Steckt das Porno-Business in der Marketing-Krise?

Wieviel Werbung ist nötig? Welche Strategien wirken und welche erzielen einen gegenteiligen Effekt? Positiv- und Negativ-Beispiele, Tips und Tricks und eine offene Diskussion mit denen, um die es geht: den Kunden - hier ist der Platz dafür.
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Hamster
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Steckt das Porno-Business in der Marketing-Krise?

#1

Beitrag von Hamster » 2016-06-20, 23:23

15.06.2016
STECKT DAS PORNO-BUSINESS IN DER MARKETING-KRISE?
DANIEL SCHIEMANN ERZAEHLT IM ROCKSTARS PODCAST VON PORNO-MARKETING-STRATEGIEN

Daniel Schiemann war lange mittendrin in der Porno-Branche. Als Selbststaendiger beriet er den groessten Porno-Player der Welt in Marketing-Fragen und kennt sich wie kaum ein zweiter in diesem Business aus. Im Rockstars Podcast erzaehlt er, wie sich die Branche wandelt, fuer welche Brands sich Marketing auf Pornoseiten lohnt und welche Plattformen fuer Erotikstars wichtig sind.

Er steht schon 2012 auf der Buehne der Online Marketing Rockstars Konferenz und schon damals flashen uns die Geschichten von Daniel Schiemann. Zu der Zeit arbeitet er eng mit Manwin (heute Mindgeek), dem groessten Pornoseiten-Betreiber der Welt zusammen. Er beraet das Unternehmen in Sachen Business, Development und Unternehmensstrategie. Heute kuemmert sich Schiemann um Firmen aus allen Branchen, beobachtet die Porno-Industrie aber immer noch sehr genau: "Die groessten Player sind immer noch die Jungs von Manwin, die haben sich aber schon wieder umbenannt und nennen sich Mindgeek. Die sind vom Traffic-Volumen durch die Tubes am allergroessten". Im Podcast erzaehlt Schiemann Philipp Westermeyer, wie die kostenlosen Pornoseiten von diesem Anbieter das Business aus seiner Sicht zerstoeren. Durch ihre Angebote wird mit viel Pornos wenig Geld verdient als noch vor ein paar Jahren, clevere Marketer verlassen die Branche. Stattdessen seien die grossen Brands mittlerweile Innovationsbetreiber in Sachen Marketing - frueher galt die Pornoindustrie in Bereichrn wie Online Marketing und Technologie noch als besonders clever.

AUF PORNOSEITEN WERBEN - KANN DAS GUT GEHEN?

Aus Schiemanns Sicht sollten Brands und Marketer die Porno-Branche trotzdem nicht aus den Augen verlieren - und sei es nur als Traffic-Quelle. Schon lange wird diskutiert, ob auch "saubere" Marken auf Pornoseiten Banner-Werbung schaffen sollten, um guenstigen Traffic und Conversations zu erreichen. Dabei besteht schliesslich immer die Gefahr, dass sich die Platzierung auf solchen Seiten negativ auf das Image auswirkt. Schiemann sieht aber Chancen: "Immer mehr Firmen draengen in das Segment und sagen: 'Komm, wir machen eine Second Brand auf, um unser Hauptprodukt nicht zu beschaedigen'. Der Kontaktpreis ist so attraktiv und die Conversationsrate so gut, dass es immer mehr Firmen machen". Ein aktuelles Beispiel zeige, wie es gehen kann. Ein Radiosender aus Mecklenburg Vorpommern schalte witzige Banner-Ads ("Das zweitschoenste nach Sex ist ...") auf kostenlosen Pornoseiten. Und das funktioniere sehr gut.

Doch auch fuer Brands aus anderen Branchen sei Porno-Marketing moeglich. Im Podcast nennt Schiemann Kunden wie Moebelhaendler, Automarken, Medienmarken, Food-Delivery-Brands und Versicherer, die ueber Pornoseiten junge Maenner erreichen wollen. Ein Banner liege bei einem CPM (Cost per Mile, Preis pro Tausend Kontakte) zwischen 30 Cent und zwei Euro, was im Vergleich zu aehnlichen Inventaren gar nicht so guenstig ist. Marketer koennen laut Schiemann aber Klicks fuer zwei Cent einkaufen. Insgesamt haette die Porno-Branche aber gemerkt, dass sie ihten Traffic nicht verschenken muss. Schliesslich sei der Traffic aus der dunkleren Ecke des Netzes nicht automatisch schlecht.

PORNO-MARKETING AUF DEN PLATTFORMEN

Porno-Marketing funktioniere laut Schiemann auf Instagram und Snapchat sehr gut: "Snapchat ist eine Geschichte, die fuer Erotik super funktioniert und die viele dafuer benutzen. Snapchat weiss das auch und verdient auf allen moeglichen Kanaelen ja auch mit." Aehnliches gelte auch fuer Instagram. Sogenannte Camgirls (junge Frauen, die sich vor der Webcam ausziehen und dafuer Geld kassieren) zeigen sich auf den Plattformen jugendfrei im Bikini und weisen dann auf ihre kostenpflichtigen Angebote hin. Das funktioniere laut Schiemann ausgesprochen gut, auch weil sie dabei so authentisch seien und sich selbst nicht zu ernst naehmen.

Wenn Ihr mehr ueber Porno-Marketing erfahren wollt, hoert unbedingt in diesem unterhaltsamen Rockstars Podcast rein, es geht auch um Skandale bei Germany's Next Topmodel und David Garett. Und um clevere Prostituierte, die Airbnb fuer sich entdeckt haben.

Alle Themen von Rockstars Podcast mit Daniel Schiemann im Ueberblick:
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www.onlinemarketingrockstars.de/podcast ... marketing/

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