::: Sicherheit und Qualität der SERVICES für Sexworker :::

Hier werden die Sicherheitsmaßnahmen für SexarbeiterInnen gesammelt, welche später auf unserer Webseite veröffentlicht werden. Wer Tipps zum Thema hat, oder Links kennt, bitte hier posten!
KonTom
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#21

Beitrag von KonTom » 2010-02-12, 09:18

Nun, das Sophie oder andere Institutionen die Gesellschaft ändern können,
darf man wahrhaft nicht erwarten. Aber was sie für Sexworker/innen tun ist meiner Meinung nach beachtenswert und sehr gut!

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#22

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-02-12, 09:56

Auch unser Sozialsystem ist gut.

Aber möglicherweise nicht gut genug. Das war die Aussage.

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Wie ein ungeliebtes Kind?

#23

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-02-19, 00:52

Wo siedelt man eine Beratungseinrichtung für Sexworker an?
Beispiel Salzburg:

Einrichtung gesucht
Prostituierten-Beratung wird hin und her geschoben



18.02.2010

Seit über einem Jahr hat die Aidshilfe Salzburg Frauen, die aus dem Rotlichtmilieu aussteigen wollen, mit Beratungen geholfen, in ein Leben ohne Prostitution zurückzufinden.

Zurzeit ist das in Salzburg aber schwierig, weil die Beratungsstelle von einer Institution zur nächsten geschoben wird.

Bis vor kurzem war die Aidshilfe Salzburg für diese Beratungen zuständig. Noch am 27. Jänner hatte Geschäftsführerin Maritta Teufl-Bruckbauer im "Stadtblatt" positive Bilanz über das Projekt gezogen, das in den nächsten Monaten hätte ausgebaut werden sollen. Durchschnittlich nahmen fünf Prostituierte pro Tag die Beratung in Anspruch.

Vor etwa zwei Wochen wurde ihr dann völlig unangekündigt mitgeteilt, dass sie das Projekt nicht mehr fortsetzen könne. Als Grund nannte das Frauenbüro der Stadt, dass man dieses Projekt näher an eine Frauen-Organisation angliedern wolle. Unfreiwillig musste die Aidshilfe das Projekt an das Frauenbüro übergeben.


Nicht genug Räumlichkeiten

Dagmar Stranzinger, Chefin des Frauenbüros, nannte weitere Gründe:
- Die Beratung sei der Aidshilfe entzogen worden, weil diese nicht genügend zusätzliche Räumlichkeiten gehabt hätte.

- Außerdem hätten die Prostituierten Scheu gehabt, zur Aidshilfe zu gehen.


Neue Einrichtung gesucht

"Es ist wichtig, einen eigenen Platz für diese Frauen zu schaffen", so Stranzinger. Daher soll nun in den kommenden Wochen wiederum ein neue Einrichtung gefunden werden, wo die Beratungsstelle für Prostituierte angesiedelt werden soll. Konkret wird an eine Institution gedacht, die Frauen bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt.

In der kommenden Woche wird sich der Sozialausschuss des Gemeinderates damit befassen.

http://www.krone.at/krone/S155/object_id__185908/hxcms/





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Wenn Sexworker es selbst machen

#24

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-03-01, 16:15

Vorbild warum Peer-Education so ganz anders ist:

Herpes (HSV) und (male) sex work

Sexworker und Aktivist Mariko Pasion, California:
Even hot sexy people have it



http://www.facebook.com/notes/mariko-pa ... 7092934166


Das liest sich doch mal ganz anders, als all die gutgemeinten Infos, die uns sonst so erreichen ...





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Aus Australien:

#25

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-03-06, 11:29

Beispiel für ein m.E. gelungenes Aufklärungsplakat
welches Sexworker anspricht




Clamydia-Fachdetails im Sexworker Gesundheits-Forum:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewforum.php?f=3

Studie über Defizite der Angebote für Sexworker in D:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 4416#64416

Leitbild-Entwurf: Angebote für Sexworker:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 7608#47608




_________________





Studie zur Helferindustrie:

Warum Hilfsangebote nicht angenommen werden



http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 7651#77651





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Befragung der Klienten

#26

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-03-20, 11:46

Unser domainnamen-verwandtes Hilfsprojekt in Australien:


RhED
Resoucing Health & Education in the Sex Industry

www.sexworker.org.au



will seine Dienstleistungen für Sexworker verbessern
und hat daher folgenden beachtenswerten Fragebogen ins Netz gestellt:

http://www.surveymonkey.com/s/DP7RVZF





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EUweiter Notruf?

