Kundenwerbung

Wieviel Werbung ist nötig? Welche Strategien wirken und welche erzielen einen gegenteiligen Effekt? Positiv- und Negativ-Beispiele, Tips und Tricks und eine offene Diskussion mit denen, um die es geht: den Kunden - hier ist der Platz dafür.
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Tommy
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Kundenwerbung

#1

Beitrag von Tommy »

Mir ist aufgefallen, dass es bislang keine Rubrik für Themen gibt, die den Job der SexarbeiterIn unmittelbar berühren, d.h. ihren Geschäftsalltag, die damit verbundenen An- und Herausforderungen, sowie etwaige Problemstellungen.

Deshalb poste ich diesen Thread provisorisch zunächst an dieser Stelle und eröffne ihn mit einem für jede Branche gleichermaßen wichtigen Thema, - jenem der Kundenwerbung.

Dass auch die Ware "Sex" sich ohne gezielte Werbung nicht so gut verkaufen lässt wie anno dazumal, liegt nicht etwa an zunehmender Sexmüdigkeit der Männer, sondern an dem nahezu unüberschaubaren Angebot, sowie den hinzu gekommenen Alternativen, von denen die Kundschaft vermehrt Gebrauch macht.

Nachdem das horizontale Gewerbe sich von den vorübergehenden Einbrüchen einigermaßen erholt hat, welche die "Lustseuche" AIDS und diverse Schikanen der Gesetzesnovellen nach sich zogen, ist einerseits das Angebot größer, aber auch vielfältiger denn je und kommt den Sexarbeiterinnen nun zusätzlich eine Finanzpolitik in die Quere, die sich mit dem hehren Ziel der Budgetkonsolidierung schmückt (in Wahrheit aber nur die Löcher stopfen soll, die eine unglückliche EU-Politik in die staatlichen Säckel reisst) und welche die Zahlungskraft des Volkes beträchtlich schmälert.

Die Sexarbeiterin sieht sich mit wachsender Konkurrenz von Seiten der Agenturen, der Go-go-Bars und Peep-Shows, des Telefonsex, der (illegalen) Migrantinnen aber auch mit den Verlockungen des Internet konfrontiert. Man hält es kaum für möglich, aber virtuelle Reize haben offenbar ausreichend Sexibil, um eine ansehnliche Menge verhinderter Nachtschwärmer vor den Bildschirm zu bannen.

Mehr oder weniger aggressive Werbung ist somit ein absolutes Muss, und zwar in weitaus höherem Maße als noch vor wenigen Jahren. Das betrifft nicht ausschliesslich das Sex-Business, klar.
Aber die Umsätze der Sex-Branche gelten seit jeher als ein direktes Maß für die Kaufkraft - und je geringer diese ist, umso mehr rückt käuflicher Sex in die Kategorie Luxusartikel - und umso intensiverer Bewerbung bedarf es, um die Ware Sex lukrativ zu vermarkten.

Wo für ein Produkt XY kein Markt vorhanden ist, schafft man diesen mittels gezielter Werbung, die geeignet ist, Bedarf zu wecken. Solcherart veranlasst man z.B. einen Eskimo zum Kauf eines Kühlschranks. :002
Dieses Problem hat das Sex-Business jedoch nicht, denn das Bedürfnis nach Sex ist ubiquitär und immerzu vorhanden.
Die Kardinalfrage lautet also : Was macht gute Werbung im Sex-Business eigentlich aus ?

Dies soll zunächst an Hand eines Beispiels erörtert werden, wie zweckdienliche Werbung keinesfalls aussehen sollte :

Hallo du, ich bin die geile Resi, blond, vollbusig, lange Beine, knackiger Po. In meinem diskreten Liebesnest gibt's Verwöhnprogramm vom Feinsten in angenehmer, ungezwungener Atmosphäre : GV, 69, NF, GR, SM, NS und wenn's unbedingt sein muss auch KV. Ich bin eine zärtliche Geliebte, gesund und gepflegt, und suchst du eine strenge Herrin, dann bin ich das einzig Wahre auf der Welt. Komm doch vorbei auf ein unverbindliches Gespräch an der Adresse soundso.., ich bin schon ganz feucht, Bussi und bis bald, deine Resi.

Nach dem 174. Inserat dieser oder ähnlicher Art ist der Leser entweder fest entschlummert :015 oder er sucht sein Lendenheil in einer der 0900er Nummern, ...ganz klar! Das ist Anti-Werbung in Reinkultur.

