Länderberichte U.S.A.:

Hier findet Ihr "europaweite" Links, Beiträge und Infos - Sexarbeit betreffend. Die Themen sind weitgehend nach Ländern aufgeteilt.
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Tilopa
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#281

Beitrag von Tilopa »

In Kalifornien könnte das seit 1872 bestehende Prostitutionsverbot auf dem Gerichtsweg gekippt werden


http://fortune.com/2017/10/20/californi ... stitution/
https://www.washingtontimes.com/news/20 ... stablish-/
http://www.independent.co.uk/news/world ... 11306.html

Wie gut die Chancen stehen, kann ich leider nicht beurteilen. Bei Reason, denen ich in Menschenrechtsangelegenheiten normalerweise vertraue, scheint man ob der Zusammensetzung des Gerichts jedenfalls keine Wunder zu erwarten: https://reason.com/blog/2017/10/20/fede ... ostitution

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#282

Beitrag von Tilopa »

Unterdessen ist man auf Bundesebene offenbar dabei, das Schalten von Anzeigen für Sexarbeiter zu kriminalisieren:

https://reason.com/blog/2017/12/11/new- ... e-congress

Doris67
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#283

Beitrag von Doris67 »

Dies hier wächst sich gerade zu einer Katastrophe für Sexarbteiter/-innen, und auch für die allgemeine freie Rede im Internet, aus, und das wird nicht auf die USA begrenzt bleiben, sondern weltweite Auswirkungen haben: https://www.engadget.com/2018/04/11/fos ... x-workers/
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#284

Beitrag von Doris67 »

Mittlerweile (Stand 13.4.18) werden 13 Sexarbeiterinnen infolge dieser Gesetze vermißt, wovon 2 tot aufgefunden wurden. Und mehrere Selbstmorde von Sexarbeiterinnen hat diese Gesetzgebung offenbar auch schon auf dem Gewissen.
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#285

Beitrag von Snickerman »

Würde ein Forum wie dieses in den USA auch darunter fallen?
Ich höre das Gras schon wachsen,
in das wir beißen werden!

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#286

Beitrag von Doris67 »

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Snickerman hat geschrieben:Würde ein Forum wie dieses in den USA auch darunter fallen?
In den USA ja. Hier (noch) nicht.

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ellemme
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#287

Beitrag von ellemme »

they are still lapidating the biches kinda 2000 years ago...and they are still there at that point.. and mostly THEY pretend to have the control on every money exchange but a prostitute is an indipendent subject doing money from nothing and this makes feel them losing the control on the money circle...that's why they hates the bich...expecially the ones they can't pimp...because the prostitute has a power they don't have and they can't control...losers.

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#288

Beitrag von Tilopa »

Die Kampagne gegen die legale Sexarbeit in Nevada stößt wohl auf eher wenig Gegenliebe in der lokalen Bevölkerung: In einem der zwei Counties hat es trotz massiver Lobbyarbeit noch nicht mal für genug Unterschriften gereicht, um auf den Stimmzettel zu kommen: https://www.nybooks.com/daily/2018/08/0 ... -exchange/

(Achtung: Der erste Beitrag ist lesenswert. Der zweite ist von Julie Bindel :002)

[Im Nye County wollen sie es 2020 nochmal versuchen und dabei weniger als Moralapostel rüberkommen (im Englischen gibt es den schönen Begriff der "moral majority"). Und dafür stärker an der Opferdarstellung der Sexarbeiterinnen arbeiten. Meinen die ernst: https://pvtimes.com/news/nye-county-bro ... ot-buried/ ]

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Cyntoia Brown kommt nicht frei

#289

Beitrag von Boris Büche »

Die aktuelle Entscheidung des obersten Gerichts in Tennessee lautet: Nach 51 Jahren verbüßter Haft bestünde die Möglichkeit, Begnadigung zu beantragen.

Damit reagierte das Gericht auf eine Entscheidung des US Supreme Court von 2012, wonach die lebenslange Haftstrafe für Minderjährige ohne die Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung gegen den 8. Zusatzartikel der Verfassung verstößt.

Nun also ist das, was man mit ihr macht, verfassungsmäßig.

Cyntoia Brown hatte 2004 als 16jährige einen Freier erschossen, weil sie Angst um ihr Leben hatte.

