Ausstieg aus der Prostitution

Du willst aus dem Sexbusiness aussteigen und einen "bürgerlichen" Job annehmen - oder noch besser: dich gemeinsam mit anderen Aussteigern selbstständig machen? Möglicherweise wirst du hier entdeckt...
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fraences
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Ausstieg aus der Prostitution

#1

Beitrag von fraences »

Ausstieg aus der Prostitution
Endlich Schluss mit dem Doppelleben?

Der Ausstieg aus der Prostitution ist schwierig. Viele "Sexarbeiterinnen" haben keine Rücklagen und schämen sich, Hartz IV zu beantragen. Kaum eine ältere Prostituierte hat für die Rente eingezahlt. Und die durchschnittlichen Verdienste auf dem Strich oder in einschlägigen Clubs sind geringer als gemeinhin vermutet.


Niemand kann sagen, wie viele Prostituierte es in Bayern gibt. Aber es sind viele, legale und illegale. Allein in München hat sich im letzten Jahrzehnt die Zahl mehr als verdoppelt: 2881 Frauen sollen in der Landeshauptstadt im Jahr 2011 dem ältesten Gewerbe der Welt nachgegangen sein. Die Polizei zählte 185 Bordelle, fünf FKK-Clubs, drei Laufhäuser, acht Sadomaso-Studios, eine Absteige und neun Straßenstriche. Das Geschäft mit der Lust lohnt sich für die einen mehr, für andere weniger. Denn das Geld sitzt bei den Kunden seit der Finanzkrise nicht mehr ganz so locker. Außerdem hat sich mit der Öffnung der Grenzen der Konkurrenzsituation verschärft.

"Früher hat man immer gesagt: a bissel was geht immer, auch wenn man 60 ist. Da haben wir keine Angst gehabt. Aber in der heutigen Zeit? Man liest in der Zeitung, dass Taxifahrer 120 Euro kriegen, wenn sie Kunden in die Puffs bringen, weil dort nichts mehr los. Außerdem sind so viele Frauen aus Osteuropa da, egal ob das Tschechien oder Polen oder Ungarn ist. Die machen es für zehn Euro, wenn es sein muss, wie man hört. Sie haben das Geschäft kaputt gemacht, ohne Gummi und alles. Vielleicht nicht alle, aber viele."
Jenny, 60, ging jahrelang auf den Strich
Kein Ausstieg - trotz Lügen und Angst



Prostitution
Betreutes Rotlicht
Obwohl Prostitution seit 2002 nicht mehr sittenwidrig ist, führen viele Prostituierte ein Doppelleben. Sie belügen Freunde und Familie, wenn es darum geht, wo sie ihr Geld verdienen. Zum anstrengenden Doppelleben kommt die Angst: vor Gewalttätern und Geschlechtskrankheiten - und für die, die illegal arbeiten, die Angst vor der Polizei. Es gibt also eigentlich viele gute Gründe, aus der Prostitution auszusteigen. Aber die wenigsten Frauen tun es. Sabrina bietet erotische Massagen an, sie kennt die Vorzüge ihres Geschäfts:

"Was ich verdiene, ist Bargeld. Ich muss nicht bis zum 1. oder 15. eines Monats warten. Ich habe Bargeld, und wenn es mir im Moment schlecht geht, kann ich jetzt gleich losziehen und Schuhe kaufen oder gut essen gehen. Das juckt! Und deswegen ist Aussteigen so schwierig."
Sabrina, Mitte 30, empfängt ihre Kunden tagsüber in deren Mittagspausen
Die Rotlichtszene als Zuhause
Rat & Hilfe
Mimikry, Beratungsstelle für anschaffende Frauen in München

Was Sabrina und Jenny erzählen, beobachten auch die Sozialpädagoginnen der Münchner Beratungsstelle Mimikry. Nur vier Prozent der Gespräche, die sie mit Prostituierten führen, betreffen Fragen einer möglichen Lebensveränderung. Das "Milieu", also die Rotlichtszene, ist und bleibt für die meisten Frauen ihr Zuhause.

"Wenn sie sich ganz konkret damit befassen, was es wirklich heißt auszusteigen, und was an diesem Prozess des Ausstiegs dranhängt, dann bekommen sie oft kalte Füße und bleiben lieber in der Prostitutionstätigkeit."
Sozialpädagogin Michaela Fröhlich, Leiterin von Mimikry, Münchner Beratungsstelle für Prostituierte

Aussteigen - mit diesem Lebenslauf?


