Gemeinsam sind wir stark - Einzeln müssen wir betteln

Beiträge betreffend SW im Hinblick auf Gesellschaft bzw. politische Reaktionen
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Marc of Frankfurt
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Gemeinsam sind wir stark - Einzeln müssen wir betteln

#1

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Als Ergänzung zu diesem Posting von SOPHIE zur Konferenz "Gewerkschaften und SexarbeiterInnen" in Berlin 2006, hat sich dieses Thema entwickelt zum Blog und Sammelthema:


Sexworker & Gewerkschaften

The Sex Worker Movement


http://feministwhore.wordpress.com/2011 ... st-breath/





Nachdem die sozial-emanzipatorische Prostituiertenbewegung der 70er in die institutionalisierte Prostitutionsberatungsstellenszene sich etablieren konnte, ist die derzeitige Entwicklung von einer gewünschten gewerkschaftlichen Organisation von Prostitution gekennzeichnet.





Wichtige Postings und Übersichten auf den folgenden Seiten

Zeittafel Sexworker Bewegung International
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=89716#89716

Sexworker Gruppen auf Facebook
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4508&start=43

Sexworker Streik
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4508&start=113
...





Kommentierte Linkliste: Gewerkschaften und Prostitution

Konferenzberichte 2006 stehen genau hier:
www.besondere-dienste.hamburg.verdi.de/ ... ostitution
und hier:
www.sophie.or.at/news/2006/12/21/sexarb ... vertretung

Dort erwähnte Rechts-Studie steht hier:
www.sophie.or.at/SOPHIE/wp-content/uplo ... gleich.pdf

Das Buch zur vorangegangenen ersten ver.di-Tagung 2005 gibt es hier:
www.amazon.de/Prostitution-Frauenhandel ... F8&s=books
mit dem Schönen Titelfoto: Ana Lopez, der Gründerin von:
www.IUSW.org.
Buchrezension:
www.jungewelt.de/2007/01-05/007.php

Ana Lopez hat auch ein Buch veröffentlicht zunächst auf portogiesisch über die erste Prostituiertengewerkschaft in Großbritannien: IUSW
www.sexworkeurope.org/site/index.php?op ... Itemid=134
und:
www.donacarmen.de/?p=146

Diese ver.di-Tagungen wurden u.a. inspiriert vom 2. Europäischen Sexarbeiter-Kongress Brüssel auf Einladung im Europäischen Parlament 2005:
www.sexworkEurope.org

and last but not least:
Fachbuch: 'Sex Worker Union Organising An International Study' by Gregor Gall, Professor of Industrial Relations, University of Hertfordshire, published by Palgrave (ISBN 1403949255, £55.00)
www.palgrave.com/products/Catalogue.aspx?is=1403949255





Interne Querverweise:

Fachtagungen zur Prostitution, Sexworker Academy & Hurenkongresse:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=572





Highlights auf den folgenden Seiten:

Zeittafel Sexworker Bewegung:
viewtopic.php?t=4508&start=80

Sexworker Gruppen auf Facebook:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=4508&start=43





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Zuletzt geändert von Marc of Frankfurt am 23.03.2012, 21:52, insgesamt 17-mal geändert.

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Theorie der Arbeit sbewegung

#2

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Wenn sich die Gewerkschaften erinnern, daß ihre Interessen mit denen der Prostituierten verschwistert sind, entsteht neues altes Wissen:


Eine Kernaussage der Theorie der Arbeit u. Arbeitsbewegung




"Friedrich Engels hat in seinem Buch von 1884 über die Entstehung des Patriarchats, des
Privateigentums und der Staatsgewalt in der westasiatischen Entstehungsgeschichte unserer
Zivilisation vor nicht allzu vielen tausend Jahren einen engen Zusammenhang zwischen
monogamer oder 'Einzelehe' und 'Prostitution' hervorgehoben. Beides waren seiner
Auffassung nach Institutionen der Herrschaft von Männern über Frauen, einer Machtstellung,
die dadurch ermöglicht wurde, dass Männer auf irgendeine Weise zu den Eigentümern der
landwirtschaftlichen 'Arbeitsmittel' wurden. Denn die Frauen hatten als Ehefrauen nun keine
eigene 'Nahrungsquelle' mehr. Die gewerblichen Sexdienstleisterinnen aber wurden
'geächtet und ausgestoßen, um so nochmals die unbedingte Herrschaft der Männer über das
weibliche Geschlecht als gesellschaftliches Grundgesetz zu proklamieren'.
"



