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BeitragVerfasst: 2016-04-13, 02:32  Beitrag #101/108     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Ein Raunen hinter vorgehaltener Hand:
Die Konkurrenz!
Ja Christian, hoffentlich nur ein Raunen!

Pikant:
Einsatz der Schnueffel-Privatdetektive und
das Innsbrucker Sozialamt ist dort ansaessig.


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Verfasst: 2016-04-13, 02:32  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2016-06-29, 22:12  Beitrag #102/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

28.06.2016
ITALIENER UND SERBE IN HAFT
ZWEI GESUCHTE PROSTITUIERTEN-GEWALTTAETER GESCHNAPPT

Erfolg fuer die Tiroler Polizei: Den Beamten gingen zwei gesuchte Sex-Taeter in die Falle. Ein 49-jaehriger Italiener soll 2013 und 2016 jeweils eine Prostituierte bedroht haben, eine Frau wollte er sogar ueberfahren. Ein Serbe (25) versuchte vergangene Woche zwei Sex-Arbeiterinnen zu entfuehren.

Weiterlesen auf:
www.heute.at/news/oesterreich/Zwei-....schnappt;art23655,1306759

____________________________________________


ILLEGALE SEXSZENE
PROSTITUIERTEN-SCHRECK: BRUTALE FREIER IN U-HAFT!

Paukenschlag in der illegalen Strassenstrich-Szene in Innsbruck! Die Polizei forschte zwei brutale Freier aus, die unabhaengig voneinander Sexarbeiterinnen misshandelt und teils sogar aus dem fahrenden Auto geworfen haben sollen. Einer der Verdaechtigen wurde nach einem Mordversuch in Seefeld bereits seit Jahren gesucht.

Weiterlesen auf:
www.krone.at/tirol/Prostituierten-S....ale_Sexszene-Story-517479


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BeitragVerfasst: 2016-07-06, 16:47  Beitrag #103/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

05.07.2016
ILLEGALE PROSTITUTION: FREIER KUENFTIG STRAFBAR

Die Tiroler Landesregierung hat am Dienstag das neue Landespolizeigesetz beschlossen. Die Novelle regelt im Wesentlichen die Bedingungen fuer legale Prostitution im Land, die illegale Prostitution soll eingedaemmt werden.

Wenn es um illegale Prostitution geht, koennen kuenftig nicht nur die Prostituierten selbst, sondern auch die Freier bestraft werden. Das ist eine der wesentlichen Neuerungen im Gesetz. "Unser Ziel ist es, die illegale Prostitution noch wirksamer zu bekaempfen und die Polizei auch die notwendigen Werkzeuge dafuer in die Hand zu geben", betont LH Guenther Platter.

GEMEINDEN DUERFEN ERLAUBNISZONEN ZULASSEN

Um den illegalen Strassenstrich zu verhindern, koennen Gemeinden kuenftig Erlaubniszonen einrichten. Innerhalb derer ist die Anbahnung und Ausuebung von Prostitition gestattet. Ob und wo eine solche Erlaubniszone - oder mehrere - hinkommt, kann jede Gemeinde selbst bestimmen.

Prostituierten wird es ausserdem kuenftig moeglich sein, sogenannte Studios anzumieten. Maximal zwei Studios pro Wohnanlage darf es geben. Die restlichen Wohnungseigentuemer muessen einverstanden sein, die Studios muessen einen eigenen Zugang zum Gebaeude haben.

Prostitution gaenzlich zu verhindern, sei unrealistisch, heisst es vonseiten der Landesregierung. OEVP und Tiroler Gruene bezeichnen die Loesung als guten Kompromiss.

http://tirol.orf.at/news/stories/2784020/

Siehe auch:
www.derstandard.at/2000040474927/Ti....tudios-fuer-Prostituierte


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BeitragVerfasst: 2016-08-04, 14:32  Beitrag #104/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

HERUMREISENDE SEXARBEITERINNEN
PREISZERFALL AUF DEM STRASSENSTRICH

NZZ am Sonntag von Andreas Schmid / 31.07.2016

Zusehends haeufig wechseln Prostituierte ihren Arbeitsort. Dadurch entsteht ein grosser Druck auf die Preise. Frauen bieten Sex fuer 30 Franken an.

