::: Sicherheitsmaßnahmen UMGANG MIT BEHÖRDEN :::

Hier werden die Sicherheitsmaßnahmen für SexarbeiterInnen gesammelt, welche später auf unserer Webseite veröffentlicht werden. Wer Tipps zum Thema hat, oder Links kennt, bitte hier posten!
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Zwerg
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::: Sicherheitsmaßnahmen UMGANG MIT BEHÖRDEN :::

#1

Beitrag von Zwerg » 2007-12-14, 01:10

Hier bitte alle Verhaltensmaßregeln für SexarbeiterInnen im Umgang mit Behörden (Polizei) posten. Wenn möglich auf Geschichten verzichten, sondern sich auf das richtige Verhalten - im Falle eines Falles - konzentrieren

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Marc of Frankfurt
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#2

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2008-02-11, 02:29

Nicht/Nie allein zur Zeugenaussage oder zur Anzeigeerstattung zur Polizei gehen.

Freundin, Zeuge, Kulturmediator, Dolmetscher, Beratungsstellenmitarbeiterin, Anwalt etc. mitbringen.

Noch immer ist die Akzeptanz von SexarbeiterInnen und ihren Aussagen nicht bei allen Behördenvertretern so wie sie sein sollte.


Siehe/Vergleiche:
- Juristische Fachfrage: Kann eine Hure vergewaltigt werden?
- Thread: Behördenübergriffe
- Zahl der Verhaftungen und erteilten Strafen ist unter Sexarbeitern höher als bei Freiern.





Siehe auch unsere Sammlungen:



.
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#3

Beitrag von Nathalia » 2008-02-11, 11:42

Nie etwas bei Polizei oder Finanzamt Kontrollen unterschreiben.
Im Falle sofort Steuerberater oder Rechtsanwalt anrufen.

Polizei oder Finanzamt Kontrollen kommen immer meist zu zweit,falls nur eine Person kommt sofort nach Dienstausweis verlangen und in eigene Hand kontrollieren.
Falls etwas nicht stimmt sofort Polizei anrufen uns sich Informieren.

Polizei Kontrollen dürfen gemacht werden spätestens bis 20 Uhr (Kommt auf Bundesland ,man muss sich Informieren ) .

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Cat
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#4

Beitrag von Cat » 2009-01-21, 02:19

Hi an alle
Soweit mir bekannt ist,müssen Polizei ecc.mindestens zwei Personen sein.Auf keinen Fall mit einer einzigen Person einlassen." Bei Vorladungen am besten gleich einen "Anwalt" anrufen.Nicht auf eigene Faust hingehen,unbedingt erst einen "Rat" einholen

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#5

Beitrag von Melanie » 2009-04-11, 19:04

@ Cat
Ohne Hausdurchsuchungsbefehl gar keinen Menschen rein lassen und Dienstausweis zeigen lassen !
Hausdurchsuchungen sind nicht erlaubt in der Zeit von 3 Uhr - 5 Uhr, aber man muss nicht sofort öffnen ( 15 min Wartezeit ist erlaubt ).

Auf keine Diskussion einlassen, wenn nur 1 angeblich Beamter vor der Tür steht oder wenn kein Durchsuchungsbefehl vorliegt.

Bei einer Hausdurchsuchung hat man das Recht zutelefonieren oder sich vom Ort zu entfernen ! das wird von der Polizei oft verneint, aber es liegt ja kein Haftbefehl gegen eine SW vor = nur die Hausdurchsuchung.

@ Marc
bei Zeugenaussagen / Anzeigen = läßt die Kripo keine andere Person mit im Raum !!! ??? ( Ausnahmen bei einer SW im Krankenhaus )
- OK aber nur Personen von Beratungsstellen und mit Protest den Anwalt.....

LG Melly
„Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen.“
Johann Wolfgang von Goethe

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#6

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-07-12, 15:37


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#7

Beitrag von Steuermann » 2010-07-12, 19:27

Besonders im Umgang mit Behörden und dem Finanzamt sind folgende Punkte ganz besonders wichtig.