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Re:

#290

Beitrag von Tilopa »

Doris67 hat geschrieben:
13.04.2018, 20:26
Dies hier wächst sich gerade zu einer Katastrophe für Sexarbteiter/-innen, und auch für die allgemeine freie Rede im Internet, aus, und das wird nicht auf die USA begrenzt bleiben, sondern weltweite Auswirkungen haben: https://www.engadget.com/2018/04/11/fos ... x-workers/
Hier ein guter Bericht über die Auswirkungen von SESTA und FOSTA. Und auch allgemein darüber, wie die Zensur und prüde Internetmonopole unser Leben versauen:
How sex censorship killed the internet we love
https://www.engadget.com/2019/01/31/sex ... sta-sesta/ (habe ich von Fefe)

(Wenn ich im Nachhinein über den Tenor des Artikels nachdenke, kommt mir noch ein interessanter Gedanke:
Die Autorin macht als progressive Linke einen häufig begangenen Fehler, wenn sie die Schuld für repressive und sexualfeindliche Politik/Regulierung allein bei den Rechten sucht. Natürlich treiben sich da jede Menge übler Gestalten rum.
Aber politisch noch verheerender ist die Prüderie in der bürgerlichen Linken! Woher kommen z.B. die ganzen Prostitutionsverbote der letzten hundert Jahre? Sehr oft, vielleicht sogar meistens von autoritären Sozialdemokraten - siehe Frankreich, Italien, Schweden, um nur schnell ein paar Beispiele zu nennen.
Und auch Google, Facebook, Apple usw. werden nicht von strammen Rechten geführt, sondern von Leuten, die am ehesten dem Hillary-Clinton-Lager nahe stehen.
Auch da müsste die Kritik ganz massiv ansetzen, aber mit denen wähnt man sich ja vermeintlich im selben Lager...)

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#291

Beitrag von friederike »

@Tilopa, danke für Deinen Beitrag! Du hast vollkommen recht.

Das "Links-/Rechtsschema" ist ohnehin aus den Fugen geraten. Normale und vernünftige Positionen werden durchaus zu recht als "rechts" bezeichnet, aber werden damit in die Ecke des "Rechtsextremen" gerückt. Andererseits haben sich die Extreme immer schon berührt: Linksextreme und Rechtsextreme sind sich immer schon nahe gewesen, wie viele Biographien zeigen (z. B. Horst Mahler). Oder auch die jeweilige Haltung zur Gewaltbereitschaft.

Hinzu kommen neuerdings "feministische" Fehlentwicklungen und die evangelikale Prüderie in den USA, die sich auch in den skandinavischen Ländern und in England ausbreitete. In England hat mir eine Kommilitonen, eine Deutsche, erzählt, dass sie in einer email im Uni-Rechnersystem auf deutsch geschrieben hat, das Buch von Professor X. sei dick. Die mail wurde von einem Checksystem abgefangen. "Dick" ist eben englisch für den Pimmel.

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#292

Beitrag von Kasharius »

Für den Eigentümers des US-Amerikanischen Football-Teams NEW ENGLAND PATRIOTS Rober Kraft, einem Vertrauten des Präsidenten Donald Trump wird es wohl eng - und das hat was mit unserem Thema zu tun:

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... r-auf.html

https://www.politico.com/magazine/story ... ing-225203

Kasharius grüßt

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#293

Beitrag von deernhh »

Förderung von Prostitution? Patriots-Besitzer wird angeklagt

Robert Kraft ist einer von 25 Angeklagten, der für Sex bezahlt haben soll - 26.02.2019 14:40 Uhr

Washington - Anfang Februar hatten die Patriots allen Grund zur Freude, als sie den Super Bowl gegen Los Angeles Ram gewinnen konnten. Jetzt gibt es einen Dämpfer, denn Patriots-Besitzer Robert Kraft ist für die Förderung von Prostitution angeklagt, die in allen amerikanischen Bundesstaaten illegal ist. Im April findet der erste Gerichtstermin statt.

Den ganzen Artikel bitte lesen auf:
http://www.nordbayern.de/sport/forderun ... -1.8642597

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#294

Beitrag von Tilopa »

Bisher hat die Demokratische Partei in Sachen Prostitutionspolitik sehr viel Übles veranstaltet. Zuletzt wurden auch FOSTA und SESTA von der Bande nach Kräften unterstützt.
Aber zwei mehr oder weniger ernstzunehmende Präsidentschaftsanwärterinnen haben sich kürzlich öffentlich pro Entkriminalisierung geäußert. Seit Trump ist in der amerikanischen Linken ja einiges in Bewegung. Zieht da etwa doch langsam Vernunft ein? :001

https://www.spiked-online.com/2019/04/0 ... -sex-work/

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#295

Beitrag von Tilopa »

Ich habe noch keine einzige Folge "Game of Thrones" gesehen, aber das hier liest sich gut:

