Sperrung von Telefonnummern
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carmen_berlin
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Sperrung von Telefonnummern
Dieser Link http://www.guardian.co.uk/politics/2009 ... ile-phones ist gerade bei mir reingeflattert. Es geht darum, dass der Londoner Bürgermeister die Telefonnummern Prostituierter im Zuge der Zunahme von Paysex-Geschäften während der Olympischen Spiele 2012 sperren lassen möchte. Angeblich soll damit Menschenhandel verhindert werden.
Ich lasse das jetzt einfach mal als Info so stehen. Ich weiß gar nicht, ob wir uns hier mit außer-österreichisch-deutscher Prostitutions-Politik überhaupt befassen. Es gibt ja genügend Fronten vor der eigenen Haustür.
Ich lasse das jetzt einfach mal als Info so stehen. Ich weiß gar nicht, ob wir uns hier mit außer-österreichisch-deutscher Prostitutions-Politik überhaupt befassen. Es gibt ja genügend Fronten vor der eigenen Haustür.
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Zwerg
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Ich lese den Beitrag bereits mehrere Male - und kann es noch immer nicht wirklich fassen.... - wo führt das noch hin? Hat den Niemand aus der Fußballweltmeisterschaft in D gelernt? Sind die Erfahrungen der Europameisterschaft völlig unbekannt?
Was lassen sich die PolitikerInnen noch einfallen um Scheinkriege gegen nicht vorhandene Gefahren zu führen?
Christian
Was lassen sich die PolitikerInnen noch einfallen um Scheinkriege gegen nicht vorhandene Gefahren zu führen?
Christian
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Micha Ebner
- hat was zu sagen

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RE: Sperrung von Telefonnummern
Wenn ich bedenke, wie schnell und unkompliziert man heutzutage Mobiltelefone bekommt, wie schnell man neue Nummern im Internet (oder klassisch per Visitenkarte im Telefonhäuschen) bewerben kann, dann wage ich mal die Prognose: Das würde schon an der Umsetzung scheitern...
Berufsrategeber für Huren - ISBN 3837014185
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carmen_berlin
- hat was zu sagen

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RE: Sperrung von Telefonnummern
Es gibt ja Vertragsanbieter bei denen einem die prepaid SIM-Karten quasi zu Dutzenden hinterher geworfen werden. Auf der anderen Seite gibt es immernoch Möglichkeiten, solche Telefonkarten relativ "anonym" zu beziehen. Ich weiß nicht, ob Prostitution in GB illegal ist. Hier in D wäre ich empört, wenn mir jemand einfach meine Telefonnummer sperrt, nur weil ich als Hure arbeite - abgesehen davon, dass ich mir jederzeit eine neue Nummer zulegen könnte. Soetwas ist einfach lästige Schikane gegen eine einzige Berufsgruppe. Die Kirchen werden schließlich auch nicht zu gemacht, weil hier die Gefahr, auf einen pädophilen Pfarrer zu treffen, höher ist. Das Menschenhandel-Argument ist ein demagogisches.
Zwerg, erzähl mal, wie das bei der Fußball-WM war! Ich war ja zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Thema. Haben die hier auch Nummern gesperrt?
Zwerg, erzähl mal, wie das bei der Fußball-WM war! Ich war ja zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Thema. Haben die hier auch Nummern gesperrt?
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Zwerg
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@Carmen
Telefonnummern haben sie keine gesperrt - aber Panikmache angesichts eines Großereignisses betrieben... Es würden zig-tausend SexarbeiterInnen zusätzlich ins Land kommen - Zwangsprostitution würde sprunghaft ansteigen - Kampagnen wurden gestartet.... - und rausgekommen ist genau NULL...
Und dann kam das Argument: Weil im Vorfeld das Problem erkannt wurde und weil Gegenmaßnahmen ergriffen wurden.