Ehe und Prostitution sind Konnexinstitute



Margarete Tjaden-Steinhäuser und Prof. Dr. Karl Hermann Tjaden [Bundesvorstandsmitglied Bund demokratischer WissenschaftlerInnen BdWi] (zitiert nach den oben verlinkten Quellen)


Querverweis:
Dr. Helen Ward: Marxismus versus Moralismus



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#3

Beitrag von Teresa-Lynn »

Hallo Sophie
Da ich glaube auch Raubzwerk währe Intressiert.Würde mich viel mehr intressieren ein persönliches Gespräch mit Berlin zuführen.Damit wirklich mal was verändert werden kann in Europa (Österreich).Was das Gesetz betrifft.Alles liebe Teresa

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Bislang nur wenige Prostituierte in Gewerkschaft organisiert

#4

Beitrag von Zwerg »

Dienstleistungsgewerkschaft ver.di seit 2001 für Prostituierte offen

Bislang nur wenige Prostituierte in Gewerkschaft organisiert
Nach Einschätzung des Bochumer Frauen-Projekts Madonna e.V. sind

in Nordrhein-Westfalen bislang nur wenige Prostituierte
gewerkschaftlich organisiert. Dabei kann die
Gewerkschaftsmitgliedschaft für Sex-Arbeiterinnen durchaus sinnvoll sein, sagte eine Sprecherin von Madonna e.V. der Nachrichtenagentur ddp.

Bochum (ddp-nrw). Nach Einschätzung des Bochumer Frauen-Projekts Madonna e.V. sind in Nordrhein-Westfalen bislang nur wenige Prostituierte gewerkschaftlich organisiert. Dabei kann die Gewerkschaftsmitgliedschaft für Sex-Arbeiterinnen durchaus sinnvoll sein, sagte eine Sprecherin von Madonna e.V. der Nachrichtenagentur ddp. Seit dem 1. Januar 2001 dürfen sich Prostituierte in Deutschland der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di anschließen.

Allerdings werde eine Gewerkschaft naturgemäß als Arbeitnehmer-Vertretung angesehen, während die Prostituierten überwiegend selbständig tätig seien, erläuterte die Madonna-Sprecherin. Während ver.di also darauf warte, von interessierten Frauen angesprochen zu werden, fragten sich die Prostituierten, was eine Gewerkschaft für sie überhaupt leisten wolle. Deshalb haben wir die Gewerkschaft darauf hingewiesen, dass sie in einer gewissen Bringschuld ist und erst einmal auf die Frauen zugehen muss.

Große Chancen für ver.di sehen die Madonna-Frauen bei dem Thema Aus- und Weiterbildung für Prostituierte: So könnte die Gewerkschaft unter anderem mit fundierter Beratung bei dem Thema Bauordnungsrecht punkten, was unter anderem für die Betreiberinnen von Clubs ein ganz heikles Feld ist. Madonna e.V. attestiert ver.di durchaus Interesse und Engagement bei dem Thema: Wir finden es gut, dass das Thema Prostitution von ver.di auch auf eine internationale Ebene gehoben wird. Denn in vielen Ländern sind die Arbeitsbedingungen von Prostituierten noch schlechter als bei uns

http://www.pr-inside.com/de/bislang-nur ... r37532.htm
Zwerg

Kontakt per PN oder über das Kontaktformular:
memberlist.php?mode=contactadmin

Notfälle: ++43 (0)676 413 32 23

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Ana Lopez - Trabahadores do Sexo Uni-Vos!

#5

Beitrag von Marc of Frankfurt »

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Gewerkschaftliche Organisation im fernen Asien

#6

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Gewerkschaftliche Organisation

für Prostituierte auch im fernen Asien




Rosanna Barbero von Oxfam ( www.oxfam.org | www.oxfam.de ) organisiert Hurenworkshops.

Man Chirop organisiert sich mit anderen Prostituierten gewerkschaftlich.

Prostituierte sollen ihre eigenen Bordelle betreiben dürfen, um sicher und frauengerecht arbeiten zu können. Eine Forderung, die in Berlin gerade umgedreht zu werden scheint.

Frauenministerin Mu Sochua setzt sich für die Oranisation und Stimme der Sexarbeiter ein.


