Die Erlaubnispflicht für Betriebe im Prostitutionsgewerbe
Was kommt auf das Gewerbe zu? Was sind die Folgen
http://www.donacarmen.de/wp-content/upl ... CHT-KU.pdf
Merkblatt Erlaubnispflicht Was konnt auf das Gewerbe zu?
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fraences
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Merkblatt Erlaubnispflicht Was konnt auf das Gewerbe zu?
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)
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Fakten und Infos über Prostitution
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Klaus Fricke
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RE: Merkblatt Erlaubnispflicht Was konnt auf das Gewerbe zu?
@ Dona Carmen
Vielen Dank für diese übersichtliche Darstellung der in die Diskussion eingebrachten Auflagen / Mindeststandards, die zur Reglementierung der im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen Aktiven, insbesondere der Inhabenden von Orten solcher Dienstleistungen angedacht sind. Ich spreche ausdrücklich von allen Aktiven des Feldes, da die Regulierungen letztlich nicht nur Inhabende von Arbeitsorten treffen, sondern direkt oder mittelbar auch die Sexarbeitenden und deren Gäste. Die soziale Ächtung erotischer und sexueller Dienstleistung wird - in die Form rechtsförmigen Terrors überführt - zur Aufgabe scheinbar moralischer Neutralität verpflichteter, tatsächlich gruppenbezogen menschenverachtender staatlicher Gewalt. An die Stelle der Garantie der individuellen Freiheitsrechte und der Garantie der Gleichbehandlung unter Absehung von sexueller Orientierung, tritt die staatliche Reglementierung unerwünschter sexueller Verkehrsformen.
Sehr geehrte Frau Merkel,
nehmen sie die Hand aus unseren Boxershorts und Tangas. Dass wir unsere Lust einvernehmlich Leben können, haben sie zu garantieren nicht zu reglementieren. Wie wir das einvernehmlich gestalten, dazu sind wir gerade im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen sehr gut in der Lage. Ob sexueller Missbrauch in diesem Feld stärker ausgeprägt ist als in Paarbeziehungen oder bei sonstigen sexuellen Beziehungen, die nicht über Vorteilsnahmen vermittelt sind, ist nicht nachgewiesen und erscheint zweifelhaft. Ob im Vergleich mit anderen zur Mehrheit von Frauen erbrachten Dienstleistungen in Familie und Beruf, mehr Ausbeutungsverhältnisse oder Formen schwerer Ausbeutung bei Sex- und Erotikdienstleistungen vorliegen, ist durch nichts erwiesen, auch wenn diese Annahme als neuer säkularer Glaubenssatz dogmatische Gültigkeit beansprucht.
Im täglichen Geschäft, hundertausendfach, begegnen sich Gäste und Sexarbeitende im Einvernehmen. Leistungen werden erbracht, Honorare werden bezahlt. Hundertausendfach kommt es bei diesen Begegnungen nicht zu Dienstleistungen, da kein Einvernehmen über Art und Umfang der Leistungen sowie über die Höhe des Honorars erzielt wird. Keine Statistik, die etwas anderes belegt. Fälle in denen sich Gäste an die Polizei wenden, da sie auf Leistungserbringung durch Sexarbeitende beharren, dürften den Ermittlungsbehörden hingegen in nicht geringer Zahl bekannt sein. Ein Beleg für wehrhafte Selbstbestimmung Sexarbeitender, das öffentlicher Verdrängung unterliegt.
Diese hundertausendfache einvernehmliche Alltagserfahrung im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen wird von amtlichen WiderholungstäterInnen ignoriert. Ihr wird kontrafaktisch, in wiederkehrenden gelenkten Kampagnen mit unwahren Tatsachenbehauptungen zu massenhafter Verschleppung und Gewalt begegnet ( siehe http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 562#142562 und folgende Beiträge sowie http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 546#142546 ). Kriminalitätsunterstellung als bekanntes und bewährtes Rezept sozialer Abwertung.
Stigmatisierung und Diffamierung als Leitlinie staatlicher Gewaltausübung.
Vielen Dank für diese übersichtliche Darstellung der in die Diskussion eingebrachten Auflagen / Mindeststandards, die zur Reglementierung der im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen Aktiven, insbesondere der Inhabenden von Orten solcher Dienstleistungen angedacht sind. Ich spreche ausdrücklich von allen Aktiven des Feldes, da die Regulierungen letztlich nicht nur Inhabende von Arbeitsorten treffen, sondern direkt oder mittelbar auch die Sexarbeitenden und deren Gäste. Die soziale Ächtung erotischer und sexueller Dienstleistung wird - in die Form rechtsförmigen Terrors überführt - zur Aufgabe scheinbar moralischer Neutralität verpflichteter, tatsächlich gruppenbezogen menschenverachtender staatlicher Gewalt. An die Stelle der Garantie der individuellen Freiheitsrechte und der Garantie der Gleichbehandlung unter Absehung von sexueller Orientierung, tritt die staatliche Reglementierung unerwünschter sexueller Verkehrsformen.
Sehr geehrte Frau Merkel,
nehmen sie die Hand aus unseren Boxershorts und Tangas. Dass wir unsere Lust einvernehmlich Leben können, haben sie zu garantieren nicht zu reglementieren. Wie wir das einvernehmlich gestalten, dazu sind wir gerade im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen sehr gut in der Lage. Ob sexueller Missbrauch in diesem Feld stärker ausgeprägt ist als in Paarbeziehungen oder bei sonstigen sexuellen Beziehungen, die nicht über Vorteilsnahmen vermittelt sind, ist nicht nachgewiesen und erscheint zweifelhaft. Ob im Vergleich mit anderen zur Mehrheit von Frauen erbrachten Dienstleistungen in Familie und Beruf, mehr Ausbeutungsverhältnisse oder Formen schwerer Ausbeutung bei Sex- und Erotikdienstleistungen vorliegen, ist durch nichts erwiesen, auch wenn diese Annahme als neuer säkularer Glaubenssatz dogmatische Gültigkeit beansprucht.
Im täglichen Geschäft, hundertausendfach, begegnen sich Gäste und Sexarbeitende im Einvernehmen. Leistungen werden erbracht, Honorare werden bezahlt. Hundertausendfach kommt es bei diesen Begegnungen nicht zu Dienstleistungen, da kein Einvernehmen über Art und Umfang der Leistungen sowie über die Höhe des Honorars erzielt wird. Keine Statistik, die etwas anderes belegt. Fälle in denen sich Gäste an die Polizei wenden, da sie auf Leistungserbringung durch Sexarbeitende beharren, dürften den Ermittlungsbehörden hingegen in nicht geringer Zahl bekannt sein. Ein Beleg für wehrhafte Selbstbestimmung Sexarbeitender, das öffentlicher Verdrängung unterliegt.
Diese hundertausendfache einvernehmliche Alltagserfahrung im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen wird von amtlichen WiderholungstäterInnen ignoriert. Ihr wird kontrafaktisch, in wiederkehrenden gelenkten Kampagnen mit unwahren Tatsachenbehauptungen zu massenhafter Verschleppung und Gewalt begegnet ( siehe http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 562#142562 und folgende Beiträge sowie http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 546#142546 ). Kriminalitätsunterstellung als bekanntes und bewährtes Rezept sozialer Abwertung.
Stigmatisierung und Diffamierung als Leitlinie staatlicher Gewaltausübung.