InVocation — eine Installation von Midori
InVocation ist eine immersive skulpturale Installation der Künstlerin Midori, die Sexarbeit, kollektives Gedächtnis und Rituale des Loslassens erforscht. Das Werk besteht aus einem monumentalen, handgeknüpften Seilvorhang – teils Schrein, teils Backstagebereich, teils Schwelle – der mit von Sexarbeitenden gespendeten Objekten verwoben ist.
Die Installation wird in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn) im Rahmen der Ausstellung Sex Work: Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit gezeigt, kuratiert von der Bundeskunsthalle und einem Kollektiv von Sexarbeitenden. Die Ausstellung eröffnet am 1. April 2026.
Inspiriert von japanischen Gedenktraditionen, die Werkzeuge der Arbeit ehren und loslassen, bietet InVocation einen zeitgenössischen Schrein für Objekte, die mit Arbeit, Fürsorge, Überleben, Begehren und Transformation verbunden waren. Die gespendeten Objekte werden direkt in die Skulptur eingearbeitet und bilden ein kollektives Denkmal zu Ehren des Lebens und der Arbeit von Sexarbeitenden.
Dokumentationen früherer Installationen von InVocation findet ihr hier:
https://ranshin.com/invocation/
https://www.artworkarchive.com/profile/ ... ion-midori
Wir laden aktuelle oder ehemalige Sexarbeiter*innen ein, emotional bedeutsame Objekte aus ihrem Arbeitsleben beizutragen – Dinge, die ihr vielleicht nicht einfach wegwerfen möchtet, die aber in einen neuen gemeinsamen Kontext übergeben werden können.
Eine Auswahl an Beispielen für Objekte (nicht abschließend):
Lippenstift oder leeres Parfümfläschchen
Geschenk von einem Kunden oder einer Kundin
Vorhängeschloss
Kleidung, Kostüme oder Perücken
Kleidungsstück, Accessoire oder einzelner Ohrring
Alte Fotos oder ein Brief
Kette aus einer Sling
Altes Handy, Kamera oder technisches Gerät
Arbeitstasche oder Equipment-Bag
Maximale Objektgröße: nicht größer als eine Sporttasche.
Alle beigetragenen Objekte:
werden dauerhaft Teil des Kunstwerks,
werden anonym präsentiert (sofern du nichts anderes wünscht),
werden nicht zurückgegeben.
Ihr könnt, wenn ihr möchtet, eine Geschichte zu eurem Objekt teilen – anonym oder namentlich.
Einsendeschluss: 21. März 2026
Versandadresse:
Bundeskunsthalle
z. H. Max Reifenröther
Stichwort: InVocation
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
Alternativ könnt ihr die Kurator*innen kontaktieren, um die Übergabe abzustimmen:
Rori, [email protected]
Fragen?
Bitte wendet euchsich an: [email protected]
Danke, dass ihr Teil dieses kollektiven Akts des Erinnerns, der Würdigung und der Fürsorge werden möchten.ynonmym
Um sich einen besseren Eindruck über das Kunstprojekt zu machen, hier :
Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
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fraences
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Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)
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Veraguas
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Re: Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
Das Ausstellungskonzept der KuratorInnen (Selbstermächtigung statt Fürsorge/Kriminalisierung) macht einen für mich positiven Eindruck.
https://www.bundeskunsthalle.de/s3xwork
Und ich freue mich, mit mehreren Beiträgen in der Ausstellung vertreten zu sein.
https://www.bundeskunsthalle.de/s3xwork
Und ich freue mich, mit mehreren Beiträgen in der Ausstellung vertreten zu sein.
Welches Problem auch immer in der Gesellschaft besteht-
der Staat weiss eine völlig irre Problemlösung die niemandem nützt, aber Arbeitsplätze im Beamtenapparat schafft. H.S.
der Staat weiss eine völlig irre Problemlösung die niemandem nützt, aber Arbeitsplätze im Beamtenapparat schafft. H.S.
