Dream Dolls

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Norbert
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Dream Dolls

Beitrag von Norbert »

A r t d a n g e r e u x – (Sendung beim Hamburger Bürgerkanal TIDE)
am 26. Januar um 21.00 Uhr:

Thema: Dream Dolls
Interview mit der Regisseurin Maria Magdalena Ludewig zu ihrem Theaterstück „Dream dolls“

- Das vollständige Interview auch als Download (siehe unten) -


Liebe Interessierte:

Die Theaterregisseurin Maria Magdalena Ludewig hat mit dem Stück „Dream dolls“ Sexarbeiterinnen und Schauspielerinnen zusammen auf die Bühne gebracht. Eigene Lebenswege und die Suche nach sexuellen Identitäten – auch über Paysex - werden in Dream Dolls mit den Möglichkeiten des Theaters vorgestellt. Art dangereux interviewt Maria Magdalena Ludewig zur Aufführung im Uebel & Gefährlich.

Maria Magdalena Ludewig beschreibt, wie sie zu einem Bühnenthema gekommen ist, bei dem die Darstellerinnen schon mehrere Rollen im Privatleben haben. Das Verhältnis zum eigenen Spiel und zu den Konflikten zwischen den eigenen Rollen wird in Dream Dolls szenisch aufgelöst. Alle Mitwirkenden haben eine große und inhaltlich dichte Bühnenpräsenz. Es kann eigentlich nicht unterschieden werden, wer Schauspielerin und wer Sexarbeiterin ist.

Mit dem Uebel & Gefählich wurde bewusst ein Aufführungsort gewählt, der kein Theater ist. So entsteht eine eigene Atmosphäre im Disco-Club, der auch örtlich zwischen der ausgehenden Studentin, die einen One-Night-Stand sucht, und der Reeperbahn angesiedelt ist. Auf der Bühne wird die Grenzlinie zwischen dem, was an sexuellem Ausleben bürgerlich noch o.k. ist und dem, was nicht mehr o.k. ist, wenn es die Reeperbahn verlässt, immer wieder herausgefordert.

Für die mitspielenden Sexarbeiterinnen ist „Dream Dolls“ ein Teil ihres eigenen Spiels. Für sie stellt sich die Frage, wie es jetzt für sie weitergehen soll. Sollen sie den bürgerlichen Lebensweg aufrechterhalten oder die Sexarbeit als dauerhaften Beruf wählen? Es ist die Frage nach der eigenen Identität. Damit in die Öffentlichkeit zu gehen bedeutet, wieder einen Schritt weiter auf dem Weg nach draußen zu gehen: ja ich bin das, was ich bin, warum muss ich mich verstecken?

Die Selbstbezeichnung der Darstellerinnen als „Nutte“ weicht von der heutigen Benennung als „Sexarbeiterin“ in der Hurenbewegung ab. Die Darstellerinnen haben aber keine Probleme mit dem stigmatisierenden Begriff. Die Emanzipation gehe hier, so Maria Magdalena Ludewig, noch einen Schritt weiter. Die Mitwirkenden brauchen kein bestimmtes Etikett, um zu ihrer Tätigkeit zu stehen. Sie kommen mit jeder Bezeichnung klar.


Art dangereux – am 26. Januar, das erste Mal um 21.00 Uhr bei TIDE auf UKW 96,0 und als Livestream unter www.tidenet.de im Radio-Bereich

Das vollständige Interview steht auch als Download bereit:

http://www.speedshare.org/download.php?id=EACEBA8211

Auf dieser Speedshare-Seite bis zum unteren Ende scrollen und dann die Sekundenzählung abwarten, bis das Interview zum Download bereitsteht. Dann download anklicken, dann je nach Wunsch „Datei Speichern“ anklicken und einen Speicherort angeben oder „Datei öffnen“ und dann z.B. mit dem Windows Media Player das Interview anhören.


Viele Grüße

Norbert