Ich arbeite gerade an einem Selbsthilfeleitfaden "von Prostituierten für Prostituierte" zu diesem Thema des Karrierewechsels aber möchte jetzt schon mal einen älteren Text hier einstellen.
Es ist ein wichtiges Thema, welches sicher nicht jedeR ohne fremde Hilfe lösen kann und über lange Zeit viel Kopfzerbrechen bedeutet.
Hier bei SEXWORKER.AT Denkansätze und Lösungshinweise zu bekommen ist sicher für viele Prostituierte eine große Hilfe die mehr Berufsfreiheit und damit Lebensqualität bedeutet.
Siehe auch das Thema:
Bundesweite Modellprojekte zum Ausstieg gefördert vom deutschen Bundesfamilienministerium:
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leidr konnte ich deine Datei nicht dl. Könntest du sie mir per mail zu kommen lassen?
Wenn Aspekte, die ich noch nicht beleuchtet habe, würde ich sie gerne in meine Diplomarbeit einpflegen.
Zur Begrifflichkeit:
Besser: "Berufliche Neuorientierung für SW" oder "SW-Zweitkarriere" statt "Ausstieg". (Aus einem Verbrecherkomplott steigt man aus oder aus einer Suchtkarriere, aber aus stark nachgefragter und nach meiner Wertschätzung gesellschaftlich sehr notwendigen Sexarbeit?)
Film über aufsuchende und begleitende SW-Beratung zu Professionalisierung und beruflicher Neuorientierung:
in unserem Forum (member only):
http://sexworker.at/phpBB2/viewforum.php?f=88
"Ich war eine Hure - aus dem Bordell in die Altenpflege"
Der Film beschreibt die Arbeit von Giesela Zohren der Dortmunder Mitternachtsmission.
Doku über die Arbeit von Giesela, Mitternachtsmission der Diakonie in Dortmund und Renate, Madonna e.V. in Bochum
über die Kooperation im Ausstiegsprojekt
www.profrida.de
(gefördert mit 1 Mio Euro vom EU Sozialfond für die Projekte Madonna e.V. in Bochum und Mitternachtsmission der ev.Diakonie in Dortmund)
Viele insgeheim diskriminierende Aussagen im Film:
"92 % wollen aussteigen."
Aber, 'happy hooker' klopfen nicht bei einer Beratungsstelle an. 92 % wovon? von 400.000 oder 200.000 SW in D (=184.000)?
Dem gegenüber nennt der Film die Erfolgsstatistik des NRW-Modellprojekts:
6 Frauen im 1. Jahr.
Unreflektierter O-Ton von Domina Sandra:
"Eine Domina benutzt den Kunden, eine Hure wird vom Kunden benutzt".
Was für eine simple Weltsicht als Selbstschutz. Das Psychospiel einer Domina kann der Seele viel näher gehen, als der geschlechtliche Umgang einer SW, der durch eine mu-meter-dünne Kondomschicht abgegrenzt wird.
Eine m.E. wirkliche und gesellschaftlich verursachte Burn-out Ursache der Sexarbeit jedoch nennt Melanie:
"Mann muß es immer verheimlichen im eigenen Bekanntenkreis".
Auf die Wirkung des Prostitutions-Stigmas weisen die Darsteller und Filmemacher jedoch nicht hin.
Welches Bild wird von unseren Kunden/Gästen im Film gezeichnet?:
"Gedemütigt von Freiern sind viele ihrer Begabungen zwangsläufig verkümmert".
Warum lassen sich SW von Freiern demütigen?
Antwort: Weil ihnen keiner den professionellen Umgang im heiklen Feld der intimen Dienstleistungen lehrt!
Und nur wenige machen es intuitiv richtig und viele sind verdammt zum Lernen auf die harte Tour durch eigene Fehler.
Und weil SW gesellschaftlich nicht anerkannt ist, lassen sich manche Männer verleiten zu inhumanen Verhaltensweisen bis hin zu Mordtaten. Derartige auf der Hand liegende Zusammenhänge scheinen weder den Interviewten noch den Filmautoren bekannt oder mitteilenswert zu sein.
