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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Sexworker Forum
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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gute frage, interessanter aspekt!
ich bin gespannt, ob dieses thema beachtung findet.
ich kann wenig dazu sagen, aber würde gern viel dazu lesen von den kundInnen.
liebe grüße von annainga
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JennyHN 
- jetzt: Ruhepol_OF -

Ich bin...: SexarbeiterIn

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da gab es hier im Raum 7 in unserem regionalen Forum (Christian, darf ich das nennen? ) einen Thread über eine "Fake-Frau". Die war tatsächlich heftigst organisiert. Hatte mehrere Anzeigen laufen mir falschen, wohl sehr attraktiven Fotos und recht tabulosem Angebot. Die Männer bestellten die Dame in ein Hotel, wo sie zu allererst einmal duschen ging.
Die Männer - anständig, wie sie waren - taten es ihr nach. Und als sie aus der Dusche kamen, war die "Dame" mit dem Inhalt des Geldbeutels entschwunden.....
Die muß das ziemlich oft so gemacht haben. Wenn ich nicht irre, ist sie sogar noch immer aktiv....
Wenn ich sowas lese, dann kann ich immer nicht verstehen, warum Männer so versessen auf junge Optik-ficks sind. Warum sie es sich oft so schwer machen und mit offenen Augen in ihre "Unbefriedigung" rennen....
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kaktus
PlatinStern


Ich bin...: Interessierter Außenstehender

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| JennyHN hat folgendes geschrieben:
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Wenn ich sowas lese, dann kann ich immer nicht verstehen, warum Männer so versessen auf junge Optik-ficks sind. Warum sie es sich oft so schwer machen und mit offenen Augen in ihre "Unbefriedigung" rennen....
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@JennyHN
kannst Du mir einen Tip geben woran ich eine sogenannte "fake frau" erkenne?
Für mich als Kunde ist es eigentlich eine Selbstverständlichkeit vorher zu Duschen und da kann ich schwer meine Brieftasche mitnehmen.
Persönlich habe ich es lieber wenn SW Hausbesuche bei mir machen (ich fühle mich in meiner Umgebung wohler) aber soll ich da die Eingangstüre zusperren und den Schlüssel mit unter die Dusche nehmen??
Ich hatte nie Probleme mit SW und so habe ich bestimmt auch ein, vermutlich blindes, Vetrauen.
Ganz ehrlich ich würde auch darauf reinfallen.
Ich würde solche Personen Jagen!! Sie schaden diesen Beruf.
LG Kaktus
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JennyHN 
- jetzt: Ruhepol_OF -

Ich bin...: SexarbeiterIn

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Als die Männer im Forum bemerkten, daß es da noch andere geschädigte gab - und es waren einige, allein im Forum - hatten sie sich auch solche Dinge überlegt. Z.Bsp. wie man wohl dann doch noch an die "Leistung" käme, die man ja doch auch bereits bezahlt hatte.... Da waren teilweise sehr heftige, auch ungesetzliche - wenn auch verständliche - Gedanken dabei....
Erkennen? Schwierig. Ich bin als Frau, welche Haus- und Hotelbesuche anbietet in der selben Situarion. Oft schon sah ich in Wohnungen Abwehr-Sprays und Waffentaugliche Gegenstände; oft schon habe ich auch Geschichten gehört, von bedrohten Männern in der eigenen Wohnung....
Ich denke, das Gefühl am Telefon ist sehr wichtig. Auch, daß bereits in diesem Gespräch erkennbar ist, der andere akzeptiert Grenzen und Tabus.
Ein Mann, der bereits am Tel. ständig alles besser weiß und mich zu überzeugen versucht von irgendwas, das ich nicht will - den werde ich niemals treffen.
Ich denke, auch Männer sollten so verfahren. Wissen, was man will, danach suchen und sich von nix irgendwie belabern und überzeugen lassen.....
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Ellena 
ModeratorIn


