Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

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Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#1

Beitrag von fraences » 2019-03-29, 17:58

Melissa Farley – eine Hochstaplerin zu Gast auf Mainzer Abolitionisten-Treffen


In Mainz versammeln sich vom 2. bis 5. April 2019 Abolitionistinnen aller Herren Länder zu einem „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“. Was sie eint, ist der brennende Wunsch, Sexarbeiter/innen die Grundrechte abzuerkennen: das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das auch das Recht auf eine Entscheidung für die Sexarbeit einschließt, das Recht auf freie Berufsausübung, das Recht auf Unverletzlichkeit ihrer Wohnung etc. etc.

hier weiter lesen:

https://www.donacarmen.de/melissa-farle ... n-treffen/
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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#2

Beitrag von Tilopa » 2019-03-29, 19:05

Danke für den Hinweis, Fraences!
Ich sehe schon die Schlagzeilen, die diesen von der internationalen Verbotslobby veranstalteten "Gipfel" als ernstzunehmende und "mutige" Veranstaltung anpreisen.
Falls kritische Kommentare noch freigeschaltet werden (was in der heutigen Medienlandschaft ja proportional zur journalistischen Qualität immer weniger wird :003 ), fleißig den Link zu Dona Carmen posten. Ich bin immer wieder beeindruckt von der Arbeit dieses kleinen Vereins. :045

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#3

Beitrag von deernhh » 2019-03-29, 19:41

Hier mal der ganze Text von Dona Carmen


29. MÄRZ 2019 VON CHEFADMNISTRATOR
Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

Melissa Farley – eine Hochstaplerin zu Gast auf Mainzer Abolitionisten-Treffen


In Mainz versammeln sich vom 2. bis 5. April 2019 Abolitionistinnen aller Herren Länder zu einem „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“. Was sie eint, ist der brennende Wunsch, Sexarbeiter/innen die Grundrechte abzuerkennen: das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das auch das Recht auf eine Entscheidung für die Sexarbeit einschließt, das Recht auf freie Berufsausübung, das Recht auf Unverletzlichkeit ihrer Wohnung etc. etc.

Stattdessen treten sie dafür ein, dass Deutschland die aus dem Jahre 1949 stammende „UN-Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer“ ratifiziert – so die Forderung von Sarah Benson, der Vorsitzenden von „CAP international“ (Coalition for the Abolition of Prostitution), die zusammen mit dem katholischen Nonnen-Verein „Solwodi“ den Mainzer Abolitionisten-Kongress ausrichtet.

Die UN-Konvention von 1949 sieht die Bestrafung von Menschen vor, die andere zur Ausübung der Prostitution „verleiten oder verführen“, ein Bordell unterhalten oder eine Wohnung an Prostituierte vermieten.

Die verschwörungstheoretische Vorstellung, ein ganzer Wirtschaftszweig beruhe darauf, dass Frauen von Dritten zur Prostitution „verführt oder verleitet“ würden, erklärt die betroffenen Sexarbeiter/innen für dumm, einfältig und lediglich beschränkt einsichts- und geschäftsfähig. Diese frauenverachtende Vorstellung hat momentan wieder Konjunktur und führt im Zusammenhang mit Prostitutionsmigration regelmäßig zu einer mit Negativ-Konnotationen („Armutsprostitution“) nicht sparenden Debatte. Die Nähe zu rassistisch motivierter Fremdenfeindlichkeit wird dabei billigend in Kauf genommen.

Die vor 70 Jahren verabschiedete UN-Konvention wertet – ganz im Stil der damaligen Zeit – Prostitution als ein „Übel“, das das „Wohl des einzelnen, der Familie und der Gemeinschaft“ gefährde. In diesem Zusammenhang steht die Forderung der Abolitionisten nach einer Kriminalisierung aller Freier gemäß schwedischem Vorbild, was als entscheidendes Mittel zur Lösung der „Prostitutionsfrage“ gilt.

