TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

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TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

#1

Beitrag von violet » 2018-11-17, 14:36

Hallo,

Ich schreib das jetzt mal im öffentlichen Bereich mit etwas Bauchweh, weil es nur hier einen passenden Bereich zu dem Thema gibt.

es gibt eine Thematik, und damit verbunden einen Widerspruch den ich... sagen wir es mal so... spannend finde zum Thema Transsexualität, und zwar bezogen auf TS im 'normalen' Leben bzw als Diagnose und TS in der Sexarbeit.

Es ist nicht meine Absicht neunmalklug lange Erklärungen abzuliefern, aber ohne ein bestimmtes Hintergrundwissen ist es schwierig darüber sinnvoll zu reden finde ich.

Transexuelle Menschen (Mann-zu-Frau oder Frau-zu Mann) in unseren Breiten wollen meist eines, ein möglichst normales Leben führen. Der Begriff TS ist dabei schon mal problematisch und wird teilweise auch von Betroffenen abgelehnt. Ich finde auch, dass Transident der passendere Begriff ist. Warum? Im Unterschied zu Homo- und Bisexualität sagt Transsexualität überhaupt nichts darüber aus zu welchen Geschlecht man sich hingezogen fühlt, es bedeutet vielmehr dass sich Betroffene mit dem eigenen biologischen Geschlecht nicht identifizieren können (schlagt mich ruhig, falls ich das nicht ganz korrekt formuliert habe, im Detail ist es noch viel komplizierter, aber mir geht es ums grundsätzliche Verständnis).

TS oder besser gesagt Transidentität hat mit Sex überhaupt nichts zu tun. Transvestiten, Crossdresser und Damenwäscheträger sind grundsätzlich nicht transsexuell (die Übergänge sind allerdings fliessend), und finden es einfach erregend sich zeitweise als Frau zu fühlen und so zu kleiden.

Das bedeutet, TS hat nichts mit Sex zu tun, und Tranvestiten sind keine Transsexuellen (was aber nicht ausschliesst, dass aus einem TV mal eine TS wird).

TS / TI (transident) bedeutet in fast allen Fällen auch, dass die betreffende Person ihre ursprünglichen geschlechtsspezifischen Körpermerkmale ablehnt, damit meist auch das 'falsche' Geschlechtsorgan. Es gibt zwar auch Ausnahmen und fliessende Grenzen, aber eben auch bestimmte Richtlinien um die Diagnose ICD F64.0 (Transsexualität) absichern zu können.

Für die meisten TS/TI-Personen ist der Beginn der gegengeschlechtlichen Hormontherapie so etwas wie eine Erlösung und ein wichtiger Meilenstein in ihrer Entwicklung, weitere Meilensteine sind dann bspw. operative Eingriffe (geschlechtsangleichende OP, gesichtsfemisierende OP, Stimmband-OP, usw.). All das kann Teil einer Behandlung bei TS/TI sein, muss es aber nicht, und ist individuell verschieden. Wichtig ist dass die betreffende Person ohne Leidensdruck leben kann.

So, warum schreib ich das jetzt alles? Weil die Hormontherapie (erwünschte) Folgen hat. Bei Mann-zu-Frau (MzF) TS/TI passiert folgendes: Die Produktion von Testosteron wird medikamentös blockiert und Östrogen wird dem Körper künstlich zugeführt (Tabletten, Gel, Pflaster). Nach einigen Wochen ist bei erfolgreicher Hormontherapie der Hormonspiegel im normalen weiblichen Bereich, sprich Testosteron ist kaum noch vorhanden und der Östrogenspiegel ist im Normbereich von Frauen.

Die Auswirkungen auf den Körper und die Psyche sind schleichend, aber durchaus enorm (und von Betroffenen grösstenteils erwünscht). Brustwachstum setzt ein, die Haut wird weicher und trockener, Hautunreinheiten gehen zurück, der Körper wird weiblicher (je jünger umso gravierender sind die Auswirkungen). Die Psyche verändert sich ebenso wie die Libido. Die Hormontherapie wird üblicherweise lebenslang fortgesetzt, da der Körper ja ansonsten wieder das 'falsche' Geschlechtshormon produzieren würde.