YouTube-CNN-Video: Prostitution in Phnom Penh, Kambodscha

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=gZ1Qr7S_wnM[/youtube]





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Sex Worker Unions

#7

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Gewerkschaftsseiten:





International:
International Trade Union Conference:
www.ituc-csi.org | Wikipedia

European Trade Union Confederation
www.etuc.org

European Trade Union Institute
www.etui.org

World Federation of Trade Unions:
www.wftucentral.org

New Unionism:
www.newUnionism.net





Asia Pacific Network of Sex Workers:
www.apnsw.org

Latin American regional network Red de Mujeres Trabajadoras Sexuales de Latinoamérica y el Caribe:
www.redtrasex.org.ar





Argentinien:
AMMAR which is affiliated to the Central de Trabajadores de la Argentina (CTA):
www.ammar.org.ar


Dänemark:
SIO - Sexworkers Interest Organisation:
www.sexarbejde.dk

Sexworkers Interest Orgaization (SIO):
www.s-i-o.dk


Deutschland:
Ver.di - Hamburg:
www.arbeitsplatz-prostitution.de | www.verdi.de | Wikipedia
www.verdi.de/bildung

www.mediafon.net | www.ratgeber-mediafon.de
www.ratgeber-e-lancer.de | www.ratgeber-freie.de

Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen - Berlin:
www.BuSD.de


England:
International Union of Sex Workers - London:
www.iusw.org
affiliated with:
www.gmb.org.uk | Wikipedia


Finnland:
www.salli.org


Griechenland:
Greek union which is affiliated to the national trade union confederation GSEE


Indien:
Kerala Sex Workers' Union which is affiliated to the New Trade Union Initiative in India
http://kswu.blogspot.com

Durbar Mahila Samanwaya Committee (sex workers' support organization turning into a union in Kolkata (Calcutta), India:
www.durbar.org

Sanram in Sangli, Maharashtra, Westindien:
www.sangram.org


Niederlande:
De Rode Draad which is affiliated to Bondegenoten FNV:
www.rodeDraad.nl



Peru
Asociación de T.S. Miluska Vida y Dignidad
Lima
Perú
http://miluskavidaydignidad.iespana.es/ ... acion.html


Pakistan:
General Federation of Trade Unions
www.gftupk.org (nicht mehr im Netz)


Uruguay:
AMEPU, which is an affiliate of the PIT-CNT


U.S.A.:
Erotic Service Providers Union
Californien:
www.espu-ca.org

Wobblies (Industrial Workers of the World) have formed a sex workers' union (the Sex Trade Workers' Industrial Union 690):
www.iww.org/unions/dept600/iu690





Siehe auch Länderberichte International
www.sexworker.at/international
Zuletzt geändert von Marc of Frankfurt am 21.05.2011, 18:48, insgesamt 8-mal geändert.

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Die Junge Sexarbeiter Gewerkschaftsgeschichte

#8

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Gewerkschaftliche Selbstorganisation von Sexarbeitern:
Eine Forschungsstudie über die junge Geschichte

Sex worker unionisation:
an exploratory study of emerging collective organisation

Gregor Gall
Professor of Industrial Relations, University of Hertfordshire




ABSTRACT

In a number of Western economies in the last two decades, sex workers have begun
to organise themselves in, and be organised by, trade unions for the first time. This
article examines the salient processes and outcomes of this phenomenon. It firstly
explores the influence of the prostitutes’ rights movements and the emergence of the
‘sex work’ discourse where the selling of sex and sexual services are regarded as a form
of ‘emotional’ or ‘erotic’ labour. The advances in sex worker union organisation are
recounted before assessing the forces leading to unionisation and those forces that act
as impediments to unionisation. The conclusion of the article is that extant sex worker
unionisation is a fragile and embryonic phenomenon.

Industrial Relations Journal 38:1, 70–88



Wissenschaftliche Originalarbeit:
www.espu-ca.org/wp/wp-content/uploads/2 ... j_4361.pdf
(PDF - 19 Seiten)

Erotic Service Provider Union - Californien
www.espu-ca.org






siehe oben auch sein Fachbuch:
'Sex Worker Union Organising An International Study'
by Gregor Gall,
published by Palgrave (ISBN 1403949255, £55.00)
www.palgrave.com/products/Catalogue.aspx?is=1403949255




_________________





Buch:

No Justice! No Piece!: A Working Girl's Guide to Labor Organizing in the Sex Industry


By: “the hell-raisin’ hussies who organized the Exotic Dancers Union at San Francisco’s Lusty Lady Theater”
(hard to find, may be available from the Industrial Workers of the World www.iww.org)





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Lusty Ladies San Francisco 1997-2013

#9

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Film:

Organisation einer Gewerkschaft für StripperInnen



Bild

www.livenudegirlsunite.com





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Vortrag in Californien

#10

Beitrag von Marc of Frankfurt »

ESPU hat Prof. Gall eingeladen

Sex Workers Emerging Identities in Organized Labor: Past, Present and Future



Erotic Service Providers Union (ESPU)
Monday January 7, 2008 7-9 pm
Laney College, 900 Fallon Street Oakland, California 94607
Room G-209 Campus Map
http://espu-ca.org/wp/?p=167

Auxiliary ESPU member, Slava Osowska will open with a short presentation on the role of prostitutes in organizing the Industrial Workers of the World.

