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Hedera
UserIn


Ich bin...: Interessierte(r) Außenstehende(r)

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Eine Fernsehsendung, die vielleicht von Interesse ist.
"Frauenhandel existiert auch in der Schweiz. Doch man darf sich kein falsches Bild machen. Die Opfer - zum größten Teil junge Frauen aus Mittel- und Osteuropa - sitzen nicht angekettet oder eingesperrt in dunklen Kellerlöchern. Irina aus Moldawien zum Beispiel musste zwei Jahre lang in unzähligen Cabarets ihren Körper verkaufen, um ihre Schulden abzuarbeiten. War sie so naiv oder so verzweifelt? Wusste sie nicht, was auf sie zukommt? Welche Gründe zwangen sie dazu, ihr Heimatland Moldawien zu verlassen? In Irinas Heimatland erleiden viele junge Frauen ein ähnliches Schicksal: Sie verlassen ihr Land, die Familie und ihre Kinder in der Hoffnung, im Ausland schnelles Geld zu machen. So auch Svetlana R. Doch anstelle des Jobs in einem Restaurant in Istanbul landete sie in einem der zahlreichen Bordelle auf der nördlichen, türkischen Seite Zyperns.
"Ketten im Kopf" ist ein Film über Frauenhandel von Osteuropa bis in die Schweiz."
Hab keinen Fernseher, aber vielleicht kann mir jemand schreiben, wie die Sendung war.
LG Jasmin
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Redlight Design
aufstrebend


Ich bin...: ohne Angabe

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| Ich kann zwar nix zum Thema beitragen, aber hier kannst Du auch ohne Fernseher fernsehschauen. ;) Link
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Hedera
UserIn


Ich bin...: Interessierte(r) Außenstehende(r)

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| Was es alles gibt! Danke!
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Ich habe zwar auch keinen Fernseher, möchte aber ganz unabhängig davon, was der Film tatsächlich bringen wird, eine Antwort auf folgende Frage wagen:
| Hedera hat folgendes geschrieben:
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War sie so naiv oder so verzweifelt? Wusste sie nicht, was auf sie zukommt? ... In Irinas Heimatland erleiden viele junge Frauen ein ähnliches Schicksal: Sie verlassen ihr Land, ... in der Hoffnung, im Ausland schnelles Geld zu machen.
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Ich halte das für eine Auswirkung der Propaganda im Kalten Krieg.
Nachdem man meinte mit jahrzehntelanger Fehlinformationen über
den "goldenen Westen" via BBC-World, Deutschlandfunk u.a. die Bevölkerung dieser Länder gegen ihr kommunistisches Regime
aufhetzen zu müssen, haben sich die (Trug-)Bilder in den Köpfen festgesetzt. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs glauben diese
Frauen jetzt einfordern zu können, was ihren Müttern und Großmüttern seinerzeit versprochen wurde, wenn sie sich dem Westen anschließen.
Das mag übrigens auch ein Grund für die teilweise absurde Menschenhandelsdefinition sein: Anstelle wenigstens zur
ehemaligen Kriegslist zu stehen und zuzugeben, dass der Westen auch kein Paradies auf Erden ist, werden Gesetze geschaffen, die
den Opfern der Fehlinformation die Schuld daran zuschieben ("Sind die so naiv?") und sie auf's Neue kriminalisieren.
Liebe Grüße, Aoife
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Zwerg 
Senior Admin


Ich bin...: Engagierte(r) Außenstehende(r)

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Hedera
UserIn


Ich bin...: Interessierte(r) Außenstehende(r)

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Die Doku ist 2007 schon mal im Fernsehen gelaufen?
Der Ansatz "Kalter Krieg-Propaganda" ist interessant. Ich frag mich, ob sich Falschinformationen und Trugbilder so lange halten können?
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| Hedera hat folgendes geschrieben:
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Ich frag mich, ob sich Falschinformationen und Trugbilder so lange halten können?
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Ich denke schon - oder genau gesagt: Ich bin davon überzeugt ...
Wie viele Mitteleuropäer assoziieren mit "dem Russen" noch immer eine Gefahr für "unsere Freiheit"?
Oder träumen beim Begriff "USA" unwillkürlich von "unbegrenzten Möglichkeiten"?
Natürlich können einzelne durch reale Erfahrungen ganz schnell in die Wirklichkeit zurückgeholt werden.
Aber bei denjenigen, die das nur von Erzählungen kennen, wird es mindestens 3 Generationen dauern, bis die Trugbilder zu verblassen anfangen.
Wir dürfen nicht unterschätzen, welchen Einfluß "Großmutters Geschichten" auch heute noch auf uns als Erwachsene ausüben
Liebe Grüße, Aoife
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Ariane 
PlatinStern