Abolitionistinnen sind rechte Fundamentalisten. Mit den konservativen Eliten dieser Welt fordern sie, das „Wohl der Familie“ und damit einhergehend die traditionelle „Einheit von Sexualität und Liebe“ als alleinige Form sexueller Selbstbestimmung für ethisch und gegebenenfalls auch rechtlich verbindlich zu erklären. Es versteht sich, dass ihnen die in der Prostitution praktizierte „Trennung von Sexualität und Liebe“ ein Dorn im Auge ist – oder in der religiösen Terminologie der Prostitutionsgegnerin Dr. Ingeborg Kraus: die „Hölle auf Erden“.

Um nicht als ewig Gestrige angesehen zu werden, setzen Abolitionistinnen sich gerne als „Feministinnen“ in Szene, denen es um die Gleichstellung der Geschlechter und die Schleifung der letzten Bastionen des Patriachats geht. Sonderbar nur, dass sie dabei stets komplizenhaft mit Polizei, Kirchen, evangelikalen Sekten und konservativen Regierungen – den eigentlichen Säulen des Patriachats – aufs Engste kooperieren!

Abolitionisten inszenieren sich gerne als Verfechter/innen der „Menschenwürde“. Sonderbar nur, dass die Selbstbestimmung der Menschen, um deren Würde es angeblich geht, in diesem Konzept von Menschenwürde keine Rolle spielt. Denn über den Inhalt der Menschenwürde bestimmen nicht die Betroffenen, um die es doch gehen sollte, sondern vorab jene, die ohnehin gegen Prostitution eingestellt sind. So erklärt die UN-Konvention von 1949 die „Einwilligung“ von Sexarbeiter/innen zur Tätigkeit in der Prostitution für völlig unerheblich.

Um trotzdem in der Öffentlichkeit zu punkten, ist man darum bemüht, eigenen Bestrebungen den Anstrich wissenschaftlicher Seriosität zu verleihen. So sucht man das akademische Ambiente und tagt im „Philosophicum“ der Johannes Gutenberg-Universität zu Mainz. Man umgibt sich gern mit Leuten, die als „Wissenschaftler/innen“ firmieren und die auf Abolitionisten-Versammlungen ihre tief sitzende Prostitutionsgegnerschaft zur Schau stellen.

So verwundert es nicht, dass Melissa Farley, eine für ihre pseudowissenschaftlichen Traktate bekannte amerikanische Psychologin und Prostitutionsgegnerin, Rednerin auf diesem „Weltkongress“ ist. Nach Angaben von EMMA wird die in den USA lebende, mittlerweile 77-jährige Farley auf dem Kongress ihre aktuelle Studie über „Freier in Deutschland“ vorstellen! Da darf man sich auf einiges gefasst machen.

Zu den bislang bekannten, zentralen Behauptungen von Frau Farley zählen Aussagen wie „63 % aller Prostituierten sind Opfer einer Vergewaltigung“, „71 % sind in der Prostitution körperlichen Angriffen ausgesetzt“, „68 % aller Prostituierten sind von posttraumatischen Belastungsstörungen betroffen“, „89 % wollen aus der Prostitution aussteigen“. Um Sexarbeit maximal zu dämonisieren, behauptet Farley darüber hinaus, dass die posttraumatische Belastung von Frauen in der Prostitution vergleichbar ist mit der von Kriegsveteranen. (siehe dazu: Farley et.al. (2003): Prostitution and Trafficking in Nine Countries)

Wer sich mit den Publikationen Farleys auseinandersetzt, erkennt, dass deren „alternative Fakten“ nicht etwa auf solider empirischer Forschung beruhen, sondern auf methodischer Trickserei, Intransparenz, Manipulation und Täuschung. Das qualifiziert sie zweifellos zur Teilnahme an der Mainzer Abolitionisten-Versammlung.

Trotz vielfältiger wissenschaftlicher Kritik an ihren unseriösen Behauptungen (z. B. Ronald Weitzer (2005): Flawed Theory and Method in Studies of Prostitution), hält Farley an dem von ihr verbreiteten Humbug weiterhin fest. Frei nach dem Motto: „Alles, was sich gegen Prostitution verwenden lässt, ist gut und nützlich, ganz gleich, wie es um dessen Wahrheitsgehalt bestellt ist.“ Es ist daher durchaus nicht ehrabschneidend, Farley als professionelle Schwindlerin und Hochstaplerin zu bezeichnen. Denn die von ihr präsentierten Zahlen können nie hoch genug sein, um das damit herbeifantasierte „Gewaltverhältnis Prostitution“ möglichst drastisch unter Beweis zu stellen.

