Doña-Carmen-Rundbrief 2025
Tätigkeitsbericht 2025
Liebe Freunde und Mitstreiter*innen,
sehr geehrte Damen und Herren,
allen, die die Arbeit von Doña Carmen e.V. nicht aus nächster Nähe erleben können, möchten wir mit diesem Rundbrief einen Einblick in unsere Tätigkeit im Jahr 2025 geben
https://www.donacarmen.de/wp-content/up ... 25-III.pdf
Doña-Carmen-Rundbrief 2025 Tätigkeitsbericht 2025
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fraences
- Admina

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Doña-Carmen-Rundbrief 2025 Tätigkeitsbericht 2025
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)
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Fakten und Infos über Prostitution
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Fakten und Infos über Prostitution
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friederike
- Goldstück

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Re: Doña-Carmen-Rundbrief 2025 Tätigkeitsbericht 2025
Liebe Fraences,
herzlichen Dank für diesen ausgezeichneten zusammenfassenden Bericht zur ebenso hervorragenden Arbeit von Doña Carmen. Diese Arbeit hat ein überragendes Niveau, gegen das die Verlautbarungen aus der Politik und aus den hochbezahlten Ministerialbürokratien krass abfallen.
Man muss die Konklusion teilen: die wahre Motivation der Prostitutionsgegner*_Innen, von Schwarzer bis Klöckner und Warken, hat nichts mit der vorgeblichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (fast immer vergessen) zu tun, nichts mit deren "Schutz" und schon gar nichts mit deren sozialer Absicherung (sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung usw. usw.). Hier kommen die dumpfen Instinkte der 1950er Jahre zu einem widerwärtigen Comeback, unsere begeisterten Bürokraten entdecken einen immer noch nicht ganz durchregulierten Bereich, auf dem es noch etwas für sie zu holen gibt. Freie Selbstbestimmung des Sexuallebens ist diesen Menschen eine schreckliche Vorstellung. In jedem Bett, gleich welche und wieviele Menschen darin liegen, will man Ordnungskräfte danebenstehend sehen. Es bereitet diesen Menschen einen Höhepunkt, wenn sie in das Geschehen im Bett regulierend eingreifen können.
Warum nur ist die Prostitution so prickelnd interessant, auch in einer Zeit, wo weiß Gott genug wirklich dringende Fragen auf dem Tisch liegen? Es ist wohl ein Feld, auf dem ein bestimmter Menschenschlag glaubt, zu sehr geringen eigenen Kosten zum Gutmenschen werden und "Soziales Statuskapital" ansammeln zu können. Man weiß, dass sich Sexarbeiterinnen traditionell kaum wehren können, und die Freier sich ebenfalls nicht offen zu äußern trauen - und wenn doch, lässt sich herrlich ein Shitstorm entfachen.
Die 1968er Bewegung hat den Grundsatz aufgestellt: "Wo immer erwachsene, frei entscheidende Menschen gleich welchen Geschlechts sexuell miteinander verkehren wollen, hat sich der Staat herauszuhalten." Das wird unmittelbar von den Grundrechten des Grundgesetzes gedeckt. Und dieser Satz steht für unser aller Grundfreiheit - und muss deswegen verteidigt werden.
LG, Rieke
herzlichen Dank für diesen ausgezeichneten zusammenfassenden Bericht zur ebenso hervorragenden Arbeit von Doña Carmen. Diese Arbeit hat ein überragendes Niveau, gegen das die Verlautbarungen aus der Politik und aus den hochbezahlten Ministerialbürokratien krass abfallen.
Man muss die Konklusion teilen: die wahre Motivation der Prostitutionsgegner*_Innen, von Schwarzer bis Klöckner und Warken, hat nichts mit der vorgeblichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (fast immer vergessen) zu tun, nichts mit deren "Schutz" und schon gar nichts mit deren sozialer Absicherung (sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung usw. usw.). Hier kommen die dumpfen Instinkte der 1950er Jahre zu einem widerwärtigen Comeback, unsere begeisterten Bürokraten entdecken einen immer noch nicht ganz durchregulierten Bereich, auf dem es noch etwas für sie zu holen gibt. Freie Selbstbestimmung des Sexuallebens ist diesen Menschen eine schreckliche Vorstellung. In jedem Bett, gleich welche und wieviele Menschen darin liegen, will man Ordnungskräfte danebenstehend sehen. Es bereitet diesen Menschen einen Höhepunkt, wenn sie in das Geschehen im Bett regulierend eingreifen können.
Warum nur ist die Prostitution so prickelnd interessant, auch in einer Zeit, wo weiß Gott genug wirklich dringende Fragen auf dem Tisch liegen? Es ist wohl ein Feld, auf dem ein bestimmter Menschenschlag glaubt, zu sehr geringen eigenen Kosten zum Gutmenschen werden und "Soziales Statuskapital" ansammeln zu können. Man weiß, dass sich Sexarbeiterinnen traditionell kaum wehren können, und die Freier sich ebenfalls nicht offen zu äußern trauen - und wenn doch, lässt sich herrlich ein Shitstorm entfachen.
Die 1968er Bewegung hat den Grundsatz aufgestellt: "Wo immer erwachsene, frei entscheidende Menschen gleich welchen Geschlechts sexuell miteinander verkehren wollen, hat sich der Staat herauszuhalten." Das wird unmittelbar von den Grundrechten des Grundgesetzes gedeckt. Und dieser Satz steht für unser aller Grundfreiheit - und muss deswegen verteidigt werden.
LG, Rieke
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Kasharius
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Re: Doña-Carmen-Rundbrief 2025 Tätigkeitsbericht 2025
Ich möchte das was @Friederike als conclusio beschreibt absolut unterstützen! Weiße und nicht mehr so ganz junge Frauen aus der Mittelschicht maßen sich Urteil über etwas an von dem Sie keine Ahnung haben. Wahrscheinlich sehen Sie sich in der Tradition Jena gutbürgerlicher Frauen im 19 Jahrhundert die sich Aufwachen sogenannte gefallene Mädchen zu retten; und damals hatte das vielleicht sogar seine Berechtigung wegen der schlimmen Bedingungen der Industrialisierung. Heute aber ist das einfach nur reaktionär und bigot...
In diesem Sinne
Kasharius grüßt
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Boris Büche
- verifizierte UserIn