Women’s support of workers’ strikes are key to worker self determination. Many women worked as prostitutes in early America as it gave them ability to migrate. Use of phrases and words associated with prostitution such as ‘Red Light District’ and ‘punk’ will reveal the relationship between freedom loving people; organized workers and prostitutes.

Slava Osowska is an IWW member
www.iww.org/de





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Wahrheit im Witz

#11

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Genossenschaftsbordell mit gewerkschaftlich organisierten SDLs (SexdienstleisterInnen)



Ein Gewerkschafter will Kunde werden und geht von Bordell zu Bordell, um ein Bordell mit gewerkschaftlich organisierten Sexarbeiterinnen zu finden, wo er seine 100 Euro ausgeben will.

Doch die Empfangsdamen sagen ihm alle, daß sie den Großteil für sich und den Betrieb einsetzen und die Mädchen nur den kleineren Teil abbekommen.

Doch letztendlich ist er erfolgreich und findet ein Bordell gemäß den gewerkschaftlichen Arbeitsstatuten und es wird garantiert, daß der größte Teil des Umsatzes an die Arbeiterin geht.

Erleichtert übergibt er das Geld und zeigt zu der jungen Blonden und sagt, er möchte sie kennenlernen. Doch die Empfangsdame zeigt zu der älteren Dame in der Ecke und sagt: "Danke, aber Charlotte hat hier 47 Jahre Betriebszugehörigkeit und sie ist als nächste dran".





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Dänemark

#12

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Sexarbeitergewerkschaft in Dänemark gegründet


Das Bild zur Gründungsfeier


SIO - Sexworkers Interest Organisation.

http://s-i-o.dk/

http://www.sexarbejde.dk





Mehr:
http://sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=33134#33134 (Länderberichte)





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Gewerkschaftliche Interessenvertretung für SW-MigrantInnen?

#13

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Gewerkschaften und die Organisation von undokumentierten MigrantInnen (viele in der Sexarbeit)

DOSSIER Leben in der Illegalität


Eine Studie der Heinrich Böll Stiftung der Grünen





Between Organising and Exclusion: Trade Union Strategies and Undocumented Migrant Workers

by Özge Berber Agtas, Beate Amler and Luciole Sauviat

Undocumented migrants or migrants with precarious residence status are generally also vulnerable workers. Some of the problems that these workers face are: bad pay, no accident insurance, employers withholding pay, long working hours and sexual harassment. Trade unions are organisations dedicated to defending labour's interests, however, some also deal with broader issues that concern migrant workers in general and undocumented migrant workers in particular. One of the well-known mottos of the organised working class is the notion of solidarity; ideally, this maxim should extend to all workers.

...

Studies conducted in Germany have shown that racism, social Darwinism and chauvinism are as widespread among trade union members, as among other parts of the population (Zeuner 2007, Bibouche/Held 2002).

There are also more practical problems: it may be difficult to reach undocumented workers as they may hide their status; likewise it is not easy to keep them as reliable paying union members since they often have to switch places, jobs and sectors. As it is the case for domestic workers, the employment contracts between a family or private individual, and a domestic worker are "a-typical". In such situations, collective bargaining is difficult as there are no employers' associations to negotiate with (ETUC 2005).

...

The most common way to support undocumented migrant workers is to provide legal assistance, including: negotiation with legal authorities over residence and work permits, visas, information on regularisation procedures, legal and labour rights and supporting workers to appeal to the labour court.

...

However organising undocumented migrants is not just about organising members within unions; it is also very important to question the legal system and states' practices. Therefore, it requires political will and consent of the trade unions to support and organise undocumented migrant workers.

http://www.migration-boell.de/web/migration/46_1387.asp





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Hurenbewegung/Sex Worker Movement erforscht:

#14

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Das Erwachsen und die Unsicherheiten
der sozialen Sexarbeiter Selbstorganisation


The Emergence and
Uncertain Outcomes of
Prostitutes’ Social
Movements



Von Lilian Mathieu
UNIVERSITÉ PARIS X-NANTERRE

European Journal of Women's Studies 2003; 10; 29





This article is a comparative study of five prostitutes’ social movements.

The emergence of these movements is one of the major developments in the politics of prostitution:
for the first time, prostitutes are politically organizing and
expressing their claims and grievances
in the public debate about prostitution
– a debate from which they are usually excluded.

But, as is the case for most stigmatized populations,
this pretension to enter into the public debate is faced with many difficulties.