Auch wenn Frau Farley nicht ernsthaft als Wissenschaftlerin bezeichnet werden kann, hält Doña Carmen e.V. es dennoch für erforderlich und geboten, sich argumentativ und wissenschaftlich mit den von ihr vertretenen Positionen auseinanderzusetzen.

Doña Carmen e.V. legt daher aus gegebenem Anlass eine 50-seitige Studie vor, die sich mit den zweifelhaften Methoden und Thesen von Melissa Farley inhaltlich befasst und sie Stück für Stück widerlegt. Die Abhandlung „Sind Prostituierte traumatisiert? – Eine kritische Auseinandersetzung mit Melissa Farley“ findet sich nachfolgend. Eine möglichst weite Verbreitung dieser Kritik ist erwünscht.

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#4

Beitrag von Boris Büche » 2019-03-30, 13:35

Liebe KampfgenossInnen von Doña Carmen,

super, dass ihr proaktiv tätig werdet! Ich hatte selbst seit letzter Woche überlegt, was zu machen - kenne aber Mainz, und die Verhältnisse dort überhaupt nicht. Auch erhielt ich in dem Zeitrahmen der mir sinnvoll schien (bis 27.Mrz) keine Kontakte in/zu Mainz, so dass ich nicht abschätzen konnte, ob ich Erfolgsaussichten habe.

Mir ist im Programm der Punkt "Empfang beim Oberbürgermeister" aufgefallen und ich dachte, das könnte man vielleicht verhageln mit Hinweisen auf die sachliche und moralische Fragwürdigkeit mehrerer Akteurinnen - u.A. auch R.Moran und ihre Verbindung zu Ruhama / einst Magdalene Laundries - hunderte Babyleichen im Keller! und taktische Streuung dieser Information unter Fraktionen in Rathaus / Universität / Lokalpresse (damit das nicht einfach im Paperkorb unter "wen interessiert's?" landet).

Ich freue mich, dass euer Beitrag geeignet ist, die Publicity für die Bande zu schmälern.

An eine entsprechende Verteilung eurer Stellungnahme habt ich sicherlich gedacht!?

Eine Schande übrigens auch für eine Universität
(die sicher nur Vermieterin der Räume ist, aber ihren Namen hergibt).

Grüße aus Berlin, Boris

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#5

Beitrag von Kasharius » 2019-03-30, 18:31

Es ist aller Ehren wert, dass sich Dona Carmen die Mühe macht, den Unsinn der Abolis zu widerlegen. Vielleicht könnte man eine Kurzversion vor Ort unters Volk bringen. WEnn früher auf Veranstaltungen dass Existenzrecht Behinderter (noch dazu ohne uns!) "diskutiert" wurde haben wir oft.....will ich hier nicht ausbreiten (aber mehr für interessierte dann gerne über pn (hallo @Boris, hallo @freances...zwinker!)

Kasharius grüßt solidarisch alle Widerständler/innen

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#6

Beitrag von ellemme » 2019-03-31, 10:22

stopping the sexual human trafficking is easy....for example, in New Zeland prostitution is allowed for the lacal citizens only...DonaCarmen is working in the opposite direction...

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#7

Beitrag von deernhh » 2019-03-31, 11:24

ellemme hat geschrieben:
2019-03-31, 10:22
stopping the sexual human trafficking is easy....for example, in New Zeland prostitution is allowed for the lacal citizens only...DonaCarmen is working in the opposite direction...
Hier die Übersetzung:

Den sexuellen Menschenhandel zu stoppen ist einfach ... in Neuseeland ist zum Beispiel Prostitution nur für die lakalen Bürger erlaubt ... DonaCarmen arbeitet in die entgegengesetzte Richtung ...

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#8

Beitrag von Lucille » 2019-03-31, 12:57

New Zealand is not Europe. The citizen rights and employment laws are quite different in Europe than in an island state like New Zealand.
Do you really ask to disturb the fundamental laws of the Europe Union?