1.) Dienstnummer erfragen - Dienstausweis zeigen lassen und ALLE - ich betone ALLE Dienstnummern notieren -

Grund? - Weil so die Böse Bulle - guter Bulle Nummer nicht mehr geht - (Angst vor Disziplinarverfahren) - Wird es von den Beamten verweigert -den Einsatzleiter auffordern (höflich aber bestimmt) dem Gesetz nachzukommen.... - Er wird dann die Verantwortung für diese Gesetzesbeugung zu übernehmen haben. Das Gleiche gilt für Finanzamt, Gewerbeamt etc. Alle Dienstausweise notieren und die Dienstnummern (das kann dauern, nervt die Beamten - aber sie müssen gesetzeskonform vorgehen)

2.) Etwaige Durchsuchungsbefehle, Namen der darauf vermerkten Adresse, des Wohnungs-, Lokalinhabers prüfen und zwar GANZ genau ob alles richtig geschrieben ist - sogar der fehlende Bindestrich in einem Doppelnamen - macht das Dokument WERTLOS.... Es muss auch genau auf diesem Dok stehen was gesucht wird und was durchsucht werden darf. Steht zB Geschäftsräume und gibt es dazu eine Wohnung - ist die Wohnung tabu!!!! Ebenso zB ein Keller wenn er nicht extra vermerkt ist (sic!)

3.) Ruhe bewahren!!! Ganz wichtig - wenn irgendetwas nicht gut läuft SOFORT anwaltlichen Beistand fordern - wird dieser verweigert - den Einsatzleiter darauf aufmerksam machen, dass gegen Menschenrecht verstossen wird, ab sofort, und darauf bestehen einen Anwalt anzurufen..... eine Niederschrift verlangen das die Grundrechte verweigert werden.

4.) Aussagen: Nichts sagen - niemand ist verpflichtet den Behörden etwas zu erzählen, ohne einen Anwalt oder Beistand, nicht mal ein Mörder muss das!!!!! Grundsätzlich nur folgendes Bekanngeben. Namen, Geburtsdatum, Sozialversicherungsnummer wenn vorhanden, Ordenlichen Wohnsitz, das mit einem Ausweisdokument und einem zB Meldezettel oder ähnlichem belegen, meist haben die Beamten vor Ort eine Möglichkeit die Meldeadresse aufgrund des Namens und des Geburtsdatums zu ermitteln. - IN Wien muss die Kontrollkarte gezeigt werden - mit gültigem Stempel ... ich empfehle mittlerweile, wenn kein gültiger Stempel vorhanden ist diese Karte nicht zu zeigen und zu sagen - "Hab ich vergessen...." .
denn die Karte ist ohne Stempel dann 2 Wochen weg - das kommt einem Arbeitsverbot gleich, Kosten sind gleich wie wenn man keine Karte dabeihat - man hat aber die Karte bei sich, kann am nächsten Tag zur Kontrolle gehen und kann arbeiten, ohne die Sorge 2 Wochen keine Karte zu haben.... weiters kann man gegen die Verwaltungsstrafe dann Einspruch erheben - meist ist ungenau definiert, zB... wurde Ohne gültige Kontrollkarte angetroffen etc.... eine Kopie der Karte dem Einspruch beilegen und die Stafe als unbegründet beeinspruchen....

5.) Gerne wird versucht Druck aufzubauen mit den Worten - wenn DU (hier wird bewusst geduzt) nicht reden willst nehmen wir dich mit.... as dürfen die Beamten gar nicht, wenn ein Ausweis und eine ordentliche meldeadresse vorliegen - es ist eine leere Drohung um Angst zu erzeugen - dem entschieden mit dem Argument entgegentreten, das dies nicht Gesetzeskonform ist da Ausweis und Meldeadresse stimmen -

6.) weiters wieder höflich und bestimmt jedes Du - mit dem Konter "Bitte sagen Sie nicht DU zu mir, wir sind nicht befreundet, soweit mir bekannt ist!" erwiedern. Am besten dies in einem etwas lauteren Ton. Bewährt hat sich auch wenn zB das Finanzamt (KIAB macht das gerne mit Druck) so vorgeht den Einsatzleiter der Polizei zu bitten gegen diese Menschenrechtsverletzung sofort weil eben begangen Anzeige zu erstatten (der offene Mund der KIAB und Polizeibeamten ist mir heute noch einen Grinser wert... aber er hat es machen müssen....)

