Tja, irgendwie die Show stehlen lassen von den Herren der Schöpfung.
Gratis-Ficken-Bis-21 hingegen ist das Schlachtfeld wo sich alles entscheidet. Wenn der Nachwuchs nicht in die Gänge kommt, oder nur indem er Kriminelle hervorbringt (gemeint sind Kunden die sich strafbar machen, ansonsten wären sie keine Kunden), dann ist Fahnenstange Ende. Und es wäre ein Armutszeugnis für die Sexuelle Selbstbestimmung von Frauen. Aber das sollen sie lieber selbst in Worte fassen. Dazu brauchen sie mich nicht. Ich bin dabei mit meinen letzten Kröten, und meinem aufrechten Gang, sofern das Alter nicht dazwischenfunkt. Fangt besser schon heute damit an. Es steht nicht gut, weil der Paragraf 232 StGB, mit seiner
Ausnutzung der Unerfahrenheit, ja schon gesetzt ist.
Menschenhandel (grenzüberschreitend auch in Verbindung mit Schleusung) ist nichts weiter als
Arbeitsvermittlung, weder Gemüsehandel noch Zitronenhandel. Da werden keine Menschen gezüchtet um sie später, wenn sie reif sind, auf dem Wochenmarkt zu verkaufen. Den Menschenhandel hat sich der Gesetzgeber einfallen lassen um ihm mißliebige Phänomene wie die Prostitution oder den Drogenkonsum zu unterbinden, und seither lebt die Einbildung munter fort, und die Gesellschaft meint, das wäre etwas Teuflisches. Dabei sind es die Gesetze die den Teufel in sich haben, und zu all den Problemen führen die wir kennen.
Das Bequatschen und Verleiten ist natürlich etwas anderes, das steigerbar ist, und bereits beim Veranlassen in Zwang übergehen kann, bis hin zu Drohung mit und Anwendung von Gewalt, und dann als "Zwangsprostitution" bezeichnet wird, obwohl es sich dabei nicht um Prostitution im eigentlichen Sinne handelt. Aber das findet immer im Privaten statt, so dass man überlegen müßte, wie man das blinde Vertrauen im Privaten besser absichert, beispielsweise durch ein Unterrichtsfach für selbstbewusste StaatsbürgerInnen, und natürlich durch ein
niederschwelliges Hilfsangebot des Staates, einer Garantie, der jede Frau bedenkenlos vertrauen kann, daß ihr auch wirklich menschenrechtsbasiert geholfen wird. Das hat der Gesetzgeber 2020/2021 anlässlich Corona mit Füßen getreten, davor schon 2017 mit Verabschiedung des ProstSchG. Also da ist nichts mehr zu holen. Das hat die Sozialdemokratie auf Jahrzehnte hin vermasselt.
Zum Verleiten durch Kunden möchte ich wiederholen, daß es in den achtziger Jahren noch üblich war, seine Wünsche vortragen zu dürfen, aber ohne einer
Aufforderung der Prostituierten niemand den Geldbeutel gezückt und sich nackig gemacht hat. Die Prostituierte hat den Kunden aufgefordert,
das jetzt tun zu dürfen. Neo-Liberalismus und die Lust an der Selbstausbeutung hat schlicht die guten Sitten und Gebräuche auf den Misthaufen geworfen.
Prostituierte haben bei mir
Narrenfreiheit. Das hat sich im Laufe von vier Jahrzehnten so ergeben. Anfangs sagte ich mir, okay, du kommst mit Frauen nicht klar, aber wenn du mit Prostituierten nicht klarkommst, dann ist Fahnenstange Ende. Dieses Ende immer vor Augen, hat mich scheinbar so diszipliniert, dass ich mich dem Reglement von Prostituierten freiwillig unterworfen habe. Ich liebe es passiv sein zu können, und dabei doch jede Interaktion mitgestalten zu können, nur eben anders, als das in der freien Wildbahn der Fall wäre. Die überfordert mich. Da komme ich nicht klar. Ich liebe das klare Wort, und nichts als die Wahrheit, und wie unter Wölfen muss der Rang und die Sympathie und die Motivation geklärt sein, ansonsten müssen diese Dinge geklärt werden. Einen zu großen Schwebezustand ungeklärter Toleranz im sozialen Bereich kann ich nicht dulden. In der Erotik und beim Sex herrscht Chaos genug. Das soll auch so sein, das ist ja nicht das Problem. Vielleicht war da auch meine Neigung maßgeblich als Jugendlicher, Verführungsdramen, wie sie meine Bekanntschaften oft (eigentlich immer) inszenierten, zu hassen. Ich wollte mich nicht als Verführer sehen, sondern als gleichberechtigter Partner, der selbstbewusst seine Sexualität akzeptiert, und kein verdruckstes Drumherum macht. Und genau in diesem Punkt sind mir Prostituierte entgegengekommen. Egal. Es war einmal.
Jetzt ist alles anders geworden durch den
Turbo Kapitalismus. Die Muschis wurden zu Gelddruckmaschinen, sogar meine Ehefrau hatte da einen Spruch auf Portugiesisch drauf. Wenn die Mädels Glauben machten, nur noch vollgefüllte Brieftaschen zu sehen, dann gaben sich die Jungs der Illusion hin, nur noch fickbare Muschis vor sich zu haben. Ja, es ist ein großes Missverständnis eingetreten. Aber, das können die Beteiligten nur gemeinsam lösen. Wie den Geschlechterkampf eben auch. Das wird immer übersehen. Und es wird zu wenig genau darüber miteinander gesprochen. Lieber einander aburteilen. Nur nicht den anderen sehen wollen wie er ist oder wie er sein möchte.