Statt konstant an einem Ort anzuschaffen, ziehen Sexarbeiterinnen vermehrt weit herum. Sie sind zum Beispiel einige Wochen in Basel taetig, dann in Muenchen und reisen nach Mailand weiter. Die Auswirkungen der sogenannten Wander-Prostitution bekommen in erster Linie die fest ansaessigen Sexarbeiterinnen zu spueren. Wegen der Grenznaehe sind die Auswirkungen in Basel besonders offenkundig.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Alina, die Frauen im Baseler Sexgewerbe unzerstuetzt, beobachten sowohl auf dem Strassenstrich als auch in Studios und Kontakt-Bars eine deutlich hoehere Fluktuation. "In den vergangenen Jahren hat die Mobilitaet der Sexarbeiterinnen zugenommen", sagt Viky Eberhard, die Leiterin von Alina.

VERMIETER ALS PROFITEURE

Die Tendenz, dass die Frauen oft nur wenige Wochen in Basel taetig sind und dann in eine andere Stadt weiterziehen, hat fuer das Gewerbe gravierende Konsequenzen. "Die Konkurrenz und der Druck auf die Sexarbeiterinnen haben sich wesentlich verschaerft", stellt Eberhard fest. Das ruehre daher, dass die temporaer in Basel weilenden Frauen Wucherpreise fuer Zimmer zahlen muessten. Oft werde die Miete, die bis zu 100 Franken pro Tag betrage, jeden Abend einkassiert, weil die "Wander-Prostituierten" enorm viele Wechsel im Sexgewerbe mit sich bringe.

Laut Eberhard fuehrt dies dazu, dass Frauen schnell einmal Schulden machen muessen, wenn sie krank sind oder ihrem Gewerbe wenig erfolgreich nachgehen. "Es gibt Sexarbeiterinnen, die sich deshalb gezwungen sehen, ihre Preise zu senken. Einige bieten Geschlechtsverkehr fuer lediglich 30 Franken an", sagt Eberhard.

Diese Entwicklng setzt auch jene unter Druck, die ihre Dienste eigentlich nicht zu tieferen Preisen anbieten wollen. Wie Eberhard erzaehlt, versuchen Freier zudem, die herrschende Konkurrenzsituation auszunutzen, indem sie ungeschuetzten Geschlechtsverkehr verlangen.

Im Basler Sexgewerbe trifft Eberhard Frauen aus Europa, Asien, Afrika und Suedamerika an. In den letzten fuenf Jahren kaemen die meisten Prostituierten allerdings aus Ostungarn. "Der erwartete Ansturm von Sexarbeiterinnen aus Rumaenien und Bulgarien seit deren EU-Beitritt ist ausgeblieben." In den Kontakt-Bars seien zwar zahlreiche Frauen aus diesen Laendern angestellt, das sei aber schon frueher so gewesen.

Wenig Einfluss auf die Szene in Basel hat laut Eberhard das im April verabschiedete neue Gesetz in Frankreich, das fuer Kunden von Prostituierten hohe Bussen vorsieht. Es seien seither weder mehr franzoesische Sexarbeiterinnen noch Freier anzutreffen.

Der groesste Teil der Frauen im Sexgewerbe arbeite selbstaendig und unabhaengig, betont Eberhard. Es gebe aber auch Frauen, die durch Menschenhandel in die Prostitution gelangten oder von Zuhaeltern drogenabhaengig gemacht wuerden, um dann zum Anschaffen gezwungen zu sein. "Die Faelle von Menschenhandel sind aber ziemlich schwierig ausfindig zu machen, weil sich die Betroffenen meist nicht an eine Beratungsstelle wenden und in der Anonymitaet bleiben", sagt Eberhard. Gegenueber der Polizei geben sich diese Frauen meist als Touristinnen aus.

GROESSERE REISEFREIHEIT

Eine hohe Fluktuation praegt auch das Zuercher Sexgewerbe. Ursula Kocher, die Leiterin von Flora Dora, der staedtischen Beratungsstelle fuer Frauen auf dem Strassenstrich, konstatiert durch die hoehere Mobilitaet der Sexarbeiterinnen tiefgreifende Veraenderungen: "Frueher haben sich die Frauen eher an einem Ort eine Stammkundschaft erarbeitet." Heute zoegen sie oft umher. Das haengt laut Kocher mit der gestiegenen Konkurrenz und der groesseren Reisefreiheit innerhalb Europas zusammen. "Oft ist der Grund aber auch, dass die Frauen das Land verlassen muessen." Jene, die mit einer fuer 90 Tage gueltigen Melde-Bestaetigung in Zuerich taetig seien, haetten danach die Schweiz zu verlassen und duerften erst im neuen Jahr zurueckkehren.

