Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

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fraences
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Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#1

Beitrag von fraences »

Seit 70 Tagen geht nix mehr in Bordellen! Ganz Hessen macht sich locker, nur bei der Prostitution bleiben die Politiker hart. Jetzt klagen gut 20 Bordell-Betreiber aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel auf Wiedereröffnung.

https://www.bild.de/bild-plus/regional/ ... .bild.html
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

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Kasharius
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Re: Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#2

Beitrag von Kasharius »

Danke @fraences

da wünsche ich für die Verfahren von ganzemHerzen Glück.

Kasharius grüßt

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Re: Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#3

Beitrag von Kasharius »

Hier noch die Meldung lokaler Medien

https://www.hessenschau.de/panorama/bor ... e-100.html

Kasharius grüßt

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floggy
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Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#4

Beitrag von floggy »

Kann mir jemand bitte erklären warum Straßenprostitution
im Bahnhofsviertel, egal ob Frankfurt oder München,
gefährlich(er) sein soll? Und ''das Leben ( als Ganzes ! )
gefährlicher'' machen soll? Bei so vielen Überwachungskameras?
So vielen Imbissläden und Hotels? Und so vielen Reisenden und
Nachtschwärmern?

Gefährdet ist die Berufsausübung, die Einnahmen der Nacht, das
Handy mit den Kontaktdaten, die Freiheit der Unterstützer, die
Wiedereinreise, die Integrität, die psychische Unversehrtheit bei
Razzien, die berufliche Unabhängigkeit.

Das ist wieder so ein Hirngespinst, das auch Bordelliere gerne
schüren.

Gefährdet ist was anderes. Ist aber ein anderes Thema, und
gehört eher zu 'Rechte statt Almosen', und hat was mit
Diversifikation bzw dem 'Artensterben' zu tun.
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Re: Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#5

Beitrag von Kasharius »

@floggy

da bin ich gespannt auf Deinen Beitrag im Threat Rechte statt Almosen...

Kasharius grüßt

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Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#6

Beitrag von floggy »

oh je, ich habe schon eine Version verworfen,
jetzt habe ich nochmals gelesen, aber der
Sachverhalt ist seit 2015 unverändert.

Nein, lieber Kasharius, ich halte mich da raus,
aber soviel, den Abolitionisten spielt der Diskurs
NICHT in die Hände, es war ja schon alles
öffentlich gemacht worden. Doña Carmen,
gegründet von südamerikanischen Migrantinnen,
die sich kein X für ein U vormachen lassen, biegt
ja nur ein paar Sachen wieder gerade, und
informiert dadurch auch die Öffentlichkeit.

Herrschaftsmechanismen können nur gebrochen
werden, wenn sie uns bewußt sind. Der BesD ist ja
dennoch für seine Mitglieder unverzichtbar.

Und morgen werden wir wieder lesen vom
'ältesten Gewerbe der Welt', und daß Sex
Workers ihren 'Körper verkaufen', und daß
Prostitution 'Vergewaltigung' ist, und
überhaupt haben die Männer kein Recht
in 'Frauensachen' mitzureden.
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Re: Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#7

Beitrag von malin »

@ floggy: kann sein dass sich das "gefährliche" in diesem Artikel auf die Illegalität bezieht und nicht per se auf die Strasse. Kann natürlich auch sein dass es wieder einer solcher Sätze ist die gefühlt schon irgendwie automatisch aus den Federn der Schreiberlinge dieser Welt zu tropfen scheinen. Man hat's halt so oft gehört und schreibt es nach.

Übrigens halte ich die Strasse als Kontaktanbahnung zumindest bezüglich Corona eigentlich für recht vernünftig, frische Luft und so.
liebe grüsse malin

eventuell fehlende buchstaben sind durch meine klemmende tastatur bedingt :-)

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Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#8

Beitrag von floggy »

Zitat hessenschau 22.05.2020: bieten viele ihre Dienste offenbar
illegal wieder auf der Straße an - was ihr Leben noch gefährlicher macht.