Wie nennt man diese Tätigkeit im Lebenslauf?
Neben der Umstellung des Tag-Nacht-Rhythmus stellt ein lückenloser Lebenslauf das größte Problem dar, vor dem Bewerbungsmarathon. Wie füllt man die Lücken im Lebenslauf? Wie verfasst man eine Bewerbung? Ohne fremde Hilfe ist ein Berufswechsel der meist aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammenden Frauen kaum zu schaffen. Die meisten Prostituierten fürchten außerdem, dass ihnen ihre Tätigkeit förmlich auf die Stirn geschrieben steht.

"Die Erfahrung zeigt, dass sich die Prostituierten, die aussteigen möchten, selten bis überhaupt nicht in der Agentur für Arbeit München melden. Aber es gibt sie. Manche gehen eher offen damit um und geben im Lebenslauf beispielsweise 'Bardame' oder 'Tänzerin' an. Andere bezeichnen diese Zeit als 'Selbständigkeit' oder 'Auslandsaufenthalt' und versuchen, jeden Rückschluss auf eine Zeit der Prostitution zu vermeiden."
Agentur für Arbeit München

Altersvorsorge ist nicht geklärt


Die wenigsten Prostituierten legen Geld fürs Alter zur Seite.
Hinzu kommt die Scham: Obwohl viele Prostituierte nach einem Ausstieg Sozialleistungen beantragen könnten, scheuen sie die Gang zum Amt. Doch diese Ängste sind unbegründet - natürlich steht auch Ex-Prostituierten Hartz IV zu. Außerdem ein Problem der "Sexarbeiterinnen": die Altersvorsorge. Die wenigsten älteren Prostituierten haben ans Alter gedacht, als sie jung waren, oder haben gar in eine Rentenversicherung eingezahlt. Seit jedoch Frauen wie die Hamburger Hure Domenica für die Anerkennung ihres Berufsstandes kämpften, hat sich die Situation etwas verbessert - wenn auch nicht für alle:

"Es gibt Frauen, die etwas für ihre Altersvorsorge tun. Viele Migrantinnen, die ich kennen gelernt habe, haben mir erzählt: Sie gehen hier anschaffen, legen das Geld zurück und kaufen sich eine kleine Immobilie im Heimatland - was ja auch eine Art von Altersvorsorge ist. Andere wiederum machen sich gar keine Gedanken und gehen mit diesem Thema sehr sorglos um. Wir versuchen die Frauen dafür zu sensibilisieren, dass die Altersvorsorge wichtig ist, weil es ein Leben nach der Prostitution gibt."
Michaela Fröhlich von Mimikry

http://www.br.de/radio/bayern2/sendunge ... n-100.html

Meine Erfahrung mit Gesprächen mit Sachbearbeiter vom Arbeitsamt ist, das wenn es um die berufliche Tätigkeit geht, man regelrecht von ihnen beeinflusst wird, Prostitution nicht einzutragen. Da hat es manche Diskussion ausgelöst, wenn ich auf die genaue Bezeichnung bestanden habe.
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

*****
Fakten und Infos über Prostitution

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Marc of Frankfurt
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Re: Ausstieg aus der Prostitution

#2

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Ich kann mich über solche zu kurz greifenden und geradezu naiven Aussagen nur noch ärgern:

(Oftmals kommen sie von zwar akademisch ausgebildeten und zur Beratung berechtigten aber letztlich zu jungen und zu wenig lebenweltserfahrenen Sozialarbeitern. Hier kommt sie jedoch von der Beratungsstellen-Leitung.)


          Bild
"Wir versuchen die Frauen dafür zu sensibilisieren, dass die Altersvorsorge wichtig ist, weil es ein Leben nach der Prostitution gibt."
Michaela Fröhlich [Leitung] von Mimikry [ www.hilfswerk-muenchen.de/9_7_1_beratun ... rikas.html ]