7.) Sollte man gezwungen werden etwas zu unterschreiben, wieder mit der Drohung . - Sonst kommst DU mit.... (siehe oben gegen das DU vorgehen) und dann in Handschrift wie eine UNterschrift - ich wurde gezwungen etws zu schreiben habe aber nicht unterschrieben auf den Zettel schreiben....

8.) Gerne werden einzelne Personen "abgesondert, also in einen Nebenraum verbracht um sie zu befragen - dies sofort und energisch durch ALLE Anwesenden ablehnen - Am besten mit den Worten - KEIN VERHÖR OHNE ZEUGEN!!!! oder wollen sie Gewalt anwenden????

9.) Migrantischer Hintergrund einer SW
Wenn die Sprache nicht verstanden wird oder nur teilweise SOFORT auf einen DOLMETSCH bestehen - kann dieser nicht beigestellt werden - jede weitere Aussage verweigern mit der Begründung - BITTE DOLMETSCH -NIX VERSTEHEN -das sollte reichen...

10.) Handys, Pc´s, Laptops etc. Diese dürfen nur mit richterlicher Genehmigung durchsucht werden, gibt es diese nicht - es sofort verweigern und nach Anwalt verlangen - es empfiehlt sich übrigens sehr - wenn man ein Handy mit Diktaphon hat die gesamte Amtshandlung aufzuzeichnen - und dies später schriftlich durch einen Anwalt der behörde mitteilen zu lassen...


sollte noch was einfallen kommt nach....

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#8

Beitrag von Steuermann » 2010-07-12, 19:48

Nicht erwähnen brauche ich glaube ich, dass man sich sofort wenn man sieht das eine Razzia oder Ähnliches bei der Türe reinkommt, aller Dinge entledigen sollte die nicht - sagen wir mal freundlich - im Besitz sein sollten (Drogen, Waffen, zu viel Geld, Autoschlüssel wenn das Auto gefunden wurde etc...) - es reicht nicht diese einfach fallen zu lassen - oder jemand anderem zuzustecken (ui das wäre gemein sogar) sondern am Besten eignen sich Blumenvasen, Sektkühler, Ritzen und Nischen, etc - sich von Diesen bösen Dingen - die sicherlich NIE jemand bei sich hat - zu trennen - aber nur für den Fall das es mal passiert....

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Anonyme Beweissicherung

#9

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-08-20, 11:57

Nach einem Überfall oder Vergewaltigung sollte man/frau Anzeige bei der Polizei erstatten. Sollte...


(Zur Polizei nie alleine gehen, damit Zeugen dabei sind, falls man schlecht und ungerechtfertigt behandelt wird!)

Dann setzt jedoch diese Anzeige eine Folge von Vernehmungen in Gang vor Polizisten, Amtsarzt, Staatsanwälten, Gutachtern und Gericht, denen das Opfer sich nicht ausliefern will (weil es eine zweite "Vergewaltigung" fürchten muß) und deshalb oft die Anzeige scheut bzw. zurückzieht.

Wenn aber das Opfer einige Wochen nach der Tat eine Anzeige erstatten will, nachdem es seelisch das Gewalttrauma einigermaßen verarbeitet hat und seelisch wieder stabilisiert ist, ist es oft zuspät gerichtsfeste Beweise sicherzustellen.


Deswegen hat sich in einigen Länder wie England eine neue Vorgehensweise und Einrichtung herausgebildet:

Anonyme med. Untersuchung und Beweissicherung

Dann kann das Opfer sofort nach der Tat eine fachlich hochwertige Untersuchung in dieser neuen Stelle im Krankenhaus machen lassen und alle Beweismittel werden anonymisiert festgehalten und für 10 Jahre eingelagert für den Fall dass man sich erst später entscheidet Anzeige zu erheben.


Diese neuen Institutionen helfen auch gegen falsche Beweisaufnahmen etwa von ungeschulten Hausärzten, die nicht genau wissen, was vor Gericht verlangt wird, damit ein Indizienbeweis gegen eine anderslautende Aussage bestand haben kann...