"Auf Wünsche eingehen, Gedult haben [das qualifizierte sie bereits als Sexworker]. ... Wenn sie alte Leute betreut, blüht sie auf.
Ein großes Stück Selbstbewustsein wird ihr hier [in der Altenpflege] gegeben."
Hier wird Altenpflege als Rettung und Erlösung dargestellt gegenüber der ach so schädigenden Sexarbeit.
Andere jedoch bewerten die chronisch unterbezahlte Alten- oder Krankenpflege als ausbeuterisch und ursächlich für die vielen Heimskandale mit Klientenvernachlässigungen.
Auch ist Altenpflege nicht weniger seelisch fordernd. Gibt es doch viele und auch sexuelle Übergriffigkeiten in Heimen seitens der Heimbewohner. Vorteil oder Unterschied zur Sexarbeit ist: man hat einen professionellen, institutionellen Rahmen in dem man arbeitet. Da sind z.B. Teambesprechungen und Supervision ritualisiert. Wenn auch nicht monetär, so wird einem moralisch der Rücken gestärkt.
Es wird von "Rückfallquote" palavert.
Wiedermal eine versteckte Anpielung auf Denkfiguren wie "SW = Sucht" oder "SW = Nymphomanin".
Wenn ein Akademiker, obwohl ihm der Job im Personalmanagement nicht gefällt, wo er Beschäftigte auf die Straße entlassen muß, wozu er von der Führungsspitze und den Shareholdern benutzt wird, sich erneut um einen vergleichbaren Job bewirbt, um sein Einkommen zu verdienen, wird keiner von Rückfallquote sprechen - oder?
Die hohen möglichen Umsätze und warum manche sie nicht nachhaltig erzielen können, wird nicht thematisiert. Lediglich gezeigt wird dass Melanie nach ihrem Verlassen der Sexarbeit als Prekärbeschäftigte auf mehrere Patchwork-Arbeitsverhältnisse angewiesen ist.
Fazit:
Die Gesellschaft und ihre Institutionen läßt die Mädchen der Sexarbeit erst ausbluten bis hin zum seelischen Burn-out, um sich dann führsorglich zeigen zu können, wenn sie ihnen seelsorgerisch gegenüber tritt.
So weit reicht der lange Arm der Doppelmoral.
Und das macht den Ausstieg kaum leichter.
Alles in allem eine Dokumentation gegen Sexarbeit. Schade, daß sich die Ex-Sexarbeiter und die Mitarbeiter der Hurenberatungsstellen dafür hergegeben haben bzw. haben verleiten lassen.
Ausstieg, besser: Umstieg und berufliche Neuorientierung für Sexarbeiter
Der obige Film würdigt die Arbeit der Dortmunder Mitternachtsmission nur unzureichend.
In folgendem Jahresberichtsausschnitt sind Details der Beratung und Hilfsmöglichkeiten der Dortmunder Mitternachtsmission der evangelischen Diakonie ausführlicher beschrieben.
Es wird deutlich, wie komplex und lebensfeindlich bis existenzbedrohend sich eine berufliche Neuorientierung und ein Lebensabschnittswechsel raus aus der Prostitution und zurück in die bürgerliche Welt gestalten kann. Dies bezeichne ich als die Falle Prostitution, die aufgrund von Tabuisierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung der Sexarbeit entstehen konnte.
Der sog. Falle Prostitution [i.e. strukturelle Zwangsprostitution] kann am besten vorgebeugt werden durch:
Umstiegsinformation studieren schon vor dem Einstieg in die Sexarbeit.
Das Dilema kennen und lösen:
Die Sexarbeit zwar maximal professionell [d.h. legal] zu betreiben, aber dennoch nicht als abhängig machende Haupterwerbsquelle.
D.h. als Einkommensquelle, die alters- oder krankheitsbedingt nicht langegenug nachhaltig existenzsichernd ausgeübt werden kann.
Rechtzeitig einen langfristigen Karriereweg oder Umstiegsprozess einplanen und dafür Reserven anlegen.