1. Was ohnehin vorausgesetzt wird, bedarf keiner sonderlichen Erwähnung : Gesundheit, Sauberkeit, Diskretion, Ungezwungenheit etc. sollten selbstverständlich sein.
2. Die Fabel vom Eier legenden Wollmilchschwein ist, wie andere Märchen auch, einigermaßen unglaubwürdig. Die gnadenlose Domina und versaute Schlampe wird man(n) der zärtlichen Geliebten nicht so recht abnehmen. Weniger ist da oft mehr.
3. Der übliche Buchstaben-Katalog, der über das à la carte - Programm informieren soll, ist nicht sehr dazu angetan, Frühlingsgefühle zu entfachen. Besagte Kürzel sind insbesondere dort ein Greuel, wo ausreichend Platz für detailliertere Formulierungen bestünde, wie etwa in Schaltungen unter 6news.at (sexmagazin) und ähnlichen. Sie erwecken darüber hinaus den Eindruck von Fantasielosigkeit und Desinteresse.
4. Letzteres gilt auch für abgedroschene Floskeln, wie das schon ewig strapazierte "Verwöhnprogramm" und erst recht die vom "unverbindlichen Gespräch".

Leere Worthülsen haben in Inseraten ebensowenig verloren, wie sämtliche Dinge und Formulierungen, die man sowieso von überallher kennt. Beides ist pure Platzverschwendung, ebensogut könnte frau das solcherart investierte Geld im Kamin verheizen.

Genauso, wenn nicht noch mehr, trifft dies auf Abbildungen zu.
Ihr Mädchen begeht hier fast alle einen schwerwiegenden Fehler :
Ihr geht stets davon aus, dass jene Fotos von Euch, die Euch selbst am besten gefallen, auch jene seien, von denen sich Männer am meisten angesprochen fühlen müssten. En contraire! In 95 von 100 Fällen ist dem nicht so. Tut Euch selbst einen Gefallen und zeigt die Fotos, die Ihr demnächst ins Inserat bzw. auf Eure Werbeseite zu stellen beabsichtigt, zuvor einigen von Euren Gästen und entscheidet erst, nachdem sich eine deutliche Tendenz zugunsten bestimmter Aufnahmen erkennen lässt. Das ist eminent wichtig, denn für das Augentier Mann ist Euer Bild das wesentlichste Entscheidungskriterium überhaupt.
Hier ist überdies ein Punkt, wo Ihr einiges Geld sparen könnt :
Eure Fotos müssen keineswegs die Handschrift eines Profis tragen.
Viel wichtiger als beleuchtungstechnische Exzellenz und sonstige
Detailverliebtheiten ist die bildliche Konzentration auf das Wesentliche : Es macht wenig Sinn, wenn Ihr z.B. auf 3 von 4 Fotos mit Eurer eher mittelmässigen Oberweite zu beeindrucken sucht, wenn Ihr mit Euren Beinen tausende Fußfetischisten in den Wahnsinn - und somit in Euer Gehege treiben könntet. :002
Das geschickte, im Idealfall manipulative Ansprechen einer bestimmten Zielgruppe bringt in den meisten Fällen mehr, als die vermeintliche "Breitbandwirkung" von 0815-Fotos.
Jemand, der Eure Vorzüge kennt und schätzt und der mit einer herkömmlichen Knips-Kamera halbwegs umzugehen versteht, kann Euch u.U. wesentlich effektiver und vorteilhafter in Szene setzen, als die ewig gleichen, faden Prestige-Bilder gewisser Szene-Fotografen.
Unprofessionell scheinende Fotos wirken paradoxerweise auf viele Männer erotischer, als so manche im Studio erwirkte Perfektion in Hochglanz.

Bildaussagen müssen selbstverständlich das im Text Gesagte unterstreichen und ergänzen, sowohl was das Outfit der Lady, als auch deren Mimik und Ausstrahlung anbelangt. Will frau z.B. als geiles, tabuloses Luder durchgehen, dann muss sie dieses auch visuell verkörpern.

Bestimmte Klischeevorstellungen haben ausgedient, desgleichen die dazugehörigen einschlägigen Floskeln, die vor allem im "strengen" Bereich oft mehr lächerlich als ernstzunehmend wirken. Speziell die hier angesprochene Klientel setzt auf Fantasie und Individualität der Gastgeberin. Fetische, Rollenspiele und körperbezogene Dominanz lösen mehr und mehr die althergebrachten Rituale in Lack und Leder ab. Die ausschliesslich peitschenschwingende Domina hat wohl noch ihre Gefolgschaft, aber ihresgleichen findet es zunehmend schwerer, sich hier langfristig zu behaupten. Flexibilität ist angesagt, auch und ganz besonders was Gestaltung und Inhalte von Inseraten betrifft.

Und nun zu einigen no no's :018 in der Sex-Werbung :

1. Zuallererst sei hier das leidige Abkupfern genannt.
Nicht nur dem Mitbewerb ist es ein Dorn im Auge, die höchstselbst kreierten Texte an anderer Stelle Wort für Wort übernommen zu sehen, sondern auch der mit marginalem Erinnerungsvermögen ausgestattete Leser empfindet das Kopieren von Text- und Bildideen unziemlich und schlichtweg billig. Was ist wohl von einer Adresse zu erwarten, die mit dem rechtlichen Eigentum (jawohl, als solches gelten Werbetexte!) anderer Leute hausieren geht ??? :002
Fazit : Nein danke!