Modellprojekt: Anonyme Spurensicherung:

ASS (Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat)



Mehr bei Monitor.de mit Video und vielen Hilfe-Links:

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/ ... igung.php5





Anonyme Anzeige scheint i.A. nicht möglich zu sein(?)

http://de.wikipedia.org/wiki/Strafanzei ... rafanzeige

http://www.online-strafanzeige.de





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Behörden sind ein Problem für Sexworker-Angehörige

#10

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2010-08-24, 10:31

Polizeireport findet heraus:

Vorurteile von Polizei-Beamten gegen Familienangehörige der Opfer des kanadischen Serienkiller Robert Pickton, der in 26 Jahren unentdeckt vermutl. bis zu 49 Sexworker ermordet hat, hat die Aufklärung verzögert und die Familien und Opfer beleidigt.


Bias against families in serial killer case affected police department:report



The Canadian Press - ONLINE EDITION
By: Camille Bains, The Canadian Press
Posted: 21/08/2010

VANCOUVER - Families who tried to file missing persons reports in the case of serial killer Robert Pickton faced "alleged" prejudice when they approached police in the midst of a probe plagued by mistakes, says a scathing internal report on the investigation.

The report says inappropriate conduct by staff members, notably by one civilian, "poisoned" the relationship between police and relatives of women who'd gone missing from the Downtown Eastside.

"To the detriment of the (Vancouver Police Department) as a whole, there were several reported instances where families of sex trade workers attempted to report their daughters as missing and were treated badly," the report says.

The report, authored by Deputy Chief Const. Doug LePard and released Friday, says a homicide sergeant submitted a report in 1998 saying police received complaints from people who were "rebuffed by staff." [Zurückgewiesen]

The sergeant also said frustrated relatives felt the department didn't care about their missing loved ones because they were First Nations or from a poor neighbourhood [or consuming drugs or being sex workers. Ann.].

"These factors compromised the investigation by creating, at the least, a lack of trust in the VPD [Vancouver Police Department] by some of the families of the missing women," the report says.

"Even years after (the clerk) had any direct contact with the family members of the missing women, her alleged conduct was a significant issue for (police) to deal with."

LePard said Saturday that such inappropriate behaviour by some staff, especially a civilian clerk who worked at the Missing Persons Unit from 1995 to 2001, was part of a multitude of problems that derailed the Pickton investigation.

"We've learned from the missing women's investigation, about the things that we need to do to remove the barriers to people feeling comfortable dealing with police," he said.

"We heard loud and clear, `Look, back then we didn't feel like we could make a report, that it wasn't going to be taken seriously,'" he said about families.


Bild
www.missingPeople.net


Pickton was eventually arrested in 2002, but by then 13 more women had been reported missing and DNA from 11 women was found on his suburban Port Coquitlam farm.

In 2007, the predator who targeted drug-addicted sex workers was convicted of six counts of second-degree murder and is serving a life sentence.

Prosecutors announced earlier this year that they would not proceed with charges in the murders of 20 more women because convictions wouldn't mean more prison time for Pickton.


LePard's report says one detective complained that he sometimes had to leave the room when the clerk in the Missing Persons Unit spoke to people on the phone.

He said in the report that another officer was concerned about allowing a civilian to manage missing persons investigations and said the practice was not in the best interest of the department.

The report blames both the city's force and the RCMP - Royal Canadian Mounted Police for a series of errors in the years that preceded Pickton's arrest and made it clear he could have been caught earlier than 2002.

"There were individuals who made mistakes and didn't perform well," LePard said Saturday. "There was no one single cause of the problems in this investigation."

Ernie Crey, who was told in 2004 that his sister Dawn Crey's DNA was found on Pickton's property, said he heard plenty of talk about the clerk referred to in the report from other family members searching in vain for their missing relatives.

"I'd heard there was an obnoxious [abscheulich] woman who was taking information from family members," he said.

"The families who were going (to police) were full of stress and they're looking for news about a missing family member," he said.

Maggie Gisle, who once lived and worked on the streets, said she tried unsuccessfully to file reports on several missing friends and even went to Pickton's farm, where he regularly took women from the Downtown Eastside.

"I was really struck by the fact that how did people not know that something was going on?" she said. "I mean you could see shoes, you could see wallets, you could see clothing just scattered all over the yard and in the ditches."

