Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

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fraences
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Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von fraences »

Kleine Anfrage von den Grünen Menschenhandel
Grüne thematisieren Menschenhandel

Inneres/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/STO) Die Entwicklung des Menschenhandels thematisiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (18/1546). Darin erkundigen sich die Abgeordneten danach, wie hoch die Bundesregierung aktuell die Anzahl der Menschen schätzt, die zur Prostitution gezwungen werden, sowie die Anzahl derjenigen, die zur Arbeit gezwungen werden. Auch wollen sie unter anderem wissen, auf welchen Studien oder Erhebungen diese Schätzungen basieren und was die Bundesregierung tut, um konkrete Zahlen zu erheben.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/015/1801546.pdf
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fraences
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Beitrag von fraences »

Hier die Antwort von der Kleine Anfrage der Grünen von 2013:

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/125/1712504.pdf

Denke die Antwort auf diese erneute Kleine Anfrage der Grünen 2014 wird nicht viel anders ausfallen.

Bin gespannt, was sie als Begründung nennen diesmal bezüglich der damalige Ablehnung der Dunkelfeldforschung.
Die Zahlen werden die gleichen sein.

Da ja immer mit "kriminelle" Dunkelfeld gegen Prostitution argumentiert wird.
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RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Jupiter »

Zu diesem Thema ging heute eine Meldung durch die Nachrichten (Südwestrundfunk), nachdem das Deutsche Institut für Menschenrechte in Zusammenarbeit mit Zoll und Polizei eine Erhebung durchgeführt haben soll, in welcher wieder mal der große finanzielle Rahmen "ermittelt" wurde.
Leider hat meine Suche hierzu nichts ergeben.
Hier aber mal der Link zu diesem Institut: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/

Gruß Jupiter
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Beitrag von Doris67 »

Und der Menschenhandel auf dem Bau, in der Landwirtschaft, im Sport und bei der Hausarbeit ist den Grünen egal?
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Beitrag von Arum »

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fraences hat geschrieben:Da ja immer mit "kriminelle" Dunkelfeld gegen Prostitution argumentiert wird.

Irgendein führender deutscher Pathologe hat mal in der ZEIT bemerkt, seinen Schätzungen gäbe es eine doppelt so hohe Zahl an Mordfällen als tatsächlich von der Polizei erfasst. Und zwar dadurch, dass Erstickung mit Kopfkissen nicht nachzuweisen sei. Leider lässt sich der Beitrag auf der Webseite im Moment nicht mehr auftreiben, aber das heisst also, dass es in diesem Bereich eine entsetzliche hohe Dunkelziffer zu geben scheint. Mord, meiner Meinung nach, ist immer noch ein schlimmeres Verbrechen als Zwangsprostitution. Also, wieso hat damals keiner empört reagiert, als sich dieser Pathologe dergestalt äusserte, und zwar in nicht irgendeiner Zeitung, sondern in der ZEIT? Wo waren die denn alle, diese Helden der Dunkelziffer? Waren wohl selber irgendwo im Dunkeln, dort wo das Gehirn nicht mehr funktioniert?
Guten Abend, schöne Unbekannte!

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Beitrag von Aoife »

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Arum hat geschrieben:Irgendein führender deutscher Pathologe hat mal in der ZEIT bemerkt, seinen Schätzungen gäbe es eine doppelt so hohe Zahl an Mordfällen als tatsächlich von der Polizei erfasst. Und zwar dadurch, dass Erstickung mit Kopfkissen nicht nachzuweisen sei. Leider lässt sich der Beitrag auf der Webseite im Moment nicht mehr auftreiben, aber das heisst also, dass es in diesem Bereich eine entsetzliche hohe Dunkelziffer zu geben scheint.
.. und trotzdem leben wir noch, sind gar nicht ermordet worden? :017

Kann es sein, dass die Vorstellung ein guter Gesetzgeber sei notwendig um uns vor Verbrechern zu schützen eine bloße Angstphantasie ist?