2. Die Leserschaft für grenzdebil zu halten, indem man ihr Fotos aus dem Jahre Schnee unbeirrt als "neu" verkaufen möchte, kann man letztlich nur als umsatzfeindliches Verhalten ansehen. Wer schon bei der Werbung schmähtandelt, hat sonst wohl auch kein Übermaß an Ehrlichkeit zu bieten.
Fazit : Nein danke!

3. Fake- bzw. beliebige freie oder geklaute Fotos aus dem Netz als "Originalaufnahmen" ins Inserat zu stellen, ist Irreführung und daher im Sinne betrügerischen Handelns zu werten. Der Kunde hat ein Anrecht darauf, sich ein unverfälschtes Bild davon machen zu können, wofür er ggf. zu bezahlen bereit ist. Insbesondere bei Escort-Agenturen ist diese Unsitte weit verbreitet. Falls betreffende Dame es ablehnt, Fotos von sich auf die Seite stellen zu lassen und statt dessen ein bildlicher "Ersatz" herhalten muss, sollte darauf hingewiesen werden müssen. Glücklicherweise weiß der halbwegs geschulte Blick Originalaufnahmen von Fakes wohl zu unterscheiden. Der Oberschmäh, dass Fakes schliesslich auch Originalaufnahmen seien, macht die G'schichte eher trauriger, als daran irgendwas zu beschönigen.
Fazit : Nein danke!

4. Falsche Angaben in Werbetexten im Sinne von angebotenen Leistungen, die nicht tatsächlich erbracht werden, fallen ebenfalls in die Kategorie Betrug. Frau zählt zuweilen darauf, dass man(n) sicher da bleibt, wenn man(n) schon mal hier ist, von wegen "spitz wie Lumpi" oder so...
Wenn man(n) dann in medias res erfährt, dass das gewünschte Spiel, wenn überhaupt, nur gegen nahezu 100% Aufpreis zu haben sei, steht es frei, das Feld zu räumen oder gute Miene zum bösen Spiel zu machen oder bei uneinsichtigem Verhalten vom Strizzi ein's oder auch mehr auf die Rübe zu kriegen.
Und dann wundert sich manche Zunftgenossin über aufgestochene Reifen oder Buttersäure oder vergiftete Köter oder sonstige "kleine" Unannehmlichkeiten. :rolleyes
Sollte selbstlimitierend sein, sagt der Hausverstand. Die Praxis spricht leider dagegen...
Fazit : Nein danke!

Ich könnte fortsetzen, aber der montägliche Alltag ruft, also lasse ich's damit vorerst bewenden...

LG, Tommy

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Elisabeth
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#2

Beitrag von Elisabeth »

Hallo Tommy,

vielen Dank für diesen Beitrag. Am Wochenende hab ich noch überlegt, wie man so einen Bereich nennen könnte, weil ich die Idee auch hatte und heute schau ich rein und du hast mir schon wieder die Arbeit abgenommen ;-)

Ich habe jetzt einen neuen Bereich "Kundenwerbung in der Sexarbeit" erstellt und diesen Beitrag dorthin verschoben.

Jetzt mein Beitrag:
Ich bin kein Mann, ich kann lediglich versuchen, mich in einen solchen hineinzuversetzen. Und dann spielt da noch mein Anspruch auf Ästhetik und mein Pefektionismus mit, also filtert das für euch raus, was für euch machbar bzw. nachvollziehbar ist:

1) Der Gesichtsausdruck
Wenn Alex und ich durch die Printmedien und das Internet streifen auf der Suche nach Sexworkern, die Interesse an einer Website oder Fotos haben könnten, stolpern wir immer wieder über Fotos von Frauen, denen man ansieht, dass sie ihren Job nicht nur nicht lieben, sondern das ganze einfach furchtbar finden. Angefangen beim absolut neutralen Gesichtsausdruck, der fad wirkt bis zu dem angewiedert/gelangweilten Ausdruck, der eher zu einer Domina in Action passen müßte und dann noch der "komm-mir-nicht-zu-nah"-Gesichtsausdruck, der gar nicht geschäftsfördernd wirken kann.
Ich seh ein, dass, wenn man einen schlechten Tag hatte, das Lächeln oder zumindest freundlich oder geil dreinschauen unmöglich sein kann. Aber muss man so ein Foto dann Monate- ja Jahrelang abdrucken lassen? Ich fühl mich davon jedenfalls nicht sehr angezogen.