#27

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-04-01, 12:55

Studie über europäische Hotline für Opfer von Menschenhandel


La Strada International (LSI) wurde im November 2009 von der europäischen Kommission beauftragt, eine Studie über die Durchführbarkeit einer europaweit einheitlichen Hotline sowie
eine Beurteilung der bereits bestehenden Hotlines durchzuführen. Die Studie wurde von dem Sozialwissenschaftlichen FrauenForschungsInstitut Freiburg in Zusammenarbeit mit Mike Dottridge und Marjan Wijers und La Strada International durchgeführt. Im LSI-newsletter 15 wird berichtet, dass die Ergebnisse im Oktober 2009 der Kommission vorgestellt wurden.

Festgestellt wurde, dass die Situationen bzgl. der Hotlines in den 27 Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich und daher schwer zu vergleichen seien.

Zudem gebe es nur wenige Daten und nur ein kleiner Prozentsatz der AnruferInnen würde wirklich Opfer von Menschenhandel sein.

Es sei derzeit kein klar erkennbarer Bedarf für eine europaweite Hotline auszumachen.

Die Studie weist zudem auf die Notwendigkeit weiterer Erhebungen hin und darauf, dass grundlegende Bedingungen garantiert, einheitliche Minimumstandards entwickelt und die Kooperation zwischen den Beratungsstellen vertieft werden müsste.

http://www.lastradainternational.org/do ... _15_09.pdf





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SW Positionspapier

#28

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-04-13, 03:05

So sind die Australischen Sexworker-Projekte selbstverwaltet organisiert.

Eine Rede der Sexarbeiterin Ellena Jeffreys auf einem Feministischen Kongress



Zum 21jährigen Bestehen des Dachverbandes
www.scarletAlliance.org.au


http://www.scarletalliance.org.au/issue ... erence2010
auch als pdf

Deutsch:
http://translate.google.de/translate?hl ... erence2010

Video:
viewtopic.php?p=85270#85270


Bild

Kobern für Sexworker-Rechte





Siehe auch das Konzept der "Affirmative Action = Sexworker-Selbstermächtigungs-Strategie (S³)"

Deutscher Text im Reader zur Fachtagung Prostitution 2009:
viewtopic.php?p=61768#61768





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Keine Hilfe für Sexworker-Projekte

#29

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-04-16, 15:42

Prostutionskontrolle über Fördergelder:


Verpflichtung zur Prostitutionsgegnerschaft

für alle Hilfsprojekte, die Förderung vom Amerikanischen Gesundheitssystem bekommen
(Department of Health and Human Services, HHS).



Hier wird erstmals über die Anti-Prostitution-Bürgschaft (anti prostitution pledge) incl. Video berichtet. Damals war kurz drauf Chef von USAID selbst als Freier von Massage-Escorts in einen Prostitutionsskandal gestürzt:
viewtopic.php?p=12925#12925



Jetzt gibt es einen überarbeiteten neuen Entwurf wo alles beim alten bleibt:
  • The final regulation requires organizations receiving Leadership Act HIV/AIDS funds from HHS (including the Centers for Disease Control, which is part of HHS) to agree, as a condition of receiving that funding, “that they are opposed to the practices of prostitution and sex trafficking because of the psychological and physical risks they pose for women, men, and children.” 75 Fed. Reg. 18,760, 18,763 (to be codified at 45 C.F.R. § 89.1).

http://www.bayswan.org/traffick/Memo_Ad ... -13-10.pdf

http://www.bayswan.org/traffick/Final_H ... -13-10.pdf





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#30

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-06-22, 16:40

Woran erkenne ich eine seriöse Hilfsorganisation?

http://www.mdr.de/fakt/440768-hintergrund-7429525.html


- Sind unter diesen teilweise finanziellen Kriterien schonmal die Sozialberatungsstellen für Sexworker verglichen worden?

- Wie könnte da Transparenz geschaffen werden?