"Sensibilisieren" reicht einfach nicht !!!
  1. Sexworker befinden sich am Rand der Gesellschaft.
  2. Sie haben keinen Arbeitgeber, der das für sie organisiert.
  3. Trotz erklärter Absicht des ProstG Arbeitsverträge zu ermöglichen gibt es so gut wie keinen einzigen.
  4. Sie haben keine Kollegin, die ihnen kollegial zeigt wie es geht. Im Bordell haben sie eher Konkurrentinnen.
  5. Sexarbeiter und Sozialarbeiter wissen höchstwahrscheinlich in den meisten Fällen NICHT wie die Rente ausgerechnet werden kann (siehe Links unten). Wie sollen sie sich da Sexarbeiter_innen für ein Rentenmodell oder Rentenanbieter kompetent beraten entscheiden können? Die kompetente Beratung die erforderlich ist existiert fast gar nicht! Ferner ist sie aus Gründen von Komplexität und Psychologie oftmals nicht zugänglich/annehmbar.
  6. Viele Sexworker sind in einer Protest- oder Ablehnungshaltung gegenüber den gesellschaftlichen Institution verfangen (Huren-Stolz).
  7. Sexworker leben "im hier und jetzt" (zunächst gegenwartsbezogene Hedonisten, später Fatalisten), was psychologisch eine besondere Hürde ist, die wenn sie nicht thematisiert wird nicht überwunden werden kann.
  8. Die private Finanzindustrie hat seit der Liberalisierung/Deregulierung spätestens seit Kanzler Schröder das staatliche Rentensystem quasi gekapert und zur Zerschlagung freigegeben. Projekte wie Riesterrente nutzen vorrangig den Versicherungsunternehmen. Die gesamtgesellschaftliche Vertrauensbasis wurde zerstört.
  9. Für Sexarbeiter gibt es keine Berufsakademie, keine berufsbegleitende Erwachsenenfortbildung, keine Legalisierungsworkshops...
  10. Sexarbeiter sind auf sich gestellt, und können nur das umsetzen, was dem Wissenstand ihrer sozialen Schicht und Herkunft entspricht. Sexworker aus Akademiker-Haushalt wissen wie Versicherung, Rente oder Hypothek funktionieren und können das daher evt. für sich nutzen, während Sexworker aus bildungsfernen Schichten extreme Zugangshürden haben.
  11. Sexarbeiter bekommen noch nichtmal ein Konto, wenn sie sich als Sexworker beim Bankberater vorstellen. Ein Verein von Sexworkern ebenso nicht.
  12. Sexworker vertrauen ihrer sexualisierten Marktmacht, ihrer Jugend, ihren Hormonen, sexuellen Potenz und ihrem Aussehen (sie müssen darauf setzen, das ist das Wesen von Prostitution und sexueller Attraktion). Das geht mit Allmachtsgefühlen und guten Geschäften in der Anfangs- oder Jugendphase einher (Sturm- und Drang) und die Krise kommt schleichend bis sie plötzlich da ist und nicht mehr gemeistert werden kann (Absturz, Unfall, Krankheit, Alter, unzureichende Absicherungen, SWBO, Suizid).
  13. Sexworker sind oftmals nicht in einer davor schützenden Familienstruktur eingebunden. Die Sexworker-Community oder Hurenbewegung als Ersatzfamilie und Wahlfamilie ist zu schwach das ausgleichen zu können, was die Institution von Ehe und Herkunfts-Familie leisten ("Blut ist dicker als Wasser").
  14. Prostituiton ist das Konnexinstitut zu Ehe (trad. Versorgungsehe), der gesellschaftliche Gegenentwurf (Versorgungs-Polyandrie). Für viele ist es das Anti-Bild (Promiskuitiver Anarchismus), der Teufel schlechthin (Schimpfwortgebrauch Prostitution). Über Sexualität soll nach wie vor Kontrolle ausgeübt werden (Ausgrenzung von Andersartigen).
  15. Sexworker leiden so wie alle Menschen unter dem Geldtabu: "über Geld spricht man nicht" - "bei Geld da hört die Freundschaft auf".
  16. Sexworker sind mehrfachstigmatisiert (Intersektionalität): Sextabu, Geldtabu, Prostitutionstabu, Frau, Ausländer, homosexuell, HIV+, alleinerziehend, transgender, Schwarzarbeiter, illegal, alt, arm, krank ...
  17. Sexworker wollen sich nicht als Sexworker registrieren lassen, weder bei der Polizei wie zwangsweise in Bayern noch bei Finanzamt des Wohnortes was generell pflicht ist, noch bei Versicherung (Krankenkassenpflicht) oder Rentenkasse. Dass sie dann aber keinen Versicherungsschutz haben, merken sie erst später wenn der Leistungsfall eintritt aber die Kasse die Zahlung verweigert oder das Sozialgericht so vernichtend urteilt.
  18. Wenn Sexworker erfolgreich sind, sieht man sie in der Szene, wenn jemand scheitert, macht man sich unsichtbar (Scham und fehlende Geschäfts-Kultur des Scheiterns). Die Skandalfälle als Wissenfundus können wir nur in der Boulevard-Zeitung und in Gerichtsurteilen herausfischen. Etwas was eine Kernaufgabe vom Sexworker Forum ist. Allerdings funktioniert dieses Forum nur wie ein Papierstapel wo immer was neues oben drauf kommt und ab einer gewissen Menge weiß keiner mehr was für Weisheiten unten schon bereitliegen. D.h. was wir noch brauchen ist die professionelle, systematische Aufarbeitung vergleichbar zu Wikipedia, Merkblätter, Case Studies...