Fuer die Beraterinnen bringt die Wander-Prostitution ein gravierendes Problem: Die Fachfrauen haetten kaum Zeit, ein Vertrauensverhaeltnis zu den Sexarbeiterinnen aufzubauen, weil diese nur wenige Wochen in Zuerich weilten, sagt Kocher. "Entsprechend schwierig ist es, illegale Machenschaften wie Frauenhandel auszumachen und die Betroffenen zu unterstuetzen.

www.nzz.ch/nzzas/herumreisende-sexa....-strassenstrich-ld.108481

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Um Himmels Willen, das ist mir jetzt furchtbar peinlich:
Habe erst NACH dem Absenden gemerkt, dass ich diesen Beitrag unter "Lokalnachrichten Innsbruck/Tirol" geschrieben habe, dabei sollte es in die "Lokalnachrichten Basel" !!!!!
Hilfe! Wie bloed bin ich eigentlich, muss ich ehrlich zugeben?!
Vielleicht koennte jemand diesen Beitrag in die "Lokalnachrichten Basel" verschieben?
Das waere toll! Danke schoen!
Euer Hamsterchen


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BeitragVerfasst: 2016-08-04, 15:44  Beitrag #105/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

Alinas Beitrag zur Skandalisierung der SW?

Auf welcher Datengrundlage gelangte die Beratungsstelle Alina zu den Aussagen, sofern der Artikel die Aussagen von Alina zutreffend wiedergibt?
Auf der Grundlage von Gesprächen mit SW?
Welche Fragestellungen wurden dabei behandelt?
Wieviele SW in welchen Segmenten der SW wurden wie befragt?
usw.

Im Artikel werden aus den Aussagen verallgemeinernde Tatsachenbehauptungen, die mit Bezug auf die Fachberatungsstelle Alina und deren Expertise Glaubwürdigkeit beanspruchen. Gezeichnet wird das immer gleiche Bild von skandalösen Zuständen in der SW, dass den herrschenden Diskurs gegen die SW charakterisiert und lügnerisch - 40.000 Zwangsprostituierte, 57 % Ablehnung der SW unter jungen Menschen - verfestigt. Ein Bild und Diskurs, die in einem Gesetz wie dem Deutschen ProstSchuG münden, durch das das Othering, die Stigmatisierung der Aktiven im Feld der erotisch-sexuellen Dienste, die gegen sie gerichtete Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Rechtsstatus erhält.

Was sagt die Beratungsstelle Alina dazu?

- - - - - - - - - -

«Laut Eberhard fuehrt dies dazu, dass Frauen schnell einmal Schulden machen müssen, wenn sie krank sind oder ihrem Gewerbe wenig erfolgreich nachgehen. "Es gibt Sexarbeiterinnen, die sich deshalb gezwungen sehen, ihre Preise zu senken. Einige bieten Geschlechtsverkehr fuer lediglich 30 Franken an", sagt Eberhard.»


Armut!

Von Armut sollte gesprochen werden. Diese zwingt Menschen dazu, ihre Leistungen zu ausbeuterischen Preisen zu verkaufen. Z.B. in der SW oder auf Spargelfeldern und in Schlachthöfen etc. Diese Armut ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Davon abzulenken, indem SW skandalisiert wird, die zu niedrigen Preisen stattfindet, mag die Auflagen der NZZ steigern, die Fördergelder fließen lassen und den Abolitioni_innen elende Lust bereiten. Sie ist angesichts des Reichtums in der Schweiz und in Deutschland, angesichts der unzureichenden Armutsbekämpfung in diesen Ländern, Heuchelei zum Nachteill der SW und zur Verschleierung ausbeuterischer gesellschaftlicher Verhältnisse.

Wenn es - und davon spricht Alina - um Menschlichkeit und die Unterstützung von SW gehen würde, wenn ich von der NZZ in der Weise "zitiert" würde, wie es im Artikel geschieht, der Artikel bliebe nicht unkommentiert.