Bei der Europameisterschaft war es im Vorfeld kurzfristig auch zu ähnlichen Debatten gekommen (in weitaus geringerem Ausmaß, aber doch), weil auch die Medien erkannt haben, dass das Thema Sport und Sexarbeit nicht zusammenpasst - das es keinen SexarbeiterInnenhype geben wird. In Wien war während der Fußballeuropameisterschaft nahezu keine SexarbeiterIn zu finden die "vom großen Geschäft schwärmte" - wir waren zu der Zeit nahezu rund um die Uhr auf der Straße.
Und jetzt brüllen die englischen Politiker genau wegen einem Sportereignis los. Sex und Sport sind nicht unbedingt mit einem gemeinsamen Nenner versehen - sage ich mal und glaube auch dran.
Liebe Grüße
Christian
Telefonnummern haben sie keine gesperrt - aber Panikmache angesichts eines Großereignisses betrieben... Es würden zig-tausend SexarbeiterInnen zusätzlich ins Land kommen - Zwangsprostitution würde sprunghaft ansteigen - Kampagnen wurden gestartet.... - und rausgekommen ist genau NULL...
Und dann kam das Argument: Weil im Vorfeld das Problem erkannt wurde und weil Gegenmaßnahmen ergriffen wurden.
Bei der Europameisterschaft war es im Vorfeld kurzfristig auch zu ähnlichen Debatten gekommen (in weitaus geringerem Ausmaß, aber doch), weil auch die Medien erkannt haben, dass das Thema Sport und Sexarbeit nicht zusammenpasst - das es keinen SexarbeiterInnenhype geben wird. In Wien war während der Fußballeuropameisterschaft nahezu keine SexarbeiterIn zu finden die "vom großen Geschäft schwärmte" - wir waren zu der Zeit nahezu rund um die Uhr auf der Straße.
Und jetzt brüllen die englischen Politiker genau wegen einem Sportereignis los. Sex und Sport sind nicht unbedingt mit einem gemeinsamen Nenner versehen - sage ich mal und glaube auch dran.
Liebe Grüße
Christian
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ex-oberelfe
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schon schlimm zu sehen, wie weit die politik oft gehen will und geht um der sexarbeit einen strich durch die rechnung zu machen, inwieweit soll das denn bitte sinnvoll sein?
vor allem bin ich mir sicher, dass nicht nur in österreich , sondern sicher auch in gb so einige politiker zu den kunden gehört..jaja, die liebe scheinmoral schlägt wieder zu...
da kann man nur den kopf schütteln!
vor allem bin ich mir sicher, dass nicht nur in österreich , sondern sicher auch in gb so einige politiker zu den kunden gehört..jaja, die liebe scheinmoral schlägt wieder zu...
da kann man nur den kopf schütteln!
<i>::: Jasmin war SexarbeiterIn, später BetreiberIn und bis Ende 2010 für das Sexworker Forum mit besonderen Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit tätig :::</i>
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ehemaliger_User
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malin
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die meisten meiner kolleginnen und auch ich haben uns auf die wm wie folgt vorbereitet: wir haben erst mal urlaub gemacht, weil zu dieser zeit eh nix geht
sportliche grossereignisse, feste (wiesn) etc. sind nie gute zeiten zum arbeiten weil die leute dann ganz anderes im sinn haben.
diese binsenweisheit ist bei den meisten frauen bekannt, warum wissen die werten politiker nichts davon?
ansonsten hat für mich allein die tatsache das eine prophylaktische sperrung eines persönlichen telefonanschlusses auch nur in erwägung gezogen wird etwas diktatorisches, absolutes no go.
sportliche grossereignisse, feste (wiesn) etc. sind nie gute zeiten zum arbeiten weil die leute dann ganz anderes im sinn haben.
diese binsenweisheit ist bei den meisten frauen bekannt, warum wissen die werten politiker nichts davon?
ansonsten hat für mich allein die tatsache das eine prophylaktische sperrung eines persönlichen telefonanschlusses auch nur in erwägung gezogen wird etwas diktatorisches, absolutes no go.
liebe grüsse malin
eventuell fehlende buchstaben sind durch meine klemmende tastatur bedingt :-)
eventuell fehlende buchstaben sind durch meine klemmende tastatur bedingt :-)
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ConnyIrReal
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ich hab mal gelesen, dass die Pille danach in England dann sehr gefragt ist, wenn die englische mannschaft verloren hat.Zwerg hat geschrieben: Sex und Sport sind nicht unbedingt mit einem gemeinsamen Nenner versehen - sage ich mal und glaube auch dran.