  19. Viele Sexworker sind Geheimprostituierte oder clandestine Hobbyhuren etc. oder informelle Migrant_innen oder Opfer oder von zu Hause abgehauene Jugendliche (Sexwork ist vielfach Überlebenssexualität).
  20. Die Behörden und Forschungsinstitute stehen nicht auf der Seite der Sexworker. Ihre Zahlen und Veröffentlichungen sind aus einer Sexworker-feindlichen Perspektive erarbeitet und daher oftmals unbrauchbar. Viele sind methodologisch schlicht falsch und keine Wissenschaft.
  21. Viele Sexworker reden sich ein Sexwork nur vorläufig und nebenbei zu machen... sie können keine professionelle Identität aufbauen. Sie sind zur Identitäts-Abspaltung verdammt.
  22. Das Prostitutionsstigma, die Putophobie und Whorephobia belasten Sexworker stark und als erstes.
  23. Sexwork hat immer noch nicht und bei längst noch nicht allen Sexworkern das Image eines Berufes. Wie sollte das auch, haben doch Gesetzgeber, Behörden und Gerichtsbarkeit neuerdings solch spitzfindige Formulierung gefunden wie "nicht mehr nicht schlechthin sittenwidrig".
  24. Es gibt keine professionelle Berufsinfrastruktur für Sexworker. Auch weil Sexworker dafür nichts ausgeben wollen und sich daher keine qualifizierten Anbieter an uns wenden... Gebraucht würde Supervision, Coaching...
  25. Es gibt keine Sexworker-Genossenschaftsbanken wie in Indien, keine Sexworker-Kooperative wie in USA, kein Sexworker-Altenheim wie in Mexiko...
  26. Die meisten, die Sexworkern etwas verkaufen wollen, gelten als genauso zwielichtig, wie man es den Sexworkern selbst nachsagt.
  27. Sexworker habe Probleme auf dem Partnermarkt und das gilt auch für Geschäftspartner. Nicht umsonst hat sich diesbezüglich der Spezialausdruck "Zuhälter" in der Öffentlichkeit durchgesetzt. Eine Mischbezeichung für Sexualpartner und/oder Geschäfspartner als auch für Gewalttäter/Ausbeuter/Menschenhändler (vgl. Loverboy-Diskurse).
  28. Wenn ein Vermieter/Verkäufer erfährt da kommt ein Sexworker, dann schlägt er als erstes ordentlich was auf den Preis auf (Risikoprämie, Subkulturaufschlag).
  29. Viele Sexworker haben das Stigma gegen Prostitution, was man schon als Kind in unserer Gesellschaft beigebracht bekommt selbst internalisiert. Es wirkt also unterschwellig selbst wenn man Sexworker ist. Ob man es voll überwinden kann ist entweder vom Naturell, liebevollem nichtverurteilendem Umfeld oder einer gelungenen Therapie abhängig.
  30. Es gibt keine Coming-out-Gruppen für Sexworker. Die Beratungsstellen treten auch nicht sonderlich darin hervor sowas in ihren Städten zu fördern. Über ihre Kleber- oder Vermittlermöglichkeiten oder -verantwortung, im Konkurrenzfeld der Sexworker den Sexworkern Kooperation zu ermöglichen, sind sie sich oftmals nicht bewußt.
  31. Sexworker schätzen die Komptenzen und Motive von Sozialberatern nicht besonders hoch ein. Helfersyndrom. Solide Frauen gelten als prüde. Fachwissen über Prostitution wurde in Wochenendkurse angelernt oder erst "on the job" bei der verantwortungsvollen/hochkomplexen Sozialarbeit an Sexworkern. Verschulte Ausbildung vs. Schule des Lebens.
  32. Die Leistungsberichte der Sozialberatungstellen sind völlig unzureichend. Die Geschäfts- und Jahresberichte werden nicht für Sexworker geschrieben. Sexworker sind zwar die Klienten (Kunden) der Beratungsstellen, aber Kunden und Auftraggeber fallen bei PPP auseinander. Das Geld kommt vom Auftraggeber Kommune, Kirche, EU-Projekt... und nur denen müssen sich die Beratungsstellen daher auskunftsverpflichtet fühlen. Nur auf diese Institutionen ist die Gestaltung und Sprache der Berichte und Informationen ausgerichtet.
  33. Nachdem wir den SWOD erkämpft haben, wird die Teilnahme an Fachtagungen nicht mehr gefördert.
  34. Die Aufklärungsmaterialien oder Wissenschätze der Beratungsstelle sind völlig unzureichend. Während es gebundene farbig-gedruckte Berichte für die Träger und Fachöffentlichkeit gibt, müssen sich Sexworker mit kopierten Infozetteln oder mündlichen Auskünften begnügen.
  35. Es besteht ein riesiger Aufklärungsbedarf, weil für Sexworker fast alles im Detail doch sehr anders funktioniert und daher viele regulären Infoquellen und Beratungsmöglichkeiten schlicht wegfallen. Und sei es nur wegen des schon erwähnten Stigmas und der damit verbundenen Selbstisolation.