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BeitragVerfasst: 2017-01-23, 18:29  Beitrag #106/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

50.000 Euro Bußgelder: Rekordstrafe für Prostituierte

Rund 50.000 Euro schuldet eine Rumänin der Republik. Fast ein Jahr müsste sie für die Summe ins Polizeigefängnis. Dort saßen im Vorjahr fast 600 Häftlinge ein.

Innsbruck – Unverbesserlich: Das ist wohl die treffende Bezeichnung für die Prostituierte. Der Schuldenberg, den die Rumänin bei der Republik angehäuft hat, ist knapp 50.000 Euro hoch. „Insgesamt bringt es die Frau auf 63 Verwaltungsstrafakten, die noch offen sind“, rechnet Florian Greil, Leiter des Strafamtes, vor. Mit der Summe der nicht bezahlten Bußgelder ist die Osteuropäerin Rekordhalterin in Innsbruck. Kein Verwaltungssünder hat mehr Strafen offen. Den Großteil der Anzeigen handelte sich die Rumänin wegen illegaler Prostitutionsausübung ein. Bezahlen wird sie die 50.000 Euro vorerst nicht. „Die Frau hält sich nicht mehr bei uns auf“, sagt Greil. Vermutlich ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt. Sollte die Prostituierte wieder nach Tirol kommen, muss sie mit einem längeren Aufenthalt im Polizeigefängnis rechnen. „Für die 50.000 Euro müsste sie etwa ein Jahr absitzen“, sagt Greil.

Sie wäre kein Einzelfall – 573 Personen mussten im Vorjahr aufgrund nicht bezahlter Geldstrafen im Polizeianhaltezentrum (PAZ) einrücken. Etwas weniger als 2015 – damals verbüßten 643 Menschen einen „Ersatzarrest“ im „Polizeihäfen“ in der Kaiserjägerstraße in Innsbruck. 2014 waren’s 586 Strafgeld-Schuldner aus ganz Tirol, die einsitzen mussten. Ob zahlen oder sitzen ist entgegen der Stammtisch-Meinung nicht die Entscheidung der Betroffenen: „Wer glaubt, er kann sich beispielsweise die 1000 Euro für Autofahren unter Alkoholeinfluss sparen und stattdessen ein paar gemütliche Tage im Polizeianhaltezentrum verbringen, ist im Irrtum“, klärt Greil auf: „Zuerst versuchen wir, die Strafsumme einzutreiben.“ Pfänden statt einsperren lautet dabei die Devise. Nur wenn das Geld wirklich uneinbringlich ist, kommt der Ersatzarrest ins Spiel.

Mit „gemütlich absitzen“ hat der Aufenthalt im Innsbrucker PAZ wenig zu tun. Genau genommen ist ein Haftaufenthalt in der Kaiserjägerstraße deutlich unangenehmer als etwa in der Justiz­anstalt in der Völser Straße. „Bei uns gibt’s keine Krankenstation und kein Beschäftigungsprogramm für die Häftlinge“, begründet Greil: „Im kleinen Innenhof ist auch der tägliche Freigang nur sehr eingeschränkt möglich.“ Um die Zeit totzuschlagen, bleibt den Insassen nur ein Buch oder das Handy, das im PAZ geduldet wird.

In der Theorie sind für säumige Strafzahler jahrelange Verwaltungshaftstrafen zwar möglich, in der Praxis sieht die Situation allerdings anders aus. „Wir können niemanden gegen seinen Willen länger als sechs Wochen festhalten“, sagt Greil: „Wenn ein Häftling einen Antrag stellt, kommt er nach dieser Frist frei und bleibt es dann auch für ein halbes Jahr.“ Erst dann kann der Ersatzarrest fortgesetzt werden.

Aber auch innerhalb der sechs Wochen müssen Insassen keine Gitterstäbe durchsägen, um ihre Freiheit wiederzuerlangen. Für eine erfolgreiche „Flucht“ aus dem PAZ reicht ein gesundheitliches Problem. Da das kleine, für etwa 40 Häftlinge ausgelegte Gefängnis über keine Krankenstation verfügt, genügt schon etwas Bluthochdruck, um als haftunfähig zu gelten. Ein Versuch, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, kann ebenfalls in Freiheit enden. Eine Methode, die immer wieder zur Anwendung kommt.