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#31

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-07-19, 22:43

Ex US Präsident Bill Clinton habe heute auf der int. AIDS-Konferenz in Wien die Hilfsorganisationen scharf kritisiert:
  • Hilfsorganisationen gäben viel Geld für ihre Reisen z.B. in Krisenregionen aus, anstatt den betroffenen Minderheiten direkt zu helfen.
[ARD Tagesthemen]


IAC 2010 Vienna:
viewtopic.php?t=1497&start=32

Problem von Betroffenenselbstorganisation:
viewtopic.php?p=83939#83939

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#32

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-07-31, 03:02

Fachbroschüre der DAH / Deutsche AIDS Hilfe:

Prostitution, Prävention und Gesundheitsförderung
Teil 2: Frauen
Band 45



Primärprävention im Bereich weibliche Sexworker

Ziel/Zielgruppe: das Bewusstsein für die besonderen Belange, Probleme und Bedürfnisse von Frauen in der Prostitution zu schärfen - bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Aidshilfen und anderen Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen


http://www.aidshilfe.de/de/shop/prostit ... en-band-45

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In AU werden SW bevorzugt eingestellt

#33

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-07-31, 03:53

Mustergültige Stellenausschreibung für ein Sexworker-Hilfsprojekt

Vorbild Australien


  • KEY SELECTION CRITERIA (Qualifications, Experience, Skills and Abilities):
    Essential
    1. Sex work experience ...

    Scarlet Alliance: MISSION STATEMENT ...


SCARLET ALLIANCE - APPLICATION KIT
Migration Project Officer:
www.scarletAlliance.org.au/library/mpm_pd2010/
(pdf-download, Dateiname später auf .pdf korrigieren)

www.scarletAlliance.org.au
Australische Sexworker-Dachorganisation gefördert vom Gesundheitsministerium so wie bei und z.B. die Deutsche Aidshilfe und BZgA...





Beispiele für 'schlechte' Stellenangebote, wo z.B. akademisch-geprüfte Sozialwissenschaftler bevorzugt werden und damit automatisch Sexworker und ihr Wissen ausgebotet werden. Sexworker werden systematisch exkludiert, dieses in einen nachhaltigen Aufbau eines mit öffentlichen Mitteln und Stellen geförderten, professionellen Kompetenznetzwerk einbringen zu können:
Hydra/Berlin, Roxanne/Koblenz...
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=50125#50125 ff.
Madonna/Bochum
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=94973#94973
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=100881#100881





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Harm Reduction

#34

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-08-06, 23:27

[youtube][/youtube]

The above video and supplementary documents are designed to spark discussion and create inspiration for looking at the ways that peer-led groups providing support and services to sex workers in their communities can collaborate with harm reduction agencies.

The materials were developed by a group of sex workers and allies during the Speak Up! media training, the second annual workshop by Sex Work Awareness.

We were motivated to produce this project because we know that the sex work and harm reduction communities overlap in many ways, and we see a lot of value in making an effort to work together. Some of the producers of this project also work in harm reduction or have received harm reduction services. Beyond being allied communities, we acknowledge that many sex workers are also injection drug users, including users of controlled substances and transgender women and men who inject hormones.

Throughout the United States, both sex workers and intravenous drug users are targeted with similarly discriminatory laws that create harm in our communities instead of giving us better opportunities to reduce risks and lead more healthful lives. For example, in many states, police can use possession of condoms as evidence of prostitution, similarly possession of syringes are used as evidence of illegal drug possession. Because of these types of commonalities, we have created a short public service announcement video and a packet of materials that we hope will further dialogue among our communities.

The phrase "nothing about us without us," was coined by disability rights activists in South Africa in 1993.

For more information and to download materials, please visit
http://sexworkAwareness.org



Harm Reduction Conferences Statements:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopi ... 9712#19712 ff.

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Wien

#35

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-08-11, 18:54

SOPHIE - BildungsRaum für Prostituierte Wien und
Libida-Sexualbegleitung Graz
mit Preis "SozialMarie 2010" ausgezeichnet



Der niederschwellige, anonyme, muttersprachliche und akzeptierende Ansatz der Beratungseinrichtung SOPHIE - BildungsRaum für aktive und ehemalige Sexarbeiterinnen überzeugte die Jury der Unruhe Privatstiftung in Wien.


Bild

Eva von Rahden (mitte, Leiterin SOPHIE, neben Petra Redeschnig und Sepp Schmidt von der Jury) empfing einen SozialMarie Preis 2010 im Wert von 1.000 Euro.


