Länderberichte U.S.A.:

Hier findet Ihr "europaweite" Links, Beiträge und Infos - Sexarbeit betreffend. Die Themen sind weitgehend nach Ländern aufgeteilt.
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Marc of Frankfurt
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US Kampagnen

#241

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Großangelegte Initiative des US Präsidenten zur Bekämpfung von Menschenhandel

"First-ever White House Forum to Combat Human Trafficking" (April 9, 2013) presenting the "Federal Strategic Action Plan on Services for Victims of Human Trafficking in the United States" (5 years: 2013-2017)



Bild


mehr: www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=130833#130833




Jetzt der US TIPR 2013
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 670#132670
Zuletzt geändert von Marc of Frankfurt am 21.06.2013, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.

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fraences
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RE: Länderberichte U.S.A.:

#242

Beitrag von fraences »

Staatsanwältin stellt 104 Freier an den Sex-Pranger

Prostitution ist in den meisten US-Bundesstaaten verboten. Die New Yorker Staatsanwaltschaft stellte jetzt Fotos und Adressen von Freiern ins Internet. Ein Schock, nicht nur für die Betroffenen.

Rices Ermittler hatten die Täter mit gefälschten Anzeigen im Internet in die Falle gelockt.


www.welt.de/vermischtes/article11680803 ... anger.html
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

*****
Fakten und Infos über Prostitution

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Tilopa
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RE: Länderberichte U.S.A.:

#243

Beitrag von Tilopa »

"Vorbild ist dabei der frühere Bürgermeister von New York, Ed Koch. Der hatte im Jahr 1979 die Namen und Adressen von Freiern im stadteigenen Radio verkünden lassen." (Auch aus dem Welt-Artikel)

Hier sehen wir, dass das von Revisionist_innen teilweise als "innovativ" angepriesene Konzept der Kriminalisierung der Kundenseite keineswegs neu ist - @rainman nennt hier eine Quelle, nach der die Freierbestrafung nach skandinavisch-amerikanischem "Vorbild" sogar bereits im spätmittelalterlichen Wien praktiziert wurde.

Ich denke, Prostitutionsgegner_innen weichen aktuell nur deshalb wieder verstärkt darauf aus, weil die strafrechtlich unmittelbar gegen Sexarbeiter_innen gerichtete Repression in großen Teilen der entwickelten Welt im Zuge des gesellschaftlichen Fortschritts und des institutionalisierten Feminismus taktisch immer schwieriger durchsetzbar geworden ist - was an sich schon einen kleinen Erfolg darstellt.


Gleichzeitig erinnert die im Artikel geschilderte Praxis doch sehr an den Umgang bürgerlicher Unrechtsregime mit anderen sexuellen Minderheiten. Wikipedia zum Lemma "Agent Provcateur":

"In den USA gehörte es bis zur Abschaffung der "Sodomiegesetze" in den 1960er und 1970er Jahren zur Routine der Polizei, männliche Homosexuelle durch Lockspitzel auf öffentlichen Toiletten und ähnlichen Orten zu (damals illegalen) sexuellen Handlungen zu bewegen, um sie sofort anschließend unter dem Vorwurf der lewdness (deutsch: Unanständigkeit) festzunehmen."

Zumindest diese Unrecht konnte in den letzten Jahrzehnten überwunden werden und es ist heute glücklicherweise noch nicht einmal mehr gesellschaftsfähig, diesbezüglich eine Revision zu fordern.
Ein eindrückliches Zeugnis für die tief sitzende Homophobie selbst in den fortschrittlichsten Kreisen der politischen Linken in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist diese Passage eines Briefes von Friedrich Engels an Karl Marx aus dem Jahre 1869 (der offenbar sogar buchstäblich Angst um seinen Hintern hatte):

"Das ist ja ein ganz kurioser 'Urning', den Du mir da geschickt hast. Das sind ja äußerst widernatürliche Enthüllungen. Die Päderasten fangen an sich zu zählen und finden, daß sie eine Macht im Staate bilden. Nur die Organisation fehlte, aber hiernach scheint sie bereits im geheimen zu bestehen. Und da sie ja in allen alten und selbst neuen Parteien, von Rösing bis Schweitzer, so bedeutende Männer zählen, kann ihnen der Sieg nicht ausbleiben. 'Guerre aux cons, paix aux trous-de-cul', wird es jetzt heißen. Es ist nur ein Glück, daß wir persönlich zu alt sind, als daß wir noch beim Sieg dieser Partei fürchten müßten, den Siegern körperlich Tribut zahlen zu müssen. Aber die junge Generation! Übrigens auch nur in Deutschland möglich, daß so ein Bursche auftritt, die Schweinerei in eine Theorie umsetzt und einladet: introite usw. Leider hat er noch nicht die Courage, sich offen als 'Das' zu bekennen, und muß noch immer coram publico 'von vorn', wenn auch nicht 'von vorn hinein', wie er aus Versehen einmal sagt, operieren. Aber warte erst, bis das neue norddeutsche Strafgesetz die droits de cul anerkannt hat, da wird es ganz anders kommen. Uns armen Leuten von vorn, mit unserer kindischen Neigung für die Weiber, wird es dann schlecht genug gehen." (MEW 32 S. 324/5. Engels an Marx, 22.6.1869)

Die Vorkämpfer der Homosexuellen-Rechte wurden also nicht zuletzt mit dem Stigma der Pädophilie mundtot gemacht - ebenfalls durchaus eine Parallele zur Hurenbewegung und dem Narrativ der Zwangsprostitution.


Und damit verglichen sind wir heute in einigen Ländern nun doch schon erheblich weiter. Etliche politische Parteien stehen zumindest in Ansätzen hinter uns. Die deutschsprachigen Länder sind bei allen Unzulänglichkeiten zusammen mit einigen anderen fortschrittlichen Ländern doch so etwas wie die Vorreiterinnen im Prozess der Entkriminalisierung und Entstigmatisierung der Sexarbeit. Ich sehe nicht, warum die Sexworker-Bewegung in den kommenden Jahrzehnten grundsätzlich nicht ebenfalls ihre Rechte durchsetzen können sollte.