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Für seriöse Anbieterinnen, ist solches Verhalten natürlich ein Feindbild.
Erkennen kann man solche Fakes meistens an dem uneingeschränkten Angebot, keinerlei Tabus,- ohne Services grosse leere Versprechungen,- da es ja ohnehin nie zum Sex kommt.
Jagen ist gut...
Aber leider ist es in vielen Fällen so, daß die geschädigten Freier nicht Mal eine Anzeige in Erwägung ziehen, weil sie Angst haben als Kunde aufgedeckt zu werden, Vorladungen zu Aussagen nach Hause geschickt zu bekommen (weil verheiratet), und überhaupt öffentlich auftreten zu müssen, bei einer Verhandlung.
Und diese Voraussetzungen öffnen diesen kriminellen Übergriffen
Tür und Tor.
Wie Marc schon beschrieben hat, sollten auch unsere Kunden eine bessere Möglichkeit haben sich zu outen, ohne im schiefen Licht zu stehen.
Liebe Grüße
Ellena
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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prostitutionsdienstleistungs-konsum als geachtetes recht, als dienstleistung, die nicht "peinlich" sein darf.
welche erfahrungen machen denn kundInnen, wenn sie darüber reden? das würde mich wirklich interessieren!
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rene-hb
engagiert


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Bi- und Homosexuelle Kunden leben meines Wissens sehr oft mit der Angst Opfer von Gewalttaten zu werden, da in diesem Bereich die Angst sich zu outen noch extrem viel grösser ist.
Leider gibt es in dieser Scene auch immer wieder solche Taten.
Ein wirkliches Gegenrezept kann meiner Meinung nur sein, die Akzeptanz von Bi- & Homosexuellen Neigungen weiter zu fördern.
Auf der anderen Seite, wäre es natürlich erstrebenswert wenn sich unsere eigentlich reiche Gesellschaft so organisieren würde, dass es niemand nötig hat sich mit illegalen Aktionen zu bereichern. Wenn ich von solchen Taten gehört oder gelesen habe, waren die Täter meist Jugendliche mit Drogenproblemen, ohne Job/Ausbildung, teilweise auch ohne festen Wohnsitz die sich aus Not im Dunstkreis der Prostitution herumtrieben und es angenehmer fanden Kunden abzuziehen als die vereinbarte Leistung zu erbringen.
Habe noch nie gehört, dass jemand der ohne Not sich freiwillig prostituiert solche Taten begangen hat.
Diese bessere Gesellschaft wird aber vermute ich mal mein Traum bleiben.
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Ein Bericht über Freierinnen hat die Emma Printausgabe 2'07 März/April:
LÄSST ES SICH UMDREHEN?
Wenn Frauen Männer kaufen
von Lorna Martin.
Frauen aus der alternativen Szene waren in den 80er Jahren die ersten, die von den "schönen Rastas" schwärmten. Inzwischen haben auch Neckermann-Touristinnen die Gelegenheit.
"80.000 alleinstehende Frauen reisen jährlich nach Jamaika.
...
'Wenn du über 40 bist und nicht so dumm wie ein Model, dann sind die einzigen Kerle, die sich für dich noch interessieren, die eingefleischten Versager oder Männer, die von ihren Frauen betrogen werden.'
...
Rent a dread, Rastitutes, The Foreign Service - modernes Thema auch im Film "In den Süden" oder im Theaterstück "Sugar Mummies" von Tanika Gupta.
...
Dem Gigolo-Kundinnen-Verhältnis liegt in beiderseitigem stillen Einverständnis eine Täuschung zu Grunde.
...
Es sind meistens die Frauen, die sich beschweren, wenn die Polizei tatsächlich mal einen der Stricher festnimmt.
...
zeitlich begrenzte Affären. Er sagt mir all das, was ich hören will und im Gegenzug bezahle ich alles - Essen, Unterkunft, Transport, Ausflüge und Geschenke."
Und dann muß die Autorin bekennen:
"Zuerst dachte ich, hier sind weiße Frauen, die schwarze Männer ausbeuten. Aber das stimmt so nicht. Es beruht auf Gegenseitigkeit. Die Kerle verhalten sich genauso ausbeuterisch.
...
Die Frauen, die sich in der westlichen Welt so unsichtbar fühlen, dass ihr einziger Ausweg ist, für Bestätigung zu bezahlen.
...
Die Jungs träumen davon in Europa oder Amerika zu leben."
Buchbesprechung:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=23902#23902
Also:
Geschlechterdisharmonie in Zeiten von Globalisierung:
Transkontinentale Pendler-Migration in die Prostitution als Pendant zum Sextourismus.
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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wie könnte man denn die akzeptanz von bi- und homosexuellen neigungen fördern? wie könnte man die akzeptanz von prostitution und deren inanspruchnahme fördern?
ich denke, jeder sw, jeder kunde, jeder, der spezielle neigungen hat, muss dazu beitragen der öffentlichkeit ein realistisches bild
zu verschaffen. in irgendeinem beitrag las ich mal, wenn jeder sw nur einigen anderen ein positives bild vermittelt, wäre schon viel gewonnen.
liebe grüße von annainga
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JennyHN 
- jetzt: Ruhepol_OF -