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Beitrag von Arum »

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Aoife hat geschrieben:.. und trotzdem leben wir noch, sind gar nicht ermordet worden? :017
Gemeint ist, dass eine grosse Anzahl solcher Fälle, wo der Verstorbene einfach im Schlaf dem Leben entrückt zu sein scheint, tatsächlich Mordfälle darstellen sollen (meist von Eheleuten unter einander). Ob das nun stimmt oder nicht, sei mal dahingestellt: Mir geht's schlicht und einfach um die Tatsache, dass in Sachen Prostitution ständig mit Dunkelziffern herumgegaukelt wird, aber wenn's um Mord geht, und es äussert sich in ähnliche Richtung ein offensichtlich als solcher anerkannter Sachkundiger, da gibt es keinen Aufschrei, da wird von allen Seiten her geschwiegen. Niemand der sich aufregt. Niemand der die Sache mal auf den Grund gehen möchte.

Das deutet, mal ganz gelinde gesagt, mindestens daraufhin, dass diese ganze Dunkelziffer-Betroffenheit bloss vorgeschoben ist. Es sei denn, nach Meinung der deutschen Politikerkaste wäre Mord ein wesentlich geringeres Verbrechen als Zwangsprostitution.

Die Frage, ob die Vorstellung, ein guter Gesetzgeber sei notwendig um uns vor Verbrechern zu schützen, eine bloße Angstphantasie sei, ist an sich interessant, und dürfte mit einem Ja beantwortet werden, hat aber weniger zu tun mit dem worum es mir im direktesten Sinne ging. Ich versuche lediglich auf einen typischen Fall von Stigmmatisierung hinzuweisen.
Guten Abend, schöne Unbekannte!

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RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Aoife »

Da hast du völlig Recht Arum.

Dennoch denke ich dass neben der Tatsache dass Dunkelziffern in den Raum gestellt werden auch die Frage nach der dahinterstehenden Motivation Sinn macht.

Das von dir erwähnte Beispiel Mord habe ich aufgegriffen, weil es einfach ist, da jeder der noch nicht ermordet wurde das aus eigener Anschauung nachvollziehen kann - letzlich ist der Ablauf Dunkelziffer-Angst-empfundener Handlungsbedarf-Gesetzgebung bei der Zwangsprostitution der selbe ... kompliziert wird die Angelegenheit nur dadurch dass bei Zwangsprostitution/Menschenhandel die Angst wohl in den wenigsten Fällen eine Angst vor eigenem Betroffensein ist, sondern die Angst moralisch mitschuldig zu werden, wenn man denjenigen die vorgeben etwas gegen die angebliche Gefahr tun zu wollen keine freie Hand lässt.

Politisch gesehen ist es natürlich sehr viel sinnvoller mit solchen komplexen Ängsten zu spielen - die Schiene "wir erlassen Strafgesetze gegen Mord, sonst wärt ihr alle nicht mehr eures Lebens sicher" ist bereits ausgereizt, hier zuviel Dunkelziffern zu erwähnen könnte die ganze Manipulation unglaubwürdig werden lassen.

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Doris67
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Beitrag von Doris67 »

Ich tendiere übrigens dazu, dem Dunkelzifferargument zu entgegnen "Ja dann hellt das Dunkel doch bitte erst einmal auf bevor ihr Gesetze beschließt, das ist schließlich euer Job".
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Beitrag von fraences »

Wo wollen sie den Dunkelfeld finden. Alle Prostitutionsstätten sind frei zu gänglich. Die Kontrolldichte hat in den letzten Jahren enorm zu genommen. (Razzien, Polizei +-Zollkontrollen, Steuerfahndung, Ordnungsamt, neuerdings auch Mitarbeiter des Gewerbeamtes). Laut Statistik (Dona Carmen Razziablog) werden jährlich ca. 44.000 Personen im Prostitutionsgewerbe kontrolliert.
Plus die illegal geführten Prostitutionsdatei in vielen Städten bei der Polizei.
Wo bitte soll das große Dunkelfeld in Deutschland sein???
Dafür ist alles viel transparenter geworden nach dem ProstG, aber auch schon davor.
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RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Aoife »

Ja das wäre sicher alles richtig ... wenn es denn überhaupt um die vorgegebenen Ziele ginge.

Gerade deshalb finde ich es ja so wichtig zu verstehen, dass die "Dunkelziffern" nicht in den Raum gestellt werden um irgendjemandem zu helfer (worüber wir uns ja alle einig sind), aber eben auch nicht um eine Minderheit zu stigmatisieren (das ist IMHO nur eine Seiteneffekt), sondern um mit der Andeutung was so alles Schlimmes passiert im Land Herrschaft zu rechtfertigen - also um Massen in Entscheidungen zu manipulieren, die ihrem eigenen Interesse zuwiederlaufen.