Some of these are inherent to the world of prostitution,
which is an informal, competitive and violent world,
in which leaders face constant challenges to establish and maintain their authority and legitimacy.

The article also emphasizes the crucial, but ambiguous, role
played by alliances between prostitutes and people from other parts of society (especially feminists).
Prostitutes’ dependence on these supporters leads the author
to consider their social movements to be heteronomous mobilizations.





Wissenschaftliche Orignalarbeit
http://tinyurl.com/6syw8d
(PDF - 23 Seiten)





Querverweis:
Geschichte der deutschen Hurenbewegung - Petra Schmackpfeffer:
viewtopic.php?p=27637#27637





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Schon die Ist-Analyse ist treffend

#15

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Zum int. Hurentag - Sexworkerpride am 2. Juni:

Anal-yse,
warum Sexarbeiter selbst bis heute immer noch nicht organisiert sind,

um fair dem gesellschaftlichen Leben teilhaftig zu werden.



The Obstacles of Sexworker Mobilization and Self-Organization



zitiert aus obiger Arbeit
Seiten 32-35 ...
  • Gesetze - Law:

    Laws regulating or prohibiting prostitution can have a direct effect on the prostitutes’ ability to organize.
  • Herkunft - Poor social background:

    The poor capacity to engage in social protest can be explained by the social origins of most prostitutes.
    Prostitutes originate from the lowest classes of society.
    Most [besser: many] prostitutes also live in extremely precarious conditions.
    Low levels of education.
    Precarious living conditions.
  • Ausgrenzung - Stigma:

    Es gibt keine vertikalen Bindungen (zu anderen Gesellschaftskreisen)

    Prostitutes are ordinarily considered as one of the most marginalized and stigmatized social groups.
    The stigmatization of prostitutes adds to the precariousness of their living conditions by forcing them to constantly disguise their activities (they must hide from their parents, their children, the police and, sometimes, social workers).
    Illegal immigrant
    Transsexuals
    Homosexuals
    The indignity and secrecy that affect prostitution are among the major factors that prevent prostitutes from protesting publicly against their unhappy endemic condition.
    Feeling that they have no legitimate right to exert this competence and enter the public debate (Bourdieu, 1980).

    What seems to be the main obstacle confronted by sex worker movements is the ambivalence that most prostitutes feel towards their activity, an ambivalence that is directly related to the stigma of prostitution.
    Because they experience the stigma attached to ‘sex work’ on a daily basis and (more or less consciously) share the socially dominant negative opinion towards this occupation, they are not entirely convinced that prostitution is really a profession that deserves recognition.
    The leaders of the movements who entered into protest and created a professional organization as a way to give up prostitution are examples of this ambivalence: Their defection [Abtrünnigkeit, Treuebruch] shows the weight of the dominant pejorative [abwertende] representations of prostitution that have the power to compel [nötigen] and to be shared by the very people they discredit.
    For them, the exit always seems more valuable than the voice (s.u.).
  • Sozialstruktur im informellen, nur teillegalisiertem Sexmarkt - Social Sex Market Structure:

    Es gibt keine horizontalen Bindungen (wg. archaischer Wettbewerbsstruktur)

    Lack of structure and organization of the world of prostitution itself.
    A population that lacks the necessary resources to initiate a collective protest.
    Characteristics of the prostitute population, one which is generally marked by a very low level of pragmatic competence for collective action.
    The commercial logic of the world of prostitution contradicts collective action by making competition prevail upon solidarity.
    World of prostitution appears to be a social world with extremely weak cohesion.
    Prostitutes do not belong to a real ‘goup’ or ‘community’, but constitute an informal population united only by their common activities, common living conditions and common stigmatization.
    This endemic deficit of internal cohesion that affects the world of prostitution is one of the strongest obstacles to protest, as it makes free-riding strategies more attractive than collective action.


Gefangen zwischen unmöglichen Alternativen:
voice vs. exit

Öffentlichkeitsarbeit incl. Zwangsouting vs. Zwang zum Ausstieg


Referring to Hirschman’s (1995) concepts
[Hirschman, Albert O. (1995) Défection et prise de parole. Paris: Fayard. (Orig. pub. Exit, Voice, Loyalty, Cambridge, MA: Harvard University Press, 1970.)],

it could be said that the characteristics of their group confront prostitutes with an impossible choice:

it has been shown that the voice solution is difficult, impossible or, more often, unimaginable for them.

What seems to be the easiest and most accessible alternative, exit, also meets with many obstacles, such as drug dependency, submission to a procurer, or lack of professional qualifications preventing them from finding normal jobs.