'Game of Thrones' boosted sex industry, brought brothels back into pop culture
https://meaww.com/game-of-thrones-seaso ... nch-nevada

"Game of Thrones is arguably the most popular show in television history, and it’s one of the sexiest. With brothels among of the primary settings in the fictional realm of Westeros and prostitutes featured prominently as pivotal supporting characters, 'Game of Thrones' introduced millions of fans to a world where sex work is an accepted part of the culture"

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#296

Beitrag von Tilopa »

Die Erosion der Rechtsstaatlichkeit geht weiter:

In den USA setzen Ermittler Chatbots als Köder ein: Männer glauben, mit Prostituierten Nachrichten auszutauschen - doch stattdessen antworten automatisierte Systeme, im Dienst der Polizei.
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/bot ... 62214.html

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#297

Beitrag von Tilopa »

Es gibt weiterhin vorsichtige Hoffnungszeichen bei den US-Demokraten / in der amerikanischen Linken:
Im Staate New York soll jetzt ein Gesetzentwurf zur vollständigen Entkriminalisierung der Sexarbeit eingebracht werden und in einigen der reichweitenstärksten linken Medien wird das landesweit ziemlich gefeiert. Ein weiterer Beleg, dass dort vielleicht tatsächlich ein Bewusstseinswandel stattfindet?
Trotzdem warne ich natürlich vor übertriebenen Enthusiasmus, denn das Land befindet sich in Punkto Sexworker-Rechten weiterhin auf erbärmlichen Niveau (siehe auch die letzten Meldungen in diesem Thread). Die Puritaner haben da ganze Arbeit geleistet und das Land noch in weiten Teilen fest im Griff. (Mencken: "Puritanism: The haunting fear that someone, somewhere, may be happy").
Aber es tut sich was. :-)
(Und wenn sich in den USA bezüglich gesellschaftlicher Freiheitsrechte etwas getan hat, haben in den letzten 70 Jahren auch wir in Europa zeitverzögert immer profitiert...)

Hier eine kleine Presseschau:

The New Republic: A Historic Breakthrough for Sex Workers’ Rights
https://newrepublic.com/article/154111/ ... ker-rights

Rolling Stone: New York Lawmakers Introduce Bill to Decriminalize Prostitution Statewide
https://www.rollingstone.com/culture/cu ... on-846402/

New York Times: Bills to Decriminalize Prostitution Are Introduced. Is New York Ready?
https://www.nytimes.com/2019/06/11/nyre ... al-ny.html (Paywall?)

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#298

Beitrag von Josea55 »

Marc of Frankfurt hat geschrieben:
20.05.2007, 16:38
U.S.A.: Weltgrößter Paysexmarkt trotz Prostitutionsverbot?

...





Gesetze

http://prostitution.procon.org/view.res ... urceID=119

http://www.scapa-lv.org/legal_know_your ... scorts.htm

http://www.desireealliance.org/craigslist.htm
...





Sexworker Links

Sex Workers' Outreach Project:
www.swop-usa.org =
www.swopUSA.org
(Sex Workers Outreach Project USA (SWOP) is a 501c(3) non profit organization dedicated to the fundamental human rights of Sex Workers, and their communities. We are managed by an elected board of currently 4, and advised by a national network of 35 people representing 11 chapters nationally.)

Best Practice Policy Project:
www.bestpracticespolicy.org

Bay Area Sex Worker Advocacy Network, San Francisco:
www.baySwan.org

Prostitutes' Education Network, San Francisco:
www.bayswan.org/penet.html

STD-Klinik von und für Sexworker, San Francisco:
www.stJamesInfirmary.org

Center for Sex and Culture, San Francisco:
www.centerforSexandCulture.com

Sex Workers Projekt, New York:
www.sexworkersProject.org

Different Avenues, Washington DC:
www.differentAvenues.org

Desiree Alliance, Nevada:
www.desireeAlliance.org

Sin City Chamber of Commerce, Las Vegas:
www.sincitychamberofcommerce.com

Adult Industry Medical Health Care Foundation, California:
www.aim-med.org

Sin City Alternative Professionals' Association, Las Vegas:
www.scapa-lv.org

Global: Network of Sex Work Projects:
www.nswp.org

STORM, Sex Trade Opportunities for Risk Minimization:
www.theStormProject.org

Helping Individual Prostitutes Survive , Washington:
www.hips.org

Bordellbetreiber Verband Nevada:
www.nevadaLegalBrothels.com

The National Blacklist:
www.nationalBlacklist.com

Commercial Sex Information Service (Kanada):
www.walnet.org/csis/groups

www.sexwork.com

Forum:
www.escortSupport.com eingestellt

$pread Magazine
www.spreadMagazine.org





Nevada

Nevada is often pointed to as an example of legalised prostitution. In fact, this is only true in part. Of Nevada’s 16 counties, the establishment of brothels is legal in only 11. Of these, only eight - half the total - actually have functioning brothels.

