE: Femen gründen Nackt-Zentrale in Hamburg

#34

Beitrag von alfder » 2013-02-10, 05:32

So unsäglich, wie die Auftritte von Femen sind, speziell ohne jeglichen Respekt vor der Geschichte, so gut ist das Marketing der Prostitutionsgegner siehe auch http://www.emma.de/news-artikel-seiten/ ... interview/

In unserer verschlagworteten Twitter und BILD Gesellschaft kann man leider mit zu intellektuell aufgestellter Überzeugungsarbeit nur schwer punkten.

Femen arbeitet mit allen Mitteln der PR z.B. auch den Szenen mit Polizeieinsatz gegen oben ohne Aktivisten und zieht damit das Interesse breitert Schichten, auch der Spanner und sensationshungrigen Menschen in Kalkül.

In meiner Phantasie stelle ich mir vor, wie 100 oder mehr SexworkerInnen z.B. mit roten Schirmen "bewaffnet" an einem WE in der Fußgängerzone (also Sperrbezirk) einer grossen Stadt dezent gekleidet, um die Normalität zu unterstreichen, Flyer verteilen und darin offen sexuelle Dienstleistungen anbieten!

Kurz vorher die Presse und TV informieren!!!

Die Polizei, wenn sie denn rechtzeitig einträfe, wäre mit Verhaftungen ziemlich überfordert und auch auf rechtlich schwachen Füßen...

Dann rein in die bereitgestellten Busse und weiter zur nächsten Stadt.

Wie schon Melanie gesagt hat, Kreativität ist gefragt!

Wie wäre es mit internem Brainstorming, was in der Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden könnte?

LG
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#35

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2013-02-15, 16:14

Frau TV
www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/ ... hema_1.jsp




___
Jetzt wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass die US TeaParty Bewegung eine gekaufte Bewegung ist, sog. Astroturf ist (eine Kunstrasen-Marke statt Grassroot-Bewegung). Geldgeber waren die Zigarettenindustrie und die Koch-Brüder (Koch Industries). So steuern die Billionäre heimlich große Massen.

Möglich dass es hier auch solche Geldströme gibt (siehe oben mein russischer Link), zumal westliche Kreise immerschon ein starkes Interesse an Destabiliserung im Ostens hatten und ihnen die Prostitutionseindämmung/Migrationskontrolle auch eine Herzensangelegenheit ist...
www.desmogblog.com/2013/02/11/study-con ... llionaires

Astrotuf in Deutschland:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=58108#58108

Handbuch für Aktivisten für Farbrevolutionen: "From Dictatorship to Democracy" von Gene Sharp USA 1993:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=94104#94104

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Re: FrauTV

#36

Beitrag von Aoife » 2013-02-15, 18:19

          Bild
Marc of Frankfurt hat geschrieben:So steuern die Billionäre heimlich große Massen.
Absolut richtig - und um dies zu ermöglichen muss erst einmal das Massenbewußtsein geschaffen werden. Ohne eine entsprechend große Zahl von Menschen die keine Individuen sind sondern sich selbst als Teil einer Masse definieren ist eine solche Steuerung nicht möglich ...

Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er sich als deutsch, östereichisch, europäisch oder Bewohner des global village identifizieren will, ob er statt Individuum lieber ein Teil der judeochristlichen, demokratischen oder marxistischen Massen sein mag - aber *wenn* er das tut, dann kann er sich nicht gerechtfertigterweise darüber beschwerden, dass er als Masse steuerbar ist ... und selbstverständlich sich dann auch Kräfte finden, die davon Gebrauch machen und ihn steuern.

Die Gedanken sind frei ... aber nicht folgenlos :002

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#37

Beitrag von Secutor » 2013-02-18, 01:41

Oh Mann...
ICh hab ja gewusst dass di eine irre politische Grundlage haben, aber sowas?

Bewaffneter Kampf gegen die Männlichen Vertreter des Patriachats?

Ja klar, und Condi Rice, die Frauen die in Afganischen Gefängnissen Verdächtige vergewaltigt haben und Merkel die am liebsten Junge Männer zum Töten in den Irak geschickt hätte sind besser als Putin und Co oder wie?!?

Und Faschismus ist nicht eine konsequente Fortsetzung des Imperialismus sondern eine Folge (oder Vorbedingung?) von Sexarbeit?

Gehts noch?

Ich bin zwar auch ein Gegner der FGM, aber ich glaube das Rüdiger Nehber mit seiner (erfolgreichen, weil den Menschen gegenüber respektvollen!) Arbeit wesentlich mehr im Kampf gegen Genitalverstümmelung geschafft hat, als die mit solchen Aktionen jemals erreichen werden.

Ich bin hier in Wien zwar weit weg von Berlin, aber ich hoffe echt, dass es gelingt diese Spinner aufzuhalten.

