Mehr Rechte für freiwillige Sexarbeiterinnen fordert Gabriele Heinisch-Hosek in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Eva van Raden von der Volkshilfe Wien.
Sie wolle die "Arbeits- und Lebensbedingungen der freiwilligen Sexarbeiterinnen verbessern", schließlich seien diese "in ihren Rechten nicht so abgesichert, wie es wünschenswert wäre", so SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek Freitagvormittag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Eva van Rahden (Projektleiterin SOPHIE-BildungsRaum für Prostituierte) zum Thema "Mehr Rechte für freiwillige Sexarbeiterinnen!". Sie fordere eine eigene arbeits- und sozialrechtliche Absicherung der freiwilligen Sex-arbeiterinnen sowie eine Vereinheitlichung der Ländergesetzgebung im Bereich Sexarbeit, so Heinisch-Hosek. Weiters seien die Beratungs- und Informationszentren auszubauen, so Heinisch-Hosek, die auch für eine "klare Trennung zwischen sexueller Ausbeutung und freiwilliger Sexarbeit" plädierte.
Eine weitere zentrale Forderung sei die Aufhebung der Sittenwidrigkeit, so die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin, die betonte, dass Sexarbeiterinnen aufgrund der Sittenwidrigkeit weder ein Dienstverhältnis als Sexarbeiterinnen eingehen, noch als selbstständig Tätige ihr Honorar einklagen können. Sie sei hier im Gespräch mit Justizministerin Maria Berger, so Heinisch-Hosek. Angesichts des Umstands, dass 70 - 80 Prozent aller Sexarbeiterinnen in Österreich Migrantinnen sind, gelte es, eine gesetzliche Absicherung für Sexarbeiterinnen mit Migrationshintergrund zu schaffen. Heinisch-Hosek erinnerte hier auch daran, dass ein sofort wirksamer eigener Aufenthaltstitel den Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen würde - und so auch einen "deutlichen Rückgang der Notwendigkeit, sich als Sexarbeiterin Geld zu verdienen", mit sich brächte. Sie werde in dieser Angelegenheit "nicht müde werden, Minister Platter an eine Verbesserung der Situation zu erinnern", bekräftigte Heinisch-Hosek.
Sie wünsche sich aber auch die Erstellung relevanten Datenmaterials, schließlich fehlten statistische österreichweite Erhebungen (etwa zur Zahl der legal tätigen freiwilligen Sexarbeiterinnen, Alter, Geschlecht, Nationalität), so Heinisch-Hosek. Um die Sexarbeit zu entstigmatisieren, seien weiters Sensibilisierungs- und bewusstseinsbildende Kampagnen notwendig. Zudem sollten "die Kunden absolut nicht aus der Verantwortung gelassen werden" - so sollten sich die Kunden vergewissern müssen, dass "die jeweilige Sexarbeiterin ihrer Tätigkeit freiwillig und nicht illegal nachgeht und/oder minderjährig ist", so Heinisch-Hoseks Forderung. Es sei "gut, dass eine politische Auseinandersetzung mit dem Thema Sexarbeit stattfindet" - allerdings sei diese "äußerst sensibel" zu führen, ergänzte die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin.
Ebenso wie Heinisch-Hosek plädierte auch van Rahden für eine arbeits- und sozialrechtliche Absicherung für freiwillige Sexarbeiterinnen, schließlich sei klar, "dass ab dem Moment, da Sexarbeit als Arbeit gilt, auch über bessere Arbeitsbedingungen gesprochen werden kann".
http://www.volkshilfe-wien.at/online/page.php?P=101687
Rechte für Sexarbeiterinnen
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Zwerg
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ex-oberelfe
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da kann ich nur sagen:
Ein bisserl tut sich ja was, aber das Thema ist wirklich leider sehr sensibel, da sich die wenigsten Politiker damit aufgrund unserer scheinheiligen Doppelmoral auseinandersetzen wollen - aber dennoch sich schön langsam der realen Problematik bewusst werden.