Prostitutes seem, in most cases, to be restricted to a form of loyalty to the world of prostitution, a forced loyalty comprising resignation and fatalism.

As long as the prostitutes’ relation to their condition remains ambivalent,
social movements fighting for the recognition of prostitutes’ rights will face huge difficulties to mobilize them, and will remain marginal.





Das würde ich als "Falle Prostitution" oder "strukturelle Zwangsprostitution" bezeichnen:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=31106#31106 (Beim Thema: Ausstieg/Umstieg)

Es zeigt die volle Macht des unfassbaren Stigmas (Putophobie, nichtsexuelle Prostitution gilt als gesellschaftliches Grundübel).
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=919 (Wortgebrauch)

Es zeigt wie sehr Stigmamanagement und Stigmadekonstruktion zum Kern von Sexarbeiter-Aufklärung, -Ausbildung und -Fortbildung gehören müssen.
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=817 (Sexworker Academy)

Es braucht Coming-out Gruppen für Sexworker [incl. geförderter Legalisierungsworkshops], so wie es Coming-out Gruppen der Schwulen-und-Lesben-Bewegung inzwischen in jeder größeren Stadt gibt. Möglicherweise ist das anonyme Internetforum SEXWORKER.AT ein erster wichtiger Schritt dazu. Denn auch bei Schwulen und Lesben hat es über 20 Jahre gedauert nach einer gesetzlichen Entkriminalisierung von Homosexualität bis Vorurteile und Stigma einigermaßen abgebaut werden konnten. Bei ihnen war nur das Tabu Sex nicht aber das Tabu Geld betroffen ...





Weiteres zur Stigma-Dekonstruktion:

www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=919 (Stigmaforschung und Leitbilder Sexwork)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=102619#102619 (Voice & Exit miteinander vereint von Simone S.)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=90061#90061 (Watzlawick'sche Scheinalternative)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=39370#39370 (Virginie Despentes: King Kong Theory)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=82847#82847 (migration and urban planing Wien2010)
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=44807#44807 (Sadie Lune: "Stop punishing me because you can't imagine being me.")
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=80943#80943 (Kerala Sexworkers about children in sex work)
Double Bind
Karpmansches Drama-Dreieck
Sündenbockfunktion, Projektion
Intersektionalitäten
...





Sex workers face several severe challenges!

Answer to Thierries impulse statement which I like to extend and bring to our common awareness:
  • Competition: Which is very high in unregulated markets. Since our economy is partly criminalised and a grey market, solidarity is not easy. Solidarity needs structures and a foundation in order to flourish (unconditional love, basic income grant, job quota for sex workers and ex-sex workers within the helper industry and NGOs, affirmative action policy).
  • Exclusion: By law we are not allowed to cooperate, work together, have management, profit from prostitution gain, move and settle free, get help from the police, be part of organized pension plans... On one hand side we have to work on these atrocities and on the other we have to develop new infrastructure and missing support institutions ourselves: sex worker academies, sex work research centres, sex work insurance, sex worker saving bank and micro credit institute, sex work cooperatives, sex work self regulatory boards, sex worker union, sex work intra-peer supervision, sex worker elderly homes...
  • Moral hazard: Discretion, secrecy and double life, which we are forced to developed as countermeasure to taboo, stigma and alienation, makes it easy for a-social profiteers or drop-outs. Social control among us is low and can't hardly be improved. Whore culture and unionisation can be a solution or countermeasure.
  • Self fulfilling prophecy: The stigma meme, mainstream culture and religious traditions have the capability to reiterate itself. We need to break that vicious circle. Besides, we must be alert how energy consuming and draining the fight and involvement in the public whorephobic discourse can be and that due to Self Value Management many sex workers decide to stay away in order to prevent SWBO (sex worker burn out).
  • Scapegoating mechanism: The War on Whores has more to do with stabilizing society (due to misinformation, projection of suppressed emotions, class separation 'divide et impera'...), than with fighting sex for money between consenting adults. De-constructing societal psychological mechanisms is so important. Karpman Triangle, Intersectionality, Othering, Sexual Politics... give great explanations. We need to teach Stigma Management to our fellow sex workers.
  • Youth bound business: Like children, pupils, compulsory military/civil service, students... all these are time limited life periods, which makes is hard to establish self organizing and representational structures within and establish an inheritance mechanism for these structures and culture. Up to now every generations needed to start from scrap. Now we have formed sex worker movement and history and use modern information and self management technologies (ICT, Liquid Democracy).
  • Outplacment: And as answer for the individual sex worker on the youth bound business limitations we need to teach ourselves about financial planning, security, Whore Carer Management, Exit Strategies and Sex Worker Outplacement in whore college and SWOU. Otherwise sex workers can become trapped in poverty, addiction and a closet of shame.
  • Heterogeneity: Sex workers come from all traits of life and often have very few in common. Some have very low level of education or knowledge of the local culture due to poor social background... Many fall to the mechanism to degrade others in order to not feel their own precariousness (escorts v whores, porn actors v whores, local whores v migrants...). Inclusion among ourselves becomes a hard task.
  • Negative energies: These can come form shy, negative customers, from the media and public discourse, from drained out old sex worker fellows and social workers... To develop an invigorating community spirit is key. Inclusion of young successful new sex workers in functions of the movement is important (human resources).
  • Trapped between voice and exit: Preventive Self-Outing and Legalisation becomes the root qualification of modern sex workers (registration, taxation). Hence peer education in Stigma-Management and business coaching is so vital to develop a sustainable sex biz model.
  • Insecurity: Ever faster changing life and working conditions in a globalized over-poppulated resource restricted world governed by corporatocracy does not stay away from the oldest profession. We have to master many contradictions and transitions and then maybe become mature enlightened avant-garde role model of modern flexible worker, independent entrepreneur and sole proprietor of one-self.
A real avant-garde revolutionary worker and sex worker has to have no fear !!!