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#38

Beitrag von fraences » 2013-02-18, 20:15

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FEMEN: WIRKLICH SKANDALÖSEN ENTHÜLLUNGEN

Ein Reporter eines Fernsehsenders in der Ukraine ist in der Lage, die umstrittenen feministischen Bewegung Femen infiltrieren.

Sie schloss sich der Organisation, erklärte sich ein starker Befürworter von ihren Ideen und persönlich an den Aktionen des Protestes topless, der Aufnahme mit einer versteckten Kamera. Es stellte sich heraus, dass hinter den Idealen der Emanzipation der Frauen in der Realität gibt es Kreditgeber "Europa und die Vereinigten Staaten.

Femen die junge Journalistin aussetzen musste "opfern" die Teilnahme an ihren Handlungen topless. Seit Wochen hatte sie trainiert, wie man in einer aggressiven und wie man die Aufmerksamkeit der Journalisten vorgibt, ein unschuldiges Opfer der sein anzuziehen verhalten "System sexistisch." Am wichtigsten wurde beigebracht, wie man ihre Brüste vor der Kamera zu zeigen.
Das Debüt topless Journalist in Paris statt, wo Femen hatte vor kurzem eine neue Repräsentanz eröffnet. Einige Aktivisten demonstrierten in ihrem Stil zeigt Brüste vor der Islamischen Kulturzentrum in Paris. Der Reporter war entsetzt, atmen den Hass der Menschen, die verspottet seinen Glauben zu spüren:
L 'demonstrative Aktion findet in einem islamischen Kulturzentrum und wir glauben, dass das Publikum bereit ist, uns anzugreifen, speichern wir nur die Kameras der Journalisten.
Die Reise nach Paris wurde direkt durch die Bewegung Femen Journalisten bezahlt. Die Tickets 'Flugzeug, das Zimmer d' Hotel, das Taxi und Mahlzeiten wurden in 1.000 EUR quantifiziert am Tag, sondern immer an den "Kosten" Aufwendungen für Kosmetikerinnen und Kosmetik.

Es wurde auch festgestellt, dass die Aktivisten der Femen mindestens tausend Dollar pro Monat, fast das Dreifache des durchschnittlichen Lohn-ukrainischen bezahlt werden. Darüber hinaus verdient Mitarbeiter in Kiew zu 2.000 Dollar im Monat, während der Pariser Zentrale von mehreren tausend Euro pro Monat.
Wer so großzügig finanziert diese Bewegung und was die Sponsoren, die Mädchen zeigen ihre Brüste zu werben, bleibt im Nebel, wie das Sprichwort sagt "das Geheimnis des Glaubens." Man kann nur spekulieren. Der Reporter lässt vermuten, dass einige bekannte Leute mit den Führern der Bewegung erfüllt. Dies ist die deutsche Milliardär Helmut Geier, der "Unternehmer Beate Schober deutscher und US-amerikanischer Geschäftsmann Jed Sunden. L 'last Sponsor Femen vielleicht Wikipedia.

The Voice of Russia
http://www.stampalibera.com/?p=59042

http://de.apocalisselaica.net/varie/att ... scandalose

( leider von google von russisch ins deutsche übersetzt)
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#39

Beitrag von Tilopa » 2013-02-19, 03:55

Ich habe dazu nochmal drei ähnlich lautende Meldungen aus russischen und ukrainischen Quellen rausgesucht, denn dass diese Gruppe wahrscheinlich eine Kunstrasenbewegung ist, ist ja in der Tat nicht uninteressant.

Einmal von Russia Today (englischsprachige Ausgabe), 21.09.2012...
http://rt.com/art-and-culture/news/feme ... inist-665/

...aus der Ukrajinska Prawda (russischsprachige Ausgabe), 21.09.2012...
http://www.pravda.com.ua/rus/news/2012/09/21/6973202/

...und von der Stimme Russlands (französischsprachige Ausgabe), 22.09.2012.
http://french.ruvr.ru/2012_09_22/femen/

Die Namen der mutmaßlichen Finanziers werden in den letzten beiden Artikeln ebenfalls erwähnt.


Und über die Gründerin Anna Hutsol ist diese Aussage hier überliefert:
"Financing, she says, comes from businessmen and local entrepreneurs who sympathize with their cause."
Reuters, 15.11.2010, http://www.reuters.com/article/2010/11/ ... FB20101115


Naja, macht diese "Bewegung" nun wirklich nicht sympathischer und spricht sich hoffentlich auch schnell in der deutschen Öffentlichkeit herum...

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#40

Beitrag von Secutor » 2013-02-19, 15:36

Da würd ich trotzdem vorsichtig sein.

Das sind immerhin Medien aus Länder die es mit der freien Presse nicht ganz so enau nehmen (auch wenn es immer noch deutsche Politiker gibt, die sich erblöden von "lupenreinen Demokratien" zu reden)

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