Im Polizeianhaltezentrum sitzen aber nicht nur Leute ein, die ihre Geldstrafen nicht zahlen. Kurzfristig müssen in der Kaiserjägerstraße auch immer wieder Verdächtige übernachten, die bei einer Straftat erwischt wurden. Oder auch Flüchtlinge, die auf ihre Zurückschiebung nach Italien warten.


http://www.tt.com/panorama/verbrech....%C3%BCr-prostituierte.csp


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BeitragVerfasst: 2017-01-23, 20:53  Beitrag #107/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

Wahnsystem

die Kollegin scheint also ihrer Tätigkeit an Orten nachgegangen zu sein, an denen das verboten war. Dafür, dass sie bemüht war, ihren Lebensunterhalt selbstbestimmt und selbstwirksam zu erwerben, dafür, dass sie keine sozialen Transferleistungen in Anspruch genommen hat, eigenständig versucht hat verantwortlich für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und dies, ohne einen anderen Menschen direkt zu schädigen, ist sie zu einer Geldstrafe von 50.000 € ersatzweise ca ein Jahr Haft verurteilt worden. Eine Tätigkeit, die augenscheinlich an dem Ort, an dem sie jeweils angeboten auch nachgefragt wurde. Eine Tätigkeit des freien Unternehmertums, das in aller Regel anerkannt und als Keimzelle des gesellschaftlichen Wohls betrachtet wird. Wir sollen alle Unternehmer in eigener Sache sein, das wird laut Agenda 2010 sogar als Ich-Ag staatlich gefördert. Sofern ein Mensch die Idee hat, eine SW-Ich AG zu sein und dafür öffentlichen Raum nutzt, sammelt er aber Strafzettel, die sich auf 50.000 € summieren. Dieser Mensch wird für seine Geschäftsidee bestraft, sozial geächtet, die nicht nur seinem Wohl, sondern auch dem der Nachfragenden dient, die ein Beitrag zum Bruttosozialprodukt ist und durchaus auch ein Beitrag zu den Steuereinnahmen erbringen kann. Eine Tätigkeit die er in Eigeninitiative und ohne Inanspruchnahme fremder Hilfen unter Nutzung öffentlichen Raums ausübt, in einer Gesellschaft, die diese Eigeninitiative als zentrale soziale Kompetenz aller in ihr lebender erwachsener Menschen fordert, wird von dieser Gesellschaft bestraft und kann inhaftiert werden, womit aus einem Menschen der sein Menschenrecht auf Freiheit ausübt, der einen Beitrag zum Gemeinwesen leistet, ein Mensch wird der seiner Freiheistrechte verlustig geht und die Ressourcen der Gemeinschaft belastet.

Habe ich das richtig verstanden?

Sind die Verhältnisse vom Wahnsinn getrieben, in denen sich diese Realität ereignet? Bildet sich irgendjemand ein, dass die Verhältnisse, die diese Realität erschaffen, kein Wahnsinn sind? Wie ist es mental bestellt, um diejenigen, die diese Verhältnisse aktiv produzieren? Anlass zur Sorge, wenn die Menschen die diesen Wahnsinn gegen die Kollegin ins Werk setzen, in Positionen sitzen, die das Gemeinwesen zusammenhalten sollen?


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BeitragVerfasst: 2017-01-28, 13:18  Beitrag #108/108     Titel:  RE: LokalNachrichten: INNSBRUCK & TIROL  Nach untenNach oben

22.01.2017
TIROL
PROSTITUIERTE, FAMILIENVAETER UND DIE MORAL:
KRITIK AN NEUEM GESETZ

Der Entwurf des neuen Landespolizeigesetzes muss im Bereich Prostitution ueberarbeitet werden. "An der Realitaet vorbei", so eine der kritischen Stellungnahmen.

Von Michaela S. Paulmichl
Innsbruck - Eine Erlaubniszone am Stadtrand, Strafen fuer Freier, die Streichung von Sexarbeit als Fortsetzungsdelikt, um jeden einzelnen Anbahnungsversuch anzeigen zu koennen: Die Novelle des Landespolizeigesetzes sieht mehrere Aenderungen fuer den Strassenstrich vor. Einiges steht fest, ueber manches wird noch diskutiert. Unter dem Strich geht es um mehr Handhabe fuer die Polizei und damit um eine weitere Eindaemmung illegaler Sexarbeit.