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Re: Doña-Carmen-Rundbrief 2025 Tätigkeitsbericht 2025
@friederike:
"In jedem Bett, gleich welche und wieviele Menschen darin liegen, will man Ordnungskräfte danebenstehend sehen."
Nein, nicht "gleich welche"! Alle Menschen, die nicht in den heteronormativen Rahmen passen, bleiben unbe(ob)achtet.
Das gilt auch im Sexworkbereich, sogar dann, wenn strafrechtliche Grenzen tangiert, oder überschritten werden.
Eine öffentliche Empörung z.B. über das Schicksal minderjähriger, männlicher Stricher ist mir noch nie begegnet.
"In jedem Bett, gleich welche und wieviele Menschen darin liegen, will man Ordnungskräfte danebenstehend sehen."
Nein, nicht "gleich welche"! Alle Menschen, die nicht in den heteronormativen Rahmen passen, bleiben unbe(ob)achtet.
Das gilt auch im Sexworkbereich, sogar dann, wenn strafrechtliche Grenzen tangiert, oder überschritten werden.
Eine öffentliche Empörung z.B. über das Schicksal minderjähriger, männlicher Stricher ist mir noch nie begegnet.
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friederike
- Goldstück

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Re: Doña-Carmen-Rundbrief 2025 Tätigkeitsbericht 2025
Keine Illusionen! Im Moment wird über die Stricher nicht viel geredet, weil die Kampagnen ja aus der angeblich "feministischen" Ecke kommen. Aber wenn das erst einmal richtig in Gang gekommen ist, sind die Stricher mit Sicherheit gleich miterfasst.Boris Büche hat geschrieben: ↑19.12.2025, 17:34Nein, nicht "gleich welche"! Alle Menschen, die nicht in den heteronormativen Rahmen passen, bleiben unbe(ob)achtet.
Das gilt auch im Sexworkbereich, sogar dann, wenn strafrechtliche Grenzen tangiert, oder überschritten werden.
Eine öffentliche Empörung z.B. über das Schicksal minderjähriger, männlicher Stricher ist mir noch nie begegnet.
Schon jetzt unterliegen die männlichen Stricher dem ProstSchG.