Ich bin...: SexarbeiterIn

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| Wenn plötzlich ALLE ehrlich und offen wären, würde seeeehr vielen Leuten ein Licht auf gehen und viele unserer Gesellschaftsprobleme wären einfach "weg"... Aber dazu fehlt den Menschen zu oft der Mut - und im Geheimen wächst das Unbehagen und alles, was daran anhaftet....
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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du hast schon recht, jenny, vor allem mit dem "geheimen unbehagen". die vielen vorurteile gegen sw´s (nymphoman, geldgeil, unmoralisch) kommen wohl davon.
aber ..... wenn ich an meine erfahrungen denke, meine freunde, bekannte und so ..... denken nicht so.
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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So treiben es die Stars:
Dank neuer Medien vojeuristische Einblicke in die Luxusprostitution?
Calum Best in neuem Skandal-Video
Die Sex- und Drogenorgie
Wir haben ja schon viel gesehen: Videos, die Stars im volldichten Zustand zeigten. Clips, in denen Promis Rauschmittel aller Art zu sich nehmen. Und natürlich Privatpornos jeglicher Art und, äh, Intensität von Stars, Sternchen und allen, die es noch werden wollen. Dass man aber ein Video eines Prominenten zu sehen bekommt, in denen er Drogen konsumiert UND Sex hat, ist nicht wirklich üblich. Wenn die involvierten Damen dann noch käuflich sind, ja dann kann man getrost von der Königin der Skandalvideos sprechen. Auch der Hauptdarsteller hat es in sich. Denn der ist niemand geringerer als der neue Typ an Lindsay Lohans Seite.
Zwei Nobelcallgirls
Calum Best heißt der junge Mann, der bisher vor allem als Lover diverser schöner Frauen auffiel: Seine berühmtesten Freundinnen waren bisher die Töchter von zwei Altrockern, Kimberly Stewart und Elizabeth Jagger, doch seit kurzem zeigten er und Lindsay Lohan sich offen als Paar. Kurze Zeit später gab es bereits erste Gerüchte, dass Best die Schauspielerin schon wieder betrogen hatte (siehe Artikel dazu) - nun wissen wir: Er tat das mit Sicherheit.
Die britische Zeitung "Sun" veröffentlichte Aufnahmen, die den 26-Jährigen mit zwei Prostituierten zeigen. Bei diesen handelt es sich um das Nobel-Hure Casey James, für die man rund 1.500 Euro pro Nacht hinblättern muss, und eine "brasilianische Freundin", natürlich ebenfalls ein Callgirl. Die drei hatten sich in einem Londoner Klub getroffen und um 3:30 ins Rockwell Hotel gewechselt. Dort ging es dann ordentlich zur Sache, so die "Sun".
"Ich schäme mich"
Calum hatte mit den leichten Mädchen gleichzeitig und hintereinander Sex, mit und ohne verschiedene "Hilfsmittel", Kokain wurde von allen in rauhen Mengen geschnieft - drei Stunden lang. Als die beiden Prostituierten schließlich gehen wollten, beschwerte sich Best noch darüber ... sie sollten "Manieren lernen".
Angeblich war ja Lindsay Lohans Zusammenruch am 25. Mai auf die vorangegange Untreue ihres neuen Freundes zurück zu führen; nach den jetzt veröffentlichten Aufnahmen wird sie die Reha noch um einiges nötiger haben. Calum Best wiederum versuchte laut "Sun" sein Verhalten mit der Trunksucht seines Vaters zu rechtfertigen, der 2005 an deren Folgen starb: "Vielleicht ist das genetisch bedingt." Zudem meinte er, er "schäme sich" für sein Verhalten. Wer's glaubt.
Die Bilder des Videos veröffentlichte die "SUN".
Quelle
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Zu unserer Serie: Berühmte Freier
Prostitutionsbesuch als Risiko geoutet zu werden z.B. bei Polizeirazzia
Hugh Grants berüchtigtes „Rendezvous“ mit einer amerikanischen Prostituierten im Jahr 1995, was ihm eine Verhaftung einbrachte und die Beziehung zu Liz Hurley kostete, soll jetzt verfilmt werden. Und der Ex-Hure Divine Brown mehrere Millionen Dollar bringen.
Wie US-Medien berichteten, hätte die 37-Jährige angekündigt, dass sie ihre Geschichte, die ihr bisher so viel Glück gebracht habe, jetzt auch für die große Leinwand erzählen wolle. Denn Divine Brown habe in den vergangenen Jahren fast zwei Millionen Dollar mit der Vermarktung der Story verdient. Jetzt soll mit dem Film das ganz große Geld kommen.
Obwohl der Oralsex-Skandal schon vor zwölf Jahren passiert ist, sei die Neugierde ungebrochen, so eine Quelle: „Jeder ist fasziniert von dem, was passierte und warum es das tat.“ Wohl nicht nur, weil ein britischer Star, mit Top-Model Liz Hurley liiert, am Sunset Boulevard in flagranti mit einer amerikanischen Prostituierten in seinem BMW erwischt und verhaftet wurde, sondern auch, weil es beiden neue Leben bescherte.
Karrierenschub
Hugh Grant wurde durch den Skandal in den USA erst richtig berühmt und konnte beruflich voll durchstarten und Divine Brown habe damit so viel Geld verdient, dass sie ihre zwei Kinder auf Privatschulen schicken und ihre eigene Plattenfirma gründen konnte. „Alles wurde dadurch besser für mich. Es hat mir geholfen, mein Leben in etwas Positives zu verwandeln“, so Brown.
Eine „Erwachsenen-Version“ des Skandals gibt es übrigens schon: 1996 kam der Hardcore-Porno „Sunset and Divine: The British Experience“ auf Video heraus. Regie führte Porno-Legende Ron Jeremy, Divine Brown spielte sich selbst.
Quelle:
Krone.at
Querverweise:
Zangs-Freier-Kriminalisierung
Sexarbeit im Film
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HaDe
wissend