2) Websites, die alle Todsünden vereinen:
Gegen eine selbstgemachte Homepage kann keiner was einwenden. Meist sind die dann schon ein bisserl älter und zeigen einen interessanten Einblick in das, was vor ein paar Jahren im Webdesign "in" war. Also viele lustige, sich bewegende Bildchen, knallbunte Hintergründe, dank derer man den Text nur lesen kann, wenn man ihn markiert oder farbenblind ist. Links, die ins Nirvana führen (wohl eher bei Buddhisten angesagt) und sogenannte "Sackgassen", also Seiten, die keine weiteren Links enthalten, um weiter zu kommen. Schlechte bis nicht funktionierende Navigation, unglaublich geschmacklose Farbkombinationen und ellenlange Texte, die sich sicher kein Mann durchliest, dem das Blut vom Gehirn abgewandert ist und der eigentlich möglichst bald Erleichterung möchte. Das ist nur ein Auszug der Sünden, die auf leider sehr vielen Seiten zu finden sind.
Mein Eindruck: Wenn eine Webseite mehrere dieser Sünden vereint (was nur zu oft der Fall ist), wirkt sie unprofessionell und schlimmer: abschreckend. Meiner Meinung nach sollte man dieses Medium voll ausnützen, denn es bietet so viele Möglichkeiten. Und man sollte sich auf der Website zumindest wohl fühlen und gerne wieder kommen. Das könnte auch gut für's Geschäft sein.

Alles Liebe,
Lisa
Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

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Alexander
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#3

Beitrag von Alexander »

Hallo!

Alos ich kann Tommy und Lisa nur Recht geben.Was da in so manchen Inserate in Printmedien steht ist ja echt schlimm und nach dem dritten aber spätestens nach dem siebten Inserat klingt eh alles gleich.

Es stimmt zwar das man Geld sparen kann wenn man Fotos nicht im Fotostudio machen lässt. Aber man will sich doch auch ins richtige Licht rücken,oder?
Die Idee das man seinen Gästen die Fotos vorher zur Ansicht gibt ist gut.

Das Fakefotos in einem Inserat einer Sexworkerin nichts zu suchen haben da sind wir uns glaub ich einig.
Wenn ich in einem Inserat ein Bild sehe wo es offensichtlich ist das es sich nicht um ein Originalfoto handelt dann denk ich mir WARUM wohl die Dame kein echtes Bild in ihr Inserat gibt.

Das man Texte von Kolleginnen kopiert kommt schon ziemlich oft vor. Sollte nicht da geb ich Dir Recht.

Das man falsche Angaben macht oder etwas verspricht das man dan nur gegen Aufpreis bekommt rächt sich spätestens wenn der Gast über einen Internetanschluss verfügt und eines der in einem anderen Thread angesprochenen Foren kennt. Denn dann ist die entsprechende Dame bald zum umdenken gezwungen.

Das wars mal vorerst von mir.

cu Alex

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Tommy
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#4

Beitrag von Tommy »

Elisabeth hat geschrieben:..und heute schau ich rein und du hast mir schon wieder die Arbeit abgenommen ;-)

Der Gesichtsausdruck
Angefangen beim absolut neutralen Gesichtsausdruck, der fad wirkt bis zu dem angewiedert/gelangweilten Ausdruck, der eher zu einer Domina in Action passen müßte und dann noch der "komm-mir-nicht-zu-nah"-Gesichtsausdruck, der gar nicht geschäftsfördernd wirken kann. Ich seh ein, dass, wenn man einen schlechten Tag hatte, das Lächeln oder zumindest freundlich oder geil dreinschauen unmöglich sein kann.

Links, die ins Nirvana führen ..Schlechte bis nicht funktionierende Navigation, unglaublich geschmacklose Farbkombinationen und ellenlange Texte, die sich sicher kein Mann durchliest..
Mein Eindruck: Wenn eine Webseite mehrere dieser Sünden vereint (was nur zu oft der Fall ist), wirkt sie unprofessionell und schlimmer: abschreckend.

Meiner Meinung nach sollte man dieses Medium voll ausnützen, denn es bietet so viele Möglichkeiten. Und man sollte sich auf der Website zumindest wohl fühlen und gerne wieder kommen. Das könnte auch gut für's Geschäft sein.
Liebe Elisabeth,

Naja, früher oder später musstest Du ja erkennen, dass ich ein zuvorkommender Zeitgenosse bin. :003

Ist aber bemerkenswert, dass wir wiederum die gleichen Überlegungen anstellten. Witzig!
Danke jedenfalls für die Eröffnung der neuen Rubrik, die ich allerdings thematisch weiter gefasst hätte. Das Thema Kundenwerbung würd' ich darin lediglich als eines unter etlichen noch folgenden sehen.
(Gottogott, ich red' schon wie die Gerda Rogers, - was die nicht alles "sehen würde" ! :rolleyes ).

Deinen Gedanken zur Sache stimme ich größtenteils zu, in einigen wenigen Punkten jedoch nicht oder nur eingeschränkt :

Ich für meinen Teil würde mir alles, nur keinen angewidert-gelangweilten Ausdruck im Gesicht einer domme wünschen, nicht am Foto und schon gar nicht in Wirklichkeit. Und schon gar keinen faden. Igitt!
Ein Beispiel für das erfrischende exakte Gegenteil ist m.E. Fetisch-Girl Andrea (Alina) auf der page www.bizarrschlampen.at.tf/
Ziemlich vulgär, die Seite, ja, man macht dort auch keinen Hehl daraus, aber welchen Esprit und welch animierende Geilheit versprüht das Lachen dieser Lady! Sie ist übrigens auch eine von denen, die mit Spass an der Freud' bei der Sache sind..und das sieht man ihr an. Nicht umsonst zieht die Seite mörderisch gut.