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fraences
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Re: Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
Von der Antike bis heute
Sexarbeiterinnen zeigen ihre Geschichte
Bonn – Rori steht in den Ausstellungsräumen der Bundeskunsthalle. Vor ihr: jahrtausendealte Sandalen aus Athen, glamouröse Opernfotos aus Paris, düstere KZ-Dokumente. Es ist ihre Ausstellung. Zum ersten Mal hat hier eine Sexarbeiterin mitgestaltet. Premiere in einem der wichtigsten Museen des Landes.
Eine Geschichte von der Antike bis heute
„Ich bin wirklich sehr glücklich, all diese Geschichten von Sexarbeitenden auf einer so großen nationalen Bühne versammelt zu sehen“, sagt Rori. Die Schau „Sex Work“ erzählt, was sonst verschwiegen wird: die Geschichte ihrer Branche seit der Antike.
Im antiken Athen hinterließen Prostituierte mit speziellen Sandalen Spuren im Sand – mit der Botschaft „Folge mir“. Ein Zeugnis aus einer Zeit, in der Sexarbeit bereits Teil des Alltags war. Erotik und Kunst gingen oft Hand in Hand. Im Paris des 19. Jahrhunderts forderten reiche Opernbesucher „Gefälligkeiten“ als Gegenleistung für ihre Förderung. In männerdominierten Gesellschaften blieb Frauen oft nur dieser Weg, um Geld zu verdienen.
Die finsteren Kapitel
Mal liberal, mal repressiv – die Geschichte der Sexarbeit schwankt zwischen Extremen. Auf das libertäre Berlin der Goldenen Zwanziger folgte die Barbarei des Nationalsozialismus. 1942 ließ SS-Chef Heinrich Himmler, Mitverantwortlicher für den Holocaust, KZ-Bordelle errichten. Etliche Frauen ließen sich darauf ein – angelockt durch Versprechen auf bessere Bedingungen und frühere Freilassung. Jahrzehntelang schwieg man nach Kriegsende über dieses dunkle Kapitel. Dass die Nazi-Opfer ihren Körper einsetzten, um zu überleben, machte sie zu Geächteten.
In den 1980ern wurde Aids für Betroffene zum Stigma. Konservative brandmarkten die auch als „Lustseuche“ bezeichnete Virus-Infektion als „Strafe Gottes“ für Homosexuelle und Prostituierte. Kalifornien setzte auf ein simples Rezept gegen die Seuche: Treue in der Ehe.
Der Kampf um Gehör
Doch die 80er waren auch die Zeit des Aufbruchs. In Berlin und Frankfurt organisierten sich Prostituierte erstmals selbst, um für ihre Rechte zu kämpfen. Sogar die Mode prägten sie mit, so Johanna Adam, Kuratorin der Bundeskunsthalle. „Es ist unglaublich, wie viele Sexarbeitende hier Input gegeben haben“, sagt Rori. Die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen, das war das Ziel, sagt die Intendantin der Bundeskunsthalle, Eva Kraus.
„Ich hoffe, dass wir etwas dafür tun können, den derzeitigen Diskurs zu verändern.“ Wenn über das Prostitutionsgesetz debattiert wird, bleiben die Betroffenen selbst meist außen vor. Die Realität reicht von Zwang bis zu freier Entscheidung, die meisten bewegen sich in der Grauzone. Zum ersten Mal haben sie hier eine Stimme. Eine Bühne. Ihre Geschichte wird endlich gehört.
https://www.bild.de/leben-wissen/kultur ... 42061801cc
Sexarbeiterinnen zeigen ihre Geschichte
Bonn – Rori steht in den Ausstellungsräumen der Bundeskunsthalle. Vor ihr: jahrtausendealte Sandalen aus Athen, glamouröse Opernfotos aus Paris, düstere KZ-Dokumente. Es ist ihre Ausstellung. Zum ersten Mal hat hier eine Sexarbeiterin mitgestaltet. Premiere in einem der wichtigsten Museen des Landes.
Eine Geschichte von der Antike bis heute
„Ich bin wirklich sehr glücklich, all diese Geschichten von Sexarbeitenden auf einer so großen nationalen Bühne versammelt zu sehen“, sagt Rori. Die Schau „Sex Work“ erzählt, was sonst verschwiegen wird: die Geschichte ihrer Branche seit der Antike.