Quelle kann ich leider keine angeben.
aus der Erinnerung heraus war es aber nicht bild.de sonder ehr sowas wie Sepktrum der Wissenschaft ....
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Marc of Frankfurt
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Das mit den den Sexarbeiter-Telefonnummern ist zumindest in Central London eine Dauerauseinandersetzung zwischen Ordnungshütern und Sexbiz. Siehe z.B.:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=26545#26545
@ Carmen:
Natürlich interessieren wir uns bei Sexworker.at, dem deutschsprachigen Infoportal nicht nur für das was im Sexworker.at-Ländern D - CH -AT stattfindet, sondern haben eine eigene Rubrik für internationale Sexworker-Angelegenheiten:
www.sexworker.at/international
Also vor Euren Auslandseinsätzen mal vorbeischaun ;-)
Sex und Fußball können die selbe Siegeremotion beinhalten. Aber insofern ist Fußball Konkurrent zu Pay6 so wie Karneval mehr privates denn professionelles erotisches Vergnügen verspricht.
Bei der WM hatten sich die Prostitutionsgegner hinsicht erwarteter Ausbeutungsopferzahlen um den Faktor 8.000 übertrieben wie die EU später feststellen konnte. Das zeigt wie die Prostitutionsgegnerschaft die Wahrnehmung verzerrt.
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=10093#10093
Weitere Links:
Sexwork in Zeiten von Internet und virtuellen Welten:
viewtopic.php?t=780
Sexworker Telefon Know-How:
viewtopic.php?t=1236
.
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=26545#26545
@ Carmen:
Natürlich interessieren wir uns bei Sexworker.at, dem deutschsprachigen Infoportal nicht nur für das was im Sexworker.at-Ländern D - CH -AT stattfindet, sondern haben eine eigene Rubrik für internationale Sexworker-Angelegenheiten:
www.sexworker.at/international
Also vor Euren Auslandseinsätzen mal vorbeischaun ;-)
Sex und Fußball können die selbe Siegeremotion beinhalten. Aber insofern ist Fußball Konkurrent zu Pay6 so wie Karneval mehr privates denn professionelles erotisches Vergnügen verspricht.
Bei der WM hatten sich die Prostitutionsgegner hinsicht erwarteter Ausbeutungsopferzahlen um den Faktor 8.000 übertrieben wie die EU später feststellen konnte. Das zeigt wie die Prostitutionsgegnerschaft die Wahrnehmung verzerrt.
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=10093#10093
Weitere Links:
Sexwork in Zeiten von Internet und virtuellen Welten:
viewtopic.php?t=780
Sexworker Telefon Know-How:
viewtopic.php?t=1236
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carmen_berlin
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RE: Sperrung von Telefonnummern
@marc: Vielen Dank für die Links, jetzt weiß ich zumindest, dass Sexwork auch in Britannien legal ist. Das Problem mit der Werbung haben wir ja hier leider auch und ich find's absurd. Wenn es legal ist, Sex zu verkaufen und zu kaufen, dann muß es auch legal sein, dafür zu werben. Meines Erachtens gehört es dazu auch, eine Telefonnummer oder sonstige Kontaktmöglichkeit anzugeben. Wenn Telefonnummern gesperrt werden (sollen), dann ist das geschäftsschädigend, insbesondere wenn sich dann herausstellt, dass das Geschäft völlig legal und ohne jegliche Zwangsarbeit geführt wurde.