Der distanzierte "komm-mir-nicht-zu-nah" -Gesichtsausdruck ist da schon was anderes, aber der will gelernt sein, um einigermassen authentisch am Bild 'rüberzukommen!
Was ich persönlich jedoch "tödlich" finde, ist jenes pupperlhafte "bitte-recht-freundlich" - Grinsen manch inserierender Damen, insbesondere wenn deutlich wird, wie schwer dieses fällt. Da ist's weitaus vorteilhafter, sie gibt sich so wie sie sich gerade fühlt, oder verschiebt den Fototermin, denn durch inkongruente Körpersprache wird schonungslos jedes aufgesetzte Gegrinse als solches entlarvt.

Frau unterschätze nicht die männliche Feinfühligkeit für solch vermeintlich unwesentliche Details. Männer sehen sich Fotos sehr genau an, nur eben unter ganz anderen Gesichtspunkten als Ihr selbst! Es ist uns so was von wurscht, ob und wie die abgebildete Lady aufg'mascherlt und gestylt ist! Auch die Tatsache, dass sie etwa überdurchschnittlich attraktiv wirken mag, ist für den Erfolg des Inserates letztlich nicht ausschlaggebend. Körpersprache und Ausstrahlung sind es was eigentlich zählt! Der stimmige Gesamteindruck. Fotos können niemals alle, sollen aber ganz bestimmte Männer besonders ansprechen. Diese Gruppe heraus zu filtrieren, ist eine wichtige Zielsetzung. Hat frau dies erreicht, kann sie Fotos vergleichbar effektiv einsetzen, wie der Rattenfänger die Flöte.
Eine Lady, die keineswegs überdurchschnittlich gut aussieht, die aber sehr interessant und erotisch wirkt und durch deren Seite sich meines Wissens die Männerwelt stark angesprochen fühlt, ist die Polin Sonja : www.redsonja.at/

Männer lesen sich Texte sehr wohl genau durch, Elisabeth, auch wenn sie ellenlang sind. (..übrigens, was ist mit Ellena's Internetanschluss? Wann funzt die Sache endlich? Braucht sie eventuell Hilfe?) Vorausgesetzt natürlich, das Interesse ist geweckt.
Da ist es weitgehend unerheblich, wie unprofessionell die Page gemacht ist. Wesentlich ist allerdings schon, dass die Navigation nicht allzu mühsam ist und man nicht fast ein Trüffelschwein zum Auffinden diverser Inhalte benötigt. Männer können in Sachen Erotik erstaunliche Geduld und Beharrlichkeit entwickeln. :002

Im zuletzt zitierten Punkt gebe ich Dir voll und ganz Recht.
Wenn schon eine Internetpräsenz, wenn schon Geld in kostspielige Inserate investieren, dann unter Ausschöpfung aller zu Gebote stehenden Möglichkeiten und nach bestem Wissen und Gewissen!
Die Lady, der es hier offensichtlich an Einfallsreichtum mangelt oder die ihre Page sträflich vernachlässigt, stellt sich in den Augen des Betrachters kein gutes Zeugnis aus. Rückschlüsse auf etwaige Fantasielosigkeit und Desinteresse folgen auf dem Fuß, und das ist wohl nicht ganz im Sinne des Erfinders, denke ich.

LG, Tommy

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#5

Beitrag von lorelay »

ein schönes inserat fände ich:
launische, subtil dominante zicke sucht männer, die wissen, daß guter sex im kopf beginnt und im himmel endet!
simone
vielleicht probiere ich es einmal aus und teile meine erfahrungen mit euch!

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Tommy
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#6

Beitrag von Tommy »

Alexander hat geschrieben:Es stimmt zwar das man Geld sparen kann wenn man Fotos nicht im Fotostudio machen lässt. Aber man will sich doch auch ins richtige Licht rücken,oder?

Wenn ich in einem Inserat ein Bild sehe wo es offensichtlich ist das es sich nicht um ein Originalfoto handelt dann denk ich mir WARUM wohl die Dame kein echtes Bild in ihr Inserat gibt.