Thierry's statement to our fellow sex workers:
www.thierrySchaffauser.wordpress.com/20 ... x-workers/





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Sexworker-Vereinigungen international

#16

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Our Lives Matter
Sex Workers Unite for Health and Rights


By Anna-Louise Crago
Sexual Health and Rights Project (SHARP)
Open Society Institute (OSI) Public Health Program, Soros Foundation, New York City

  • "The right of all sex workers to live free and healty lives"
Mit Berichten aus folgenden
Ländern - Sexworkprojekten:


Bangladesh - Dorjoy Nari Shongho
Brazil - Davida
Canada - Stella
India - Durbar Mahila Samanwaya Committee
Russia - Humanitarian Action
Slovakia - Odyseus
South Africa - Sex Worker Education and Advocacy Taskforce
United States - Sex Workers Project, Urban Justice Center
Österreich/D - Sexworker.at fehlt leider noch [vgl. hier]

Siehe auch
Prostitutionskontrolle Internationale Systemvergleiche:
viewtopic.php?t=949
Dateianhänge
Our Lives Matter Sex Workers Unite for Health and Rights.pdf
PDF 76 Seiten Englisch mit vielen Fotos
(1.09 MiB) 586-mal heruntergeladen
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#17

Beitrag von Marc of Frankfurt »

New York
BDSM-Dienstleisterinnen wollen eine Gewerkschaft


BINDING ARBITRATION
S&M GALS DIG IN THEIR HEELS WITH UNION BID



By REBECCA ROSENBERG
Posted: 3:56 am
October 6, 2008



Bild

POWER PLAY: Local dommes like (clockwise from left) Goddess Haley, Miss Juliette and Lady Zombie are looking to unionize.


New York's dominatrixes have been getting spanked by the economy recently - and now, they're lashing back.

Already reeling from a series of local prostitution raids, dommes have also had to grapple with disobedient clients who can't afford to pay for their punishments.

To address the double-whammy hitting their industry, many of them want to form a political-action committee and union to represent their interests.

"It's never been worse. Business is down 70 percent," said Mistress Johanna, owner of Chelsea's Le Salon DeSade. "We've had all these busts, and now the economy is out of control. The uncertainty is torturing us."

On Thursday, 10 dominatrixes at DeSade were dressed to the hilt - in red corsets, latex minis and thigh-high boots - with no one to flog.

On what used to be one of the house's busiest nights, only two customers came in, and the phone barely rang. The few clients who still trickle in have scaled back their sessions.

Most houses on Dungeon Alley, the cluster of S&M clubs in Midtown, complain of similar woes.

Mistresses say the economic downturn and recent spat of busts - namely of Rapture NYC, Rebecca's Hidden Chamber and Avalon - has created an atmosphere of fear and panic.

More than a dozen dominatrixes and dungeon owners have retained John Campbell, partner of the Tilem and Campbell law firm.

"This isn't like the escort industry, where there's a lot of illegality and everyone knows it," said Campbell, who also represents escort agencies. "In the BDSM [bondage, discipline, sadism and masochism] industry, virtually everyone was operating under the belief that what they were doing was legal."

The law is unclear, and this poses a major challenge to dominatrixes who want to run legal businesses but can't figure out what is and isn't allowed, said Campbell.


So now, they've taken matters into their own hands. About two weeks ago, the industry had an emergency meeting. The women discussed forming an informal union to represent their interests.