Hat denn hier irgendwer Kenntnis davon, wieviele unseriös geführte Geschäfte öffentlich für sich werben? Ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich soetwas leisten kann, wenn man Damen illegal einführt und zur Prostitution zwingt. (Sieht man den Damen ja dann vermutlich auch ein, dass die das nicht freiwillig tun.) Ich hatte bisher immer gedacht, dass solche Geschäfte eher über das Hörensagen quasi "unter der Theke" abgewickelt werden. Weiß da jemand was drüber?
off-topic: Wenn es eine Kategorie für Internationales gibt und ihr meint, dieser Faden könnte dort besser aufgehoben sein, habe ich nichts gegen eine Verschiebung.
LG, Carmen.
Hat denn hier irgendwer Kenntnis davon, wieviele unseriös geführte Geschäfte öffentlich für sich werben? Ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich soetwas leisten kann, wenn man Damen illegal einführt und zur Prostitution zwingt. (Sieht man den Damen ja dann vermutlich auch ein, dass die das nicht freiwillig tun.) Ich hatte bisher immer gedacht, dass solche Geschäfte eher über das Hörensagen quasi "unter der Theke" abgewickelt werden. Weiß da jemand was drüber?
off-topic: Wenn es eine Kategorie für Internationales gibt und ihr meint, dieser Faden könnte dort besser aufgehoben sein, habe ich nichts gegen eine Verschiebung.
LG, Carmen.
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Lycisca
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ZwangsProstitution in Gefängnissen Tabuthema
Während staatliche Behörden "in freier Wildbahn" überall "Zwangsprostitution" wittern - und mit Werbeverboten (auf der Basis nicht mehr in der Gesellschaft existenter Moralvorstellungen) sowie in GB mit der Sperre von Telefonnummern ziemlich weitreichende Eingriffe planen, findet sexuelle Versklavung hauptsächlich dort statt, wo der Staat unmittelbar für die Sicherheit verantwortlich wäre, nämlich in Gefängnissen. Weil die Behörden offenbar unwillig und überfordert sind - und weil nicht sein kann, was nicht sein darf - passiert in diesem Bereich nichts. Unten ist ein älterer Bericht aus D (aber die beschriebenen Zustände sind sicher weit verbreitet und halten sicher weiterhin an). Zusätzlich erwähnt der Bericht "Maulkorbweisungen" und Drohungen mit dem Dienstrecht gegen Aufdecker:carmen_berlin hat geschrieben: Das Problem mit der Werbung haben wir ja hier leider auch und ich find's absurd. Wenn es legal ist, Sex zu verkaufen und zu kaufen, dann muß es auch legal sein, dafür zu werben. Meines Erachtens gehört es dazu auch, eine Telefonnummer oder sonstige Kontaktmöglichkeit anzugeben. Wenn Telefonnummern gesperrt werden (sollen), dann ist das geschäftsschädigend, insbesondere wenn sich dann herausstellt, dass das Geschäft völlig legal und ohne jegliche Zwangsarbeit geführt wurde.
Berliner Morgenpost vom 2. Oktober 2007 (Gilbert Schomaker) hat geschrieben: Staatsanwälte und Jugendrichter haben in einer Sondersitzung des Rechtsausschusses von den Zuständen in der Jugendstrafanstalt Plötzensee ein verheerendes Bild gezeichnet. Sie sprechen von "organisierten Quälereien" unter den jugendlichen Gefangenen. [...] Nach Angaben der Vorsitzenden der Vereinigung Berliner Staatsanwälte, Vera Junker, sollen die Gewaltvorfälle in Plötzensee, wo 610 Gefangene untergebracht sind, seit einem Jahr zunehmen. [...] "Es soll auch zu Versuchen gekommen sein, Gefangene zur Prostitution zu zwingen", sagte Junker. Die Staatsanwälte stünden bei ihren Ermittlungen oft vor großen Problemen, weil "der Schutz der Opfer häufig nicht gewährleistet werden kann", so Junker. Die Täter und ihre Freunde könnten ihre Opfer, wenn sie eine Meldung gemacht hätten, einschüchtern.