Somit sind Politiker nicht etwa dumm, weil sie all diese vernünftigen Argumente zu Dunkelziffern anscheinend nicht verstehen können, sondern sie erbringen das Bauernopfer etwas dümmlich zu erscheinen, um auf einem ganz anderen und viel wichtigerem Gebiet den Sieg davonzutragen.

Liebe Grüße, Aoife
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RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Klaus Fricke »

... das mit der Veränstigung zum Machterhalt ist sicher das Hauptmotiv:

Norbert Elias hält fest, dass "die Bewirtschaftung der menschlichen Ängste zu den bedeutendsten Quellen der Macht von Menschen über Menschen gehört" (N.Elias, 1991, Über die Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen. Frankfurt a.MS. 57, zitiert nach: D. Jabinsek, Der internationale Mädchenhandel, S.28, http://www.econstor.eu/obitstream/10419 ... 354615.pdf ).

Die dabei absichtsvolle oder in kauf genommene Produktion von Stigmatisierung, Kriminalisierung, Diskriminierung, Diffamierung, Rassismus, Sexismus, Othering, Populismus und Gruppenbezoger Menschenfeindlichkeit, Hass, Gewalt, Krieg und Vernichtung sollte, aber in der Diskussion ebenfalls benannt und den Verantwortlichen angerechnet werden.

Herzliche Grüße
Platia Ammos, Kokkino Nero, Thessalien, Griechenland

Lara und Klaus

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Re: RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Aoife »

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Klaus Fricke hat geschrieben:Die dabei absichtsvolle oder in kauf genommene Produktion von Stigmatisierung, Kriminalisierung, Diskriminierung, Diffamierung, Rassismus, Sexismus, Othering, Populismus und Gruppenbezoger Menschenfeindlichkeit, Hass, Gewalt, Krieg und Vernichtung sollte, aber in der Diskussion ebenfalls benannt und den Verantwortlichen angerechnet werden.
Absolut, ich will diese Dinge keineswegs herunterspielen oder gar entschuldingen.

Nur: Wenn wir uns darauf beschränken diese Seiteneffekte zu beklagen ohne die eigentliche Absicht derentwegen sie verursacht werden zu benennen, dann werden wir bei nächster Gelegenheit wieder auf einen der Verursacher hereinfallen, einen der uns verspricht sich um die Seiteneffekte zu kümmern wenn wir ihn nur wählen.

Liebe Grüße, Aoife
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Klaus Fricke
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RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Klaus Fricke »

Dem haben wir nichts hinzuzufügen (und das hat bei meiner Schreiwut was zu sagen).

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Re: RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Arum »

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Aoife hat geschrieben:        
Nur: Wenn wir uns darauf beschränken diese Seiteneffekte zu beklagen ohne die eigentliche Absicht
Scheint mir doch leider etwas zu rational argumentiert..

Meines Erachtens, hat die ganze Idee der Dunkelziffer einen direkten Bezug auf die klassische Idee des Teuflischen. Oder auch, auf die unbezwingliche Angst vor der grundsätzlichen Unbändigkeit der Seksualität, vor einer vorausgesetzten Verantwortungslosigkeit, die ihr innezuwohnen scheint. Die Dunkelziffer ist in hohem Masse eine Symbolisierung dieser Angst. Es ist die Angst vor der Seksualität selber. Die Betonung einer Selbstrechtfertigung des Herrschaftssystems als Hauptbeweggrund hinter der Dunkelziffer-Idee lässt aussen vor, dass der Staat ständig dabei ist, seine Existenz zu rechtfertigen, auf jeder möglichen Ebene (ob nun zurecht oder nicht). Das kann also kaum der springende Punkt sein, weswegen die Dunkelziffer-Idee von so vielen in der Gesellschaft für wahr angenommen wird.