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Marc of Frankfurt
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Funding für Sexworker Projekte

#244

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Bild


Bild


Supreme Court has struck down the USAID PEPFAR anti-prostitution pledge.

Die Verpflichtung bei der Fördermittelvergabe, dass Hilfsprojekte nur gegen Prostitution arbeiten dürfen ist verfassungswidrig, weil verstößt gegen die garantierte Meinungsfreiheit (1. Amendment)



Agency for International Development v. Alliance for Open Society International, Inc.

Anti-prostitution pledge of PEPFAR (President’s Emergency Plan for AIDS Relief by president G.W. Bush) USAID funding est. 2003.

Holding: The requirement that nongovernmental organizations wishing to receive funding from the federal government for HIV and AIDS programs overseas adopt a policy explicitly opposing prostitution violates the First Amendment (free speech).

Judgment: Affirmed, 6-2, in an opinion by Chief Justice Roberts on June 20, 2013. Justice Scalia filed a dissenting opinion, inc which Justice Thomas joined. Justice Kagan took no part in the consideration or decision of this case.


"the Policy Requirement goes beyond preventing recipients from using private funds in a way that would undermine the federal program. It requires them to pledge allegiance to the Government’s policy of eradicating prostitution. As to that, we cannot improve upon what Justice Jackson wrote for the Court 70 years ago: “If there is any fixed star in our constitutional constellation, it is that no official, high or petty, can prescribe what shall be orthodox in politics, nationalism, religion, or other matters of opinion or force citizens to confess by word or act their faith therein".” June 20, 2013
www.supremecourt.gov/opinions/12pdf/12-10_21p3.pdf

Das Gesetz war eingebracht worden von Conservative Republican Representative Chris Smith. Er setzt Prostitution mit Menschenhandel gleich und fordert noch heute Zuhälter von diesen Fördergeldern fernzuhalten. Open Society Foundation (OSF von George Sorros) fördere mit Regierungsgeldern die Prostitution. Er bezeichnet die HIV/AIDS Hilfsvereine und Sex worker Menschenrechte Advokaten als Zuhälter.
www.de.wikipedia.org/wiki/Chris_Smith_% ... rdneter%29

www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=12925#12925

www.bit.ly/anti-trafficking
www.bit.ly/anti-trafficking-funds

Kampagnen Video von 2006, 13 min, English
www.blip.tv/sexworkerspresent/taking-the-pledge-185356




DE
http://www.freitag.de/autoren/sonja-dol ... nzulaessig

http://menschenhandelheute.net/2013/06/ ... n-fordert/

EN
Karten/INFOGRAPHICS: How the Anti-Prostitution Pledge Hinders AIDS Prevention
by Melissa Gira Grant
www.thenation.com/blog/174771/infograph ... prevention

www.thenation.com/blog/174910/supreme-c ... -us-groups

http://www.washingtonpost.com/politics/ ... story.html

http://www.thelancet.com/journals/lance ... xt?rss=yes

http://rhrealitycheck.org/article/2013/ ... on-pledge/

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Jahrestag

#245

Beitrag von Marc of Frankfurt »

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Julian Assange ist jetzt 1 Jahr in der Londerner Botschaft von Equador gefangen.



US Botschaftsdepesche (cable) die 2011 von Wikileaks veröffentlicht wurde (cable gate) über Dona Carmen e.V.
(Menschenhandel-Grüchte zur Fußball WM 2006)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=106734#106734


Liste aller Wikileaks-Links im Sexworker Forum
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=91197#91197

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Statistikauswertung Sexworker Inhaftierungen

#246

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Fortsetzung:

Auswertung von Sexworker-Festnahmen
USA 1980-2010



Explorative Daten Analyse (EDA)
FBI-Daten von 24 Millionen Inhaftierungen in 30 Jahren
in 4 Kategorien männlich/weiblich, Prostitution/unschickliches Verhalten und 17 Altersgruppen
[youtube][/youtube]

Anleitung für dieses neue interaktive 3D-Tool aus der Molekulargenetikforschung
Dort liegen auch zwei Datensätze, so daß jeder die Software mit den Daten selbst laufen lassen kann:
www.github.com/MarcFrankfurt/Bioweb3D

Arrest Mapper
Dieses Tool zeigt von dem selben Datensatz auch die Zahlenwerte genau an
und bietet statt im Raum eine zeitliche Animation der Datenpunkte (Video)
Bild
Interaktives Chart
: Animierte Zeitreihen






Anteil der Minderjährigen (<18) unter 1,16%
Anteil der Kinder (<14) unter 0,02%

Mosaic-Chart (Contingency-Diagram oder Tree-Map) ist das Kind von Torten- und Baumdiagramm.
Es zeigt Größen- und Unterordnungsinformation auf einen Blick und in einem Bild
Bild
Bild groß



Festnamen aller Sexarbeiterinnen
1,9 Millionen und doppelt so viel wie inhaftierte Männer

Bubble Chart ist am intuitivsten zu interpretieren
Bild
Bild groß

Original Bubble Chart mit Zahlenwerten
Altersgruppen Minors


weiter oben die erste Auswertung 2005-2010
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=128018#128018

Homepage Arrest Mapper Project
www.bit.ly/arrestmap

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Mortalität von Berufen und Beziehungen

#247

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Gefährlichkeits-Vergleich:

Mortalität bei Berufen und/oder Beziehungen




Bild



Source: www.policeProstitutionandPolitics.com/i ... 1_2012.jpg





Mapping Sex Worker Arrests:
www.bit.ly/arrestmap

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US-Deutsche Zusammenarbeit

#248

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Hier eine weibliche Position einer US-Amerikanerin die definiert was ein "ganz normaler Beruf" ist.

Heute ist sie (erotic) Gothic-Fotomodell und wir Sexworker bekommen durch sie einen weiteren Positionsbestimmungspunkt für den Wertungs-Diskurs was denn "ein Beruf wie jeder andere" sein kann




Bild


Hatte sie wirklich einen "normalen Job, wie jeder andere"?
Wo sie auf US-Anweisung per Internet-Video und Knopfdruck 5x Menschenleben auslöschte.