Huren-Karriere-Management (HKM)
Einem burn-out in der Sexarbeit, auch begründet durch das Prostitutionsstigma entgegenwirken, um die Lebensfreude und Selbstmanagementfähigkeit nicht zu verlieren.
Sexarbeiter-Vernetzung, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln bzw. politisch einzufordern.
Fortbildungen in der Erwachsenenbildung (Huren-Uni)
NachgehendeAusstiegshilfen.pdf
Beschreibung:
Nachgehende Ausstiegshilfen der Dortmunder Mitternachtsmission - PDF 5 Seiten.
Workshop „Unterstützung des Ausstiegs aus der Prostitution“
Am 03. Dezember 2007 fand der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend veranstaltete Workshop „Unterstützung des Ausstiegs aus der Prostitution“ statt, an
dem der KOK e.V. teilnahm. Der Workshop diente dazu, mit Hilfe von Expertinnen aus den
Unterstützungseinrichtungen, aus der Wirtschaft, aus unterschiedlichen Bundesländern und
Bundesministerien sowie aus der Bundesagentur für Arbeit Rahmenbedingungen für die
eventuelle Schaffung eines Bundesmodells für den Ausstieg aus der Prostitution bzw. den
Umstieg in den regulären Arbeitsmarkt zu erhalten. Als Diskussionsgrundlage diente das
Modellprojekt profrida: www.profrida.de
hi marc,
leider kannich deinen download nicht starten, ich finde es persönlich sehr interresant wenn jemand einen ausstieg aus seinem beruf vornimmt, wobei es in dieser sparte sicher am schwersten ist.
es kommen nämlich noch die faktoren von akzeptanz, vergangenheistbewusstsein und die innere stärke mit um der geselschaft entgegen zutretten.
wie wir leider alle wissen ist es noch immer ein grenzgang und von vielen nicht akzeptiert, wobei ich es persönlich nicht verstehen kann den der beruf einer prostituierten ist sicher 1000 mal ehrlicher als der unserer politiker,oder der rechtsanwälte die im strafrecht damit betraut sind schwerverbrecher oder wirtschaftsdelikte für großkonzerne zu lösen und freisprüche zu erwirken.
wenn es dir möglich ist würde ich gerne einsicht in dein pdf nehmen und dir vileicht eine oder ander idee beisteuern.
ich personlich bin vor 7 jahren aus meinem beruf im IT-Bereich ausgestiegen und arbiete jetzt in einer ganz anderen sparte, wo bei das sicher ein kinderspiel war im gegensatz zu einem austieg aus diesem beruf
In dem Wort und Etikett "Ausstieg" steckt auch immer eine mißbilligende Beurteilung der Gesellschaft über die Verweigerungshaltung. Eine solche wird immer auch in der Sexarbeit vermutet und somit ist selbst das Wort "Austiegshilfe" als Etikett ein Teil des Mechanismus Prostitutionsstigma.
15 Jahre lang arbeitete Anna W. in einem Berliner Luxus-Bordell. Jetzt packt sie aus
Von MICHAEL SAUERBIER
Diskretion ist Gesetz im "Bel Ami". Wer das Luxus-Bordell am Olympiastadion betritt, will anonym bleiben. Das brachte Ex-Hure Anna W. (46) auf eine Geschäftsidee: Für die Namen ihrer prominenten Freier aus dem Sex-Etablissement will sie 1,5 Millionen Euro.
Keine leere Drohung. Gerade hat Anna W. ein Enthüllungsbuch herausgebracht. Auf 83 Seiten beschreibt sie das fröhliche Puff-Leben zwischen Pool, Champagner und Wasserbett. Doch das frühere Callgirl listet darin auch 170 Promi-Kunden auf.
Luxus-Hure
Anna W. 1986. Bis 1998 arbeitete sie als Luxus-Callgirl
2/3
Kostprobe:
"Der international bekannte Action-Schauspieler aus Hollywood: Er ließ uns Mädchen in sein Hotelzimmer kommen, wo er gekokst und getrunken hat. Er stand auf Rücken-Massagen."