Die Dunkelziffer ist die zeitgenössische Form des freiwaltenden Dämonischen, das sich grundsätzlich nie einfangen lässt. Es gibt immer einen Restbestand der Lust und des Verlangens, und genau dieser Restbestand ist fürchterlich aufregend, aber eben: fürchterlich. Diesen Restbestand auch in sich zu bekämpfen ist vielleicht sogar die eigentliche Motivation der ständig heraufbeschworenen Albtraumvisionen, die mit der Idee der Dunkelziffer einhergehen. Letztendlich, so glaube ich gar, meinen diese Leuten wirklich, dass tatsächlich Zwangsprostitution, sprich: die verantwortungslose Seite der Seksualität, ihre freie Beweglichkeit, weit schlimmer und entrüstender ist denn Morde von Eheleuten unter einander. Eheleute unter einander kennen sich in solchen Phantasien oft genauestens aus, und möchten sich unter keiner Bedingung als mögliche Verbrecher dargestellt sehen: Der von Mordsphantasien heimgesuchte Ehepartner betrachtet sich eben an erster Stelle als Opfer seines einst so heiss geliebten Gegenübers. Da gilt der Mord eigentlich als Selbstbefreiung, als die radikale Art, die verlorene heile Welt wieder einigermassen herzustellen, wenigsten den Schein der eigenen Unschuld wiederherzustellen.

Prostitution dahingegen befindet sich aus solcher Perspektive in einem wesentlich anderen Bereich. Das ist die andere Welt, die ideale Projektionsfläche fürs eigene Schuldempfinden, das eigene Unlustgefühl um diese ständig drängende Seksualität, die sich nicht hundertprozentig von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft eindämmen, nutzbar machen lässt. Und da muss letztlich der Teufel her, der Gott des Unerklärlichen, der Herr der Finsternis: Dunkelziffer eben.
Guten Abend, schöne Unbekannte!

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Beitrag von fraences »

Interessanter Ansatz.Hab das so noch garnicht betrachtet.
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RE: Grüne thematisieren Menschenhandel Kleine Anfrage

Beitrag von Aoife »

Da stimme ich dir in allen Punkten zu Arum - und sehe das keineswegs im Widerspruch zu meinen bisherigen Ausführungen:

Du gehtst noch einen Schritt weiter und erklärst warum sich angebliche Zwangsprosttitution so perfekt anbietet wenn jemand nicht näher fassbare Ängste erzeugen möchte. Warum diese Vorstellung tatsächlich die Gemüter mehr erregt als Mord unter Ehegatten - und ich bin überzeugt, dass du damit Recht hast.

Und wenn wir erst einmal verstanden haben wozu diese Angsterzeugung dienen soll (mein Diskussionsbeitrag), dann wird deine vertiefte Betrachtungsweise äusserst wichtig, damit wir nicht die falschen Schlüsse ziehen, was dagegen zu tun ist: Die von dir aufgeführten Hintergründe zeigen ganz klar, dass eine Revolution *nicht* der richtige Weg sein kann um Herrschaft zu beseitigen - der einzig erfolgversprechende Weg ist unsere eigenen inneren Dämonen zu integrieren so dass das Dämonische im Außen seinen Schrecken verliert und als Ansatzpunkt für politische Manipulationen wirkungslos wird. Also Schattenarbeit im Sinne C.G. Jung's.

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Beitrag von Doris67 »

Ähm... sorry, in politischen Fragen bin ich radikal materialistisch: Im konkreten Machtkampf, und darin befinden wir uns, bringt C.G. Jung nichts, da geht es nur um Kraftverhältnisse, und das heißt um Umsturz der Unterdrücker. Man kann Unterdrücker nicht durch Erziehung besiegen, Bel/kehrung wirkt nicht gegen Gewehrkugeln.
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Beitrag von Aoife »

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Doris67 hat geschrieben:..., und das heißt um Umsturz der Unterdrücker.
Nun ja, dass dieses Konzept funktioniert ist unbewiesen, dass es nicht funktioniert, der bisherige Unterdrücker nur durch einen neuen Unterdrücker ersetzt wird, ist jedoch durch unzählige historische Beispiele erwiesen. Außer nicht das Ende der Unterdrückung ist unser Ziel, sondern der selbstgewählte neue Unterdrücker - wenn wir das wollen ist die materialistische Philosophie durchaus tauglich.

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Beitrag von Doris67 »

Aoife: Daß Schattenarbeit im Sinne von Jung politische Verhältnisse ändern könnte ist ebenfalls unbewiesen, mit ist kein Beispiel bekannt. Im übrigen geht es mir natürlich nicht um Machtumkehr sondern um Abschaffung von Macht.
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