  36. Die Wissensbasis der Sozialarbeiter der Beratungsstellen sind nicht erschlossen für einen einfachen, niederschwelligen Zugriff durch Sexworker. Nur wer sich als hilfesuchender Sexworker outet und eine Beratungsstelle aufsucht, kann überhaupt Informationen erhalten. Und auch nur so gut und so umfangreich, wie der Sexworker in der Lage ist die richtigen Fragen zu stellen innerhalb von einem zeitlich eng begrenzten Beratungsgespräch.
  37. Sexworker werden sich hüten zu viele Fragen zu stellen. Weil mit jeder Frage bekunden sie ihre Unwissenheit, Schwäche, Vulnerabilität und evt. Illegalität. Wer zuviel fragt über steuerliche Regeln bekundet evt. nicht richtig zu versteuern oder schwarz zu arbeiten und daher außerhalb des Sozialen Systems zu stehen. Wer zuviel fragt über Kondomanwendung riskiert evt. zu erkennen zu geben, dass sie unsafe Sexpraktiken mitmachen und somit zum Gesundheitsrisiko geworden sind. Wer zuviel fragt übers Ausländerrecht riskiert sich als informelle Migrantin und Geheimprostituierte zu outen, die illegal im Land ist und verbotenermaßen arbeitet...
  38. Wer mit Beratungsstellen politisch zusammenarbeitet und auf Verbesserung der Beratungsverhältnisse hinarbeitet, kann nicht gleichzeitig Klient der Beratungsstelle sein (Falle oder Dilemma für Hurenbewegung-Aktivisten und Sozialberatung).
  39. Die christlichen Beratungsstellen-Mitarbeiterinnen haben sich dafür eingesetzt, dass die Sexworker-Interessenvertretung im bundesweiten Dachverband kein Stimmrecht bekommen.
  40. Beratungsstellen werden auch nicht zu viel an Dokumentation von Beratung zulassen wollen, weil auch das Risiko der Falschberatung besteht. So z.B. als in NRW eine junge Akademikerin und Beraterin eine ebenso junge und ebenso naive Sexarbeiterin unbedarft quasi den Fängen der Steuerfahndung zugeführt wurde (SW only).
  41. Sexarbeiter die selbständig sich durchs Sexarbeitsleben geschlagen haben wollen oder können nicht mehr als weisungsabhängige Angestellte arbeiten. Die Angebote von Beratungsstelle und Jobcenter erscheinen da als reine Zwangsmaßnahmen oder Umerziehung. Für eine andere legale Selbständigkeit, die eine hohe Anfangs-Investitution oder spezielle Fachkompetenzen erfordern sind Sexworker nach einem jahrelangen prägenden Sexworker-Leben oftmals ebenfalls nicht richtig aufgestellt (Geld- und Wissensdefizite).
  42. Wie man mit der Lücke im Lebenslauf, als der größten Ausstiegshürde umgeht bzw. sie schon beim Einstig in die Sexarbeit vermeidet wird in Beratungsstellen-Sexworker-Kreisen immer noch nicht diskutiert und wird daher auch nicht vermittelt. Die Gesellschaft inkl. Beratungsstellen, die nur Allgemeinplätze parat haben wie "sensibilisieren", lassen die Sexworker in ihr Unglück laufen, sind es doch volljährige und damit selbstverantwortliche Menschen. Staat und Sozialsystem sind nicht für geglückte Lebensführung des einzelnen zuständig.
  43. Die Prostitutionsfeindlichkeit und Prostitutionseindämmung ist die vorherrschende Reaktion und Antwort auf diese großen und scheinbar unlösbaren Problemlagen.
  44. Ausstieg bedeutet sich komplett neu zu erfinden und eine neue Identität, die des Ex-Sexworker annehmen zu müssen. Das beinhaltet zu akzeptieren, dass man die Eigenschaft Sexworker gewesen zu sein nie wird abstreifen können. Wenn man beim Ausstieg keinen sauberen Wechsel von Ort und Lebensbereich hinbekommt, wird man Ängste die man bei der Sexarbeit hatte weiter mit sich tragen.
  45. Obwohl die Mehrheit der Beratungsstellen auf Ausstiegshilfe hin orientiert ist, so gibt es doch keinen mir bekannten brauchbaren Berufstechnischen Leitfaden zum Ausstiegs-Management mit Checklisten und Tipps wie die den Beratungsstellen bekannten Klippen zu umschiffen sind ( www.sexworker.at/exit ).
  46. Die ganze gesellschaftliche Rache an der Lebensweise Prostitution bekommen die Sexworker beim Aussieg zu spüren, wenn sie quasi ihr SW-Leben/Berufsleben bilanzieren müssen nach den Regeln der Mehrheitsgesellschaft (z.B. nachträgliche Steuererklärung, Lücke im Lebenslauf). Diese psychologisch-materielle Hürde begründet das Verfangen-bleiben in der Subkultur Prostitution, bis nur noch Sozialhilfe zum überleben übrigbleibt.
  47. Viele Sexworker sorgen vor in der branchentypischen Art oder der familienclan-herkunftsspezifischen Art (Remittance, Gameya, Hawala, Hausbau...). Das sehen unsere Behörden jedoch gerne als OK und Geldwäsche an. Ferner wollen Sexworker verständlicherweise auch nicht unbedingt, dass jeder in der Heimat weiß, dass das Geld fürs Haus vom Straßenstrich in Deutschland kommt. Also sind erfolgreiche Sexworker-Migrantinnen-Schicksale meist unsichtbar.