Nach relativ kurzer Zeit stoppt die Produktion von Samenflüssigkeit, nach einer bestimmten Zeit (vermutlich einigen Monaten) besteht irreversible Unfruchtbarkeit. Orgasmusfähigkeit bleibt prinzipiell erhalten, nur halt ohne Sperma. Wenn man die Hormontherapie wieder absetzt, kommt zwar nach einiger Zeit wieder Samenflüssigkeit, allerdings sind dann je nach bereits bestehender Dauer der Therapie höchstwahrscheinlich keine lebenden Samenzellen mehr vorhanden.

Das bedeutet Hormontherapie = weiblicher Hormonspiegel = keine Samenflüssigkeit + Unfruchtbarkeit. Das hab ich mir nicht ausgedacht, das ist einfach so.

Und jetzt möchte ich den Bogen spannen zu dem Begriff TS im Sexbusiness, und ich finde das sollte man klar abgrenzen von TS / TI in der Gesellschaft und im Alltag.

TS in der Sexarbeit verkaufen eine Illusion, und - ich lehne mich jetzt mal sehr weit aus dem Fenster - wenn man beide Bedeutungen von TS kennt, dann ist es nachvollziehbar, dass kaum eine 'echte TS' eine Tätigkeit in der Sexarbeit machen wollen würde. Warum ist offensichtlich. Das wichtigste 'Werkzeug' einer TS in der Sexarbeit ist ihr männliches Geschlechtsorgan, und es nutzt nicht sonderlich viel, wenn es nicht voll funktionsfähig ist.

Womit ich auch schon beim eingangs erwähnten Widerspruch bin. Die meisten Kunden wollen von einer TS in der Sexarbeit mehrere Dinge:

Weibliches Gesicht, weiblichen Körperbau, einen erigierten Penis mit dem eine (anale) Penetration möglich ist, und die Fähigkeit zu ejakulieren.

So, die ersten beiden Voraussetzungen erfüllen viele TS/TI-Personen. Ein erigierter Penis ist meist nach Start der Hormontherapie nicht mehr möglich (und bei TS/TI-Personen auch gar nicht mehr erwünscht, ganz im Gegenteil...), die Fähigkeit zu ejakulieren geht mit der Hormontherapie definitiv verloren.

Das bedeutet aber im Umkehrschluss, wenn eine Ejakulation möglich ist dann ist auch der Hormonspiegel im Normbereich für Männer (mit allen für TS negativen Folgen, Körpergeruch, fettige Haut, Auswirkungen auf die Psyche,...). Also hormonell gesehen männlich.

Das ist jetzt der Punkt auf den ich hinauswollte. Viele Kunden wollen eine Illusion (und die bekommen sie ja auch). Eine Frau mit Penis die 'abspritzen' kann (ich hasse diese Formulierung). Nur eine Frau (egal ob TS/TI-Transfrau oder 'biologische' Frau) kann prinzipiell keine Samenflüssigkeit produzieren, sonst wäre es ja auch keine Frau.

Damit verbunden gibt es natürlich noch eine Besonderheit in Bezug auf TS in der Sexarbeit gegenüber anderen Sexarbeiterinnen. Der Wunsch des Kunden den Orgasmus der TS herbeizuführen bzw. live zu erleben.

Meine Meinung dazu: Vieles von dem was ich bisher geschrieben habe zeigt glaub ich schon, warum kaum eine wirkliche TS/TI-Person als Sexarbeiterin arbeiten wollen würde, bzw könnnte. Aber für mich persönlich ist das ein Punkt der mich extremst stört. Ob und wann ich bspw. einen Orgasmus bekomme ist Teil meiner Privatsphäre und nicht etwas das ich als professionelle (Sex-)Dienstleistung verkaufe.

Im Grunde genommen ist es die GFS-Experience auf den (in dem Fall wörtlichen) Höhepunkt getrieben aus Sicht des Kunden.