Im antiken Athen hinterließen Prostituierte mit speziellen Sandalen Spuren im Sand – mit der Botschaft „Folge mir“. Ein Zeugnis aus einer Zeit, in der Sexarbeit bereits Teil des Alltags war. Erotik und Kunst gingen oft Hand in Hand. Im Paris des 19. Jahrhunderts forderten reiche Opernbesucher „Gefälligkeiten“ als Gegenleistung für ihre Förderung. In männerdominierten Gesellschaften blieb Frauen oft nur dieser Weg, um Geld zu verdienen.
Die finsteren Kapitel
Mal liberal, mal repressiv – die Geschichte der Sexarbeit schwankt zwischen Extremen. Auf das libertäre Berlin der Goldenen Zwanziger folgte die Barbarei des Nationalsozialismus. 1942 ließ SS-Chef Heinrich Himmler, Mitverantwortlicher für den Holocaust, KZ-Bordelle errichten. Etliche Frauen ließen sich darauf ein – angelockt durch Versprechen auf bessere Bedingungen und frühere Freilassung. Jahrzehntelang schwieg man nach Kriegsende über dieses dunkle Kapitel. Dass die Nazi-Opfer ihren Körper einsetzten, um zu überleben, machte sie zu Geächteten.
In den 1980ern wurde Aids für Betroffene zum Stigma. Konservative brandmarkten die auch als „Lustseuche“ bezeichnete Virus-Infektion als „Strafe Gottes“ für Homosexuelle und Prostituierte. Kalifornien setzte auf ein simples Rezept gegen die Seuche: Treue in der Ehe.
Der Kampf um Gehör
Doch die 80er waren auch die Zeit des Aufbruchs. In Berlin und Frankfurt organisierten sich Prostituierte erstmals selbst, um für ihre Rechte zu kämpfen. Sogar die Mode prägten sie mit, so Johanna Adam, Kuratorin der Bundeskunsthalle. „Es ist unglaublich, wie viele Sexarbeitende hier Input gegeben haben“, sagt Rori. Die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen, das war das Ziel, sagt die Intendantin der Bundeskunsthalle, Eva Kraus.
„Ich hoffe, dass wir etwas dafür tun können, den derzeitigen Diskurs zu verändern.“ Wenn über das Prostitutionsgesetz debattiert wird, bleiben die Betroffenen selbst meist außen vor. Die Realität reicht von Zwang bis zu freier Entscheidung, die meisten bewegen sich in der Grauzone. Zum ersten Mal haben sie hier eine Stimme. Eine Bühne. Ihre Geschichte wird endlich gehört.
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Re: Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
Neue Ausstellung zur Kulturgeschichte der Sexarbeit in Bonn
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinla ... n-100.html
https://www.express.de/panorama/von-ant ... it-1255908
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Re: Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
Doña-Carmen-Statement zur Ausstellung SEX WORK in der Bundeskunsthalle Bonn
Doña Carmen e.V., Verein für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten, begrüßt die Ausstellung SEX WORK in der Bonner Bundeskunsthalle. Den Kurator*innen gebührt Anerkennung dafür, dass sie sich in Zusammenarbeit mit Sexarbeiter*innen eines gesellschaftspolitisch brisanten Themas angenommen haben.
Hier weiterlesen:
https://www.donacarmen.de/dona-carmen-s ... #more-3342
Doña Carmen e.V., Verein für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten, begrüßt die Ausstellung SEX WORK in der Bonner Bundeskunsthalle. Den Kurator*innen gebührt Anerkennung dafür, dass sie sich in Zusammenarbeit mit Sexarbeiter*innen eines gesellschaftspolitisch brisanten Themas angenommen haben.
Hier weiterlesen:
https://www.donacarmen.de/dona-carmen-s ... #more-3342
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Re: Bundeskunsthalle- Japanische Künstlerin Midori bitte um Unterstützung
Was der Begriff Sexarbeit über die Gesellschaft aussagt
https://www.dw.com/de/was-der-begriff-s ... a-76807508
https://www.dw.com/de/was-der-begriff-s ... a-76807508
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