Walter Kiss, Geschäftsführer der Volkshilfe Wien zu der SOPHIE gehört, sagte anlässlich der Preisverleihung: “Die Volkshilfe Wien setzt sich seit Jahren dafür ein, für diese Zielgruppe ein Angebot zu setzen. Daher freut es uns umso mehr, dass unser Engagement nun ausgezeichnet wurde.”

www.sophie.or.at - www.volkshilfe-wien.at





Bild

Einen Preis in Höhe von 1.000 Euro erhielt auch Libida-Sexualbegleitung mit Dr. Doris Krottmayer (Mitte).

www.libida-sexualbegleitung.at - SexualbegleiterInnen-Vertrag (pdf) - www.alphanova.at GmbH Graz





Preise wurde an 15 Projekte und Initiativen vergeben im Gesamtwert von 42.000 Euro.

www.sozialmarie.org - www.unruheStiftung.org - www.ziel.at Investment GmbH Wien


Wir gratulieren.




___
Preisverleihungen Sex Industrie:
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1608

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Finanzbetrug

#36

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-08-30, 19:21

Gekaufte Hilfsorganisationen in Afrika?

Finanzskandal mit 130.000 Betrugsopfer durch kriminelles Schneeballsystem welches Hilfsorganisationen finanzierte:


"Anlagegesellschaft ICC Services. Das Unternehmen aus Benin versprach seinen Kunden, dass deren Anlage ordentlich wachsen würde: in drei Monaten um knapp die Hälfte. Gleichzeitig machte sich ICC einen Namen als Wohltäter. Die Firma finanzierte Kranken- und Waisenhäuser, spendete christlichen Gruppen."


http://www.tagesschau.de/wirtschaft/iccbetrug100.html


Fall der die Verbindung von Finanzindustrie und Helferindustrie aufzeigt.

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Fachbuch

#37

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-09-07, 00:27

Lebensweisenakzeptanz (WHO) - Vulnerabilitäten - Empowerment - Subkultur-Selbstorganisation - community involvement - Selbsthilfe - Social Justice & Human Rights - Behavioural Change - Safer Sex & sexuelle Gesundheit - Tests & Treatment - Risikomanagement - Stigmamanagement ...

Was ist und wie funktioniert "Stukturelle Prävention"?



Eine Fachveröffentlichung der Deutschen AIDS-Hilfe.

Der Begriff "Strukturelle Prävention" wurde vor 20 Jahren von Dr. Hans Peter Hausschild inzwischen verstorbenen langjährien Vorstand der DAH geprägt. Es bezeichnet seither das Fundament der Arbeit der AIDS-Hilfen. Genauso ist es für Sexworker und die Sexworker Community bedeutsam, die stets eng mit der DAH zusammengearbeitet haben und von ihr gefördert wurden (z.B. Hurenkongresse, Fortbildungen, Kampagnen).

Der Begriff der Verhältnisprävention kennzeichnet die Gegenstrategie gegen die zu Zeiten der AIDS-Hysterie aufkeimende Politik von Internierungen von Prostituierten und Positiven ...

Dieses Sexworker Forum als virtueller und nichtvirtueller SW Berufsverband ist die modernste Form und Realisierung dieses universellen Ansatzes. Deswegen wird hier im Forum auch jedeR gebraucht und ist herzlich eingeladen dieses Web2.0-Projekt auch weiterhin gemeinsam fortzuentwickeln...





Homepage des Buches:
http://aidshilfe.de/de/aktuelles/meldun ... au-ist-das

direkter download:
http://www.aidshilfe.de/sites/default/f ... derung.pdf
(2 MB, 370 Seiten)





darin:

Neuere Erkenntnisse und Ansatzpunkte für eine strukturelle Prävention für und mit MSM Sexarbeitern in der Schweiz. Nationale Studie „Male Sexworker, Freier und Safer Sex“. (Re-)framing stärkt das HIV-Schutzverhalten (professionelle Sexarbeit) oder schwächt es (private Sexualität) weil intimere und evt. unsafe Skripte zugelassen werden (Verhandlungsethik statt sicheres einseitig gesetztes Berufsethos).
Daniel Gredig und Andreas Pfister