… very undemocratic!

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#9

Beitrag von Kasharius » 2019-03-31, 14:10

richtig @Lucille und was sind "lakale" Bürger ?

It is very important to make a diffrence between legal and unlegal sexwork. At this congress they don´t make that difference, and that is the case here. You have to fight against human sexual trafficking, but not against all sexworkers - thats the difference ! Otherwise they fight also against xou dear @ellemme

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#10

Beitrag von Tilopa » 2019-04-01, 18:21

...und es geht los mit der Propagandaaktion der immer gleichen Protagonistinnen: Alice Schwarzer, Lea Ackermann, Ingeborg Kraus, alle sind sie dabei. Und die Medien verbreiten das Gift so willfährig und unkritisch auf wie immer. Die kennen sich ja und im Establishment hält man zusammen. Es wird diese Woche nicht der letzte dieser Art sein. Vielleicht schaffen sie es mit ihrer geplanten "Gipfelerklärung" sogar wieder in den Spiegel oder die Tagesschau.

Und dann greifen die Kolleginnen von der feministischen "Governance" die Steilvorlage auf und versuchen in den nächsten Jahren, uns das Leben mit politischen Mitteln noch etwas schwerer zu machen. Bald vielleicht auch mit vereinten Kräften aus Brüssel? Die schwedischen und französischen Feministinnen brauchen schließlich eine lukrative "Anschlussbeschäftigung", nachdem sie das Leben für SexarbeiterInnen schon beschissen genug gemacht haben. Die CDU-Kanzlerkandidatin in spe passt übrigens auch hervorragend zu diesem Club kleingeistiger, verbitterter, verbotsgeiler, reicher, alter, weißer Frauen... :002

Link hier zum selber Kopieren: Es wird eh immer der selbe Mist geschrieben und ich will dem nicht zu mehr Verbreitung verhelfen als nötig:

Code: Alles auswählen

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.folgen-des-prostitutionsgesetzes-der-deutsche-staat-als-zuhaelter.85b1b114-b360-4734-b9b0-9a92da00f642.html
Nachtrag: Den Artikel scheinen sie jetzt eh hinter die Paywall gepackt zu haben. Wie alles mit Sex wurde der wahrscheinlich häufig geklickt. Da müssen sie dann doch sehen, wie sie in Zeiten schwindender Leserschaft Kasse machen. Mir soll's recht sein. :003

Nachtrag 2: Auf die FAZ ist auch Verlass, wenn es um reaktionäre Propaganda geht. Dort bisher kostenlos:

Code: Alles auswählen

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/ehemalige-sexarbeiterin-marschiert-gegen-sexuelle-ausbeutung-16117537.html

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#11

Beitrag von deernhh » 2019-04-01, 19:53

SNin
Frauenrechtlerinnen fordern strengeres Prostitutionsgesetz


Die Rahmenbedingungen für legale Prostitution in Deutschland regelt seit 2017 ein Gesetz. Damit sollen unter anderem die Selbstbestimmung der Frauen gestärkt und Gefahren verringert werden. Den Organisatoren eines Kongresses ist das zu wenig.