Oder ist Sexwork der eher "normale Beruf, wie jeder andere"?
Wo wir in Absprache auf Augenhöhte für interessierte Mitmenschen Lebensfreude durch sexuelle Betätigung ermöglichen.


NDR-Doku "Der Geheime Krieg"
www.youtube.com/watch?v=PoKHbXiMAOo#t=19m55s
NDR-Journalist John Goetz und Christian Fuchs
gemeinsam mit Süddeutscher Zeitung
www.geheimerKrieg.de


Stutzpunkte des US-Krieg gegen den Terror in Deutschland:
Berlin: US-Konsulat mit Abhörstation (?; Merkel-Handy), UK-Konsulat mit ähnlichem Dachaufbau
Berlin: Hauptstelle für Befragungswesen vom BND, Hohenzollerndamm 150 (befragt Migranten für Zielerfassung)
Berlin: Teufelsberg NSA-Abhörstation im kalten Krieg (mehrere Cray4-Supercomputer für code breaking)
Stuttgart: US-Africom-Kommando-Zentrale (Drohnenkrieg Somalia)
Ramstein: Leitzentrale US-Airbase, Air and Space Operations Center (600 Mitarbeiter 1.500 Computer)
Ramstein: Miesau Munitionsdepot und Logisticzentrale (500 ha)
Ramstein: Satelittenstation
Ramstein: Landstuhl Regional Medical Center (2000 Mitarbeiter, seit 1951)
Bad Kissingen: deutsche Erdfunkstelle mit 50MBit Datenleitung nach Erbenheim
Grafenwöhr: US-Drohnen-Basis
Wiesbaden: US-Unternehmen Computer Sciences Corporation (CSC; 4.000 Mitarbeiter; DE-Mail, ePass, IVBB)
Wiesbaden: Erbenheim Flubplatz, Lucius D Clay Kaserne, Shali Mission Comand Center, Kampfüberwachungszentrum (100 Mitarb.)
Frankfurt: CIA-Warehouse Logistikzentrale im US-Konsulat, Friedbergerstrasse (200 Mitarbeiter)
Bad Aibling: Echelon NSA-Abhörstation verlegt nach
Darmstadt: Dagger Komplex unterirdische Ice Box NSA-Überwachungszentrale, United States Army Intelligence and Security Command (INSCOM), European Cryptologic Center
Augsburg: Gablingen Echelon "Elefant Cage" (AN,FLR-9, wullenweber antenna, SIGINT Kurzwellen-Richtungs-Detektor)
...

2004 Verschleppung des Deutschen Khaled El Masri durch CIA (US rendition tortoure center, dark sites)
2013 Besuch gemeinsam mit grünem MdB bei Snowden in Moskau
...

43.000 US-Soldaten in Deutschland
50 militärische Stützpunkte
3 Milliarden US-Dollar Militärausgaben der USA in Deutschland 2012
...


Kommentar der TAZ: "journalistische Vorzeigeleistung",
"eine Spur zu perfekt inszeniert mit choreografierten Sondersendungen, Häppchenveröffentlichungen und einem passenden Buch"
www.taz.de/Enthuellungen-zu-geheimen-Kriegen/%21128414/

Folter im US-Krieg gegen den Terror
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=100620#100620

Manipulative NDR-Panorama-Sendung zur Prostitution
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=8562&start=5

US Drohnenkrieg Dokumentation:
Unseen War - Unsichtbarer Krieg
www.exposingtheInvisible.org/films/7/unseen-war/
Zuletzt geändert von Marc of Frankfurt am 24.12.2013, 09:21, insgesamt 3-mal geändert.

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Glorialoa
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RE: Länderberichte U.S.A.:

#249

Beitrag von Glorialoa »

Ich hab hier auch noch einen zu Las Vegas:
http://www.usatourist.com/deutsch/desti ... s-sex.html


Übersichtstafel © 1998-2012 USATourist.com, LLC ®
I do not judge, I don't compare, and I delete the need to understand.

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Marc of Frankfurt
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Jamestown - Drogenstandort seit 1612

#250

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Danke für den Link.
___




Gründungsgeschichte U.S.A.:
Drogenbusiness


Noch vor den legendären Pilgrim Fathers (Sekte; Mayflower landet in Plymouth 1620), ließen sich in Jamestown www.goo.gl/maps/jbGOA Englische Siedler nieder, die als Farmer ihr Überleben suchen mußten, weil das vermutete Gold... nicht zu finden war.

Sie eroberten den Taback-Anbau für sich, der später in England reißenden Absatz fand.

Taback war zu jener Zeit ein globales Business scharf kontrolliert von den Spaniern in der Karibik. Per Gesetz war die Ausfuhr und Verbreitung von Pflanzensamen verboten.

Dem widersetzten sich die Siedler und konnten so ihren wirtschaftlichen Aufstieg sichern und ihre Gründung wurde so zu einer Keimzelle der U.S.A..

(Eine Form typischer (nichtschädlicher) Wirtschaftskriminalität, der auch Deutschland unter Preussen seinen Aufstieg und Industrialisierung verdankte (und damit auch ein Anstieg von Prostitution), weil alle Geschäfts-Konzepte und Patente in England geklaut wurden, so wie es heute China im Westen macht. Auch bei uns ist die Tabackindustrie dominant in ganzen Landstrichen.)

1612 Jamestown, Virginia
www.de.wikipedia.org/wiki/Jamestown_%28Virginia%29


Taback, legale Droge verantwortlich für die vmtl. meisten Tode in Deutschland (110.000 pro Jahr)
www.bit.ly/bkazahlen >> Sterbezahlen

Dagegen sind Vergewaltigung in Ehe und Partnerschaft oder Mißbrauch in der Sexarbeit oder illegale Drogentote sehr viel geringere Probleme.