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Ja Aoife, das habe ich mich auch gefragt, als ich mir diese Doku gestern abend angeschaut und bis heute mit einem Gewährsmann diskutiert habe. Danke für deine Einsichten. Wir sind zu einem ähnlichen Schluss gekommen. Jedenfalls war sie erschütternd, insbesondere der "Wiederholungszwang", sich immer wieder in Gefahr zu bringen, das Beispiel mit der Einladung aus England; die Aufnahmen von Frauen, ihre verletzte Seele inkl. Selbstverletzung, Suizidversuche.
Was ist, wenn ich es richtig lese, seit der Erstausstrahlung passiert? Trotz NGOs wie IOM; nicht viel in den Herkunftsländern, aber auch die erwähnte Türkei. Die lachen sich tot, die organisierten Menschenhändler, wenn unsereiner sich für SW-Rechte engagiert. Ich fühle mich ziemlich ohnmächtig gegenüber diesem Horror. Meine Gedanken sind oft bei den Frauen, denen das Schlimmste widerfährt.
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noriam
interessiert


Ich bin...: ohne Angabe

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Hi,
schön, wie ihr das politisch erklären wollt, Ost-West. Ist es aber nicht. Auch von Nord nach Süd gibt es viel Menschenhandel. Erst gestern war hier in D in den Medien, wie in Razzien Minderjährige aus Afrika in Bordellen gefunden wurden. Denen wurde gedroht, der Vodoo-Priester würde einen bösen Zauber über sie verhängen.
Ich selbst wollte vor 35 Jahren nach Indien, einfach so als 15-jähriges Hippie-girl, und wurde in Istanbul verkauft, musste anschaffen, und wurde dann weiterverschachert in den arabischen Raum, konnte aber vorher fliehen (bin jetzt keine sex-workerin).
Es kann auch sein, eine geht für ihren Freund anschaffen obwohl sie es nicht will, weil der irgendeine Macht über sie hat. Auch das sind Ketten im Kopf.
Also ich finde: es gibt es organisiert, unorganisiert und vor allem: ÜBERALL.
Respect!
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Zwerg 
Senior Admin


Ich bin...: Engagierte(r) Außenstehende(r)

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| noriam hat folgendes geschrieben:
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Also ich finde: es gibt es organisiert, unorganisiert und vor allem: ÜBERALL.
Respect!
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Hallo Noriam!
Auch ich begegne bisweilen während meiner Arbeit Gewalt (sowohl physisch als auch psychisch) - mit ein Grund, warum wir die Grenze zwischen freiwilliger selbstbestimmter Sexarbeit und ausgebeuteten vergewaltigten ZwangsarbeiterInnen so scharf ziehen. Wir bekämpfen jegliche Gewalt auf das Schärfste! Trotzdem bestehen wir auf diese Trennung! Es gibt wahrscheinlich nur sehr wenige Arbeitsfelder, in welchem (für Außenstehende) die Grenze derart verschwommen ist.
Die Gesetzgebung - und leider auch ein großer Teil der "Gesellschaft" steigt im Bemühen den Opfern zu helfen oft genug rücksichtslos bzw. auch unwissend auf die "Selbstbestimmten" drauf. Zu leicht werden Themen vermischt, die unterschiedlicher nicht sein können.
Meine persönlichee Auffassung (ich bin seit annähernd 5 Jahren im Außendienst tätig (wir haben eine 24-Stunden Hotline und sind auch vor Ort tätig)) besagt, dass selbstbestimmte Sexarbeit absolut nichts mit Zwang zu tun hat - und das deshalb die Vermischung der Themen nicht zulässig ist.
Natürlich ist es auch von unserer Seite selbstkritisch zu hinterfragen, warum wir hier auch polarisierenden Themen aufgreifen (die eigentlich uns/die Vertreter und Verfechter der selbstbestimmten Sexarbeit/ nicht betreffen). Dies ergibt sich durch die öffentliche Diskussion, die uns derartige Themen aufzwingt.
Ich bin sicher, dass es verständlich ist, wenn ich behaupte: Opfer gehören unter allen Umständen erkannt und es ist zwingend notwendig ein politisches und gesetzliches Umfeld zu schaffen in welchem der Opferschutz bzw. Hilfestellung höchste Priorität genießt (ist IMHO derzeit nicht so) - gleichzeitig müssen jedoch aber die Errungenschaften der Selbstbestimmung (sexuelle Selbstbestimmung - aber auch die freie Wahl des Arbeitsfeldes - der Ansässigkeit - und auch der Privatsphäre) für Nichtopfer hoch gehalten werden (meiner Meinung nach zur Zeit ein absolutes Manko, wenn es um Sexarbeit geht)
liebe Grüße
christian
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Arum
PlatinStern