SN/APA/HELMUT FOHRINGER Strengeres Gesetz gefordert
Die Veranstalter eines "Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen" fordern strengere Regelungen für Prostitution in Deutschland. Die Gründerin des Vereins SOLWODI, Lea Ackermann, sagte der Deutschen Presse-Agentur vor Beginn der Tagung in Mainz: "Das Verhalten von Männern, Frauen in Zwangslagen sexuell auszunutzen, muss strafbar gemacht werden." Der Verein, der sich für Frauen in Not einsetzt, spricht sich für ein generelles "Sexkaufverbot" aus. Bei einer solchen Regelung machten sich die Freier per se strafbar, wenn sie die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen, sagte Ackermann. Dieses sogenannte Nordische Modell existiere bereits seit einigen Jahren in Schweden, Island und Norwegen. Seit 1999 hätten sich immer mehr europäische Länder dem Modell angeschlossen, zuletzt Frankreich (2016) und Irland (2017). Deutschland hingegen verdiene sich mit mehr als einer Million Freiern pro Tag zurecht den Ruf, das "Bordell Europas" zu sein, sagte SOLWODI-Bildungsreferentin Helga Tauch. Bei dieser liberalen Praxis würden jedoch die prekären Zustände übersehen, die mit Prostitution oft einhergingen. Seit 2017 gibt es in Deutschland das Prostituiertenschutzgesetz, das Prostituierte vor Gewalt und Zwang schützen soll. Bordelle benötigen demzufolge eine Betriebserlaubnis, außerdem gilt eine Kondompflicht. Prostituierte werden registriert und bekommen eine Bescheinigung mit Namen, Foto und Meldeadresse - in der Szene "Hurenpass" genannt. Die Bundesregierung hält die Einführung des "Nordischen Modells" nicht für den richtigen Weg. Dies "würde an der realen Situation nichts ändern, sondern lediglich den Eindruck erwecken, dass die Prostitution eingedämmt worden sei", erläuterte der stellvertretende Sprecher des Bundesfamilienministeriums, Andreas Audretsch, in Berlin. "Wo die Prostitution verboten ist, ist sie nicht mehr sichtbar - aber dennoch vorhanden und vermutlich mit größeren Gefahren für die Prostituierten verbunden." Beim "Sexkaufverbot" wie in Schweden werde der Kauf - nicht jedoch der Verkauf - sexueller Dienste kriminalisiert, sagte Audretsch. "Auch in diesem Fall besteht aber aus unserer Sicht wie bei einem kompletten Prostitutionsverbot die große Gefahr, dass die Sexarbeiterinnen in die Illegalität gedrängt werden und den Gefahren und Risiken des Gewerbes schutzlos ausgeliefert sind." Der Kongress beginnt am kommenden Dienstag (2. April) an der Mainzer Universität und geht drei Tage lang. Organisatoren sind neben SOLWODI die Menschenrechtsdachorganisation CAP INTL (Coalition for the Abolition of Prostitution) und der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland. Der Kongress will zum Abschluss eine "Mainzer Erklärung" verabschieden. Zudem gibt es zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema sexuelle Ausbeutung. Unter den rund 300 erwarteten Teilnehmern ist auch Frauenrechtlerin Alice Schwarzer.

Quelle: https://www.sn.at/snin/frauenrechtlerin ... z-68085199 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

https://www.sn.at/snin/frauenrechtlerin ... z-68085199


31.03.2019 14:32 7.023
DAS "BORDELL EUROPAS"? SO SOLL SICH DIE PROSTITUTION IN DEUTSCHLAND ÄNDERN

WELTKONGRESS GEGEN SEXUELLE AUSBEUTUNG VON FRAUEN UND MÄDCHEN TAGT AB 2. APRIL IN MAINZ

Mainz - Die Veranstalter eines "Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen" fordern strengere Regelungen für Prostitution in Deutschland.

Pro Tag nehmen rund eine Million Freier in Deutschland die Dienste einer Prostituierten in Anspruch (Symbolbild).
Pro Tag nehmen rund eine Million Freier in Deutschland die Dienste einer Prostituierten in Anspruch (Symbolbild).
Die Gründerin des Vereins SOLWODI, Lea Ackermann, sagte der Deutschen Presse-Agentur vor Beginn der Tagung in Mainz: "Das Verhalten von Männern, Frauen in Zwangslagen sexuell auszunutzen, muss strafbar gemacht werden." Der Verein, der sich für Frauen in Not einsetzt, spricht sich für ein generelles "Sexkaufverbot" aus.

Bei einer solchen Regelung machten sich die Freier per se strafbar, wenn sie die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen, sagte Ackermann. Dieses sogenannte Nordische Modell existiere bereits seit einigen Jahren in Schweden, Island und Norwegen. Seit 1999 hätten sich immer mehr europäische Länder dem Modell angeschlossen, zuletzt Frankreich (2016) und Irland (2017).

Deutschland hingegen verdiene sich mit mehr als einer Million Freiern pro Tag zurecht den Ruf, das "Bordell Europas" zu sein, sagte SOLWODI-Bildungsreferentin Helga Tauch. Bei dieser liberalen Praxis würden jedoch die prekären Zustände übersehen, die mit Prostitution oft einhergingen.