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Melanie_NRW
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RE: Länderberichte U.S.A.:

#251

Beitrag von Melanie_NRW »

4. Dezember 2013

Sexskandal in Texas

Prostitution auf Militärbasis aufgedeckt

Ausgerechnet der Organisator des Präventionsprogramms gegen sexuelle Belästigung rekrutierte auf dem Stützpunkt Ford Hood Soldatinnen als Prostituierte. Das örtliche Militärgericht verurteilte jetzt einen Soldaten - Sex hatte dieser angeblich nicht.

Ein Fall von sexuellen Übergriffen beim US-Militär erregt derzeit Aufsehen in Amerika. Auf der texanischen Militärbasis Fort Hood sollen Soldaten einen Prostitutionsring organisiert und so aus der finanziellen Not ihrer Kolleginnen Profit geschlagen haben. Besonders pikant ist, dass ausgerechnet der Mann, der das Präventionsprogramm gegen sexuelle Übergriffe auf dem Stützpunkt organisierte, die Soldatinnen angesprochen und auf seinem Handy Fotos für potenzielle Freier gespeichert haben soll.

Aufgedeckt wurde der Prostitutionsring im Zuge von Ermittlungen gegen Master Seargent Brad Grimes, der beschuldigt wurde, sexuelle Dienste in Anspruch genommen zu haben. Ein Militärgericht entschied am Dienstagabend über Grimes, der seit 17 Jahren der Armee angehört und in Afghanistan sowie im Irak stationiert war.

Laut Huffington Post verurteilte die Jury ihn wegen Zuhälterei, geplanter Anstiftung zur Prostitution, Ehebruch und Anstiftung zum Ehebruch. Die Jury erklärte US-Medienberichten zufolge in der Urteilsverkündung, Grimes habe gewusst, dass es sich um Prostitution handle, auch wenn er nicht mit der Soldatin geschlafen habe. Er wurde scharf gerügt und im Rang zurückgestuft, damit blieb der Richterspruch hinter dem Höchstmaß zurück. Grimes hatten eine unehrenhafte Entlassung aus der Armee und bis zu ein Jahr Gefängnis gedroht.

"Letztlich hat er das Richtige getan"
Der Strafverteidiger Daniel Conway sagte, sein Mandant habe "letztlich das Richtige getan und sich gegen den Sex mit der Soldatin entschieden". Er sieht Grimes als Bauernopfer, weil dieser sich geweigert hatte, gegen seinen Kollegen auszusagen. Die sechsköpfige Jury bezog sich auf diverse SMS-Nachrichten und Telefonate zwischen Grimes und dem Gleichstellungsbeauftragten, der Inhalt wurde nicht veröffentlicht. Es gebe keine Beweise, dass sein Mandant ein Verbrechen begangen habe, sagte Conway.

Nach Aussage einer jungen Soldatin habe Grimes ihr Mitte Februar diesen Jahres 100 US-Dollar bezahlt, um mit ihr in einem Hotel nahe der Militärbasis Sex zu haben. Sie sagte ebenfalls aus, dass der Organisator des Programms gegen sexuelle Übergriffe sie für den Prostitutionsring des Stützpunktes rekrutiert hatte. Fort Hood ist mit 880 Quadratkilometern Fläche einer der größten Stützpunkte der USA. Dort leben und arbeiten 30.000 Soldaten.

Die Ermittlungen gegen den Organisator des Prostitutionsringes laufen noch, er wurde von seinem Amt als Chef des Programms gegen sexuelle Übergriffe suspendiert - auch wegen des Verdachts, Soldatinnen sexuell belästigt zu haben.

26.000 Soldaten wurden 2012 sexuell belästigt
Als im Juni bekannt wurde, dass Anklage gegen Brad Grimes erhoben wird, war die Aufregung groß. Die Skandale wegen sexueller Übergriffe im US-Militär häufen sich. Aufgebrachte Bürger und Politiker fordern von den Mitgliedern des Kongress und US-Präsident Barack Obama schnelles Handeln, um der zahlreichen sexuellen Übergriffe in den US-Streitkräften Herr zu werden.

Kurz nachdem die Anklage gegen Grimes erhoben worden war, lehnte der US-Kongress einen Gesetzesvorschlag ab, der das Justizsystem der Streitkräfte überprüfen sollte - und hochrangigen Militärs die Entscheidung abgesprochen hätte, ob Fälle von sexueller Belästigung vor Gericht gehen oder nicht.

Nach einer aktuellen Studie des Pentagons sollen im vergangenen Jahr 26.000 Mitglieder des Militärs Opfer sexueller Übergriffe gewesen sein. 2011 waren es 19.000 Soldaten, die in der anonymen Befragung angaben, belästigt worden zu sein.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/sex ... -1.1835210

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Snickerman
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Knuddeln verboten!

#252

Beitrag von Snickerman »

Wieder mal ein Kopfschütteln wert, besonders die Aussage der Staatsanwältin- das lässt tief blicken!
""Es ist undenkbar, dass es dort keinen sexuellen Missbrauch gibt", sagte Jennifer Zilavy, Staatsanwältin in Madison.
"Ohne Männer beleidigen zu wollen: Ich kenne keinen Mann, der einfach nur kuscheln will."
"



Verdächtiger Schmusebetrieb: Kuschelhaus von Wisconsin muss schließen

Nur drei Wochen nach seiner Eröffnung hat ein Schmusesalon im US-Bundesstaat Wisconsin seine Türen wieder geschlossen. Das "Snuggle House", in dem sich Kunden gegen Geld umarmen lassen konnten, war in der Stadtverwaltung auf Widerstände gestoßen.


Madison/Washington - Schmusen gegen Geld - das war der Businessplan eines sogenannten Kuschelhauses im US-Bundesstaat Wisconsin. Nur drei Wochen nach seiner Eröffnung hat das "Snuggle House" in der Stadt Madison jetzt wieder dichtgemacht. Grund für die Schließung sind nach Angaben des Betreibers Widerstände aus der Stadtverwaltung.