  48. Jede ausgestiegene Sexarbeiter_in ist eine unsichtbar gewordene Sexarbeiterin (Ausnahme die wenigen Biographieschreiber_innen, was aber oftmals mehr Belletristik, Erotik- oder Psychoeigentherapie und Opferliteratur ist statt Sexarbeits-Berufsfachkunde). Das orale Wissen und die Gemeinschaft der Huren leidet ständig unter "brain drain", so wie arme Länder wo alle Qualifizierten auswandern oder so wie verdammte Schurkenstaaten, wo der wohlhabende Westen alle Wirtschaftsbeziehungen abgebrochen hat. Die volkswirtschaftliche Situation von Kuba und der DDR entspricht quasi der von langjährig exkludierten Sexworker-/Migranten-Existenzen.
  49. Viele Sexworker haben Schwarzgeld gebunkert. Wenn sie bei einer Razzia hochgenommen werden, verlieren sie alles, weil es konfisziert wird und bleibt, wenn sie keinen rechtmäßen, steuerehrlichen Erwerb nachweisen können.
  50. Viele Sexworker greifen ihr Finanzpolster an, wenn es ihnen wirtschaftlich oder psychologisch schlecht geht (SWBO). Dann verbrauchen sie ihr Kapital, was sie eigentlich für Ausstieg, Geschäftsneugründung, Umschulung, Immobilienerwerb oder Rente bräuchten.
  51. Sexworker leben geistig in einer prähistorischen Tauschwirtschaft (mit Geldmünze als umlaufendes Warengeld) (der Kunde/die Sexarbeit als Geldautomat), statt in einer modernen Finanzwirtschaft, wo der Zeitwert des Geldes einer Investititon (Vorleistung) berücksichtigt werden muß (inklusive Zinseszins d.h. Geldschein als Informationsgeld und verteiltes Buchungsystem). Allerdings ist Sozialarbeit nicht gerade diejenige Fachdisziplin diesbezüglich Wissensdefizite ausgleichen zu können.
  52. Sexworker gehören mangels Geldwissen genauso zu den abgezockten Bürgern, wie alle fleißig arbeitenden Mitmenschen, die von der Finanzkrise und den Trix der Banken plötzlich und nichtsahnend überrascht wurden. Viele haben ihr Depot zusammenschmilzen sehen...
  53. So wie die Bürger systematisch über die Zusammenhänge der privatisierten Geldwirtschaft und Makroökonomie belogen wurden, werden sie auch in Sachen Prostitution indoktriniert.
  54. Die Prostitutionsfeindlichkeit hat eine staatstragende Funktion in der Gesellschaft. Prostitution dient als Negativfolie um das was sozial nicht akzeptiert ist kollektiv auszuhandeln und stellvertretend abzustrafen [Cora Moloy, HWG Frankfurt]. Der Sündenbockmechanismus wird von Politikern instrumentalisiert, wenn die Zeiten härter werden oder Wahlen gewonnen werden sollen (Bsp. HIV+ Sexworker-Outing in Griechenland vor den Wahlen 2012).
  55. Die Beratungsstellen haben es bisher nicht geschafft ihr Fallwissen über gelungene oder gescheiterte Sexworker-Karrieren und das damit verbundene know how und die systematisch überall lauernden Prostitutionsfallen systematisch und didaktisch aufbereitet an die Sexworker-Community weiterzugeben.
  56. Festangestellte Sozialarbeiter von öffentlich geförderten Beratungsstellen sind unzureichend sensibilisiert was die Business-Probleme von alleinselbständigen Unternehmer_innen in einer nach wie vor nicht voll entkriminellen Sexarbeits-Subkultur betrifft, die eine höchstkompetitive Marktwirtschaft wie der Manchesterkapitalismus darstellt.
  57. Einstiegsberatung wird politisch eher nicht gefördert. Bis zum ProstG von 2002 galt dergleichen als verbotene Förderung von Prostitution. Ebenso war das Bereitstellen von Kondomen bis 2002 strafbar!
  58. In der Prostitution gilt traditionell das gegenteilige Prinzip des Rechtsstaates: "Es ist alles verboten, was nicht erlaubt ist". Diese fortbestehende grundsätzliche Kriminalisierung auch heute noch in vielen Bundesländern und Kommunen belegt, dass Prostitution eine "fringe existence" darstellt (Marginalisierung). Auf diesem Feld sind Beratungsstellen, trotz ihres politischen Engegement weitestgehend ohne Einfluß. Sie können z.B. das Leid nicht durch Änderung der Migrationsgesetze lindern. Ihr Einfluß ist primär dem Erhalt der eigenen Arbeit und Einrichtung geschuldet. Dazu benötigen und instrumentalisieren sie ihre politische Zusammenarbeit mit Sexworkern. Der Vorteil für die Sexworker, dass sie die rechliche und gesellschaftliche Lage durch ihr Engagement tatsächlich verbessert ist vernachlässigbar gering, weil solche Prozesse viele Jahrzehnte brauchen.
  59. Die wunderbaren Bordellseminare von AIDS-Hilfe und Stephane Klee kamen bisher nur einer Handvoll Sexarbeiterinnen zu gute.