Die Bundesregierung hält die Einführung des "Nordischen Modells" nicht für den richtigen Weg. Dies "würde an der realen Situation nichts ändern, sondern lediglich den Eindruck erwecken, dass die Prostitution eingedämmt worden sei", erläuterte der stellvertretende Sprecher des Bundesfamilienministeriums, Andreas Audretsch, in Berlin.

"Wo die Prostitution verboten ist, ist sie nicht mehr sichtbar - aber dennoch vorhanden und vermutlich mit größeren Gefahren für die Prostituierten verbunden." Beim "Sexkaufverbot" wie in Schweden werde der Kauf - nicht jedoch der Verkauf - sexueller Dienste kriminalisiert, sagte Audretsch.


Auch Alice Schwarzer spricht beim "Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen"

"Auch in diesem Fall besteht aber aus unserer Sicht wie bei einem kompletten Prostitutionsverbot die große Gefahr, dass die Sexarbeiterinnen in die Illegalität gedrängt werden und den Gefahren und Risiken des Gewerbes schutzlos ausgeliefert sind."

Der Kongress beginnt am kommenden Dienstag (2. April) an der Mainzer Universität und geht drei Tage lang. Organisatoren sind neben SOLWODI die Menschenrechtsdachorganisation CAP INTL (Coalition for the Abolition of Prostitution) und der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland.

Der Kongress will zum Abschluss eine "Mainzer Erklärung" verabschieden. Zudem gibt es zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden zum Thema sexuelle Ausbeutung. Unter den rund 300 erwarteten Teilnehmern ist auch Frauenrechtlerin Alice Schwarzer.

https://www.tag24.de/nachrichten/mainz- ... le-1019613


Und hier lieber Tilopa, der von Dir oben in Deinem Beitrag genannte faz-Artikel

VON STRASSBURG NACH MAINZ
Ehemalige Sexarbeiterin marschiert gegen sexuelle Ausbeutung

VON SINA MAGDALENE SCHMEITER, MANNHEIM
AKTUALISIERT AM 31.03.2019 - 15:31


Seit einer Woche ist Rosen Hicher zu Fuß unterwegs. Ihr Marsch hat eine klare Botschaft.
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Um acht Uhr am Sonntagmorgen gibt es Kaffee und ein kleines Frühstück. Rosen Hicher sieht noch etwas verschlafen aus. Die vergangenen Tage waren anstrengend. Die ehemalige Sexarbeiterin marschiert seit dem 25. März durch Deutschland, aus Protest gegen sexuelle Ausbeutung. Sie selbst prostituierte sich 22 Jahre lang in Paris, der Provence und an anderen Orten in Frankreich. Heute kämpft sie für die Bestrafung von Freiern und Zuhältern. Auf ihrem „Marche Mondiale des Survivantes de la Prostitution“, der in Straßburg begann, begleiten sie ehemalige Sexarbeiter und Aktivisten. Ihr Ziel ist der „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“ in Mainz, der am Dienstag beginnt.


„In einem Land, in dem Prostitution erlaubt ist, kann es keine Gleichberechtigung von Frauen und Männern geben“, sagt Hicher. Sie ist der Meinung, dass eine freiwillige Prostitution nicht existiert. Es sei immer Gewalt im Spiel. Bordelle bezeichnet Hicher als „Frauengefängnisse“. Lange Zeit habe sie gedacht, dass sie selbstbestimmt arbeite, doch tatsächlich sei ihr Privatleben der Grund für die Prostitution gewesen. Hicher war ein Opfer von Gewalt und wurde mehrmals vergewaltigt, bevor sie ihren Körper für Geld verkaufte.

