off topic: weiss eigentlich jemand woher der Begriff "auf den Strich gehen" kommt?
Nicole
Warum heißt es "auf den Strich gehen?"
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nicole6
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Auf den Strich gehen: auf Männerfang ausgehen, auf der Suche nach Liebesabenteuern umherstreichen, von der Prostitution leben. Die Redensart wird bei uns heute ganz speziell auf Prostituierte angewandt und ist so für Berlin seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bezeugt; vgl. französisch 'faire le trottoir'.
Man hat die Wendung ebenfalls mit der Vogelstellerei in Zusammenhang gebracht und gemeint, daß sie eigentlich 'Finken fangen' bedeutet habe. Dafür spricht eine Stelle bei Hans Sachs ('Das böse Weib' 264):
Wann e und ich mich umb gesich,
So ist sie auf dem finckenstrich.
'Strich', das mit 'streichen' = ziehen verwandt ist, ist die Richtung, die die Vögel bei ihrem Zuge nehmen; so war schon in mittelhochdeutscher Zeit 'strich' = Richtung, Weg. In übertragener Bedeutung begegnet das Wort in heutigem Sinne in Lindeners 'Rastbüchlein' (28), wo es von einer Frau, die ihre Anständigkeit und Ehrbarkeit nur vortäuscht, heißt: »Dann sie fromb ist, wann mans sihet und tag ist, aber bey nacht hat sie iren strich«.
Die Redensart ist auch mit dem 'Schnepfenstrich', einer jägersprachlichen Bezeichnung in Verbindung gebracht worden. Das Männchen der in Mitteleuropa lebenden Sumpf- oder Waldschnepfe durchstreift auf seinem abendlichen Balzflug den Wald in einer bestimmten Höhe, den der Beobachter den Schnepfenstrich nennt. Da 'Schnepfe' zur Schelte für die Dirne wurde, ist ein Zusammenhang mit der Redensart denkbar. Strich als Abkürzung von 'Schnepfenstrich' wäre demnach der Weg, den die Dirnen gehen.
Wolf lehnt diese Deutung ab. Er hält den Ausdruck 'Schnepfenstrich' für eine witzige jüngere Bildung und meint, daß die Redensart aus der Gaunersprache stammt.
Das rotwelsche Strich ist synonym mit 'Leine', das dem lateinischen linea entlehnt ist und die Bedeutung von Grenzlinie besitzt. Der Strich ist also der abgegrenzte Bezirk, in dem die Dirnen ihrem Gewerbe nachgehen und in dem sie keine Außenseiterinnen dulden.
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Strich, S. 3. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 6333 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 5, S. 1572) (c) Verlag Herder]
http://www.digitale-bibliothek.de/scrip ... band42.htm
Man hat die Wendung ebenfalls mit der Vogelstellerei in Zusammenhang gebracht und gemeint, daß sie eigentlich 'Finken fangen' bedeutet habe. Dafür spricht eine Stelle bei Hans Sachs ('Das böse Weib' 264):
Wann e und ich mich umb gesich,
So ist sie auf dem finckenstrich.
'Strich', das mit 'streichen' = ziehen verwandt ist, ist die Richtung, die die Vögel bei ihrem Zuge nehmen; so war schon in mittelhochdeutscher Zeit 'strich' = Richtung, Weg. In übertragener Bedeutung begegnet das Wort in heutigem Sinne in Lindeners 'Rastbüchlein' (28), wo es von einer Frau, die ihre Anständigkeit und Ehrbarkeit nur vortäuscht, heißt: »Dann sie fromb ist, wann mans sihet und tag ist, aber bey nacht hat sie iren strich«.
Die Redensart ist auch mit dem 'Schnepfenstrich', einer jägersprachlichen Bezeichnung in Verbindung gebracht worden. Das Männchen der in Mitteleuropa lebenden Sumpf- oder Waldschnepfe durchstreift auf seinem abendlichen Balzflug den Wald in einer bestimmten Höhe, den der Beobachter den Schnepfenstrich nennt. Da 'Schnepfe' zur Schelte für die Dirne wurde, ist ein Zusammenhang mit der Redensart denkbar. Strich als Abkürzung von 'Schnepfenstrich' wäre demnach der Weg, den die Dirnen gehen.
Wolf lehnt diese Deutung ab. Er hält den Ausdruck 'Schnepfenstrich' für eine witzige jüngere Bildung und meint, daß die Redensart aus der Gaunersprache stammt.