Zusammengefasst meine Erfahrungen bisher:

Das was als TS in der Sexarbeit verkauft wird ist das was die männliche Klientel sich wünscht, und es hat mit TS/TI so gut wie nichts zu tun. Keine TS/TI-Person die ich kenne würde die Hormontherapie wieder absetzen wollen, auch nicht für einen gewissen Zeitraum.

Die meisten Kunden haben überhaupt keine Ahnung was Transsexualtät / Transidentität überhaupt bedeutet.

Und ich bin der Überzeugung, das TS in der Sexarbeit zu einem völlig falschen Bild führt, was Transsexualität/Transidentität eigentlich ist, und - ich nenne es jetzt mal so - 'wirkliche' TS/TI-Personen sich aus guten Grund von dem was in dieser Branche vermittelt wird komplett abgrenzen.

LG,
Violet
Zuletzt geändert von violet am 2018-11-17, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Diskrepanz TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

#2

Beitrag von translena » 2018-11-17, 16:05

Transsexuellen Sexworkern die Transsexualität abzusprechen halte Ich für wenig zielführend..
Ich habe echt gedacht wir hätten die unselige Zeit der sogenannten Realos überstanden .
Vielleicht habe Ich mittlerweile zuviel Abstand das Ich nicht mitbekommen habe das es die immer noch gibt
Zur Erklärung : Realos war eine Gruppe von Transsexuellen die sich für eine Elite hielten die allen die nicht genau so lebten wie es Ihrer Vorstellung entsprach die Transsexualität absprachen.

Die Gründe wegen der Sexarbeit die Hormonbehandlung herauszuzögern sind indiduell unterschiedlich,
Richtig ist aber das transsexuelle Sexworkerinnen in vielen Fällen Ihre eigene Gesundheit gefährden um die Wünsche der Freier zu erfüllen und Freier
meiner Meinung nach eine Mitschuld tragen ,den transsexuelle Sexworkerinnen (Pre-OP) verdienen in der Regel nicht viel wenn Sie keinen aktiven Verkehr anbieten,

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Re: TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

#3

Beitrag von Bendix » 2018-11-17, 18:55

Trans* Leute sind doch super unterschiedlich und die Wirkungen von Hormonen auf Körper und Körper generell sind auch total unterschiedlich.

Wenn trans* Personen Sexarbeit machen wollen, sagt das überhaupt nichts über ihre Identität aus und nichts darüber, ob sie nun "wirklich" trans* sind. Ich schließe mich translena an, bitte schreib doch nicht anderen trans* Leuten vor, wie sie sich verhalten müssen, um echt trans* zu sein.

Glücklicherweise sind wir ja auch inzwischen soweit, dass der trans* Begriff sehr weit gefasst werden kann und dass sich sehr unterschiedliche Leute (und ja, gerne auch Transvestiten oder Crossdresser) darunter tummeln können. Nicht alle trans* Leute wünschen sich körperliche Veränderungen. Nicht alle trans* Leute haben Leidensdruck. Das ist doch auch okay so.

Ganz ehrlich: Sexarbeit ist doch immer eine Performance. Bei trans* Leuten genauso wie bei cis (nicht trans*) Leuten. Das Bild, dass ich meinen Kunden vermittel ist nicht das Bild von mir gerade auf dem Sofa am Rechner.

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Re: TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

#4

Beitrag von violet » 2018-11-17, 19:06

@translena: Tut mir leid wenn du das missinterpretiert hast. Ich weiss was du meinst und ich würde prinzipiell auch niemanden die Transsexualität absprechen wollen. Ich hab nur noch niemanden kennengelernt der transsexuell ist und zugleich kein Problem damit hat mit dem 'falschen' Hormonspiegel zu leben, was Voraussetzung ist um Samenflüssigkeit zu produzieren, worauf wieder rum viele männliche Klienten stehen.

Vielleicht zur Erklärung: Ich hatte früher viel Kontakt zu anderen Betroffenen ausserhalb der Sexarbeits-Branche, auch da gibt es ja Communities, die aber mit den von dir angesprochenen Realos nichts zu tun haben, meiner Meinung nach. Unterschiedliche Auffassungen und Differenzen innerhalb des Transgender-Universums sind allerdings an der Tagesordnung, aber das ist eine andere Geschichte.