In Frankreich unter Strafe

Seit April 2016 ist der Besuch von Prostituierten in Frankreich für die Freier strafbar. Den Sexarbeitern selbst droht keine Strafe mehr. „Es ist viel besser geworden“, sagt Hicher. Richter können für die Freier auch den Besuch eines Sensibilisierungskurses anordnen, in dem ehemalige Sexarbeiter von ihren Erfahrungen berichten. Hicher spricht seit einem Jahr etwa zwei Mal im Monat in solchen Kursen – und will das nun auch in Mainz tun. Sollte ihr Marsch auch nur eine Frau davon abhalten mit der Sexarbeit zu beginnen, sagt sie, dann wäre sie schon zufrieden. Als sie selbst 2009 aufhörte, sei es schwer für sie gewesen. Insbesondere die fehlende Vernetzung mit Hilfsorganisationen habe ein Problem dargestellt. „Ich war völlig isoliert.“ Seit 2014 arbeitet sie deshalb mit Organisationen wie „Le Mouvement du Nid“ und der „Fondation Scelles“ zusammen.

Kongress in Mainz

Aufgrund seiner liberalen Gesetzgebung wird Deutschland auch als „Bordell Europas“ bezeichnet. Das Prostitutionsgesetz von 2002 ermöglichte es Sexarbeiterinnen zunächst, sozialversicherungspflichtig tätig zu sein. Mit dem Prostituiertenschutzgesetz von 2017 folgte zudem die Möglichkeit für Sexarbeiterinnen, sich registrieren zu lassen und gesundheitliche Beratung zu bekommen. Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP Anfang 2019 ergab sich jedoch, dass die Gesetze beinahe wirkungslos geblieben sind.

Auf dem Kongress in Mainz sollen international erfolgreiche Lösungsansätze im Kampf gegen Prostitution und Menschenhandel vorgestellt werden. Die Teilnehmer wollen ein Sexkaufverbot in Deutschland erreichen. Gerhard Trabert, Gründer des Mainzer Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland“, kritisiert vor allem die Tabuisierung der Gründe für die scheinbar selbstbestimmte Prostitution. „Die meisten Sexarbeiter haben sich aus einer sozialen Notlage heraus prostituiert und selbst sexuellen Missbrauch erfahren“, sagt er. „Das ist nicht selbstbestimmt.“

Quelle: F.A.Z.

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#12

Beitrag von Kasharius » 2019-04-01, 23:31

@deernhh

danke für diese ausführliche Presselage. Dennoch finde ich es sehr schwer erträglich diese Ansammlung selbstgerechter und intoleranter Aussagen zur Kenntnis nehmen zu müssen. Da liest sich die Stellungnahme des Bundesfamilienministerium schon fast erfreulich. Ich hoffe es gibt noch weitere solcher Reaktionen.

Kasharius grüßt

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#13

Beitrag von malin » 2019-04-02, 06:15

Es folgte 2017 zudem die Möglichkeit für Sexarbeiterinnen sich registrieren zu lassen... die Möglichkeit? Na da sind wir doch alle sehr froh...
liebe grüsse malin

eventuell fehlende buchstaben sind durch meine klemmende tastatur bedingt :-)

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#14

Beitrag von Tilopa » 2019-04-02, 18:50

Noch einer: https://www.rtl.de/cms/kongress-beginnt ... 17849.html

"Zusammen mit - nach Polizeiangaben - rund 80 Demonstranten forderten sie eine Verschärfung der Prostitutionsgesetzgebung in Deutschland. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen: 'Prostitution ist Ausbeutung' und 'Sagt Ja zur Kriminalisierung der Freier'."

Naja, das dürfte in etwa deckungsgleich mit den internationalen Kongressteilnehmerinnen plus Mainzer katholische Frauengruppe sein. Durchschnittsbürger haben andere Probleme als deren Verklemmtheit und mussten heute zur Arbeit. Die sind bisher also mal weitestgehend unter sich. :003 :002

(Was nicht heißt, dass die harmlos sind: Die sind in Politik und Medien bestens vernetzt, müssen als Lobbyisten großteils keiner normalen Erwerbsarbeit nachgehen und beschäftigten sich mit nichts anderem, als ihre Partikularinteressen durchsetzen.)

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#15

Beitrag von Kasharius » 2019-04-02, 21:13

@Tilopa

danke für den weiteren Beitrag. Zu Deinem Klammersatz: Könnte man/frau das nicht auch so den (organisierten) SW vorhalten...