  60. Daher haben auch heute noch die meisten Prostituierten einen zunächst unglücklichen Einstieg und machen viele Anfangsfehler, die evt. später kaum noch zu korrigieren sind (Legalisierungs-Workshops fehlen).
  61. Als das ProstG 2002 eingeführt wurde war eine Forderung der Hurenbewegung die Steuer-Amnestie. Dergleichen gab es jedoch nicht, ganz im Gegensatz zu den derzeitigen Bemühungen des Bundesfinanzministers bezüglich der reichen Steuerflüchigen in der Schweiz.
  62. Die Mehrheit der Beratungsstellen haben einen christlichen Hintergrund und sehen die Prostitution eh als unvereinbar mit der herrschenden Lehre der sie finanzierenden dirigierenden Kirchen an, bzw. betrachten und behandeln Sexworker primär als Opfer (falscher Lebenslagen und falschen Bewustseins). Sie lindern Notlagen wie ein barmherziger Samariter, aber schaffen und dürfen es nicht Empowerment zur Selbsthilfe dergestalt zu geben, dass sie sich selbst überflüssig machen würden und die Prostitution prosperiert.
  63. Beratungsstellen in Sexworker-Selbstorganisation, die sich durch Prostitution selbst finanzieren (Genossenschafts-Puff) sind ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst ein Ausstiegs-Café von Huren für Huren war in Wien nicht zu genehmigen (Café Exit).
  64. Die meisten Sexworker beschäftigen sich nicht mit diesen negativen struktur-imanenten Aspekten dieser langen Liste, um sich selbst zu schützen (Psychohygiene, die positiven Seiten der Sexarbeit betrachten).
  65. Die Stadtmission ist m.E. evangelisch-kommunal aufgestellt (Die Stadt zahlt, aber Kirche steht drauf und lenkt;-). Und in München herrscht bekanntlich eine repressive Politik gegenüber Sexworkern. Das setzt Beratungsarbeit enge Grenzen.
  66. Deswegen ist es so wichtig dass die Forderung der Hurenbewegung und anerkannten Sozialarbeits-Standards umgesetzt wird: Dass eine nichtverurteilende, d.h. Lebensweisen-akzeptierende Beratung und Sozialarbeit angeboten wird.
  67. Allerdings haben Sozial-Berater nicht den rechtlichen Status von Ärzten, Rechtsanwälten und Priestern, was ihren Mandanten-Schutz betrifft. Sollte es z.B. gerichtlich um Menschenhandel oder Minderjährigenprostitution gehen, können Berater von Sozialberatungsstellen zur Aussage gegen ihre SW-Klientinnen gezwungen werden, was diese vielfach nicht wissen ("informed consent" fehlt oftmals).
  68. Vielen Sozialberater_innen ist diese Situation trotz Schulung nur grob bewußt und es herrscht große Beratungsunsicherheit z.B. gegenüber Minderjährigen oder Illegalen. Das kann dazu führen, dass Berater auch gar nicht zu viel zu genau über die Probleme von Sexworkern wissen wollen, um sich nicht des Mitwissens schuldig machen zu müssen...
  69. Das Fortbestehende Zuhälterverdikt bewirkt, dass es eine Beratung sich als Betreiberin (Madam) quasi mit einem Meisterbetrieb Sexwork selbständig zu machen, nicht geben kann.
  70. Die Beratungsqualität wird m.E. sich auch nicht wesentlich positiv ändern können, solange es keine Sexworker und Ex-Sexworker als professionelle gleichberechtigte Mitarbeiter_innen bei den Sexworker-Sozialberatungsstellen gibt (Gläserne Decke für SW durch die bestehenden kommunalen Haushaltsgesetze, die nur Akademiker zulassen). Abermals ein Argument, um eine Quotenregelung bei Sexworker-Beratung einzuführen bzw. dafür zu kämpfen (Affirmative Action!).
  71. Die Gesellschaft und Beratungsstellen wollen den Schwarzen Peter lediglich den Sexworkern zuschieben. Sie versagen dabei sich dieser hier präsentierten Ursachenliste zu stellen. Das ist nicht sehr anders wie bei den Schwed_innen, die Freier bestrafen und für das angeblich von ihnen verursachte Übel Prostitution oder Geschlechterungerechtigkeiten verantwortlich erklären.
  72. Gleichzeitig wollen Sozialarbeiter den Bestand ihrer Beratung und Stellen sichern und sind nicht ganz unglücklich, wenn es auch morgen noch Arbeit für sie gibt.
Uff - jetzt habe ich mir in rel. kurzer Zeit mal einige zentrale Argumente von der Seele geschrieben - und da soll mir eine Sozialarbeiter_in/Beratungsstelle nochmal kommen und behaupten "Sexworker sollen sich sensibiliseren lassen". Klingt das nicht wie Hohn und ist lediglich Ausdruck der Verzweifelung mit sozialarbeiterischer Tätigkeit so wenig bei Sexworkern verstanden zu werden und ausrichten zu können, um die sozialen Verhältnisse zum Besseren zu wenden? Ist das nicht das Trauma der Helferindustrie, die zwar seit über Hundert Jahren prosperiert und eigene Studiengänge etablieren konnte, aber die sozialen Probleme am Rand der Gesellschaft sind nicht erkennbar kleiner geworden...