"how to sex work leagal" // Legal arbeiten in Nevada counties:
http://veganvixen1.wordpress.com/2011/1 ... othels-qa/

Dominant among the remainder, where brothels are illegal, is Clark County. This includes the far better known gambling city of Las Vegas.
Richterin Susan Himel hat geschrieben:Nevada
Länderbericht aus dem Urteil
Bedford v. Canada, 2010 ONSC 4264
2010/09/28
obtenir prêt http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=88097#88097

[209] Since 1971, licensed brothels have been permitted throughout the state of Nevada, except in Las Vegas, while procuring and forced prostitution are illegal. A more recent law requires condom use in prostitution and the regular testing of prostitutes for sexually transmitted infections, including HIV.

[210] No government report was submitted reviewing Nevada’s experiences with legal indoor prostitution. However, a study by Barbara Brents and Kathryn Hausbeck of the University of Nevada entitled: “Violence and Legalized Brothel Prostitution in Nevada: Examining Safety, Risk and Prostitution Policy” (2005) 20 Journal of Interpersonal Violence 270, was filed as an exhibit to the affidavits of Drs. Lowman and Weitzer. Furthermore, Dr. Melissa Farley’s 2006 study, Prostitution and Trafficking in Nevada, published as a book (San Francisco: Prostitution Research & Education, 2007), was filed on this application.

[211] According to Barbara Brents and Kathryn Hausbeck, a number of safety measures are in place in licensed Nevada brothels in order to protect prostitutes from customer violence. For example:

a) Prices are negotiated up front while management listens in over an intercom;

b) Cash is taken up front and brought to a manager, providing the prostitute with an opportunity to communicate any reservations she may have about the client;

c) Panic buttons are available in every room to call management or set off an alarm if pressed;

d) The brothel setting prevents clients from leaving very quickly and removes client anonymity; and

e) After payment and before the sexual encounter, prostitutes perform a visual scan for sores or other indications of sexually transmitted infections; if there are issues, the money is returned and the client is asked to leave.

[212] Dr. Farley suggested that the intercom system is in place to prevent prostitutes from denying a share of their earnings to their pimp. Dr. Farley also suggested that panic buttons may not be enough to prevent violence which can occur very quickly. At p. 21, Dr. Farley commented upon the conclusions of Brents and Hausbeck:

In another study, women were asked if they felt safe in legal prostitution and many responded affirmatively. Usually, however, women mean safe in comparison to other prostitution. Thus the concept of safety is relative, given that prostitution is associated with a high likelihood of violence. One woman described a near-lethal assault by a john in a brothel where he cornered and choked her, fracturing her larynx. She stated that she would probably be dead if another woman hadn't heard the scuffle and broken into her room.

[213] While Brents and Hausbeck cited numerous problems with brothel prostitution in the state, with respect to the issue of violence, the study found that only two and a half per cent of prostitutes surveyed had experienced violence while working lawfully indoors and 84 per cent of licensed prostitutes agreed that their job was safe. The authors concluded at p. 293 that, “Legal brothels generally offer a safer working environment than their illegal counterparts.”

http://www.canlii.org/en/on/onsc/doc/20 ... c270411916




Aktuelle News:

SAN FRANCISCO

Wg. Menschenhandelsverdacht Massagesalons geschlossen

17 massage parlors closed by task force
Undercover drive by the city against human trafficking






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hallo danke für die links!

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#299

Beitrag von Zwerg »

Hoffentlich wird das was......

_______________________________________________
New York will Prostitution legalisieren

Während sich weltweit konservative Kräfte zu immer neuen Angriffen auf die sexuelle Freiheit rüsten, prescht der Bundesstaat New York mit dem progressiven Vorhaben vor, als erster Staat in den USA Sexarbeit vollkommen zu legalisieren. Bisher ist Prostitution in den USA bis auf in wenigen Bezirken Nevadas landesweit streng verboten.