Was man liebt zerstört man nicht, sondern versucht es zu hegen und zu pflegen. Daher kommt meine Narrenfreiheit für andere. Meine ungarische alleinerziehende Bekannte hat Narrenfreiheit, und meine Mitbewohner aus der Ukraine haben Narrenfreiheit (sofern sie meine Freiheit nicht durch falsch verstandene Dankbarkeit zuschütten - Stichwort bemuttern - was bei mir als Bevormundung ankommt und den Kriegszustand ausruft), und meine Ehefrau samt Tochter hat auch immer noch Narrenfreiheit. Und Prostituierte die für mich da sind auch. Wollte ich sie ihnen nicht gewähren, wäre es nicht der Rede wert, sie meine Freunde zu nennen. Allen anderen stoße ich ein Brett vor das Hirn, das ist mir egal, nicht aber denjenigen, die ich meine Freunde nenne. Ich brauche dieses Gefühl, weil ich sonst verrückt werden würde in dieser verrückten Welt. Scheinbar ist das bei vielen schon der Fall geworden.
Narrenfreiheit bedeutet für mich, jemanden zu akzeptieren wie er ist, und anzuerkennen, dass derjenige meine Sichtweise nicht teilen muss, und ich muss auch gar nicht verstehen warum derjenige so tickt und nicht anders, jedenfalls nicht nur um mich zu ärgern, es muss einen anderen Grund geben, und wenn ich
fünf Dinge täglich von A nach B stellen muss. Ich frage mich zwar insgeheim, ob derjenige das nicht merkt, aber davon gehe ich aus, und deshalb stellt derjenige fünf Dinge täglich bei A ab und ich bei B. Und würde ich nur
einmal aufbegehren, würde ich mich als etwas Besseres, weil allwissender, gescheiter und erfahrener präsentieren, und wir wären nicht mehr ebenbürtig. Wir hätten dann ein gestörtes Verhältnis, und wären doch nicht in der Lage zu klären, wer nun die bessere Lösung hat. Man müsste dann verhandeln und eine Lösung aushandeln. Die aber bräuchte sehr viel Zeit um sich zu etablieren, bis vergessen ist, dass es auch einmal anders ging.
Jetzt kann man sich natürlich trefflich streiten, ob
Freundin oder
Dienstleisterin. Okay, ich habe mich für "Freundin" entschieden, weil die Gesellschaft immer noch nicht bereit ist, Prostituierten
Rechte und Respekt entgegenzubringen. Da liegt der
Schulterschluss und die
Solidarisierung auf der Hand, und daraus ergibt sich eindeutig mein Bekenntnis zur "Freundin". Wenn einmal die
sozialen und politischen Rechte von Prostituierten verwirklicht sind, dann will ich Prostituierte gerne als Dienstleisterinnen sehen, so wie es sich gehört.
Am besten fand ich den Zusatz einer Independent, die auf ihrer Website schrieb: "Du bezahlst meine Zeit, und nicht meine Dienstleistung". Ich finde das voll in Ordnung. Wer nicht will, der hat wohl schon.
Und täglich grüßt das Murmeltier.
https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/ ... -interview
Aber ich will ja nur was zum Ort des Geschehens sagen,
Die Zeit, und zu den Slogans die man kostenlos lesen kann:
"Prostitution ist Sexualität unter ökonomischen Zwängen"
"In einer freien Gesellschaft hat Prostitution keinen Platz"
"Prostitution ist das Ergebnis von Diskriminierung, Frauenverachtung, Gewalt und Armut"
Hier mein Kommentar:
Oh je,
Die einst so liberale
Zeit, wo ist sie hin? Die Freier haben sie entführt und entehrt. Die Freier sind an allem Schuld. Freiheit oder Freier? Ich empfehle wieder mehr Klöster zu bauen. Das hilft auch weiter bei Weltversagen und Lebensüberdruss.
Nein, Prostitution ist Arbeit unter ökonomischen Zwängen.
Nein, in einer patriarchalen Gesellschaft ohne Prostitution hat die heilige Inquisition das Sagen.
Nein, Prostitution ist die logische Konsequenz aus der Unterdrückung der Sexualität von Frauen im Patriarchat.
Ob
Die Zeit das versteht? Die Mehrheit der ZeitgenossInnen? GenossInnen? Nein, die verstehen sich selbst nicht mehr. Spätestens seit dem Fall Putin's in den Höllenschlund, in den Abgrund des Satans. War es einst nicht Ernst Bloch, Verfasser des "Prinzip Hoffnung" der den Genossen Stalin nicht zu enttarnen vermochte? Nein, diese Weltverbesserer habe ich satt. Da bleibe ich bei Karl Popper, der etwas zu den Weltverbesserern gesagt hat, dass sie nur Unglück bringen. Karl Marx hat auch etwas zum Unglück durch falsche Liebe gesagt. Was hilft's. Ich weiß es ja. Aber die anderen?
Menschen haben das Bedürfnis ihre innersten Empfindungen auszudrücken, und das geht wunderbar in der Inszenierung unserer Sexualität. Diese ist im Arsch, und darum ist das Ergebnis der Inszenierung im Arsch. Aber sie ist real. Sie spiegelt unsere Seelenlage wieder. Diese zu unterdrücken mag dem Lifestyle dienen, nicht aber unserer Fortentwicklung. Wir müssen diesen Graben überwinden. Daran erinnert uns immer wieder unser Unvermögen
orgastische Lust auszuleben. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an.
Link
https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/ ... -interview
Wo Schatten ist, muß auch Licht sein.