Nur leider dauert alles sehr lange und man kann wieder mal deutlich sagen: Österreichs Mühlen mahlen sehr langsam...
Wäre schön und wünschenswert, wenn sich wenigstens bezüglich "Sittenwidrikeit" bald was tut...
Ein bisserl tut sich ja was, aber das Thema ist wirklich leider sehr sensibel, da sich die wenigsten Politiker damit aufgrund unserer scheinheiligen Doppelmoral auseinandersetzen wollen - aber dennoch sich schön langsam der realen Problematik bewusst werden.
Nur leider dauert alles sehr lange und man kann wieder mal deutlich sagen: Österreichs Mühlen mahlen sehr langsam...
Wäre schön und wünschenswert, wenn sich wenigstens bezüglich "Sittenwidrikeit" bald was tut...
<i>::: Jasmin war SexarbeiterIn, später BetreiberIn und bis Ende 2010 für das Sexworker Forum mit besonderen Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit tätig :::</i>
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nina777
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26.8.2009
Mehr Rechte für Prostituierte: Ministerin Heinisch-Hosek für "neue Regeln für Sex"
* "Rechte von Sexarbeiterinnen sind Frauenrechte"
* NEWS traf sich mit der SPÖ-Ministerin zum Interview
Provokation: Die rote Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
verlangt im NEWS-Interview mehr Befugnisse für Prostituierte.
NEWS: Warum engagieren Sie sich so intensiv für die Rechte von Prostituierten?
HEINISCH-HOSEK: Rechte von Sexarbeiterinnen sind Frauenrechte. Deshalb sehe ich es als Aufgabe einer Frauenministerin, für diese kleine, aber wichtige Gruppe das Wort zu ergreifen.
NEWS: Wo liegen die Probleme?
HEINISCH-HOSEK: Sexarbeiterinnen haben jede Menge Pflichten – aber keine Rechte. Derzeit verhandeln wir mit den Ländern über einheitliche Regelungen. Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob die vorgeschriebenen Gesundenuntersuchungen vereinheitlicht werden.
NEWS: Warum wollen Sie die Sittenwidrigkeit abschaffen?
HEINISCH-HOSEK: Weil Sexarbeiterinnen dann auch ihren Lohn einklagen können. Meiner Meinung nach ist die zuständige Justizministerin Claudia Bandion- Ortner hier noch viel zu wenig aktiv.
NEWS:Soll für Prostituierte ein Anstellungsverhältnis ermöglicht werden?
HEINISCH-HOSEK: Darüber diskutieren wir noch. Es kommt darauf an, was die betroffenen Frauen wollen und was ihnen hilft.
NEWS: Könnten angestellte Sexarbeiterinnen auch Arbeitslosengeld beantragen?
HEINISCH-HOSEK: Ja, wer ins System einzahlt, soll natürlich auch davon profitieren.
NEWS: Helfen mehr Rechte für Sexarbeiterinnen auch gegen illegale Prostitution?
HEINISCH-HOSEK: Dafür brauchen wir ganz andere Maßnahmen.
NEWS: Oft wird kritisiert, dass Prostitution einer der wenigen Jobs ist, die Asylwerberinnen ausüben dürfen.
HEINISCH-HOSEK: Ich will die Frage der Arbeitserlaubnis für Asylwerberinnen losgelöst von Prostitution diskutieren. Der Verdacht liegt jedenfalls nahe, dass besonders Asylwerberinnen aus Nigeria zur Prostitution gezwungen werden. Und Frauenhandel ist ein Kapitalverbrechen.
NEWS: Warum soll Prostitution überhaupt erlaubt sein?
HEINISCH-HOSEK: Sie wird angeboten und nachgefragt. Ein Verbot ändert daran nichts. Aber die Frauen sollen wenigstens so gut wie möglich geschützt werden.
http://www.news.at/articles/0935/10/249 ... regeln-sex
Mehr Rechte für Prostituierte: Ministerin Heinisch-Hosek für "neue Regeln für Sex"
* "Rechte von Sexarbeiterinnen sind Frauenrechte"
* NEWS traf sich mit der SPÖ-Ministerin zum Interview
Provokation: Die rote Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
verlangt im NEWS-Interview mehr Befugnisse für Prostituierte.