"Anstatt diese als gesellschaftliche Realitaet anzuerkennen und die Situation ihrer Ausuebenden in den Mittelpunkt legalistischer Aenderungen zu stellen, geht es nur um eine weitere Verschaerferung des bestehenden Kontrollsystems", kritisieren die Mitarbeiterinnen von iBUS, ein Projekt zur Beratung und Unterstuetzung vom Sexarbeiterinnen in Innsbruck. Verbote und noch hoehere Strafen wuerden diese nicht schuetzen, sondern nur weiterhin eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema verbinden - "Prostitution ist ein Fakt, weil die Nachfrage da ist" - sowie unsichere Arbeitsbedingungen schaffen. Sicherheit aber sei ein zentrales Thema, um Gewalt und Ausbeutung zu verhindern.

Eine weitere Kriminalisierung trage sogar dazu bei, dass Taeter straflos bleiben: Sexarbeiterinnen erstatten bei Missbrauch oder Gewalt haeufig nicht Anzeige, weil sie fuerchten muessen, selbst bestraft zu werden. Kunden, die Faelle von Menschenhandel aufzeigen wollen, koennten dies kuenftig au dem gleichen Grund nicht mehr der Polizei melden.

Die iBUS-Mitarbeiterinnen machen auch auf eine fuer sie "voellig absurde" Situation aufmerksam: Durch die sehr hohe Strafen, die keine der Betroffenen bezahlen kann, treten viele eine Ersatzfreiheitsstrafe an, das Hoechstmass sind 42 Tage. Im Anschluss koennen sie wieder sechs Monate arbeiten, um danach wieder ihre Tage im Anhaltezentrum abzusitzen. "Abgesehen von den hohen Kosten ist diese Massnahme komplett sinnlos, weil die Frauen trotzdem da bleiben. Viele muessen mit dem Geld ihre Familien ernaehren." Fast alle kommen aus Rumaenien und Bulgarien. Sie werden wie andere EU-Buergerinnen abgeschoben mit dem Argument der Gefaehrdung der Volksgesundheit - obwohl die Praevalenz von Geschlechtskrankheiten laut Statistik aehnlich ist wie bei der Gesamtbevoelkerung. "Die Debatte ist moralisch aufgeheizt", kritisiert iBUS. Ein Hinweis dafuer sei etwa die Forderung nach Strafen fuer Freier mit der Begruendung, durch den Strafbescheid in der Post koennten Familienvaeter abgehalten werden, zu Prostituierten zu gehen. Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler verweist darauf, dass die Situation am illegalen Strassenstrich derzeit aufgrund der Ueberwachung im Rotlichtbereich "sehr entspannt" sei. Am Dienstag, 20.30 Uhr, findet im Cafe "DeCentral" in Innsbrucm, Halber Strasse 1, der Vortrag "Sexarbeit, Repression und Widerstand" statt.

____________________________________________

"Zeuginnen der Ungerechtigkeiten" fordern Schutz statt Kriminalisierung

Die Einrichtung iBUS setzt sich fuer eine Entstigmatisierung und Entkriminalisierung von Sexarbeit und deren Akteuren ein. Die Mitarbeiterinnen verstehen sich als "Zeuginnen der Ungerechtigkeiten" und menschenverachtenden Zustaende, denen Sexarbeiter ausgesetzt seien.

Kritik:
Fuer die Netzwerke, die Prostituierte beraten und sich fuer deren Rechte einsetzen, gilt die Novellierung des Landespolizeigesetzes als aktuelles Beispiel fuer die Stigmatisierung von Sexarbeitern. Sie fordern auch die Abschaffung der Zwangsuntersuchungen in Oesterreich als einzigem Land in Europa und plaedieren fuer die Schaffung eines niederschwelligen, anonymen Beratungs- und Untersuchungsangebots, das freiwillig aufgesucht werden kann.

Forderungen:
Keine weitere Illegalisierung und Kriminalisierung, die rechtliche Gleichbehandlung mit anderen Erwerbstaetigen, Massnahmen gegen Prekarisierung, Diskriminisierung, Sexismus, Rassismus; Schutz vor Abschiebungen, selbstbestimmtes, sicheres Arbeiten sowie Anerkennung und Respekt, mit dem auch andere Arbeitnehmer behandelt werden. Ueberdies sollten sie in politische Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden.

http://www.tt.com/politik/landespol....ritik-an-neuem-gesetz.csp


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