Das Wort 'wieder' bezieht sich auf 'Straße', und daher auch die 'Gefahr',
meine Interpretation.

Zitat hessenschau 30.04.2020 (siehe Hyperlink im Text der vorigen
hessenschau): manche Frauen weichen auf den Straßenstrich aus.
Dort ist es nun noch gefährlicher als ohnehin.

@malin: wollte mich erkenntlich zeigen und habe nochmals recherchiert.

Danke, mußte echt lachen, und meine depressive Stimmung riß auf wie
eine düstere Wolkendecke. "frische Luft und so" hat schon was für sich,
vor allem regt es meine Fantasie an.
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Re: Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#9

Beitrag von Kasharius »

Ach lieber @floggy

auch wenn Du auf meiner Schleimspur hoffentlich nicht strauchelst:

Was die Kontroverse DC-Besd betrifft, kann ich alt werden wie ne Kuhund lerne immer noch dazu...

Danke für Erhellendes...

@malin

meine ersten Anbahnungsversuche mit Rolli fanden auch auf der Strasse (Ku-Damm,WEstbalin) statt..dit war´nnoch Zeiten :003

Kasharius grüßt

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Re: Bordell-Besitzer klagen auf Wiedereröffnung

#10

Beitrag von Lucille »

Straßenstrich ist in Hessen während geltender Corona-Verordnungen verboten

Gefährlich alleine schon weil derzeit rechtlich illegal und strafbewährt. Siehe unter Punkt 2. https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft ... stleistung

Abgesehen von den aktuellen Verordnungen unterliegt explizit das Frankfurter Bahnhofsviertel der städtischen Straßenstrich-Sperrgebietsverordnung.

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#11

Beitrag von floggy »

Hallo Lucille, ich war gerade auf BesD drauf, der letzte TAMPEP Bericht ist von 2015 und es geht hauptsächlich um Entkriminalisierung und Migrationshindernisse. Auf TAMPEP gibt es den Bericht von 2019 an CEDAW (Englisch), und es geht wieder (nur) um Migration und Trafficking. Sollte man den Katalog nicht erweitern? Promotion of Rights and Health and Prosperity? Mit dieser Fixierung auf Migration und Menschelhandel dreht man sich doch ewig im Kreis, denn kein US Amerikaner wird als Migrant betrachtet werden, wenn er von der Ostküste zur Westküste wechselt? Und eine Frau aus einer 800 Kilometer entfernten Stadt, die in München Monat für Monat sagenhafte 6.000 € Zimmermiete erarbeitet, sollte eigentlich nicht arm genannt werden müssen, auch wenn ihr nach 40 Schäferstündchen noch kein Cent bleibt? Warum sind Rotlichtimmobilien so teuer? Damit nicht noch mehr Migrantinnen kommen? Kann es auch sein, daß die Auswirkungen des ProstSchG auf den Verdienst noch nicht untersucht wurden? Das Sterben der kleinen Betriebe geht doch zu Lasten der (konkurrenzärmeren) Verdienstmöglichkeiten und führt zu Ungleichgewichten bei Miete und Lohn? Darf ich noch die Frage an Dich richten, ob es eine (neuere) Untersuchung der Verdienstmöglichkeiten gibt? Die Zwangsregistrierung trägt sicherlich nicht dazu bei, eine Hellfeldstudie hinzubekommen. Die Themen, die gute Verdienstmöglichkeiten für 80% der Sex Workers in Deutschland negativ beeinflussen, wollen doch nicht enden? Auf TAMPEP läuft aktuell im Banner die Laufschrift Migration Diversity Health Sex Work. Diversity betont die Anerkennung und Wertschâtzung unabhängig von Gruppen- und individuellen Merkmalen. Finde ich jedenfalls sehr zeitgemäß. Danke, daß ich Dir schreiben durfte, was mich so umtreibt. Alles Gute und viel Erfolg bei der Verbandsarbeit.
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