So gab es in Madison offenbar massive Zweifel daran, dass im "Snuggle House" wirklich nur gesnuggelt werden sollte. Im Raum stand der Verdacht, das Kuschel-Angebot sei in Wahrheit nur das Deckmäntelchen für ein Bordell.

Angekündigt wurde die Schließung bereits am Freitagabend auf der Facebook-Seite des Etablissements. Ein Anwalt des Betreibers Matthew Hurtado bestätigte den Schritt schließlich der Nachrichtenagentur AP. Demnach sei Hurtado die Schikanen der Stadt sowie die negative Publicity leid. "Er braucht das einfach nicht", sagte der Jurist.

Sexueller Kontakt völlig ausgeschlossen

Die Eröffnung seines Kuschelhauses hatte Hurtado unter großer medialer Anteilnahme im Oktober angekündigt. Eine Stunde Schmusen im Bett mit einem Profi-Knuddler sollte 60 Dollar kosten. Jede Art von sexuellem Kontakt sei völlig ausgeschlossen, hieß es damals.

Doch gleich zu Beginn hatte das "Snuggle House" mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Obwohl die Stadt Madison für US-Verhältnisse als enorm liberal gilt, musste die Eröffnung auf Mitte November verschoben werden, nachdem in der Verwaltung Bedenken wegen möglicher Prostitution aufgekommen waren.

Sorge machte den Stadtvätern auch, dass es im Kuschelhaus zu sexuellen Übergriffen hätte kommen können. "Es ist undenkbar, dass es dort keinen sexuellen Missbrauch gibt", sagte Jennifer Zilavy, Staatsanwältin in Madison. "Ohne Männer beleidigen zu wollen: Ich kenne keinen Mann, der einfach nur kuscheln will."

Überwachungskameras und Alarmknöpfe

Als Reaktion schrieb Hurtado eine Firmenrichtlinie, die Sex beim Kuscheln ausdrücklich verbietet. In den Schmuseräumen installierte er Überwachungskameras und Alarmknöpfe für die Angestellten.

Gleichzeitig kündigte die Polizei an, einen verdeckten Ermittler in das "Snuggle House" zu schicken, um die Grenzen der dort angebotenen Dienstleistungen zu testen. Zahlreiche Medien berichteten in den USA über die Neugründung und die Bedenken der Stadt.

Laut Hurtados Anwalt hatte das "Snuggle House" in den wenigen Wochen seiner Existenz zwei bis drei Dutzend Besucher. Für den Betreiber sei es nun genug.

Ursprünglich hatte Hurtado geplant, fünf professionelle Kuschler in seinem Betrieb einzusetzen. Zuletzt gab es laut Unternehmens-Website vier Angestellte, darunter drei Frauen.

"Ich halte es für eine Notwendigkeit", hatte Hurtado vor der Eröffnung über seinen Betrieb gesagt. "Ich habe das Gefühl, es gibt heutzutage einfach nicht genug menschliche Verbindungen, mit all dieser Technologie, die uns meiner Meinung nach trennt."

rls/AP


http://www.spiegel.de/panorama/snuggle- ... 256.html[b][/b]
Ich höre das Gras schon wachsen,
in das wir beißen werden!

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Marc of Frankfurt
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Opferentschädigung jetzt für Sexworker

#253

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Entschädigungsfond für Vergewaltigungsopfer jetzt auch offen für Sexworker

California prostitutes win victim compensation

SACRAMENTO, Calif. — Spurred by emotional testimony from sex workers, California officials voted Thursday to change a 1990s-era anti-crime regulation and allow prostitutes to receive money from a victim compensation fund if they’re raped or beaten.


Under the current system, those harmed in violent crimes can be paid for medical costs and related expenses,
but prostitutes are excluded because their activities are illegal. The current rule was enacted in 1999 during an era when the state was generally getting tough on crime. California created the nation’s first victim compensation program in 1965.

...

The three-member board voted unanimously to end California’s status as the only state with such a prohibition, though it will take several months to formally repeal the regulation.

...

compelling testimony from several sex workers who said they have been assaulted.

Carol Leigh, a representative of the Bay Area Sex Worker Advocacy Network www.bayswan.org , said she was raped by 2 men who entered the massage parlor where she worked. The men “took a knife to my throat and demanded sex and money,” she told the board. “I realized that, as a sex worker, I was a sitting duck, that the system, basically, was set up so that I felt that I couldn’t go to the police. ... The rapists know, and they see us as targets.”

...

The program gets its money from fines and restitution paid by criminals, along with federal matching funds. It reimburses victims of violent crimes for expenses including medical care, counseling, lost income and increasing home security.

Though victims can be reimbursed for up to $62,000 in expenses,

the average compensation is just under $2,000.

Last year, the board denied 28 claims because the victims were deemed to have been involved in prostitution-related activities.

...

Kristen DiAngelo, who identified herself as a sex worker, testified that she was raped, beaten, repeatedly choked, robbed and held captive overnight in downtown Sacramento in 1983. “I was told that if I prosecuted this guy, by the police, that I would be the one going to go to jail,” she said. “What happens when we have a regulation like this, it segregates us from the normal population. It makes us inhuman, non-helpable. You allow predators to hone their skills. “These are hate crimes, and they need to be stopped,” she added later.

...

The American Civil Liberties Union www.aclu.org and organizations representing sex trade workers asked for the regulation change.

...

www.washingtonpost.com/business/califor ... story.html





Rechtswege in Deutschland
www.bit.ly/rechtswege

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Propaganda der Prostitutionsgegner?!

