Internationaler Hurentag 2020 D Presseberichte

Beiträge betreffend SW im Hinblick auf Gesellschaft bzw. politische Reaktionen
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Kasharius
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Internationaler Hurentag 2020 D Presseberichte

Beitrag von Kasharius »


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Kasharius
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Re: Internationaler Hurentag 2020 D Presseberichte

Beitrag von Kasharius »

Rechtsanwalt Dr. Martin Theben erklärt heute zum Internationalen Hurentag 2020:

Sexarbeit ist Arbeit. Wer sie verbieten will, entrechtet Sexarbeiter*innen und verhöhnt die Opfer von Ausbeutung und Zwang. Zwangsprostitution ist ein Verbrechen, hat mit Sexarbeit nichts zu tun und wird durch Sexkauf-Verbote nicht verhindert; eher noch befördert. Wer zudem die Corona-Pandemie ausnutzt um ein Sex-Kaufverbot durchzusetzen handelt zynisch und verantwortungslos. Meiner Ansicht nach müssen die Rechte von Sexarbeiter*innen und ihrer Selbstvertretungsorganisationen gestärkt und nicht beschnitten werden. Das sog. Prostituiertenschutzgesetz ist bevormundend, ein bürokratisches Monstrum und gängelt jene, die es angeblich schützen soll. Es bräuchte aber nach meiner Ansicht stattdessen u.a. Änderungen im Baurecht, Abschaffung der Sperrgebietsverordnungen. Ein- und Ausstiegsprogramme und ein dichtes Netz niederschwelliger, flächendeckender und unabhängiger Beratungsangebote auch nach dem Peer-Councel-Prinzip (Betroffene beraten Betroffene) und ein Verbandsklagerecht. Zudem führen Sexkauf-Verbote auch zu einer Kriminalisierung der Sexualassistenz und ist somit inklusionsfeindlich. Ich erkläre mich gerade an einem Tag wie heute solidarisch mit Allen, die für die Rechte von Sexarbeiter*innen eintreten !

Ganzhabe statt Teilhabe – Auch für Sexarbeiter*innen



Mit freundlichen Grüßen


Dr. Martin Theben

Kasharius grüßt solidarisch

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Lucille
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Re: Internationaler Hurentag 2020 D Presseberichte

Beitrag von Lucille »

Danke!

Es wird weitergehen - Immer mehr, auch Prominentere, machen mit:

#RotlichtAN

https://berufsverband-sexarbeit.de/inde ... otlichtan/

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lust4fun
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Re: Internationaler Hurentag 2020 D Presseberichte

Beitrag von lust4fun »

Gestern gab es eine 90-minütige Diskussion als Livestream mit Sonja Dolinsek und Susanne Bleier-Wilp. Beide wurden nur mit ihren Vornamen vorgestellt, aber mit den beigefügten Links waren deren Identitäten offen. Veranstalter war #StreamPolitik, ein Projekt für linke und antikapitalistische Politik.

Die Diskussion steht auf YouTube:


Das Thema „Der letzte macht das Rotlicht aus!“ war recht allgemein gehalten über die gesellschaftlich-politische Situation der Sexworker. Auch die Gastgeber vertreten einen intersektionalen sexpositiven Feminismus – deshalb war das Gespräch nie kontrovers. Die Redner:innen warfen sich die Bälle zu um die Standardfragen und –antworten möglichst verständlich und „gültig“ zu formulieren. Und das ist ihnen gut gelungen. Das Setting ermöglichte eine empathische und sachinteressierte Atmosphäre. Auf der solidarischen Gesprächsbasis vermieden alle Teilnehmer:innen, aktuelle personalisierte Lagerkonflikte auszufechten. Immer ging es um das gemeinsame Anliegen, einer Öffentlichkeit einen vertieften Einblick abseits medialer Dramatisierungen zu geben.

Das YouTube-Audio erhielt bis jetzt 139 Aufrufe. Ich wünsche ihm noch viel mehr.