Ich bin...: Interessierter Außenstehender

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| annainga hat folgendes geschrieben:
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du hast schon recht, jenny, vor allem mit dem "geheimen unbehagen". die vielen vorurteile gegen sw´s (nymphoman, geldgeil, unmoralisch) kommen wohl davon.
aber ..... wenn ich an meine erfahrungen denke, meine freunde, bekannte und so ..... denken nicht so.
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Ich glaube am weitesten Verbreitet sind zwei komplett gegensätzliche Bilder:
Die eine Gruppe sieht die SW als umoralische, geldgierige Nymphomaininnen wie du bereits sagst. Die andere Gruppe betrachtet sie dagegen als Opfer der Männer, also ausgenutzte Frauen die diese Arbeit niemals freiwillig machen würden.
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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hallo hade,
ja, das ist schon merkwürdig, immer geht es um schwarz oder weiß. ich bin keines von beiden. weder nymphoman, noch ausgenutzt.
ich biete als selbstständige, autonom arbeitende frau eine dienstleistung an, die sex beinhaltet. aber das erzähle mal jemanden außerhalb des forums.
liebe grüße, annainga
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HaDe
wissend


Ich bin...: Interessierter Außenstehender

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| annainga hat folgendes geschrieben:
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aber das erzähle mal jemanden außerhalb des forums.
liebe grüße, annainga
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Hi Annainga (Bei dem Namen brech ich mir die Finger beim Tippen)
Vielleicht wäre das "Ausserhalb des Forums sagen" genau das Notwendige. Ich hab eh schon woanders gesagt, dass irgendwie auf dieStandard.at (http://diestandard.at/?ressort=fassetten) die Sicht der Sexarbeiterinnen fehlt.
Was sollst bei solchen Beiträgen sagen:
>>
p. ist keine arbeit, sondern eine zumutung für die frauen.
sollen die männer doch mit "realdolls" leben, wenn sie zu keiner liebevollen und respektvollen beziehung mit einer partnerin fähig sind.
der ausdruck "sexarbeiterin" ist geradzu pervers und eine beleidigung für alle menschen!
<<
Wenn ich als Mann antworte, das diese Sicht Unsinn ist, viele diese Arbeit aus einer freien Entscheidung heraus wählen, und "Sexarbeiterin" scheinbar derzeit die von ihnen selbst bevorzugte Bezeichnung ist, kommen höchstens Antworten in Richtung (sinngemäss) "Als Freier kannst ja nur so denken sonst kämst drauf was Du für ein Ekel bist".
Tja, mal abgesehen davon, dass ich nicht Freier bin (wenn ich das sagen würde, würdens mir die Kampf-Emmas eh nicht glauben - und selbst wenn ich einer wäre sähe ich keinen Grund mich dafür zu entschuldigen) schreibe ich in erster Linie mit, weil mir das Kampf-Emma-Gequassel ziemlich am Nerv geht. Meiner Ansicht nach sind nämlich die Kampf-Emmas extrem unemanzipiert: An allem was nicht nach ihrem Weltbild läuft ist das ominöse Patriarchat schuld. Und deswegen muss aus ihrer Sicht natürlich gesetzlich eingegriffen, und den ausbeutenden Männern einhalt geboten werden. Dass sie damit Sexarbeiterinnen und den Männern schaden sehen sie nicht - weil freiwillige Sexarbeit ja nicht.
Andreas,
Patriarch der sich eigentlich fragt warum Männer für Sex zahlen wenn sie eh so mächtig sind und alles bekommen was sie wollen.
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annainga 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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lieber andreas,
schön, dass du bei uns schreibst. und womöglich hast du recht, wenn du denkst, eine sexarbeiterin hätte mehr gewicht mit ihren worten.
ich selbst mache momentan die erfahrung, dass ich in einem forum (www.diegesellschafter.de) als "autistisch", "abnorm", "sexuell abartig", "einfach krank", "eine gefahr für die frauenbewegung" bin.
ich will mich gerne auf diestandard.at registrieren lassen. aber ich gebe zu bedenken, dass auch meiner belastbarkeit grenzen gesetzt sind.
ich meine damit: ich würde mich freuen, wenn auch andere sexarbeiterInnen ihre meinung äußern!
liebe grüße von annainga
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HaDe
wissend