Das man falsche Angaben macht oder etwas verspricht das man dan nur gegen Aufpreis bekommt rächt sich spätestens wenn der Gast über einen Internetanschluss verfügt und eines der in einem anderen Thread angesprochenen Foren kennt. Denn dann ist die entsprechende Dame bald zum umdenken gezwungen.
Servus Alex,

Na, dass man von Dir auch wieder mal was hört..!? :002

Ins richtige bzw. rechte Licht rücken, ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit : "mit Studio-Blitzanlagen erschlagen" !
Und genau das passiert in der Regel dort, wo zahlreiche Mädels bevorzugt ihre Fotos anfertigen lassen (Namen sind Schall und Rauch.. :002 ). Von der Erotik bleiben da lediglich eine körperliche Hülle und etwas Textil, wodurch zumindest gewährleistet ist, dass man die Dame wiedererkennt, mit der man sich dann bettet, ..was unbestritten auch irgendwas wert sein mag,.. je nachdem.
Was jedoch im ureigensten Interesse der Mädchen liegen sollte, ist kein fotomanischer Ego-Trip, sondern Verführung!
Diesen Unterschied haben manche auch nach langen Jahren im Business immer noch nicht geschnallt.
Die klinisch sterile Ausbelichtung ihrer schnuckeligen solariumgetönten Bodys hat mit erotischer Fotografie etwa soviel gemein, wie Uhudler mit Cabernet Sauvignon.
Nix für ungut, Herr W., falls Sie dieses wider Erwarten zu lesen bekommen, aber sorry, so isses nun einmal.

Die Gründe für Fake-Fotos in Inseraten sind so mannigfaltig nicht,
im Wesentlichen sind es deren vier :

1. Manche Agenturen warten i.d.R. ab, bis mehrere neue Mädchen im Stall sind, bevor die Konsultation des Haus-und-Hof-Fotografen als lohnend erachtet wird. Somit brauchen sie meist die Gage für den Fotografen nicht vorzuschiessen und die Mädels dürfen brav selber brennen, zumindest einen Teil der Gage. Bis es soweit ist, werden zuweilen Fakes auf die Seite gestellt, die sodann gegen Originale ausgetauscht werden.
2. Das Mädel mag aus Diskretionsgründen nicht mit Bild inserieren (der verständlichste von allen Gründen). Nur "gesichtslose" Fotos zu zeigen, finden manche Agenturen schlimmer, als das Publikum mit Fakes abzuspeisen. Keine Ahnung, weshalb! Mir persönlich wären entzückende echte Rückansichten weitaus lieber, als falsche Lärvchen. Ist wohl Ansichtssache, darüber zu diskutieren fruchtet kaum.
3. Die Agentur verzichtet generell und spart sich und den Mädchen die Auslagen. Lieber die Kunden für deppert halten, als selber so blöd sein und Geld beim Fenster rausschmeissen!
4. Das Mädel ist dermaßen "unfotogen", dass man, der Befürchtung Rechnung tragend, sie nie und nimmer vermitteln zu können, besser gleich mit dem Fake Vorlieb nimmt. Ist natürlich kurzsichtig, denn wenn das gute Kind tatsächlich von so unvorteilhaftem Äusseren ist,
schickt sie jeder zweite Klient ad hoc zurück.

Nämliche Gründe gelten natürlich nicht nur für Agenturen. Auch Barbetriebe und ähnliche Etablissements lassen Fakes anstatt der wahren Belegschaft posieren. Hier vor allem deswegen, weil die Fluktuation der Mädchen relativ hoch ist und man nicht alle paar Monate den Fotografen erneut ins Haus zitieren will. Dort ist es m.E. jedoch nicht so schlimm, denn irgendeine der anwesenden Schönheiten findet zumeist die Gunst des eintreffenden Gastes.
Aber nacheinander alle Mädchen einer Agenturbelegschaft im Hotelzimmer antanzen zu lassen, bis man(n) endlich fündig wird, geht sich in mehrerer Hinsicht net aus.

Selbst bis ins Zeitalter der Internet-Foren ist es einigen Vertreterinnen dieser besonderen Spezies gelungen, sich und üble Tricks mit Erfolg durchzusetzen. Ob es die in diesem Zusammenhang schon erwähnte Adresse in Wien 11, Zippererstr. und die dort einst wirkende Dame noch gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Im 17. Bez. hätte es eine zeitlang eine Nachahmerin gegeben, wie ich hörte, aber nachdem man ihr wiederholt das Lokal mittels Buttersäure verpestet habe, wäre der Laden dicht gemacht worden.
So ein Pech aber auch!

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#7

Beitrag von Tommy »

simone hat geschrieben:launische, subtil dominante zicke sucht männer, die wissen, daß guter sex im kopf beginnt und im himmel endet!
Bingo! That's it.

So liest sich das Inserat einer Lady, die mit Köpfchen und der nötigen Portion Witz bei der Sache ist.

Wenn die Klientel diesen Text nicht mit Sturmläuten honorierte, tät ich mich echt genieren für meine Geschlechtsgenossen.
Ich lassert mich glatt umoperieren! :002 :003

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#8

Beitrag von Sonja »

Bitte nicht, Tommy, wär ewig schad drum! :003

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#9

Beitrag von lorelay »

danke, tommy! :008
dann versuch ich's!
weiß zwar net, wie viele männer es gibt, die sich vor schrack nicht ins hoserl machen, aber was solls? dann wiss ma's wenigstens!