"Der Eigentümer eines Möbelkonzerns. Einer der ganz Großen in Berlin. Er liebte es, zu trinken und zu koksen, hatte ein cholerisches Temperament."
"Der Minister aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Sex war nicht so aufregend. Aber zum Abschluss lud er mich auf seine Jacht bei Nizza ein. Zum Abschied schenkte er mir eine goldene Rolex."
"Der internationale Fußballspieler. Nachdem wir uns an der Bar nähergekommen waren, gingen wir in ein Whirlpool-Zimmer, wo er auf Oralsex, natürlich ohne Kondom, stand."
Und so geht es immer weiter: Formel-1-Rennfahrer, Dressur-Olympiasieger, Davis-Cup-Tennisspieler und Ex-Boxweltmeister nennt Anna W. Dazu viele Unternehmer, Manager, Ärzte, Anwälte und Politiker.
Der Haken daran: Im Buch haben sie alle denselben Namen: "Andi, Dr. med. Andi, Graf von Andi, Prinz Andi".
"Für 1,5 Millionen gibt‘s die Liste mit Klarnamen", sagt Anna W., "ich verkaufe sie nur einmal."
Ist das nicht Erpressung? "Nein", glaubt die Ex-Hure, "ich drohe ja nicht mit der Veröffentlichung." Aber was wird wohl der Käufer, falls er sich findet, mit den Namen tun? Anna W.: "Das interessiert mich nicht."
Der Haken daran: Im Buch haben sie alle denselben Namen: "Andi, Dr. med. Andi, Graf von Andi, Prinz Andi".
"Für 1,5 Millionen gibt‘s die Liste mit Klarnamen", sagt Anna W., "ich verkaufe sie nur einmal."
1. was hat die Gute gegen den Vornamen Andi?
2. sie soll aufpassen daß sie nicht das Schicksal der Nitribitt erleidet.
3. Sollte sie die Namen notariell deponiert haben hilft das nur als Drohung, solange sie sie nicht herausgibt.
aber ist das ganze nicht ein wenig geschäftsschädigend für die Kolleginnen?
das sind so Gedanken die mir durch den Kopf schießen
Sexarbeiter sind wie alle Frauen und Männer von den herrschenden Rollenbildern geprägt. Sie sind sozialisiert unbezahlte Reproduktionsarbeit zu leisten und sich an die starke Schulter eines Mannes anzulehnen, um am Familienmodell der Versorgungsehe partizipieren zu können.
Der Film "Pretty Women" zeigt dieses Schema der Partnersuche im Bereich der Prostitution. Doch leider ist der Film ein modernes Märchen, welches jedoch um so stärker im Unterbewustsein unserer kollektiven Bilder wirkmächtig ist. Somit verleitet das Pretty-Women-Syndrom in die sogenannte "Falle Prostitution". Damit gemeint sind, die mangifaltigen und bisher viel zu wenig analysierten Gründe, die die strukturelle Zwangsprostitution fördern und bedingen.
Weil die Gesellschaft keine Sexarbeiterkompetenzen anerkennt, weil die Gesellschaft Sexarbeiter ausgrenzt, weil keiner Sexarbeitern alternative Berufstätigkeiten anbietet, weil Schulung von Kompetenzen um Sexarbeit würdevoll und nachhaltig ausüben zu können verwehrt wird, weil Sexarbeiter auf Sexdienstleitung reduziert, festgelegt und bisweilen sogar registriert bis kaserniert werden...
Alles geschieht unter dem Vorwand, um so die vermeintlich gesellschaftszerstörenden Auswirkungen eines promisken Sexualtriebes und der Geldverdiennotwendigkeit der ansonsten Chancen- oder Mittellosen in kontrollierte Bahnen lenken zu können.
Alles sehr tragisch. Wenn deutlich wird, daß man (die männerdominierte Gesellschaft) so viele Frauen opfert und in die Falle laufen läßt.
Es zeigt welche imensen Anstrengungen notwendig sein werden, um diesen jahrhundetealten und kulturell eingefahrenen Trend umzukehren.
1. was verstehst Du unter "struktureller Zwangsprostitution"?
2.