Gisle and other friends and relatives of missing women, along with the Vancouver Police Department, are calling for a public inquiry into the handling of the Pickton case.

"I hope people scream for a public inquiry," Gisle said.

Acting British Columbia solicitor general Rich Coleman has said the province will launch a public review of the case, although it's not yet known whether that will be in the form of an inquiry.

LePard said police have beefed up resources to deal with missing persons files and provided sex workers with Violence in the Workplace training so they can handle violent clients.

He said that after the report was released Friday, senior officers including Police Chief Jim Chu held two meetings with advocates and First Nations groups in the Downtown Eastside to discuss how bias in the department affected families and the improvements that have been made since then.

http://www.winnipegfreepress.com/canada ... 31459.html

Der Polizeibericht (7 MB, 408 pages):
http://media.winnipegfreepress.com/docu ... _final.pdf

Viele Opfer könnten noch leben, wenn bei den Behörden besser gearbeitet worden wäre.

RCMP 'mismanaged' Pickton case: report
Says lives could have been spared


... police had compelling evidence pointing at the serial killer by August 1999 -- more than two years before his arrest.

But because of jurisdictional battles, bad management, and shoddy analysis of the information, police turned their backs on Pickton, while he continued to take women from Vancouver's Downtown Eastside and murder them on his Port Coquitlam, B.C., farm. ...

LePard pulls no punches against his own department -- particularly senior managers of the day -- for failing to recognize sooner that a serial killer was preying on sex-trade workers. The reluctance to commit to the theory meant that front-line investigators and managers never got the resources they needed to handle such a difficult case, LePard concludes in the report.

... it's clear from the report they were often working with one hand tied behind their back. ...

http://www.winnipegfreepress.com/canada ... 44589.html





Urteilsverkündung über Robert Pickton, Dez. 2007:
Pickton was charged with the murders of 27 women, and convicted on six of those. Im Gefängnis soll er seinem Mitgefangenen von 49 Opfern berichtet haben.
viewtopic.php?p=28739#28739


Sammelthemen:

Gewalt an Sexorkern und Gedenk- und Aktionstag gegen Gewalt und Haßtaten an Sexworkern: 17. Dezember
viewtopic.php?t=803

Behördenübergriffe:
viewtopic.php?t=931





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Erfolgreich gegen Polizeiübergriffe

#11

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2011-07-15, 20:11

Erfolgreiche Strategie der Sexworker gegen Polizeiübergriffe und Vergewaltigungen in Uganda:
- Die Identität des Beamten feststellen an Uniformabzeichen...
- Mit einer Klage der Anwälte der Hilfsorganisation drohen

Shame & Notoriety: Stopping Police Rape of Sex Workers in Uganda



This is a guest post by Avner Mizrahi.
Avner Mizrahi is a human rights lawyer, originally from New Jersey. After graduating from law school in 2006, he spent three years working as an insurance litigator at a large Washington, D.C. law firm. He left the firm to serve in the American Jewish World Service’s ajws.org Volunteer Corps in Uganda, where he spent seven months as the legal consultant to a local NGO, Platform for Labour Action www.pla-uganda.org. He left Uganda in mid-June and traveled through Africa for a month and then Asia for five months (Burma = greatest place on Earth). He’ll head back to Uganda in the next few months to work on some more human rights projects. If you’re curious to learn more about his experiences in Uganda, check out his blog:
www.avnerabroad.blogspot.com



Last February, I sat across from 50 Ugandan prostitutes who sought my legal advice. They wanted me to get the police to stop raping them.

I was the legal consultant at Platform for Labour Action (PLA), a Ugandan non-governmental organization that provides marginalized workers with free legal services.

The prostitutes had formed an association called the Lady Mermaids Bureau, which partnered with organizations like PLA to help the women receive medical, psychological, social, and legal support.

Within two months of our first meeting, the prostitutes had developed and applied a strategy that prevented police assaults. I was introduced to the prostitutes in a small parking lot in a Kampala slum.

There, the women confided in me and two other PLA lawyers that police typically raped them two times a week. Sometimes the police dragged them into an alley and raped them there; other times, the attacks occurred after forcing the women into the back of patrol cars. If the women resisted, the police stole their money, beat them, and threatened imprisonment.