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#10

Beitrag von Tommy »

Jetzt machst' mich aber neugierig, Sonja! Woher weißt'n Du das ? :002

:003

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#11

Beitrag von Sonja »

Die, die sich ins Hoserl machen, haben dich eh nicht verdient! :002

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#12

Beitrag von Sonja »

Hey wir schreibn ja schon kreuz und quer, weiß schon gar nicht mehr, wem ich jetzt eigentlich antworte, daneben laufen meine Telefone heiß,... Hiiilfe

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#13

Beitrag von Tommy »

simone hat geschrieben:..weiß zwar net, wie viele männer es gibt, die sich vor schrack nicht ins hoserl machen, aber was solls? dann wiss ma's wenigstens!
Ähh, also das versteh' ich jetzt net ganz. :017

Für die Betreffenden würd' eher was in die Hose gehen, wenn sie voll der Hoffnung zu Dir kämen und Du sagtest ihnen, es hätte sich um ein kleines Scherzerl gehandelt oder so. Na, die täten dann wirklich blöd aus der Wäsche gucken, die Armen. :010

Ich für meinen Teil würd' anspringen wie ein Zwölfzylinder auf so ein Inserat!

Bin schon seeehhr gespannt auf das Resultat!
Wo wirst' denn inserieren ?

LG, Tommy

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#14

Beitrag von the big fat bwana »

um es mal ein bisserl brutaler zu formulieren:

eine jede idee, die von der norm abweicht, wird vom kunden abgelehnt.

ein jeder text, der von der norm abweicht, wird vom präsumtiven (sex) kunden nicht angenommen. da spielt dann die großhirnrinde nicht mehr mit.

zwischen ansatz und umsetzung liegt eigentlich immer ein weites feld.

auch zwischen ansatz und liquidität.
When you gonna tell them that their crap doesn't wash and
you've found a way to make your own dreams? (Monster Magnet)

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#15

Beitrag von Elisabeth »

Ist aber bemerkenswert, dass wir wiederum die gleichen Überlegungen anstellten. Witzig!
Danke jedenfalls für die Eröffnung der neuen Rubrik, die ich allerdings thematisch weiter gefasst hätte. Das Thema Kundenwerbung würd' ich darin lediglich als eines unter etlichen noch folgenden sehen.
(Gottogott, ich red' schon wie die Gerda Rogers, - was die nicht alles "sehen würde" ! rolleyes.gif ).
Tommy... Mensch, ich bin ja schon soooo neugierig auf dich *g*
Okay, ich hab vorerst mal eine eigene Abteilung dafür gemacht, weil ich echt nicht weiß, wie ich den Oberbegriff nennen soll und was noch alles kommt. Und dann ist das Thema Werbung ja selber groß genug für eine eigene Abteilung.
ZB. könnte man einzelnen Websites bzw. Inserate diskutieren, das gute und das schlechte rausfiltern und selber Nutzen daraus ziehen. Ich seh (auch ich hab der lieben Gerda wohl zu oft zugehört) da eher internationale Websites, wobei dein Tip bzgl. Red Sonja auch sehr gut war, die Fotos gefallen mir auch enorm gut, nur beim Seitendesign hätt ich mir mehr einfallen lassen *fg*. Ich erinnere mich an die Seite einer New Yorker Sexworkerin, die im exklusiven Preissegment arbeitet und ihren Gästen auch ein Service anbietet, bei dem sie ein (ebenfalls exklusives) Menü kocht und so mehrere Sinnesfreuden miteinander verbindet. Die Idee gefällt mir sehr gut.

tbfb:
Was meinst, wie weit kann man sich aus dem Fenster lehnen, was ungewohnte Werbetaktiken angeht? Und was geht deiner Meinung bzw. Erfahrung nach zu weit? Klar, ist schwer Beispiele zu nennen...

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#16

Beitrag von the big fat bwana »

@tommy
launische, subtil dominante zicke sucht männer, die wissen, daß guter sex im kopf beginnt und im himmel endet!
ist als satz vielleicht gut... aber z.B. ich wäre da sofort auf 100.... im negative sinn. sowohl "launisch" als auch "zicke" sind für mich absolute negativ-worte. ich habe meinen teil an launischen zicken bereits gehabt. und ich will nicht noch eine kennen lernen.

@lisa

im prinzip kannst du alles machen wenn du erkennst, daß du mit jedweder formulierung bzw. darstellung außerhalb der norm einen teil der potentiellen kundschaft vergraulst. abseits oberflächlicher beliebigkeit spricht man (frau) immer nur ein segment an. und dann ist die frage: erreichst du die, die auf deine werbung ansprechen auch?? die frage ist nicht nur was du werblich rüberbringen willst, sondern auch wo . grob gesprochen: die beste werbung für eine häkelmaschine bringt im sportteil einer zeitung verdammt wenig. oder falls du in einem angler-magazin inserierst und vegetarische produkte anbietest.
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#17

Beitrag von Tommy »

the big fat bwana hat geschrieben:...ein jeder text, der von der norm abweicht, wird vom präsumtiven (sex) kunden nicht angenommen. da spielt dann die großhirnrinde nicht mehr mit.
Hi Bwana,

Meiner Erfahrung nach verhält es sich im Fall der angesprochenen Klientel eher umgekehrt, und zwar genau der von Dir angesprochenen Präsumtion wegen. Deren graue Substanz zeigt ja eben eine selektive Wahrnehmung der in Simone's Text enthaltenen Schlüsselworte : launisch, subtil dominant, Zicke, Kopfkino...