#254

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Neues Machwerk der US-Prostitutionsgegner:


Bild


Mokumentary "Tricked"

New anti-prostitution/trafficking film from NYC:
www.trickedFilm.com
www.facebook.com/TrickedTheDocumentary

by film directors Jane Wells and John-Keth Wasson
www.facebook.com/photo.php?fbid=205697646285264


Sex workers are victims
By Jane Wells and John-Keith Wasson
December 27, 2013
"J.W. is an Emmy-award nominated documentary filmmaker and the founder of 3 Generations. JK. W. directed the award-winning documentary 'Surviving Hitler: A Love Story'."
"For 3 years, we embedded with vice cops"
"According to several undercover cops we interviewed, a majority of girls have pimps in the legal brothels of Nevada."
"recent statistics from Germany, where prostitution is legal, show that less than one tenth of 1% of sex workers actually use the health insurance system." Falsch! Sexworker vermeiden es lediglich als Sexworker bei der Krankenkasse registriert zu sein!
"The rights of the small percentage of voluntary sex workers should not take precedence over the lives, bodies and souls of those who are forced to work in prostitution as sex slaves."
http://edition.cnn.com/2013/12/27/opini ... index.html


Finanzierung:
176 Backers donated $53,094 (300 average each;
0x10000, 4x3000, 1x2500, 4x1000, 3x500, 6x250, 24x100, 20x45, 7x10, 11x5;
35% of money by 5% or 9 people giving more than 1000)
"They [the pimps] know that a girl can generate upwards of $300,000 a year."
www.kickstarter.com/projects/2031445933/10000-men (Sep 8, 2012)


Presse:
"(“Boyfriending in” is a common first step; the beatings come later.) Psychological manipulation is the pimp’s primary weapon, and the best not only have the gift of the gab but also an eye for the vulnerable. Frustrated law-enforcement officials disclose how pimps flourish when the sole witnesses against them are prostitutes with poor “jury appeal.” Such witnesses, however, are the heartbreaking core of a film that tenderly details their experiences but leaves topics like poverty, lack of parental oversight, childhood damage and low self-esteem off the table — more than enough for a sequel."
www.nytimes.com/2013/12/13/movies/trick ... .html?_r=1&
five-part Huffington Post blog series
www.huffingtonpost.com/jane-wells/makin ... 12930.html
www.huffingtonpost.com/dan-steele/human ... 19129.html


Erstaunlich aber dass uns der Trailer ausgerechnet die Gewalt zeigt, wie eine Sexarbeiterin / Escort im Hotel von der Polizei festgenommen wird und in Handschellen abgeführt wird. M.E. erzeugt Prohibition erst das kriminelle Milieu was sie vorgibt zu bekämpfen.


Weltpremiere NYC:
"Malone price for visionary leadership fighting trafficking" (??? Wer stiftet diesen Preis? / Wer finanzierte den Film?)
www.facebook.com/photo.php?fbid=205697649618597
-Denver Police Department Sergeant Daniel Steele,
-Dep Insp: Vice Enforcement Coordinator NYPD, Anthony Favale,
-Las Vegas Metropolitan Police Department Lieutenant, Karen Hughes,
-Former detective, LV Metropolitan Police Dept. Chris Baughman
www.facebook.com/photo.php?fbid=205697709618591

Sex trafficking survivor (=exited sexworker?) Danielle Douglas wird präsentiert, so wie wir es von der letzten Veranstaltung von Alice Schwarzer her kennen www.facebook.com/danielle.douglas.9

Film produced by www.3generations.org non-profit organization dedicated to helping survivors of atrocities tell their stories to the world using film. Gegründet von Jane Wells.
1123 Brodway, NYC
www.facebook.com/3Generations

-Nadia Zilkha, CEO Chair (2 films, "right there" 2012 on kids of 9/11)
-Cristina Ljungberg, producer (2 films, "the devils came on horseback" 2007 on Darfur)

Advisory Borad:
-Rabbi Lee Bycel, Dean of the Hebrew Union College
-Judith McGrath, CEO MTV Networks by Viacom (kommt hier das große Geld her mit der Strategie des moral white washing?)
-Lina Srivastava, strategist social transformation www.linaSrivastava.com - www.youtube.com/watch?v=uiOKsv_1wRo TEDxTransmedia, on Rwanda

(Legacy to media producer Sidney Bernstein, “Memories of the Camps”, 1945, Nazi-KZ-Opfer)





Scare mongering media business moving from crisis topics in Africa to trafficking/prostitution in our big cities.

Teilweise religiös-jüdische Netzwerke, teilweise regelrechtes Medien-Business

Gruppen die sich der Opferhilfe verschrieben haben, und den Marktgesetzen folgend diejenigen Nischen besetzen, wo es Förderung und Medienaufmerksamkeit gibt.

Kommend aus dem Thema um das Leid von NS-KZ, über völkische Genozide in Afrika wird hier auf die Prostitutionsthematik umgeschwenkt und scheinbare Kontinuität hergestellt. Prostitution als Menschenhandel als Sklaverei definiert.

Ob die Faktenbasis verallgemeinerbar wahr ist zählt weniger, als spekuläre einzelne Ausbeutungsfälle, die medial ausgeschlachtet werden können. .
Zuletzt geändert von Marc of Frankfurt am 08.01.2014, 13:33, insgesamt 8-mal geändert.

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Rechtsstreit ums Entlohnungs-Modell

#255

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Arbeitsrecht: Soziale Löhne für Sexworker - Bahnbrechendes Urteil für Stripperinnen in NYC

Rick's Cabaret Strippers Entitled to Minimum Wage



Sept. 12, 2013
By SUSANNA KIM

A New York federal judge has ruled that strippers at Rick's Cabaret, a live adult-entertainment business in New York City, are entitled to at least minimum wage after the company misclassified more than 1,900 current and former exotic dancers as independent contractors.

The ruling Tuesday was in response to a class-action lawsuit filed by 2 dancers in 2009. The plaintiffs claimed that Rick's violated the Fair Labor Standards Act and New York Labor Law by not paying them the minimum wage, which is $7.25 an hour in New York.

Rick's Cabaret in New York City is one of more than 40 so-called gentlemen's clubs across the country owned by Rick's Cabaret International Inc., a publicly traded company. The company is based in Houston and was founded in 1983.

Judge Paul Engelmayer ruled that the certified class were employees and the money they received from customers were tips and not service charges that could offset the club's wage obligations.

"We are thrilled about the win," said attorney Michelle Drake, who represented the dancers. "We see it as a real victory for both employees generally but, in particular, for women who work in the adult entertainment industry, where people are often all too willing to work under illegal conditions, because they are desperate or because they don't know what their rights are."