Contemplating how to help these women, PLA’s director and I decided that pursuing criminal prosecutions was a fool’s errand: the police officers would protect each other and do everything necessary to stymie any criminal investigation.

Filing a complaint with the police department or suing the government was also unsatisfactory. While either approach might provide victims some small monetary relief, neither would deter future wrongdoing because they would shift the focus away from the individual bad actors and onto an amorphous governmental entity.





We needed another strategy.

I had an idea. What if we removed government from the picture entirely? What if we ignored the abuse of power element and legally analyzed the problem as a typical rape case (putting aside that no such thing exists)? Because rape is both a crime and a tort – a civil wrong – the woman would be able to sue the man in civil court for monetary damages.

We could represent the prostitutes in civil lawsuits against each policeman and publicize the details of every case.

First, the prostitutes needed to gather information about their attackers. After performing a security review to determine how best to protect the plaintiffs, we would file our first lawsuit.

Some Ugandans I spoke with were skeptical about the idea. They told me that the Ugandan public following the case in the press likely would not sympathize with the prostitutes. Many Ugandans assume that sexual attacks by police officers are part and parcel of a prostitute’s work: selling your body for money on the street meant that you were asking to be raped by the police.

Though that perspective sadly contained a hefty dose of truth, it was also myopic in one fundamental way: it undervalued the extent to which the policemen themselves would be shamed merely for having had sex with a prostitute, and the repercussions of that shame among the officer’s friends and family. That embarrassment, and the financial strain of a lawsuit, might just be enough to stop them.

We decided to put the plan into action. I asked the prostitutes whether the police officers wore their uniforms when they assaulted the women. The police almost always did, it turned out. The patrol cars were also almost always nearby while an attack occurred.

After explaining our strategy, I asked the women to memorize officers’ badge and patrol car numbers, names, and appearances.

As a test case, we then would sue the policeman who had raped the most women. His name would be in the papers, and his face on television. He would have to endure a long, humiliating public lawsuit. He would personally feel the consequences of his actions. Other police officers watching would think twice before raping again.

Winning the lawsuit would be irrelevant; the mere fact of filing and publicizing it would do the trick. It would deter future egregious conduct.





Six weeks later, the sex workers came to PLA and told us that our advice had worked wondrously: not a single prostitute from the Lady Mermaids Bureau had been raped, beaten, or arrested by the police since we had spoken with them in that parking lot.

I was dumbstruck. What advice? All I had asked was for them to memorize information. Instead, armed with that simple instruction, the women went on the attack. They told approaching policemen, “I have memorized your badge number and name. If you touch me, my lawyers at Platform for Labour Action will come after you.” That was enough to frighten the would-be rapist into leaving the women alone.





Though not exactly what we had counseled, the outcome was more successful than I could have imagined. The women took my words and applied them in a way that made sense to them, based on their intimate knowledge of the street. They were able to look at their problem from a new perspective, and then help themselves.

A credible threat of legal action halted rogue policemen from sexually assaulting a small group of Ugandan women. I often wonder whether this strategy could be replicated elsewhere, using a three-pronged approach:
(i) threats of lawsuits,
(ii) backed up by actual filings of lawsuits when necessary,
(iii) in conjunction with aggressive press campaigns.

Although we were successful with the Lady Mermaids Bureau, this approach might not work elsewhere because each location has its own political, cultural, social, and legal peculiarities. I think we first need to address these and other questions:

- Is this approach sustainable or will policemen eventually “become wise” to these tactics?

- Must a country have a free press for this strategy to work? How free?

- Perhaps most important, how do we protect the women who will be carrying out the strategy?


www.genderacrossborders.com/2011/07/13/ ... in-uganda/





Samelthema "Behördenübergriffe":
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=9073#9073

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#12

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2011-10-12, 00:52

Umgang mit Ämtern und Behörden

hier:
Job Agentur / Arbeitsamt



  • Nie alleine ohne Zeuge zum Amt gehen
  • Belege und Quittungen vom Behördenhandeln sichern
  • Rechtsmittel einlegen
  • ...