Formel gesetzliche Rente = Sozialversicherung:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=109836#109836

Formel mathematische Rente = Kapitalanlage:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=98154#98154



Bild

Rechenformular als Beispiel

Deutsch https://docs.google.com/spreadsheet/ccc ... 0c3b1I3a1E

Englisch https://docs.google.com/spreadsheet/ccc ... tml&gid=41

( www.bit.ly/sexworkinternet )


Sammelthema
www.sexworker.at/exit
Zuletzt geändert von Marc of Frankfurt am 31.10.2012, 02:46, insgesamt 9-mal geändert.

rainman
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#3

Beitrag von rainman »

Hallo Marc!

Toll! Ich bin ganz begeistert über Deine erschöpfende Darstellung der Problematik. Bitte, gestatte mir eine Zusatzfrage: Welche von Deinen Argumenten hältst Du am ehesten für politisch realisierbar? Ich verspreche mir einiges von einer allgemeinen Alterssicherung, die auch Selbständige und Beamte einschließt und die natürlich auch SW nicht außen vor lassen dürfte. Angesichts der auf uns zukommenden Rentenproblematik wird so etwas ja bereits ernsthaft diskutiert.
Sehe ich das richtig?

Liebe Grüße, rainman

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Marc of Frankfurt
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#4

Beitrag von Marc of Frankfurt »

So, die Liste der "SW-Leidensursachen" muste noch ergänzt werden und umfasst nun stolze 72 Punkte.

Was mich mehr interessiert, ist wie wir einen Dialog über diese Problemfelder und Knackpunkte etablieren können?

Nur gemeinsam können wir die Chancen für Realisierbarkeit herausfinden oder festlegen und uns auf den Weg für Lösungen begeben.

rainman
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#5

Beitrag von rainman »

@Marc

Verstehe! Danke! Apropos Punkt 72: Auch mir ist in meinem Leben einmal ein Arzt über den Weg gelaufen, der erkennbar nicht daran interessiert war, die Leiden seiner Patienten schnell und nachhaltig zu heilen.

LG rainman

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Harsch
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Re: Ausstieg aus der Prostitution

#6

Beitrag von Harsch »

Hier ein interessantes YouTube-Video von Orinta Orientierung über ihren Weg raus aus der Prostitution:



Ich denke, dass dies immer ein sehr persönliches Thema ist.

Vielleicht hilft das Video jemandem, der oder die umsatteln will.

Liebe Grüsse,
Harald
Nichts passiert aus Zufall. Du schaffst die Realität in der Du lebst und bist dafür voll verantwortlich!

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