Das was ich beschrieben habe sind meine Erfahrungen die ich gemacht habe seitdem ich in diesem Gewerbe arbeite. Wie gesagt, alle Transfrauen die ich bisher kennengelernt habe, hatten alle die Hormontherapie bereits oder waren am Weg dorthin und das waren keine Realos sondern eben MzF-Transfrauen.

Das Bild das durch die TS-Sexarbeit vermittelt wird, ist nunmal sinngemäss 'Eine Frau mit Schwanz ist ist toll und es macht ihr Spass einen Mann damit aktiv zu penetrieren." Und das ist eine Männerfantasie. Klar, um Geld zu verdienen muss man dem entsprechen, und es gibt ja genug die das machen, wenn auch vergleichsweise wenige aus dem deutschsprachigen Raum.

Der überwiegende Teil der Menschen mit der Diagnose ICD F64.0 (Transsexualismus bzw. Störung der Geschlechtsidentität) lehnt ihr angeborenes Geschlechtsteil ab und das sind deswegen keine Realos.

Die TS-Sexindustrie (Sexarbeit, Pornos,...) vermittelt aber ein völlig anderes Bild. Für den überwiegenden Teil der Betroffenen ist bspw. Transe, Tranny, usw. ein Schimpfwort, in der Sexbranche ist das die Bezeichnung für Transsexuelle. All das ist bekannt, es interessiert nur niemanden.

Grabenkämpfe untereinander führen zu nichts finde ich. Ich finde es nur frustrierend zu sehen das da (im übertragenen Sinne) 2 eigene Welten existieren, die von Betroffenen mit all den Problemen im Alltag, und dann die Fantasiewelt in der Sexarbeit die ein völlig falsches Bild davon vermittelt was TS bedeutet.

Wie schon erwähnt, das was von einer TS in der Sexarbeit verlangt wird, halte ich persönlich für zumindest fragwürdig, vor allem wenn man es mit dem Service einer 'normalen' Sexarbeiterin vergleicht. Von dieser wird ja in der Regel auch nicht verlangt dass sie im Beisein eines Klienten einen Höhepunkt bekommt. Und selbst wenn, liesse es sich bis zu einen gewissen Grad faken.

Für mich ist das halt problematisch, weil dadurch - wieder für mich persönlich - eine Grenze überschritten wird.

Im übrigen merke ich gerade wo das alles hier hinführt. Nun gut. Das wars dann.

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Re: TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

#5

Beitrag von translena » 2018-11-17, 20:46

violet hat geschrieben:
2018-11-17, 19:06
@translena: Tut mir leid wenn du das missinterpretiert hast. Ich weiss was du meinst und ich würde prinzipiell auch niemanden die Transsexualität absprechen wollen. Ich hab nur noch niemanden kennengelernt der transsexuell ist und zugleich kein Problem damit hat mit dem 'falschen' Hormonspiegel zu leben, was Voraussetzung ist um Samenflüssigkeit zu produzieren, worauf wieder rum viele männliche Klienten stehen.


Das was ich beschrieben habe sind meine Erfahrungen die ich gemacht habe seitdem ich in diesem Gewerbe arbeite. Wie gesagt, alle Transfrauen die ich bisher kennengelernt habe, hatten alle die Hormontherapie bereits oder waren am Weg dorthin und das waren keine Realos sondern eben MzF-Transfrauen.

Das Bild das durch die TS-Sexarbeit vermittelt wird, ist nunmal sinngemäss 'Eine Frau mit Schwanz ist ist toll und es macht ihr Spass einen Mann damit aktiv zu penetrieren." Und das ist eine Männerfantasie. Klar, um Geld zu verdienen muss man dem entsprechen, und es gibt ja genug die das machen, wenn auch vergleichsweise wenige aus dem deutschsprachigen Raum.