Subway – ein Projekt für junge männliche Prostituierte in Berlin. Und das AKSD-Projekt von 2006 www.info4escorts.de = www.info4taschengeldjungs.de mit Forum www.info4escorts.de/forum/ (Seit Jan07 188 Beiträge)
Markus Klein

Präventionsarbeit mit Sextouristen am Beispiel KARO e. V.
„Gentlemen-Projekt“ im 2. Halbjahr 2004 mit Vollzeitstelle (17 Streetworkeinsätze erreichte 140 Sextouristen = Prostitutionskunden, 32 Beratungstermine, 72 Telefonberatungen, Flyer und Stammtisch in Cheb). Freier sollten an der deutsch-tschechischen Grenze sensibilisiert über Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern in Bordellen eine „Wächterrolle“ und Verantwortung übernehmen, um so zur Verbesserung der Situation von Prostituierten beizutragen. Anonyme Internetberatung ist für die Zukunft geplant.
Cathrin Schauer





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Datenschutzpanne?

#38

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-09-07, 01:37

Das oben angegebene Internetportal des AKSD arbeitet ebenso wie z.B. die Prostituiertenberatungsstelle Tamara mit Beranet, einem professionellen Internet-Anbieter für online Beratung.


Was haltet ihr von dieser Seite:
https://www.beranet.de/extern/start/det ... &show=2329


Ist das eine Klienten-Akte, die nicht im offenen Internet aufscheinen sollte?

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#39

Beitrag von Zwerg » 2010-09-07, 02:39

@marc

Ich sehe nicht wirklich den positiven Unterschied zu unserem jetzigen System - hier gehen die Daten nur an uns - dort werden sie über eine Fremdfirma gespielt, die immer Zugriff darauf hat.

Die Kosten sind nicht gerade gering:

https://www.beranet.de/beranet2007/arti ... 0000100005

Und das diese Daten offen stehen kann nur ein Fehler sein - der nie passieren darf!

Zum Dokumentieren der laufenden Fälle vielleicht ein Gedanke - aber leicht selbst umsetzbar. Die Templates sind grausam - und die Geschichte bzgl. Datenschutz ist zwar interessant, aber mehr wie https haben die nicht zu bieten - ginge auch bei uns - macht das Ding aber langsam

liebe Grüße

christian

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#40

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-09-08, 14:06

Der zuständige Mitarbeiter der Jungs-Beratungsstelle in Berlin hat mir gemailed jetzt haben sie die Datei aus dem öffentlichen Internet-Bereich des Beranet.de-Angebotes für ihre Chat-Beratung entfernt.

Es war eine interne Sozialarbeiter-Akte über einen Klienten, die wohl ein halbes Jahr offen im Netz stand bzw. ein halbes Jahr an Einzelfall-Sozialbetreuung dokumentiert.

Dieser Skandal zeigt was für Pannen bei Beratung und/oder Internet passieren können und wie vorsichtig Sexworker oder Hilfesuchende sein müssen, wenn sie institutionalisierte Hilfedienstleistungen in Anspruch nehmen wollen. Deswegen ist STI-Beratung, Sexualberatung oder Sexworker-Beratung im Sexworker Forum auch per anonymer postings möglich.

Wie man aus dem wenig besuchten Forum info4escorts.de/forum/ auch lesen kann, sind die Jungs, Stricher bzw. Sexworker die vermutlich teilweise Broken-Home-Erfahrungen oder Heimkarrieren hinter sich haben diesbezüglich allerdings bereits sehr desillusioniert, ängstlich aber gleichzeitig auch wachsam und extrem vorsichtig.

Das begründet wohl auch, warum das Forum letztlich bisher nicht angenommen wurde. Möglicherweise trifft das genauso auf unser Sexworker Forum zu, dass wir nämlich nicht von Sexworkern übermäßig in Anspruch genommen werden und es sich die wenigsten leisten wollen, hier ihre Gedanken oder Fragen während eines längeren Zeitraum dann für immer verewigt zu finden.

Wir sollten uns gemeinsam Gedanken zu solchen strukturellen Fragen von Vernetzung, Beratung und Community Building machen. Deswegen habe ich das hier auch gepostet. Mir ging es diesmal nicht um Kosten ;-) sondern zu dokumentieren was andere machen, damit unser Forum und Sexworker-Berufsnetz besser werden kann ...
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