Ich bin...: Engagierter Kunde

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| noriam hat folgendes geschrieben:
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Hi,
schön, wie ihr das politisch erklären wollt, Ost-West. Ist es aber nicht. Auch von Nord nach Süd gibt es viel Menschenhandel. Erst gestern war hier in D in den Medien, wie in Razzien Minderjährige aus Afrika in Bordellen gefunden wurden. Denen wurde gedroht, der Vodoo-Priester würde einen bösen Zauber über sie verhängen.
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Wie schon von mir erörtert auf http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=78152#78152: diese Fernsehgeschichte stimmt nicht überein mit der offiziellen Pressemitteilung der Polizei, die Du auf dieser Seite auch vorfinden kannst.
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Marc of Frankfurt 
SW Analyst


Ich bin...: SexarbeiterIn

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noriam
interessiert


Ich bin...: ohne Angabe

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Hi jetzt muss ich zwei Leuten gleichzeitig antworten, und blicks nicht recht mit dem Forum
Also, dem1.
Claro, ich finde, dass Sexarbeit eine respektable und schwere Arbeit ist, die mehr Anerkennung bedarf.
Aber es gibt auch Opfer unorganisierten Zwanges, psychologischen Druckes u.ä. - oder?
2. wg. Afrika
-war nicht der erste Beitrag der auf Zusammenhang zw. Zwangsprostitution und Vodoo verwies. Es ist in manchen Gegenden Tradition, dass die Zauberer für die Schuld, die ein männl. Mitglied einer Familie auf sich geladen hat, ein junges Mädchen bekommt.
So wie es "normal" ist, dass junge Mädchen in fremde Familien gegeben werden, als Haussklaven sozusagen.
So wie die animistischen Religionen grossen Einfluss auf das Alltagsleben haben.
Sag mir keiner, dass keine auch mal in unsere Breitengrade kommt und angeboten wird.
Hab übrigens als Besucherin auch mal in einem Bordell in Togo gelebt.
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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Hallo Noriam,
zunächst einmal willkommen bei uns im Forum!
Tja - und dann hätte ich mit deiner Aussage:
| noriam hat folgendes geschrieben:
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Hi, schön, wie ihr das politisch erklären wollt, Ost-West. Ist es aber nicht. Auch von Nord nach Süd gibt es viel Menschenhandel.
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ein logisches Problem. Wieso soll eine behauptete Sache (viel Nord-Süd-Menschenhandel) die politisch-psychologische
Erklärbarkeit einer völlig anderen Gegebenheit (naiv erscheinende Motivation bei der Ost-West-Migration) ausschließen?
Auch vestehe ich nicht wirklich, wieso du die (wohl falsche) Zeitungsmeldung über die (wenn sie denn wahr wären unschönen)
Begleitumstände bei Einzelfällen von Süd-Nord-Migration als Beleg für "viel Nord-Süd-Menschenhandel" zitierst ...
Liebe Grüße, Aoife
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noriam
interessiert


Ich bin...: ohne Angabe

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hi, danke
also:
süd-nord schliesst ost-west natürlich auf gar keinen Fall aus. Und Du hast sicherlich recht was die Beweggründe oft sind.
Vielleicht war "viel" vielleicht übertrieben. Und es ist natürlich auch so, dass viele Frauen aus "süd" diese Dienstleistung auch gerne anbieten.
Trotzdem finde ich ich jeden einzelnen Zwang "zuviel"
Auf jeden Fall finde ich klasse, dass ich bei Euch mitdisskutieren darf, wie gesagt: respect!
Feierabend - schönes Wochenende allen
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| noriam hat folgendes geschrieben:
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Trotzdem finde ich ich jeden einzelnen Zwang "zuviel"
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Wir auch!
Nur wer die Fälle von Zwang mit allen Mitteln hochspielt um ganz andere und geradezu gegenteilige politische Absichten
durchzusetzen, nämlich selbst Zwang auf Andersdenkende und Andershandelnde auszuüben, mißbraucht diesen Diskurs.
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=78135#78135
Liebe Grüße, Aoife
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Arum
PlatinStern