Kasharius grüßt Dich

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#16

Beitrag von Lucille » 2019-04-02, 22:18

Nein, wir vom BesD und anderen SW-Selbstorganisationen sind alle fleißig am Arbeiten für unseren Lebensunterhalt und können deshalb nur unsere spärliche Freizeit ehrenamtlich einbringen.
Gegen hauptberufliche Prostitutionsgegner mit bester gewachsener Medienlobby und entsprechendem Sponsoring ein geradezu irrsinniger Don Quijote Kampf - aber:

Wir kämpfen um unsere Existenz, nicht aus Langeweile!

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#17

Beitrag von Tilopa » 2019-04-02, 22:40

@Kasharius: Ich meinte das nicht moralisches Argument, sondern als Abwägung, wie viel weiteren Schaden uns die Verbotslobby noch zufügen kann. Die Schwarzgeld-Schwarzer fabuliert ja eh schon ständig von den "Agentinnen der Zuhälterlobby" und tut so, als gäbe es bei uns ein vergleichbares Gegenstück zu ihrer real existierenden Lobbymacht. Neben deren ganzen anderen Lügen mache ich mir eigentlich keine besonderen Sorgen, das sie da besonders schlagende Argumente haben, denn da sitzen sie doch buchstäblich zu sehr im "Glashaus".

Ich bin ja immer schon erfreut, wenn es alle halbe Jahre mal eine Sexarbeiterin in ein Interview bei der taz geschafft hat oder eine Hinterbänklerin von der Linkspartei unsere Belange halbherzig aufgreift. Es gibt da garantiert keine vergleichbaren Netzwerke, um mal eben die Titelseite vom Spiegel zu kapern, sonst hätten wir sowas ja schon mal erlebt. Oder die Budgets, um irgendwelche "Weltkongresse" zu veranstalten. Repression der Sexarbeit ist Geschäft der herrschenden Klasse, und in diesen Zeiten kommt sie in besonders hässlicher und perfider Form...

Nachtrag: Während ich schrieb, hat Lucille eigentlich schon alles gesagt....

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#18

Beitrag von Kasharius » 2019-04-02, 23:31

@Lucille
@Tilopa

was @Lucille´s letzten Satz betrifft: Hätte sie es nicht so klar formuliert, hätte ich es getan, quasi als Antwort auf meine zugegeben etwas über motivierte rethorische Frage ...und im übrigen solltet Ihr Euer Licht nicht unter den Schäfel stellen. Ich finde auch die SW-Bewegung hat mit ihren Mitteln einiges erreicht.

Ich hoffe der Widerstand gegen diesen "Weltkongress" der Schwarzgeld-Schwarzer-Weltverpeste äh..besserer regt sich noch (weiter).

Der K(r)ampf geht weiter!

Kasharius grüßt und wünscht Euch eine gute Nacht

Boris Büche
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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#19

Beitrag von Boris Büche » 2019-04-03, 07:08

Es gibt übrigens wunderschöne Frühlingsimpressionen vom Fußmarsch der Aktivistinnen mit leichtem Gepäck, oder ganz ohne, auf Facebook. Sie sind, wie sich daraus ergibt, mit einem Kleinbus unterwegs und steigen mal aus, wo es schön ist. Würde ich bei dem Wetter auch tun!

Die Schlussetappe nach Mainz haben sie dann aber ganz mit dem Bus gemacht.

Für eine überschaubare Anzahl unserer GegnerInnen spricht auch, dass sie sich grade nicht der Hetze auf sozialen Netzwerken widmen können, weil sie alle vom Kongress absorbiert sind.

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Re: Stellungnahme von Doña Carmen e.V. zum Mainzer „Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“

#20

Beitrag von Tilopa » 2019-04-03, 09:47

Hier noch das Programm der Veranstaltung:

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https://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/571c634ce60ff702826cd18799cadd7b186819/weltkongress_-_final_programm_deu.pdf
Alles sehr Regierungsnah, da geht keine(r) einer richtigen Arbeit nach:
Entweder direkt aus Steuergeldern bezahlt, oder auf der Gehaltsliste diverser dubioser "NGOs"...

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