Während hier der übliche Einheitssalat überlesen wird, verhält es sich bei Otto Normalverbraucher selbstverständlich vice versa.

LG, Tommy

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#18

Beitrag von Tommy »

the big fat bwana hat geschrieben:.. aber z.B. ich wäre da sofort auf 100.... im negative sinn. sowohl "launisch" als auch "zicke" sind für mich absolute negativ-worte. ich habe meinen teil an launischen zicken bereits gehabt. und ich will nicht noch eine kennen lernen.

..abseits oberflächlicher beliebigkeit spricht man (frau) immer nur ein segment an.
Da haben wir's ja, Bwana!
Mit der für Dich persönlich zutreffenden Begründung bestätigst Du in Bezug auf Simone's Text die Richtigkeit Deiner nachfolgenden verallgemeinernden Feststellung.

Dir, der Du nicht ins angesprochene Kundensegment fällst, stellt's bei gehabter Formulierung die Haare auf. Den eigentlich Angesprochenen wiederum stellt's sicher was anderes auf. :002

Zum Glück simma ja alle ein bisserl anders gestrickt, aber irgendwie findet doch jedes Häferl sein Deckerl.. :001

LG, Tommy
Zuletzt geändert von Tommy am 26.04.2005, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.

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#19

Beitrag von lorelay »

ich finde, daß den meisten männern, der humor abgeht, wenns ums schnackseln geht. das muß eine tooooodernste sache sein. ja net blödeln oder spaß haben im vorfeld, da fällt gleich alles um! aber es gibt auch die löblichen ausnahmen (und die, die mich am telefon durchdrücken mit meiner sarkastischen art und sogar ein wenig drüber schmunzeln können, SIND diese ausnahmen), und die möcht ich gerne im bett haben! weil dann spielt sich wirklich was ab :icon_anal , und es hat ja niemand gesagt, daß ich meinen job UNGERN machen muß!!!
was deine frage betrifft, tommy - im bazar!
was sonja betrifft - na, wenn alles durcheinander geht, dann werden ausnahmweise nicht nur alle löchlein, sondern auch der kopf rauchen...! :003

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#20

Beitrag von Tommy »

simone hat geschrieben:ich finde, daß den meisten männern, der humor abgeht, wenns ums schnackseln geht. das muß eine tooooodernste sache sein. ja net blödeln oder spaß haben im vorfeld..
Findest Du ?
Also bei mir haben die Frauen eigentlich immer recht viel zu lachen, wenn ich mich auszieh'. :017

Irgendwie kann ich mir das nur schwer vorstellen, Simone, denn ich selbst halt's ohne Lachen keine zehn Minuten aus, zumal wenn in charmanter und gleichfalls humoriger Gesellschaft.
"Währenddessen" vergeht mir das Kudern dann aber meistens schon ziemlich schnell
(vielleicht auch, weil mein Goscherl da recht gerne anderweitig beschäftigt ist :002 ).

Gut, Schnackseln ist wohl eine feine Sache, aber wirklich lustig, dass ich mich darüber zerkugeln könnt', ist's eigentlich nicht so sehr.
Die erotische Stimmung kann schon beträchtlich Schaden nehmen, wenn mitten in die Anbahnung des Austausches von Körpersäften hinein plötzlich einer zum Kichern anfängt.
Aber Du sprachst ja ausdrücklich vom Vorfeld, und da finde ich lustbetontes, humorvolles Blödeln sogar sehr animierend.

Darfst nicht vergessen, Simone, dass nicht wenige Männer ja doch einigermassen befangen und nervös sind, wenn sie sich bei einer schönen Kurtisane einfinden. Manche werden, zumindest in Ansätzen, zusätzlich von Gewissensbissen heimgesucht, weil man(n)
vielleicht ein liebend Weib samt Nachwuchs sein Eigen nennt oder zumindest irgendwas "Verbindliches" laufen hat. Verüble es dem starken Geschlechte nicht, wenn es sich in der Höhle der Löwin etwas schmähstad und verhalten gibt! In solchen Extremsituationen kämen die Herren der Schöpfung vielleicht sogar auf die Idee, man machte sich etwa lustig über sie, wenn dann plötzlich auch noch gelacht würde. Nicht auszudenken! :002

Nimm's mit Humor und tröste Dich weiterhin mit jenen, wo sich in JEDER Hinsicht was abspielt!

LG, Tommy

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