Johanna's business partner, who requested anonymity, is laying the groundwork.

He's drafting paperwork to start DomPAC, which will lobby lawmakers to rewrite prostitution laws to protect BDSM practices.

Dommes hope this will pave the way for them to unionize, so that one day, they can have 401(k)s, health insurance and unemployment benefits.

"Ultimately, this is about America . . . This is about having the right to express yourself in the lifestyle of your choice," Mistress Johanna's business partner said.

http://www.nypost.com/seven/10062008/ne ... 132295.htm





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Top-down Konflikt

#18

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Wie die Helferindustrie und die Sexworkerselbstorganisation in Konflikt geraten kann.


- Sexarbeiter und ihre Interessenselbstvertretungen sind gesellschaftlich generell unerwünscht.
- Aber darüberhinaus werden sie oftmals selbst in ihren eigenen Belangen und Feld nicht ernst genommen.
- Ihre Kompetenzen werden schlicht ignoriert.
- Sie werden selten und kaum einbezogen.
- Sie werden bei Fördergeldervergabe übergangen, vernachlässigt oder unterbewertet.
- Dennoch werden sie gebraucht um die Helferindustrie zu legitimieren und deren Arbeitsplätze zu rechtfertigen.
- Die Inklusions- und Empowerment-Ansätze der Helferindustrie funktionieren nicht ...





Hier ein Beispiel von der preisgekrönten thailändischen Sexworker Organisation Empower im Konflikt mit United Nations Population Fund (UNFPA) und dem Nossal Institute of Global Health der Melbourne University, welches die Projektgelder stattdessen vereinnahmt hat.


Ein Protestbrief:

Empower will sich nicht an einem Training für Helfer für Sexworker beteiligen, welches zwar vorgibt Stigma und Vorurteile bekämpfen zu wollen, aber so wie es organisiert ist deutlich solche Vorurteile der Institutionen erkennen läßt.

Empower will nicht Alibifunktion in einem Team haben, wo Nichtsexarbeiter bezahlt werden um ein Trainingsmodul für die Arbeit mit Sexworkern zu entwickeln.

Empower will sich nicht für ein Trinkgeld kaufen lassen, für ein fragwürdiges Projekt wo es dann später heißen soll es wurde mit Sexarbeitern entwickelt.

Empower will sich nicht beteiligen an einem Projekt wo Sexarbeiter einmal mehr nicht als intelligent, qualifiziert und wertvolle Partner angesprochen werden.

Empower will sich nicht an einem Projekt beteiligen, wo Sexworker nur gebraucht werden um Illustrationen, und Beiwerk zu liefern mit Lebens-, Leidensgeschichten und Rotlichtviertel-Ortskenntnissen.

Empower will sich nicht beteiligen an einem Projekt wo Sexworker nur gesehen werden als Zielgruppe, Werkzeug oder Opfer.

Empower will sich nicht beteiligen an einer Materialentwicklung, wo es nicht die Rechte behält.

Empower will nicht zusammenarbeiten mit einer Behörde und UN-Institutionen, die so durchwachsen sind von Vorurteilen gegen Sexarbeit und dies in ihrer Sprache und Begriffsauswahl wiederholt bezeugen.

Empower kämpft gegen Objektifizierung und Paternalismus.

http://www.nodo50.org/Laura_Agustin/wha ... f-sex-work





Die Bar "Can-Do" betrieben als Sexworker-Kooperative ist ein
Gegenentwurf:
http://www.empowerfoundation.org/cando.html





Partizipations-Probleme SW
viewtopic.php?p=45292#45292
(in: Geld - Macht - Sex)





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So machen es die SW:

#19

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Staatlich finanzierte
SexarbeiterSELBSTorganisation


Beispiel Queensland, Australien



UNITED SEX WORKERS NORTH QUEENSLAND (USNQ)

A new, strong sex worker organisation is up and running in North Queensland
and is developing plans to become a funded service for sex workers. We
congratulate USNQ in being awarded a new grant from the Townsville City
Council. Now is the time to get involved and support this fabulous new
group!!

You can call 07 47 244 853

http://www.scarletalliance.org.au/nm/au ... /qld/usnq/
Link to more info about USNQ

Aufnahmeantrag:
http://www.scarletalliance.org.au/libra ... bership08/
Download the PDF Membership form to USNQ

Sexarbeiter-Zeitung:
http://www.scarletalliance.org.au/libra ... sherald_08
Download the PDF of "Hookers Herald" - USNQ Newsletter, October 2008, 1.8meg
(8 Seiten)





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#20

Beitrag von Marc of Frankfurt »


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