Das rotwelsche Strich ist synonym mit 'Leine', das dem lateinischen linea entlehnt ist und die Bedeutung von Grenzlinie besitzt. Der Strich ist also der abgegrenzte Bezirk, in dem die Dirnen ihrem Gewerbe nachgehen und in dem sie keine Außenseiterinnen dulden.
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Strich, S. 3. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 6333 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 5, S. 1572) (c) Verlag Herder]
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Marc of Frankfurt
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Strich
gibt es auch als verwandten Begriff in der Textilkunde. Es meint die Laufrichtung oder Faserorientierung.
Gemäß dieser Analogie stehen die Paysey-Anbieter oder Nachfrager wie Fasern am Straßenrand bzw. die anderen streifen dazwischen umher wie ein Windhauch durch Fasern oder Haare auf einer Haut ...
gibt es auch als verwandten Begriff in der Textilkunde. Es meint die Laufrichtung oder Faserorientierung.
Gemäß dieser Analogie stehen die Paysey-Anbieter oder Nachfrager wie Fasern am Straßenrand bzw. die anderen streifen dazwischen umher wie ein Windhauch durch Fasern oder Haare auf einer Haut ...
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Zwerg
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Laut Wiki
Die Herkunft des Begriffes Strich ist nicht ganz geklärt: Eine Erklärung kommt aus der Prostitutionsverordnung Wiens zur Zeit der Jahrhundertwende, nach der die Straßendirnen sich nur innerhalb eines bestimmten Bereiches (hinter dem Strich) am Bordsteinrand aufhalten durften (daher wahrscheinlich auch der Begriff Bordsteinschwalben für Prostituierte vom Straßenstrich), um die herkömmlichen Passanten nicht zu behindern. Eine andere Erklärung kommt aus der Jägersprache: Als Strich wird zum einen eine gedachte Linie auf einer bestimmten Höhe bezeichnet, auf der die balzenden Waldschnepfen ihre Bahnen fliegen, um die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen. Zum anderen bezeichnet Strich die Blutspur, die verwundetes Wild während einer Treibjagd hinter sich herzieht, was somit wohl als pejorative Anlehnung an die weibliche Menstruation zu verstehen ist. In Hamburg gab es einen weißen Strich an den Anlegern der Schiffe. Weiter durften sich die Prostituierten den Schiffen nicht nähern. So standen die Damen "auf dem Strich" und warteten auf ihre ankommende Kundschaft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenprostitution
Die Herkunft des Begriffes Strich ist nicht ganz geklärt: Eine Erklärung kommt aus der Prostitutionsverordnung Wiens zur Zeit der Jahrhundertwende, nach der die Straßendirnen sich nur innerhalb eines bestimmten Bereiches (hinter dem Strich) am Bordsteinrand aufhalten durften (daher wahrscheinlich auch der Begriff Bordsteinschwalben für Prostituierte vom Straßenstrich), um die herkömmlichen Passanten nicht zu behindern. Eine andere Erklärung kommt aus der Jägersprache: Als Strich wird zum einen eine gedachte Linie auf einer bestimmten Höhe bezeichnet, auf der die balzenden Waldschnepfen ihre Bahnen fliegen, um die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen. Zum anderen bezeichnet Strich die Blutspur, die verwundetes Wild während einer Treibjagd hinter sich herzieht, was somit wohl als pejorative Anlehnung an die weibliche Menstruation zu verstehen ist. In Hamburg gab es einen weißen Strich an den Anlegern der Schiffe. Weiter durften sich die Prostituierten den Schiffen nicht nähern. So standen die Damen "auf dem Strich" und warteten auf ihre ankommende Kundschaft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenprostitution
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Angel_friend
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so wie ichs sehe, einfach gesagt:
am Straßenrand ist zur Darstellung der Fahrbahnbegrenzung eine Linie.
Am Straßenstrich stehen und gehen die Damen entlang dieser Linie, also "auf dem/den Strich".
Mittlerweile wird der Begriff umgangssprachlich fast für alle Bereiche von SW verwendet.
am Straßenrand ist zur Darstellung der Fahrbahnbegrenzung eine Linie.
Am Straßenstrich stehen und gehen die Damen entlang dieser Linie, also "auf dem/den Strich".
Mittlerweile wird der Begriff umgangssprachlich fast für alle Bereiche von SW verwendet.
Die Moral ist nur der äussere Anschein von Treu und Glauben, und der Verwirrung Beginn.