Ich bin...: Engagierter Kunde

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| Aoife hat folgendes geschrieben:
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(naiv erscheinende Motivation bei der Ost-West-Migration)
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Die man übrigens selber stark anzweifeln dürfte. Der Gedanke der Naivität tut immer so alsob es in dem Osten selber keine offene, wenn auch verbotene, Prostitution gäbe. Das stimmt aber nicht.
Man wird doch nicht im Ernst meinen wollen, dass der Tatbestand dass die meisten ausländischen SW in der EU heutzutage aus Rumänien kommen ( siehe http://www.soschildrensvillages.org....-sex-workers-from-romania ), möglich wäre, nur auf Grund von deren Naivität?
Und wer dafür sorgen will, dass junge Ost-Europäerinnen sich nicht auf das Gewerbe einlassen, sollte sich erstmal bemühen, dass diese selben Frauen daheim eine gut bezahlte Arbeitsstelle ausserhalb der Prostitution bekommen können. Ein interessanter Artikel zu diesem Thema wäre: http://mpra.ub.uni-muenchen.de/14242/1/MPRA_paper_14242.pdf . Hier werden die Ursachen der hohen Arbeitslosigkeitsquote in Rumänien analysiert, kurz vor Anfang der heutigen Wirtschaftskrise. Ein wichtiger Bestandteil darin ist die Retechnologisierung, also die erweiterte Anwendung digitaler Techniken auf den rückständigen Industriebestand, und auch in der Landwirtschaft. Damit aber geht viel Handarbeit verloren, um mal eine oft von Frauen besetzte Arbeitsebene zu erwähnen.
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Aoife 
Admina


Ich bin...: SexarbeiterIn

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| Arum hat folgendes geschrieben:
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Man wird doch nicht im Ernst meinen wollen, dass der Tatbestand dass die meisten ausländischen SW in der EU heutzutage aus Rumänien kommen , möglich wäre, nur auf Grund von deren Naivität?
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Im Film "Ketten im Kopf" ging es um Einzeifälle, in denen der Glaube der angeblich
zur Migration überredeten Frauen an den "goldenen Westen" schon etwas naiv scheint.
Die Diskussion des Films unter diesem Aspekt soll natürlich nicht bedeuten, dass das der einzige
oder auch nur der wichtigste Migrationsgrund in der Realität ist. Danke für den Hinweis, Arum!
Liebe Grüße, Aoife
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Arum
PlatinStern


Ich bin...: Engagierter Kunde

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| Aoife hat folgendes geschrieben:
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Im Film "Ketten im Kopf" ging es um Einzeifälle, in denen der Glaube der angeblich
zur Migration überredeten Frauen an den "goldenen Westen" schon etwas naiv scheint.
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Ach so
Danke für den Hinweis!
So war es übrigens auch im 17.Jahrhundert, wenn es um die Niederlande ging. Man glaubte, hier gäbe es sogar goldene Strasen.
Nun gibt es das Klischee, dass dieses Land uneingeschränkt weltoffen war, aber das stimmt gerade nicht gegenüber diejenigen die ohne jegliche berufliche Kwalifikation hierhin gelangten (oft Deutschen, vom Dreissigjährigen krieg nach hier getrieben). Bestenfalls wurden die rausgeschmissen, letztendlich oft sogar erhängt.
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noriam
interessiert


Ich bin...: ohne Angabe

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Prostitution gibt es hauptsächlich, wo es soziale Gefälle gibt, und entsprechende Emigration auch.
Was mir sehr, sehr bitter aufstößt, ist der Begriff "Naiv". Jemanden mit Zwang zu prostituieren ist ein derartig boshafter und menschenverachtender Angriff auf die Seele und den Körper eines Opfers, dass den vorauszusetzen, also bei jedem Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben gleich anzunehmen, dass man versklavt wird, paranoid wäre. Zumal man in den Dörfern der Herkunftsländer nicht gewanrnt wird, denn keine kommt zurück und prahlt damit.
Da macht es sich der engagierte Kunde etwas einfach: naiv=dumm=selber schuld- oder was??
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"Ketten im Kopf" Mi, 10.3., 20:15 Uhr; 3sat
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