Der überwiegende Teil der Menschen mit der Diagnose ICD F64.0 (Transsexualismus bzw. Störung der Geschlechtsidentität) lehnt ihr angeborenes Geschlechtsteil ab und das sind deswegen keine Realos.



Die TS-Sexindustrie (Sexarbeit, Pornos,...) vermittelt aber ein völlig anderes Bild. Für den überwiegenden Teil der Betroffenen ist bspw. Transe, Tranny, usw. ein Schimpfwort, in der Sexbranche ist das die Bezeichnung für Transsexuelle. All das ist bekannt, es interessiert nur niemanden.


Wie schon erwähnt, das was von einer TS in der Sexarbeit verlangt wird, halte ich persönlich für zumindest fragwürdig, vor allem wenn man es mit dem Service einer 'normalen' Sexarbeiterin vergleicht. Von dieser wird ja in der Regel auch nicht verlangt dass sie im Beisein eines Klienten einen Höhepunkt bekommt. Und selbst wenn, liesse es sich bis zu einen gewissen Grad faken.

Für mich ist das halt problematisch, weil dadurch - wieder für mich persönlich - eine Grenze überschritten wird.
@violet Ich habe dich teilweise missverstanden und entschuldige mich dafür.

Ich lese daraus das wir beide der Meinung sind das es nicht gesund ist Hormone unkontrolliert abzusetzen und noch schlimmer zeitgleich Viagra zu nehmen nur um aktiven Verkehr anzubieten.
Ich persönlich habe auch nie aktiven Verkehr angeboten,Ich hatte aber auch den Luxus nie auf das Geld angewiesen zu sein.

Ich kenne auch einige transsexuelle Sexworker die zwar Ihre Gesundheit gefährden um aktiven Verkehr anzubieten , sich aber dabei absolut unwohl führen,das Risiko aber in Kauf nehmen weil Sie der Meinung sind ansonsten Kunden zu verlieren.
Da trifft die Freier die nach aktiven Verkehr verlangen eine Mitschuld , auch wenn ich zugebe das sich viele Freier der Problematik gar nicht bewusst sind.
Die Motive sind unterschiedlich:
Teilweise kommt der meiner Meinung nach falsche Glaube Post-OP nicht über die Runden zu kommen hinzu.
Lateinamerikanische Transsexuelle sind bereit vieles zu tun um nur nicht in Ihre Heimat zurück zu müssen, die Lebenserwartung transsexueller Menschen in Südamerika liegt gerade einmal bei 30 bis 35 Jahren,(das Leben einer Transsexuellen zählt dort nicht viel)
Bei einigen ist es der Einfluss falscher Freunde , ich habe einmal erlebt das eine Transsexuelle dreimal einen OP-Termin abgesagt hat weil Ihr Freund sich trennen wollte wenn sie die geschlechtsangleichende Operation machen lässt.

Medizinisch ist es mittlerweile überholt das Transsexuelle Ihr Geschlechtsteil hassen müssen, bei mir war es abe r auch noch so das Ich die Personenstandsänderung erst nach der GAOP mache konnte.

btw @zwerg wie kann ich eigentlich meinen Nicknamen ändern, mit meiner transsexuellen Vergangenheit habe Ich seit Jahren abgeschlossen und bin mittlerweile als Frau angekommen ,
Zuletzt geändert von Zwerg am 2018-11-17, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Verschachtelung des Zitates aufgehoben

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Re: TS als Diagnose vs. TS in der Sexarbeit

#6

Beitrag von Zwerg » 2018-11-17, 21:12

translena hat geschrieben:
2018-11-17, 20:46
btw @zwerg wie kann ich eigentlich meinen Nicknamen ändern, mit meiner transsexuellen Vergangenheit habe Ich seit Jahren abgeschlossen und bin mittlerweile als Frau angekommen ,
@translena

Am Besten wäre es, mir den neuen Namen per PN mitzuteilen - ich sehe nach, ob es den gewünschten Nick schon gibt und bestätige die Umnennung bzw. führe sie in Folge durch. Dann werden aber alle Beiträge mit dem neuen Namen versehen (auch die Älteren)

LG

christian

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