___
P.S. Vom Überlebenshandbuch gibt es auch eine gefaltete Version zum Verteilen, so wie von unserem Beratungs- und Kontaktflyer in CC-Größe:
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klick
: PDF download





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USA

#13

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2011-10-12, 01:01

Thema Polizeiübergriffe in USA

Veranstaltung New York:

Bild

Screening: “Resisting Police Brutality and Criminalization: Short Films About Sex Worker Rights”

Join us for an evening of short films from the sex worker community exploring the impact of police brutality, repression, and criminalization on communities of sex workers. This evening, take a stand in solidarity with the national day of action against police brutality and violence organized by the October 22 Coalition.

Films include “Prostitution Free Zone” and a scene from the forthcoming film “No Human Involved.” This event is hosted by SWOP-NYC (Sex Workers Outreach Project - NYC) and SWANK (Sex Workers Action New yorK).


www.swop-nyc.org
www.myspace.com/weareswank





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Sexworker, die safer SExperten

#14

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2011-10-20, 12:05

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Siehe auch Suchworte: Scheinfreier, Polizeispitzel, agent provocateur... in U.S.A. aber auch bei uns in diskreten Wohnungsbordellen oder bei privaten Sexworkern zu Hause (stellt eine Menschenrechtsverletzung dar, die dem Sachverhalt einer evt. Ordungswidrigkeitsverletzung 'Geheimprostitution' keinesfalls angemessen und nicht zu rechtfertigen ist):
www.google.de/search?q=scheinfreier+sit ... wtopic.php

Kondomzwang Prostitution in Bayern:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=22584#22584
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Re: Sexworker, die safer SExperten

#15

Beitrag von fraences » 2011-10-20, 12:28

Das ist eine super tolle Argumentation. :003

Liebe Grüße, Fraences
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

*****
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Erst Anwalt anrufen - Dann schweigen

#16

Beitrag von Marc of Frankfurt » 2012-03-19, 01:05

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Lycisca hat geschrieben:Verdacht ... dass auch in den aktuellen Ermittlungen das Folterverbot gegenüber den Frauen nicht beachtet wurde ... es ist zum Beispiel die Vermutung naheliegend, dass die Frauen nackt oder in Dessous waren, als die Polizisten sie mit dem Vorwurf der illegalen Prostitution konfrontierten.

Dann liegt erniedrigende Behandlung durch erzwungene Nacktheit vor.

Eine Aussage, die unter dem Druck solcher Behandlung gewonnen wurde, darf aber nicht verwertet werden
, auch nicht gegen Dritte...".

(Die einzige erlaubte Verwendung eines Foltergeständnisses ist zum Nachweis der Folter.)




Nur über den eigenen Anwalt mit der Polizei (ausführende Gewalt, Exekutive) und dem Gericht (rechtsprechende Gewalt, Judikative) reden! (Die Nummer vom Anwalt für Strafprozesse und Anwalt für Finanzstafsachen hat man im Handy gespeichert;)

Dieser US-Anwalt macht sehr deutlich klar, dass geradezu JEDE gutgläubige oder naive Aussage des Beschuldigten oder Beteiligten gegen einen selbst gewendet werden kann und sogar auch muß (Dienstauftrag der Strafverfolgungsbehörde) ...

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=6wXkI4t7nuc[/youtube]

Die genauen strafprozesslichen Unterschiede zwischen USA (angelsächsisches Gewohnheitsrecht, common law) und A - CH - D (kontinentaleuropäisches römisch-kodifiziertes Recht, kanonisches Recht) vermute ich mal sind hinsichtlich dieser Regel gar nicht so groß? ...

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Schnick_Schnack
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RE: ::: Sicherheitsmaßnahmen UMGANG MIT BEHÖRDEN :::

#17

Beitrag von Schnick_Schnack » 2012-05-14, 18:15

Zur Info:

in Österreich gibt es keine Regel, zu wievielt man unterwegs sein muss, um gewisse Amtshandlungen oder Kontrollen durchzuführen. Somit kann es sein, dass man auch nur von einem oder zB auch von 5 Polizisten angesprochen wird.

Lg
*Wer nicht in die Welt passt, der ist immer nahe dran, sich selber zu finden*

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