Zitat:
Weil die Gesellschaft keine Sexarbeiterkompetenzen anerkennt, weil die Gesellschaft Sexarbeiter ausgrenzt, weil keiner Sexarbeitern alternative Berufstätigkeiten anbietet, weil Schulung von Kompetenzen um Sexarbeit würdevoll und nachhaltig ausüben zu können verwehrt wird, weil Sexarbeiter auf Sexdienstleitung reduziert, festgelegt und bisweilen sogar registriert bis kaserniert werden...
hier zeigt sich m.E. ein Grundproblem der Demokratie.
der fehlende Minderheitenschutz wenn diese sich nicht artikulieren kann oder will. Denn wenn du rechnest, daß < 1% der Frauen SWs sind und < 50% der Männer zu SWs gehen, hast du immer ein Problem, weil du eine Minderheit bist, die sich wg. gesellschaftl. Stigmatisierung nicht artikulieren will!
Aus genau demselben Grund ist das Problem des Prekariates seit Jahrzehnten vernachlässigt, weil das max. 15-20% der Bevölkerung sind, die sich nicht artikulieren.
siehst Du das genauso?
Beispiel:
Z.B. wenn eine Frau als Schlampe gebranntmarkt ist und ihr in/von der Gemeinschaft dann anerkannte bekannte Jobs verwehrt werden und ihr deshalb die sexuelle Prostitution als verbleibende wertvollere Alternative erscheinen muß unter den verringerten Auswahlmöglichkeiten, um sich und ihr(e) Kind(er) zu ernähren und durchzubringen.
bei gleichzeitig vorherrschender Massenarbeitslosigkeit, Ausbildungsplätzemangel, Studiengebühren oder restriktiven -zugangsbeschränkungen, exorbitanten Lebenshaltungskosten, Wohnungsknappheit, Inflation, Rezession ...
Definition:
Die soziale Organisation der Lebensvollzüge, die zur Folge hat, daß Menschen systematisch ihrer Chancen beschnitten werden und ihnen somit nur abgewertete oder verachtete und als Prostitution bewerteten Tätigkeiten übrig bleiben.
(Also alles Mechanismen einer sozial bedingten Abwärtsspirale, aber unter den besonderen Gesichtspunkten der Geschlechterwirtschaft i.e. sexuellen Prostitution im Kontext der sog. kapitalistisch-sexistisch-patriachalen Matrix.)
Die Mechanismen, die ein Herauskommen aus der sexuellen Prostitution behindern, würde ich subsumieren unter dem Begriff:
Falle Prostitution
Strukturell sind alle Mechanismen, die keinen personalen Einzeltäter oder ein überschaubares kriminelles Netz von Individuen verlangen (Triebtäter, Ausbeuter, mehr oder weniger organisierter Krimineller), sondern schlicht dem Kollektiv einer egoistisch, ökonomisch handelnden Mehrheit geschuldet sind.
Einer Gemeinschaft, die Integration, Inklusion, Transparenz, Chancengerechtigkeit ... und Partizipation ökonomisch und demokratisch-politisch vernachlässigt.
Richtig: Demokratie baut auf Wohlstand und Wohlstandsverteilungsgerechtigkeit auf oder andersherum betrachtet: ein höheres ökonomisches Entwicklungsstadium der Menschheit oder einzelner Staaten ermöglicht den Zustand Demokratie.
Bordellwesen z.B. in der Türkei basiert auf dem Konzept "gefallene Frau":
"Die Frauen, die entweder von Nachbarinnen überredet oder von Freunden angelogen oder von Stiefvaetern vergewaltigt wurden, werden von der Gesellschaft wegen dieser ‘Sünde’ nicht mehr akzeptiert und haben als einzige Möglichkeit zu überleben, sich als Prostituierte in diese Gasse bis ans Ende ihres Lebens einzusperren..." Quelle
D.h. die strukturelle Zwangsprostitution ist bereits in den sozialen Werten einer archaischen Moral eingebaut.
Eine hysterische Tätersuche in sog. Zuhälter- und Menschenhändlernetzwerken soll möglicherweise von einer vernachlässigten Wertediskussion ablenken.
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