Die rechtliche Situation von Sexarbeitern ist weltweit sehr unterschiedlich. In vielen fortschrittlichen Ländern ist jedwede Form von Sexarbeit erlaubt, solange sie freiwillig geschieht und gegenseitige Grenzen respektiert werden. Vielerorts werden jedoch Kunden von Sexarbeitern bestraft, das sogenannte skandinavische Modell findet immer mehr Zuspruch und wird auch im Prostitution sehr freundlich gesinnten Deutschland immer mal wieder als Option zur Sprache gebracht.
Die Konservative Revolution richtet sich gegen sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung

In einigen Ländern aber ist Prostitution und Sexarbeit verboten. So auch in den USA, einem Land in dem Sexarbeiter und ihre Kunden täglicher Verfolgung ausgesetzt sind – es sei denn, sie filmen das. Inkonsequenterweise ist Pornografie in den USA erlaubt. Die Schizophrenie der USA in Bezug auf Sex ist ohnehin legendär. Schließlich gibt es Gegenden in Nevada, in denen Prostitution in lizenzierten Bordellen völlig legal ist.

Nun will sich New York von vorsintflutlichen und inkonsequenten Verboten verabschieden. Sexarbeit – und gemeint ist ausdrücklich auch Prostitution – soll im Bundesstaat New York legalisiert werden. Es wäre eine Revolution und eine Ohrfeige für die konservative Konterrevolution der Trump-Regierung, die nicht nur den Schutz für Minderheiten zurückfahren und das Recht auf Abtreibung abschaffen will, sondern auch Anlauf nimmt, gegen XXX-Angebote im Netz vorzugehen. Sollte es zu einer zweiten Amtszeit des derzeitigen Präsidenten kommen, dürfte der Pornobranche in den USA ein heftiger Sturm bevorstehen.
New Yorker Senatorinnen wollen Sexarbeit legalisieren

Der 13-seitige Gesetzesvorschlag, den mehrere Politiker im New Yorker Senat eingebracht haben, sieht vor, Prostitution nach bestimmten Vorgaben zu legalisieren. Zu den Unterstützern des Vorhabens zählt auch die Lobbygruppe DecrimNY.org sowie die Senatorinnen Jessica Ramos und Julia Salazar. Fünf weitere Senatoren haben ergänzende Gesetzesvorhaben im Senat vorgestellt.

Der Vorschlag sieht vor, dass der Kauf und Verkauf von sexuellen Dienstleistungen an bestimmten Orten unter bestimmten Bedingungen erlaubt werden soll. Ziel des Gesetzes ist laut Ramos und Salazar auch, LGBTQ-Jugendlichen, die auf der Straße leben, besseren Schutz bieten zu können. Diese würden wie illegale Einwanderer aufgrund ihrer Sexarbeit besonders häufig verhaftet, was zu einer sozialen Abwärtsspirale und oftmals gefährlichen Arbeitsbedingungen führt.

In einer Pressekonferenz sagte Ramos: »Jeder Arbeiter in New York und anderswo hat das Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung, ganz gleich, welcher Tätigkeit er nachgeht. Wir sind hier, um klar zu sagen, dass Sexarbeit auch Arbeit ist.«
Entkriminalisierung von Prostitution verbessert Lebensumstände von Sexarbeitern

Auch Jessica Raven, ehemalige Sexarbeiterin und Mitglied von DecrimNY.org hat sich für das Konzept der beiden Senatorinnen stark gemacht. In der einflussreichen Tageszeitung Daily News schreibt Raven: »New York kriminalisiert Erwachsene, die Sex gegen Ressourcen tauschen, versagt aber bei der Bekämpfung der eigentlichen Ursachen. Stattdessen setzen wir Sexarbeiter und die Menschen, die mit ihnen leben und arbeiten, staatlicher Gewalt aus. Vorstrafen machen es Menschen im Sexgeschäft schwerer, Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Wohnplatz, Versorgungsleistungen und anderen Arbeitsstellen zu bekommen.«

Außerdem, so Raven, sind Sexarbeitern oftmals Opfer von Polizeigewalt. Nur eine Legalisierung der Sexarbeit würde Sexarbeiter davor schützen, im Untergrund arbeiten zu müssen. Gewalttaten gegen Sexarbeiter würden bisher selten zur Anzeige gebracht, da Prostituierte Angst vor den Behörden hätten. Das von den New Yorker Senatorinnen vorgestellte Modell sei besser als jenes in Nevada, da es auf die Lebensrealität vieler Sexarbeiter besser zugeschnitten sei.

Den vollständigen Text des Gesetzesvorschlags können Sie https://legislation.nysenate.gov/pdf/bills/2019/S6419einsehen.

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Re: Länderberichte U.S.A.:

#300

Beitrag von Tilopa »

Decriminalizing sex work is an issue 2020 presidential candidates can no longer avoid
https://www.mic.com/p/decriminalizing-s ... d-18023947

Es gibt weitere Hoffnungszeichen in der Demokratischen Partei...

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