Ich bin...: Interessierter Außenstehender

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| annainga hat folgendes geschrieben:
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ich selbst mache momentan die erfahrung, dass ich in einem forum (www.diegesellschafter.de) als "autistisch", "abnorm", "sexuell abartig", "einfach krank", "eine gefahr für die frauenbewegung" bin.
ich will mich gerne auf diestandard.at registrieren lassen. aber ich gebe zu bedenken, dass auch meiner belastbarkeit grenzen gesetzt sind.
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Hi Annainga,
Eigentlich eigenartig, dass Sexarbeiterinnen auch (wenn nicht sogar vorwiegend) von jenen angefeinet werden, die angeblich die Prostituierten schützen wollen.
Erinnert mich an ein Posting in einem Kampf-Emma-Forum (ja, ich les sowas manchmal - vielleicht bin ich ja latenter Masochist):
Da meinte eine Frau tatsächlich, dass Frauen (und da gings nichtmal um Prostuierte) ihrem Freund keinen Blowjob geben sollten, weil dieser die die Unterdrückung der Frau durch den Mann versinnbildlicht. Schliesslich sei der ja ausschliesslich auf seine Befriedigung ausgerichtet. Ausserdem würde es alle Frauen unter Druck setzen, wenn Männer sich daran gewöhnen einen geblasen zu bekommen.
Tja, scheinbar sind Frauen die blasen auch eine Gefahr für die Frauenbewegung.
Was würde sich die Verfasserin dieses Beitrags denken, wenn ein Mann schreibt, dass Männer von zärtlichen Vorspielen im Allgemeinen und von Cunnilingus im Besonderen Abstand nehmen sollten, weil das ja schliesslich nur der einseitigen Befriedigung der Frau dient und es schliesslich alle Männer unter Druck setzt wenn Frau sich daran gewöhnt verwöhnt zu werden.
Ich glaube sie würde an die Decke gehen *g*
Würde mich nicht wundern, wenn die Bekämpfung der Prostitution von Seiten der Frauenbewegung nicht nur aus dem Schutzgedanken (Prositution kann ja nie freiwillig sein) sondern auch aus Konkurrenzangst geschieht.
Und der Auszug aus der Emma (Frauen als Kunden) weiter oben spricht ja auch Bände: Der erste Reflex war, dass die Frauen die Männer ausnutzen. Aber moment - kann das sein? Frauen die Männer ausnutzen? Nach ein bisschen Nachdenken wars dann scheinbar schon offensichtlicher, dass auch die männlichen Sexarbeiter die Frauen ausnutzen. Wobei mir das Wort "ausnutzen" in beiden Richtungen nicht gefällt, weil "ausnutzen" für mich "nutzen bis oder über die Schmerzgrenze" bedeutet. "Nutzen" gefällt mir da schon besser. Die Kundin nutzt das Angebot, und der Sexarbeiter die Nachfrage (je nach Kunde mehr oder weniger gern). Bis sich aber bei den Kampf-Emmas rumspricht, dass das auch dann gilt, wenn es um eine Prostituierte geht, wird glaube ich noch ein Weilchen dauern.
Andreas
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