NEWS: Warum engagieren Sie sich so intensiv für die Rechte von Prostituierten?
HEINISCH-HOSEK: Rechte von Sexarbeiterinnen sind Frauenrechte. Deshalb sehe ich es als Aufgabe einer Frauenministerin, für diese kleine, aber wichtige Gruppe das Wort zu ergreifen.
NEWS: Wo liegen die Probleme?
HEINISCH-HOSEK: Sexarbeiterinnen haben jede Menge Pflichten – aber keine Rechte. Derzeit verhandeln wir mit den Ländern über einheitliche Regelungen. Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob die vorgeschriebenen Gesundenuntersuchungen vereinheitlicht werden.
NEWS: Warum wollen Sie die Sittenwidrigkeit abschaffen?
HEINISCH-HOSEK: Weil Sexarbeiterinnen dann auch ihren Lohn einklagen können. Meiner Meinung nach ist die zuständige Justizministerin Claudia Bandion- Ortner hier noch viel zu wenig aktiv.
NEWS:Soll für Prostituierte ein Anstellungsverhältnis ermöglicht werden?
HEINISCH-HOSEK: Darüber diskutieren wir noch. Es kommt darauf an, was die betroffenen Frauen wollen und was ihnen hilft.
NEWS: Könnten angestellte Sexarbeiterinnen auch Arbeitslosengeld beantragen?
HEINISCH-HOSEK: Ja, wer ins System einzahlt, soll natürlich auch davon profitieren.
NEWS: Helfen mehr Rechte für Sexarbeiterinnen auch gegen illegale Prostitution?
HEINISCH-HOSEK: Dafür brauchen wir ganz andere Maßnahmen.
NEWS: Oft wird kritisiert, dass Prostitution einer der wenigen Jobs ist, die Asylwerberinnen ausüben dürfen.
HEINISCH-HOSEK: Ich will die Frage der Arbeitserlaubnis für Asylwerberinnen losgelöst von Prostitution diskutieren. Der Verdacht liegt jedenfalls nahe, dass besonders Asylwerberinnen aus Nigeria zur Prostitution gezwungen werden. Und Frauenhandel ist ein Kapitalverbrechen.
NEWS: Warum soll Prostitution überhaupt erlaubt sein?
HEINISCH-HOSEK: Sie wird angeboten und nachgefragt. Ein Verbot ändert daran nichts. Aber die Frauen sollen wenigstens so gut wie möglich geschützt werden.
http://www.news.at/articles/0935/10/249 ... regeln-sex
I wouldn't say I have super-powers so much as I live in a world where no one seems to be able to do normal things.
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Lycisca
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Wie der Thread zeigt, hat Frau Minister Heinisch-Hosek ähnliche Vorstellungen bereits vor einem Jahr präsentiert, ohne dass sich etwas geändert hätte.nina777 hat geschrieben:26.8.2009: Mehr Rechte für Prostituierte: Ministerin Heinisch-Hosek für "neue Regeln für Sex"
Änderungen kommen nur, wenn auch international auf die untragbaren Zustände hingewiesen wird. Eine Möglichkeit dazu ist der Country Report 2011 des CEDAW Committee über Frauendiskriminierung in Österreich. Wir SW sollten einen Bericht verfassen (Amtssprache Englisch), wo wir hinweisen, dass SW zwar Pflichten haben, aber unsere grundlegenden Rechte beschnitten werden: Verletzungen von Menschenrechten durch die Polizei (Razzien in Wohnungen), mangelnder Zugang zum Recht (Sittenwidrigkeit), Zwangsuntersuchungen (mit den Nebenerscheinungen eines Massenbetriebs: fehlende medizinischer Beratung, fehlender Schutz vor Zuhältern), sonstige Diskriminierungen (Erbrecht).
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Zwerg
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