The lawsuit seeks back pay and damages but the actual award has yet to be determined. Also at issue now is whether the two sides will settle or go to court.

Plaintiffs Sabrina Hart of Florida and Reka Furedi of New York, who worked at Rick's Cabaret in New York in 2006 and 2007, declined to comment through Drake.

The case represents Rick's Cabaret dancers only in New York, but it could have implications for other locations, which are run in a similar fashion, Drake said.

Drake declined to say whether further legal action is being considered in other states.

The lawsuit was filed against parent company Rick's Cabaret International Inc., and subsidiaries RCI Entertainment (New York) Inc. and Peregrine Enterprises Inc., which operate the New York location. The ruling did not hold the parent company liable.

Eric Langan, president and CEO of Rick's Cabaret International, said in a statement the "ruling has no impact on the operations of Rick's Cabaret New York City since we changed our independent contractor practices some time ago and the court denied the plaintiffs' attempts to hold the parent company liable."

A spokesman for Rick's Cabaret declined to comment further.

"Nonetheless, we are disappointed with the ruling and intend to appeal," Langan said. "It is hard to imagine how these entertainers should be paid at the minimum wage, which would amount to a fraction of the $1,000 or more that some of them acknowledged they earned in a single night. Additionally, the court did not rule on the issue of whether the substantial amounts entertainers earned are wages under New York State Labor Law."

BUT, during proceedings, plaintiffs claimed that more than 87% of Rick's dancers earn less than federal minimum wage during at least one week of their employment.

[ Das Leistungsprinzip des Kapitalismus lebt davon, dass einige sehr viel verdienen können, aber das können eben nicht alle gleichzeitig und oftmals gehen viele leer aus. Vgl. Glückspiel: es kann eben nicht jeder gewinnen. Der Betreiber organisiert hier die Spielregeln und die scheinen für die Mehrheit der Arbeiterinnen und für die Sozialgemeinschaft schädlich also ausbeuterisch zu sein. ]

The class claimed in the lawsuit that Rick's paid their employers a "facilities use fee" at the beginning of each shift. Rick's said it allowed dancers to keep "performance fees," starting at $20 for services such as lap dances and table dances.

Customers who purchased via credit card bought vouchers or "dance dollars." The voucher is worth $20, but costs $24 for customers. Once the dance dollar is redeemed, Rick's gives the dancer $18 and keeps $6, the lawsuit states. [25% Betrieb : 75% Sexworker, aber schaut für Sexworker so aus als bekämen sie 90% !!!]

The judge ruled that the dancers were not independent and instead were managed with "tight control, indeed, control fairly described as micromanagement [!!! cf. micro negotiation or micro interaction with client during sex work service; MoF]."

The guidelines cited in the lawsuit include a 24-hour notice of cancellation, otherwise being subject to a fine, and a three-day minimum commitment, one of which had to be Friday through Monday.

Rick's also had rules against chewing gum, which bathrooms were used, or "having any type of hand bags or purse on the floor," the lawsuit states.

Fatima Goss Graves, vice president for education and employment of the National Women's Law Center, said the ruling gives Rick's and other adult entertainment facilities the opportunity to re-evaluate or to consider their practices for how they label their employees.

She said the misclassification of workers present in Rick's lawsuit is a frequent occurrence, especially in workplaces with large concentrations of female and immigrant workers.

"It's critically important that our wage laws are enforced and employers are not able to skirt around them by labeling their employees as contractors," she said.

Graves said lawsuits against employers are "incredibly difficult" to bring to a courtroom unless employees band together to challenge practices.

"When the challenge is labeling categories of employees incorrectly, that's not just one individual employee's issue, that's a systemic issue," she said.

The most recent jobs data show the jobs coming back for women are increasingly in low-wage industries, "where workers are particularly vulnerable to this type of treatment," Graves said.

"I suspect that the issue of misclassification of workers as non-employees is just the tip of the iceberg," she said.


http://abcnews.go.com/Business/ricks-ca ... d=20228286




Siehe auch im Sexworker Forum:
Studien zu Stripp Clubs in UK
Streik der Web-Cam Sexworker in LA für Mindestlohn
Urteile gegen Betreiber in Deutschland (Pussy Clubs, Fun Garden, Rethel...) wg. Sozialabgaben
...

Doris67
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#256

Beitrag von Doris67 »

Und noch ein "Sex trafficking"-Lügengebäude bricht zusammen: http://reason.com/blog/2014/06/12/eden- ... alls-apart
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#257

Beitrag von Doris67 »

Nächster Gesetzesvorschlag zur Verhinderung von Sexarbeit in den USA: http://redlightchicago.wordpress.com/20 ... ke-action/
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fraences
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RE: Länderberichte U.S.A.:

#258

Beitrag von fraences »

When Rhode Island accidentally legalized prostitution, rape decreased sharply


The number of rapes reported in Rhode Island over time is compared that in to three similar states. The red line marks the de facto decriminalization of prostitution. (NBER)
For decades, few people noticed that legislators in Providence had deleted crucial language from Rhode Island state law in 1980. It wasn't until a 2003 court case that police, to their chagrin, discovered they couldn't prevent prostitutes and their customers from engaging in commercial exchange.

For the next six years until legislators corrected their error, the oldest profession was not a crime in Rhode Island -- and public health and public safety substantially improved as a result, according to a new working paper from the National Bureau of Economic Research. The statewide incidence of gonorrhea among women declined by 39 percent, and the number of rapes reported to police in the state declined by 31 percent, according to the paper.

The study by Baylor University's Scott Cunningham and Manisha Shah of the University of California, Los Angeles contributes to an impassioned, long-running debate about prostitution among advocates for women's rights. Their work appears to be the first quantitative evidence that removing criminal penalties for prostitutes can reduce violence against women and curtail sexually transmitted infections in society generally -- and dramatically so. Yet opponents argue that legal prostitution would encourage traffickers to kidnap women and girls into lives of sexual slavery.

Shah and Cunningham did not explore this question in their paper, due to a lack of data.

"Operation Rubdown"

Lawmakers revised the state statute on prostitution in 1980, concerned that it was overly broad and could infringe on First Amendment freedoms. They went too far, accidentally removing the section defining the act itself as a crime. Other associated activities, such as streetwalking, pimping and trafficking, remained illegal.


Since prostitutes couldn't walk the streets, they had few opportunities to take advantage of the mistake until the advent of the Internet gave them another way to advertise. In 2003, police in Providence hit two spas in a sting officially called "Operation Rubdown." The women were staying off the street, and a judge ruled in their favor. Legislators revised the law in 2009.

There are a number of reasons to think that making prostitution legal might improve working conditions for prostitutes. If they were having a problem with a client, they could threaten to call the police. Not only could this threat reduce the risk of physical violence, but it could also allow them to demand that their clients use condoms.

Additionally, according to supporters of legal prostitution, unlawful streetwalkers have no opportunity to vet their clients before their hurried, clandestine encounters. A regular market for sex, whether online or in a brick-and-mortar establishment, could solve that problem. Opponents dispute these theories, arguing that prostitution is inherently violent and dangerous, whether legal or not.

Shah and Cunningham did not consider these questions specifically, but instead examined the consequences of decriminalization for the state as a whole. The two economists found that more women entered prostitution, particularly white and Asian women, and that the price of their services fell. In addition to the lower rate of gonorrhea infections among women, Shah and Cunningham estimated that decriminalizing prostitution prevented 824 rapes that would have been otherwise reported to police -- and presumably many more that otherwise would not have been reported in any case.


The decline in the number of rapes was so large that Cunningham and Shah felt obliged to examine their data with three separate statistical methods, but the effect persisted. The authors were eventually persuaded that their result was not a fluke, and that imposing criminal sanctions on prostitutes and their clients might cause violence against women. "The human costs are so big, if this is in fact a very real causal effect," Cunningham said. "I think we have convinced ourselves that we have done everything we can do rule out alternative explanations."

Is prostitution rape?

Possibly the most disturbing and surprising implication of these results is that men who commit rape would simply find a prostitute if doing so were less expensive. Cunningham and Shah considered and ruled out several other possible explanations for the decline in rape. The economists wondered, for example, whether police officers working on massage parlor stings had been reassigned to rape investigations, but it seemed they had not.

Melissa Farley, a feminist, psychologist and trenchant critic of prostitution, argued that Cunningham and Shah were simply misunderstanding the nature of paid sex. Prostitutes are often victims of abuse, whether it is perpetrated by johns or pimps, she said. If so, then the decrease in rapes reported to police does not really represent a decrease in the total amount of violence.

"Women in prostitution generally describe it as paid rape. That’s what if feels like to them," said Farley, who feels the study embodies a "reactionary worldview."


Farley, along with major international feminist organizations such as Equality Now and the Coalition Against Trafficking in Women, worries that legalizing prostitution would make it easier for traffickers to operate, and that many of the new prostitutes who appeared in Rhode Island between 2003 and 2009 were unwilling participants.

"Demand fuels trafficking," said Kristen Berg, Equality Now's trafficking program officer. "With the demand for commercial sex, there's an incentive for traffickers to traffic women and girls to these locations. With increased demand, you’d expect to see increased supply."

Ronald Weitzer, a sociologist at George Washington University, disagreed, arguing that legal prostitution would reduce the financial incentive for organized crime to risk running afoul of law enforcement by kidnapping and transporting girls. "When something is prohibited, it allows organized crime to gain a foothold," he said, comparing the sex market to the markets for alcohol during Prohibition or for marijuana and other drugs today.

Weitzer studies European countries, which have been adopting lenient legal regimes that would be politically unthinkable in the United States. The Netherlands and Germany legalized prostitution in 2000 and 2002, respectively. (It is also legal in New Zealand and some Australian jurisdictions, and has been for decades in Nevada. All of these schemes employ various forms of regulation.)

Both parties in the debate draw their own conclusions from these experiments. Farley cites a recent study by European researchers purporting to show that legal prostitution encourages trafficking in people. Weitzer counters that the study improperly draws on data from countries where trafficking is defined and reported differently, and notes that the number of trafficking cases in Germany has fallen.

http://www.washingtonpost.com/blogs/won ... d-sharply/

Hier ein kurze Zusammenfassung auf deutsch:

Prostitution schützt Frauen
Der US-Bundesstaat Rhode Island hat bei einer Gesetzesänderung 2003 aus Versehen die Prostitution straffrei gestellt (Zuhälterei und Ähnliches blieben strafbewehrt). Es hat sechs Jahre gedauert bis das Gesetz wieder verschärft wurde.

Eine Forschergruppen hat herausgefunden das in dieser Zeit die landesweite Verbreitung von Geschlechtskrankheiten um 39% und die Vergewaltigungen um 31% sanken. Da die Forschergruppe ihren Ergebnissen nicht trauten, wiederholten sie die Untersuchungen mit anderen statistischen Methoden. Die Ergebnisse waren aber ähnlich. Es wurden andere Erklärungen gesucht. Zum Beispiel könnte es ja sein, dass Polizisten, die früher gegen Bordelle vorgegangen sind, jetzt gegen Vergewaltigungen vorgegangen sind, und deshalb die Rate zurückging. Das haben sie geprüft und konnten es ausschließen.


http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?m ... d&id=43441
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#259

Beitrag von Spitfire969 »

Kurzes Feedback von mir, dem "Neuen"!
Ich finde, Ihr diskutiert hier auf einem echt hohen Niveau! Super Quellen, super Beiträge! Das ist alles sehr informativ!
ich dachte, ich könnte etwas beisteuern, muss aber erst mal viel lesen!

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fraences
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RE: Länderberichte U.S.A.:

#260

Beitrag von fraences »

Hier eine Statistik über die Verhaftung von Prostituierte in der USA von 2000 bis 2014 erstellt von Norma Jean Almodovar:

http://www.policeprostitutionandpolitic ... 0_2012.pdf
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